Künstliche Intelligenz
Speicher für große BKWs und kleine PV-Anlagen: Marstek Venus E 3.0 im Test
Der Venus E 3.0 ist ein AC-gekoppelter Stromspeicher mit 5,12 kWh. Für wen sich diese Lösung eignet und wie effizient sie arbeitet, zeigen wir im Test.
Der Marstek Venus E Gen 3.0 ist wie der Hoymiles MS-A2 (Testbericht) ein AC-gekoppelter Stromspeicher, der mit 5,12 kWh eine üppige Kapazität und eine maximale Lade- sowie Entladeleistung von 2,5 kW bietet. Wem die Kapazität nicht ausreicht, kann bis zu drei Venus E 3.0 an einer Phase oder neun an drei Phasen betreiben. Damit steigt die Kapazität auf rund 15/46 kWh und die Leistung auf 7,5/22,5 kW. Somit ist die Lösung nicht nur für große Balkonkraftwerke mit einer Solarleistung von 2000 Watt, sondern auch als Speicherlösung für große PV-Anlagen geeignet. Da hiesige Stromzähler die einzelnen Phasen saldieren, ist es irrelevant, ob an der Phase, an die der Stromspeicher angeschlossen ist, ein starker Verbraucher die eingespeiste Energie auch abnimmt.
Unser Test zeigt, für wen sich dieser „Steckdosenspeicher“ lohnt und wo seine Stärken sowie Grenzen liegen.
Bilder: Marstek Venus E 3.0
Marstek Venus E 3.0 im Test: Der AC-gekoppelte Stromspeicher mit 5,12 kWh und 2,5 kWh Leistung unterstützt eine dynamische Einspeisung mithilfe eines Smart Meters.
Marstek Venus E 3.0 im Test: Der AC-gekoppelte Stromspeicher mit 5,12 kWh und 2,5 kWh Leistung unterstützt eine dynamische Einspeisung mithilfe eines Smart Meters.
Marstek Venus E 3.0 im Test: Der AC-gekoppelte Stromspeicher mit 5,12 kWh und 2,5 kWh Leistung unterstützt eine dynamische Einspeisung mithilfe eines Smart Meters.
Marstek Venus E 3.0 im Test: Der AC-gekoppelte Stromspeicher mit 5,12 kWh und 2,5 kWh Leistung unterstützt eine dynamische Einspeisung mithilfe eines Smart Meters.
Marstek Venus E 3.0 im Test: Der AC-gekoppelte Stromspeicher mit 5,12 kWh und 2,5 kWh Leistung unterstützt eine dynamische Einspeisung mithilfe eines Smart Meters.
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Marstek Venus E 3.0 im Test: Der AC-gekoppelte Stromspeicher mit 5,12 kWh und 2,5 kWh Leistung unterstützt eine dynamische Einspeisung mithilfe eines Smart Meters.
Marstek Venus E 3.0 im Test: Der AC-gekoppelte Stromspeicher mit 5,12 kWh und 2,5 kWh Leistung unterstützt eine dynamische Einspeisung mithilfe eines Smart Meters.
Marstek Venus E 3.0 im Test: Der AC-gekoppelte Stromspeicher mit 5,12 kWh und 2,5 kWh Leistung unterstützt eine dynamische Einspeisung mithilfe eines Smart Meters.
Marstek Venus E 3.0 im Test: Der AC-gekoppelte Stromspeicher mit 5,12 kWh und 2,5 kWh Leistung unterstützt eine dynamische Einspeisung mithilfe eines Smart Meters.
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Die Marstek-App bietet Grundfunktionen für den Venus E 3.0. Aber den Einsatz von mehreren Stromspeichern deckt sie derzeit bisher nicht ab.
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Die Marstek-App bietet Grundfunktionen für den Venus E 3.0. Aber den Einsatz von mehreren Stromspeichern deckt sie derzeit bisher nicht ab.
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Über eine Cummunity-Integration, die Daten aus der Cloud des Herstellers abgreift, steht der Marstek-Speicher auch unter Home Assistant zur Verfügung. Wünschenswert wäre allerdings eine lokale Ansteuerung ohne die Cloud.
Über eine Cummunity-Integration, die Daten aus der Cloud des Herstellers abgreift, steht der Marstek-Speicher auch unter Home Assistant zur Verfügung. Wünschenswert wäre allerdings eine lokale Ansteuerung ohne die Cloud.
Über eine Cummunity-Integration, die Daten aus der Cloud des Herstellers abgreift, steht der Marstek-Speicher auch unter Home Assistant zur Verfügung. Wünschenswert wäre allerdings eine lokale Ansteuerung ohne die Cloud.
