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Digital Business & Startups

Wie ein 18-Jähriger eine internationale Marketing-Agentur baute


Markus Hetzenegger hat eine der ersten TikTok Marketing Agenturen für TikTok Ads, Beratung und Strategie aufgebaut.

Markus Hetzenegger hat eine der ersten TikTok Marketing Agenturen für TikTok Ads, Beratung und Strategie aufgebaut.
Nyba Media, Getty Images, Collage: Dominik Schmitt/Gründerszene

Kein Studium, keine Investoren, kein Netzwerk: Als Markus Hetzenegger sich dazu entschied, seine eigene Marketing-Agentur in Frankfurt am Main zu gründen, musste er einige Hürden überwinden. Heute, knapp sieben Jahre später, führt der 29-Jährige als CEO die Marketing-Company Nyba Media GmbH. Rund 700 nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler jährlich betreut die Agentur, die Anzeigen für Live-Veranstaltungen auf Facebook, Instagram und TikTok spielt – laut Unternehmensangaben wurden über 75 Millionen Tickets dadurch verkauft.

Mit Gründerszene hat Markus Hetzenegger darüber gesprochen, wie er es geschafft hat, sein internationales Unternehmen aufzubauen, und erklärt, warum Mut und Fokus wichtiger sind als ausgetüftelte Businesspläne.

Durchsetzungsvermögen gegen Widerstände

Probleme pragmatisch zu lösen, lernte Markus Hetzenegger schon früh: Als er im Grundschulalter war, haben sich seine Eltern dazu entschlossen, nach Südspanien auszuwandern. „Ich habe dort in der ersten Klasse gesessen und konnte kein Wort Spanisch“, erzählt Hetzenegger im Gespräch mit Gründerszene. Davon wollte er sich nicht aufhalten lassen.„Neun Monate später konnte ich perfekt Spanisch und war in der Zweiten Klassenbester.“

Für ihn sei diese Zeit prägend gewesen, er habe gelernt, sich auf Wesentliches zu besinnen: „Wir haben in Spanien ein Jahr im Caravan gewohnt, ohne fließend Strom und ohne Wasser. Das war eher übersichtlich. 300 Euro war nicht Tagesbudget, sondern war Monatsbudget.“

Wenig später zog es seine Familie nach Deutschland, nach Bayern in einen Ort nahe Regensburg. Sein Ziel: Das Abitur schaffen. Weil ihm aber Schulfächer wie Englisch und Physik fehlten, wurde er nicht von einem Gymnasium aufgenommen, sagt er. Deshalb sei er auf eine Realschule gegangen: „Mein Englischlehrer hat gesagt, es sei unmöglich, dass ich in drei Jahren Abschlussprüfung schreibe.“ Er beendete die Schule schließlich als Jahrgangsbester, so Hetzenegger.

Bootstrapped zur eigenen Agentur in Frankfurt am Main



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5 neue Startups: Soverli, Ruby Care, Talero, Ramp7, Laioutr


#Brandneu

Neue Gründerinnen und Gründer machen sich auf den Weg! Wir präsentieren heute folgende Auswahl frischer Startups, die man kennen sollte: Soverli, Ruby Care, Talero, Ramp7 und Laioutr.

5 neue Startups: Soverli, Ruby Care, Talero, Ramp7, Laioutr

Heute präsentiert deutsche-startups.de wieder frische Startups, die in letzter Zeit an den Start gegangen sind oder gerade erst ihren Stealth-Mode verlassen haben. Weitere neue Unternehmen findet ihr in unserem Newsletter  Startup-Radar.

Soverli 
Das Startup Soverli aus Zürich, von Ivan Puddu und Moritz Schneider ins Leben gerufen, hat ein Sicherheitssystem für Smartphones im Angebot. „Soverli’s parallel multi-operating system technology lets sovereign code and sensitive data run securely on smartphones – without giving up the familiar apps and functionality people rely on“, so die Jungfirma. 

