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Übersicht: Monitore mit QD-OLED und (RGB-)WOLED für 2026


In den letzten Tagen haben LG, Samsung, Asus, Gigabyte, Acer, MSI und Dell einige neue OLED-Panels und massenweise Monitore vorgestellt. OLED-Gaming-Monitore werden dieses Jahr heller, Fringing wird stärker bekämpft und mit RGB-WOLED verzichtet LG Display auf seinen weißen Subpixel. Eine Übersicht zum Ende der CES 2026 (Thema).

Übersicht über wichtige Auflösungen und Pixeldichten bei Monitoren

Übersicht Paneele und Unterschiede

Die Marktlage zu OLED-Monitoren ist zur CES 2026 zwar etwas komplexer geworden, doch prinzipiell hat sich an den Produzenten wenig geändert: Organic Light Emitting Diodes oder kurz OLEDs sind organische Leuchtdioden, die für Käufer von Monitoren momentan entweder von LG Display oder Samsung hergestellt werden. Beide Firmen nutzen eigene Ansätze und Ideen, um OLED-Displays umzusetzen, verwenden deshalb andere Beschichtungen oder ordnen Subpixel anders an. Dadurch variieren Helligkeit, Farbtreue und andere Faktoren für den Endverbraucher.

Was alle aktuellen OLED-Panels beider Hersteller gemein haben: Sie sind mittlerweile generell ausreichend hell, bieten satte Farben, hohe Bildwiederholraten und niedrige Latenzen. Zudem deaktivieren sich einzelne Pixel bei schwarzem Inhalt und liefern dadurch sattes Schwarz – der Kontrast ist so rechnerisch unendlich. Die OLED-Pixel bestehen mindestens aus drei weiteren, kleineren Pixeln (genauer gesagt Farbfiltern), die entweder rot, grün oder blau leuchten können (RGB).

WOLED

WOLED-Paneele sind die bekanntesten OLEDs am Markt für Verbraucher, denn LG Display baut sie seit über 10 Jahren für die meisten TVs. Wie auch in den großen Displays setzt LG Display auch in Monitoren auf den bekannten weißen Subpixel. Ein „OLED-Pixel“ setzt sich daher aus vier Farbfiltern zusammen: Rot, Grün, Blau und Weiß, die die vier Subpixel ergeben. Damit war es LG Display möglich, schon früh ausreichende Helligkeiten zu erreichen, um OLED-TVs massentauglich zu machen.

Die ersten Monitore seit dem Jahr 2022 konnten dann gleich auf diese Marktreife zugreifen und setzen auch auf weitere TV-Entwicklungen aus den letzten Jahren wie MLA. Bei Monitoren sind die Pixel vertikal angeordnet, was jedoch durch den weißen Subpixel für Farbsäume und damit „Fringing“ sorgt: Text kann unter Umständen ausgefranst wirken.

QD-OLED

Samsung verbaut zwar seit den frühen Smartphone-Jahren (AM)OLED-Displays in Smartphones, für TVs und Monitore gibt es jedoch erst seit diesem Jahrzehnt eine Verbraucher-Lösung: Mit QD-OLED setzt Samsung auf keinen weißen Subpixel, sondern nur auf Rot, Grün und Blau. Theoretisch sollte die Helligkeit darunter leiden, doch in der Praxis leuchten Samsungs Pixel vergleichbar hell und dank des RGB-Layouts auch farbintensiver, denn Farben werden bei hohen Helligkeiten weniger ausgewaschen.

Samsung ordnet die RGB-Subpixel jedoch bisher in einem Dreieck an, was Farbsäume und damit Fringing deutlich verschlimmert und daher stärker wahrnehmbar sein kann als bei WOLED. Zudem reflektiert die Beschichtung von QD-OLED-Panels bei starkem Lichteinfluss einen Lila-Schein zurück. Die Schwarzwerte sind in heller Umgebung daher schlechter als bei WOLED. Beide Nachteile sollen dieses Jahr aber unter anderem durch ein neues Subpixel-Layout (teilweise) adressiert werden. Mehr dazu jedoch später.

