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XPipe 19: SSH-Manager unterstützt nun auch alte Unix-Systeme


Der quelloffene SSH-Manager XPipe ist in Version 19 erschienen. Das wesentliche Merkmal des Updates ist die deutlich verbesserte Kompatibilität mit veralteten Unix-basierten Systemen, die bereits das Ende ihres Lebenszyklus erreicht haben. Laut Entwickler Christopher Schnick soll XPipe nun mit praktisch jedem System funktionieren, zu dem überhaupt eine SSH-Verbindung möglich ist – unabhängig vom Alter.

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XPipe ist ein Desktop-Tool zur Verwaltung von SSH-Verbindungen, das sich primär an Administratoren richtet. Die Open-Source-Software bietet einen grafischen Datei-Browser für Remote-Systeme und verwaltet an zentraler Stelle alle Verbindungen zu Servern, Containern und virtuellen Maschinen. Bislang konzentrierte sich die Entwicklung auf aktuelle Systeme, doch in der Praxis müssen IT-Abteilungen häufig auch Legacy-Infrastrukturen betreuen.

Die neue Version behebt zahlreiche Kompatibilitätsprobleme mit älteren Unix-Varianten. So erkennt der SSH-Dialog jetzt automatisch noch unterstützte Verschlüsselungsalgorithmen, wenn ein Server so veraltete Crypto-Methoden anbietet, dass moderne SSH-Clients diese nicht mehr kennen. XPipe umgeht außerdem Einschränkungen älterer Versionen der Kommandozeilen-Tools find, tar und dd, die in Legacy-Systemen verwendet werden.

Weitere Anpassungen betreffen Systeme, in denen das sleep-Kommando keine Dezimalzahlen akzeptiert oder die Shell-Option set -u gesetzt ist. Die Software kann nun auch AIX-Versionen vollständig erkennen und die Namen von Unix-basierten Nicht-Linux-Systemen korrekt formatieren. IBM AIX und HP-UX gehören zu den Plattformen, die Schnick in seinem Blogbeitrag zu XPipe 19 explizit nennt.

Neu ist die Integration des VPN-Tools Netbird: XPipe kann jetzt über die lokal installierte Netbird-Kommandozeile auf Geräte im Netbird-Netzwerk per SSH zugreifen. Für Systeme ohne Shell-Zugriff führt Version 19 das Konzept abstrakter Hosts ein: Admins können damit Verbindungen zu Geräten besser organisieren, die nur VNC, RDP oder Web-Dienste anbieten – etwa Embedded-Systeme oder Netzwerkgeräte.

Die Adresse lässt sich dabei inline angeben oder aus bestehenden XPipe-Einträgen wählen. Die Software passt die Verbindung dann automatisch an die Möglichkeiten des Zielsystems an. Mehrere Verbindungen zum selben Host werden übersichtlich gruppiert dargestellt.

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XPipe 19 unterstützt erstmals reine SFTP-Verbindungen ohne SSH-Shell-Zugang. Solche Systeme lassen sich im Datei-Browser öffnen, wenn auch mit eingeschränkter Funktionalität, da keine Kommandos ausgeführt werden können. Die Software kann außerdem Dateien per sudo lesen, wenn der aktuelle Nutzer keine Leserechte besitzt.

Zu den weiteren Neuerungen zählen Unterstützung für Flatpak-Varianten verschiedener Editoren und Terminals, verbessertes Drag-and-Drop in der Navigationsleiste des Browsers sowie die Option, Service-Tunnel beim Start automatisch zu aktivieren. Die technische Basis wurde auf JDK 25 und JavaFX 25 aktualisiert.

XPipe 19 steht auf der Projekt-Website zum Download bereit. Die Software läuft auf Linux, macOS und Windows. Das Nix-Paket unterstützt nun auch macOS. Neben der freien Community-Variante können Unternehmen XPipe in unterschiedlichen kommerziellen Lizenzen beziehen, die weitere Features hinzufügen.

