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Visuelles Feuerwerk mit dünner Story: „Avatar: Fire and Ash“


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In „Avatar: Fire and Ash“ muss sich der ehemalige Marinesoldat Jake Sully (Sam Worthington), mittlerweile Clanmitglied der Na’vi, zusammen mit seiner Frau Neytiri (Zoe Saldaña) und ihren Kindern in der fantastischen Welt von Pandora ein weiteres Mal gegen den bösartigen Colonel Quaritch (Stephen Lang) behaupten.

Es ist nach „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ aus dem Jahr 2009 und der Fortsetzung „Avatar: The Way of Water“ von 2022 mittlerweile der dritte Film der Science-Fiction-Reihe von Regisseur James Cameron. Der Debütfilm führt die Liste der erfolgreichsten Filme aller Zeiten auf Platz 1 ein. Er spielte inflationsbereinigt 4,2 Mrd. US-Dollar an. Das Sequel von 2022 folgt auf Platz 3 mit 2,4 Mrd. US-Dollar. Dementsprechend dürfte sich auch der dritte Film in die Erfolgsgeschichte einreihen.

Zu Beginn von „Avatar: Fire and Ash“ begibt sich Familie Sully auf die Reise mit den Luftschiffen der Windhändler, um den Menschenjungen Spider (Jack Champion) ins Exil zu begleiten: Er sei weder Teil der Familie noch Teil des Clans. Spider kämpft konstant mit seiner Atemmaske, bis er in der Not von der Naturgöttin Eywa mit der Fähigkeit ausgestattet wird, ohne Maske auf Pandora zu atmen. Colonel Quaritch nimmt den Jungen alsbald gefangen und lässt ihn in der Minenkolonie des Bergbaukonzerns RDA untersuchen.

Quaritch tut sich mit dem bisher nie gesehenen Mangkwan-Clan zusammen, beginnt mit der verschlagenen Anführerin Varang (Oona Chaplin) eine Liebesaffäre und versorgt die „Ascheleute“ mit Feuerwaffen. So ausgerüstet konfrontiert er Familie Sully, die wieder zurück beim Metkayina-Clan am Riff ist. Unter Einsatz seines Flammenwerfers sperrt er den sich opfernden Jake Sully ein. Neben Spider sitzt der nun auch in der Kolonie ein.

Ständig werden Figuren gefangen genommen und wieder befreit, gehen auf Reisen und kehren zurück – man kann kaum folgen. Viele Elemente wirken wie aus den vorigen Filmen kopiert: der strenge, sich sorgende Vater Sully, der ungehorsame, aber mutige Sohn, das von Quaritch entführte Nesthäkchen und die in auswegloser Lage rettende Eywa als Deus ex Machina.

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Quaritch nimmt Kontakt zum Mangkwan-Clan auf. Deren Heimat gibt sich aschgrau.

(Bild: © 2024 20th Century Studios. All Rights Reserved.)

Da sich vermutlich nur wenige an die Handlung der erfolgreichsten Filme aller Zeiten erinnern, hier eine Zusammenfassung beider bisher erschienenen Avatar-Filme.

Avatar – Aufbruch nach Pandora

In Avatar von 2009 unterhält der Bergbaukonzern RDA Minen in inudstriellem Ausmaß, um Unobtainium abzubauen, ein Raumtemperatur-Supraleiter, der wichtig für die Überlicht-Kommunikation ist – und wie der Name sagt: sehr schwer zu erlangen. Unobtainium wird nie wieder erwähnt.

Marinesoldat im Ruhestand Jake Sully übernimmt einen Avatar-Körper, um den Planeten zu erkunden und die Interessen der RDA gegenüber den Ureinwohnern Na’vi durchzusetzen – sie gelten als recht naiv. Jake schließt sich ihnen an, lernt Häuptlingstochter Neytiri kennen und lernt deren Kultur kennen und schätzen. Zunehmend wendet sich gegen die zerstörerische Ausbeutung durch die Menschen.

