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Wie Helsing zum größten Rüstungs-Startups Europas wurde


Wie Helsing zum größten Rüstungs-Startups Europas wurde

King of Drohnen: Gundbert Scherf, CEO von Helsing.
picture alliance/dpa | Jens Kalaene

Das Münchner Rüstungs-Startup Helsing gab am Montag eine neue Finanzierungsrunde bekannt: 1,8 Milliarden Dollar (1,6 Milliarden Euro) frisches Kapital sammelte das Unternehmen bei internationalen Risikokapitalinvestoren ein. Damit steigt die Bewertung auf 18 Milliarden Dollar. Noch vor einem Jahr war das Unternehmen mit zwölf Milliarden Dollar bewertet worden. Wie ging das so schnell?

Helsing gehört plötzlich zu den wertvollsten privaten Rüstungsunternehmen der Welt und lässt bei der Marktkapitalisierung etablierte deutsche Rüstungskonzerne wie Hensoldt und Renk hinter sich. Sogar ein Konzerngigant wie Volkswagen ist gerade mal doppelt so hoch am Kapitalmarkt bewertet. Gemessen am Unternehmenswert spielen in Deutschland in der Branche nur noch Rheinmetall und Airbus in einer höheren Liga, obwohl Helsing erst vor gut fünf Jahren gegründet wurde. 

Wette auf KI

Die neuen Investoren, darunter Lightspeed Venture Partners, JPMorganChase, CPP Investments und Stepstone, behandeln die Firma bereits wie einen künftigen europäischen Rüstungskonzern. Sie setzen auf eine grundlegende Veränderung der Verteidigungsindustrie. Künftig, so die Wette, werden Software, Künstliche Intelligenz und autonome Systeme wichtiger als klassische Plattformen wie Kampfjets oder Panzer. Europa braucht dafür nach ihrer Überzeugung einen eigenen Technologiekonzern. Diese Rolle versucht Helsing einzunehmen.

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Angefangen hat Helsing 2021 als Softwareanbieter für Künstliche Intelligenz in bestehenden Waffensystemen. Die offizielle Selbstbeschreibung lautete 2023 noch, man entwickle KI-basierte Fähigkeiten und bringe „die Geschwindigkeit von Software-Entwicklungszyklen“ in die Rüstung.

Helsing-Drohne HX 2

Helsing-Drohne HX 2
Helsing

Software und Hardware verbinden

Es folgten Aufträge für elektronische Kriegsführung im Eurofighter und das Luftkampfsystem FCAS. Die Gründer Gundbert Scherf, Torsten Reil und Niklas Köhler erkannten früh, dass sich die europäische Rüstungsindustrie gerade grundlegend verändert, dass Beschaffungszyklen kürzer werden und Gelder schneller fließen. Doch Künstliche Intelligenz allein reicht nicht, denn große Beschaffungsprogramme entstehen meist um konkrete Waffensysteme. 

Mit dem Drohnenkrieg in der Ukraine bot sich die Chance, Software und Hardware zu verbinden. Helsing begann deshalb, eigene Drohnen-Plattformen zu entwickeln. Der Strategiewechsel erinnert an den amerikanischen Konkurrenten Anduril, der ebenfalls zunächst als Softwareunternehmen antrat und später begann, eigene Drohnen, Sensoren und Waffensysteme auf Basis kommerziell bereits verfügbarer Elektronik-Komponenten zu entwickeln, um Entwicklungszeit zu sparen.

Entwicklungstempo als Alleinstellungsmerkmal

Das Unternehmen präsentierte in schneller Folge mit der HX2 eine eigene Kampfdrohne, später Systeme für Unterwasseraufklärung, KI-Piloten für Kampfjets zusammen mit dem schwedischen Rüstungskonzern Saab, und zuletzt das unbemannte Kampfflugzeug CA-1 Europa für die elektronische Kampfführung. Kein anderes europäisches Rüstungsunternehmen hat sein Portfolio in so kurzer Zeit so stark erweitert. Dafür setzte Helsing auch auf vertikale Integration und kaufte etwa 2025 den bayerischen Luftfahrt-Spezialisten Grob Aircraft, um schnell Know-how zu sammeln. 

Helsing-Drohne Ca1 Europa bei der Präsentation im September 2025.