(RGB-)WOLED

Bei WOLED mit RGB-Stripe-Layout handelt es sich um einen neuen Paneltyp von LG Display, der technisch wie auch Samsungs QD-OLED auf den aus traditionellem WOLED bekannten weißen Subpixel verzichtet. LG Display verbaut zum ersten Mal im Consumer-Segment also ebenfalls nur Rot, Grün und Blau und ordnet diese vertikal an. Die Vorteile sollen wie bei Samsung in gesättigteren Farben liegen.

Zudem hofft LG Display, damit das von bisherigen WOLED bekannte Fringing beseitigen zu können. Trotz der Entfernung des weißen Subpixels bleibt LG Display weiterhin beim Namen WOLED, wie TFTCentral erfahren hat. Hintergrund ist: Auch die neuen drei Farbfilter werden wie bei traditionellem WOLED mit weißem Licht bestrahlt, um wahlweise Rot, Grün oder Blau zu erzeugen.

Neues bei QD-OLED

Neue Panels
  • 5th Gen: 34″, 21:9, UWQHD (3.440 × 1.440), 360 Hz
  • 4th Gen: 32″, 16:9, UHD, (4K, 3.840 × 2.160), 240 Hz (nativ) /

Hellere 4. Generation für UHD

Die 4. Generation von QD-OLED mit EL Gen 3 wurde vor einem Jahr mit den ersten 27″-UHD-Panels eingeführt. Dieses Jahr werden die EL-Gen-3-Panels auf 32 Zoll vergrößert, was vermutlich auch der Grund ist, wieso die neuen Panels deutlich heller werden sollen. Für UHD (3.840 × 2.160) bei 32″ soll damit erstmals eine Zertifizierung nach Vesa DisplayHDR 500 TrueBlack möglich sein, und damit bei einem vollflächigen weißen Bild erstmals eine Helligkeit über 300 cd/m² angezeigt werden. Schon letztes Jahr hat Samsung ein 27″-WQHD-Panel mit einer Zertifizierung nach DisplayHDR 500 TrueBlack angekündigt, das etwa Asus ROG mittlerweile im XG27AQDPG verbaut hat.

Die überarbeitete vierte Generation soll zudem mit dem Lila-Stich in heller Umgebung etwas aufräumen: Hersteller wie MSI oder Asus werben mit einem neuen speziellen Film, der über das Panel gelegt wird und den „wahrgenommenen Schwarzwert“ verbessern soll. Von verbesserten Werten von bis zu 40 Prozent ist die Rede. Zugleich soll das Display deutlich widerstandsfähiger gegenüber Kratzern werden.

5. Generation: Kein Fringing durch V-Stripe-Layout

Zur CES 2026 hat Samsung auch direkt die fünfte Generation von QD-OLED angekündigt. Diese debütiert vorerst auch nur in einem Panel mit 34″ bei einer Auflösung von 3.440 × 1.440, soll jedoch dank eines ganz neuen Subpixel-Layouts das Fringing und damit die Farbsäume beenden. Samsung nennt das neue Layout „V-Stripe“, es handelt sich folglich um drei nebeneinander angeordnete Pixel und nicht mehr um eine Anordnung im Dreieck, die zu den bisherigen Farbsäumen geführt hat. Mit „V“ meint Samsung wohl eher ein „>“, denn die Pixel Rot, Grün und Blau werden immer kleiner (siehe Bild). Wie DisplayNinja und Hardware Unboxed bereits getestet haben, führt die neue Anordnung tatsächlich zu objektiv deutlich weniger Ausfranzen des Textes als noch bei früheren Subpixel-Layouts.

Auch die 5. Generation soll härter und damit kratzfester sein.

V-Stripe-QD-OLED Subpixel-Layout
V-Stripe-QD-OLED Subpixel-Layout (Bild: YT: Monitors Unboxed)

Monitore: Viele angekündigt

Zur CES 2026 hat Samsung viele Partner zusammengetrommelt und dadurch zur Messe bereits fünf Monitore mit dem neuen V-Stripe-QD-OLED-Panel mit 34″ zeigen können. Das neue Panel ist serienmäßig mit 1800R gekrümmt und erleichtert so bei einem Seitenverhältnis von 21:9 die Übersicht. Wie üblich werden Preise und Verfügbarkeit zur Vorstellung noch nicht flächendeckend kommuniziert, die Informationen, die heute vorliegen, deuten jedoch auf eine erste Verfügbarkeit ab Ende März durch Asus und im späteren Verlauf des Jahres auch durch weitere Hersteller hin. Die Kosten werden sich vermutlich zu Beginn ebenfalls bei deutlich über 1.000 Euro einspielen, nennt Acer für den Predator X34 F3 doch direkt einen Startpreis von 1.199 Euro ab Ende des zweiten Quartals.

