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Trump legt Mondlandung per Dekret fest


US-Präsident Donald Trump hat per Dekret die Raumfahrt-Prioritäten seiner Regierung festgesetzt. Demnach sollen unter anderem bis 2028 wieder US-Amerikaner auf dem Mond landen, danach soll ein dauerhafter Außenposten auf dem Himmelskörper etabliert werden, wie es in dem Dokument mit dem Titel „Sicherstellen der amerikanischen Überlegenheit im All“ heißt. Außerdem müssten die amerikanischen Verteidigungskapazitäten im All gestärkt werden.

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Die nun offiziell festgelegten Ziele unterscheiden sich allerdings nicht substanziell von den bisher formulierten, die teilweise auch noch aus der ersten Amtszeit von Trump zwischen 2017 und 2021 stammen. So plant die US-Raumfahrtbehörde Nasa – seit dieser Woche offiziell geleitet von dem von Trump vorgeschlagenen Milliardär und Weltraum-Touristen Jared Isaacman – schon seit 2017 mit dem Artemis-Programm die Rückkehr von US-Astronauten zum Mond.

Die einzelnen Teilschritte mussten allerdings immer wieder verschoben werden. Derzeit ist die Artemis 3-Mission, mit der nach mehr als einem halben Jahrhundert wieder US-Astronauten auf dem Mond landen sollen, für 2027 geplant. Auch das könnte sich allerdings noch verzögern. Das Dekret fordert nach einer Landung auch die Errichtung von ersten Teilen einer dauerhaften Mondbasis bis zum Jahr 2030. Sie soll dann unter anderem für Missionen zum Mars dienen.

An dem Artemis-Programm ist auch die europäische Raumfahrtbehörde ESA beteiligt. Vorgesehen sind bisher drei Teilnahmen von ESA-Astronauten an den Missionen. Erst kürzlich hatte die ESA bekannt gegeben, dass ein Deutscher im Rahmen von Artemis der erste Europäer sein könnte, der einen Fuß auf den Mond setzt. Bis es so weit ist, sind jedoch noch andere Missionen des Programms geplant, die den Mond nur erreichen oder ihn umrunden sollen, ohne zu landen. Der erste, noch unbemannte, Artemis-Flug klappte 2022 sehr erfolgreich.


(nie)



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30 Jahre Java – Interview mit Community-Vertretern (Teil 4)


In den vergangenen 30 Jahren hat sich eine rege Community im Java-Umfeld gebildet. Ich habe im Laufe des Jahres 2025 einige deutschsprachige Vertreter zu ihren Erfahrungen befragt. Die Resonanz war überwältigend. Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben. In diesem vierten Teil kommen Michael Simons (Java Champion), Stefan Zörner (Buchautor und Mitglied der Apache Foundation), Markus Eisele (Java Champion), Dirk Weil (Buchautor) und Michael Vitz (Java Champion) zu Wort.

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Neuigkeiten von der Insel - Falk Sippach

Neuigkeiten von der Insel - Falk Sippach

Falk Sippach ist bei der embarc Software Consulting GmbH als Softwarearchitekt, Berater und Trainer stets auf der Suche nach dem Funken Leidenschaft, den er bei seinen Teilnehmern, Kunden und Kollegen entfachen kann. Bereits seit über 15 Jahren unterstützt er in meist agilen Softwareentwicklungsprojekten im Java-Umfeld. Als aktiver Bestandteil der Community (Mitorganisator der JUG Darmstadt) teilt er zudem sein Wissen gern in Artikeln, Blog-Beiträgen, sowie bei Vorträgen auf Konferenzen oder User Group Treffen und unterstützt bei der Organisation diverser Fachveranstaltungen. Falk twittert unter @sippsack.

Java prägt viele Entwickler und Entwicklerinnen seit ihren ersten Schritten in der IT – und hat in dieser Zeit Höhen, Tiefen und mehrere Neuerfindungen erlebt. Die folgenden Antworten spiegeln persönliche Anfänge, prägende Erlebnisse, kritische Momente und eine Einordnung von Javas Rolle in der heutigen Softwareentwicklung wider. Abschließend wagen sie einen Blick nach vorn: mit Tipps für die eigene Weiterentwicklung und Erwartungen an Java in den kommenden Jahren.

Wann und mit welcher Version bist du erstmals mit Java in Berührung gekommen?