Die RDA, nun eine Militärorganisation, bereitet unter Führung von Colonel Miles Quaritch einen groß angelegten Angriff auf den Hometree der Na’vi vor. Jake wird nach Zähmung eines Drachen als Toruk Makto anerkannt und führt die Na’vi in den entscheidenden Kampf. Die Na’vi gewinnen die Schlacht und Jake tötet den Antagonisten Quaritch. Das Minenunternehmen wird zurückgedrängt und die Menschen verlassen den Planeten. Jake bleibt im Avatar und bei den Na‘vi.

Avatar: The Way of Water

Jake Sully und Neytiri leben mit ihren Kindern auf Pandora ein beschauliches Familienleben. Doch die RDA kehrt zurück und mit ihr Colonel Quaritch, der als Na’vi-Replikant irgendwie wieder aufersteht. Der Heerführer vom anderen Ende der Galaxis sinnt auf Rache am einfachen Soldaten Sully.

Die Sully-Familie flieht zu den Meerbewohnern namens Metkayina und lernt deren Kultur kennen und schätzen. Die RDA bereitet unter Führung von Colonel Miles Quaritch einen groß angelegten Angriff übers Meer vor. Es kommt in der Folge zum Kampf und die Sully-Familie erwirbt sich den Respekt der Metkayina.



Neuer Charakter: Oona Chaplin verkörpert Varang, die Anführerin des Mangkwan-Clans.

(Bild: © 2024 20th Century Studios. All Rights Reserved.)

Eine Story wie eine Wanderdüne

Spiders medizinischem Geheimnis auf die Spur zu kommen, würde einer großangelegten Kolonisation von Pandora Tür und Tor öffnen. Und genau das wäre ein guter roter Faden für eine stringent erzählte Story in normaler Spielfilmlänge gewesen. Der über 3:20 Stunden dahinmäandernde Film hangelt sich stattdessen mit Flucht, Kidnapping, Befreiung und Kampf von Actionszene zu Actionszene.

Szenen wirken aneinandergereiht, als betrachte man Missionen eines Videospiels. Der Film hat Schnittpotenzial: Viele Sequenzen nehmen Tempo aus dem Film, ohne die Geschichte voranzubringen. Die Vorbereitung zur Endschlacht handelt der Film wiederum als Montage mit Erzähler aus dem Off ab. Es wäre ohnehin dasselbe wie in Avatar 1 und 2 gewesen.

Spannung kommt auch deshalb nicht auf, weil die Figuren unsterblich scheinen, zumindest alle vor der Dreistundenmarke und insbesondere jene mit Nachnamen Sully. Seit der Wiederauferstehung von Quaritch ist schließlich selbst der Tod reversibel.



Die Flugdrachen des bisher nie gesehenen Mangkwan-Clan gehören zu den visuellen Neuzugängen von „Avatar: Fire and Ash“.

(Bild: © 2024 20th Century Studios. All Rights Reserved.)

Die visuellen Effekte sind spektakulär. 3132 von 3382 Einstellungen stammen vom neuseeländischen Studio Wētā FX. Nur 11 Sekunden zeigen reinen Realfilm. Anders als der zweite Teil fügt der dritte aber kaum etwas Neues hinzu. Ein Drittel der Effektszenen hat Feuer als wichtiges Element. Wenn der Mangkwan-Clan den Ton angibt, ändert sich die Farbpalette ins Rötliche, das sich vor einem im Übrigen aschfahlen Grundton abhebt. Auch deren eindrucksvolle Flugdrachen waren bisher nicht gesehen.

Ein weitgehend aus dem zweiten Teil übernommener Subplot rollt indes die komplette Walfangstory wieder auf. Zweidrittel der Effektszenen spielen im Meer mit den bekannten Tieren und Vehikeln über und unter Wasser.

