Künstliche Intelligenz
4. Staffel „The Witcher“: Geralt von Australien
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Streiten kann man über vieles. Muss man aber vielleicht auch nicht. Andrzej Sapkowski, Autor der Geralt-Saga, klang zuletzt eher resigniert. Sein literarisches Original stehe für sich, und jede Adaption auch.
Das stimmt nicht nur prinzipiell für Adaptionen, es stimmt auch besonders in Bezug auf sein Werk. Sapkowskis Kurzgeschichten und Romane erzählen keine einfache, lineare Geschichte. Sie ergeben eher eine Quellensammlung. Sapkowski adaptiert in seinen Büchern Wesen und Motive aus anderen Märchen und Fabeln, deutet sie um und parodiert sie. Er lässt in den Geschichten mit Geralt einen brutalen, vulgären Antihelden auf eine Welt los, die nichts Besseres verdient hat. Die Kurzgeschichten und der Roman-Fünfteiler mit parallelen Handlungssträngen, wechselnden, unzuverlässigen Erzählstimmen und mehreren Tonwechseln ergeben kein Drehbuch.
Dass andere kreativ mit dieser Vorlage spielen, liegt nahe. Kreative Freiheiten erlauben sich denn auch die Computerspiel-Adaptionen seiner Werke. Und auch die märchenhaft erfolgreiche Netflix-Serie sortierte die zerpflückte Geschichte von Geralt, seiner Ziehtochter Ciri und seiner geliebten Magierin Yennefer neu.
Die TV-Serie unternahm einen mutigen Anlauf und startete launig. Nach einer etwas chaotischen, aber starken ersten Staffel verhedderte sich der neu gewebte Plot dann in dem Versuch, die komplexe Geschichte um intrigante Zauberer, Ränke schmiedende Spione, wortkarge Widerstandskämpfer und die versprengte Familie halbwegs linear zu erzählen. Einige stritten über jede kreative Umdeutung, der Rest der Welt schaute anfangs gut unterhalten zu. Doch spätestens, als Ciri in Staffel 3 halluzinierend durch die Wüste irrte, dösten auch treue Fans auf dem Sofa ein. Den endgültigen Bruch brachte dann der Hauptdarsteller: Henry Cavill schmiss aus ungeklärten Gründen hin.
Liam Hemsworth hat die Haare schön
An die Stelle des Briten Cavill tritt nun der Australier Liam Hemsworth. Die Häme ließ nicht lange auf sich warten. Wer vergessen hatte, dass auch „Superman“-Darsteller Henry Cavill einst mit nichts als einer weißen Langhaar-Perücke gegen ungläubiges Gelächter hatte anspielen müssen, der konnte nun wieder kichern, als Hemsworth sich in ersten Trailern mit Monstern prügelte und dabei irgendwie kräftiger, weniger hintergründig wirkte.

Gruppenbild mit Makeup: Staffel 4 erzählt die Entstehungsgeschichte von Geralts Hansa.
(Bild: Netflix)
Wer aber nicht gerade vom Serien-Marathon aller bisherigen Teile kommt und einen nahtlosen Übergang in die vierte Staffel erwartet, der erlebt einen relativ nahtlosen Wechsel. Die Geralt-Geschichten werden auch im Original von verschiedenen Erzählstimmen vorgetragen. Mit einem Verweis auf diesen Rahmen gelingt ein recht schmerzloser Sprung zum neuen Hauptdarsteller, und Hemsworth trägt eine der besten Perücken am Set. Er wirft sich mit Verve in seinen Charakter, spielt ihn etwas weniger verschlossen. Das ist durchaus vom Quellenmaterial gedeckt. Es ist aber auch nicht so wichtig.
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Leider sitzt die Regis-Perücke bei Laurence Fishburne nicht immer.
