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WireGuard: Update für Windows-Client nach vier Jahren


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Der WireGuard-Client für Windows ist in Version 0.6.1 erschienen. Das ist das erste Release nach mehreren Jahren für die VPN-Software. Es wurde durch ein gesperrtes Entwicklerkonto bei Microsoft, das zum Signieren der Windows-Treiber dient, verzögert.

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Der Entwickler Jason Donenfeld hat am vergangenen Freitag das Update angekündigt. Normalerweise mache er das nicht, führt er aus, jedoch sieht er sich nach dem ersten Update seit Jahren und den jüngsten Medienberichten dazu veranlasst. Das Update umfasst den Kernel-Treiber und die Verwaltungssoftware sowie die Tools für die Kommandozeile.

Neue Funktionen sind hinzugekommen, etwa das Entfernen von erlaubten IPs ohne Paketverlust, was bereits in der Software für Linux und FreeBSD eingezogen ist, oder die Unterstützung von sehr niedrigen MTU-Werten für IPv4-Verbindungen. Die größten Verbesserungen sind demnach jedoch die gesammelten Fehlerkorrekturen, Performanceverbesserungen und allen voran die Verschlankung durch das Anheben der Mindestanforderung für unterstützte Windows-Versionen auf Windows 10 Build 1507.

Dadurch stehen die Projekte auf einer solideren Basis, ohne Jahrzehnte an Kompatibilitäts-Hacks und alternative Codepfade, sowie eine bizarre Programmlogik und dynamisches Dispatchen pflegen zu müssen. Außerdem hat Donenfeld die Toolchain zum Bauen der Software sowie genutzte Bibliotheken wie die Go-Version für die GUI und die EV-Zertifikate sowie die Signier-Infrastruktur aktualisiert. Das sollte alles im Zusammenspiel für bessere Performance und moderneren Code sorgen.

Da es das erste Update seit einigen Jahren ist, sollen Nutzer und Nutzerinnen es ausgiebig testen. Der integrierte Update-Mechanismus sollte die Aktualisierung finden und die Installation anbieten. Alternativ steht ein direkter Download des Installers auf der WireGuard-Webseite bereit.

Donenfeld geht auch kurz auf das gesperrte Entwicklerkonto bei Microsoft ein, was das Signieren des neuen Treibers verzögert hat. Er erteilt Verschwörungstheorien dazu eine Absage. Dennoch habe die Berichterstattung geholfen, Microsofts Aufmerksamkeit zu erregen und eine schnellere Entsperrung des Kontos zu erreichen. Er sieht es als einen Fall von Bürokratie an, die aus dem Ruder gelaufen ist. Wer sich frage, warum ein Update für WireGuard für Windows erschienen ist, obwohl das Konto gesperrt sei – es wurde rasch entsperrt. Viele Medien hätten diese Aktualisierung jedoch nicht ergänzt.

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(dmk)



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