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Upscrolled im Test: Social Media abseits von Big Tech


Die App „Upscrolled“, bis dahin weitgehend unbekannt, erreichte am 29. Januar 2026 Platz 1 der Apple-Appstore-Downloadcharts in den USA. Die Social Media App, deren Aufmachung an Instagram angelehnt ist, soll eine Alternative zu Big Tech sein, ohne „algorithmic bullshit“, also undurchsichtige Mechanismen, die darüber bestimmen, welche Beiträge man überhaupt sieht und in welcher Reihenfolge.

Das soziale Netzwerk hat binnen kürzester Zeit massiv an Nutzern gewonnen. Mitte Januar 2026 zählte Upscrolled (Download Android/ Download iOS) noch 150.000 Nutzer, Anfang Februar waren es laut Gründer mehr als 2,5 Millionen. Kurzzeitig brach aufgrund des Ansturms die Infrastruktur zusammen.

Eine Woche vor Upscrolleds kometenhaftem Aufstieg hatte ein Zusammenschluss von vorwiegend US-amerikanischen Investoren, darunter Oracle-Gründer Larry Ellison, den größeren Teil der US-amerikanischen Geschäftsanteile der Kurzvideoplattform Tiktok von dessen chinesischem Anbieter Bytedance gekauft. Hintergrund war ein Dekret von US-Präsident Donald Trump im September 2025. Darin hatte Trump angeordnet, dass das US-Geschäft binnen 120 Tagen in eine neue Firma abgespaltet werden muss, um die App in den USA rechtskonform betreiben zu können.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Upscrolled im Test: Social Media abseits von Big Tech“.
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Mehr Speicher: Samsung und SK Hynix beschleunigen offenbar Werkbau


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Die aktuelle Speicherkrise hat offenbar zu einem Umdenken bei den weltweit größten Speicherherstellern geführt. Samsung und SK Hynix sollen den Bau neuer Halbleiterwerke in ihrem Heimatland Südkorea beschleunigt haben.

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Darüber berichtet die verbreitete südkoreanische Zeitung Chosun. Ein erstes Werk eines „Megaclusters“ in Yongin sollte ursprünglich im Mai 2027 fertig werden. Nach aktuellem Plan könnte die Vorserienproduktion schon im Februar oder März 2027 beginnen. Samsung zieht die Fertigstellung seines vierten Halbleiterwerks in Pyeongtaek angeblich vom ersten Quartal 2027 auf das vierte Quartal 2026 vor. Primär soll es um DRAM in Form von DDR5-Arbeitsspeicher und High-Bandwidth Memory (HBM) gehen. Diese Speichertypen sind momentan besonders knapp.

Diese neuen Werke könnten die jährliche Speicherproduktion der Hersteller um zehn Prozent oder mehr anheben. Chosun spricht konkret von 100.000 bis 120.000 Wafern, die Samsung demnach in der sogenannten P4-Fab pro Monat belichten will. 2024 soll Samsung eine Jahresproduktion von knapp 7,5 Millionen Wafern gehabt haben, die 2026 durch eine stärkere Auslastung bestehender Werke auf über acht Millionen Wafer steigen soll. Die Zahlen gibt die Zeitung vom Marktforscher Omdia wieder.

Ein neues Werk, das Ende 2026 den Betrieb aufnimmt, trägt frühestens ab Ende 2027 nennenswert zur Speicherverfügbarkeit bei. Zum einen dauert es typischerweise mindestens ein halbes Jahr, bis alle Systeme so abgestimmt sind, dass die Serienproduktion beginnen kann. Zum anderen dauert die Produktion selbst mehrere Monate. Und dann müssen die Bausteine noch in den Handel beziehungsweise zu den Abnehmern gelangen.

Der drittgrößte Speicherhersteller der Welt, Micron, baut ebenfalls neue Werke. Auch hier dauert es aber noch bis zur Fertigstellung. Die Baupläne legten die Hersteller schon vor Jahren fest, verzögerten sie ab 2023 jedoch, weil die Nachfrage damals einbrach. Damals machten die Weltmarktführer Milliardenverluste.

In Südkorea wird der beschleunigte Bau auch als Reaktion auf die chinesische Konkurrenz durch YMTC (DRAM) und CXMT (NAND-Flash für SSDs) gewertet. PC- und Notebook-Hersteller erwägen laut früheren Berichten den Kauf von chinesischem Speicher, um Lieferlücken zu schließen.

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(mma)



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Kommentar: Die KI-Bilder im „heute journal” sind ein schwerer Tabubruch


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Irgendwann musste das ja passieren: Ein großes Medium wird dabei ertappt, dass es Nachrichten mit hübsch passenden KI-Bildern garniert. Dass wir hier jetzt vom „heute journal“ und dem öffentlich-rechtlichen ZDF sprechen müssen, verleiht dem Ganzen eine besondere Brisanz – auch wenn es niemanden wirklich überraschen wird, der die besondere Mischung aus elitärem Selbstbild und bräsiger Fehlerkultur kennt, die den Öffentlich-Rechtlichen eigen ist.