Neue Monitore mit V-Stripe-QD-OLED (34 Zoll)

Ähnlich viel Auswahl bekommen Spieler beim neuen, helleren UHD-Panel geboten. Insgesamt wurden sieben Panels vorgestellt, wobei davon sechs von Asus, MSI, Gigabyte und Samsung selbst direkt an Spieler gerichtet sind und Dell einen Monitor für Professionelle mit einer niedrigeren Bildwiederholrate vorgestellt hat. Verfügbar sollen erste Modelle ab dem ersten Quartal durch Asus werden, wobei hier mit 1.299 USD auch direkt ein erster Preis genannt wurde. Für andere Modelle gibt es bis auf den UltraSharp von Dell noch keine Zeiträume oder Preise. Da es sich beim PG32UCDM3 von Asus jedoch um ein Flaggschiff-Modell mit sehr viel Ausstattung handelt, dürften andere Hersteller preislich auch darunter rangieren.

Neue Monitore mit hellerem UHD-QD-OLED-Panel

Neue Optionen für Professionelle

Wer auf das neueste (hellste) Panel verzichten kann und stattdessen Wert auf Farbgenauigkeit und weniger Reflektionen für professionelles Bild- und Videobearbeiten legt, der bekommt mit zwei neuen Asus ProArt-Monitoren ebenfalls zwei neue UHD-Monitore zur Auswahl.

Der ProArt PA2UCDMR-K ist ein 32″-UHD-QD-OLED-Monitor, der mit einer 240-Hz-Bildwiederholrate und DisplayHDR 400 TrueBlack zwar prinzipiell auch Spieler ansprechen könnte, sich jedoch durch ein Colorimeter zur Farbkalibrierung an Professionelle richtet. Ein sehr ähnlicher ProArt PA27UCDMR-K bietet ein 27″-UHD-QD-OLED-Panel mit einer 120-Hz-Bildwiederholrate und DisplayHDR 400 TrueBlack, allerdings kein Colorimeter, sondern stattdessen eine „papierähnliche“ matte AGLR-Beschichtung sowie einen Lichteinfallsschutz. Das 27″-Modell unterstützt nur HDR10, das 32″ zusätzlich auch Dolby Vision und HLG. Preise wurden noch nicht genannt.

Neues bei WOLED

Neue Panels (4th Gen WOLED)
  • 39″, 21:9, WUHD (5K2, 5.120 × 2.160), 165 Hz (nativ) / 330 Hz (2.560 × 1.080)
  • 32″, 16:9, UHD (4K, 3.840 × 2.160), 240 Hz (nativ) / 480 Hz (1.920 × 1.080)

32″-OLEDs werden auch bei LG heller

Die vierte Generation von WOLED, die Entwickler LG Display bereits im vergangenen Sommer für WQHD bei 27″ aufgelegt hatte, kehrt nun auch auf 32″ UHD ein. Das Panel wird damit wie auch die kleinen Brüder deutlich heller, auch hier spricht LG Display von einer Zertifizierung nach Vesa DisplayHDR 500 TrueBlack. Die Bildwiederholrate hingegen bleibt bei 240 Hz bei nativer Auflösung und bis zu 480 Hz bei Full-HD-Auflösung.