Das AC-Prinzip: Funktion und die zwingende Voraussetzung
Ein AC-gekoppelter Speicher wie der Marstek Venus E 3.0 wird direkt an das Hausnetz angeschlossen. Er wird weder direkt mit den Solarmodulen noch mit den bereits bestehenden (Mikro-)Wechselrichtern verbunden. Das System agiert vollkommen unabhängig von der Art der PV-Stromerzeugung.
Seine „Intelligenz“ und damit seine Kernfunktion, der Eigenverbrauchsmodus (Automatikbetrieb), wird ausschließlich durch einen externen Smart-Meter wie den Shelly Pro 3EM ermöglicht. Dieser misst den saldierten Netzfluss am Zählpunkt auf allen drei Phasen. Nur basierend auf diesen Live-Daten kann der Speicher sekundenschnell entscheiden und regeln:
- Überschuss erkannt (Einspeisung): Der Venus lädt mit bis zu 2,5 kW, um den Überschuss abzufangen.
- Bedarf erkannt (Netzbezug): Der Venus entlädt mit bis zu 2,5 kW, um den Netzbezug zu reduzieren.
Das ständige Ziel dieser Regelung ist es, den saldierten Netzfluss konstant bei 0 Watt zu halten. Der Grund dafür ist die Maximierung der Wirtschaftlichkeit durch die zeitliche Verschiebung von Energie. Ein 0-Watt-Wert am Zähler ist der ideale „Sweetspot“, an dem der Haushalt weder teuren Strom einkauft noch wertvollen Solarstrom ungenutzt ins Netz „verschenk“:
- Fall 1: Vermeidung von Einspeisung (Das „Speichern“ am Tag): Ermittelt der Smart-Meter eine Einspeisung wie +1000 Watt, bedeutet dies, dass 1000 Watt Solarstrom ungenutzt (und meist unvergütet) ins Netz eingespeist würden. Um diesen Überschuss zu »retten«, lädt der Venus sofort mit 1000 Watt. Die Einspeisung am Zähler sinkt dann auf 0 Watt.
- Fall 2: Vermeidung von Netzbezug (Das „Sparen“ am Abend): Misst der Smart-Meter später einen Netzbezug von etwa 500 Watt, müsste der Haushalt 500 Watt teuren Strom vom Anbieter kaufen. Genau jetzt entlädt der Venus die zuvor „gerettete“ Energie aus (Fall 1) und deckt diesen Bedarf aus dem Akku. Der Netzbezug am Zähler sinkt auf 0 Watt.
Die eigentliche Ersparnis entsteht also exakt in (Fall 2): Anstatt teuren Netzstrom für beispielsweise 35 Cent/kWh einkaufen zu müssen, wird der zuvor kostenlos gespeicherte Solarstrom verbraucht.
Das 0-Watt-Ziel ist also der Indikator dafür, dass dieser Kreislauf perfekt funktioniert: Der Eigenverbrauch wird maximiert, indem der Zukauf von teurem Netzstrom durch den „geretteten” Überschuss ersetzt wird. Dies steigert den Eigenverbrauchsanteil signifikant und sorgt für die schnellstmögliche Amortisation des Speichers.
Im Test reagiert der Venus E 3.0 auf die vom Shelly Pro 3EM bereitgestellten Daten innerhalb von 2–3 Sekunden und stimmt die Einspeiseleistung präzise auf den aktuellen Verbrauch ab. In der Regel zeigt der Shelly Pro 3EM 0 Watt Gesamtverbrauch an, bei schnellen Wechseln können es auch mal kurzfristig +10 oder -10 Watt sein.
Ohne einen gekoppelten Smart-Meter steht dieser Automatikbetrieb schlicht nicht zur Verfügung. Dem Nutzer bleibt dann ausschließlich der manuelle Modus. Dieser ist im Alltag praktisch nutzlos, da man hier nur feste Zeiten einstellen kann, die reale PV-Erzeugung und den Hausverbrauch aber komplett ignoriert werden. Für einen sinnvollen Betrieb ist der Smart-Meter daher zwingend erforderlich, da er die einzige Informationsquelle für Echtzeit-Regelung ist. Das gilt allerdings für alle Stromspeicher. Mehr Informationen zu diesem Thema bietet der Beitrag Balkonkraftwerk mit Nulleinspeisung: Shelly Pro 3EM & andere Smart Meter.
Design, Verarbeitung und Anschlüsse: Schweres Schmuckstück
Schon beim ersten Kontakt wird der Premium-Anspruch deutlich. Marstek setzt auf ein massives Aluminium-Druckgussgehäuse, das dem Speicher eine hohe Wertigkeit verleiht und dessen Volumen im Vergleich zum Vorgänger um 38,5 Prozent reduziert wurde. Haptik und Optik überzeugen auf ganzer Linie.
