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Zero Parades: For Dead Spies: Nachfolger von Disco Elysium hat viel zu bieten

Der Nachfolger des hochgelobten Rollenspiels Disco Elysium ist da. Das erneut textlastige Spionage-RPG, das unter anderem Psyche und Gedanken der Hauptfigur sprechen lässt, reicht nicht ganz an den Kult-Vorgänger heran, hat aber eine Menge zu bieten.
„Erzählstark“ nennen die Entwickler ihr Werk, in dem dieses Mal statt des abgehalfterten Ermittlers mit Gedächtnislücken eine Spionin im Mittelpunkt steht, die vergangenes Scheitern ausradieren und sich erneut beweisen möchte. Neues Scheitern müssen Spieler dank komplexer Mechaniken in Kauf nehmen, denn wie in einem Tabletop-Spiel wird Erfolg gewürfelt. Scheitern heiße jedoch nur, umzudenken. Wie in Disco Elysium stehen sie dabei in Kontakt mit dem „Inneren Selbst“ der Hauptfigur, deren Gedanken (unzuverlässige) Hinweise geben. Die Entwicklung dieses inneren Denkens sollen Spieler nun gezielter beeinflussen können.
Begegnungen, nicht notwendigerweise im Kampf, bleiben eine Säule des Spielkonzepts. Die nur in englischer Sprache vertonten Dialoge sind umfangreich. Es gibt aber auch taktische Begegnungen und Gelegenheiten, Werkzeuge einzusetzen, um unter anderem zu manipulieren und zu täuschen. Versprochen wird ein absurder Cast, man treffe „auf internationale Banker, Technofaschisten aus dem Ausland, übersinnliche Doppelgänger, einen paranoiden Fernsehstar, einen Mann mit einer Kiste als Herz“ und weitere skurrile Figuren, verspricht die Produktseite. Dabei gilt es, die Fragilität der eigenen Psyche im Blick zu behalten.
Gut, sagen Tests
Erscheinen wird Zero Parades am 21. Mai 2026 auf dem PC über Steam, Epic und GOG, Konsolen sollen im Laufe des Jahres folgen. Auf Metacritic erreicht das Spiel aktuell 83 Punkte, 6 weniger als der Vorgänger. Die Wertungen sind gespaltener.
Für Eurogamer funktioniert das Spiel hervorragend. Erzählung, die Meta-Ebene, eine Betrachtung von Authentizität, Kapitalismus und Konsum, Reaktionen auf den Spieler, das ergibt für die Seite einen tollen Mix. Dual Shockers lobt ebenfalls, schränkt aber ein, dass man sich auf die Spielweise einlassen und vor allem aufmerksam spielen müsse. Je weiter die Wertung sinkt, desto eher wirkt Zero Parades aber wie eine „blasse Imitation“ des Vorgängers (Game Spot), wenngleich es weiterhin ein „gutes Rollenspiel“ bleibe.