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Winterreifentest des ADAC 2025: Hände weg von Billigreifen


Bremsweg, Seitenführung, Handling – Reifen sind wichtiger für die primäre Fahrsicherheit als jede Fahrassistenz, denn sie stellen sicher, dass das Fahrzeug möglichst gut alle fahrdynamischen Kräfte auf die Fahrbahn übertragen kann. Um das zu erreichen, müssen sie einen Kompromiss aus vielen verschiedenen Kriterien erfüllen, was an sich schon eine Herausforderung ist. Dazu kommen noch die mittlerweile hohen Ansprüche an den Komfort und die seit 2023 in die Wertung des ADAC aufgenommene Umweltbelastung durch Mikroplastik. Die in den Jahreszeiten unterschiedlichen Straßenverhältnisse jedoch überschreiten die Kompromissfähigkeit jedes noch so sorgfältigen Ingenieursprodukts. Aus diesem guten Grund gibt es noch immer Winterreifen und es gibt keinen Anhaltspunkt, dass sich das bald ändern könnte.

Der inzwischen traditionelle Winterreifentest des ADAC hatte 2025 ein Testfeld mit 31 Reifen der Dimension 225/40 R18. Er umfasste Trocken-Fahrversuche in Italien, Nässe- und Eisprüfungen in Hannover und Schneetests in Finnlands Norden. Die Dimension wurde gewählt, weil sie auf viele kompakte und Mittelklasse-Autos wie Audi A3, BMW 1er, Mercedes A-Klasse, Opel Astra, Skoda Octavia, Toyota Camry, VW Golf und viele weitere Autos passt.

Das historisch große Testfeld sollte unter anderem helfen zu klären, ob das sogenannte Budget-Segment inzwischen dazugelernt hat. Vorab sei verraten, dass man weiterhin keinen Fehler begeht, wenn man sich an die teuren Qualitätsprodukte hält. Gute Reifen sind in der Lage, vielen verschiedenen Ansprüchen gleichzeitig gerecht zu werden. Das macht ihre Entwicklung und Produktion aufwendig und teuer. Im Vergleich zu ihrer Leistung sind die billigen Reifen aber weitaus zu teuer. Gar nicht zu reden vom Risiko für Schäden am Fahrzeug oder der Gesundheit von Verkehrsteilnehmern.

Von 31 Reifen sind lediglich vier „gut“, zwölf finden die Fachleute eingeschränkt empfehlenswert und bewerten sie mit „befriedigend“. Fast die Hälfte des Testfelds fällt mit „nicht empfehlenswert“ durch. Einige von ihnen erreichen zwar in bestimmten Kriterien recht gute Leistungen, doch schafft es keiner von ihnen, den durch verschiedene Straßenzustände möglichen Zielkonflikten gerecht zu werden.


Winterreifentest Ergebnistabelle

Winterreifentest Ergebnistabelle

Ergebnistabelle des ADAC-Test

(Bild: ADAC)

Nicht einmal der beste Reifen erreichte die Bestnote. Die Testingenieure stuften den Goodyear UltraGrip Performance 3 mit der Schulnote „zwei“, also „gut“ ein. Seine Stärke sind gute Fahrleistungen bei Nässe, also dem in Mitteleuropa noch vor Schnee häufigsten winterlichen Straßenzustand, weshalb diese als Hauptkriterium mit 40 Prozent auch am höchsten gewertet wird. Trotz einer dafür griffigeren Gummimischung erreicht er mit 76.000 Kilometern die höchste Laufleistung, was den Preis von über 170 Euro relativiert: Ein Satz würde bei einer angenommenen Halbjahreslaufleistung von 7500 km Kosten von rund zehn Euro im Monat erzeugen.

Fast genauso gut schlug sich der Michelin Pilot Alpin 5 mit der Note 2,1 oder Platz zwei. In der Fahrsicherheit erreichen noch der Blizzak 6 von Bridgestone und der Winter Sport 5 von Dunlop eine gute Bewertung. Das Gesamturteil bildet sich zu 70 Prozent aus der Note für die Fahrsicherheit und zu 30 Prozent aus der Note für die Umweltbilanz, wobei sich beide wiederum in weitere Kriterien untergliedern.

