Entwicklung & Code

Zu viel Copilot: Gentoo wechselt von GitHub zu Codeberg


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Gentoo Linux eröffnet eine Präsenz auf der Berliner Code-Verwaltungsplattform Codeberg. Sie ist ein erster Schritt der Loslösung von GitHub. Die neuen Repositories auf Codeberg sind ein Spiegel der Struktur, die Gentoo selbst hostet.

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Im Gentoo-Blog heißt es, dass Codeberg eine Alternative zu GitHub sein soll, aber auch „Teil einer graduellen Migration weg von GitHub“. Bereits im Januar hatte Gentoo angekündigt, sich von der Microsoft-Plattform lösen zu wollen: „Goodbye Github, welcome Codeberg“. Als Grund nennt der Anbieter: „Hauptsächlich wegen der fortgesetzten Versuche, eine Copilot-Nutzung für unsere Repositories zu erzwingen.“

Viele Projekte beklagen, dass Coding-Assistenten die Arbeit der Maintainer stören, weil KI-Nutzer immer mehr schlechte und wertlose Pull Requests einreichen. Gerade Open-Source-Projekte – wie auch Gentoo – lehnen daher oft KI-generierten Code ab. Außerdem stören sich viele Open-Source-Betreiber an der Nutzung ihrer Daten für das Training der Modelle, was sich GitHub ausdrücklich vorbehält.

Aus den gleichen Gründen hatte Zig im Dezember letzten Jahres GitHub den Rücken gekehrt und curl sich vom Bug-Bounty-Programm verabschiedet. Curl-Maintainer Stenberg beklagt, dass 95 Prozent der Einreichungen wertlos waren.

Codeberg ist im Gegensatz zu Microsofts GitHub ein nicht kommerzieller Verein mit Sitz in Berlin. Der Betrieb geschieht ausschließlich durch die Community. Technische Basis ist die Plattform Forgejo, die wiederum Git verwendet und ähnliche Funktionen zur gemeinsamen Code-Verwaltung wie GitHub bietet.

Gentoo setzt den AGit-Workflow (eine Methode zum direkten Einreichen von Änderungen ohne Fork) zum Klonen und für Pull Requests ein:

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git clone git@git.gentoo.org:repo/gentoo.git
cd gentoo
git remote add codeberg ssh://git@codeberg.org/gentoo/gentoo
git checkout -b my-new-fixes
git push codeberg HEAD:refs/for/master -o topic="$title"


Weitere Commits lassen sich mit demselben Topic nachtragen. Das Haupt-Repository hostet Gentoo selbst: Sowohl die neue Präsenz auf Codeberg als auch die alte, noch existierende auf GitHub sind nur Spiegel, die der Bequemlichkeit der Kontributoren dienen sollen.


(who)



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