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Unsere Ausgangssituation war selten so stark wie jetzt
#Interview
„Im kommenden Jahr steht bei uns die Internationalisierung klar im Fokus. Länder wie Italien stehen auf unserer Karte“, sagt Norman Koerschulte, Gründer des Drohnen-Startups Morpheus Logistik. „Insgesamt rechnen wir für 2026 mit einem Wachstum von Faktor 10“, führt er weiter aus.

Morpheus Logistik aus Dortmund, 2024 von Norman Koerschulte und Burkhart Koerschulte gegründet, entwickelt ein automatisiertes Drohnensystem für den sicheren und regelmäßigen Transport über feste Routen hinweg.
„Unsere Drohnenlösungen lassen sich passgenau auf die Bedürfnisse verschiedener Branchen zuschneiden. Wir sorgen für eine schnelle, verlässliche und nachhaltige Verbindung, die nicht nur die Produktivität steigert, sondern zudem die Logistikkosten senkt“, verspricht das Team aus dem Ruhrgebiet.
Im Interview mit deutsche-startups.de blickt Morpheus Logistik-Macher Norman Koerschulte einmal ausführlich auf das fast vergangene Jahr zurück.
2025 ist fast rum. Was war das Highlight in den vergangenen Monaten bei Euch?
Das unangefochtene Highlight in diesem Jahr war für mich unser Auftritt beim Wirtschaftsgipfel. Es war nicht nur ein Statement, sondern ein klares Signal: Wir bei Morpheus setzen Maßstäbe, wir gestalten Zukunft – gemeinsam. Da spürte ich deutlich, wie weit wir bereits gekommen sind und wie viele mit uns die Vision teilen.
Was lief 2025 bei Euch nicht rund?
Natürlich verlief nicht alles glatt: Besonders das Thema Baurecht in Iserlohn hat uns gebremst und uns wichtige Lehren erteilt. Wir wissen nun: Neue Wege gehen heißt auch, alte Pfade zu verlassen und dabei gilt es, stärker denn je auf rechtliche und regulatorische Weichenstellungen zu setzen.
Welches Projekt steht 2026 bei Euch ganz oben auf der Agenda?
Im kommenden Jahr steht bei uns die Internationalisierung klar im Fokus. Länder wie Italien stehen auf unserer Karte, aber nicht nur das: Unser Projekt „Steife Briese“ markiert den nächsten großen Schritt. Ein starkes, strategisches Infrastrukturprojekt, das weit über Deutschland hinaus Strahlkraft entwickeln wird.
Mit welchen Erwartungen blickst Du wirtschaftlich auf 2026?
Unsere Ausgangssituation war selten so stark wie jetzt. Die Nachfrage ist da, die Technologie ist da, die regulatorischen Fortschritte sind da und unser Team ist bereit. Insgesamt rechnen wir für 2026 mit einem Wachstum von Faktor 10.
Was hast Du Dir persönlich für 2026 vorgenommen?
Ich möchte unserer Vision immer näher kommen, Morpheus als Europas erste und führende Drohnenairline aufzubauen. Wir wollen an die Spitze. Das gelingt natürlich nur, wenn wir das Niveau unseres tollen Teams halten und weiter ausbauen.
Tipp: Mehr Rück- und Ausblicke findet ihr in unserem Jahresrückblick.
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Foto (oben): Morpheus Logistik
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Die ersten 50 Mitglieder entscheiden alles: So entsteht eine echte Community
Die richtige Community ist ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs. Martin Eyerer und Nikita Fahrenholz erklären, wie man eine Community aufbaut, von der man auch profitiert.
Nikita Fahrenholz hat mehrere Startups gegründet. Mit dreien war er erfolgreich, mit einem ist er jedoch gescheitert: Actio – eine Social-App. Genauer: Live-Kurse für Pilates, Fitness und Meditation per Video. Obwohl Fahrenholz für seine Idee 2020 eine Finanzierung in Höhe von 8,5 Millionen Euro abgeschlossen hatte, habe das Geschäftsmodell zu der Zeit nicht funktioniert, wie er in unserem Podcast Royal GS (jeden Donnerstag eine neue Folge!) sagt.
Eine Community aufzubauen, ist also nicht so einfach, wie es scheint. Genau darüber sprechen Fahrenholz und Martin Eyerer (Ex-CEO Factory Berlin, Unternehmer, Techno-DJ) in der aktuellen Folge.
Was ist eine Community?
Für Fahrenholz ist eine Community eine Gruppe von Menschen, die ein gemeinsamer Nenner eint. Das könne ein Zweck, ein Ziel, eine Vision oder eine moralische Überzeugung sein – sowohl im echten Leben als auch virtuell.
Eyerer bringt noch weitere Aspekte ein, die eine Community ausmachen: Laut ihm sei eine gute Community immer kuratiert. „Eine Community lebt auch davon, Menschen auszuschließen“, sagt er. Dabei gehe es aber nicht um Exklusivität. „Du schließt die aus, die zur Experience drin nichts beitragen, sondern die nur nehmen wollen.“ Das könne man beispielsweise in Clubs beobachten – vor allem in Berlin.
Hört die Folge hier: Spotify und Apple Podcast
Allerdings bedeute das laut Eyerer nicht, dass Communitys komplett homogen sein sollen. Im Gegenteil: Eine Community müsse bunt sein und lebendig. Diese Erfahrungen habe er sowohl als DJ als auch als ehemaliger CEO der Factory Berlin gemacht. Um bei der Factory Berlin zu bleiben, als sie noch ein Coworking-Space war. Viele Startups hatten dort ihre Arbeitsplätze, beispielsweise Gorillas. Dementsprechend bot die Factory auch ein Programm für ihre Community an. Als Eyerer zur Factory kam, sei seine Aufgabe gewesen, Künstler reinzuholen, um die Community mehr zu durchmischen.
Welche Community-Modelle gibt es?
- Social-Media-Plattformen
- zweiseitige Marktplätze
- Brand Loyalty Programs
- Membership-Communities bzw. Relationship-Communities
Eyerer strebe immer eine Relationship-Community an. Diese ziele darauf ab, „eine Community von Mitgliedern zu bilden, die ähnliche Interessen und Perspektiven teilen“, sagt er. „Und der Fokus liegt hier auf Member Retention. Retention bedeutet, dass die Leute immer wieder gerne zurückkommen und sich aktiv beteiligen.“
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Die Währung einer Community sei laut Eyerer Vertrauen zwischen den Menschen, damit sie funktioniere. Der Benefit einer Community sei: „Connection, wo du drauf vertrauen kannst, die verschwenden nicht deine Zeit“, sagt Eyerer.
Möchte man sich selbst eine Community aufbauen, so seien laut Eyerer die ersten 50 Leute entscheidend, die man reinhole. „Gute Leute bringen gute Leute mit“, sagt er. Vorher müsse man jedoch die Werte und das Ziel der Community definieren. Und einen Tipp gibt Eyerer im Podcast noch: „Es gibt Leute, die haben ein großes Netzwerk, und es gibt andere, die aktiv Netzwerke verbinden. Du brauchst beides“ sagt er. „Es kann auch sein, dass jemand, der in der Community der beste Connector ist, kein eigenes Netzwerk hat.“ Entscheidend sei die Fähigkeit, Menschen mit ähnlichen Interessen oder Zielen zusammenzubringen.
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