UX/UI & Webdesign

Weil etwas einfach aussieht, heißt das nicht, dass es auch einfach war › PAGE online


Christoph Niemann ist ein Meister des visuellen Twists und braucht nur wenige Striche, um das Publikum in seine Welt mitzunehmen.

Weil etwas einfach aussieht, heißt das nicht, dass es auch einfach war › PAGE onlineBild: Christoph Niemann, Foto: Matthew Priestley

Wir haben mit ihm über die Abstraktion und über das Zwischenmenschliche in seinen Arbeiten gesprochen – und warum das so entscheidend ist.

PAGE: Es ist wieder etwas Überbordendes in die Gestaltung eingezogen, das sehr laut ist, aber mitunter wenig sagt. Ihre Arbeiten sind die Antithese dazu, sie sind maximal reduziert, aber machen gleichzeitig ganze Räume auf.

Christoph Niemann: Auf einer Skala von Bauhaus zu Barock, sind die meisten meiner Arbeiten in ihrer Schnörkellosigkeit eher beim Bauhaus. Aber an einem Ornament ist nichts Schlechtes. Es kommt immer darauf an, was man sagen möchte. In Hieronymus Boschs dystopischer Höllenlandschaft möchte ich kein einziges Detail und kein einziges Härchen der Monster missen. In meiner eigenen Arbeit versuche ich die Leute neugierig zu machen, da ist es wichtig schnell zum Punkt zu kommen. Meine Faustregel ist: alles, was für die Geschichte nicht zwingend nötig ist, wird wegradiert.



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