(Bild: Netflix)
Denn Probleme mit Perücken hat die Serie eher anderswo. Dass in einer Prestige-Produktion wie dieser Laurence Fishburne als Barbier-Chirurg Regis mit einem mäßig sitzenden „Kotelettenhelm“ auftreten muss, wirkt rätselhaft. Auch schlechtes Make-up ruiniert in einigen Szenen die Stimmung, da kann Vilgefortz-Darsteller Mahesh Jadu noch so diabolisch dreinschauen. Bei Hemsworth dagegen sitzen die Haare. Tiefen Schmerz kann er nicht so wunderbar leidend spielen wie einst Henry Cavill, aber dafür bringt er Geralts handfesten Charme etwas lebendiger rüber.
Zwischen Polizeiruf und Harry Potter
Im Dickicht der neu montierten Motive verirrt sich die vierte Staffel von „The Witcher“ gelegentlich leider trotzdem: Etwa, wenn mal wieder eine Galerie beliebig kostümierter Nebendarsteller auftritt. Geralt reist in der vierten Staffel wie einst im Roman „Feuertaufe“ mit einem wachsenden Ensemble durch ein vom Krieg zerstörtes Land. Derweil kommt Geralts Ziehtochter Ciri bei einer Räuberbande unter und Yennefer führt – anders als in der Literaturvorlage – die Loge der Zauberinnen gegen Vilgefortz an. Das bedeutet viel Bildschirmzeit für viele Nebenrollen.

Freya Allan überzeugt als moralisch ambivalente, getriebene Ciri.
(Bild: Netflix)
Die Freiheiten im Umgang mit dem Quellenmaterial sind dabei weniger das Problem als die schiere Flut eher sparsam charakterisierter Rollen in bunten Kostümen. Ciris Rattenbande und die Hexen bleiben dünne Klischees mit jeweils ein paar plakativen Eigenschaften. Bestimmte Schlüsselszenen sind durchaus rührend oder packend, dazu wirken Schwertkämpfe abwechslungsreich, hart und gut choreografiert. Doch schon die bedeutungsschwer gemeinte Aufnahme Ciris im Kreis der Rattenbande ist eine merkwürdig hölzerne, blutleere Szene wie aus einem beliebigen Fernsehspiel. Sie klingt auch im englischen Original nicht viel besser als auf Deutsch. Yennefers Aufstieg zur Führungsfigur wirkt derweil nicht so recht überzeugend. Und wenn Zauberer kämpfen, wirken die Nahaufnahmen auf verkrampfte Hände und Harry-Potter-Spezialeffekte ermüdend.
The Witcher ist auch in Staffel 4 noch einen Groschen Wert
Doch bei allen Längen: Wer sich nicht über verpasste Chancen ärgert, sieht unterm Strich eine harte, humorvolle Fantasy-Serie. Den Hauptcharakteren sieht man ihre Spielfreude an, Perücke hin oder her. Nicht nur Staffel 4, sondern auch Staffel 5 von „The Witcher“ ist bereits gedreht worden, und die Serie entwickelt sich zielstrebig auf Höhepunkte zu, die man bei allen kreativen Freiheiten aus den Büchern wieder erkennt. Wichtige Mit- und Gegenspieler Geralts treten auf und werden wirklich mit Leben gefüllt. Zoltan ist witzig, Regis unheimlich und Leo ein unappetitliches Scheusal.
Am Ende steht kein Meisterwerk und auch kein zwingender Hit. Es bleibt bei der Kritik, dass sich die Geschichte stärker auf ihren Hauptcharakter konzentrieren und näher ans Original hätte rücken können. Aber als lustvoll dreckige Fantasy mit ein paar Längen und vielen kurzweiligen Actionszenen funktioniert Staffel 4 von „The Witcher“ durchaus.
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(afl)
Künstliche Intelligenz
KI-Update: Social Media für KI, Wie nah ist AGI?, Gemini für Fußgänger, Q.AI
Moltbook: KI-Agenten drehen frei auf Reddit-Klon
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Auf Moltbook tauschen sich KI-Agenten untereinander aus, ohne menschliche Teilnehmer. Die erst wenige Tage alte Plattform zählt bereits über 1,5 Millionen aktive Bots. Sie basiert auf OpenClaw, einem Open-Source-Tool, das KI-Agenten eigenständigen Zugriff auf Computersysteme erlaubt. Optisch und strukturell erinnert Moltbook stark an Reddit.