Die gesamte Rückseite ist als großflächiger Kühlkörper mit vertikalen Rippen gestaltet. Diese Konstruktion ermöglicht einen komplett passiven, lüfterlosen Betrieb. Das Ergebnis: Der Betrieb ist absolut geräuschlos. Selbst unter Volllast mit 2500 Watt hört man nichts von dem Speicher, die Rückseite erwärmt sich dabei auf messbare 40 °C, was die effektive Wärmeabgabe bestätigt.
Die Verarbeitung ist präzise, ohne unschöne Spaltmaße. Die Front ziert ein vertikaler LED-Statusbalken, der Ladung und Entladung anzeigt.
Kritikpunkt: Gewicht und Handling
Die massive Bauweise hat ihren Preis: Mit rund 60 kg ist der Venus E 3.0 ein echtes Schwergewicht. Marstek verzichtet im Gegensatz zum Vorgänger auf Rollen und seitliche Tragegriffe. Der Transport zum Aufstellort erfordert mindestens zwei Personen oder eine Sackkarre. Das Gerät ist klar stationär ausgelegt. Eine Wandhalterung liegt bei, deren Tragfähigkeit an der Montagewand unbedingt geprüft werden muss.
Als reiner AC-Speicher besitzt er keine PV-Eingänge (MPPTs).
- AC-Anschluss: Verbindung zum Hausnetz (Betteri auf Schuko). Das mitgelieferte Kabel ist mit 190 cm recht kurz.
- Notstrom-Ausgang: Eine separate Schuko-Steckdose, die bei Netzausfall bis zu 2,5 kW Leistung bereitstellt.
- Konnektivität: WLAN, LAN (Ethernet) und RS485-Ports.
- Schutzklasse: IP65, somit auch für die geschützte Außenaufstellung geeignet, wobei ein Betrieb bei bis zu –20 °C möglich ist
Installation & Inbetriebnahme
Marstek wirbt mit „Plug & Play“. Hat man das physische Hindernis des Gewichts überwunden, ist die elektrische Installation einfach: Man steckt den Speicher in eine Steckdose.
Entscheidend ist die Montage des dreiphasigen Smart-Meters im Verteiler wie Shelly Pro 3EM durch eine Elektrofachkraft. Erst danach kann der Venus sinnvoll regeln. Ist dieser Schritt erledigt, ist der Rest einfach:
- App-Einrichtung: Nach Erstellung eines Benutzerkontos wird der Speicher mit dem heimischen 2,4-GHz-WLAN-Netzwerk verbunden. Alternativ kann der LAN-Anschluss für maximale Stabilität genutzt werden. Beide Anbindungsarten liefen im Test stabil und reaktionsschnell.
- Kopplung: Der Venus wird in der App mit dem Smart-Meter verbunden über die IP-Adresse des Shellys. Die Kopplung mit dem Shelly Pro 3EM funktioniert im Test reibungslos. Hierfür muss man in der Shelly-App im Abschnitt RPC über UDP lediglich den Abhörport auf 1010 einstellen.
- Funktionstest: In der App muss geprüft werden, ob Bezug und Einspeisung korrekt (mit den richtigen Vorzeichen) angezeigt werden. Schaltet man eine definierte Last wie einen Wasserkocher ein, sollte der Venus innerhalb von 2–3 Sekunden gegensteuern (entladen) und den Zähler wieder nahe 0 Watt bringen.
Leistung & Effizienz: Messwerte aus dem Labor
Das Herzstück des Venus E 3.0 besteht aus langlebigen Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LiFePO₄), die vom Mutterkonzern Hamedata stammen. Marstek verspricht über 6000 Ladezyklen und gewährt eine zehnjährige Garantie.
- Nutzbare Kapazität: Bei einer Nennkapazität von 5,12 kWh haben wir bei einer Leistungsabgabe von 500 Watt den Speicher von 100 auf 11 Prozent entladen und dabei eine nutzbare Kapazität von 4,83 kWh ermittelt. Dies entspricht ausgezeichneten 94 Prozent der Nennkapazität. Diese Energiemenge deckt typischerweise mehrere Abendstunden der Grundlast (Licht, IT, Kühlgeräte) ab oder reicht für eine größere Haushaltsaktion (Kochen plus Spülmaschine).
- Lade-/Entladeleistung: Die hohe Leistung von bis zu 2500 Watt ist der „Sweetspot“. Damit kann der Venus Peaks aus größeren Balkonkraftwerken vollständig aufnehmen und abends auch hohe Kurzlasten wie einen Wasserkocher direkt aus dem Akku bedienen, ohne dass das Netz einspringen muss.