Mit „befriedigend“ in der entscheidenden Sicherheitsbewertung folgen zwölf Reifen, darunter auch Testsieg-Abonnent Continental. Sie sind aus Sicht des Klubs noch eingeschränkt empfehlenswert, allerdings nicht immer so viel günstiger, dass sich Sparen an dieser Stelle lohnte. Darunter sind auch die Reifen Kleber Krisalp HP3, Nokian Tyres Snowproof P, Ceat WinterDrive, Uniroyal WinterExpert, Fulda Kristall Control HP2, Semperit Speed-Grip 5, GT Radial WinterPro 2 Sport sowie Giti GitiWinter W2 kommen infrage, wenn ihr Leistungsprofil zur geplanten Nutzung passt.


Bremswege der Winterreifen im ADAC-Test 2025

Bremswege der Winterreifen im ADAC-Test 2025

(Bild: ADAC)

Gemessen an ihren Preisen schaffen immerhin der Momo W-20 North Pole und der Matador MP93 Nordicca eine Note 3, also „befriedigend“ bei den Fahrleistungen, was dem ADAC noch eine „eingeschränkte Empfehlung für Gelegenheitsfahrer in gemäßigten Gegenden“ wert ist. Als Alternative für solche Nutzer sieht der Klub dann aber auch einen guten Ganzjahresreifen. Man sollte eben nur nicht auf seinen Wagen angewiesen sein, um ihn bei Extremwetter stehen lassen zu können.

14 Reifen aus der Budget-Kategorie sind „nicht empfehlenswert“, elf von ihnen erreichen bei einer Bewertungskategorie die Note 5, also „mangelhaft“. Der ADAC schreibt dazu: „Bei diesen Produkten besteht für Autofahrer ein absolutes Sicherheitsrisiko“. Ein anschauliches Beispiel für das Risiko ist der Bremsweg auf nasser Fahrbahn. Der mit dem Testsieger ausgerüstete Wagen steht nach 31,7, mit dem schlechtesten Reifen aber erst nach 47,1 Metern. Anders ausgedrückt: Wenn der Testwagen mit Goodyear UltraGrip Performance 3 schon steht, wäre ein baugleiches Auto mit dem Syron Everest 2 noch über 45 km/h schnell. Eine Geschwindigkeit, bei der nicht nur ungeschützte Verkehrsteilnehmer, sondern auch die Autoinsassen selbst im Fall einer Kollision mit ernsthaften Verletzungen rechnen müssen. Damit sollte die zusätzlich gestellte Eingangsfrage hinreichend beantwortet sein.

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(fpi)



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KI soll mit Daten der Apple Watch vor Krankheiten warnen


Spezifische Krankheiten ohne Arztbesuch frühzeitig erkennen, oder noch bevor sie richtig ausbrechen – das wäre nicht nur für Smartwatch-Nutzer äußerst praktisch, sondern könnte auch Auswirkungen auf überfüllte Arztpraxen und überlastete Gesundheitssysteme haben.

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Forscher vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) und Health-Tech-Unternehmen Empirical Health arbeiten derzeit an einer solchen Lösung. Dafür haben sie rund 3 Millionen Personentage an Daten der Apple Watch analysiert – also Herzfrequenz, Bewegung, Schlaf und mehr – und mit diesen ein KI-Modell trainiert.

Das Ergebnis der Studie: Die neue KI kann mit erstaunlicher Genauigkeit auf Erkrankungen wie Bluthochdruck, Vorhofflattern oder Herzrhythmusstörungen hinweisen.

Statt wie klassische, aufwendig gelabelte Trainingsdaten nur auf wenige Vorfälle zu schauen, nutzt das Modell I-Jepa eine selbstlernende Methode: Es verarbeitet Zeitreihen diverser Sensor- und Verhaltensdaten – auch wenn sie unregelmäßig oder lückenhaft sind – und lernt, Muster zu erkennen. Erst danach erfolgt die Feinjustierung mit einem kleineren, gelabelten Datensatz.

Insgesamt deckt der Datensatz fünf Gesundheits- und Verhaltensbereiche ab: kardiovaskuläre Gesundheit, Atmung, Schlaf, körperliche Aktivität und allgemeine Vitalwerte. Für 63 verschiedene Messgrößen lag eine tägliche oder gröbere Aufzeichnung vor.

In Tests konnte das Modell für Bluthochdruck eine AUROC (Area Under the Receiver Operating Characteristic Curve) von 86,8 Prozent, für Vorhofflattern 70,5 Prozent und für andere Herz- oder Müdigkeitsbezogene Erkrankungen gute Werte erzielen.