Michael Simons: Produktiv, also gegen Geld Software mit Java entwickelt um 2003, mit J2SE 1.4. Während des Studiums mal kurz J2SE 1.2 oder 1.3 angefasst, aber meine Ausbildung war sehr C- und Fortran-90-lastig.

Stefan Zörner: Ich habe bis 1998 an der Uni Münster Mathematik studiert und am Ende Übungsgruppen in Informatik betreut. Da wurde 1996/97 ganz frisch Java eingesetzt. Ich habe es mit den Leuten aus meinen Übungsgruppen zusammen gelernt, Version 1.0 war das.

Markus Eisele: Ich denke, es muss J2SE 1.2 gewesen sein. So um 1999.

Dirk Weil: Das war die allererste Version 1.0 – ich glaube, im Jahr 1996. Wir haben damals einen Arbeitskreis ins Leben gerufen, um die Entwicklung von Java zu beobachten und darüber zu diskutieren.

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Michael Vitz: Das erste Mal in Berührung mit Java bin ich noch in meiner Schulzeit in der Oberstufe gekommen. Dort konnte ich für ein Jahr Informatik als Fach belegen. Dort begann, erst mit JavaKara und anschließend mit der Bibliothek „Stifte und Mäuse“, mit Java 1.4 und IBM Jikes als Compiler, meine lange Reise im JVM-Ökosystem.

Was war rückblickend dein schönstes Erlebnis mit der Sprache oder dem Ökosystem Java?

Michael Simons: „Dein schönstes Erlebnis mit einer Programmiersprache …“ – ich finde die Frage ein wenig irritierend. Emotional am schönsten war sicherlich, dass ich durch Java überhaupt in ein größeres Open-Source-Ökosystem eintauchen konnte. Mein damaliger Arbeitgeber war primär ein Oracle-Shop, das heißt, wir haben viel Oracle-Tools, wie Forms und Designer, genutzt, und darin gab es damals wenig Gelegenheit, Open Source zu machen. Über Java bin ich in die Spring-Welt gekommen und habe mir dort einen Namen gemacht und konnte 2016 das erste Mal auf einer internationalen Konferenz über Springs Autokonfiguration sprechen. Das hat mein Leben sehr bereichert und auch beeinflusst. Es ist nicht bei Spring geblieben, ich war auch einer der ersten Sprecher über jOOQ, und konnte so meine „Liebe“ für Java und deklarative Abfragesprachen in die Welt tragen. Seit fast sieben Jahren arbeite ich im Open-Source-Umfeld. Ohne Java und eine offene, inklusive Community wäre mein Leben zumindest in beruflicher Hinsicht ganz anders verlaufen.

Stefan Zörner: Ich habe später viel im Unternehmensumfeld entwickelt, in meiner IBM-Zeit vor allem in Versicherungen, da war J2EE angesagt. Die Vereinfachung vieler Dinge durch Hibernate und vor allem Spring war tatsächlich eine kleine Offenbarung. Die Bücher von Spring-Vater Rod Johnson habe ich gerne gelesen.

Markus Eisele: Sicherlich die Community. Ich habe früh in meiner Karriere damit begonnen, mein Wissen aus Projekten weiterzugeben, und ich kann mich noch sehr gut an die ersten Vorträge über Struts und J2EE erinnern, die ich im Rahmen von freitäglichen Infoveranstaltungen gehalten habe. Auf diesem Weg ging ich weiter in Richtung internationaler Konferenzen und hatte das Glück, auch mal auf der JavaOne zu sprechen. Das schönste Erlebnis war sicherlich, die Geburt der JavaLand begleiten zu dürfen und der Sprache auch hierzulande eine große Plattform bieten zu können.

Dirk Weil: Mit Java hatte ich das erste Mal das Gefühl, dass ich nicht der Erste war, der ein Problem hatte. Es gab nun eine Community, die sich gegenseitig unterstützte und Lösungen verteilte. Das hatte ich vorher mit C und C++ nicht erlebt. Dazu kam die damals noch rasante Entwicklung von Server-Produkten wie BEA WebLogic oder JBoss. Damit traf Java exakt den Punkt der Revolution von Anwendungen weg vom meist lokalen Client-Server-Modell hin zu global verfügbaren Webanwendungen.