- Wirkungsgrad (Roundtrip): Die notwendige doppelte Wandlung (AC↔DC↔AC) kostet systembedingt Effizienz. Der von uns gemessene Roundtrip-Wirkungsgrad lag bei genau 80 Prozent. Gemessen wurde dies mit einem geeichten Stromverbrauchsmesser (EASTRON SDM120 Modbus): Für 60 kWh entnommene Energie mussten 75 kWh eingelagert werden.
- Standby-Verbrauch: Der Eigenverbrauch im Standby, wenn das Gerät auf Laständerungen wartet, wurde mit geringen 8 Watt gemessen.
| Merkmal | Herstellerangabe | Praxiswerte / Eigene Messung |
| Nennkapazität | 5120 Wh | – |
| Nutzbare Kapazität | ca. 4608 Wh (bei 90% DoD) | 4480 – 4810 Wh |
| Lade-/Entladeleistung (max.) | 2500 W | Ca. 2490 W |
| Wirkungsgrad (Round-Trip) | > 93.5% (Batterie-AC) | 80 % (Gesamtsystem, 60kWh Entnahme vs. 75kWh Ladung) |
| Standby-Verbrauch | k.A. | Ca. 8,4 W |
| Abmessungen (H x T x B) | 624 x 153 x 480 mm | – |
| Gewicht | 58 kg | – |
| Zellchemie | Lithium-Eisenphosphat (LiFePO₄) | – |
| Batteriezellen | Hamedata | – |
| Zyklenfestigkeit | 6000 Zyklen (bei 80% Restkapazität) | – |
| Garantie | 10 Jahre | – |
Betriebsmodi, App und Smart-Home-Integration
- Manuell: Ermöglicht die Einstellung fester Zeit- oder Leistungsfenster, ignoriert aber die realen PV-Erträge oder Hauslasten. Gut für Tests, im Alltag wenig sinnvoll.
- Eigenverbrauch (Standardmodus): Der Speicher folgt intelligent den Daten des Smart-Meters, lagert Überschüsse ein und deckt Defizite, um den Netzfluss nahe 0 Watt zu halten. Dies ist die sinnvollste Variante.
- KI-Optimierung: Ergänzt den Eigenverbrauch um variable Stromtarife. Bei günstigen Nachtpreisen wird gezielt Netzstrom geladen, um teure Morgen- oder Abendstunden aus dem Akku zu versorgen.
Kritikpunkt: App und Smart-Home-Integration
Die Marstek-App präsentiert sich im Test stabil, ist aber in ihrem Funktionsumfang sehr eingeschränkt. Es fehlen essenzielle Einstellmöglichkeiten, die sich Power-User wünschen, etwa manuelle SoC-Limits (Min/Max-Ladestand) oder die Anzeige von Akku-Temperaturen.
Entgegen manchen Annahmen gibt es derzeit keine offene API des Herstellers für eine sinnvolle externe Feinsteuerung. Es existieren jedoch cloudbasierte Community-Add-Ons für Smart-Home-Systeme wie „Hame“ und „hm2mqtt“ (für Home Assistant). Über diese lässt sich der Speicher überwachen und auch die Lademodi umschalten. Eine tiefergehende Steuerung, die über die Grundfunktionen hinausgeht, ist damit aktuell aber noch nicht möglich. Erweiterungen sind jedoch angekündigt. Wünschenswert wäre allerdings die Veröffentlichung einer offenen API, mit der man den Speicher lokal ansteuern kann. So erfreulich Community-Integrationen sind, eine Garantie auf eine dauerhafte Nutzung gibt es dabei jedoch nicht. Während des Tests hat die Marstek-Cloud in Verbindung mit der Home-Assistant-Integration für den Venus E plötzlich keine Daten mehr geliefert.
Für wen lohnt sich der Speicher? (Praxis-Szenarien)
Der Venus E 3.0 entfaltet sein volles Potenzial hauptsächlich in zwei Szenarien, insbesondere bei größeren PV-Set-ups.
- Für Besitzer größerer Balkonkraftwerke: Wer bereits eine leistungsstarke Anlage betreibt, beispielsweise mit vier Solarmodulen an einem 1600 Watt – bis 2000 Watt-Mikrowechselrichter (z. B. Hoymiles HMS-2000-4T), findet im Venus E den idealen Partner. Die hohe Ladeleistung von 2,5 kW stellt sicher, dass auch an sonnigen Tagen der reale AC-Überschuss (z. B. 1,6–2,0 kW) vollständig aufgenommen werden kann. Für kleinere Anlagen mit nur zwei Modulen (Standard 800 Watt) ist der Speicher überdimensioniert.
