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UL Procyon Essentials: Im neuen Real-World-Benchmark ist vieles ähnlich schnell


UL bringt mit Procyon Essentials einen neuen Benchmark heraus, der mit Real-World-Szenarien und mehr dem PCMark 10 Konkurrenz macht. Parallel dazu wird aber noch mehr aus dem Alltag simuliert, darunter Videokonferenzen, das Öffnen verschiedener Anwendungen und sogar etwas lokale KI. ComputerBase hat erste Testergebnisse.

Der nächste Versuch eines Real–World-Benchmarks

Realitätsnahe Benchmarks versuchen viele Firmen seit Jahren immer mal wieder zu bauen – vor fünf Jahren beispielsweise der durch Intel gepushte CrossMark. Wie so oft werden sie aber schnell doch wieder von der Realität überholt, die Aussagekraft bleibt letztlich begrenzt oder ist nur von kurzer Dauer. UL versucht es mit dem Procyon Essentials nun aber noch einmal, und hört dabei auch auf das, was Nutzer fordern.

Denn zur Normalität gehört es heute durchaus, dass im Browser hin und wieder 30 Tabs (oder auch viel mehr) offen sind. Und dazu noch verschiedene Programme, ein Video-Call, der AI-Assistent für die Textzusammenfassung oder Übersetzung und die eine oder andere Kleinigkeit kommen können. All diese „alltäglichen Aufgaben“ soll Essentials nun simulieren. Anders als bei den bisherigen Tests wird keine weitere Software benötigt. Die Basis bilden das Programm und ein Browser, kein Office mit Excel oder Word muss installiert sein.

Parallele Arbeiten im Testverlauf (Bild: UL Solutions)

Simuliert werden die Anwendungen durch Chromium, LibreOffice Calc, LibreOffice Impress und VSCodium. Ge- und entpackt wird über das integrierte Zip-Tool aus Windows und 7-Zip. Zudem wird WindowsML mit Support für GPUs und NPUs genutzt, verwendbar ab Intel Core Ultra, AMD Ryzen AI 300 und Qualcomm Snapdragon X1 Elite. Das System muss stets mindestens 16 GByte RAM vorweisen können – ältere, günstige PCs sind damit zum großen Teil direkt von der Verwendung ausgeschlossen, wenngleich der Anbieter betont, CPUs ab Core i-10000 und AMD Ryzen 5000G zu unterstützen, dazu GeForce RTX 2000 oder neuer oder Radeon mit mindestens RDNA-1-Architektur.

UL Procyon Essentials

Die Besonderheit liegt im Multitasking und der Ausführung. Absichtlich sind einige Programme im Vordergrund, andere im Hintergrund platziert. Auch ein App-Startup-Test hat es wieder in den Benchmark geschafft, der seit dem PCMark 10 vermisst wurde.

Benchmark-Ergebnisse der Redaktion

Um einen ersten Realitätsbezug zu bekommen – und dabei auch feststellen zu können, ob sich das Programm für zukünftige Tests eignet – wurde der Procyon Essentials zuerst auf zwei Desktop-Systemen der Redaktion ausgeführt. Zum einen auf dem AMD Ryzen 9 9950X3D2 Dual Edition (Test) samt Asus ROG Astral RTX 5090, also dem Besten, was es im Mainstream-Desktop aktuell zu kaufen gibt, und zum anderen mit einer Plattform, die sich aus Intel Core i9-12900K und AMD Radeon 9070XT zusammensetzt.

UL Procyon Essentials – Endergebnis 9950X3D2
UL Procyon Essentials – Endergebnis 12900K
UL Procyon Essentials – Endergebnis 9950X3D2 im Detail
UL Procyon Essentials – Endergebnis 12900K im Detail

Das sehr nah beieinander liegende Endergebnis zeigt ein vermutetes Problem des Benchmarks: Die Aussagekraft lässt eher zu wünschen übrig. Es lässt sich bei potenteren Desktop-Systemen schlichtweg nur feststellen, dass alles wie gewünscht funktioniert – aber das wusste man vermutlich bereits vor dem Benchmark.

Deshalb hat die Redaktion neben den zwei Desktop-Systemen einen Intel Core Ultra X7 358H, Codename Panther Lake, den modernsten Notebook-Prozessor, mit ins Boot geholt. Mit 4.455 Punkten fällt das Endergebnis der Notebook-CPU mit iGPU dann auch nur etwas geringer aus. Bedenkt man jedoch, dass ein 9950X3D2 mit RTX 5090 eigentlich in einer ganz anderen Liga spielen müsste, bleibt der nicht einmal 20 Prozent große Vorsprung sehr überschaubar. Die Aussagekraft für halbwegs moderne Hardware bleibt entsprechend eingeschränkt.

UL Procyon Essentials – Endergebnis X7 358H
UL Procyon Essentials – Endergebnis X7 358H in Details

Am 5. Mai wird der Procyon Essentials offiziell von UL für Windows auf x86- und Arm-Prozessoren freigegeben – eine Mac-Version gibt es nicht. Die Veröffentlichung erfolgt über die typischen Kanäle der offiziellen Webseite. Procyon kostet je nach Einsatzgebiet unterschiedlich viel.

ComputerBase hat die Vorabversion von Procyon Essentials vorab unter NDA vom UL Solutions Benchmarks team erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.



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