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UX/UI & Webdesign

Warum Design schützen lassen? › PAGE online


Idee abgekupfert?! Lasst eure Designs vor Diebstahl und Nachahmung beim Deutschen Patent- und Markenamt schützen. Wir erklären, warum das wichtig ist.

Warum Design schützen lassen? › PAGE online
Grafik © gstudioimagen – Magnific.com

Für Ideen- und Konzeptrecherchen von gestalterischen Projekten klicken sich Kreative gerne durchs Netz, um sich Inspirationen zu holen. Hier mal ein Instagram-Account ausgecheckt, dort mal ein Bild unter die Lupe genommen – das Sichten von Material im Internet hilft bei Ideenfindungsprozessen und beim Brainstorming. Häufig geschieht dies in der Anfangsphase von Projekten. Kreative verschaffen sich erst einmal einen Überblick, was es überhaupt so gibt.

Nicht selten kommt es vor, dass man während der Recherche auf einmal stutzig wird und denkt, ähm … – habe ich das nicht schon mal woanders gesehen? Oder noch deutlicher, huch! – sieht das nicht nach meiner eigenen kreativen Handschrift aus?

Solche Fälle gab es schon immer, aber heutzutage macht Künstliche Intelligenz die Themen Plagiate, Copyright und Ideenklau weitaus komplexer. Somit ist es wichtiger denn je, sich die eigenen Designs rechtlich vor Nachahmung schützen zu lassen.

Design ähnelt dem eigenen, was tun?

Angenommen, man stößt während einer Recherche auf eine Website eines anderen Designers oder einer Designerin und erkennt massive Ähnlichkeiten zum eigenen Portfolio. Der erste Schritt wäre, die Person zu kontaktieren und ehrlich darauf anzusprechen. Denn in vielen Fällen klären sich gewisse Ähnlichkeiten im direkten Gespräch schneller als man denkt.

Es kann zum Beispiel schnell mal passieren, dass Webdesigner:innen dieselbe Masterclass zum Thema Website-Marketingbausteine oder UX-Designelemente besucht haben und das Erlernte dann auch in gewisser Weise ähnlich umsetzen. Das heißt ja noch lange nicht, dass jemand etwas geklaut hat.

Solche Dinge klärt man bestenfalls unter sich. Und wer in dieser Situation sagen kann, dass er oder sie das eigene Design hat schützen lassen, ist rein rechtlich gesehen auf der sicheren Seite. Und hier geht es natürlich weniger um einzelne, kleine Marketingelemente auf Websites, aber sehr wohl um Logos, Markennamen, Brandings oder auch Icons.

Designs schützen lassen!

Die Differenzierung, wo Nachahmung genau anfängt, ist nicht immer leicht, aber genau daher ist eine Anmeldung beim Deutschen Patent- und Markenamt ein guter Schritt für mehr rechtliche Sicherheit.

Wer hier argumentieren kann, dass die verwendeten Designs auf der Website rechtlich geschützt sind, ist klar im Vorteil. Und kann die jeweils andere Person ohne geschütztes Design dazu bringen, das vermeintlich abgekupferte zu entfernen, auch wenn es eigentlich gar kein Ideenklau gewesen ist.

Wir alle wissen, dass das Rad meistens nicht neu erfunden wird, aber manchmal Kreative eben unabhängig voneinander ähnliche Ideen haben – beeinflusst von dem, was gerade state of the art ist. Der Grad zwischen Nachahmung und Beeinflussung ist schmal.

Die eigenen Designs vor Diebstahl zu schützen, ist in Zeiten von KI in jedem Fall noch wichtiger geworden.

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Die Illustrationen des »NEINhorn« tauchten bei ChatGPT auf › PAGE online


NEIN, das ist wirklich eine Frechheit, würde der illustrative Kinderbuch-Charakter dazu sagen. Der Carlsen Verlag klagt gegen OpenAI, weil Texte und Illustrationen fast identisch bei ChatGPT angezeigt wurden.

Die Illustrationen des »NEINhorn« tauchten bei ChatGPT auf › PAGE online
Cover: Das NEINhorn. Von Marc-Uwe Kling, Autor, & Astrid Henn, Illustratorin, erschienen im Carlsen Verlag

Das »NEINhorn« ist die Hauptfigur eines bekannten und humorvoll umgesetzten Kinderbuches des Autors Marc-Uwe Kling, das von Astrid Henn illustriert wurde. Vor einiger Zeit tauchten »nahezu identische«, wie der Verlag selbst sagt, Zeichnungen in ChatGPT auf. Eine Freigabe für KI-Trainings gab es zuvor nicht. Jetzt klagt der Carlsen Verlag gegen OpenAI.