Zur Erklärung: Je höher der AUROC-Wert, desto besser erkennt das Modell Unterschiede zwischen positiven und negativen Fällen. Der Wert AUROC misst also nicht, ob ein Modell tatsächlich mit der Diagnose immer korrekt liegt, sondern wie gut es zwischen gesunden und potenziell kranken Fällen unterscheiden kann. Das heißt: Es gibt Überlappungen, keine Garantien.

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Was die neue Methode der Forschenden so besonders macht: Selbst wenn viele Daten fehlen, weil die Uhr beispielsweise nicht getragen wurde oder Messungen aussetzen, kann das Modell selbstständig Lücken schließen und aus den vorhandenen Informationen sinnvolle Rückschlüsse ziehen. Das macht Ansätze wie diesen besonders robust und praktikabel für den Alltag.

Die Studie zeigt, dass Smartwatches und KI gemeinsam vielversprechende Auskünfte über Gesundheitsdaten liefern können. Das könnte zum Beispiel frühzeitiges Erkennen von gesundheitlichen Problemen ohne invasive Tests ermöglichen. Für Menschen mit chronischen Erkrankungen oder hohem Risiko könnte das ein echter Gewinn sein.

Die Ergebnisse sind allerdings noch lange keine Diagnose, sondern Vorhersagen. Wann und ob solche Modelle klinisch verwendet werden, hängt von weiteren Studien, der Validierung und regulatorischen Prüfungen ab.

Ein weiterer wichtiger Punkt, den man nicht vernachlässigen sollte: Bei dieser gesundheitlichen Totaltransparenz dürfte bei Datenschützern der Puls in ungeahnte Höhen steigen.

Dieser Beitrag ist zuerst auf t3n.de erschienen.


(jle)



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FritzOS 8.21: Fritz verteilt Hotfix-Update


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This article is also available in
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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Die Kabel-Fritzboxen 6591, 6660 und 6690 sowie zuletzt die DSL-Fritzbox 7530 haben ein Update auf FritzOS 8.21 erhalten. Je nach Router behebt die Version verschiedene kleinere Fehler in der Firmware.

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Im Falle der Fritzbox 7530 schreibt der Hersteller lediglich einen Punkt in die Übersicht:

  • Behoben: Interoperabilität bei einigen ADSL-Anschlüssen mit IPv6 war problematisch

Demnach konnten beim Zusammenspiel aus älterem ADSL-Internetanschluss und IPv6-Adresse Probleme auftreten.

Im Falle der Fritzbox 6660 nennt Fritz drei Fehlerbehebungen. Demnach fehlten in der Übersicht zu den WireGuard-Verbindungen IPv6-Adressen, die Darstellung des Datenverbrauchs in der Kindersicherung war fehlerhaft und der Fernzugriff ließ sich nur aktivieren, wenn die Fritzbox mit dem Internet verbunden war.

Die Fritzbox 6690 hat das große Update Fritzbox 8.20 übersprungen und sofort die Version 8.21 enthalten. Dementsprechend sollten die Probleme der Schwestermodelle gar nicht erst aufgetreten sein.

Zahlreiche weitere Fritzboxen nutzen noch ältere FritzOS-Versionen wie 8.02 und 8.03 sowie teilweise 7er-Versionen.

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Updates lassen sich wie gewohnt über die FritzOS-Weboberfläche anstoßen. Standardmäßig lässt sie sich über die IP 192.168.178.1 aufrufen. Alternativ stellt Fritz die Images über einen Download-Server bereit.


(mma)



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„AI-Powered Price Optimization“: US-Zustelldienst Instacart manipuliert Preise


Wer online Lebensmittel bestellt, zahlt womöglich drauf, auch wenn er die Ware dann selbst im Geschäft abholt. Das zeigt ein unabhängiger Test des Liefer- und Abholdienstes für Lebensmittel, Instacart, in den USA. Testkäufer legten zum selben Zeitpunkt dieselbe Ware in ihre Einkaufswägen – zur späteren Selbstabholung im selben Geschäft, um den Faktor etwaig unterschiedlicher Lieferkosten auszuschließen. Dennoch veranschlagte Instacart unterschiedliche Preise.

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Die Unterschiede sind hoch, wie der gemeinsam von Consumer Reports, Groundwork Collaborative und More Perfect Union durchgeführte Test des Kaufs alltäglicher Lebensmittel zeigt: Bei drei Vierteln der Produkte schwankte der eCommerce-Preis. Dabei lag der höchste Preis im Schnitt 13 Prozent über dem niedrigsten, die Schwankungsbreite reichte jedoch bis zu 23 Prozent, etwa bei einer bestimmten Packung Cornflakes.

