Künstliche Intelligenz
Totgesagte leben länger: Lokale Bilder-KI Amuse 3.2.0 erschienen
Die Entwicklung der lokal arbeitenden Bild- und Video-KI-Software Amuse hatte Hersteller TensorStack-AI eigentlich eingestellt und die Quellen veröffentlicht. Jetzt hat das Open-Source-Projekt in der Nacht zum Freitag dieser Woche ein erstes Update veröffentlicht. Die Entwicklung geht damit weiter.
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In dem Amuse-GitHub-Projekt hat es seit Dezember einige Änderungen gegeben. Die Konzentration und starke Optimierung für AMD-Hardware ist Vergangenheit. Nun hebt das Projekt insbesondere HP-KI-Geräte werblich hervor. Konkrete Anpassungen an die Hardware des Herstellers lassen sich allerdings nicht erkennen.
Nicht alle Änderungen protokolliert
Das offizielle Changelog zur aktuellen Version Amuse 3.2.0 fällt zunächst übersichtlich aus. Die Migration auf .NET 10 aller Komponenten solle demnach einen Performance-Schub aufgrund besserer Speicherverwaltung und Optimierungen des JIT-Compilers bringen. Das Update auf die OnnxRuntime 1.23.0 führt demnach zu mehr Stabilität und liefert Unterstützung zum Einbinden neuerer KI-Modell-Architekturen. Die Ausführungs-Provider sollen ebenfalls verbessert sein und mehr Geschwindigkeit bringen. Die Dependencies wurden modernisiert und die internen NuGet-Bibliotheken auf die jüngsten stabilen Versionen aktualisiert. Das sorge für mehr Sicherheit, Stabilität und Kompatibilität.
Beim kurzen Test mit einem eher schwachbrüstigen AMD-Ryzen-7640HS-System mit 64 GByte RAM, das lediglich eine 10-TOp/s-NPU enthält, sind die Ergebnisse jedoch durchwachsen. Das Changelog erwähnt die Änderungen an der Bedienoberfläche nicht, etwa die Anzeigen zu Prozessor-, GPU- und NPU- sowie jeweiliger Speicherauslastung wurden eingedampft. AMD-Optimierungen wie der KI-basierte und flinke „AMD XDNA Super Resolution“-Upscaler sind rausgeflogen.
Die AMD-AI-optimierten Modelle sind in der Software nicht mehr auffindbar. Die allgemeinen Modelle funktionieren jedoch in weitgehend ähnlichem Tempo wie zuvor. Allerdings stürzt die OnnxRuntime nun bei Modellen mit mehr Speicherhunger öfter mit der Fehlermeldung ab, dass die Grafikkarte keine Befehle mehr annehme. Die kleineren Modelle bis etwa 4 GByte funktionieren jedoch problemlos.
Es bleibt spannend, ob die Weiterentwicklung diese Probleme aufnimmt und löst. Lokale Künstliche Intelligenz liefert mehr Privatsphäre, und Amuse ist die bislang einfachste Möglichkeit zur lokalen Erstellung von Bildern und Videoschnipseln. Lösungen wie ComfyUI sind zwar eine Alternative, jedoch deutlich schwieriger zu bedienen.
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(dmk)