Man merkt dem Film an, dass Wētā FX lediglich Wochen nach Fertigstellung des zweiten Teils mit der Arbeit am dritten begann. Die Szenen in der Luft samt gelbrotem Flugdrachen stammen wiederum aus dem ersten Teil. So fühlt sich „Avatar: Fire and Ash“ streckenweise nicht wie eine Fortsetzung an, sondern eher wie ein Remake.



Weite Teile des Films kopieren Einstellungen und Handlung des zweiten Teils „Avatar: The Way of Water“.

(Bild: © 2024 20th Century Studios. All Rights Reserved.)

Man sollte meinen, dass eine finanziell derart durch die Decke gehende Reihe die Popkultur beherrscht wie einst der Krieg der Sterne: mit Filmplakaten und Spielzeug in jedem Kinderzimmer, Parodien und Verweisen in Comedysendungen, mit Comics, Romanen, Fan-Fiction und wilden Spekulationen auf Reddit und dem Schulhof über die weniger hell beleuchteten Ecken des Avatar-Universums. Aber nichts dergleichen.

Absolut jeder kennt Darth Vader. Selbst eingefleischte Kinogänger können aber vermutlich nicht die Avatar-Protagonisten auf Anhieb mit Namen nennen, geschweige denn deren Kinder, den bösen Colonel und seine Schergen. Welche Rolle die von Sigourney Weaver verkörperte Figur spielt, muss „Fire And Ash“ noch einmal aus einem früheren Film kopieren.

Das hat Gründe. Die Handlung der Filme dient lediglich dazu, die effektgeladenen Actionsequenzen lose zu verbinden. Die Charaktere sind so schablonenhaft wie möglich und haben nicht mehr Tiefe als eine Regenpfütze. Das Publikum passt sich an, genießt die Bilder und rollt bei den Dialogen gelegentlich mit den Augen. Avatar ist in der Konsequenz kulturell wenig.



Die Wale habens satt und halten Kriegsrat mit den Metkayina.

(Bild: © 2024 20th Century Studios. All Rights Reserved.)

Der erste Avatar-Film setzt mit virtueller Produktion, dem Verbinden von Realfilm und digitalen Effekten live am Set, Maßstäbe für kommende Blockbuster. Mehr Rechenleistung als je zuvor und nicht zuletzt die künstlerische Virtuosität der Effektspezialisten brachten im Jahr 2009 eine fremde Welt Pandora auf die Leinwand, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellte. In den Star-Wars-Prequels waren digitaler Hintergrund und reale Schauspieler noch seltsam getrennt voneinander. Technisch war Avatar ein Meilenstein.

Die vollständig digitale Fortsetzung fügt dem wenig Neues hinzu. Das Publikum hat sich an das 3D-Spektakel gewöhnt. Zwar machen alle Oh und Ah, als hätte man einen Aquarienbildschirmschoner vom Grabbeltisch des Warenhauses mitgebracht, und die Familie sieht erstmals hübsche Fische statt „3D Pipes“.

Wie der blaue Fisch heißt, was er vom Leben will, worum er sich sorgt und wieso er traurig ist, interessiert kaum. Er berührt das Publikum nicht und regt seine Fantasie nicht an. Das Spektakel steht für sich. So rauscht es vorbei und ist bald vergessen. Nur die hübschen Bilder bleiben.


(akr)



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Nach Nutzerfrust: Microsofts Maßnahmen gegen Microslop


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Microsoft hat nach anhaltender Kritik an Windows 11 Maßnahmen angekündigt, um das Vertrauen der Nutzer zurückzugewinnen. Wie The Verge berichtet, hat das Unternehmen eingeräumt, dass die Qualität des Betriebssystems nicht den eigenen Ansprüchen genüge. Als Reaktion darauf richtet der zunehmend als Microslop titulierte Konzern sogenannte Swarm-Teams ein – spezialisierte Entwicklergruppen, die sich den drängendsten Problemen widmen sollen.

