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Welcher Streaming-Dienst ist der Beste?


Der Streamingmarkt in Deutschland ist vor allem eines: unübersichtlich. War es vor einigen Jahren noch Luxus, für Inhalte zu zahlen und ein Sky-Abo abzuschließen, ist es heute nahezu Standard. Damit einher geht der schleichende Tod des linearen Fernsehens. Doch Masse ist nicht immer gleich Klasse. Wer alle Dienste abonnieren will, zahlt ohnehin zu viel und kann kaum so viel konsumieren, wie verfügbar ist. Doch welchen der acht großen Streamingdienste in Deutschland sollte man nun buchen? Wir zeigen Euch, was Netflix, HBO Max, Sky & Co. inhaltlich auf der Pfanne haben – aber auch technisch.

Und damit Ihr nicht Äpfel mit Birnen vergleicht, nehmen wir in der Regel den Listenpreis der Dienste an. Oftmals gibt es aber Bundle-Möglichkeiten, beispielsweise in Kombination mit einem TV-Streamingdienst oder einem Handyvertrag. Wichtig: Alle Daten beziehen sich auf Januar 2026. Preise und Inhalte können sich jederzeit ändern. Wenn Euch also etwas besonders wichtig ist, überprüft die Information noch einmal, bevor Ihr ein Abo bucht.

Netflix

Tarife & Kosten

  • Standard mit Werbung: ab 4,99 Euro pro Monat
  • Standard-Abo: 13,99 Euro pro Monat
  • Premium-Abo: 19,99 Euro pro Monat

Technik und Nutzung

  • Streams: 2 (Werbung, Standard), 4 (Premium)
  • Auflösung: Full HD bei Werbung und Standard, 4K im Premium-Tarif
  • Dolby Atmos: an ein Ultra-HD-fähiges Abo gekoppelt
  • Downloads: 2 Geräte (Werbung, Standard), 4 Geräte (Premium)

Bundles

  • Sky Entertainment Plus (Netflix inklusive, Upgrades möglich)
  • Telekom MagentaTV (Netflix je nach Paket)

Hero-Inhalte & Aushängeschilder

Riesenmix aus Serien, Filmen, Reality, Dokus, Comedy, beispielsweise Stranger Things, Wednesday, Squid Game, Bridgerton, Dark

Einordnung: Netflix ist die Mutter der Streaming-Dienste

Netflix ist der Dienst, der in Deutschland am ehesten das Gefühl vermittelt: „Ich finde immer irgendwas“. Das ist ein Vorteil, aber auch ein Problem: Die Menge wirkt manchmal wie ein endloser Gang im Supermarkt, in dem Ihr am Ende doch wieder bei den gleichen drei Marken landet. Netflix spielt deshalb seine Stärke über die Oberfläche aus. Startseite, Vorschläge, „Weiter schauen“ und die aggressive Vermarktung neuer Originals sorgen dafür, dass Ihr selten lange suchen müsst.

Der günstige Einstieg läuft über Werbung – für viele Haushalte verlockend. Wenn Ihr aber Wert auf Komfort legt, kommen schnell die bekannten Haken: Werbung nervt nicht nur, sie geht oft mit Einschränkungen einher. Der zweite Punkt ist Audio und Bild. Netflix ist bei Top-Produktionen technisch stark, aber Dolby Atmos ist an ein Ultra-HD-fähiges Abo gekoppelt. Wer nur abends eine Folge in Full HD schaut, kann beim Preis sparen. Wer Premium-TV plus Technik will, zahlt Premium.

Inhaltlich lebt Netflix von zwei Säulen: globale Hits, die sofort Gesprächsthema sind, und eine breite Backlist, die ständig rotiert. Wenn Ihr einen Dienst sucht, der als Hauptabo funktioniert, weil er von allem etwas hat, ist Netflix genau das. Als Zweitabonnement neben einem Markendienst wie Disney+ wirkt Netflix dagegen oft wie der große Gemischtwarenladen, der immer dann glänzt, wenn Ihr gerade keine klare Idee habt, was Ihr schauen wollt.

