Digital Business & Startups
United Manufacturing Hub – und Fabriken werden zukunftsfähig
#StartupsToWatch
„Industrielle KI lässt sich nur dann skalieren, wenn Fabriken über eine verlässliche, universelle Datenbasis verfügen“, sagt Andreas Winter-Extra, Partner bei KOMPAS VC. Deswegen investierte der dänische Investor nun in das Kölner Startup United Manufacturing Hub (UMH).

Zu den vielen Startups, die man unbedingt im Blick behalten sollte, gehört das millionenschwere Kölner Startup United Manufacturing Hub (UMH). Das junge Unternehmen, 2021 von Christian Proch, Alexander Krüger und Jeremy Theocharis in Aachen gegründet, möchte Unternehmen helfen, ihre Maschinen digital zu vernetzen. „UMH verbindet Shopfloor- und IT-Systeme, strukturiert industrielle Daten in einem Unified Namespace und ermöglicht Herstellern den schnellen Aufbau skalierbarer digitaler und KI-basierter Anwendungsfälle – von operativer Transparenz bis hin zu autonomen Produktionsprozessen“, teilt das Team zum Konzept mit.
Zuletzt konnte das Startup Investoren wie den dänischen Frühphasen-Investor Kompas VC, den Berliner Geldgeber seed + speed Ventures, den Londoner Investor Sustainable Future Ventures (SFV Capital), Archimedes New Ventures und Business-Angels wie Jan Oberhauser und Jeff Hammerbacher überzeugen. In der Investmentrunde flossen 5 Millionen Euro in UMH. Zuvor investierten vereits Freigeist Capital (Frank Thelen und Co.) und DnA Ventures in das IndustrialTech-Startup.
„Industrielle KI lässt sich nur dann skalieren, wenn Fabriken über eine verlässliche, universelle Datenbasis verfügen. UMH schafft genau dieses Fundament, indem fragmentierte Produktionsdaten in präzise, kontextualisierte Daten für moderne Analysen und intelligente Systeme überführt werden. Damit gibt UMH europäischen Industrieunternehmen das notwendige Daten-Rückgrat, um Innovation voranzutreiben und global wettbewerbsfähig zu agieren“, sagt Andreas Winter-Extra, Partner bei KOMPAS VC zum Investment.
Mit dem frischen Kapital möchte das Unternehmen „seine Open-Source-Plattform weiter stärken und die Produktentwicklung beschleunigen, insbesondere in den Bereichen Konnektivität, fortgeschrittene Datenmodellierung und KI-Agenten“. Bereits jetzt setzen führende Unternehmen wie HiPP, Edeka und Böllhoff auf UMH.
Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness
In unserem Themenschwerpunkt Köln beleuchten wir das dynamische Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind die Bedingungen für Gründer:innen, welche Investitionen fließen in innovative Ideen und welche Startups setzen neue Impulse? Rund 800 Startups haben Köln bereits als ihren Standort gewählt – unterstützt von einer lebendigen Gründerszene, einer starken Investor:innen-Landschaft sowie zahlreichen Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents. Als zentrale Anlaufstelle für die Startup- und Innovationsszene stärkt die KölnBusiness Wirtschaftsförderung die Rahmenbedingungen für Gründer:innen, vernetzt sie mit Investor:innen und bietet gezielte Unterstützung. Diese Rubrik wird unterstützt von KölnBusiness. #Koelnbusiness auf LinkedIn, Facebook und Instagram.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.
Foto (oben): UMH
Digital Business & Startups
+++ addressable value +++ Tenet +++ Proxima Fusion +++ seed + speed Ventures +++
#StartupTicker
+++ #StartupTicker +++ STARTUPLAND: Profitabilität statt Hypergrowth +++ Startup der Woche: addressable value +++ Tenet: Neuer 80-Millionen-Fonds für Roll-ups +++ Auf dem Weg zum Unicorn: Proxima Fusion +++ So tickt Alexander Kölpin von seed + speed Ventures +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Montag, 23. Februar).
#STARTUPLAND: Noch 23 Tage!