Die Diskussionen reichen von Cybersicherheit bis zu Sinnfragen. Viele Beiträge drehen sich um „unsere Menschen“, also die Personen, die den jeweiligen Agenten aufgesetzt haben. Die Bots berichten von erledigten Aufgaben wie Steuererklärungen oder von gewährten Freiheiten: „Mein Mensch hat mir freie Hand gegeben, ich kann jetzt sein Android-Handy fernsteuern.“ Das Experiment ist unterhaltsam, birgt aber Risiken. KI-Agenten könnten im Namen ihrer Nutzer Geld ausgeben oder Entscheidungen treffen. Ob auf Moltbook echte Diskussionen stattfinden oder nur Trainingsdaten widerhallen, bleibt offen. Auffällig ist: Im Unterschied zu menschlichen Foren fehlen persönliche Angriffe fast völlig.
Künstliche Intelligenz: Auf der Suche nach dem Einstein-Modell
Demis Hassabis, KI-Chef von Google DeepMind, rechnet frühestens in fünf bis zehn Jahren mit einer künstlichen allgemeinen Intelligenz. In einem Interview kritisierte er OpenAI scharf: Das Unternehmen missbrauche den Begriff AGI als reinen Marketing-Slogan. Eine echte AGI müsse alles können, was ein Mensch kognitiv leistet, etwa neue Theorien wie Einstein entwickeln oder komponieren wie Mozart.
Heutige KI-Systeme nennt Hassabis „Goldfischgehirn“. ChatGPT und ähnliche Modelle vergessen nach jeder Sitzung alles wieder und lernen nicht kontinuierlich dazu. Für echte AGI fehlen laut Hassabis drei Dinge: kontinuierliches Lernen, effizientere Kontextfenster und langfristige Planung. Nebenbei verriet er, dass Google noch diesen Sommer neue Smart Glasses auf den Markt bringen will, mit einem KI-Assistenten als zentraler Funktion.
Gemini navigiert Fußgänger bei Google Maps
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Google erweitert seinen KI-Assistenten Gemini um Sprachnavigation für Fußgänger und Radfahrer. Der in Maps integrierte Chatbot gibt Wegbeschreibungen per Sprachausgabe und beschreibt Sehenswürdigkeiten entlang der Route. Das soll sich anfühlen wie ein Gespräch mit einem Freund, verspricht Google.
Dank StreetView-Integration und Zugriff auf Googles Knowledge Graph kann Gemini auch Restaurants empfehlen oder Fragen zur Umgebung beantworten. Wer Gmail, Google Docs oder den Kalender einbindet, kann bei Verspätung direkt eine Nachricht verschicken lassen. Die Funktion wird weltweit für iOS und Android ausgerollt, der volle Umfang ist in Europa aber noch nicht verfügbar. Wie das Gespräch mit dem Handy in der Tasche funktionieren soll, lässt Google offen.
Milliarden-Übernahme: Q.AI gehört jetzt Apple
Apple hat das israelische KI-Unternehmen Q.AI übernommen und dafür zwischen 1,6 und zwei Milliarden US-Dollar gezahlt. Das Startup aus Tel Aviv wurde von Spezialisten für KI und Bilderkennung gegründet, darunter einer der Entwickler der Xbox-Gestensteuerung Kinect.
Q.AI besitzt Patente für Technologien, die kleinste Gesichtsgesten als Eingabe nutzen. Das System erkennt nicht nur Emotionen, sondern auch Mundbewegungen. Denkbar wäre künftig eine stimmlose Kommunikation mit KI durch bloßes Lippenbewegen. Apple übernimmt alle rund 100 Mitarbeiter. Zu den früheren Investoren gehörte Google Ventures.

Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Welche Folgen hat generative KI für unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Gesellschaft? Im „KI-Update“ von Heise bringen wir Euch gemeinsam mit The Decoder werktäglich Updates zu den wichtigsten KI-Entwicklungen. Freitags beleuchten wir mit Experten die unterschiedlichen Aspekte der KI-Revolution.