Neues 39″-Panel mit WUHD

Zur CES 2026 hat LG zudem ein neues 39″-Display gezeigt, das ebenfalls auf die vierte Generation setzt. Wer seinen 32″-Monitor lieber in 21:9 hätte, der könnte mit dem neuen Panel zufrieden den Onlineshop verlassen, denn LG Display erweitert das 32″-UHD-OLED-Panel an den Seiten um weitere Pixel und zieht es somit in die Länge, ohne die Pixeldichte groß zu beeinträchtigen. Beide Paneele verfügen so über scharfe 141 PPI. Die Bildwiederholrate sinkt bei der größeren Pixelanzahl jedoch auf 165 Hz bei nativer Auflösung, kann bei Nutzung von Wide-FHD jedoch auf 330 Hz erhöht werden.

Monitore: Wenig Auswahl (vorerst)

Konträr zu Samsungs neuen QD-OLED-Paneele, gibt es bisher keinen Partner, der öffentlich die Nutzung der beiden neuen Panels angekündigt hat. Daher finden sich bisher auch nur zwei Modelle vom Mutterkonzern LG selbst im Vergleich. Preise und Angaben zur Verfügbarkeit teilt LG zur CES zu keinem der Monitore mit. Günstig wird gerade der GX9 in 39 Zoll aber wohl nicht werden, denn dieser kommt zusätzlich mit KI-Funktionen zur Bild- und Audioverbesserung.

Übrigens: Wer möchte, kann den GX9 mit seiner 5K2-Auflösung in 39 Zoll demnächst auch in 52 Zoll beim 52G930B kaufen, doch dann muss auf ein LCD-Panel zurückgegriffen werden. OLED gibt es bei dieser Displaydiagonale nicht mehr.

Mehr WQHD-Tandem-WOLED-Monitore dieses Jahr

Am Rande der Messe wurden zudem zwei neue Modelle mit LG Displays WQHD-Tandem-OLED aus dem Sommer angekündigt. Das hellere 27″-Panel (DisplayHDR 500 TrueBlack) soll dieses Jahr auch über Gigabyte im glänzenden MO27Q28GR und direkt über LGs 27GM950B im Handel erscheinen. Gigabyte nutzt das Panel zwar bereits im MO27Q28G (Preisvergleich), doch dort noch mit antireflektiver Oberfläche. Der neue MO27Q28GR erhält ausdrücklich ein Glossy-Panel.

Nur der LG-Monitor soll zudem den Dual-Modus und damit bis zu 720 Hz in HD (540 Hz nativ) unterstützen. Gigabyte bietet zwar dieselbe Helligkeit, jedoch nur bis zu 280 Hz in nativer Auflösung.

Das erklärt auch den Preisunterschied: Mit Dual-Mode kostet das Panel bei Asus‘ PG27AQWP-W (Test) und LGs 27GM950B über 1.000 Euro, bei Gigabytes MO27Q28G mit ab 569 Euro nur die Hälfte. Wie viel die Glossy-Variante kostet, hat das Unternehmen noch nicht angekündigt.

Das neue (RGB-)WOLED

Erste Generation mit Stripe-Layout

(RGB-)WOLED ist als einziges Panel in erster Generation vertreten, da es sich um einen neuen Paneltyp von LG Display handelt (mehr Details siehe oben). Wie auch bei klassischem WOLED und beim neuen QD-OLED der fünften Generation setzt LG Display bei RGB-OLED auf ein Streifenlayout, ordnet die Pixel also nebeneinander an. Damit soll Fringing beseitigt werden. Da auch bei diesem neuen Panel eine Tandem-Technologie zum Einsatz kommt, nennt LG das Panel offiziell weiterhin Tandem-WOLED wie auch die letztjährigen 27″-WQHD-Panels.

Erstes Panel
  • 27″, 16:9, UHD (4K, 3.840 × 2.160), 240 Hz (nativ) / 480 Hz (1.920 × 1.080)

Helligkeit niedriger als andere neue OLED-Paneele

Bei den bisherigen Neuvorstellungen dürften aufmerksame Leser schon kurz davor sein, zu konstatieren, dass Vesa True Black 500 bei Monitoren mit neuen Panels dieses Jahr Standard werden könnte. Doch hier macht LG mit dem neuen WOLED mit RGB-Layout den OLED-Fans einen Strich durch die Rechnung, denn das neue Panel fällt mit einer Zertifizierung nach True Black 400 dunkler aus als die neueste Generation von traditionellem WOLED. Diese Helligkeit konnte zwar auch bisher bereits überzeugen, ein leichter Dämpfer für alle, die nach letztjährigem Tandem-WOLED mit True Black 500 mehr erwartet haben, dürfte wohl bleiben.