Michael Vitz: Auf der persönlichen Ebene sicher meine Ernennung zum Java Champion Anfang 2021. Seitdem darf ich Mitglied in einer Gruppe sein, in der viele Menschen sind, deren Arbeit ich jahrelang verfolgt und geschätzt habe. Und ich erwische mich immer noch mit dem Gedanken, dass ich als kleines Licht dort eigentlich nicht hingehöre. Aus einer professionellen Sicht gibt es sehr viele schöne Erlebnisse, aber nicht das eine. Jede Anwendung und jedes Problem, die ich, auch weil mir ein solches Ökosystem zur Seite steht, mit Java lösen konnte und die anschließend Mehrwert liefert, lösen in mir positive Gefühle aus.


JavaLand, Palmen

JavaLand, Palmen

(Bild: DOAG)

Vom 10. bis 12. März 2026 findet die JavaLand-Konferenz statt. In diesem Jahr zieht die Community-Konferenz in den größten deutschen Freizeitpark, den Europa-Park Rust. Das Programm bietet knapp 130 Vorträge in 13 Themenbereichen.

Aber es ist nicht alles Gold, was glänzt. Was hat dich negativ beeinflusst beziehungsweise was war ein unschöner Moment im Java-Umfeld?

Michael Simons: Ein, zwei menschliche Enttäuschungen, die auf die widersinnige Annahme zurückzuführen sind, dass „alle“ Menschen in einem positiven Umfeld generell positiv sind beziehungsweise sich auch in meinem Wertekosmos bewegen. Das hat aber weniger mit der Sprache als solcher zu tun.

Stefan Zörner: Umgekehrt die Mühen, die man mit J2EE und speziell EJB 1.0 hatte. Eigentlich wollte ich nur eine Entität persistieren. Die rituellen Handlungen beim Deployment waren erheblich. Das Ganze wurde erst durch die Einflüsse von Spring und Hibernate auch in Java EE besser.

Markus Eisele: Mich persönlich stört die rigorose Handhabung des Trademarks von Oracle. Durch das konsequente Verfolgen von jeglichen Aktivitäten, die den Begriff „Java“ im Namen tragen, ist die Community immer gezwungen, alternative Wege zu gehen und es gibt kaum ein aktives Community-Mitglied, welches da nicht seine unschönen Erfahrungen gesammelt hat. Hier wurde und wird weiterhin sehr viel Vertrauen und Wertschätzung für einen durchaus fragwürdigen Gegenwert verspielt.

Dirk Weil: Die sehr zähe Weiterentwicklung von Java EE in den Jahren ab 2016 war sehr irritierend. Das ging teilweise bis zur Einschätzung, dass Java EE tot sei. Der Umstieg auf Jakarta EE mit seinem eher juristisch verordneten Paketnamenswechsel und dem damit verbundenen Breaking Change in der Plattform setzte da sogar noch einen drauf.

Michael Vitz: Zum Glück kann ich mich nicht bewusst an einen negativen Moment erinnern. Natürlich gab es, aufgrund des Pluralismus im Ökosystem, immer mal wieder Scharmützel zwischen Bibliotheken, Werkzeugen oder Frameworks, aber aus meiner Sicht haben diese sich stets in Grenzen gehalten und sind selten unter die Gürtellinie gerutscht oder sehr persönlich geworden. Auf das JDK selbst hat wohl primär die Einführung des Modulsystems und der damit für einige etwas kompliziertere Wechsel auf JDK 9 negativen Einfluss gehabt. Aber auch das ist jetzt schon fast acht Jahre her.

Glaubst du, dass Java auch nach 30 Jahren noch relevant ist? Welche Rolle spielt Java deiner Meinung nach in der modernen Softwareentwicklung, insbesondere im Vergleich zu anderen Sprachen und Technologien?

Michael Simons: Ja, definitiv. Vor über 20 Jahren habe ich bereits Java Stored Procedures in eine Oracle-Datenbank deployed. Programme und Applikationen, die ich vor zehn Jahren geschrieben habe, sind immer noch im Betrieb. Unsere Open-Source-Module sind weltweit im Einsatz. Einige der erfolgreichsten IDEs dieses Planenten sind in Java geschrieben. All die Versicherungs- und Bankensoftware wird sich nicht von alleine warten oder durch generierten Code ersetzt werden. Ich mache mir da wenige Sorgen. In den letzten zwei, drei Jahren habe ich für mich viel Python geschrieben. Zusammen mit dem Pink-Database-Design-Paradigma, das Datenbanken in den Mittelpunkt stellt, ist es eine ungeheuer leichtgewichtige und schnelle Alternative für kleine bis mittelgroße Applikationen. Ich möchte das nicht missen. Aber, wenn ich an einen größeren Einsatz denke, möchte ich auch nicht auf die Stabilität von Java, die sensible Evolution, das annähernd komplette Ökosystem, die sehr guten Buildtools und vieles mehr verzichten.