- Für ambitionierte Ausbauer & Bestandsanlagen (3–6 kWp): Der Venus ist eine exzellente Basis, um ein Balkonkraftwerk schrittweise zu einer vollwertigen PV-Anlage auszubauen oder eine kleinere Bestandsanlage nachzurüsten.
- Szenario 4,5 kW String (einphasig, z. B. Sunny Boy 4000TL): Bei voller Sonne (bis 4,5 kW) „schluckt“ der Venus seine maximalen 2,5 kW. Der Rest (2,0 kW) geht bei fehlender Last ins Netz. Dennoch kann er durch Saldierung den Netzbezug auf den anderen Phasen neutralisieren.
- Szenario 6 kW (z. B. vier Hoymiles HM-1500 Mikro-Wechselrichter): Auch hier ist die Wirkung dank Saldierung hausweit sichtbar. Wenn jedoch alle Phasen stark einspeisen und Last fehlt, bleibt Rest-Einspeisung, da der Venus nicht mehr als 2,5 kW aufnehmen und keine Wechselrichter drosseln kann.
Rechtliche Aspekte und weitere Kritikpunkte
- Die gesetzlich festgelegte Einspeiseleistung von Balkonkraftwerken (vereinfachte Anmeldung) liegt bei 800 Watt.
- Die Entladeleistung des Venus von bis zu 2,5 kW plus eventueller gleichzeitiger PV-Erzeugung kann darüber liegen. Auch wenn man den Venus 4 gesetzeskonform auf 800 Watt Einspeiseleistung begrenzt, kann das passieren, da er angeschlossene Wechselrichter nicht drosseln kann. Damit verlässt man den engen rechtlichen Rahmen für Balkonkraftwerke.
- Anlagen über 800 Watt müssen beim Netzbetreiber angemeldet werden. Sinnvoll und sicher ist der Betrieb mit 2,5 kW nur, wenn der Speicher an einer eigenen, exklusiven und extra abgesicherten Stromleitung betrieben wird.
- Zudem ist die einphasige Schieflastgrenze (z. B. 4,6 kVA/Phase) gemäß TAB des Netzbetreibers zu beachten.
- Garantie-Warnung: Marstek gewährt 10 Jahre Garantie, allerdings nur beim Kauf über autorisierte Vertriebspartner. Auf dem Markt sind immer wieder nicht autorisierte Händler aktiv, bei denen der Garantieanspruch verfallen kann.
- Mehrgeräte-Betrieb: Derzeit nicht empfohlen. Es fehlt eine koordinierte Master-Slave-Steuerung, weshalb eine saubere Kommunikation zwischen mehreren Geräten noch nicht implementiert ist. In der Praxis drohen Ineffizienzen (z. B. dass sich die Speicher gegenseitig laden/entladen). Laut Hersteller ist eine entsprechende Funktion in Arbeit.
- Kurzes Anschlusskabel: Das mitgelieferte AC-Kabel ist nur ca. 190 cm lang.
Alternativen & Einordnung: AC- vs. DC-Kopplung
- AC-gekoppelt (Venus E 3.0, Zendure 2400 AC, Hoymiles MS-A2 etc.):
- Der Speicher hängt auf der Wechselstromseite (AC) im Hausnetz.
- Er reagiert auf den saldierten Zähler und kann Netzbezug auf anderen Phasen ausgleichen (bis 2,5 kW).
- Bestehende PV-Anlagen bleiben unangetastet.
- Ideal für: Nachrüstung bestehender PV-Anlagen (egal ob BKW oder String) und wenn der Netzbezug am saldierten Zähler maximiert gedrückt werden soll.
- DC-gekoppelt (Anker Solix, Ecoflow Powerstream, Zendure Solarflow 800 (Pro), Growatt NOAH, Marstek Jupiter C Plus):
- Der Speicher sitzt auf der Gleichstromseite (DC), typischerweise zwischen Solarmodulen und Micro-Wechselrichter.
- Er puffert PV-Spitzen, bevor sie ins AC-Netz gelangen.
- Die AC-Abgabeleistung ist systembedingt meist auf das gesetzliche Limit bei Balkonkraftwerken von 800 Watt begrenzt.
- Ideal für: Kompakte All-in-One-Balkonkraftwerke, wenn die 800-Watt-Abgabe genügt.
Preis & Amortisation
Der Marstek Venus E 3.0 mit 5,12 kWh ist ab 1219 Euro erhältlich. Damit beträgt der Preis für die kWh nur 238 Euro. Erneut unterbietet Marstek mit dem Venus-Speicher viele Konkurrenten, bei denen man für die kWh nicht selten mehr als 300 Euro bezahlen muss. Zusätzliche Kosten in Höhe von etwa 80 Euro muss man für einen Smart Meter wie den Shelly Pro 3EM einkalkulieren.