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(fo)



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Smart Home: Home Assistant mit nützlichen Apps erweitern


Schnell einen Streaming-Dienst wie Plex einrichten, VPN per Wireguard nutzen oder Werbung mit AdGuard aus dem Heimnetz filtern: Auf einem eigenen Server zuhause lassen sich viele nützliche Dienste betreiben. Allerdings kann es recht umständlich sein, all diese Dienste zu installieren und einzurichten.

  • Home Assistant lässt sich mit einer Mischung aus offiziellen Apps und Community-Erweiterungen flexibel an die Bedürfnisse der Nutzer anpassen.
  • Neue Apps lassen sich über einen Store in den Einstellungen von Home Assistant hinzufügen.
  • Community-Apps bieten zusätzliche Flexibilität und ermöglichen es, spezialisierte Dienste wie Lebensmittelverwaltung, Medienstreaming oder Visualisierungen direkt neben Home Assistant zu betreiben.

Wer bereits Home Assistant verwendet, kann diese Dienste und viele weitere nebenher auf der genutzten Hardware installieren. Eine Mischung aus offiziellen Apps und Community-Erweiterungen bieten weitgehende Möglichkeiten und machen das System flexibler. Während offizielle Apps vor allem die Kernfunktionen von Home Assistant erweitern, liefern Community-Apps viel weitgehendere Möglichkeiten.

In diesem Artikel gehen wir auf die Grundlagen von Apps ein: Wir zeigen, wie Nutzer sie installieren, ihre Einstellungen ändern und einen Schnellzugriff einrichten. Außerdem machen wir einen kleinen Streifzug durch die vorhandenen Apps und zeigen, welche Erweiterungen man auf jeden Fall installieren sollte.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Smart Home: Home Assistant mit nützlichen Apps erweitern“.
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SPD will Social-Media-Verbot für Kinder unter 14


Das kürzlich eingeführte australische Social-Media-Verbot für Jugendliche ruft Nachahmer rund um den Globus auf den Plan. Jetzt will auch die SPD in Deutschland strengere Regeln für die Jugend.

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Die SPD hat in einem Impulspapier die Einführung eines Social-Media-Verbots für Kinder unter 14 Jahren gefordert. Die Partei schlägt vor, eine Altersverifikation mithilfe der App „EUDI-Wallet“ verpflichtend zu machen.

Kern des Vorschlags ist eine nach drei Altersgruppen abgestufte Regelung: Für unter 14-Jährige solle fortan ein vollständiges Verbot der Nutzung von Social-Media-Plattformen bestehen. Die Anbieter sollen verpflichtet werden, „den Zugang technisch wirksam zu unterbinden“. Verstöße durch die Plattformen müssten für diese schnelle und spürbare Konsequenzen haben: „von sofortigen Anordnungen und empfindlichen Sanktionen bis hin zu temporären Einschränkungen oder Netzsperren als Ultima Ratio“.

Für unter 16-Jährige solle hingegen eine verpflichtende „Jugendversion der Plattformen“ gelten. Diese dürfe keine suchtverstärkenden Funktionen enthalten wie etwa Endlos-Scrollen, automatisches Abspielen von Inhalten oder Anreizsysteme, die intensive oder dauerhafte Nutzung belohnen. Zudem müsse eine Jugendversion ohne algorithmisch gesteuerte Feeds auskommen und dürfe Inhalte auch nicht mehr personalisiert ausspielen.

Jugendliche unter 16 sollen künftig ausschließlich über die „EUDI-Wallet“-App ihrer Erziehungsberechtigten Zugang zu Instagram und Co. haben. Bei der App (EU Digital Identity Wallet) handelt es sich um eine Art digitales Portemonnaie, in dem beispielsweise Personalausweis und Führerschein der Erziehungsberechtigten gespeichert sind.

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Für alle Bürger ab 16 Jahren – also auch für Erwachsene – sollen künftig auf den digitalen Plattformen zudem algorithmische Empfehlungssysteme standardmäßig deaktiviert sein. Wollen Nutzer Inhalte durch Algorithmen vorgeschlagen bekommen, müssten sie sich also bewusst und aktiv dafür entscheiden. Auch diese Altersgruppe müsste sich dem Vorschlag entsprechend künftig vor der Nutzung mit „EUDI-Wallet“ verifizieren.

