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WhatsApp-Benutzernamen wecken Befürchtungen an möglichem Identitätsdiebstahl


Die kürzlich angekündigte Einführung von Benutzernamen bei WhatsApp lässt Sicherheitsexperten aufhorchen. Wenn Anwender die Namen bekannter Personen für den Messaging-Dienst registrieren, könnte diese Art von Identitätsdiebstahl für Betrugsversuche genutzt werden. WhatsApp-Betreiber Meta Platforms wiegelt ab. Die Benutzernamen bekannter Persönlichkeiten seien bereits für diese reserviert und entsprechend geschützt. Das gilt auch für Nutzernamen der anderen Meta-Plattformen wie Facebook und Instagram.

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Allerdings schließt das offenbar nicht die Benutzernamen anderer großer Online-Plattformen ein, wie Changpeng Zhao, Gründer der bekannten Kryptobörse Binance, herausfinden musste. Sein bei Twitter und jetzt X registrierter Nutzername ‚cz_binance‘ ist schon nicht mehr verfügbar und er selbst hat ihn nicht mehr reservieren können, wie er bei X schreibt. Beobachter befürchten, dass Betrüger sich diesen Benutzernamen bereits gegriffen haben, um einen in Kryptowährungskreisen bekannten Namen verwenden zu können.

Meta Platforms hat die Funktion erst letzte Woche angekündigt. Durch die Benutzernamen bei WhatsApp sollen Handynummern privat bleiben. Denn bislang wurde bei der Kontaktaufnahme auf WhatsApp immer zunächst die Mobilfunknummer preisgegeben, da jedes WhatsApp-Konto damit verknüpft ist. Künftig sollen Anwender selbst entscheiden können, wem sie diese noch zeigen – etwa beim Beitritt in neue Gruppenchats oder beim Kennenlernen neuer Menschen. Nur beim Anlegen eines neuen WhatsApp-Kontos bleibt die Handynummer weiterhin zwingend erforderlich.

Die WhatsApp-Benutzernamen werden vor allem in Indien kritisch beäugt, einem Land, das mit über 500 Millionen die meisten WhatsApp-Nutzer zählt. So hat das indische Ministerium für Elektronik und Informationstechnologie laut TechCrunch WhatsApp entsprechende Bedenken mitgeteilt. Die Funktion könnte „die Häufigkeit von Online-Betrug, Phishing, Erpressung durch falsche Polizeibehörden und Identitätsdiebstahlangriffen erheblich erhöhen“, wenn Kriminelle Benutzer kontaktieren können, ohne ihre Telefonnummern preiszugeben.

WhatsApp soll demnach erklären, warum keine Regulierungsmaßnahmen nach indischen IT-Gesetzen eingeleitet werden sollten, wenn Betrüger sich als „Behörden, Finanzinstitute und Regierungsbehörden“ ausgeben können. Die Funktion soll deshalb nicht eingeführt werden, bevor dies nicht geklärt ist. WhatsApp verweist dagegen in einem bei X veröffentlichten FAQ darauf, dass Benutzernamen bekannter Personen sogar in abgewandelter Form nur von diesen selbst beansprucht werden können. Unklar ist bislang allerdings, welche prominenten Benutzernamen und ähnliche Formen davon proaktiv reserviert wurden und welche nicht.

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Zudem sind Benutzernamen geschützt, die bereits bei anderen Meta-Plattformen als Nutzernamen, etwa für Facebook und Instagram, verwendet werden. Anwender können diese also auch bei WhatsApp nutzen, um möglichem Identitätsdiebstahl vorzubeugen. Das wiederum wirft Bedenken zum Datenschutz auf. Denn es zeigt, wie einfach Meta Platforms die Identitäten der verschiedenen Apps miteinander verknüpfen kann.

Zwar können die WhatsApp-Benutzernamen bereits jetzt reserviert werden, die Funktion wird aber erst im Laufe dieses Jahres schrittweise ausgerollt. So verspricht Meta im zuvor genannten FAQ: „Wir nehmen uns Zeit und hören auf Feedback, damit wir es bei der Einführung später in diesem Jahr richtig machen.“

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(fds)



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