Selbst im Bereich LLMs gibt es auf GraalVM basierende Lösungen, die schnelle, lokale Inferenz ermöglichen. Das ist meines Erachtens erheblich viel mehr wert als in anderen Sprachen geschriebene Ketten von HTTP-Calls, um mit LLMs und GPTs zu agieren. Bei der Frage nach Vergleichen sehe ich förmlich, wie du auf den Bereich Data Engineering und Education zielst: Bezüglich Data Engineering wird Java maximal von SQL überholt, nicht von Python. Die Python-Scripts und Notebooks sind schön für explorative Auswertungen, das stimmt, aber damit nehmen sie Java nichts weg. Bezüglich Education: Mit Java 24 ist es einfacher denn jemals zuvor, mit einer einzelnen Main-Methode zu starten, ohne Klassenzeremonie.

Stefan Zörner: Ja. Dafür sorgt schon die schiere Menge an Software, die in Java geschrieben ist und auch heute immer noch insbesondere in großen Unternehmen entsteht. Innovation findet tendenziell woanders statt, aber die Java-Welt greift viele Dinge auf.

Markus Eisele: Das ist gerade im aktuellen Hype rund um künstliche Intelligenz und Python natürlich eine sehr gute Frage. Was ich täglich mit Kunden erlebe, ist, dass es ein jahrelang gewachsenes Vertrauen in die Betreibbarkeit und Qualität von Java-basierten Anwendungen gibt. Die JVM als Runtime und auch die Sprache haben sich konsequent weiterentwickelt und bieten für nahezu alle Anwendungsfälle geeignete und performante Antworten. Dieses Vertrauen müssen sich andere Plattformen erst verdienen. Ich vergleiche das auch gerne mal mit Laufschuhen. Es gibt wahnsinnig gut aussehende, mit allerlei Schnickschnack und tollen Sohlen, aber ganz am Ende kann man erst nach vielen Kilometern dann den Unterschied wirklich ausmachen. Ähnlich sehe ich auch die Zukunft von Java. Vorsichtige Modellpflege mit einem Blick auf die wirklich wichtigen Funktionen unter konsequenter Weiterentwicklung der Laufzeitperformance erhält Java den Vorsprung. Noch für viele Jahre.

Dirk Weil: Ich halte Java weiterhin für sehr relevant und tragfähig. Die mittlerweile recht zügige Weiterentwicklung der Sprache selbst wie auch die breite Unterstützung für Server-Frameworks – Jakarta EE, Spring Boot, Quarkus und so weiter – sind für mich ein starkes Zeichen für ein lebendiges Ökosystem. Das finde ich bei anderen Sprachen nicht in der gleichen Qualität.

Michael Vitz: Wer weiß schon, wie die Welt in 30 Jahren aussieht? Gerade in einer Zeit, in der wir mit KI eine Technologie erleben, die das eine oder andere auf den Kopf stellt, und das sehr rasant. Unter der Annahme, dass Beobachtungen aus der Vergangenheit auch in der Zukunft gelten, gibt es in 30 Jahren sicher noch Java-Anwendungen. Ob diese dann eher den Stellenwert wie heute C oder COBOL haben, vermag ich aber nicht zu sagen. Ich gehe aber davon aus, dass es mit Sicherheit noch Menschen gibt, die dann Geld mit Java verdienen können. In der modernen Softwareentwicklung spielt Java sicherlich heute eine größere Rolle. Die Verbreitung über die letzten Jahre und auch die stete Weiterentwicklung, bei gleichzeitiger hoher Kontinuität und Kompatibilität, machen sich hier bezahlt. Und auch wenn diese deswegen vereinzelt etwas langsamer ist als in anderen Sprachen, braucht sich Java im Feature-Vergleich und vor allem mit dem großen Ökosystem nicht zu verstecken. Die wohl aktuell größten Baustellen der langsameren Startzeit und des höheren Arbeitsspeicherverbrauchs sind bekannt und werden an diversen Stellen angegangen. Insofern bin ich auch hier guter Dinge, dass Java weiterhin eine solide Wahl ist.