Konkret nennt LG bereits einige Spezifikationen gegenüber TFTCentral, wodurch ein erster Vorab-Vergleich möglich ist: LG kann wie erwartet nicht mit den eigenen Tandem-Panels aus dem Vorjahr bei niedrigerer Auflösung mithalten, sich jedoch gegenüber Samsungs 27″-UHD-Angebot aus letztem Jahr voraussichtlich auch nicht zu verstecken brauchen.

Monitore: Nur Asus traut sich an das neue Panel

Ähnlich wie bei den neuen traditionellen WOLED-Displays gibt es für LG Displays neues Panel bisher kaum Partner, die einen Monitor angekündigt haben. Genau genommen hat mit Asus nur ein Partner weltweit einen Monitor mit dem neuen Panel angekündigt. LG selbst lässt Asus damit den Vorrang, das Panel als Erster zu vermarkten. Preise und Verfügbarkeit nennt Asus zur Messe noch nicht.

Fazit

OLED-Gaming-Monitore werden im Jahr 2026 heller und sowohl Samsung als auch LG versuchen erneut das Fringing-Problem zu lösen. Während ersteres OLED-Monitore noch überzeugender machen wird, versuchen Hersteller bei letzterem das größte Ärgernis für Käufer zu beheben und packen das Problem dieses Mal an der Wurzel: Während Hersteller in den vergangenen Jahren ihre Subpixel nur leicht hin- und hergeschoben haben, um das Problem notdürftig zu reduzieren, verzichtet LG endlich auf das weiße Subpixel und Samsung auf sein dreieckiges Layout. Beide Hersteller setzen endlich auf ein Streifen-RGB-Layout, wie es bei LCDs seit Jahren genutzt wird.

In einem Punkt haben sich die neuen Monitore aber aller Voraussicht nach nicht verbessert: Bei WOLED fehlen zwar noch Preise, aber bei QD-OLED bahnt sich bereits an, dass auch heuer die gezeigten neuen OLED-Monitore wahrscheinlich nicht für unter 1.000 Euro in den Markt starten werden. Hochauflösende OLED-Monitore bleiben damit auch im Jahr 2026 alles andere als erschwinglich.

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CPU-Marktanteile: AMD sichert sich über 40% Umsatz im Server und Desktop


CPU-Marktanteile: AMD sichert sich über 40% Umsatz im Server und Desktop

AMD hat im Server erstmals 41,3 Prozent Umsatzanteil mit Epyc-Prozessoren erreicht, bei Desktop-CPUs sind es sogar 42,6 Prozent. Vor allem im Desktop ist aufgrund Intels Schwäche mit Arrow Lake-S der Anteil explodiert, im Server wächst er stetig und solide.

Noch vor einem Jahr hatte AMD beim Umsatz mit Ryzen-Prozessoren im Desktop nur einem Anteil von 28 Prozent. Damals gingen der sogenannte Unit Share und Revenue Share, wie AMD die beiden Zahlen unter Berufung auf Mercury Research heute vermeldet, noch beinahe Hand in Hand: aus 26,9 Prozent Anteil an den Stückzahlen wurde seinerzeit 28 Prozent Anteil am Umsatz. Ende 2025 sieht das anders aus. Zwar ist auch der Anteil an den Stückzahlen deutlich auf 36,4 Prozent geklettert, der Umsatzanteil jedoch sogar auf 42,6 Prozent gestiegen. Bedeutet: AMD verkauft eher die hochpreisigen CPUs im Desktop-Markt.

Im Server-Umfeld ist das schon länger so. AMD Epyc schöpft mit teuren Prozessoren den High-End-Markt ab, während Intel über die Masse die Segmente darunter bedient. AMDs Marktanteil nach Stückzahlen ist so binnen eines Jahres „nur“ von 25,7 auf 28,8 Prozent geklettert, der Umsatzanteil legte jedoch von damals schon 36,4 auf nun 41,3 Prozent zu. Dies macht weiterhin deutlich: Im Server-Umfeld dauert so eine Umstellung eine halbe Ewigkeit, Intel bedient nach wie vor unzählige Kunden und verkauft hier weiterhin Millionen Chips.