Ruby Care
Bei Ruby Care aus Berlin handelt es sich um den “ersten KI-Agenten für onkologische Unterstützung”. “Unsere Plattform verbindet Krebspatienten mit einem Netzwerk qualifizierter Spezialisten für unterstützende Pflege, um die Lebensqualität der Patienten zu verbessern und die Überlebensraten zu erhöhen”, so das von Lukasz Siemaszko gegründet Startup.

Talero
Talero aus Frankfurt am Main unterstützt Menschen dabei, “ihre Stärken zu erkennen und selbstbewusst Entscheidungen über Ausbildung und Karriere zu treffen”. “Our platform empowers individuals to uncover their true potential through interactive, story-based games that seamlessly assess IQ, EQ, and personality traits” heißt es vom Team der Gründer Amin Hashemi und Arash Keshavarzi .

Ramp7
Die Firma Ramp7 aus Mannheim, von Nina Amthor und Hardy Foerster an den Start gebracht, bietet eine Software für die Echtzeit-Budgetkontrolle für Marketing & IT. “Ramp7 digitalisiert die Schnittstelle zwischen einem auftraggebenden Unternehmen und seinen Dienstleistungspartnern: Kosten und Timings werden für beide Seiten in Realtime transparent”, heißt es.

Laioutr
Hinter Laioutr aus Berlin, von Sebastian Langer und Marcel Thiesies auf die Beine gestellt, verbirgt sich eine Frontend-Management-Plattform für Composable Commerce. Mit der von Laioutr angebotenen Lösung können “globale Händler mühelos hochwertige Storefronts erstellen und verwalten”.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

WELCOME TO STARTUPLAND


SAVE THE DATE: Bereits am 18. März findet unsere dritte STARTUPLAND statt. Es erwartet Euch wieder eine faszinierende Reise in die Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer:innen, lehrreichen Interviews und Pitches, die begeistern. Mehr über Startupland

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3



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2026 im Zug kein Internet – warum haben wir uns daran gewöhnt?


Schlechter Empfang im ICE ist kein Zufall, sondern System. Seit über zehn Jahren scheitert Deutschland nicht an Technik, sondern an einer anderen Sache.

2026 im Zug kein Internet – warum haben wir uns daran gewöhnt?

Das miserable Internet im Zug ist ein Symbol für den schleppenden digitalen Fortschritt in Deutschland
Getty Images / Kirill Kudryavtsev

Ich sitze im ICE auf dem Weg nach Berlin. Der Hochgeschwindigkeitszug rumpelt mit 140 km/h durch den Westen Deutschlands, es ist warm und der Laptop lädt an der Steckdose. Alles da – nur das Internet ist mal wieder abwesend. Und wenn zwei 5G-Balken auftauchen, sind sie schneller weg, als man Digitalinfrastruktur sagen kann. Mails brechen ab, Recherchen laden ins Leere, Videocalls kann man vergessen. Willkommen im digitalen Entwicklungsland auf Schienen.

Das ist kein Ausreißer. Kein unglücklicher Streckenabschnitt. Das ist der Normalzustand. Und genau darin liegt das Problem. Denn das löchrige Netz im ICE ist kein technisches Detail, sondern ein Symbolbild für den Zustand der Digitalisierung in Deutschland.

Das Absurde daran: Dieses Problem ist seit mehr als zehn Jahren bekannt. Seit über einem Jahrzehnt wird darüber diskutiert, warum mobiles Internet in Zügen nicht funktioniert. Es gab Pilotprojekte, Kooperationsankündigungen, Förderprogramme, Pressemitteilungen. Und trotzdem sitze ich 2026 im Zug und starre auf eine Ladeanzeige, die sich weigert, Fortschritt zu simulieren. Hinter dem Ärger formuliert sich die Frage:

„Warum dauert in diesem Land eigentlich alles so unfassbar lange?“

Die Antwort ist unbequem, aber bekannt: Zuständigkeiten werden verteilt, bis sie verdampfen. Föderalismus wird zur Ausrede, Vergaberecht zur Innovationsbremse, Datenschutz zum Totschlagargument. Jeder erklärt, warum es kompliziert ist – niemand entscheidet, wie man es pragmatisch löst. Fortschritt wird nicht ermöglicht, sondern verwaltet.