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Die Kritik an Windows 11 hat in den vergangenen Monaten stark zugenommen. Nutzer klagen über Instabilität, Performance-Probleme und zu viele Bugs, die teilweise erst Updates eingeschleppt haben. Besonders ärgerlich: Selbst grundlegende Anwendungen wie der Notepad-Editor zeigen mitunter Fehlfunktionen. Die angekündigten Swarm-Teams sollen genau diese Probleme priorisiert angehen und schneller beheben als bisher.

Konkret hat das Vertrauen in Microsoft und die Zukunft von Windows durch unterschiedliche Vorfälle gelitten. Updates, die eigentlich Fehler beheben sollten, brachten teils neue Probleme mit sich. Drucker funktionierten plötzlich nicht mehr, Netzwerkverbindungen brachen ab und in einigen Fällen führten Updates sogar zu Bluescreens. Microsoft räumt nun ein, dass der bisherige Qualitätssicherungsprozess nicht ausreicht. Zu den konkreten Problemen gehörten beispielsweise über Monate bestehende Remote-Desktop-Verbindungsabbrüche, ein duplizierter Task-Manager oder Fehler im Dark Mode.

Die mangelnde Stabilität schlägt sich auch in den Nutzerzahlen nieder. In Deutschland läuft auf fast jedem zweiten privaten Windows-PC noch Windows 10. Diese geringe Wechselbereitschaft ist besonders kritisch, weil der reguläre Support des Betriebssystems bereits im Oktober 2025 endete und Nutzer nur bis zum 14. Oktober 2026 auf den erweiterten Support setzen können.

Neben der Fehlerbereinigung will Microsoft auch die Performance von Windows 11 verbessern. Die Swarm-Teams sollen nicht nur reaktiv arbeiten, sondern proaktiv Engpässe identifizieren und beseitigen. Wie Microsoft den Erfolg dieser Maßnahmen messen will, bleibt jedoch unklar. Auch Details zu den beteiligten Entwicklern und konkreten Zeitplänen für kommende Updates nannte das Unternehmen nicht. Die Dringlichkeit zeigt sich an den jüngsten Problemen: Allein im Januar 2026 musste Microsoft zum Beispiel zwei außerplanmäßige Notfall-Updates veröffentlichen – erst wegen Shutdown-Problemen, eine Woche später wegen Abstürzen von OneDrive und Dropbox. Betroffen waren auch Outlook-Nutzer, deren PST-Dateien auf OneDrive gespeichert waren.

Obendrein hat Microsoft ähnliche Versprechen bereits in der Vergangenheit abgegeben. Ob die angekündigten Verbesserungen tatsächlich eintreten, zeigen die kommenden Monate. Probleme wie die zunehmend penetrante Werbung und die zumindest bei vielen Nutzern unerwünschten KI-Features adressieren die Versprechungen außerdem überhaupt nicht. Selbst die Startmenü-Suche leitet Nutzer zu Edge und Bing um, auch wenn ein anderer Browser als Standard gesetzt ist.

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Die aktuellen Probleme werfen auch grundsätzliche Fragen zum Update-Mechanismus von Windows auf. Ob Microsoft plant, den Prozess der Qualitätssicherung strukturell zu verändern, ist unklar. Experten fordern seit Langem umfassendere Tests vor dem Verteilen von Updates an Millionen von Nutzern. Auch eine flexiblere Update-Politik, bei der Anwender kritische Patches besser auswählen können, steht zur Diskussion.

Für Unternehmenskunden stellen die Zuverlässigkeitsprobleme eine besondere Herausforderung dar. Viele Firmen zögern mit dem Umstieg auf Windows 11, weil sie befürchten, dass Updates den laufenden Betrieb stören könnten. Spezielle Maßnahmen für Enterprise-Kunden hat Microsoft bislang nicht angekündigt.