Disney+

Tarife & Kosten

  • Standard mit Werbung: 6,99 Euro pro Monat
  • Standard: 10,99 Euro pro Monat oder 109,90 Euro pro Jahr
  • Premium: 15,99 Euro pro Monat oder 159,90 Euro pro Jahr

Technik und Nutzung

  • Streams: 2 (Standard), 4 (Premium)
  • Auflösung: bis 1080p (Standard), bis 4K UHD und HDR (Premium)
  • Dolby Atmos: nur im Premium-Tarif
  • Downloads: in Standard und Premium, kein Download im Werbetarif

Bundles

  • Telekom MagentaTV (Disney+ je nach Paket)

Hero-Inhalte & Aushängeschilder

Disney, Pixar, Marvel, Star Wars, National Geographic, z. B. The Mandalorian, Andor, Loki, WandaVision, Percy Jackson

Einordnung: Disney+ ist der Marken-Streamer für Marvel, Star Wars und Familien

Disney+ ist der Streamingdienst, der am wenigsten „zufällig“ wirkt. Ihr bucht ihn nicht, weil Ihr alles schauen wollt, sondern weil Ihr sehr genau wisst, welche Marken Ihr bekommen wollt: Marvel, Star Wars, Pixar. Genau deshalb ist Disney+ auch leichter zu bewerten als Netflix: Der Mehrwert hängt weniger von wöchentlichen Überraschungen ab, sondern davon, ob Ihr diese Marken regelmäßig sehen wollt.

Die Tarifstruktur ist dabei ziemlich klar: Wer billig einsteigen will, nimmt Werbung. Wer Disney+ komfortabel nutzen will, landet im Standard. Und wer Technik als Teil des Erlebnisses versteht, wählt das Premium-Abo – dort sind 4K, HDR, mehr parallele Streams und Dolby Atmos gebündelt. Das macht Disney+ für Familien interessant. Vier Streams sind im Alltag der Unterschied zwischen „Kinder schauen im Kinderzimmer“ und „Abendfilm im Wohnzimmer“, ohne dass Ihr Euch gegenseitig rauswerft.

Was Ihr bei Disney+ weniger bekommt als bei Netflix, ist die endlose Vielfalt. Es gibt weniger „Ich stolpere über irgendwas Neues“. Stattdessen fühlt es sich oft an wie ein sehr gut sortiertes Regal mit bekannten Franchises. Wenn Ihr Eure Abos rotiert, ist Disney+ ein klassischer Kandidat: Für einen Monat rein, Marvel- und Star-Wars-Stapel abarbeiten, wieder raus. Wenn Ihr Kinder im Haushalt habt oder einfach gerne immer wieder zu den gleichen Marken zurückkehrt, ist Disney+ eher ein Dauerabo.

Amazon Prime Video

Tarife & Kosten

  • Amazon Prime: 8,99 Euro pro Monat oder 89,90 Euro pro Jahr
  • Werbefrei-Option: plus 2,99 Euro pro Monat

Technik & Nutzung

  • Streams: bis zu 3 gleichzeitig, derselbe Titel meist maximal auf 2 Geräten
  • Downloads: möglich, im Alltag mit Limits
  • UHD, HDR und Dolby Atmos: je nach Titel und Gerät

Bundles

Prime ist selbst ein Bundle mit weiteren Features – das bekannteste ist wohl die kostenlose Amazon-Lieferung.

Hero-Inhalte & Aushängeschilder

Mix aus Originals und Lizenzware, dazu ein ständig wechselnder Filmkatalog, z. B. The Boys, Reacher, Die Ringe der Macht, Jack Ryan, Clarkson’s Farm

Einordnung: Prime Video ist weniger Streamingdienst als Prime-Plattform mit viel Werbung

Prime Video ist der Dienst, den viele in Deutschland nicht aktiv „abschließen“, sondern einfach mitnehmen. Genau das ist sein größter Vorteil – und sein größter Nachteil. Vorteil, weil der Preis im Kopf oft nicht als reines Streaming-Abo gerechnet wird. Nachteil, weil Prime Video dadurch selten wie ein sauber kuratiertes Produkt wirkt. Es ist eher eine Plattform: Abo-Inhalte, Shop, Leihen, Kaufen, Zusatzkanäle. Ihr müsst mehr filtern, bevor Ihr wisst, was im Abo wirklich enthalten ist.