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Fakt ist: Jemand beim ZDF hat es für eine gute Idee gehalten, einen Beitrag über die teils brutalen und tödlichen Einsätze der US-Grenzpolizei ICE im „heute journal“ nicht nur mit einem KI-Video zu bebildern, weil weinende Mütter und Kinder halt so schön passen, sondern auch einer weiteren Sequenz, die zwar nicht gefälscht ist, aber alt, und die mit dem Thema nichts zu tun hat.

Damit hat das ZDF – und man muss das so klar sagen – eine rote Linie überschritten. Gefälschte Bilder im Nachrichtenumfeld sind ein schwerer Tabubruch. Sie verfälschen die Realität, die Journalisten abbilden sollen. Sie widersprechen dem Prinzip der Wahrhaftigkeit, das die Basis für Journalismus ist. Sie zerstören das Vertrauen, das die Grundlage der Beziehung zwischen Medien und ihren Zuschauern, Hörern und Lesern ist.


Ein Kommentar von Volker Briegleb

Ein Kommentar von Volker Briegleb

In 20 Jahren im Newsroom von heise online hat Volker Briegleb schon so manchen Trend kommen und auch wieder verschwinden sehen. Ist nicht sicher, ob das Internet oder Hertha BSC die größte Enttäuschung seines Lebens ist.

Als ob das nicht schlimm genug wäre, verheddert sich das ZDF in Widersprüche, als die ersten Fragen kommen. Ein „technischer Fehler“ bei der Überspielung soll schuld sein, dass die KI-Szene nicht als solche gekennzeichnet wurde. Der Sender nimmt den Beitrag aus der Mediathek. Als der wieder online geht, ist nicht etwa die Szene als KI gekennzeichnet, sondern schlicht gelöscht und ersetzt. Und die andere gleich mit.

Fragen zum genauen Ablauf und der Verantwortung für den gesendeten Bericht beantwortet das ZDF nicht. Auch auf die naheliegende Frage, warum die Redaktion offenbar bewusst eine KI-Sequenz in einen Bericht montiert hat und ob das internen Regeln zur KI-Nutzung entspricht (Spoiler: tut es nicht), kommt vom Sender zunächst nur der Versuch, das Thema des Berichts nachträglich umzudeuten.

Dann eine halbherzige Wende: Am Dienstag räumt das ZDF den Fehler ein, schwurbelt aber weiter von fehlender Kennzeichnung: „Diese Sequenz hätte nach den Regeln des ZDF ohne Kennzeichnung und ohne Einordnung so nicht verwendet werden dürfen.“ Am Abend tritt dann die stellvertretende Chefredakteurin und Nachrichtenchefin Anne Gellinek vor die Kamera und ringt sich eine Entschuldigung ab.

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Im folgenden Beitrag „in eigener Sache“ räumt das ZDF mit Verweis auf interne Regeln schließlich ein: „Der Einsatz KI-generierter Bilder und Videos von Menschen, Ereignissen und politischen Zusammenhängen sind [sic] im Nachrichtenbereich nicht möglich.“ Im Klartext: Die Redaktion hätte das mithilfe von Sora generierte Video von vornherein nicht in den Beitrag schneiden dürfen – auch nicht, wenn es „gekennzeichnet“ wird. In einem Beitrag vom Mittwoch erklärt das ZDF dann, die fehlende Sorgfalt der „Autorin“ und eine mangelhafte Prüfung durch die Redaktion seien verantwortlich. Inzwischen ist auch die korrigierte Fassung des Beitrags wieder aus der Mediathek verschwunden.

Womit wir bei der Frage sind, wie das alles passieren konnte – und bei „Hanlons Rasiermesser“. Das ist ein englisches Sprichwort, das besagt: „Schreibe nicht der Böswilligkeit zu, was durch Dummheit hinreichend zu erklären ist.“ Unglücklicherweise für das ZDF gibt es inzwischen weitere Erkenntnisse, auf deren Grundlage wir Dummheit weitgehend ausschließen können.

Denn eine etwas längere Schnittfassung des Berichts von Chefkorrespondentin Nicola Albrecht hatte das ZDF bereits am 13. Februar im „Mittagsmagazin“ gesendet (ab 01:20:00). An der fraglichen Stelle mit den authentischen Bildern, die dann auch wieder in der korrigierten Fassung zu sehen waren. Keine KI, kein falscher Zusammenhang. Damit wird zudem klar: Auch der Sprechtext wurde für das „heute journal“ nachgeschärft.

Doch die offizielle ZDF-Version verortet die Verantwortliche im New Yorker Büro. Warum die Autorin für das „Mittagsmagazin“ einen einwandfreien Beitrag abliefert und diesen für das „heute journal“ dann selbst gefälscht haben soll, erklärt das ZDF nicht. Über seine schriftlichen Verlautbarungen hinaus beantwortet der Sender keine Fragen.