(fo)



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Artemis-Mission: Warum eine ehemalige Astronautin Kritik an den Raumanzügen übt


Die Artemis-II-Mission, die in wenigen Wochen stattfinden soll, ist „lediglich“ ein Fly-around-Manöver. Heißt: Die vier an Bord befindlichen Astronauten werden nicht auf dem Mond landen. Das soll sich bei erfolgreichem Abschluss der Mission aber langfristig ändern. Künftig sollen Astronauten wieder den Erdtrabanten beschreiten und dort wichtige Forschungsarbeiten vornehmen.

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Damit sie auf dem Mond ausreichend vor den harschen Gegebenheiten des Weltalls geschützt sind, arbeitet die Nasa in Zusammenarbeit mit Axiom seit geraumer Zeit an neuen Raumanzügen für die Artemis-Crew. Diese werden unter anderem im Neural Buoyancy Laboratory in Houston, Texas, unter Wasser auf ihre Einsatzfähigkeiten getestet. Die ehemalige Nasa-Astronautin Kate Rubins sieht aber noch einige Probleme, die es bei den neuen Anzügen zu lösen gilt.

Rubins war von 2009 bis 2025 Nasa-Astronautin und hat in dieser Zeit rund 300 Tage im Weltall verbracht. Insgesamt hat sie in ihrer Laufbahn vier sogenannte EVAs (extravehicular activities) – also Weltraumspaziergänge – durchgeführt. Deren Missionszeit allein belief sich auf knapp 27 Stunden. Die erfahrene Weltraumreisende kritisiert bei den neuen Anzügen vorwiegend das Gewicht und die Flexibilität. Die Axiom-Raumanzüge wiegen in der aktuellen Version rund 140 Kilogramm, frühere Versionen kamen sogar auf über 180 Kilogramm.

In einem Panel (via Ars Technica) sagte Rubins dazu: „Ich mache Crossfit. Ich mache Triathlons. Ich mache Marathons. Ich komme aus einer Session im Pool des NBL mit dem Mondanzug unter Wasser und ich will einfach nur nach Hause und schlafen. Ich bin völlig ausgepowert. Man bekommt blaue Flecke. Es ist ein extremes physisches Ereignis, das auf der Raumstation so nicht vorkommt.“

Rubins betont, dass Astronauten auf der ISS die meiste Zeit ohne große körperliche Belastung in Schwerelosigkeit herumschweben. Nur gelegentlich stehen Weltraumspaziergänge an, die sie enorm fordern. Dazu steht die Arbeit auf dem Mond im starken Kontrast: „Sobald wir auf die Mondoberfläche kommen, wird es Schlafschichten geben. Sie werden kaum Schlaf bekommen. Sie werden in diesen Anzügen für acht bis neun Stunden am Stück sein. Es wird jeden Tag EVAs geben. Die EVAs, die ich auf meinen Flügen absolviert habe, waren wie ein Marathon und dann ein weiterer Marathon, wenn man damit fertig ist.“

Auch Mike Barratt, Nasa-Astronaut und Mediziner, sieht das Gewicht der Anzüge als Problem: „Wir haben definitiv körperliche Schäden durch die Anzüge gesehen. […] Diese reichen von Hautabschürfungen über Gelenkschmerzen bis zu – kein Scherz – orthopädischen Schäden. Man kann sich definitiv einen Bruch zuziehen. EVAs auf der Mondoberfläche mit schwer beladenen Anzügen und schwerer Last, die getragen werden muss oder Werkzeugen, mit denen man interagiert, sind ein Problem.“

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Ein Grund, warum die Anzüge so schwer geworden sind, sind die zahlreichen Gelenke, die den Astronauten mehr Flexibilität ermöglichen sollen. Rubins sagt dazu: „Sie sind definitiv besser als die Anzüge der Apollo-Mission. Sie waren nur große Kissen mit Luft. Die Gelenke gab es nicht, also war es schwerer, sich zu bewegen. Sie hatten aber den Vorteil, dass sie viel leichter waren, als die aktuellen Anzüge.“