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Kommentar: Nein, doch, oh! Bitlocker ist unsicher


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This article is also available in
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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Alle, die jetzt in Panik sind und nach einer BitLocker-Alternative suchen: Kommt runter! Die Verschlüsselung mit BitLocker ist eine gute Möglichkeit, Daten auf Datenträgern zu schützen. Sie funktioniert im Rahmen ihrer Möglichkeiten, war aber nie dazu gedacht, jeden 0815-PC in einen Hochsicherheitsdatenbunker zu verwandeln. Sie sorgt zunächst mal dafür, dass Datenträger an einem Windows-System verschlüsselt sind.

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Das ist besonders dann eine gute Nachricht, wenn Datenträger getrennt vom Schlüssel (der meist im TPM steckt) in fremde Hände und unter fremde Augen gelangen – die finden dann nämlich nur noch Datenmüll. BitLocker allein hilft aber nicht, wenn man ein Notebook verbaselt oder als Garantiefall irgendwo abliefert: Solange nämlich TPM und Datenträger verbunden bleiben und der PC unverändert die reguläre Windows-Installation startet, greifen Automatismen, die Komplexität von Verschlüsselung vor dem Anwender verstecken sollen: Windows entsperrt die Datenträger ohne Zutun des Nutzers.

Damit ein Notebook-Finder oder -Dieb nicht auf die Daten zugreifen kann, müssen weitere Voraussetzungen erfüllt sein: Sämtliche lokale Windows-Konten auf dem PC müssen mit einem vernünftigen Passwort versehen sein. Perfektionieren lässt sich der Schutz, sofern Sie mindestens eine Pro-Edition von Windows verwenden, mit dem Setzen einer zusätzlichen PIN, die beim Rechnerstart einzugeben ist.


Ein Kommentar von Niklas Dierking

Ein Kommentar von Niklas Dierking

Peter trägt das c’t-Brandzeichen, das es nach 30 Jahren Redaktionszugehörigkeit auf Nachfrage gibt. Er gibt den Leithammel im Ressort Systeme & Sicherheit. Obwohl er sich unter Linux, macOS und Windows heimisch fühlt, bevorzugt er Alu-Obst für die tägliche Schreibarbeit. Er programmiert gelegentlich, findet Netzwerke spannend und greift gern mal zum Raspi. PCs sind für ihn schon lang meist schnell genug, sodass er gern gebrauchte Hardware kauft. Er weiß sogar, wo der Lötkolben warm wird, auch wenn sich die Make-Kollegen dann aus Anstand wegdrehen.

Dass sich in einem Microsoft-Konto automatisch Schlüssel zur Wiederherstellung sammeln, um verschlüsselte Laufwerke zugänglich zu machen, wenn die normalen Verfahren dafür versagen, ist für viele Nutzer eher gut als schlecht, denn das ist so nützlich wie der Ersatzschlüssel für die eigene Wohnung beim Nachbarn oder Hausmeister.

Dass man Microsoft momentan vertrauen muss, mit diesem Schlüssel kein Schindluder zu treiben, gehört zum Angebot. Eine – technisch mögliche – Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für den Wiederherstellungsschlüssel bietet das Unternehmen nicht. Sie würde aber auch der Einfachheit des Nachbar-Ersatzschlüssel-Prinzips zuwiderlaufen. Und: Wer dem Software-Riesen nicht traut, sollte besser kein Microsoft-Konto und besonders kein Windows verwenden.

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Die Nachricht, dass Microsoft Wiederherstellungsschlüssel ans FBI herausgegeben hat, sollte allen eine Warnung sein, die leichtfertig mit ihrem Microsoft-Konto umgehen, weil eben die Ersatzschlüssel dort liegen. Ein Anlass, jetzt BitLocker zu ersetzen, dürfte sie wohl nur bei Leuten sein, die Angst vor Ermittlungsbehörden haben müssen: Neben dem Schlüssel braucht es nämlich physischen Zugriff auf den Datenträger.

Die Wiederherstellungsschlüssel sind kein Zauberstab, um telepathisch Daten von Datenträgern lesen zu können oder Windows-Installationen aus der Ferne zu übernehmen. Wozu auch: Während Windows läuft, sind alle Daten sowieso entsperrt, weil sonst weder Windows noch irgendein Programm starten könnte. Das Betriebssystem kann auf alles zugreifen, was nicht separat verschlüsselt ist. Das ist bei Linux, MacOS und Android übrigens genauso.