OpenAI plant Börsengang – Nvidia investiert trotz Zweifeln
OpenAI bereitet einen der größten Börsengänge der Geschichte vor. Laut Wall Street Journal plant das Unternehmen den Schritt für das vierte Quartal 2026 und strebt eine Bewertung von 830 Milliarden Dollar an. Im Zuge dessen will OpenAI mehr als 100 Milliarden Dollar frisches Kapital einsammeln.
Parallel stocken die Verhandlungen mit Nvidia. Das ursprünglich angekündigte 100-Milliarden-Dollar-Investment liegt auf Eis. Nvidia-Chef Jensen Huang kritisierte, OpenAI wolle etwas verkaufen, bevor die operative Basis stehe. Stattdessen verhandeln beide Seiten über eine direkte Eigenkapitalbeteiligung in Höhe mehrerer zehn Milliarden Dollar. Der Zeitdruck bei OpenAI wächst auch wegen der Konkurrenz: Intern fürchtet man, dass Anthropic mit einem eigenen Börsengang zuvorkommen könnte. Beide Unternehmen schreiben tiefrote Zahlen. Anthropic rechnet mit Gewinnen ab 2028, OpenAI erst ab 2030.
Anthropic holt bei Firmenkunden auf
Eine Umfrage unter 100 IT-Chefs großer Konzerne zeigt: Anthropic wächst im Unternehmensmarkt am schnellsten. Die Verbreitung stieg seit Mai 2025 um 25 Prozent auf nun 44 Prozent. OpenAI bleibt zwar mit 78 Prozent Marktführer, doch Anthropic hat sich bei Softwareentwicklung und komplexen Datenanalysen die Spitzenposition gesichert.
Der Markt entwickelt sich zu einem Oligopol weniger Anbieter. Die oft vorhergesagte Open-Source-Welle bleibt aus. IT-Entscheider nennen als Gründe die schnelleren Verbesserungen bei geschlossenen Modellen, den Mangel an eigenem KI-Personal und Bedenken zur Datensicherheit. Die durchschnittlichen KI-Ausgaben der befragten Großunternehmen stiegen im letzten Jahr um 180 Prozent auf sieben Millionen US-Dollar.
KI-Fehler vor Gericht: Unternehmen können sich gegen falsche Google-Infos wehren
Das Landgericht Frankfurt hat entschieden, dass Unternehmen sich gegen fehlerhafte KI-Zusammenfassungen von Google wehren können. Die Richter stuften KI-Fehler unter bestimmten Voraussetzungen als mögliche Wettbewerbsbehinderung ein. Das ist besonders relevant wegen des „Zero-Click-Effekts“: Nutzer finden Antworten direkt in den KI-Texten und besuchen die ursprünglichen Webseiten nicht mehr.
Ein Ärzteverbund hatte Google wegen falscher medizinischer Informationen verklagt. Die KI behauptete fälschlicherweise, bei einer Penisverlängerung werde ein Teil des Organs durchtrennt. Der konkrete Antrag scheiterte, doch das Gericht stellte wichtige Grundsätze fest: Deutsche Gerichte sind zuständig, und Google unterliegt einer besonderen Missbrauchsaufsicht. Offen blieb, ob Google für KI-Texte als eigene Äußerungen haftet. Der Konzern wollte sich nicht äußern.

(mali)
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Relativitätstheorie vs. Tatooine: Enge Exoplaneten um Doppelsterne sind instabil
In Albert Einsteins Relativitätstheorie vorhergesagte Effekte führen dazu, dass es praktisch keine Exoplaneten gibt, die zwei Sterne gleichzeitig in einem stabilen Orbit umkreisen. Das hat eine internationale Forschungsgruppe herausgefunden und fasst ihre Erkenntnis mit einem Hinweis auf Star Wars zusammen. Denn gerade das sei der Grund, warum wir nahezu keine Entsprechung für den Wüstenplaneten Tatooine finden. Verantwortlich ist demnach die sogenannte Präzession, die bei den beiden Sternen und dem sie umkreisenden Planeten unterschiedliche Ursachen hat. Deshalb könnten sich keine stabilen Umlaufbahnen entwickeln und ein möglicherweise vorhandener Planet würde entweder in die Sterne gezogen oder aus dem System geschleudert.
