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Was gibt’s Neues zum Thema »Next Work«? › PAGE online


Die Reise geht weiter in Richtung Next Work, wo der Fokus auf Sinnstiftung liegt. Dafür braucht es aber mehr Vertrauen zwischen Freelancer:innen, Angestellten und Arbeitgebern, sagt Zukunftsforscher Dr. Daniel Dettling.

Dass die gut gemeinten, aber schon lange belächelten Obstkörbe im Sinne von »New Work« längst nicht mehr State of the Art in einer modernen Arbeitswelt sind, ist durch die KI-Entwicklungen noch deutlicher geworden. Nachdem die Corona-Pandemie das Schlagwort »Next Work« befeuert hatte, entwickelt sich das Buzzword nun stetig weiter. Aber was bedeutet das aktuell eigentlich für die Kreativbranche?

Kurzer Reminder: Next Work bezeichnet die radikale Neugestaltung der Arbeitswelt. Dabei verschiebt sich der Fokus weg von reiner Präsenz und Prozessoptimierung hin zu messbarem Impact, mentaler Gesundheit und der konsequenten Sinnstiftung für alle.

Man kann sagen, dass Next Work gemeinsam mit Künstlicher Intelligenz gewachsen ist – durch alle Arbeitsbereiche hindurch. In der Kreativbranche geht es weiterhin darum, die menschlichen Rollen in kreativen Arbeitsprozessen neu zu definieren, ohne dass menschliche Kreativität dabei flöten geht. Ohne, dass Jobs verloren gehen.

Impact over Profit?

Next Work nimmt dabei eine zentrale Rolle ein, weil hier der Fokus im weitesten Sinne auf Wirkung, Wohlbefinden sowie Sinnstiftung liegt und auf Netzwerk-artigem Arbeiten in Hubs. Das Wort Home-Office wirkt da schon fast veraltet.

»In dieser neuen Welt ist Arbeit nicht mehr an Ort, Zeit oder Hierarchie gebunden, sondern an Sinn, Selbstbestimmung und Zusammenarbeit.«

Das kommentiert Zukunftsforscher Dr. Daniel Dettling, Gründer der Denkfabrik Institut für Zukunftspolitik, im Freelancer-Kompass 2026. Er ordnet den Begriff als ein neues Verständnis von Arbeit ein, nicht nur als ein Modewort.

Darüber, dass Kreative mit und in ihren Arbeiten Haltung zeigen und Sinn stiften möchten, haben wir zum Beispiel bei diesem B Corp-Projekt berichtet. Hier geht es also nicht mehr nur um eine Wohlfühlatmosphäre, sondern um Wirkung und Verantwortung. Dettling meint, dass Freelancer:innen das Prinzip heute schon viel mehr leben, weil sie bereits selbstbestimmt und Ergebnis-fokussiert arbeiten würden.

Das trifft zumindest in der Designszene aber auch auf diverse Designbüros oder Agenturen zu; viele suchen sich gezielt Projekte, die Sinn stiften.

Wir brauchen eine bessere Vertrauenskultur

Dettling sagt weiter, dass »Organisationen fluider werden und Grenzen zwischen intern und extern verschwimmen«. Dafür spricht er auch eine klare Forderung aus, weil es in Deutschland viel Bürokratie und Misstrauen gebe:

»Wir brauchen eine Kultur des Vertrauens.«

Bürokratie sei auch immer ein Zeichen von Angst und für Next Work müsse man zum einen diese überwinden beziehungsweise Kontrolle abgeben können und zum anderen Menschen mehr zutrauen.

Im Grunde genommen ist das für alle gültig, sagt er, für Freelancer:innen und für Angestellte sowie für die Arbeitgeber. Mit seinen Worten räumt er Selbstständigen eine Vorreiterrolle ein, die für Next Work eine wichtige Position einnehmen.

Auch wenn alle noch dabei sind, die menschlichen Rollen mit AI in kreativen Arbeitsprozessen neu zu definieren, kann Next Work helfen, »mehr Vertrauen zu wagen«.

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