Helsing-Drohne Ca1 Europa bei der Präsentation im September 2025.
REUTERS/Michaela Stache

Viele der angekündigten Systeme befinden sich noch in Entwicklung. Von außen lässt sich nur schwer beurteilen, wie weit sie tatsächlich sind. Der zuletzt ausgewiesene Umsatz aus dem Geschäftsjahr 2024 der deutschen Tochter Helsing GmbH belief sich auf 26,9 Millionen Euro. Auch wenn die Firma seitdem einige große Aufträge für ihre HX-2-Drohne einsammeln konnte, ist die aktuelle Bewertung kaum durch das bestehende Geschäft erklärbar.

Erwartungen noch nicht eingelöst

In der Branche gilt Helsings Kommunikation als ungewöhnlich selbstbewusst. Eine zunächst groß angekündigte Zusammenarbeit mit Rheinmetall endete bereits im Juli 2025 wieder, beide Unternehmen gingen anschließend getrennte Wege. Insider bei Airbus deuteten gegenüber WELT Ende 2025 an, Helsings Input für die elektronische Kriegsführung im Eurofighter müsse „erst noch erfolgen“. Seine Kritiker halten Helsing für ein Unternehmen, das seine technologische Reife früh kommuniziert und damit Erwartungen weckt, die erst Jahre später vollständig eingelöst werden müssen. 

Die Investoren sehen darin genau den Unterschied zur klassischen europäischen Rüstungsindustrie. Nicht erst entwickeln und dann verkaufen, sondern früh Kunden und Kapital gewinnen und die Produkte dann gemeinsam mit den Streitkräften weiterentwickeln. Sie bezahlen die Aussicht auf künftige Milliardenaufträge und eine dominierende Rolle bei KI-gestützten Waffensystemen. Entscheidend ist dabei das Entwicklungstempo, das Helsing aktuell beweist.

Noch vor einem Jahr gerieten die Münchner mit ihren Angriffsdrohnen in der Ukraine in die Kritik, weil ukrainische Soldaten deren Leistungsfähigkeit infrage stellten. Inzwischen gilt das System als Beispiel dafür, wie schnell sich Software im Krieg weiterentwickeln kann. Bei der US-Übung „Flytrap 5“, die den elektronischen Kampf der Ukraine simulierte, traf die HX2 nach Unternehmensangaben trotz massiver Störsignale in 15 von 17 Testflügen ihr Ziel. 

Testfeld Ukraine

Als Aufklärungsdrohnen eines US-Herstellers unter dem elektronischen Störfeuer ausfielen, nutzten US-Soldaten die HX2 kurzerhand auch zur Zielsuche. Möglich wurde dieser Entwicklungssprung nach Einschätzung der Branche durch den engen Austausch europäischer Start-ups mit der Ukraine. Neue Software wird dort teilweise im Zweiwochentakt direkt unter Gefechtsbedingungen getestet und verbessert – ein Innovationsrhythmus, den klassische Rüstungsprogramme bislang kaum erreichen.

Gundbert Scherf, Mitgründer und Co-CEO von Helsing, steht an einem Modell einer HX-2-Drohne.

Gundbert Scherf, Mitgründer und Co-CEO von Helsing, steht an einem Modell einer HX-2-Drohne.
picture alliance/dpa | Jens Kalaene

Zum Erfolg von Helsing trägt auch ein Netzwerk bei, das in Europa kaum ein anderes Rüstungs-Start-up vorweisen kann. Gründer Gundbert Scherf arbeitete als Berater im Bundesverteidigungsministerium und war unter Ursula von der Leyen an Fragen der Modernisierung der Bundeswehr beteiligt. Er war zuvor Berater bei McKinsey. 

Airbus und Spotify im Hintergrund

Torsten Reil machte sich zunächst als Unternehmer im Bereich Künstliche Intelligenz und Computerspiele einen Namen. Im Verwaltungsrat sitzen mit dem früheren Airbus-Chef Tom Enders und Spotify-Gründer Daniel Ek zwei der einflussreichsten Persönlichkeiten der europäischen Technologie- und Rüstungsbranche. 

