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Wegen Hondas Elektrostrategie: Sony stampft eigene Autos Afeela 1 und zweites Modell ein


Wegen Hondas Elektrostrategie: Sony stampft eigene Autos Afeela 1 und zweites Modell ein

Nachdem Honda deutliche Veränderungen an der Elektrostrategie vorgenommen und dabei mehrere Modelle für den US-Markt gestrichen hat, stampft Sony die Entwicklung der eigenen Autos Afeela 1 und des zweiten Modells ein. Die Zukunft des dafür gegründeten Joint-Ventures Sony Honda Mobility werde im Zuge dessen neu evaluiert.

Vorbesteller des erstmals zur CES Anfang 2025 gezeigten Afeela 1 sollten ihre Fahrzeuge eigentlich ab Ende dieses Jahres erhalten. Dazu wird es jetzt allerdings nicht mehr kommen. Sony Honda Mobility hat die Entwicklung, Produktion und den geplanten Auslieferungsstart des Afeela 1 eingestampft. Das gilt auch für ein zweites Modell, das Sony und Honda zu einem späteren Zeitpunkt geplant hatten. Auch die Zukunft des Joint-Ventures ist ungewiss, wie einer gemeinsamen Erklärung zu entnehmen ist.

Honda fährt ersten Verlust in 70 Jahren ein

Hintergrund der radikalen Maßnahmen ist die deutliche Veränderung der Elektrostrategie von Honda. Das japanische Unternehmen hatte am 12. März angekündigt, dass es erstmals in der knapp 70-jährigen börsennotierten Firmengeschichte mit einem Reinverlust von bis zu 690 Milliarden Yen, umgerechnet 3,74 Milliarden Euro für das Geschäftsjahr rechnet. Zuvor hatte der Konzern noch einen Gewinn von 1,6 Milliarden Euro prognostiziert.

US-Zölle und China erschweren Geschäft

Auslöser der Schieflage sind nach eigenen Angaben die Zollpolitik (Tariffs) der USA bei Verbrenner- und Hybrid-Fahrzeugen sowie die rückläufige Wettbewerbsfähigkeit in Asien aufgrund der Ressourcenzuweisung in Richtung Elektromobilität. Das Automobilgeschäft habe sich signifikant verändert, Prognosen seien schwer abzugeben.

In den USA entwickle sich der Markt für Elektroautos aufgrund von Lockerungen für Verbrenner und dem Wegfall von Fördergelder langsamer. In China verändere sich der Markt zudem weg von klassischen Hardware-Features wie Kraftstoffeffizienz oder Größe des Kabinenraums. Stattdessen seien sich kontinuierlich weiterentwickelnde Software-Features gefragt. Neue Hersteller mit kürzeren Entwicklungszyklen und Stärken in Bereichen wie SDV und ADAS seien dabei im Vorteil.

Honda hat daraufhin die Reißleine bei den für den US-Markt geplanten Elektromodellen Honda 0 SUV, Honda 0 Saloon und Acura RSX gezogen. Der Produktionsstart dieser Modelle hätte Hondas Lage weiter verschärft und zu weiteren Verlusten geführt.

Dieses Schicksal trifft nun auch den Afeela 1 und das zu einem späteren Zeitpunkt geplante zweite Modell. Darüber hinaus werde die Zukunft von Sony Honda Mobility neu evaluiert. Die künftige Ausrichtung des Joint-Ventures sowie die mittel- bis langfristige Positionierung am Markt sollen alsbald mitgeteilt werden.



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