Trotz der Gelenke gäbe es laut Rubins aber weiterhin Probleme bei der Flexibilität. Wenn sich Astronauten nach vorn beugen, um etwas von der Mondoberfläche aufzuheben, wird das Material des Raumanzugs einfach zusammengedrückt. Astronauten müssen also zusätzliche Kraft aufwenden, um das Material zu verdichten. Auch bei einem Sturz und dem anschließenden Aufrichten ist nicht nur das Gewicht, sondern auch das Material im Weg: „Man muss im Grunde einen Sprung aus einem Liegestütz heraus machen … Ein riskantes Manöver, das wir im Training immer wieder durchgehen.“

Als eine mögliche Lösung für die Probleme sieht Rubins den Einsatz von Stäben, die als Stütze beim Laufen und beim Herunterbeugen dienen: „Dadurch muss ich mich nicht gleichzeitig darauf konzentrieren, den Anzug zusammenzudrücken und meine Balance zu halten.“ Abschließend sagt die erfahrene Astronautin, dass das jetzige Design der Anzüge eine gute Grundlage ist, auf der aufgebaut werden muss. Einige der Anpassungen dürften dabei spätestens nach Artemis III im nächsten Jahr anfallen, bei der die erste bemannte Mondlandung seit Apollo 17 stattfinden soll.

Dieser Beitrag ist zuerst auf t3n.de erschienen.


(jle)



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SAP-Aktie stürzt ab – CEO Klein: „Egal, was der Markt meint“


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

SAP ist aktuell nicht mehr das teuerste DAX-Unternehmen. Siemens zog am Donnerstag an dem Walldorfer Softwarekonzern bei der Marktkapitalisierung vorbei, nachdem SAPs Aktienkurs um bis zu sechzehn Prozent absackte. Auslöser für den derben Einbruch war die Veröffentlichung der Ergebnisse für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2025 – dabei insbesondere die Entwicklung des Current Cloud Backlog (CCB).

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Dabei wirkt die vorgelegte Bilanz auf den ersten Blick recht solide. Die Ergebnisse folgen weithin den Erwartungen. Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Schlussquartal 2025 um drei Prozent auf 9,68 Milliarden Euro. Währungsbereinigt wurde ein Plus von neun Prozent ermittelt. Das Betriebsergebnis erhöhte sich um 27 Prozent auf 2,55 Milliarden Euro. Die operative Marge erhöhte sich um 4,9 Prozentpunkte auf 26,4 Prozent. Der Gewinn nach Steuern legte um 17 Prozent auf knapp 1,9 Milliarden Euro zu.

Im Gesamtjahr erhöhten sich die Umsatzerlöse um 8 Prozent (währungsbereinigt: 11 Prozent) auf 36,8 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis und der Nettogewinn konnten mit 9,83 Milliarden Euro beziehungsweise 7,49 Milliarden Euro mehr als verdoppelt werden, da die hohen Restrukturierungskosten aus dem Jahr 2024 als Belastungsfaktor wegfielen.

Der zweite Blick offenbart indes die Schwächen im geschäftlichen Verlauf. Die Wachstumsdynamik im Cloudgeschäft, einstmals treibende Kraft hinter dem Höhenflug der SAP-Papiere, verliert weiter an Fahrt. Mit 5,61 Milliarden Euro legten die Clouderlöse im Schlussquartal lediglich um neunzehn Prozent zu. Im vorjährigen Berichtszeitraum betrug das Plus noch 27 Prozent.

Im Gesamtjahr erhöhten sich die Erlöse zwar um 23 Prozent auf 21,02 Milliarden Euro und lagen bei währungsbereinigter Betrachtung mit plus 26 Prozent auf 21,66 Milliarden Euro am unteren Ende des angepassten Ausblicks vom 22. Oktober. Der Cloud-Auftragsbestand (Total Cloud Backlog) betrug Ende des Jahres 77,29 Milliarden Euro und ist damit um 22 Prozent beziehungsweise – währungsbereinigt – um 30 Prozent gestiegen. Vor Jahresfrist belief sich die Zuwachsrate noch auf 43 Prozent beziehungsweise währungsbereinigt 40 Prozent.

