Apps & Mobile Entwicklung
„X“ will LPDDR5X: Mini-Gaming-PCs mit Arc B390 nicht als Barebone möglich

Erste Mini-PCs mit Core Ultra 300 Panther Lake kommen demnächst von Asus und GMKtec auf den Markt. GMKtec setzt laut Pressemitteilung vorerst nur auf die X-Varianten mit großer iGPU Arc B390, Asus hat sowohl diese, als auch die Standard-Modelle mit kleiner iGPU im Angebot. Das sorgt für Komplexität und weniger Flexibilität.
X-CPUs setzten LPDDR5X voraus
Denn Intel sieht für die X-Varianten explizit den Einsatz von LPDDR5X mit mehr als 7.500 MT/s vor, um die iGPU mit genug Bandbreite versorgen zu können. Wie wichtig die ist, zeigt selbst noch der Vergleich von LPDDR5X-8355 mit LPDDR5X-9600, demzufolge allein der nochmals höhere RAM-Takt weitere rund 10 Prozent mehr FPS möglich macht. Bei DDR5 ist offiziell schon bei 7.200 MT/s Schluss.
Doch LPDDR5X hat einen Nachteil: Der Speicher wird verlötet und ist daher, solange er nicht auf einem CAMM2-Modul sitzt, nicht wechselbar. Die Varianten ohne große iGPU und damit ohne „X“ können auf klassischen DDR5 ((SO)DIMM) oder LPDDR5X setzen. Hier hat der Hersteller die Wahl.
Mini-PCs mit X-CPUs nicht als Barebone
Ein Blick auf erste Listung des Asus NUC 16 Pro im Handel zeigt: In den Varianten mit Core Ultra 300(H) ohne Arc B390 setzt Asus auf DDR5 SO-DIMM, was auch „Kit“-Varianten und damit Barebones möglich macht: Der Kunde kauft RAM und Speicher selber. Im aktuellen Marktumfeld könnte also auch DDR5 aus einem NUC 15 Pro übernommen werden um einen neuen NUC 16 Pro mit Panther Lake zu betreiben, auch wenn der RAM eventuell nur 5.600 MT/s hat.
Bei den Core Ultra 300 der X-Serie wird Asus aber zwangsläufig auf verlöteten LPDDR5X setzen, den Kunden nicht tauschen oder aufrüsten können – zugleich wird keine Barebones ohne RAM geben. Das ist ein Nachteil der sehr hohen Leistung der X-Varianten.