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Zen 6LP: AMD bestätigt zusätzliche Low-Power-Cores für Zen 6


Zen 6LP: AMD bestätigt zusätzliche Low-Power-Cores für Zen 6

Bild: AMD

Seit Jahren ein Gerücht, nun werden sie Realität. AMD hat in neuen Kernel-Einträgen die dritte Stufe der Kerne angekündigt: Zen 6LP. Diese rangieren unter dem sogenannten Classic/Performance-Core sowie den schon mehrmals aufgelegten Dense/Efficiency-Cores alias Zen 4c/Zen 5c/Zen 6c.

In neuesten Kernel-Einträgen wird AMDs Low-Power-Core erstmals deklariert, der als neue Stufe unterhalb der bekannten Kerne arbeiten soll. Er ist für minimalen Verbrauch ausgelegt und soll sich primär um Hintergrundtasks und Idle-Aufgaben kümmern, erklärt AMD.

This series extends the x86 topology cpu_type classification to support
a Low Power core type, in addition to the existing Performance and
Efficiency types.

[..]

.. identifies a low-power core designed for minimal power consumption during background
or idle workloads.

Zen 6LP mit L2- und L3-Cache

Laut aktuellen Gerüchten soll der Low-Power-Kern stets in doppelter Form auftreten, dabei gemäß den Plänen auf 512 KByte L2-Cache und sogar 2 MByte L3-Cache zugreifen können. Das entspricht dem Tenor der bisherigen Versuche in diesem Bereich: Es braucht durchaus halbwegs performante Lösungen, da sie sonst ihren Zweck verfehlen.

Intel musste dies unter anderem bei Intel Meteor Lake und Intel Arrow Lake lernen, nur zwei schwache Kerne in einem dazu noch ausgelagerten Chip mussten jedoch zu häufig die regulären Performance-Kerne aktivieren – gedachte Ersparnisse verpufften so. Seit Intel Panther Lake und auch die kommenden Intel Nova Lake sind vier LPE-Cores gesetzt, die dazu auch größere L2-Caches und einen zusätzlichen Memory-Side-Cache nutzen, gepaart mit ihrem Auftritt im gleichen Chip und nicht mehr ausgelagert.

Eine Dreiteilung kann sinnvoll sein

Vor allem für das mobile Umfeld macht die Dreiteilung der Kerne durchaus Sinn. AMD hat zuletzt bereits mit Zen Dense, also den kleineren Kernen, sehr gute Erfahrungen gemacht, sie sind heute breit in Notebooks und vor allem auch Handhelds anzutreffen. Oft sind heute nur noch ein oder zwei Classic-Cores mit dabei, den Rest übernimmt Zen c. Der große Vorteil bei AMD war und ist, dass es de facto die gleiche Architektur nur in komprimierter Form mit etwas weniger L3-Cache ist, während Intel den Ansatz mit zwei verschiedenen Kernarchitekturen verfolgt. Wie Zen LP letztlich innerhalb dieser Hierarchie positioniert wird, bleibt abzuwarten, herausfordernd wird bei einer dreistufigen Lösung dann bekanntlich auch stets das Scheduling der Aufgaben für Kerne und Threads.



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