Künstliche Intelligenz
xAI betreibt Gasturbinen für KI-Rechenzentrum ohne Genehmigung
Elon Musks KI-Unternehmen xAI hat auf seinem Gelände im US-Bundesstaat Mississippi Gasturbinen aufgestellt, um ein Rechenzentrum mit Strom zu versorgen. In den vergangenen Wochen sind 19 Turbinen hinzugekommen. Anwohner klagen dagegen.
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Die 19 Turbinen seien zwischen Ende März und Anfang Mai installiert worden, berichtet das Non-Profit-Onlinenachrichtenangebot Mississippi Today. Es sind mobile Turbinen, die auf Tiefladern montiert sind.
Damit stehen auf dem Gelände von xAI in Southaven im Norden des Bundesstaates Mississippi, an der Grenze zu Tennessee, 46 Turbinen. Damit hat sich die Zahl der Turbinen seit der Ankunft des Unternehmens im vergangenen Jahr in Mississippi mehr als verdoppelt: xAI startete mit 18 Gasturbinen.
Emissionen und Lärm
Die Bürgerrechtsorganisation NAACP hat in der vergangenen Woche Klage eingereicht, weil xAI die Turbinen ohne Genehmigung betreibe und weil die Abgase die Umwelt belasteten. Diese emittierten Stickoxide, Feinstaub sowie gefährliche Chemikalien wie Formaldehyd. Eine weitere Klage läuft seit April. Daneben haben sich Anwohner über den Lärm der Turbinen beschwert.
Die Umweltbehörde Mississippi Department of Environmental Quality (MDEQ) teilte Mississippi Today mit, sie beobachte die Situation. Nach Angaben der Behörde dürfen mobile Turbinen bis zu einem Jahr ohne eine sogenannte Air Permit betrieben werden. Ohne Air Permit hat das MDEQ keine Möglichkeit, die Emissionen auf dem Gelände zu messen.
Die Anwälte der NAACP argumentierten hingegen, das MDEQ lege die Definition mobil falsch aus. Nach ihrer Auslegung des entsprechenden Gesetzestextes müssten die Turbinen ihrem Einsatz nach als stationär angesehen werden, auch wenn sie auf einem Fahrzeug montiert seien.
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(wpl)