Hervorzuheben ist auch, dass nur sehr einfache Prompts nötig waren, um NEINhorn-Geschichten angezeigt zu bekommen. Die Illustrationen gleichen dem Original stark. Und es gibt weitere Vorschläge von ChatGPT zu rechtsverletzenden Illustrationen sowie Texten – ohne jede Erwähnung des Ursprungs.

Neinhorn Illustrationen Cover - original versus Fake
Gegenüberstellung von Original (links) und Fake (rechts, generiert von ChatGPT)

 

Viele Unsicherheiten

Urheberrechtsfragen zu Texten und Bildern sind bisher nicht ausreichend geklärt, was zu viel Unsicherheit führt – und zu rechtlichen Schritten wie in diesem Fall. Denn hier scheint es offensichtlich, dass die Illustrationen und Texte zum Training von Sprach- und Bildmodellen genutzt wurden.

Der Verlag kommentiert:

»Die von ChatGPT erzeugten Illustrationen lassen sich vom Original-NEINhorn kaum unterscheiden.«

Und weiter sei es außerdem so, dass »ChatGPT ganze Druckvorlagen für illustrierte Geschichten samt Umschlaggestaltung, Impressum, einer falschen Bestellnummer und Verlagslogo anbiete.«

Eine Prise Humor trotz Empörung

Obwohl die Urheber sich das nicht gefallen lassen wollen und nun rechtlich dagegen vorgehen, kommentieren sie es mit Humor. Und zwar wie das Neinhorn sagen würde: »NEIN« zum Klau von menschlich gefertigten Inhalten. Die Empörung ist natürlich trotzdem stark.

»OpenAI klaut einfach alle Kunst und Kultur der ganzen Welt und glaubt, damit durchzukommen? Da fällt dem NEINhorn nur ein Wort dazu ein: Nein!« (Marc-Uwe Kling, Autor)

Die Original-Illustrationen von Astrid Henn zum »NEINhorn« sind übrigens aktuell in einer großen interaktiven Familien-Sonderausstellung mit rund 30 Original-Illustrationen, Skizzen und Mitmach-Stationen im Karikaturmuseum Krems in Österreich (laufend bis zum 30. Juni 2027) zu sehen.

Die Rechtsfragen über Inhalteklau in Zeiten von ChatGPT und Co. gehen weiter, denn geklärt ist hier erst mal wenig. Dagegen vorzugehen, ist sicher ein Schritt in die richtige Richtung. Was aber, wenn einzelne Illustrator:innen sich mit dieser Problematik konfrontiert sehen, ohne dass ein Verlag dahintersteht?

Helfen kann dabei eine Rechtsschutzversicherung für Freelancer:innen. Man sollte aber genau prüfen, inwiefern Plagiate durch KI und KI-Trainings abgedeckt sind.

 

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Böttcher wird BOETTCHER – Fahrradhersteller mit neuem Markenauftritt – Design Tagebuch


Der norddeutsche Fahrradhersteller Böttcher vollzieht eine visuelle, zugleich strategische Neuausrichtung. Unter dem künftig in Versalien und ohne Umlaut geschriebenen Namen BOETTCHER bündelt das Traditionsunternehmen seine Fahrradmarke, den Teile-Großhandel, den E-Commerce-Service sowie den eigenen Flagship-Store unter einer gemeinsamen Dachmarke.

Böttcher Fahrräder ist ein deutscher Fahrradhersteller und -großhändler mit Sitz in Wesseln bei Heide, Schleswig-Holstein. Das Unternehmen geht auf ein 1851 gegründetes Manufakturgeschäft zurück; Fahrräder werden seit 1907 gefertigt. Böttcher produziert individuelle Fahrräder und vertreibt zusätzlich Marken wie Grecos und Superior. Der Vertrieb richtet sich vor allem an den deutschen Fachhandel und reicht in weitere europäische Märkte. Regional ist das Unternehmen besonders in Norddeutschland verankert.