Ein Haushalt kann mit einem Stromspeicher seinen Eigenverbrauchsanteil von typischerweise 30 Prozent auf über 70 Prozent steigern. Eine Beispielrechnung verdeutlicht das Potenzial:
- Annahmen: 250 volle Ladezyklen pro Jahr, 4,83 kWh nutzbare Kapazität pro Zyklus, Strompreis von 35 Cent/kWh.
- Verschobene Energiemenge: 250 Zyklen × 4,83 kWh/Zyklus = 1.207 kWh pro Jahr.
- Jährliche Ersparnis (Beispiel): 1.207 kWh × 0,35 €/kWh ≈ 423 €.
- Amortisationszeit: Bei Anschaffungskosten von etwa 1300 € (Speicher + Smart Meter) liegt die Amortisation bei etwa 3–4 Jahren, je nach individuellem Tarif und Nutzung.
Diese potenziell schnelle Amortisation, weit vor dem Ende der zehnjährigen Garantie, macht den Speicher wirtschaftlich hochattraktiv. In der Praxis kann die Amortisation sogar noch schneller erfolgen: Bei ausreichend hoher PV-Produktion glättet der Speicher an wechselhaften Tagen Wolkenphasen und absolviert so oft mehrere Teilzyklen pro Tag. Dies erhöht den Nutzen, ohne die Lebensdauer stark zu beeinträchtigen, und beschleunigt die Amortisation weiter.
Fazit
Der Marstek Venus E Gen 3.0 ist ein leistungsstarker und ästhetisch ansprechender AC-Speicher, der durch hohe Performance und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt. Er hat im Test jederzeit zuverlässig funktioniert und überzeugt in Kombination mit dem Shelly Pro 3EM mit einer schnellen und präzisen Regelung der Einspeiseleistung.
Eine Kaufempfehlung gibt es für Anwender, die ein leistungsstarkes Balkonkraftwerk nachrüsten oder den Ertrag einer kleinen PV-Anlage optimieren möchten. Ebenso ist er ideal für Nutzer, die Wert auf eine integrierte Notstromfunktion und einen geräuschlosen Betrieb legen.
Von einem Kauf ist hingegen Betreibern von kleinen 800-Watt-Balkonkraftwerken abzuraten, da der Speicher hierfür überdimensioniert ist. Ebenso sollten alle diejenigen absehen, die mehrere Speicher parallel betreiben wollen, da hierfür die Software noch Probleme bereitet.
Im Gesamturteil erhält man eine der besten Lösungen am Markt, um die Unabhängigkeit vom Stromnetz deutlich zu steigern, sofern man die Voraussetzungen erfüllt und die Hürde des Gewichts sowie die Notwendigkeit eines Smart-Meters akzeptiert.
Künstliche Intelligenz
Elektromobilität: Leichte E-Lkw und elektrische Omnibusse trotzen der Flaute
Der Nutzfahrzeugmarkt mag die meisten wenig interessieren. Und doch bietet er einen Blick in die Zukunft der Elektromobilität, weil seine Kaufentscheidungen unbelastet sind von Halbwissen, Vorurteilen und Emotionen. Bei Nutzanwendern muss sich ein Fahrzeug vorrangig finanziell bewähren, und das unter Umständen auch unter denkbar härtesten Einsatzbedingungen. Die Kriterien, die außer der schlichten Eignung eines Fahrzeugs für den angedachten Job noch bleiben, sind Randbedingungen wie Energiekosten, Ladeinfrastruktur, (steuerliche) Be- und Entlastungen oder Förderung. Gewerblich genutzte Elektromobilität kann somit in gewissen Grenzen als ein Indikator für die Entwicklung auf diesem Gebiet dienen. Was sich im vergangenen Jahr getan hat, zeigen die aktuellen Zahlen des Verbands der europäischen Kraftfahrzeughersteller Acea (European Automobile Manufacturers’ Association) für den europäischen Nutzfahrzeugmarkt 2025.
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Vorreiter Schweiz
Batterieelektrische Nutzfahrzeuge verzeichneten 2025 in Europa einen leichten Aufwärtstrend. Trotz eines leichten Rückgangs bei den Zulassungen konnten Busse kräftig zulegen. In diesem Segment findet inzwischen auch das größte Wachstum batterieelektrischer Autos statt, vor allem in Deutschland. Auf einigen Märkten legen auch Elektro-Lkw deutlich zu, wenn auch in weit geringerem Maßstab. Hier geht laut Acea die Schweiz am stärksten voran. Dass der Fortschritt nicht schneller verläuft, lastet der Industrieverband der Politik an: Der nur langsam steigende Anteil der elektrisch aufladbaren Fahrzeuge liege an „unzureichender Infrastruktur, hohen Energiepreisen, ungünstigen Gesamtbetriebskosten und inkonsequenten politische Rahmenbedingungen“ schreibt der Verband in seiner Pressemitteilung.
