Online Marketing & SEO
Warum Reichweite auf Instagram überschätzt wird
Deshalb erklärt Mosseri im Video genauer, welche Insights auf Instagram wirklich über Performance entscheiden und vom Algorithmus priorisiert werden.
Instagram:
Interessen im Profil hinzufügen, die Reels und Ads beeinflussen
Diese Reels-Signale zählen jetzt
Mosseri zufolge bewerten viele Creator ihre Reels noch immer falsch. Statt obsessiv auf Views und Reichweite zu schauen, sollten sie laut ihm deutlich stärker auf die Engagement Rate achten. Also auf die Frage, ob Menschen Inhalte tatsächlich liken, kommentieren, speichern, teilen oder weiterschicken. Genau diese Signale zeigen laut Mosseri eher an, ob ein Post wirklich relevant ist oder nur einen kurzen Algorithmus-Push bekommen hat. Bereits im Februar 2025 hatte er erklärt, dass Watchtime, Like Rate und Send Rate zu den wichtigsten Ranking-Signalen auf Instagram zählen. Während Likes eher zeigen, dass Inhalte bei bestehenden Followern gut ankommen, könnten Shares und Sends ein stärkeres Signal dafür sein, dass Content auch für neue Nutzer:innen relevant ist und weiter ausgespielt werden sollte.
Laut Mosseri sollten Creator nicht nur analysieren, wie viele Menschen ein Reel gesehen haben, sondern auch, wer mit dem Video genau erreicht wurde. Deshalb gehören die Metriken Connected Reach und Unconnected Reach inzwischen zu den wichtigeren Insights auf Instagram. Während Connected Reach die eigene Community abbildet, zeigt Unconnected Reach die Reichweite außerhalb der bestehenden Followerschaft. Creator sollen besser verstehen, ob ein Reel primär bei bestehenden Followern performt hat oder zusätzlich neue Nutzer:innen über Empfehlungen erreichen konnte.
Wer bleibt, wer skippt, wer teilt:
Instagram führt Skip und Share Rate ein
Learnings aus Mosseris Video: Diese Signale priorisiert Instagram jetzt stärker
Instagram scheint Reichweite immer stärker zu entwerten und Interaktion höher zu priorisieren. Ein Reel mit weniger Views, aber vielen Shares, Saves oder Sends kann deshalb langfristig wertvoller sein als ein viraler Clip ohne relevante Reaktionen. Genau daraus ergeben sich mehrere konkrete Learnings für Creator und Social Teams.
- Bewerte Reels nicht mehr nur nach ihrer Reichweite, sondern stärker nach ihrer Engagement-Rate. Entscheidend scheint zunehmend zu sein, ob Nutzer:innen tatsächlich mit Inhalten interagieren.
- Achte bei der Analyse stärker auf Saves, Shares und Sends. Gerade Shares könnten entscheidend dafür sein, ob Instagram Inhalte an neue Nutzer:innen ausspielt.
- Tracke Connected Reach und Unconnected Reach, um besser zwischen Reichweite in der eigenen Community und unter Nicht-Followern unterscheiden zu können.
- Nutze die erweiterten Insights in Edits, um die Performance von Reels detaillierter auszuwerten. Instagram hat den Insights Tab der App zuletzt umfassend ausgebaut.
- Beziehe die neuen Reels-Metriken Share Rate und Skip Rate in deine Analyse ein, um zu erkennen, welche Inhalte Nutzer:innen interessieren und bei welchen sie direkt weiterswipen.
- Hinterfrage hohe Reichweiten kritischer. Viele Views sehen im Reporting zwar gut aus, sagen aber oft wenig darüber aus, warum ein Reel tatsächlich performt hat.
Wer also Reels künftig nicht mehr nur auf Views optimiert, sondern stärker auf Shares, Saves und Interaktion, könnte langfristig deutlich nachhaltiger auf Instagram wachsen.
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