AMD-Marktanteile bei CPUs nach Stückzahl und Umsatz
AMD-Marktanteile bei CPUs nach Stückzahl und Umsatz (Bild: AMD)

Noch weniger Wachstum bei den Stückzahlen hat AMD im Notebook – exakt ein Grund, warum Intel mit Panther Lake hier frontal angreift. Die Plattformen im Notebook sind bei AMD die schwächsten, als Gesamtpaket hat AMD den Neulingen von Intel wenig entgegenzusetzen. Immerhin konnte AMD zum Jahresende ein leichtes Wachstum von 2,2 Prozentpunkten bei den Stückzahlen verbuchen. 26 Prozent Anteil an den Stückzahlen heißt hier aber nur 24,9 Prozent Anteil am Umsatz – hier verkaufen andere die teureren Lösungen.

Im Jahr 2026 dürfte sich das genau so weiterentwickeln, da Neuvorstellungen erst später im Jahresverlauf erwartet werden. AMD wird mit neuen Epyc-Prozessoren jedoch als erstes an den Start gehen, hier dürfte potenziell noch mehr Umsatz gemacht werden können, während parallel auch der Anteil an Stückzahlen steigt. Im Desktop-Markt wird 2026 eine lange Durststrecke markieren. Da aber auch Intel nichts Neues bis Jahresende bringt, dürfte AMD weiter Marktanteile abknabbern. Im Notebook-Umfeld wird es spannend und das besonders schwer für AMD: Wenn Intel mit Partnern genug RAM für die Panther-Lake-Notebooks bekommt, dann hat AMD ein Problem. Aktuell scheint sich aber genau das zu einem Problem für Intel zu entwickeln.



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Adrenalin 26.2.1: Optionaler Radeon-Treiber optimiert u.a. für Nioh 3


Adrenalin 26.2.1: Optionaler Radeon-Treiber optimiert u.a. für Nioh 3

Bild: KOEI TECMO GAMES

AMD hat mit dem Adrenalin 26.2.1 einen neuen Treiber zum Download bereit gestellt, der Unterstützung für neue Spiele mit sich bringt. Er ist anders als der Adrenalin 26.1.1 als „optionales Update“ gekennzeichnet – was schon darauf hindeutet, dass sich die Änderungen zur älteren Version in Grenzen halten.

Zwei neue Spiele werden unterstützt

Und so sind die offiziellen Release Notes auch extrem knapp gehalten: Offiziell unterstützt der Adrenalin 26.2.1 zwei neue Spiele, wobei es sich um Nioh 3 und um Yakuza Kiwami 3 & Dark Ties handelt. Genauere Angaben dazu, also ob es zum Beispiel Performanceverbesserungen gegeben hat, gibt es nicht.

Darüber hinaus werden noch zwei Fehler beseitigt. So konnte es auf einer Radeon-RX-9000-Grafikkarte mit RDNA-4-Architektur in ARC Raiders passieren, dass es bei den Wolken zu Grafikfehlern kam. Mit dem Adrenalin 26.2.1 soll das nicht mehr passieren. Darüber hinaus konnte es auf RX-7000-Hardware zu Abstürzen in The Finals kommen, wenn Raytracing aktiviert war. Auch dies wurde behoben.

Das sind alle Änderungen des Adrenalin 26.2.1, die es laut den Release Notes gegeben hat. Der neue Treiber ist kompatibel mit Windows 10 21H2 und Windows 11 21H2 oder später, wobei die 64-Bit-Version des Betriebssystems vorliegen muss. Sämtliche AMD-Grafikkarten ab der Radeon-RX-5000-Serie auf Basis von RDNA werden unterstützt. Auch bei den mobilen Grafikkarten beginnt die Unterstützung mit der RX-5000M-Reihe.