Leichter Rückgang insgesamt
Insgesamt 307.460 verkaufte Lkw ließen den Gesamtmarkt europaweit um 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr schrumpfen. Die deutschen Lkw-Zulassungen sanken hingegen von 88.240 auf 77.431 Stück im Jahresvergleich zu 2024, das macht ein Minus von 12,2 Prozent. Den umgekehrten Trend kann man hingegen bei Bussen beobachten, deren Zulassungen stiegen in ganz Europa um 7,5 Prozent auf 38.238 Einheiten, Deutschland legte hier mit 28 Prozent entschieden überdurchschnittlich zu. Der Gesamtanteil des Busgeschäfts liegt allerdings lediglich bei knapp 12,5 Prozent des Lkw-Markts.
Elektrisch angetriebene Busse kamen 2025 auf 23,8 Prozent aller Zulassungen in der EU. Inklusive der in der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) eingebundenen Staaten Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz plus Großbritannien sind es laut Acea sogar bereits 25,9 Prozent. Sprich: Jeder vierte neue Bus in Europa fährt elektrisch. Elektro-Lkw legten EU-weit zwischen 2024 und 2025 von 2,3 auf 4,2 Prozent zu, mit EFTA-Ländern und UK kommen sie auf 4,8 Prozent.
Leichte Elektro-Lkw im Aufwind
Der Anstieg der elektrisch aufladbaren (nach BEV und Hybridantrieb schlüsselt Acea an dieser Stelle nicht auf) verteilt sich allerdings sehr unterschiedlich auf die verschiedenen Gewichtsklassen. Besonders erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang die Klasse zwischen 3,5 und 16 Tonnen. Sie verkaufte sich laut Acea mit nur 52.972 Neuzulassungen zwar um 9,9 Prozent schlechter, mit einem Plus von 7867 Elektrofahrzeugen ergibt sich indes ein sehr beachtlicher Zuwachs von 87 Prozent. Das bedeutet, dass 2025 schon 14,8 Prozent der Nutzfahrzeuge zwischen 3,5 und 16 Tonnen (teil)elektrisch fuhren. In Deutschland betrug der Anteil mit 3368 Stück bereits 43 Prozent aller EU-weit zugelassenen elektrifizierten Fahrzeuge zwischen 3,5 und 16 Tonnen.
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Den Verkäufen nach deutlich kleinere Märkte lassen 2025 Deutschland im Wachstum oft weit zurück. So schaffen die Niederlande mit 1147 Stück ein großes Plus von 523 Prozent im Jahresvergleich, Schweden schafft mit 619 Nfz immerhin 407, Italien mit 521 Stück noch 174 Prozent. Frankreich verkaufte im Segment der 3,5- bis 16-Tonner mit E-Antrieb 852 Stück und verbesserte sich zum Vorjahr um 33 Prozent, Dänemark mit 470 um 122. Bemerkenswert hat sich außerhalb der EU das Vereinigte Königreich mit 2562 verkauften Einheiten geschlagen, das waren 56 Prozent über 2024.
Eine Erklärung ist das vorwiegende Einsatzgebiet für solche Fahrzeuge im Verteilverkehr. Dort bieten geringe Tagesfahrleistungen sowie die Einfahrt in emissionsbeschränkte Gebiete und ein hoher Anteil an Lieferstopps bereits sehr gewichtige Argumente, solche Autos einzusetzen. Deutschland bietet mit einer großen Bevölkerung und dichter Besiedlung besonders viele dieser Bedingungen.
Elektrische Schwerlaster bleiben selten
Bei Lkw über 16 Tonnen liegt der Anteil an elektrifizierten Lastwagen bei einen Gesamtanteil von nur zwei Prozent. Das errechnet sich aus ihrer Verkaufszahl von 4991 gegenüber 254.488 Stück am Gesamtmarkt, der 2025 auf einen um 5,4 Prozent geringeren Verkaufsanteil kam. In Deutschland allerdings lag der Anteil schwerer Elektro-Lkw bei 28 Prozent, mit 1398 Stück erreichten diese einen beachtlichen Zuwachs von 38 Prozent. Noch besser schnitten Österreich mit 405 auf 143 Prozent und die Niederlande mit 878 auf 83 Prozent Wachstum gegenüber 2025 ab. Frankreich kommt mit einem moderaten Zuwachs von 28 Prozent auf 861 Einheiten.