In Deutschland wird Digitalisierung behandelt wie ein Bauantrag: formal korrekt, politisch abgesichert, juristisch wasserdicht – und garantiert zu spät. Während andere Länder Dinge einfach ausprobieren, testen, scheitern und verbessern, diskutieren wir erst einmal jahrelang über Risiken, Standards und Zuständigkeiten. Am Ende ist man dann sehr stolz darauf, dass man „gründlich“ war. Nur leider ist die Welt längst weitergezogen.

Die Bahn ist dabei kein Sonderfall, sondern exemplarisch. Die Deutsche Bahn steht für ein System, das strukturell überfordert ist: politisch gesteuert, organisatorisch komplex, mit erstaunlich wenig Konsequenzen für jahrelanges Nichterreichen klar formulierter Ziele. Das Problem ist nicht mangelnder Einsatz einzelner, sondern ein System, das Verantwortung so fein verteilt, dass sie niemand mehr trägt.

Es geht um mehr als nur das Internet

Dabei geht es längst um mehr als Bequemlichkeit oder Netflix im Zug. Digitale Infrastruktur ist strategische Infrastruktur. Wer kein stabiles Netz hat, ist abhängig – von US-Plattformen, von chinesischer Hardware, von ausländischen Cloud-Anbietern. Deutschland spricht gerne von digitaler Souveränität, von Unabhängigkeit, von technologischer Resilienz. Aber Souveränität beginnt nicht bei KI-Strategien oder Hochglanzpapieren, sondern bei funktionierenden Netzen.

Ein Land, das es nicht schafft, auf seinen wichtigsten Bahnstrecken verlässliches Internet bereitzustellen, sollte sehr vorsichtig sein, wenn es von digitaler Unabhängigkeit spricht. Wer nicht einmal die Basis hinbekommt, wird bei den komplexen Fragen zwangsläufig zum Zaungast.

Vielleicht ist das größte Problem also gar nicht das Funkloch im ICE. Sondern die bemerkenswerte Gelassenheit, mit der wir es seit über einem Jahrzehnt akzeptieren. Man hat sich daran gewöhnt. Und Gewöhnung ist der natürliche Feind von Fortschritt.





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+++ Mochi +++ Pitch +++ Lakestar +++ AENU +++ Neura Robotics +++


#StartupTicker

+++ #StartupTicker +++ Live im STARTUPLAND: Michael Cassau (NexDash, Grover) +++ Startup der Woche: Mochi +++ Pitch wächst auf 10 Millionen ARR +++ Lakestar und die Fondsperformance +++ AENU: Robert Stoecker wird Partner +++ So wurde Neura Robotics zum Millionenhit +++

+++ Mochi +++ Pitch +++ Lakestar +++ AENU +++ Neura Robotics +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Montag, 26. Januar).

#STARTUPLAND

STARTUPLAND: Founders. VCs. Visionaries

+++ Am 18. März findet im RheinEnergieStadion in Köln unsere dritte STARTUPLAND Conference statt. Es erwartet Euch wieder eine faszinierende Reise in die Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer:innen, lehrreichen Interviews und Pitches, die begeistern. Mehr über STARTUPLAND

Live im STARTUPLAND: Michael Cassau (NexDash, Grover)

+++ Das Berliner Startup NexDash positioniert sich als Neo-Carrier. Vor NexDash gründete Michael Cassau das Unternehmen und spätere Unicorn Grover, das insbesondere Unterhaltungselektronik vermietet. Sein Thema im STARTUPLAND: Seriengründen heißt umlernen – nicht wiederholen.