Beim Preis kommt der nächste Knackpunkt: Prime Video ist im Prime-Paket enthalten, und es gibt eine Zusatzoption, wenn Ihr werbefrei schauen wollt. Damit kann Prime schnell teurer werden. Wenn Ihr Prime Video regelmäßig nutzt, werdet Ihr schnell Interesse an der Werbefrei-Option haben – die Werbung ist mittlerweile wirklich penetrant geworden.

Inhaltlich ist Prime Video ein Mix aus sehr großen Eigenproduktionen und Lizenzware. Ihr findet schnell einen Filmabend, weil ständig etwas Neues hereinkommt. Gleichzeitig verschwinden Titel oft wieder, ohne dass es angekündigt wird.

Apple TV

Tarife & Kosten

  • Apple TV: 9,99 Euro pro Monat

Technik & Nutzung

  • Parallel nutzbar in der Familie (bis zu 6 Personen)
  • UHD, HDR, Dolby Vision, Dolby Atmos: je nach Titel und Gerät
  • Downloads: möglich auf unterstützten Geräten

Bundles

  • Häufig Probephasen über Apple-Hardware oder bei Telekom-Angeboten

Hero-Inhalte & Aushängeschilder

Fast ausschließlich Apple Originals, wenig „Füllmaterial“, z. B. Ted Lasso, Severance, The Morning Show, Silo, Foundation, Slow Horses

Einordnung: Apple TV+ ist der kuratierte Qualitäts-Streamer – Klasse statt Masse

Apple TV ist so etwas wie das Anti-Netflix. Ihr bekommt nicht die größte Auswahl, sondern eine bewusst kleine. Apple setzt auf Prestige und Serien, die Ihr eher gezielt startet, statt sie nebenbei laufen zu lassen. Das macht Apple TV im Vergleich leicht zu verstehen: Wenn Euch die großen Apple-Originals ansprechen, lohnt sich das Abo schnell. Wenn nicht, kann es sich anfühlen wie ein sehr schicker Laden, in dem Ihr zwar alles anfassen dürft, aber nichts findet, was Ihr wirklich braucht.

Die klare Stärke ist die Qualität. Apple positioniert den Streamingdienst stark über Bild und Ton – passend zum restlichen Apple-Ökosystem. Inhaltlich ist Apple TV extrem abhängig von wenigen Aushängeschildern. Apple will, dass Ihr über einzelne Serien einsteigt, die Ihr überall empfohlen bekommt. Severance ist genau so ein Beispiel: Wer die Serie feiert, bleibt gerne ein paar Monate. Wer sie nicht startet, verpasst gleichzeitig den Hauptgrund, überhaupt zu zahlen.

Apple TV ist eher ein Premium-Zusatzdienst, den Ihr für bestimmte Serien bucht. Genau deshalb ist Apple TV in vielen Haushalten ein Rotationsabo: ein, zwei Monate rein, zwei Prestige-Serien durch, wieder raus.

Paramount+

Tarife & Kosten

  • Basic mit Werbung: 5,99 Euro pro Monat
  • Standard: 9,99 Euro pro Monat
  • Premium: 12,99 Euro pro Monat

Technik & Nutzung

  • Streams: 1 (Basic), 2 (Standard), 4 (Premium)
  • Auflösung: bis 1080p (Basic, Standard), 4K in ausgewählten Titeln (Premium)
  • Dolby Vision und Dolby Atmos: Premium, je nach Titel
  • Downloads: in Standard und Premium, nicht im Basic-Tarif

Bundles

Hero-Inhalte & Aushängeschilder

Franchises aus dem Paramount-Universum, US-Serien, viel Markenware, z. B. Star Trek: Strange New Worlds, Tulsa King, 1923, Halo, Special Ops: Lioness

Einordnung: Paramount+ ist als Solo-Abo vor allem was für Fans

Paramount+ ist der Dienst, der am stärksten über Partner verkauft wird. Ihr bucht nicht „einfach Streaming“, Ihr bucht Marken. Star Trek ist dabei der offensichtlichste Magnet, dazu kommen Serien aus dem Paramount-Umfeld und immer wieder Filmfenster, die je nach Rechtepaket in Deutschland auftauchen. Paramount+ ist deshalb weniger ein „jeden Abend was Neues“, sondern eher ein Abo für Leute, die genau wissen, was sie hier wollen.