Die Finanzanalysten verschreckte insbesondere die Entwicklung des Current Cloud Backlog – also des Auftragsbestands von Cloud-Diensten auf Zwölfmonats-Sicht. Er wuchs im vierten Quartal um 16 Prozent auf 21,05 Milliarden Euro, währungsbereinigt betrug der Zuwachs 25 Prozent. Die Werte lagen zum einen deutlich unter den Wachstumswerten des Vorjahres. Zum anderen wurde das selbst gesteckte Wachstumsziel von mindestens 26 Prozent verfehlt. Für das neue Geschäftsjahr erwartet SAP zudem, dass sich das währungsbereinigte Wachstum des Current Cloud Backlog weiter leicht abschwächen wird.

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Für die schwindende Wachstumsdynamik hatten SAP-Chef Christian Klein und der oberste Buchhalter Dominik Asam eine Reihe von Erklärungsversuchen parat. Beispielsweise hätten einige große Geschäftsabschlüsse, bei denen wegen der komplexen Umsetzung die Erlöse erst in zwei, drei Jahren stärker skalieren, das Wachstum gedämpft. Ähnliches gilt für Verträge mit staatlichen Institutionen, da diese aufgrund der gesetzlich vorgeschriebenen Klauseln zur ordentlichen Kündigung nicht einfließen konnten.

Überhaupt dauern nach Ausführungen der Manager die Vertragsverhandlungen in regulierten Branchen länger, da angesichts der geopolitischen Lage die Souveränitäts-Thematik auf den Tisch komme. Grundsätzlich sieht SAP den Wunsch nach mehr Souveränität in der Cloud als Wachstumschance für die eigenen Produkte, wenn nun peu à peu entsprechende Infrastrukturangebote in den verschiedenen Ländern zertifiziert werden.

Dem Aktienkurs förderliche Überzeugungskraft haben diese Erklärungen offenbar ebenso wenig entfaltet wie die Ankündigung eines neuen, zweijährigen Aktienrückkaufprogramms mit einem Volumen von bis zu 10 Milliarden Euro. Der jetzige Kursrutsch schreibt letztlich eine schon vor Monaten einsetzende Abwärtsbewegung der SAP-Papiere fort. Genährt wird diese von der allgemeinen Befürchtung seitens der Investoren und Finanzanalysten, dass KI-Anwendungen Funktionen im Umfeld betrieblicher Anwendungen künftig automatisch erstellen beziehungsweise nachbilden.

Bei SAP sieht man das naturgemäß anders. Laut Klein soll Business AI, wie das KI-Angebot aus Walldorf heißt, in zwei Dritteln der Cloud-Vertragsabschlüsse im vierten Quartal enthalten sein. Überhaupt sieht der SAP-Chef den Konzern in einer einzigartigen Position, das KI-Rennen im betrieblichen Umfeld zu gewinnen. Unbeirrt hält der Manager an dem Credo fest, dass LLM zwar „super-gut“ für unstrukturierte Daten wäre – SAPs Business AI mit der Joule-Agenten-Plattform und der Business Data Cloud aber zur semantischen Vereinheitlichung betrieblicher Daten unabdingbar sei, um realen Nutzen für Unternehmen zu erschließen.

Schon jetzt sollen Firmen wie Siemens, DeAgostini oder Uniper in Teilbereichen deutliche Verbesserungen erzielt haben. Auf der Investorenseite verfangen will diese Erzählung indes nicht. Auch wenn der Aktienkurs derzeit nicht schön sei, will Klein seine Strategie durchziehen, „egal, was der Markt meint“. Er setzt darauf, dass SAP in der zweiten Welle zu den Siegern im KI-Rennen zählt – wenn erst einmal der Hype um die aufzubauende KI-Infrastruktur sich gelegt hat und der Wert für das Geschäft in den Fokus rückt.


(axk)



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