Statt die Militärs als Beschaffer von einzelnen Waffensystemen anzusprechen, positioniert sich Helsing von Beginn an auf politischer Ebene als strategischer Partner für die Digitalisierung europäischer Streitkräfte. Helsing verkauft eine strategische Vision davon, wie Europas Streitkräfte künftig kämpfen sollen und entwickelt die passenden Systeme parallel dazu. Vorbild ist auch hier die US-Konkurrenz Anduril mit dem in den USA politisch gut vernetzten Gründer Palmer Luckey.

Schlüsselkonzern der europäischen Rüstung

Die Bewertung von 18 Milliarden Dollar lässt sich jedoch allein mit den bisherigen Erfolgen der HX2 und dem Netzwerk der Gründer nicht erklären. Mit dem frischen Kapital wächst der Erwartungsdruck. Bislang hat Helsing gezeigt, dass das Unternehmen neue Produkte in hoher Geschwindigkeit ankündigen und unter den Bedingungen des Ukrainekriegs schnell weiterentwickeln kann. Nun muss Helsing seine KI auf immer mehr Plattformen bringen, von Kampfdrohnen über elektronische Kampfführung bis hin zu Unterwasserfahrzeugen, Satelliten und autonomen Kampfflugzeugen. 

Mit 18 Milliarden Dollar haben die Investoren Helsing bereits als einen der künftigen Schlüsselkonzerne der europäischen Verteidigungsindustrie bewertet. Die nächsten Jahre werden darüber entscheiden, ob das Startup industrielle Serienprogramme und milliardenschwere Beschaffungsaufträge westlicher Militärs stemmen kann.

Dieser Artikel wurde für das Wirtschaftskompetenzcenter von Gründerszene, WELT und Business Insider erstellt.

WELT-Wirtschaftsredakteur Benedikt Fuest berichtet regelmäßig über das KI-Rennen, Technologie und Rüstung.





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Der erste Kontakt entstand über gemeinsame Freunde


#Interview

Das 2022 gegründete Berliner HR-Startup Empion gehört nun zum spanischen Scaleup Factorial. Im Interview mit uns spricht Gründerin Annika von Mutius über die Gründe für den Verkauf an den Personio-Herausforderer, die Zukunft von Empion und ihre neue Rolle bei Factorial.

„Der erste Kontakt entstand über gemeinsame Freunde“

Das Berliner HR-Startup Empion, 2022 von Annika von Mutius und Larissa Leitner gegründet, wanderte vor wenigen Tagen unter das Dach des spanischen HR-Scaleups Factorial.

„Durch die Akquisition kommen mehrere Millionen US-Dollar an jährlich wiederkehrendem Umsatz (ARR) bei Factorial hinzu, was ein Beleg für die finanzielle Bedeutung des Deals neben seinem strategischen Wert ist“, teilten die Unternehmen zur Übernahme mit. In den kommenden Wochen und Monaten soll „Empion vollständig in Factorial integriert“ werden.

Empion bringt seit mehrere Jahren Unternehmen und passende Talente mithilfe von KI zusammen. Dabei berücksichtigt die Plattform neben Fähigkeiten und Persönlichkeit auch die Unternehmenskultur und persönliche Werte. In den vergangenen Jahren flossen rund 8 Millionen Euro in Empion – unter anderem von Cavalry Ventures, VR Ventures und Basinghall Partners.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Empion-Gründerin Annika von Mutius einmal ausführlich über die Übernahme.

Empion wandert unter das Dach von Factorial. Wie geht es nun konkret weiter? 
Für unsere bestehenden Kunden ändert sich nichts: Produkterlebnis, Verfügbarkeit der Services und bestehende Verträge bleiben von der Übernahme unberührt. Schrittweise werden wir Empion vollständig in Factorial integrieren, so dass unsere Kunden künftig den gesamten Talent Lifecycle – vom Recruiting über Performance-Management bis hin zu Employee Engagement – in einer Plattform steuern können. Unsere KI-Systeme und die zugrunde liegende Technologie in die Plattform werden also überführt.

Warum habt ihr euch für einen Verkauf entschieden, statt Empion eigenständig weiter aufzubauen? 
Der Zusammenschluss mit Factorial macht die zugrunde liegende Forschung und Methodik einer deutlich breiteren Unternehmenslandschaft in Deutschland und weit darüber hinaus in Europa zugänglich. Gemeinsam verfolgen wir den Anspruch, zum europäischen KI Champion zu werden. Assessments für Bewerber und Mitarbeiter sind für mich dabei erst der Auftakt zu einer weitreichenden Transformation der Arbeitswelt durch künstliche Intelligenz, die wir nun mit vereinten Kräften maßgeblich mitgestalten.

