Künstliche Intelligenz

Waymo stoppt Autobahnfahrten und Robotaxi-Dienste in Städten mit Starkregen


Waymo hat seine Robotaxi-Dienste in zwei Städten komplett ausgesetzt und die Fahrten auf Autobahnen in einigen anderen Großstädten vorerst eingestellt. Atlanta und San Antonio litten zuletzt unter Starkregen. Eines der autonomen Waymo-Fahrzeuge wollte dabei durch eine überflutete Straße fahren und blieb stecken. In San Francisco, Los Angeles, Phoenix und Miami hat Waymo dagegen Autobahnfahrten gestoppt, nachdem es Berichte über Probleme der Robotaxis in Baustellen gegeben hatte.

Weiterlesen nach der Anzeige

Seit November letzten Jahres dürfen Waymos Robotaxis auf Autobahnen fahren, nicht mehr nur auf Innenstadtstraßen. Das erweitert das Einsatzgebiet und erhöht die Attraktivität des Robotaxi-Angebots enorm, denn viele Flughäfen sind schneller über die sogenannten Freeways erreichbar. Diese Woche berichtete ein Nutzer bei X jedoch, dass sein Waymo-Robotaxi in einer Autobahnbaustelle „durch Pylonen raste, riesigen Lastwagen auswich und vor der Polizei davonjagte“.

Waymo hat diesen oder etwaige andere Vorfälle nicht als Begründung angeführt, aber bestätigte die Suspendierung von Autobahnfahrten gegenüber TechCrunch. Demnach ist der Anbieter dabei, „kürzliche technische Erkenntnisse in unsere Software“ zu integrieren, aber „rechnet damit, diese Routen bald wieder aufzunehmen“. Auf den Innenstadtstraßen der vier betroffenen Großstädte in Kalifornien, Arizona und Florida fahren Waymo-Robotaxis aber weiterhin wie gewohnt.

Kurz zuvor sah sich Waymo genötigt, die Robotaxi-Dienste in San Antonio und Atlanta komplett auszusetzen. Diese beiden Großstädte waren in den letzten Wochen von starkem Regen betroffen. Zunächst hatte Waymo Updates an die autonomen Taxis verteilt, nachdem diese auf überschwemmten Straßen gefahren waren. Doch diese Woche ist ein Waymo-Robotaxi erneut in eine überflutete Straße gefahren und dabei stecken geblieben, wie lokale Medien melden. Passagiere waren nicht an Bord. Das Fahrzeug konnte nach rund einer Stunde geborgen und abtransportiert werden.

Daraufhin hat Waymo den Robotaxi-Dienst in Atlanta und San Antonio vorerst eingestellt und arbeitet nun an einer Lösung. „Sicherheit hat für Waymo oberste Priorität – sowohl für unsere Fahrgäste als auch für alle, mit denen wir uns die Straße teilen“, heißt es in einer Waymo-Stellungnahme, die TechCrunch vorliegt. Gleichzeitig gab Waymo zu, dass das zunächst verteilte Update keine „endgültige Abhilfe“ schafft, damit die Fahrzeuge überschwemmte Gebiete meiden.

Weiterlesen nach der Anzeige

Das Waymo-Update implementiert laut Dokumenten der US-Bundesbehörde für Straßen- und Fahrzeugsicherheit NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) „zusätzliche betriebliche Einschränkungen zu Zeiten und an Orten, an denen ein erhöhtes Risiko besteht, auf eine überflutete, schnell befahrbare Straße zu treffen“. Laut Waymo nutzt das Robotaxi-System Hinweise und Warnungen des nationalen Wetterdienstes der USA. Der Starkregen in Atlanta kam allerdings so plötzlich und verursachte unmittelbare Überschwemmungen, bevor der Wetterdienst entsprechende Warnungen aussprach. Deshalb wurde der Robotaxi-Dienst in den betroffenen Gebieten zunächst ausgesetzt.

Lesen Sie auch


(fds)



Source link

Beliebt

Die mobile Version verlassen