Spannend wird Paramount+ in Deutschland vor allem über Bundles. Wenn Paramount+ in einem Sky-Paket steckt, wird der Dienst plötzlich zum Bonus statt zum eigenständigen Kauf. Viele von Euch werden Paramount+ nicht separat buchen, aber trotzdem nutzen, weil es ohnehin im Paket enthalten ist. Genau so solltet Ihr es auch im Vergleich einordnen: Als Solo-Abo muss Paramount+ genug Zugpferde liefern, als Bundle-Bonus ist es sofort attraktiv.

Inhaltlich ist Paramount+ nicht so eindeutig „Familie“ wie Disney+, nicht so allumfassend wie Netflix. Es ist eher ein Spezialist – und dann am besten, wenn Ihr wegen bestimmter Marken kommt oder wenn Ihr es über ein Paket quasi nebenbei bekommt.

HBO Max

Tarife & Kosten

  • Basis mit Werbung: 5,99 Euro pro Monat
  • Standard: 11,99 Euro pro Monat
  • Premium: 16,99 Euro pro Monat
  • Sport-Add-on: plus 3 Euro pro Monat (je nach Tarif)

Technik & Nutzung

  • Streams: 2 (Basis, Standard), 4 (Premium)
  • Auflösung: Full HD (Basis, Standard), 4K UHD (Premium)
  • Downloads: 30 (Standard), 100 (Premium)
  • Dolby Atmos: im Premium-Tarif, je nach Titel

Bundles

  • Bundle mit RTL+ und waipu.tv

Hero-Inhalte & Aushängeschilder

HBO-Serien, Prestige-TV, Warner-Umfeld, große Serienmarken, z. B. The Last of Us, House of the Dragon, Succession, The White Lotus, Euphoria

Einordnung: HBO Max ist der Prestige-Streamer für Event-Serien

HBO Max ist inhaltlich der Prestige-Dienst unter den großen Namen. Wenn Ihr Serien eher wie ein Event schaut statt als Dauerrauschen, ist HBO-Stoff oft genau die Kategorie, die hängen bleibt. Das merkt man auch daran, wie schnell einzelne Titel zu Gesprächsthemen werden. Der Unterschied zu Netflix ist weniger „besser oder schlechter“, sondern der Fokus: HBO Max will nicht alles abdecken, sondern sehr stark in der Spitze glänzen.

Die Preislogik ist dabei typisch für den Markt 2026: günstig einsteigen über Werbung, komfortabel im Standardtarif und technisch sowie familientauglich im Premium. Bundles sind in Deutschland ein Hebel für den Streaming-Spätzünder, noch Kunden zu gewinnen. Es ist bequem und günstiger als einzelne Abos. Als Listenpreis-Abo ist HBO Max nicht billig. Als Bundle kann es plötzlich attraktiv wirken – vor allem, wenn Ihr ohnehin RTL-Inhalte nutzt oder einen neuen TV-Streaming-Dienst wie waipu.tv sucht.

Inhaltlich ist HBO Max weniger familienzentriert als Disney+, weniger breit als Netflix, aber oft stärker in der „Hauptserie der Woche“. Wenn Ihr nur ein bis zwei Abende wirklich bewusst Serien schaut, kann HBO Max mehr Wert liefern als ein riesiger Katalog, den Ihr am Ende kaum nutzt. Steht Ihr vor der Frage „HBO Max oder Netflix“, liegt es letztlich am Inhalt, den Ihr sucht.