Wie seid ihr überhaupt mit Factorial in Kontakt gekommen – und wann wurde daraus eine konkrete Übernahme? 
Der erste Kontakt entstand über gemeinsame Freunde, aus einem zufälligen Zusammentreffen heraus. Im darauf folgenden fachlichen Austausch zeigte sich jedoch schnell, wie präzise die Produkte zueinander passen. Aus diesen Gemeinsamkeiten entwickelte sich der Austausch mit der Zeit organisch zu konkreten Gesprächen und schließlich zu einer Übernahme.

Du bleibst an Bord und wechselst ins Leadership-Team von Factorial. Wie sieht deine Rolle künftig aus? 
Mein Fokus liegt künftig auf der KI-Entwicklung, konkret im Bereich Talent Assessment. Also ganz entsprechend meiner fachlichen Expertise. Diese inhaltliche Kontinuität erlaubt mir, die bei Empion entwickelte Methodik direkt in die Weiterentwicklung der Factorial-Plattform einzubringen. So bleibt die fachliche Substanz unserer Arbeit erhalten, während sich zugleich neue Gestaltungsräume in einem größeren europäischen Kontext eröffnen.

Factorial übernimmt nicht nur eure Technologie, sondern auch das gesamte Team. Was war dir bei der Übernahme besonders wichtig? 
Entscheidend war für mich zunächst der kulturelle Fit zwischen beiden Unternehmen sowie die Übereinstimmung der Ambitionen, europäische Wettbewerbsfähigkeit und technologische Souveränität zu erlangen. Ebenso zentral war der Anspruch an KI-Forschung und Forschungstransfer, der Empion von Beginn an prägte. Der gemeinsame Aufbau eines europäischen KI-Champions fügt sich damit nahtlos in unsere eigenen Werte ein. Zudem verstand ich mich von Beginn an auch persönlich sehr gut mit Jordi und Bernat – eine Verbindung, die sich mittlerweile im gesamten Team widerspiegelt. Entsprechend groß ist auch die Vorfreude!

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Empion



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Ich habe bei Palantir „Forward-Deployed Engineering“ betreut: Das muss man wissen


FDE-Programme liegen bei Unternehmen von OpenAI bis Google voll im Trend. Vinoo Ganesh weiß, auf was es wirklich ankommt.

Ich habe bei Palantir „Forward-Deployed Engineering“ betreut: Das muss man wissen

Vinoo Ganesh kennt Palantir von innen.
Vinoo Ganesh

Dieser Essay basiert auf einem Gespräch mit Vinoo Ganesh, dem 34-jährigen CEO von Kepler. Er war in den 2010er Jahren über sechs Jahre lang bei Palantir tätig und arbeitete später bei Citadel. Er lebt in New York. Der Text wurde aus Gründen der Länge und Verständlichkeit redaktionell überarbeitet.

Palantir hatte ein Programm, das wir „Project Frontline“ nannten. Die Idee hinter Frontline war: Wie können wir Softwareentwickler in den Alltag eines vor Ort eingesetzten Ingenieurs eintauchen lassen?

Ich habe tatsächlich schon vor dem Programm eine Art Vorläufer davon durchlaufen. Ich habe im Produktentwicklungsteam angefangen, absolvierte einen langen Einsatz als Ingenieur im Außendienst und kehrte dann zum Produktentwicklungsteam zurück.

Ich habe das Programm über einen langen Zeitraum geleitet. Eine ganze Reihe von Mitarbeitern hat es durchlaufen. Einige blieben als Ingenieure im Außendienst; andere kehrten wieder in den Softwareentwicklungsbereich zurück.

Nah am Kunden

Damals war es so, dass die vor Ort eingesetzten Ingenieure sehr schnell arbeiteten und sehr nah am Kunden waren. Das Softwareentwicklungsteam war geografisch – manche Kollegen waren buchstäblich in Palo Alto – und kulturell von der Dringlichkeit isoliert, die das FDE-Team verspürte.

Die Idee war: Sich in die Lage des anderen versetzen.