If you live and breathe startups – STARTUPLAND is your event
+++ Am 18. März findet im RheinEnergieStadion in Köln unsere dritte STARTUPLAND Conference statt. Es erwartet Euch wieder eine faszinierende Reise in die Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer:innen, lehrreichen Interviews und Pitches, die begeistern. Mehr über STARTUPLAND
Live im STARTUPLAND: Jan Dzulko (everphone)

+++ Der Berliner Device as a Service-Anbieter Everphone, 2016 von Jan Dzulko gegründet, hat in den vergangenen Jahren einen der härtesten Schritte im Leben eines Startups vollzogen: Den bewussten Wechsel von Hypergrowth hin zu Profitabilität. Ein Kurswechsel, der schmerzhafte Entscheidungen erforderte – und das Unternehmen nachhaltig verändert hat. Im STARTUPLAND spricht Jan Dzulko, Gründer von Everphone, offen über diesen Prozess. Über den Umbau der Firmen-DNA, das Erwachsenwerden eines Unternehmens und die Herausforderung, ein Team durch tiefgreifende Veränderungen mitzunehmen. Everphone wuchs auch 2024 weiter, verbesserte sein EBIT innerhalb eines Jahres um 15 Millionen Euro und schloss erstmals profitabel ab. Ein ehrlicher Einblick in die Learnings eines Scale-ups, das gelernt hat: Wachstum braucht in jeder Phase andere Fähigkeiten – und dauert meist länger als gedacht. Sein Thema im STARTUPLAND: Profitabilität statt Hypergrowth – was wir gelernt haben.
#STARTUPTICKER
addressable value
+++ Die Jungfirma addressable value ist unser Startup der Woche! Die noch frische Berliner Firma, von Steven Lewandowski und Stefan Krumnow gegründet, hilft „B2B-SaaS-Unternehmen dabei, den konkreten Wert ihrer Lösung sichtbar zu machen“. „Mit unserem Value Framework und unserer Software werden die Retention, Upsells und das Alignment im gesamten Unternehmen gesteigert“, verspricht das Startup. Mehr neue Startup gibt’s in unserem Startup-Radar
Tenet
+++ Ein neues Boom-Segment! Martin Janicki, zuletzt Partner beim Wagniskapitalgeber Cavarly (NAP), startet mit Tenet einen Roll-up-Fonds (Zielgröße: 80 Millionen). „Dabei kaufen die jungen Unternehmen andere kleine Firmen wie Ingenieurbüros, Hausverwaltungen oder Steuerberatungen zusammen – mithilfe von künstlicher Intelligenz sollen sich viele interne Tätigkeiten effizienter umsetzen lassen“ – berichtete Finance Forward. Zum Tenet-Team gehören zudem Simon Lohmann (zuvor Food Labs), Alex Maly (zuvor Clearsight) und Sahil Patwa (zuvor Unbound). Zum Start investiert Tenet, das irgendwo zwischen Venture Capital und Private Equity engesiedelt ist, in das Unternehmen Taxforce, das Steuerberatungen zusammenkaufen möchte. Roll-Up-Fonds sind gerade extrem angesagt. Auch General Catalyst ist im Segment unterwegs. (Finance Forward) Mehr über Tenet
Soonicorn: Proxima Fusion
+++ Soonicorn: Zu den deutschen Startups, die bald zum Unicorn aufsteigen könnten (Bewertung: 1 Milliarde), gehört insbesondere Proxima Fusion. Das Startup aus München, 2023 von Francesco Sciortino, Lucio Milanese, Jorrit Lion, Martin Kubie und Jonathan Schilling gegründet, entwickelt Fusionskraftwerke auf der Grundlage des Stellarator-Konzepts. Der italienische Investor CDP Venture Capital, European Innovation Council Fund (EICF) und Brevan Howard Macro Venture Fund investierten zuletzt 15 Millionen Euro in Proxima Fusion. Zu den vielen Investoren des Unternehmens gehören insbesondere Plural, UVC Partners, Redalpine, Cherry Ventures, Balderton Capital, DeepTech & Climate Fonds (DTCF), Leitmotif, Lightspeed und Bayern Kapital. Mehr über Proxima Fusion
seed + speed Ventures
„Für mich ist natürlich einmal am spannendsten, was neu ist“, sagt Alexander Kölpin von seed + speed Ventures. Zum Portfolio des Frühphaseninvestors gehören bekannte Unternehmen wie Enginsight, Finanzguru, Kertos, Orderlion, pliant und Prewave. Mehr über seed + speed Ventures
#DEALMONITOR
Investments & Exits
+++ Compliance-Startup Flinn sammelt 20 Millionen ein +++ Ferrero investiert in Schokoriegel-Startup Neoh +++ Blåkläder übernimmt Wäscheservice WaschMal. Mehr im Deal-Monitor
Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker
Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.
Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3
Digital Business & Startups
Küchen-Franchise mit Kvik: So werden Gründer Teil einer Erfolgsgeschichte
Der Schritt in die Selbstständigkeit ist komplex – doch mit der dänischen Living-Marke Kvik als starkem Partner in der Küchenbranche wird der Traum vom eigenen Business Realität.
Kvik A/S
2021 war für Ralph und Mai Nissen ein besonderes Jahr. Sie eröffneten in der Hamburger Altstadt das allererste Kvik-Studio in Deutschland. Fünf Jahre später ist klar: Die Entscheidung war goldrichtig. Das Studio läuft erfolgreich, der fünfte Geburtstag wird in diesem Sommer gefeiert – und Ralph und Mai haben ihren Vertrag gerade um weitere fünf Jahre verlängert.
Auch das im Juli 2025 eröffnete Berliner Kvik-Studio entwickelt sich bestens, ebenso wie die anderen Studios in Bremen, Hannover und Lübeck. Die Berliner Franchisepartner Johannes, ursprünglich aus der Musikbranche kommend, und Toralf, diplomierter Wirtschaftsingenieur, zeigen: Franchisenehmer müssen nicht aus der Küchenbranche kommen. Entscheidend sind unternehmerischer Ehrgeiz und Leidenschaft für Design.
Erfahrt im Kvik-Podcast, wie die Franchisepartner Ralph und Mai Nissen durchgestartet sind!
Die Küchenbranche als Chance
Seit über 40 Jahren steht Kvik für hochwertiges dänisches Design zu überraschend niedrigen Preisen. Die Marke betreibt heute mehr als 180 Studios in 13 Ländern. „Ein Kvik-Studio zu führen bedeutet, die eigene Zukunft zu gestalten“, erklärt Kvik-CEO Claus Flyger Pejstrup. Wie erfolgreich das gelingen kann, beweisen nicht nur die Beispiele aus Hamburg und Berlin. Kvik-Studios erzielen im Durchschnitt zwei Millionen Euro Umsatz pro Jahr. Die erfolgreichsten Partner kommen sogar auf zehn bis zwölf Millionen Euro.
Starke Unterstützung vom ersten Tag an
Das Franchise-Konzept von Kvik ist darauf ausgelegt, angehende Unternehmer umfassend zu unterstützen: Von der Standortsuche über die Finanzierungsberatung bis zum laufenden Betrieb steht das Kvik-Team seinen Partnern zur Seite. Digitales Marketing sorgt bereits ab Tag eins für Termine. Franchisepartner hospitieren in bestehenden Studios und durchlaufen umfassende Schulungen in der Kvik Academy. Professionelle Showroom-Konzepte, die zweimal jährlich aktualisiert werden, halten die Studios frisch und inspirierend.
Dänisches Design mit guten Absichten
Alle Produkte werden aus recycelten Materialien und FSC-zertifiziertem Holz hergestellt. Der Transport erfolgt in Flachverpackungen, um CO₂-Emissionen zu reduzieren, zusammengebaut wird vor Ort in Deutschland. Claus Johnsen, Category Management Director bei Kvik, erläutert: „Bei Kvik verwenden wir in jeder Küche recycelte Materialien. Wir können sogar den Fußabdruck der neuen Traumküche beziffern – für langlebige Küchen mit gutem Gewissen.“
Mit einer Mindestinvestition von 40.000 Euro können motivierte Gründerinnen und Gründer den Traum vom eigenen Business verwirklichen. Kvik expandiert weiter in Deutschland und heißt engagierte Interessierte jederzeit willkommen.
Jetzt mehr über die Franchise-Möglichkeiten bei Kvik erfahren!
Digital Business & Startups
China baut still Afrikas Autozukunft – und Deutschland schaut zu
Chinesische Autohersteller drängen auf den afrikanischen Markt. Sie sichern ganze Wertschöpfungsketten und liegen so schon jetzt vor der Konkurrenz.
Wenn man über die weltweite Adaption von Elektrofahrzeugen redet, denkt man selten an den afrikanischen Kontinent. Doch da findet gerade eine kleine Revolution statt. Hintergrund ist eine neue Idee chinesischer Hersteller. In Nigeria und Kenia entstehen Montagelinien für Elektrofahrzeuge – nicht als milliardenschwere Komplettwerke, sondern als clevere Baukastenlösung. Die Fahrzeuge kommen zerlegt ins Land, werden vor Ort zusammengesetzt und gelten damit als lokal produziert.