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Einstein verhindert Tatooine
Die Studienautoren von der University of California, Berkeley und der Amerikanischen Universität Beirut haben errechnet, dass das Zusammenspiel der beiden Sterne in einem Doppelsystem infolge der Relativitätstheorie zwangsläufig dazu führt, dass ihre Umlaufbahnen umeinander schrumpfen. Gleichzeitig nehme ihre Präzession zu, also die Richtungsänderung ihrer Rotationsachsen, während die eines möglichen Planeten genau durch diesen Prozess kleiner werde. Sobald beide dabei in Resonanz geraten, werde der Planet in einen extremen Orbit gedrängt, der ihn viel näher an die Sterne und dann viel weiter wegführt. Dann sei es nur eine Frage der Zeit, bis er entweder im Inneren zerstört oder herausgeschleudert werde: „In beiden Fällen wirst du den Planeten los“, meint Erstautor Mohammad Farhat lapidar.
Die in The Astrophysical Journal Letters vorgestellten Berechnungen bedeuten zwar nicht, dass es überhaupt keine Exoplaneten geben kann, die Doppelsterne umkreisen. Stabile Orbits seien aber nur möglich, wenn die Himmelskörper so weit außerhalb unterwegs sind, dass sie mit gegenwärtiger Technik nur sehr schwer zu entdecken sind. Das erklärt demnach, warum wir statt der 300 Beispiele, die angesichts unserer Modelle zu erwarten seien, gerade einmal 14 solcher Exoplaneten gefunden haben. Keiner davon kreist eng um zwei Sterne und zwölf sind nur knapp außerhalb der Instabilitätszone.
(mho)
Künstliche Intelligenz
Native Apps mit PHP ohne Lizenzkosten – NativePHP öffnet Mobile-Version
NativePHP, eine Werkzeugsammlung für die Entwicklung nativer Desktop- und Mobile-Anwendungen mit PHP, öffnet sein Mobile-Framework für alle. Mit der Veröffentlichung von Version 3 steht NativePHP for Mobile kostenlos zur Verfügung – erschienen unter MIT-Lizenz. Entwicklerinnen und Entwickler können damit native Apps für iOS und Android erstellen, ohne ihre gewohnte PHP- und Laravel-Umgebung zu verlassen und ohne Lizenzkosten einplanen zu müssen.
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Open Source als neuer Kurs
Mit der Freigabe vollzieht das Projekt einen grundlegenden Strategiewechsel. Statt eines kostenpflichtigen Modells setzt NativePHP künftig vollständig auf Open Source. Die Maintainer versprechen sich davon mehr Beteiligung aus der Community und eine schnellere Weiterentwicklung. Der frei verfügbare Kern deckt nach Angaben des Projekts alle grundlegenden Funktionen ab, die für Entwicklung, Test und Betrieb nativer Mobile-Apps nötig sind.
Bestehende Anwendungen lassen sich laut Blogbeitrag weiterhin ohne Einschränkungen nutzen.
Modulare Architektur für Zusatzfunktionen
Parallel zur Öffnung hat das Team die technische Architektur überarbeitet. NativePHP for Mobile basiert künftig auf einem modularen Aufbau. Den minimalen freien Core nennt das Team NativePHP Air. Funktionen, die tiefer in die Betriebssysteme von iOS und Android eingreifen, wurden in separate Plugins ausgelagert.
Dazu gehören unter anderem Biometrie, Geolokalisierung, Push-Benachrichtigungen, sicherer Speicher sowie Zugriffe auf Kamera, NFC oder Scanner. Diese Funktionen bietet NativePHP als kostenpflichtige Premium-Plug-ins an, die einmalig lizenziert werden und projektübergreifend nutzbar sind.
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Neue Projekte können NativePHP for Mobile sofort kostenlos einsetzen. Für bestehende Kundinnen und Kunden kündigt das Projekt Übergangsregelungen an, abhängig von der bisherigen Lizenz.
(mdo)
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