RTL+

Tarife & Kosten

  • RTL+ Basic: 5,99 Euro pro Monat mit Werbung
  • RTL+ Premium: 8,99 Euro pro Monat mit weniger Werbung
  • RTL+ Premium Werbefrei: 12,99 Euro pro Monat ohne Werbung

Technik & Nutzung

  • Streams: 1 (Basic), 2 (Premium)
  • Auflösung: HD, kein UHD
  • Dolby Atmos: keine Angabe
  • Downloads: ab Premium, je nach Tarif

Bundles

  • Bundle mit HBO Max oder Telekom

Hero-Inhalte & Aushängeschilder

RTL- und Vox-Welt, Reality, Shows, deutsche Formate, Live-Sport-Elemente je nach Tarif, z. B. Sisi, Der König von Palma, Temptation Island, Are You The One, Reality-Marken aus dem RTL-Kosmos

Einordnung: Deutscher TV-Streamingdienst mit Reality & Shows, aber ohne UHD

RTL+ ist in diesem Vergleich der „Deutschland-Dienst“. Nicht, weil er nur deutsche Inhalte hätte, sondern weil er sehr stark auf das setzt, was im deutschen TV-Kosmos noch funktioniert: Shows, Reality, tägliche Marken, dazu Exklusives und Vorab-Verfügbarkeit. Wer Netflix und Disney+ gewohnt ist, muss hier umdenken. RTL+ ist weniger „Prestige-Serie“, mehr „Programmwelt“. Und das kann genau der Punkt sein, warum Ihr es zusätzlich bucht – oder eben auch nicht.

Die Tarife sind vor allem über Werbung und Komfort gestaffelt. Basic ist der günstige Einstieg, Premium bringt mehr parallele Nutzung und typischerweise die Funktionen, die man im Alltag erwartet – etwa Downloads. Klarer Minuspunkt ist die Bildqualität: UHD? Fehlanzeige!

Kurz gesagt: RTL+ ist ein Dienst für alle, die deutsche Marken, Reality und Show-Welten wirklich nutzen. Für internationale Serienjunkies ist es eher ein Zweitabo. Im Bundle kann es aber überraschend attraktiv werden – etwa wenn es bei MagentaTV der Telekom einfach mit dabei ist.

WOW

Tarife & Kosten

  • WOW Filme & Serien: 9,98 Euro (bei einem Jahr Bindung 12 Monate für je 5,98 Euro)
  • WOW Live Sport: 44,99 Euro (bei einem Jahr Bindung 12 Monate für je 29,99 Euro)
  • WOW Kombi: 54,94 Euro (bei einem Jahr Bindung 12 Monate für je 34,97 Euro)
  • WOW Premium Add-on: plus 6 Euro pro Monat (Full HD, 2 Streams, Dolby 5.1, werbefreier Abruf mit Einschränkungen, kein UHD)

Hero-Inhalte & Aushängeschilder

Pay-TV-Serienwelt, Filmfenster, Sport als Kernprodukt, z. B. Fußball-Bundesliga, Formel 1, Gladiator II, Konklave, The Rookie, The Copenhagen Test

Einordnung: WOW ist das flexible Sky-Abo mit weniger Mehrwert

Sky und WOW sind in Deutschland die Sonderfälle. Die Inhalte sind weitgehend identisch, die Positionierung aber komplett unterschiedlich. WOW ist das Produkt, das Ihr ohne klassische Sky-Hardware und ohne lange Vertragsbindung buchen könnt – deshalb ist es auch Teil dieses Vergleichs.

Für den Vergleich zählt vor allem die Preislogik: Sport ist teuer, und die technischen Komfortfunktionen hängen am Premium-Add-on. Wer WOW nur als „Filme & Serien“ nutzt, zahlt deutlich weniger, bekommt aber ohne Premium nicht automatisch das Paket, das Ihr von Netflix oder Disney+ gewohnt seid. Full HD und zwei parallele Streams sind dort ein Zusatzposten, UHD gibt es gar nicht – nur über klassisches Sky.

Inhaltlich ist Sky (und damit auch WOW) stark, wenn Ihr zwei Dinge wollt: Sport live und Premium-Serien bzw. Filmfenster, die nicht überall verfügbar sind. Allerdings musste Sky mit dem Start von HBO Max Federn lassen, weil 98 Serien von HBO abgezogen wurden.