#STARTUPTICKER

Mochi
+++ Die Jungfirma
Mochi ist unser Startup der Woche! Das Unternehmen aus Berlin kümmert sich um die Analyse und Bewertung von Lebensmitteln und Kosmetikprodukten. „Scanne Produkte und erfahre sofort, wie gesund sie sind und wie gut sie anderen schmecken. Mochi ist die smarte, soziale Food-App für alle, die Essen bewusst genießen wollen“, teilt die Firma mit. Gründer des Startups sind KoRo-Macher Piran Asci, der den Food-Shop im Sommer 2024 verlassen hat, und Fabian Lucas (zuletzt 7Mind, Kitchen Stories). Mehr neue Startup gibt’s in unserem Startup-Radar

Tipp: Im Startup-Radar-Newsletter, unserem Premium-Newsletter rund um neue Startups, stellen wir einmal in der Woche spannende neue Startups vor. Jetzt 30 Tage kostenlos testen!

Pitch
+++ Zahlencheck! Um das Berliner Startup Pitch, einem millionenschweren Powerpoint-Herausforderer, war es seit dem Abgang von Gründer Christian Reber Anfang 2024 extrem ruhig. Damals trat die Jungfirma, 2018 gegründet, komplett auf die Bremse (Abkehr vom Wachstumskurs, Entlassungen). Zuletzt arbeitete das kleine Team rund um Firmenschef Adam Renklint stark am Produkt. „In 2025, Pitch continued to evolve into a complete, fully connected platform for creating, personalizing, and sharing presentations“, teilt das Startup mit. Richtig spannend sind aber die Zahlen des Unternehmens, das seit dem Start mehr als 135 Millionen US-Dollar eingesammelt hat. Laut Seriengründer Reber kommt Pitch inzwischen auf 10 Millionen Annual Recurring Revenue (ARR). Zudem arbeite das Unternehmen inzwischen profitabel. Der harte Kurswechsel war somit richtig. Im Handelsregister ist bisher nur der Jahresabschluss für 2023 aufrufbar – damals erwirtschaftete Pitch rund 3,7 Millionen Euro Umsatz (Vorjahr: 2,2 Millionen). Es scheint so, als könnte Pitch doch noch eine Erfolgsgeschichte werden. Auch wenn beim Start vor acht Jahren die Erwartungen sicherlich sehr viel größer gewesen waren. (Linkedin) Mehr über Pitch

Lakestar
+++ Lesenswert! Der umtriebige Schweizer Venture Capitalist Lakestar, hinter dem vor allem der bekannte Investor Klaus Hommels steckt, legt – wie im vergangenen Jahr berichtet – keine weiteren generalistischen Risikokapitalfonds mehr auf. Das Manager Magazin schreibt dazu: „Offiziell, um sich auf Wetten wie Helsing oder Revolut zu fokussieren. Doch die Fondsperformance ist allenfalls mittelmäßig.“ (Manager Magazin) Mehr über Lakestar

AENU
+++ Aufstieg! Robert Stoecker wird Partner beim Berliner ClimateTech-Investor AENU, hinter dem die Szeneköpfe Fabian und Ferry Heilemann stecken. „Rob joined as our first full-time hire and has been central to shaping AENU’s early investment strategy, portfolio and reputation“, teilt der Geldgeber mit. AENU legte 2024 seinen ersten Fonds auf (Linkedin) Mehr über AENU

Neura Robotics
+++ Hörenswert! Im OMR-Podcast spricht Neura-Robotics-Gründer David Reger über seinen Lebensweg und wie er „innerhalb weniger Jahre von Null auf mehr als 1200 Mitarbeitende und Millionen-Umsätze skaliert ist“ Neura Robotics sammelte zuletzt beachtliche 120 Millionen ein – unter anderem von Lingotto Investment Management, BlueCrest Capital Management und Volvo Cars Tech Fund. Zuvor flossen rund 65 Millionen in das junge Unternehmen, insbesondere von der amerikanischen Private-Equity-Gesellschaft InterAlpen Partners, die schon früh bei Tesla einstieg, sowie Vsquared Ventures, Primepulse und HV Capital. (OMR) Mehr über Neura Robotics

leitspalt
+++ Das junge Aachener Startup leitspalt entwickelt „Batteriesysteme der nächsten Generation“. „In den kommenden zwölf Monaten planen wir eine etwaige Verdopplung des Teams“, sagt Gründerin Jana Maria Weinand. Mehr über leitspalt

Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3



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