So steht der Verdacht im Raum, dass die Redaktion des „heute journal“ den Beitrag der New Yorker Korrespondentin nachträglich manipuliert hat, weil die echten Bilder das Narrativ nicht deutlich genug unterstützen oder nicht emotional genug sind.

Damit wären wir dann bei „Fake News“ und „Desinformation“, deren Bekämpfung sich gerade die Öffentlich-Rechtlichen auf die Fahnen schreiben. Oder um es ganz deutlich zu sagen: Schäbige Propaganda, verbreitet von einem öffentlich-rechtlichen Sender. Das ZDF muss das nun transparent aufarbeiten und echte Konsequenzen ziehen, die über die angekündigten Schulungen für Mitarbeiter hinausgehen – ein „Sorry, Leute“ reicht nicht.


(vbr)



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IT-Milliarde für die Arbeitsagentur: KI-Offensive und Cloud-Ausbau in Nürnberg


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Die Bundesagentur für Arbeit (BA) vollzieht derzeit einen der radikalsten digitalen Umbrüche innerhalb der deutschen Behördenlandschaft. Weg vom Image der verstaubten Amtsstube, hin zu einer modernen, datengetriebenen Tech-Organisation lautet das Ziel. Dass dieser Weg kostspielig ist, belegt der aktuelle Haushaltsplan fürs laufende Jahr 2026. Geplant sind IT-Ausgaben in Höhe von 992 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer Steigerung von gut 100 Millionen Euro, was den Investitionsdruck in die digitale Infrastruktur unterstreicht.

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Ein signifikanter Teil dieser Mehrkosten fließt laut der Etatübersicht, die Table.Media veröffentlicht hat, in den Betrieb und die Flexibilisierung der Systeme. Allein für den Posten „Mieten und Pachten IT“ veranschlagt die BA für dieses Jahr stolze 130,3 Millionen Euro. Das ist ein deutlicher Sprung gegenüber den 80 Millionen Euro aus dem Jahr 2025.

Als Hauptgrund für diese Entwicklung führt die Behörde die konsequente Nutzung eines „Private Cloud“-Angebots der SAP in einem deutschen Rechenzentrum an. Damit setzt die BA eine Strategie fort, die bereits 2025 mit der Auslagerung zentraler Auszahlungssysteme begann. Die Verteilung von Arbeitslosen-, Bürger- und Kindergeld hängt so mittlerweile an einer neuen Cloud-Architektur, die die Ausfallsicherheit erhöhen und die Skalierbarkeit bei schwankenden Nutzerzahlen gewährleisten soll.

Die Transformation erschöpft sich nicht in der Infrastruktur. Besonders im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) zeigt sich, wie tief die Technologie bereits in das operative Geschäft eingebunden ist. Aktuell befinden sich 32 KI-basierte Anwendungen im produktiven Einsatz oder in der unmittelbaren Umsetzung. Damit verfehlt die BA-Vorstandsvorsitzende Andrea Nahles, die seit Jahren eine Automatisierungsoffensive verfolgt, ihr selbst gestecktes Ziel von 33 KI-Tools bis Ende 2025 nur knapp. Dass es am Ende eine Anwendung weniger wurde, ist kein technisches Versagen, sondern eine fiskalische Entscheidung: Für das 33. Projekt reichten die finanziellen Mittel nicht aus.

Ausgerechnet dieses fehlende Puzzleteil hätte für viele Arbeitssuchende einen direkten Mehrwert geboten. Geplant war eine Optimierung des sogenannten Kompetenzkatalogs. Diese KI-Anwendung sollte die passgenaue Vermittlung in der Online-Jobsuche auf ein neues Level heben, indem sie individuelle Fähigkeiten der Nutzer noch präziser mit den komplexen Anforderungsprofilen der Arbeitgeber abgleicht. Die anderen 32 Anwendungen sollen aber bereits im Hintergrund laufen, um die Verwaltung von zeitraubenden Routineaufgaben zu befreien. Jobcenter vor Ort setzen wegen Personalengpässen schon länger häufig auf KI.

Der Fortschritt zeigt sich etwa bei der Familienkasse. Hier sorgt eine intelligente Dokumentenerkennung dafür, dass Genehmigungsprozesse für Kindergeld heute teilautomatisiert ablaufen. Die KI ist in der Lage, eingereichte Studienbescheinigungen oder Ausbildungsnachweise selbstständig zu identifizieren und die relevanten Daten für die menschliche Sachbearbeitung vorzubereiten. Auch bei der Bearbeitung des Einstiegsgeldes in den Jobcentern greifen ähnliche Mechanismen. Ein System klassifiziert dort Arbeitsverträge und extrahiert die wesentlichen Inhalte. Das optimiert nicht nur die internen Abläufe, sondern sorgt vor allem für ein schnelleres, asynchrones Feedback an die Kunden. Die haben so früher Klarheit über ihren Status.

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(mho)



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