Wenn Sport für Euch wichtig ist, führt in Deutschland kaum ein Weg an WOW Live Sport oder einem Sky-Sportpaket vorbei. Wenn Ihr keinen Sport braucht, müsst Ihr sehr genau rechnen, ob WOW Filme & Serien plus Premium-Add-on Euch im Alltag mehr bringt als ein klassisches Serienabo.

Kurzfazit und Best-Buy-Einschätzung

Ihr seht: Die Situation auf dem Streaming-Markt ist wirklich verfahren. Wenn Ihr jetzt vor der Frage steht, welchen Dienst Ihr für die nächsten 30 Tage buchen sollt, dann versuchen wir mal, diese Antwort in einem Satz pro Streamingdienst zu geben:

  • Netflix ist am ehesten das „Alles-drin-Paket“, wenn Ihr nur ein Hauptabo wollt.
  • Disney+ ist der Markendienst, der besonders für Familien und Fans von Marvel, Star Wars und Pixar Sinn ergibt – vor allem im Premium-Tarif.
  • Prime Video ist als eigenständiger Dienst ein gutes Preis-Leistungs-Paket, wird aber durch Werbung und Plattformstruktur schnell unübersichtlich.
  • Apple TV+ ist das Premium-Zusatzabo für wenige, sehr starke Originals.
  • Paramount+ ist franchise-getrieben und oft als Bundle-Bonus am attraktivsten.
  • HBO Max ist die Prestige-Schiene mit Fokus auf Serien-Highlights.
  • RTL+ ist die deutsche Programmwelt, die im Bundle mit HBO Max deutlich runder wirkt.
  • Sky/WOW ist der Sporthebel – technisch und preislich aber schnell ein eigenes Budgetthema.

Unsere generelle Empfehlung: Nutzt die kurzen Laufzeiten der Abos. Bucht einen Dienst für einen Monat, schaut, was er bietet, und kündigt ihn gegebenenfalls wieder, um den nächsten auszuprobieren. Hat Euch eine Serie gefesselt und es kommt eine neue Staffel, könnt Ihr den Dienst ja erneut buchen – statt ihn das ganze Jahr über sinnlos zu bezahlen.



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CPU-Marktanteile: AMD sichert sich über 40% Umsatz im Server und Desktop


CPU-Marktanteile: AMD sichert sich über 40% Umsatz im Server und Desktop

AMD hat im Server erstmals 41,3 Prozent Umsatzanteil mit Epyc-Prozessoren erreicht, bei Desktop-CPUs sind es sogar 42,6 Prozent. Vor allem im Desktop ist aufgrund Intels Schwäche mit Arrow Lake-S der Anteil explodiert, im Server wächst er stetig und solide.

Noch vor einem Jahr hatte AMD beim Umsatz mit Ryzen-Prozessoren im Desktop nur einem Anteil von 28 Prozent. Damals gingen der sogenannte Unit Share und Revenue Share, wie AMD die beiden Zahlen unter Berufung auf Mercury Research heute vermeldet, noch beinahe Hand in Hand: aus 26,9 Prozent Anteil an den Stückzahlen wurde seinerzeit 28 Prozent Anteil am Umsatz. Ende 2025 sieht das anders aus. Zwar ist auch der Anteil an den Stückzahlen deutlich auf 36,4 Prozent geklettert, der Umsatzanteil jedoch sogar auf 42,6 Prozent gestiegen. Bedeutet: AMD verkauft eher die hochpreisigen CPUs im Desktop-Markt.

Im Server-Umfeld ist das schon länger so. AMD Epyc schöpft mit teuren Prozessoren den High-End-Markt ab, während Intel über die Masse die Segmente darunter bedient. AMDs Marktanteil nach Stückzahlen ist so binnen eines Jahres „nur“ von 25,7 auf 28,8 Prozent geklettert, der Umsatzanteil legte jedoch von damals schon 36,4 auf nun 41,3 Prozent zu. Dies macht weiterhin deutlich: Im Server-Umfeld dauert so eine Umstellung eine halbe Ewigkeit, Intel bedient nach wie vor unzählige Kunden und verkauft hier weiterhin Millionen Chips.

