Datenschutz & Sicherheit

Warnung vor gefälschten FIFA-Webseiten vor der Fußball-WM 2026


Das FBI warnt vor gefälschten FIFA-Webseiten, die Cyberkriminelle aufsetzen, um damit etwa an Daten oder Geld von potenziellen Opfern zu gelangen. IT-Sicherheitsunternehmen haben etwa die Kampagne der kriminellen Gruppe „Ghost Stadium“ analysiert.

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Die US-amerikanische Bundesbehörde [Link auf https://www.ic3.gov/PSA/2026/PSA260527]FBI verbreitet eine öffentliche Bekanntmachung zu betrügerischen, gefälschten FIFA-Webseiten. Die imitieren die legitime Webseite mitsamt des Brandings, Produktangeboten und weiterem. Sie dienen den bösartigen Akteuren dazu, persönliche Daten zu stehlen oder Finanzbetrug zu begehen.

Die Strafverfolger des FBI haben dabei beobachtet, dass die Täter persönliche Informationen sammeln, gefälschte Tickets und Merchandise verkaufen und möglicherweise noch weitere Straftaten begehen. Mit den persönlichen Daten können die Angreifer neue Konten im Namen der Opfer anlegen und diese letztlich betrügen, schreibt das FBI. Die falschen Webseiten imitieren auch die legitime URL, indem sie Typosquatting-Domains verwenden, etwa „fiffa[.]com“. Sie setzen aber auch thematisch passende Domains wie „jobs-fifa[.]com“.

Das FBI listet bereits zig bekannte betrügerische Domains auf, zu viele, um sie hier abzubilden. Die Ermittler betonen, dass es weitere geben wird und Interessierte daher wachsam bleiben sollen.

Die IT-Forscher von Group-IB haben zudem noch viel mehr betrügerische Webseiten entdeckt. Laut deren Erkenntnissen gibt es bereits mehr als 4300 betrügerische Domains seit August 2025, die die FIFA-Seite fälschen. Die Drahtzieher hinter einer solchen Kampagne nennen die Analysten „Ghost Stadium“. Sie sprechen der Group-IB-Analyse zufolge chinesisch und handeln aus finanziellen Motiven. Sie haben eine pixelgenaue Kopie der FIFA-Webseite erstellt, auch mit einer Single-Sign-on-Authentifizierung, die zudem elf Sprachen unterstützt.

Mehr als 300 Domains laufen mit der betrügerischen Infrastruktur im Hintergrund. Sie greifen das Ping-Identity-SSO-System der FIFA an, um Zugangsdaten abzugreifen. 140 weitere Domains gelten als verdächtig und 3800 sind noch geparkt und warten nur auf ihre Aktivierung. Insgesamt 2513 FIFA-Kontenzugangsdaten für die Domains fifa.com und fifa.org haben die IT-Forscher bereits im Darknet gefunden. Insgesamt hat Group-IB vier unabhängige Betrügerbanden ausgemacht und eine Phishing-as-a-Service-Lieferkette, die vorgefertigte „Betrugsbaukästen“ verkauft und auch automatisierte Ticket-kaufende Bots betreibt. Werbung für die Betrugsseiten läuft etwa über Facebook. Die verlinkte Analyse beleuchtet die betrügerischen Seiten und Hintergründe tiefgehend.

Als Sicherheitshinweise gibt das FBI die bekannten Tipps, etwa die FIFA-Webseite durch manuelle Eingabe der korrekten Adresse in die Adresszeile des Webbrowsers oder aus den Lesezeichen heraus zu besuchen. Bei der Nutzung von Suchmaschinen sollten die Treffer mit der Markierung „Sponsored“ gemieden werden, da die Betrüger oft Werbung für die falschen Domains schalten. Subdomains sollten nur von der offiziellen FIFA-Webseite aus angesteuert werden, nicht über Webseiten von Dritten.

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Nach einer Vereinbarung zwischen FIFA und YouTube wird die Videoplattform offizieller Partner und zur bevorzugten Plattform der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft. Die c’t hat zudem einige Tipps für das heimische Public Viewing des Turniers zusammengestellt.


(dmk)



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