Über die Altersbegrenzungen hinaus versteht die SPD ihren Vorschlag als eine größer angelegte „Rückkehr zum klassischen Social-Media-Prinzip“. Nutzer sozialer Medien sollten künftig wieder selbst entscheiden können, was sie sehen wollen und was nicht. Die Standardeinstellung auf Plattformen müsse wieder sein, dass Nutzer auf ihrer Seite ausschließlich Inhalte von Personen und Accounts zu sehen bekommen, denen sie aktiv folgen. Statt eines automatisch kuratierten Feeds, der verdeckt priorisiert und einzelne Inhalte algorithmisch verstärkt, sollten Nutzer wieder selbst bestimmen, so das Papier.

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Der SPD-Vorsitzende und Vizekanzler Lars Klingbeil hatte in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur betont, dass bei ihm momentan ein Umdenken stattfinde: „Vor ein paar Jahren haben wir alle die Freiheit des Netzes betont und gesagt, da darf es keinerlei Einschränkung geben. Aber jetzt sehen wir doch in den Debatten, dass gesellschaftlich etwas passiert, dass junge Leute zu mir kommen und sagen, wir brauchen klare Regeln, wie wir mit sozialen Netzwerken umgehen.“

Dem Spiegel sagte sagte Klingbeil nun: „Der Schutz junger Menschen vor der Flut an Hass und Gewalt in sozialen Medien hat oberste Priorität.“ Und: „Wir kommen an klaren Regeln und Einschränkungen – wie sie der SPD-Vorschlag unterbreitet – nicht mehr vorbei.“

Im Ausland wollen gleich mehrere Länder wie Dänemark, Großbritannien, Frankreich und Spanien dem Vorbild Australiens folgen, das vor zwei Monaten als erstes Land der Welt ein generelles Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige eingeführt hat. Die Kinder dürfen dort keine eigenen Social-Media-Accounts mehr haben.

Auch aus der CDU kamen zuletzt befürwortende Stimmen, was eine strengere Regulierung von sozialen Medien betrifft. Familienministerin Karin Prien (CDU) hatte erklärt, ein Verbot bis zu einem bestimmten Alter könne sie sich persönlich vorstellen. Die CDU will auf ihrem Parteitag am kommenden Wochenende über das Thema diskutieren.


(afl)



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GitHub sicher nutzen: So reduzieren Sie Ihr Risiko bei Fremdcode-Installation


„GitHub? … das ist doch nur was für Entwickler!“ Bis vor wenigen Jahren konnte man so einem Satz weitgehend zustimmen. Doch inzwischen ist die Plattform auch bei unerfahrenen Nutzern beliebt: Dort erhalten sie Software direkt von der Quelle. Viele Hersteller spannender Tools machen ihre Software vor allem über GitHub und ähnliche Dienste der Öffentlichkeit zugänglich. Doch der offene Zugang hat seinen Preis.

Grundsätzlich gilt: Code von Fremden auszuführen, ist riskant. Und die wachsende Popularität von Plattformen wie Github zieht auch Angreifer an. Sie klonen etwa harmlose Projekte und verseuchen sie mit Malware. So lassen sich Hintertüren auf den Systemen ihrer Opfer einrichten, Ransomware oder Kryptominer installieren.

Dieser Artikel erläutert verschiedene Ansätze, die insbesondere Nicht-Softwareentwicklern und Nicht-Cybersecurity-Experten Anhaltspunkte geben, um offensichtlichere Kompromittierungen und Angriffe zu erkennen. Die Tipps beschreiben etwa, wie Einsteiger das Haupt-Repository eines gesuchten Projekts auf GitHub finden und von seinen Ablegern unterscheiden. Zudem behandelt er einige Suchansätze, um Kompromittierungen in Quellcode zu erkennen. Viele Gefahren lassen sich so reduzieren. Der Artikel konzentriert sich auf die Plattform GitHub, viele grundsätzliche Aussagen gelten implizit aber auch für andere Plattformen wie Gitlab, Gitea oder Codeberg.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „GitHub sicher nutzen: So reduzieren Sie Ihr Risiko bei Fremdcode-Installation“.
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