AMD-Marktanteile bei CPUs nach Stückzahl und Umsatz
AMD-Marktanteile bei CPUs nach Stückzahl und Umsatz (Bild: AMD)

Noch weniger Wachstum bei den Stückzahlen hat AMD im Notebook – exakt ein Grund, warum Intel mit Panther Lake hier frontal angreift. Die Plattformen im Notebook sind bei AMD die schwächsten, als Gesamtpaket hat AMD den Neulingen von Intel wenig entgegenzusetzen. Immerhin konnte AMD zum Jahresende ein leichtes Wachstum von 2,2 Prozentpunkten bei den Stückzahlen verbuchen. 26 Prozent Anteil an den Stückzahlen heißt hier aber nur 24,9 Prozent Anteil am Umsatz – hier verkaufen andere die teureren Lösungen.

Im Jahr 2026 dürfte sich das genau so weiterentwickeln, da Neuvorstellungen erst später im Jahresverlauf erwartet werden. AMD wird mit neuen Epyc-Prozessoren jedoch als erstes an den Start gehen, hier dürfte potenziell noch mehr Umsatz gemacht werden können, während parallel auch der Anteil an Stückzahlen steigt. Im Desktop-Markt wird 2026 eine lange Durststrecke markieren. Da aber auch Intel nichts Neues bis Jahresende bringt, dürfte AMD weiter Marktanteile abknabbern. Im Notebook-Umfeld wird es spannend und das besonders schwer für AMD: Wenn Intel mit Partnern genug RAM für die Panther-Lake-Notebooks bekommt, dann hat AMD ein Problem. Aktuell scheint sich aber genau das zu einem Problem für Intel zu entwickeln.



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Adrenalin 26.2.1: Optionaler Radeon-Treiber optimiert u.a. für Nioh 3


Adrenalin 26.2.1: Optionaler Radeon-Treiber optimiert u.a. für Nioh 3

Bild: KOEI TECMO GAMES

AMD hat mit dem Adrenalin 26.2.1 einen neuen Treiber zum Download bereit gestellt, der Unterstützung für neue Spiele mit sich bringt. Er ist anders als der Adrenalin 26.1.1 als „optionales Update“ gekennzeichnet – was schon darauf hindeutet, dass sich die Änderungen zur älteren Version in Grenzen halten.

Zwei neue Spiele werden unterstützt

Und so sind die offiziellen Release Notes auch extrem knapp gehalten: Offiziell unterstützt der Adrenalin 26.2.1 zwei neue Spiele, wobei es sich um Nioh 3 und um Yakuza Kiwami 3 & Dark Ties handelt. Genauere Angaben dazu, also ob es zum Beispiel Performanceverbesserungen gegeben hat, gibt es nicht.

Darüber hinaus werden noch zwei Fehler beseitigt. So konnte es auf einer Radeon-RX-9000-Grafikkarte mit RDNA-4-Architektur in ARC Raiders passieren, dass es bei den Wolken zu Grafikfehlern kam. Mit dem Adrenalin 26.2.1 soll das nicht mehr passieren. Darüber hinaus konnte es auf RX-7000-Hardware zu Abstürzen in The Finals kommen, wenn Raytracing aktiviert war. Auch dies wurde behoben.

Das sind alle Änderungen des Adrenalin 26.2.1, die es laut den Release Notes gegeben hat. Der neue Treiber ist kompatibel mit Windows 10 21H2 und Windows 11 21H2 oder später, wobei die 64-Bit-Version des Betriebssystems vorliegen muss. Sämtliche AMD-Grafikkarten ab der Radeon-RX-5000-Serie auf Basis von RDNA werden unterstützt. Auch bei den mobilen Grafikkarten beginnt die Unterstützung mit der RX-5000M-Reihe.