Palantir hat sich wirklich sehr bemüht, all diese Mitarbeiter auf Erfolgskurs zu bringen. Wir stellten ihnen Mentoren zur Seite. Sie hatten zwei Ansprechpartner: einen vor Ort tätigen Entwicklungsleiter und einen Softwareentwicklungsleiter.

Mal rauskommen

Die Leute fanden das großartig. Sie wohnten für ein paar Monate in Firmenunterkünften, fernab von ihrem Heimatbüro. Es ist nicht so, dass jeder FDE dieses Programm durchlaufen hat; es handelte sich um eine Gruppe von Softwareentwicklern, die Interesse bekundet hatten.

Bei Citadel nannten wir das „Business Engineering“. Das Ziel war viel stärker auf interne Portfoliomanager und Analysten ausgerichtet. Die FDEs von Palantir konzentrieren sich viel stärker auf Kunden außerhalb des Unternehmens. Bei Citadel legten wir den Fokus auf Mitarbeiter innerhalb der Organisation.

Das Betriebsmodell war dennoch dasselbe: Das Entwicklerteam von Citadel hat ein Kernprodukt, und unser Ziel ist es, dessen Entwicklung durch den Austausch mit Portfoliomanagern, Analysten und Mitarbeitern besser zu gestalten.

Was andere Unternehmen in Bezug auf FDEs falsch machen

Ich habe „Forward-Deployed Engineers“ immer als Erweiterung des Produktteams betrachtet. Ihre Aufgabe ist es, Probleme zu lösen, um Erkenntnisse über das Produkt zu gewinnen, die in die Produktentwicklung einfließen.

Manche betrachten sie – meiner Meinung nach fälschlicherweise – als Vertriebsingenieure. Andere sehen in ihnen Vertriebsmitarbeiter mit Umsatzvorgaben. Ich habe schon alles gesehen, vom vor Ort eingesetzten Aktienanalysten bis hin zum vor Ort eingesetzten Chefarchitekten.

Ich glaube, „FDE“ wird fälschlicherweise als Notlösung für eine mangelnde Produkt-Markt-Passung in einigen dieser Unternehmen verwendet. Meiner Beobachtung nach wird der Begriff genutzt, um Kunden zur Nutzung des Produkts zu zwingen, die dies andernfalls vielleicht gar nicht wollten.

Autonomie und Eigenverantwortung

Palantir hatte eine Kultur der Autonomie und Eigenverantwortung. Wenn man ein Problem identifizierte, konnte man selbst die Initiative ergreifen und dieses Problem lösen. Das war es, was den FDEs ermöglichte, sich zu entfalten.

Ich glaube auch, dass das Produkt von Palantir nahezu perfekt für das „Forward-Deployed“-Engineering-Ökosystem geeignet ist. Man hat diese horizontale Plattform aufgebaut, die in einer Vielzahl von Branchen eingesetzt werden kann, und FDEs sind die Personen, die die vertikalen Anwendungen entwickeln.

Ich würde über unser Produkt nachdenken und darüber, ob es für eine FDE-Funktion relevant ist oder nicht. Ich betrachte eine FDE nicht als Mittel, um mehr Token zu verkaufen. Ich betrachte eine FDE nicht als Mittel, um Nutzer dazu zu bringen, dein Produkt zu nutzen, wenn ihr noch kein Problem gelöst haben.

Der Begriff wird mittlerweile als Sammelbegriff für eine Kombination aus Vertriebs-, Kundenerfolgs- oder Marketingfunktionen verwendet, um zu zeigen, dass man sich um die Kunden kümmert.

Wie versteht man Kunden?

Ich beobachte, dass sich viele Unternehmen darauf konzentrieren, ihr Produkt so vielen Menschen wie möglich zu präsentieren – unabhängig davon, ob dies tatsächlich zu einer Steigerung der Produktrendite führt.

Die Welt ist nicht schwarz-weiß. Es gibt eine ganze Reihe von Mittelwegen, welche Art von FDE man zu welchem Zeitpunkt seiner Entwicklung benötigt. Dies sind meine persönlichen Ansichten und keine offizielle Stellungnahme dazu, wie Palantir vorgegangen ist.

Ich glaube, das ist die Zukunft der Softwareentwicklung. Wenn das Schreiben von Code nicht mehr das Alleinstellungsmerkmal ist, liegt die Chance darin: Wie versteht man Kunden tiefgreifend und intuitiv?