Was man kritisieren kann, ist, dass Microsoft Nutzern nicht die Wahl lässt: Wer Windows Home einsetzt und den Microsoft-Konto-Zwang nicht umgangen hat, gibt seinen Ersatzschlüssel ungefragt aus der Hand. Andererseits muss man sich auch fragen, was diese Nutzer gewinnen, wenn Sie die seit einiger Zeit automatisch aktiverte Geräteverschlüsselung (unter der Haube Bitlocker) deaktivieren: Statt eventuell legitimierten Behörden könnte dann jeder die Daten lesen, wenn er den Datenträger in die Hand bekommt.

Wer Daten maximal sicher verschlüsseln will, tut gut daran, nicht auf Dritte zu vertrauen. Dazu gehört vor allem, den Schlüssel nicht aus der Hand zu geben. Im Fall von BitLocker ist das durchaus möglich, wenn eine Pro Edition oder vergleichbare Fassung vorhanden ist und man einen Bogen ums Microsoft-Konto macht. Das Problem ist nicht eine Lücke in BitLocker, sondern die Erwartungshaltung. Hohe Sicherheit gibt es nicht gratis, sie macht Arbeit und ist nie perfekt – BitLocker ist für die meisten Benutzer aber gut genug.


(ps)



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Neues KI-Tool von Anthropic: Nächster schwarzer Börsentag für Software-Branche


Die Vorstellung neuer KI-Werkzeuge für die Arbeit an Rechtsdokumenten durch Anthropic hat die Sorge um die Konkurrenzfähigkeit von Software- und Finanzunternehmen an der Börse erneuert und einen weiteren Ausverkauf ausgelöst. Für Adobe und Salesforce kam es mit einem Kursrutsch von jeweils etwa 7 Prozent nicht ganz so hart wie für Firmen, die Tools für die Arbeit an Rechtsdokumenten anbieten und teils weit über 10 Prozent im Minus landeten. Die Aktie von PayPal sackte um mehr als 20 Prozent ab. Die Geschäftszahlen des Zahlungsdienstleisters haben die Aktionäre enttäuscht, und auch die Vorstellung eines neuen CEO wurde nicht gut aufgenommen. Derweil ging es auch für den Bitcoin weiter nach unten: Die wichtigste Kryptowährung kostet aktuell rund 76.000 US-Dollar.

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Auslöser des Ausverkaufs war laut Beobachtern die Vorstellung neuer Funktionen für den KI-Agenten „Cowork“ von Anthropic. Der lässt schon seit Wochen die Kurse von Softwareunternehmen purzeln, weil sich an den Börsen die Überzeugung durchsetzt, dass damit der oft versprochene Produktivitätssprung durch KI Realität wird. Konkret hat Anthropic jetzt angekündigt, dass damit die Prüfung von Verträgen und Geheimhaltungsvereinbarungen sowie die Arbeitsabläufe für Compliance-Dokumente und rechtliche Vorlagen automatisiert werden könnten. In der Folge sackten zuerst Kurse von Firmen an, die dafür bislang die Werkzeuge lieferten, später weitete sich der Abverkauf auf die Software- und Finanzbranche aus.

Der Kursrutsch von insgesamt 285 Milliarden US-Dollar hat einmal mehr eine Branche getroffen, die an den Finanzmärkten schon enorm unter Druck steht. Der Kurs von Salesforce hat sich innerhalb eines Jahres halbiert, Adobe verzeichnet in dem Zeitraum ein Minus von 45 Prozent. Auch für Microsoft ging es am Dienstag noch einmal um drei Prozent nach unten, die Aktien des Software-Konzerns haben in fünf Tagen mehr als 13 Prozent verloren. Der Software-Konzern hat die Finanzmärkte vorige Woche mit dem Eingeständnis verschreckt, dass für den Aufbau der KI-Infrastruktur mehr Geld ausgegeben wird, als erwartet, während das damit verbundene Cloud-Wachstum hinter den Erwartungen liegt. Zudem hat vorige Woche die Vorstellung eines neuen KI-Werkzeugs von Google Aktien der Gaming-Branche abstürzen lassen.


(mho)



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