Nur im Combined-Paket ist der Download recht groß

Der Adrenalin 26.2.1 ist ausschließlich im „Combined-Paket“ verfügbar, was die Downloadgröße auf 1,6 Gigabyte hochschnellen lässt. Mit diesem werden alle Radeon-Grafikkarten ab der RX-5000-Serie unterstützt. Der Adrenalin 26.1.1 ist auch in einer reduzierten Form verfügbar, bei der für Radeon RX 7000 und neuer nur 900 MB heruntergeladen werden müssen. RX 5000 und RX 6000 erhalten ein ebenso großes Paket.

Der Adrenalin 26.2.1 kann wie gewohnt direkt bei AMD heruntergeladen werden.

Downloads

  • AMD Adrenalin Radeon-Treiber

    4,4 Sterne

    AMD Adrenalin (ehemals Crimson bzw. Catalyst) ist der Treiber für alle Radeon-Grafikkarten.

    • Version 26.2.1 Optional Deutsch
    • Version 26.1.1 (WHQL) Deutsch
    • +6 weitere



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Gerüchte über Expansion: Samsung könnte Intels Lücke mit deutscher Fabrik schließen


Bereits seit knapp zehn Tagen gibt es stetig wiederkehrende Gerüchte, dass Samsung nach Europa, eventuell sogar Deutschland expandieren könnte. Hier könnte das Unternehmen den Platz von Intel übernehmen, die ihren Fabrikbau in Magdeburg, Sachsen-Anhalt, aufgegeben haben. Aber auch Sachsen sei im Spiel.

Schon zu Beginn des Monats hieß es erstmals, dass Deutschland seine Bemühungen verstärke, die Lücke, die Intels unrühmlicher Abgang in Magdeburg hinterlassen hat, zu schließen. Im Fokus stünden nun koreanische Hersteller, allen voran Samsung, hieß es.

Am Wochenende erweiterte The Korea Times die Betrachtung mit einem Artikel über eine deutsche Investorengruppe, die seit Montag für fünf Tage in Südkorea unterwegs ist. Im Kern setzt sie sich aus Leuten aus Sachsen und Sachsen-Anhalt zusammen, also jenen Regionen, in denen neue Chipfabriken entstehen (sollten) oder auch schon einige zugegen sind.

Positive Beispiele sind TSMC, Infineon und Bosch sowie Globalfoundries und mehr auf der einen Seite, natürlich auch überschattet vom gescheiterten Intel-Projekt auf der anderen Seite. Dies lag letztlich aber an Intel und nicht an Deutschland, hierzulande wurde zuvor der rote Teppich mit Milliardensubventionen groß ausgerollt. Mit den nicht gezahlten Milliarden hat Deutschland entsprechend Spielraum und sucht nach wie vor eine Alternative.

Die taiwanische DigiTimes fasst die Gerüchte aus mehreren Quellen heute zusammen, offizielle Aussagen bleiben bisher jedoch aus. Entsprechend ist das Feld der Möglichkeiten extrem breit gestreut: Von einer möglichen Samsung-Ansiedlung mit vollständiger Fabrik über kleinere Ansiedlungen wie beispielsweise Packaging oder nur Design-Support ist entsprechend alles dabei. Dagegen sprechen traditionell hohe Kosten in Europa für Energie und Personal – das hat TSMC und Co zuletzt aber nicht davon abgehalten, dennoch zu investieren. Am Ende wird ohnehin vermutlich ein umfangreiches Subventionspaket geschnürt.

TSMC betonte zur neuen Ansiedlung in Deutschland stets, dass man auf die Kunden höre und sich nach ihren Wünschen richte. Zu der neuen Fabrik in Dresden ist im letzten Jahr auch ein Design Center in Bayern dazu gekommen. TSMC baut hier zusammen mit Partnern letztlich ein Komplettpaket auf. So etwas ähnliches versucht Samsung zumindest in den USA auch, näher an die Partner heranrücken, exklusive Verträge unterzeichnen – die Tesla-Samsung-Kooperation im letzten Herbst kam da beispielsweise überraschend.

So ein wenig ist Samsung deshalb auch schon hier in Europa zugegen: Harman hat Ende 2025 die ADAS-Sparte von ZF übernommen, Harman wiederum gehört vollständig zu Samsung. Die großen deutschen und europäischen Autohersteller werden also ohnehin bald mehr Dinge von Samsung kaufen.



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