Nur im Combined-Paket ist der Download recht groß

Der Adrenalin 26.2.1 ist ausschließlich im „Combined-Paket“ verfügbar, was die Downloadgröße auf 1,6 Gigabyte hochschnellen lässt. Mit diesem werden alle Radeon-Grafikkarten ab der RX-5000-Serie unterstützt. Der Adrenalin 26.1.1 ist auch in einer reduzierten Form verfügbar, bei der für Radeon RX 7000 und neuer nur 900 MB heruntergeladen werden müssen. RX 5000 und RX 6000 erhalten ein ebenso großes Paket.

Der Adrenalin 26.2.1 kann wie gewohnt direkt bei AMD heruntergeladen werden.

Downloads

  • AMD Adrenalin Radeon-Treiber

    4,4 Sterne

    AMD Adrenalin (ehemals Crimson bzw. Catalyst) ist der Treiber für alle Radeon-Grafikkarten.

    • Version 26.2.1 Optional Deutsch
    • Version 26.1.1 (WHQL) Deutsch
    • +6 weitere



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Gerüchte über Expansion: Samsung könnte Intels Lücke mit deutscher Fabrik schließen


Bereits seit knapp zehn Tagen gibt es stetig wiederkehrende Gerüchte, dass Samsung nach Europa, eventuell sogar Deutschland expandieren könnte. Hier könnte das Unternehmen den Platz von Intel übernehmen, die ihren Fabrikbau in Magdeburg, Sachsen-Anhalt, aufgegeben haben. Aber auch Sachsen sei im Spiel.

Schon zu Beginn des Monats hieß es erstmals, dass Deutschland seine Bemühungen verstärke, die Lücke, die Intels unrühmlicher Abgang in Magdeburg hinterlassen hat, zu schließen. Im Fokus stünden nun koreanische Hersteller, allen voran Samsung, hieß es.

Am Wochenende erweiterte The Korea Times die Betrachtung mit einem Artikel über eine deutsche Investorengruppe, die seit Montag für fünf Tage in Südkorea unterwegs ist. Im Kern setzt sie sich aus Leuten aus Sachsen und Sachsen-Anhalt zusammen, also jenen Regionen, in denen neue Chipfabriken entstehen (sollten) oder auch schon einige zugegen sind.

Positive Beispiele sind TSMC, Infineon und Bosch sowie Globalfoundries und mehr auf der einen Seite, natürlich auch überschattet vom gescheiterten Intel-Projekt auf der anderen Seite. Dies lag letztlich aber an Intel und nicht an Deutschland, hierzulande wurde zuvor der rote Teppich mit Milliardensubventionen groß ausgerollt. Mit den nicht gezahlten Milliarden hat Deutschland entsprechend Spielraum und sucht nach wie vor eine Alternative.

Die taiwanische DigiTimes fasst die Gerüchte aus mehreren Quellen heute zusammen, offizielle Aussagen bleiben bisher jedoch aus. Entsprechend ist das Feld der Möglichkeiten extrem breit gestreut: Von einer möglichen Samsung-Ansiedlung mit vollständiger Fabrik über kleinere Ansiedlungen wie beispielsweise Packaging oder nur Design-Support ist entsprechend alles dabei. Dagegen sprechen traditionell hohe Kosten in Europa für Energie und Personal – das hat TSMC und Co zuletzt aber nicht davon abgehalten, dennoch zu investieren. Am Ende wird ohnehin vermutlich ein umfangreiches Subventionspaket geschnürt.

TSMC betonte zur neuen Ansiedlung in Deutschland stets, dass man auf die Kunden höre und sich nach ihren Wünschen richte. Zu der neuen Fabrik in Dresden ist im letzten Jahr auch ein Design Center in Bayern dazu gekommen. TSMC baut hier zusammen mit Partnern letztlich ein Komplettpaket auf. So etwas ähnliches versucht Samsung zumindest in den USA auch, näher an die Partner heranrücken, exklusive Verträge unterzeichnen – die Tesla-Samsung-Kooperation im letzten Herbst kam da beispielsweise überraschend.

So ein wenig ist Samsung deshalb auch schon hier in Europa zugegen: Harman hat Ende 2025 die ADAS-Sparte von ZF übernommen, Harman wiederum gehört vollständig zu Samsung. Die großen deutschen und europäischen Autohersteller werden also ohnehin bald mehr Dinge von Samsung kaufen.



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