Das vor wenigen Tagen vollzogene Rebranding bedeutet für das Traditionsunternehmen die größte Veränderung des visuellen Erscheinungsbildes seit langer Zeit. In der Vergangenheit wurden die Marke Böttcher und das Unternehmen Böttcher visuell weitestgehend eigenständig geführt. Die Zusammenführung unter einem gemeinsamen Markendach sorge für Einheitlichkeit und kommuniziere eine zukunftsorientierte Ausrichtung, so das Unternehmen. Die neue Außendarstellung sei „moderner, cleaner, minimalistischer“, wie es im frisch relaunchten Webauftritt (boettcher-fahrraeder.de) heißt.

Böttcher Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Böttcher Fahrräder, Bildmontage: dt
Böttcher Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Böttcher Fahrräder, Bildmontage: dt

Das Logo wurde von Grund auf neu gestaltet. Aus einer Wortmarke mit handschriftlichem Charakter wurde ein aus schräg gestellten Großbuchstaben bestehendes Typologo. Die nach rechts geneigte Wortmarke kommuniziert Bewegung und Dynamik – ein im Kontext Radsport gängiges, weitverbreitetes Gestaltungsprinzip (siehe Wortmarken von Mitbewerbern wie Giant, Scott, Bergamont, Focus, Trek, Winora, Rose, Focus u.a.). Einkerbungen und die Zerlegung der Buchstaben in spitzkantige Segmente, wie beispielsweise beim E, dessen oberster Querstrich losgelöst vom vertikalen Stamm frei steht, betonen diesen Ausdruck. Die Umstellung der Schreibweise von „Ö“ auf „OE“ folgt der angestrebten stärkeren internationalen Positionierung.

Auch die traditionell am Fahrradrahmen montierte Plakette mit „B“-Bildmarke wurde redesignt. Dabei wurde die umgebende Schildform entfernt und die scriptuale Formensprache in eine stärker abstrahierte B-Form überführt. Das B fungiert im Sinne eines Sekundärlogos/Zweitzeichens.

Premiere feierte das neue Erscheinungsbild samt überarbeitetem Messestand auf der Fachmesse Bike&Co in Kassel. Wie Geschäftsführer Hauke Niemann betont, werde der neue Markenauftritt schrittweise über das kommende Jahr hinweg in allen analogen und digitalen Touchpoints ausgerollt. „Ein Rebranding passiert nicht von jetzt auf gleich, es ist ein stetiger Wandel, mit dem wir uns auch noch im kommenden Jahr intensiv beschäftigen müssen. Aber wir glauben daran, dass dies ein richtiger und wichtiger Schritt für unsere Marke ist“, so Niemann.

Mediengalerie



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Kollaboration als kreativer Treiber in Zeiten von KI › PAGE online


Kompetenzen zusammenbringen, weitergeben und ständig im Austausch sein: Stimmen aus der Kreativbranche betonen, wie wichtig das für die zukünftige Zusammenarbeit ist. PAGE hat genauer nachgehakt.

Kollaboration als kreativer Treiber in Zeiten von KI › PAGE online
PAGE live »Design the AI Age«. Workshop: Future Booth, Ellery Studio. Co-kreativer Austausch. Foto: Sebastian Hoehn

Bei PAGE live »Design the AI Age«, hosted by MetaDesign, hat PAGE die Kreativ-Community zusammengebracht, um über drängende Fragen zu diskutieren. Dabei wurde ein prägnanter Lösungsansatz für aktuelle Fragestellungen und Problemthemen identifiziert, den wir eigentlich alle schon kennen: Kollaboration. Im Kontext der Arbeit mit künstlicher Intelligenz verdient dieser Punkt jedoch wieder eine stärkere Gewichtung.

Warum? Das kommentiert die Branche selbst. Kreative aus den verschiedensten Bereichen haben PAGE beantwortet, warum kreative Praxis in Zeiten von KI mehr denn je von Kollaboration lebt. Und warum es so wichtig ist, gerade jetzt Kompetenzen zusammenzubringen.

Bringt eure Kompetenzen zusammen!