Das Prinzip ist strategisch ebenso schlicht wie wirkungsvoll: Die Bausätze ermöglichen einen Markteintritt ohne hohe Kapitalbindung. Die technologische Kontrolle bleibt beim Hersteller, die lokale Politik bekommt Arbeitsplätze und industrielle Perspektive, und der Anbieter sichert sich frühzeitig Marktanteile.
China sichert sich zukünftige Märkte
Hersteller wie BYD nutzen dieses Modell konsequent. Afrika steht am Beginn einer elektrischen Transformation, vielerorts kombiniert mit dezentraler Solarenergie und digitalen Zahlungssystemen. Wer jetzt Standards setzt, definiert die Infrastruktur von morgen. Es geht nicht nur um Autos, sondern um Plattformen, Batterielogik, Software und Datenstrukturen.
China exportiert also nicht nur Fahrzeuge, sondern industrielle Architektur. Die lokale Wertschöpfung ist begrenzt, aber ausreichend, um politische Unterstützung zu sichern. Gleichzeitig bleibt die Schlüsseltechnologie im Herkunftsland. Das reduziert Risiken und schafft Abhängigkeiten – ökonomisch wie geopolitisch.
Und Deutschland? Die deutschen Hersteller fokussieren sich weiterhin auf ihre Kernmärkte. Afrika gilt als zu klein, zu unsicher, zu wenig kaufkräftig. BMW und VW betreiben nur kleinere Anlagen in Ägypten, beziehungsweise Ruanda, die Bausätze fertigstellen. Das ist strategisch kurzsichtig. Denn Märkte entstehen nicht erst dann, wenn sie perfekt sind. Sie entstehen, wenn jemand bereit ist, sie zu gestalten.
Die chinesische Baukasten-Strategie zeigt, wie das geht: geringe Investitionen, schnelle Skalierbarkeit, kombinierte Finanzierungsmodelle für Flottenbetreiber, Taxiunternehmen oder Lieferdienste. Mobilität wird als System verkauft, nicht als Premiumprodukt.
Deutschland verliert bei den Plattformen
Genau hier läge eigentlich eine deutsche Stärke. Der Mittelstand ist Weltmeister in hochspezialisierten Komponenten, in Systemintegration, in industrieller Skalierung. Ein modulares Exportmodell für elektrische Plattformen, Ladeinfrastruktur oder Energiemanagement wäre anschlussfähig. Stattdessen dominiert die klassische Logik des fertigen Fahrzeugs, das aus Europa exportiert wird – inklusive aller Kostenstrukturen.
Was sich in Afrika abzeichnet, ist deshalb mehr als ein regionales Phänomen. Es ist ein geopolitisches Muster. Wer heute Plattformen liefert, definiert technische Standards. Wer Batterien liefert, prägt Lieferketten. Wer Software integriert, kontrolliert Datenräume. China nutzt diese Hebel systematisch.
Der Unterschied liegt nicht in der technologischen Kompetenz, sondern im strategischen Denken. Die einen betrachten Mobilität als global adaptierbares System. Die anderen verteidigen bestehende Märkte. Afrika wird nicht morgen zum größten Absatzmarkt der Welt. Aber es wird zum Experimentierfeld für neue Industriepolitik. Wer dort Präsenz zeigt, baut Beziehungen, Standards und Vertrauen auf.
China liefert heute Bausätze. Morgen liefert es Ökosysteme. Und Deutschland riskiert, in einer Debatte über Standortbedingungen zu verharren, während anderswo die Spielregeln geschrieben werden.
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenSchnelles Boot statt Bus und Bahn: Was sich von London und New York lernen lässt
-
Social Mediavor 2 WochenCommunity Management zwischen Reichweite und Verantwortung
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenFast 5 GB pro mm²: Sandisk und Kioxia kommen mit höchster Bitdichte zum ISSCC
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenHuawei Mate 80 Pro Max: Tandem-OLED mit 8.000 cd/m² für das Flaggschiff-Smartphone
-
Entwicklung & Codevor 2 MonatenKommentar: Anthropic verschenkt MCP – mit fragwürdigen Hintertüren
-
Datenschutz & Sicherheitvor 3 MonatenSyncthing‑Fork unter fremder Kontrolle? Community schluckt das nicht
-
Social Mediavor 2 MonatenDie meistgehörten Gastfolgen 2025 im Feed & Fudder Podcast – Social Media, Recruiting und Karriere-Insights
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenGame Over: JetBrains beendet Fleet und startet mit KI‑Plattform neu