Ziel ist offenbar, zu erraten, wie viel ein Kunde zu bezahlen bereit ist, und ihm möglichst viel abzuverlangen. Für dasselbe Produkt zur selben Zeit im selben Laden fand der Test bis zu sieben unterschiedliche Preise bei Instacart.

Für den gesamten Warenkorb stiegen die Preise um bis zu sieben Prozent, für manche Testkäufer im Vergleich zu anderen Testkäufern, die den gleichen Warenkorb zur Selbstabholung in derselben Filialen zusammenstellten. Getestet wurden im September Verbrauchermärkte in Seattle, Washington, D.C., Saint Paul und North Canton, zwei Filialen Safeways und drei Targets. Bei einem Safeway-Laden in Seattle waren 92 Prozent aller Testkäufer von höheren Gesamtpreisen betroffen.

Bei Target in North Canton waren es 37 Prozent, bei einer anderen Target-Filiale in Saint Paul hingegen drei Viertel. 193 Einzeltests konnten ausgewertet werden. Ein kleinerer Nachfolgetest im November mit Instacart Abholbestellungen bei den Ketten Albertsons, Costco, Kroger und Sprouts Farmers Market zeigte ähnliche Preisexperimente.

„Instacart ist immer transparent hinsichtlich Preisfestsetzung”, sagte das Unternehmen, angesprochen auf die Machenschaften, und schob die Schuld auf die Läden: „Handelspartner setzen und bestimmten ihre Preise auf Instacart, und wir arbeiten eng mit ihnen zusammen, um Online- und Ladenpreise wo immer möglich abzustimmen.”

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Nur eine der Handelsketten war zu einer Stellungnahme bereit: Target bestritt, eine Geschäftsbeziehung mit Instacart zu unterhalten, Warenpreise direkt an Instacart weiterzugeben, „oder zu bestimmten, welche Preise auf Instacart aufscheinen.” Daraufhin musste Instacart zugeben, Targets öffentliche Warenpreise herunterzuladen und zusätzliche Beträge aufzuschlagen, um „Betriebs- und Technikkosten” zu decken.

So weit, das gegenüber Verbrauchern offenzulegen, geht Instacarts Transparenz dann doch nicht. Gegenüber Markenkonzernen und Handelskette redet Instacart hingegen Tacheles: Ihnen bietet Instacart auf einer eigenen Webpage „KI-getriebene Preisoptimisierung” an. Der Eversight genannte Dienst beschere durch KI-getriebene Experimente ein bis drei Prozent mehr Umsatz und zwei bis fünf Prozent höhere Marge.

Dabei würden Preise innerhalb festgelegter Bandbreiten variiert. „KI wird angewandt, um die Experimente in großem Maßstab durchzuführen”. Instacart hat die Eversight-Plattform im September 2022 zugekauft. Für Verbraucher bedeutet dies, dass sie Preise nicht mehr einfach vergleichen können und womöglich unbewusst höhere Preise zahlen.

Zu den Tricks gehört auch die Manipulation der berüchtigten Statt-Preise. Die Testkäufer mussten feststellen, dass ihnen angebliche Rabatte in unterschiedlicher Höhe weisgemacht wurden. Obwohl sie zum selben Zeitpunkt dieselbe Ware zur Selbstabholung aus demselben Laden in den Online-Warenkorb Instacarts legten, und dabei der aufgerufene Preis ident war, wurden ihnen verschiedene Statt-Preise angezeigt, also unterschiedliche hohe Rabatte vorgegaukelt. Auch das macht Instacart gegenüber betroffenen Verbrauchern nicht transparent.

„Wenn Preise nicht mehr transparent sind, können Käufer beim Einkauf nicht mehr vergleichen”, kritisiert der Testbericht. „Diese zunehmend undurchsichtigen Methoden schlagen nicht nur ein Loch in die Geldbörsen der Familien. Faire und ehrliche Märkte sind das Fundament einer gesunden Wirtschaft – und Firmen wie Instacart gefährden dieses Vertrauen.”

„Endkunden ist nicht bewusst, dass sie Teil eines Experiments sind”, hieß es auf der Eversight-Webpage. Diesen Satz hat Instacart kürzlich entfernt.


(ds)



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