Das sagen die Stimmen:

Dorjee Lhamo Gerhard, Senior Concept Creative bei TBWA:

»Kreative Praxis lebt in KI-Zeiten mehr denn je von Kollaboration, weil Arbeit einer der letzten Orte ist, wo wir noch auf Leute treffen, die wir uns nicht ausgesucht haben. Alles andere ist längst kuratiert – unser Feed, unser Freundeskreis, unser Viertel. Es ist die Reibung mit anderen Perspektiven, Beweggründen und Lebensrealitäten, die Kreativität antreibt. Kurz gesagt, Kollaboration konfrontiert dich und KI bestätigt dich. Kreative Kollaboration mindert die Gefahr einer generativen Echokammer.«

PAGE Live Design the AI Age: Main Stage Panel mit mehreren Gästen
Panel »Coping or Creating?«. V.l.n.r.: Moderator Simon Graff, Dorjee Lhamo Gerhard, Senior Concept Creative bei TBWA, Sarah Leonie Freiin von Froenau, Creative AI Specialist und Sebastian Kopp, Experte Copywriting. Foto: Sebastian Hoehn

Taisia Tichnowetzki, Head of Design, Sapera Studios:

»Kreative Praxis lebt in Zeiten von KI mehr denn je von Kollaboration, weil sich eine Haltung und ein Gespür für den Kontext von Kunden erst im Austausch bilden. Im Gespräch mit anderen entstehen Meinung, Geschmack und auch die nötige Reibung, um gute Entscheidungen zu treffen. KI allein liefert dagegen eher beliebige Ergebnisse. Ein großes Potenzial von KI in der kreativen Zusammenarbeit sehe ich auch in einem gemeinsamen Gehirn und im schnellen Testen und Verwirklichen von guten Ideen, über die man sich so leichter austauschen kann.

Für mich stecken zwei große Themen darin, die Kompetenzen zusammenzubringen. Erstens: Durch KI entsteht schlicht mehr Output, und deutlich mehr unterschiedliche Menschen können Content erstellen. Das benötigt mehr Zusammenarbeit, um daraus tragfähige Strategien zu formen. Zweitens beobachte ich, dass wir mit KI über unsere ursprünglichen Kompetenzen hinausgehen können, zum Beispiel, wenn ich als Designerin ohne Programmierkenntnisse mit KI eine interaktive Infografik bauen kann. Ich glaube, dass unsere Arbeit dadurch generalistischer und vielfältiger wird. Und genau deshalb wird Austausch wichtiger: Wenn wir keinen AI-Slop produzieren wollen, müssen wir uns weiterbilden und mit unterschiedlichen Expert:innen zusammenarbeiten. Sei es die Programmiererin, die stärker ins Design geht, oder umgekehrt. Das macht das Thema für mich gerade sehr spannend.«

PAGE Live Design the AI Age: Main Stage Panel mit mehreren Gästen
Panel »Branding in der KI Ära«. V.l.n.r.: Moderatorin Ivana Radovanovic; Carina Morales, Head of Brand Activation bei Kleinanzeigen; Taisia Tichnowetzki, Head of Design, Sapera Studios; Stefan Aust, Marketing Transformation Lead Volkswagen AG; Daniel Leyser, Global CEO bei MetaDesign. Foto: Sebastian Hoehn

»Das Beste kommt aus dem Raum zwischen vielen«

Melita Radocaj, AI Creative Direction:

»Ein Team ist im Grunde ein Raum voller anderer Rechenwege. Jede:r kommt mit dem eigenen Gepäck an, mit einer anderen Kultur, anderen Eindrücken, anderem Wissen, einer anderen Art, überhaupt an eine Sache heranzugehen, darin liegt der Reichtum. Ein bisschen wie in der Mathematik: 8 + 7 sind 15. Man kann aber auch erst mit 8 + 2 die 10 vollmachen und dann die restlichen 5 addieren. Gleiches Ergebnis, anderer Denkweg. Und manchmal ist genau dieser andere Weg die eigentliche Entdeckung und das macht mich reicher, als ich es allein je sein könnte. Gerade jetzt, in einer Zeit, in der die Tools scheinbar alles können, wird das wichtiger. Die Werkzeuge sind unerschöpflich, aber wie viel wir aus dieser Unerschöpflichkeit herausholen, hängt an etwas, das die Maschine nicht besitzt; an unserem Urteilsvermögen, an unseren Eindrücken, an unserer Persona.