Es ist wirklich wichtig, Softwareentwickler weltweit stärker für Kundenbelange zu sensibilisieren. Für mich ist der FDE eher eine Denkweise als eine Berufsbezeichnung.

Lest den Originalartikel auf BUSINESS INSIDER US

 





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+++ Cloover +++ HyImpulse +++ INLEAP Photonics +++ Atira +++ Zeit AI +++ Empion +++ klima&so +++ Margelo +++


Was gibt’s Neues? In unserem #Wochenrückblick liefern wir einen schnellen Überblick darüber, was in der deutschsprachigen Startup-Szene zuletzt wirklich wichtig war!

#STARTUPLAND

STARTUPLAND: Founders. VCs. Visionaries
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#Wochenrückblick – Was zuletzt wirklich wichtig war!

STARTUP-RADAR

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+++ In den vergangenen Tagen haben wir folgende Startups vorgestellt: Another Earth, datin, Kipti, Neuramancer, Comena, Fyrce Care, AmbuMetric, ElternCrew, Spree Monitoring, naion.tech, kyLANX, Sikia, MakeMyWork, pure.lyte, FRYTE Mobility, easy pisy, naturnista, BlackDocs, Delvo, ClubGefühle, Circular grain, Polygon One, goNEON, Honig Games, HeyMaria, Willidrop, MediClaim, Aeya, CareConnect und Serwas. Mehr im Startup-Radar

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Cloover
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HyImpulse 
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INLEAP Photonics 
+++ Der Münchner B2B-Investor UVC Partners, High-Tech Gründerfonds (HTGF), Balnord, Sentris Capital und Scale Capital investieren rund 20 Millionen Euro (Seed-Investment) INLEAP Photonics. Mehr über INLEAP Photonics

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+++ Der bekannte amerikanische Investor Accel und Altinvestoren wie UVC Partners, Fortino Capital und Booom investieren 15 Millionen US-Dollar (Seed-Investmentrunde) in Atira. Mehr über Atira

Zeit AI 
+++ Y Combinator, Oxford Seed Fund, Sequoia Capital Scout Fund, ACE Ventures, HPVC – Hasso Plattner Venture Capital, Christian Lindner, Mario Götze, Charlie Songhurst, Martin Schoeller und Robert Fink investieren 5 Millionen Euro in Zeit AI. Mehr über Zeit AI

xorlab
+++ Der Schweizer Geldgeber Spicehaus Partners, Grapha Holding, EquityPitcher Ventures und ZKB Start-up Finance investieren 5 Millionen Euro in xorlab. Mehr über xorlab

MERGERS & ACQUISITIONS

Enpulsion – Lift Me Off
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Kapten & Son – pinqponq
+++ Das Kölner D2C-Unternehmen Kapten & Son übernimmt von FOND OF die Lifestyle-Marke pinqponq. Mehr über Kapten & Son

Neura Robotics – Adlatus Robotics
+++ Das Metzinger Robotik-Unicorn Neura Robotics, das gerade erst Active Shuttle gekauft hat, übernimmt das 2015 gegründete Ulmer Unternehmen Adlatus Robotics, das autonome Reinigungsroboter entwickelt. Mehr über Neura Robotics

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Tenzing – Pimcore
+++ Der Londoner Investor Tenzing übernimmt die Mehrheit am Salzburger Softwareunternehmen Pimcore. Mehr über Pimcore

Factorial – Empion
+++ Das spanische HR-Scaleup Factorial, das hierzulande Personio Konkurrenz macht, übernimmt das Berliner HR-Startup Empion. Mehr über Empion

Summersaver
+++ Die Gründerinnen Denise Hahn und Alisa Knopp kaufen die Anteile von Ralf Dümmel an Summersaver zurück. Mehr über Summersaver

Pyure klima&so
+++ Der 2024 gegründete Berliner SustainTech-Anbieter Pyure übernimmt das 2022 gegründete Berliner ClimateTech klima&so. Mehr über klima&so

CallstackMargelo
+++ Das 2016 gegründete polnische React Native-Unternehmen Callstack übernimmt das 2021 gegründete Wiener Wiener App-Software-Startup Margelo. Mehr über Margelo

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