Kein Mensch kann alles, aber viele Menschen können zusammen fast alles, und wenn eine:r in der Sackgasse steht, gibt es fast immer jemanden, der eine Tür sieht, wo ich nur die Wand gesehen habe. Dann ist da noch etwas, das gern vergessen wird. Die KI bietet uns an, ganz allein zu arbeiten, still, effizient. Aber der Mensch, der nur noch allein arbeitet, verkümmert – emotional und sozial – und das merkt man irgendwann auch der Arbeit an. Im Team lerne ich die anderen Persönlichkeiten kennen, ihre Eigenheiten, ihre Widersprüche, ihre ganz eigene Art, die Welt zu lesen, und das ist keine Nebensache, das ist Nahrung. Es gibt Momente, in denen eine einzelne Person schneller und klarer ist, und das Volumen überschaubar bleibt. Dann kann eine:r allein viel bewegen. In fast allen anderen Fällen glaube ich fest an das gemeinsame Arbeiten, weil das Beste aus dem Raum zwischen mehreren kommt.«

Jeannette Bergen, AI Artist:

»KI macht uns technisch unabhängiger: Heute kann jede:r vieles selbst bedienen – von Art Direction über Fotografie bis Motion. Aber möglich heißt nicht automatisch gut. Effizient arbeiten heißt auch, etwas wirklich zu beherrschen. Deshalb wird Kollaboration wichtiger: Sie bringt unterschiedliche Perspektiven und Spezialist:innen zusammen – etwa bei hybriden Shootings oder in der Zusammenarbeit mit Bewegtbild-Expert:innen. Je mehr wir allein können, desto wichtiger wird es, bewusst miteinander zu arbeiten.«

PAGE Live Design the AI Age: fünf Teilnehmende und Workshop-Speaker
Gäste und Workshop-Referentinnen im Austausch. V.l.n.r.: Sibel Bicer von PAGE, Jeannette Bergen (AI Artist), Melita Radocaj (AI Creative Direction), zwei Gäste. Foto: Sebastian Hoehn

Daniela Vogel, Computational Designerin bei Stan Hema:

»Es macht mir einfach mehr Spaß, mit Menschen zu diskutieren, als mit einem Chatbot im Einvernehmen zu bleiben. Durch unterschiedliche Erfahrungen, Kompetenzen und Haltungen entsteht Reibung – und die kann kreative Arbeit enorm voranbringen. Wenn ich mit KI arbeite, bewege ich mich dagegen schnell in meiner eigenen Bubble: Der Chatbot bestätigt meine Ideen und spinnt sie weiter, begegnet ihnen aber nicht mit eigenen Erfahrungen, geschweige denn einer Haltung. Wenn ich jedoch in die fragenden Augen einer Kollegin sehe, weil ich eine Idee offenbar noch nicht klar genug zu Ende gedacht habe, oder merke, wie sehr uns ein Thema im Team beschäftigt, wird mir klar: Wir arbeiten an etwas, das über meine eigene Perspektive hinausgeht, an etwas das uns wichtig ist. Diese Momente treiben mich an und geben meiner Arbeit mehr Tiefe und Wertigkeit. KI beschleunigt den kreativen Prozess – Kollaboration gibt ihm Bedeutung.«

PAGE Live Design the AI Age: Workshop Stan Hema
Daniela Vogel, Computational Designerin bei Stan Hema, beim Workshop »Gestaltung im Branding« mit den Teilnehmer:innen. Foto: Sebastian Hoehn

Nick Stübe, Interaction Designer, Zukunftsforscher & Strategist:

»Ich weiß, wie man lebendige Communitys von Grund aufbaut und nachhaltig pflegt. Für mich ist eine Community die gezielte Gestaltung von Kultur mithilfe systemischer Designmethoden. Ich habe erlebt, wie wichtig Communitys als Türöffner sind – sie helfen beim Ankommen in neuen Umgebungen und schaffen persönlichen Austausch über Silogrenzen hinweg. Ich kenne die typischen Stolpersteine – viele Communitys scheitern, weil das klare Warum fehlt oder keine Zeit für die Pflege investiert wird. Und ich bin überzeugt, dass echte Innovation nur dort entsteht, wo tiefer Austausch und ein geschützter Raum zum Experimentieren gegeben sind.«

PAGE Live Design the AI Age, Stickertisch
Ein weiterer Ort zum lockeren Austausch bei »Design the AI Age« bot der Stickertisch von StickerApp mit von Illustrator:innen gestalteten Illus. Foto: Sebastian Hoehn

 

Das war das Event »Design the AI Age« im Detail!

Lest mehr zu den Key Learnings in der nächsten PAGE-Printausgabe.

 



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