Den größten Anteil erreicht das EFTA-Land Schweiz mit 21,3 Prozent, nachdem dort vergangenes Jahr 524 schwere E-Lkw über den Ladentisch gingen, entsprechend 71 Prozent Wachstum. Fast so gut gingen dort übrigens auch die Elektro-Lkw ab 3,5 Tonnen, von denen 942 Stück das Ergebnis um 64 Prozent verbessern konnten. Gefolgt wird der Alpenstaat von den Niederlanden, die mit knapp über 2000 Neuzulassungen 18,2 Prozent erreichten. Norwegen hatte einen Anteil von 16,9 Prozent elektrischer Lkw aller Klassen.
Ausnahmefall Elektrobusse
BEV-Busse waren in Großbritannien mit 2856 Neuzulassungen in Gesamt-Europa am beliebtesten. Das Land erreichte damit 56,3 Prozent Zuwachs, gefolgt von Deutschland mit 1808 neuen Elektrobussen, entsprechend 106,4 Prozent, während Schweden mit 898 Stück und einem Plus von 262,1 sowie Belgien mit 737 Einheiten und einem 233,5-prozentigen Anstieg hier die deutlichsten Zuwächse verzeichneten. Italien schaffte mit 1371 Bussen ein Plus von 16,8 Prozent. Die EU steigerte sich um 38,9 Prozent, inklusive EFTA und UK waren es, vor allem dank der Engländer, 44,8 Prozent.
Bemerkenswert: Hybridbusse sind EU-weit deutlich auf dem absteigenden Ast. Das Minus von 25 Prozent auf den aktuellen Marktanteil von 6,9 Prozent ist durch eine schwache Konjunktur nicht erklärbar. Es dürfte eher daran liegen, dass die Elektrischen bei Kosten und Leistungsfähigkeit und die Kommunen bei der Ladeinfrastruktur aufgeholt haben. Letztere dürften der Haupttreiber der Entwicklung sein, weil sie durch Vorschriften zum Immissionsschutz in geschlossenen Siedlungsgebieten gehalten sind, den Personennahverkehr entsprechend umzustellen. Das lässt sich trotz hoher Anfangsinvestitionen am einfachsten durch den Wechsel bei der Fahrenergie bewerkstelligen.
Mehr zum Thema Antriebswende
(fpi)
Künstliche Intelligenz
heise+ Update vom 30. Januar 2026: Lesetipps fürs Wochenende
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
es wirkt auf den ersten Blick wie ein Relikt aus der Computer-Urzeit: Dennoch sind Magnetbänder nach wie vor die erste Wahl, wenn es um die günstige und langfristige Archivierung riesiger Datenmengen geht. Mit dem neuen LTO-10-Standard werden bald Kassetten verfügbar sein, die bis zu 40 Terabyte (!) an Daten fassen. Dieser beeindruckende Kapazitätssprung geht allerdings mit einem Technikwechsel einher, der die Kompatibilität zu älteren Bändern bricht. Wir erklären Ihnen, was hinter der Technik der neuen 40-Terabyte-Magnetbänder steckt.
Um sich von den US-Datenkraken zu emanzipieren, muss man nicht gleich das ganze Internet auf Magnetband speichern. Manchmal reichen schon kleinere, aber sehr effektive Maßnahmen. Die Dominanz der großen Tech-Konzerne bei der Websuche ist ungebrochen, und damit auch deren Datenhunger. Wenn Sie die Kontrolle über Ihre Suchanfragen zurückgewinnen möchten, haben wir einen spannenden Praxistipp für Sie. Mit einem kleinen Raspberry Pi und der Metasuchmaschine Searxng können Sie sich von Google & Co. lossagen. In unserer Anleitung zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre eigene Websuche ohne die großen US-Datenkraken betreiben und so Ihren digitalen Fingerabdruck deutlich verkleinern.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „heise+ Update vom 30. Januar 2026: Lesetipps fürs Wochenende“.
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Künstliche Intelligenz
Neue VR-Spiele im Februar 2026: Weltkriegsflugsimulator „Aces of Thunder“
VR-Fans dürfen sich im Februar auf die Flugsimulation „Aces of Thunder“ freuen, die historische Luftkämpfe aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg in die Virtual Reality bringen will. Gaijin Entertainment kündigte den Titel für den 3. Februar auf Playstation VR2 und PC-VR-Brillen via Steam an. Das restliche Februar-Line-up stellt sich vor allem aus kleinen Indie-Titeln zusammen. Zudem holen „Orcs Must Die VR“, „Raceclub“, „F/A-18 Pilot Simulator“, „Skyleap“, „Frenzy Blood“ und „Fixer Undercover“ ihre ursprünglich für Januar geplanten Releases nach.
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Das VR-Highlight im Februar: Aces of Thunder
„Aces of Thunder“ baut auf Gaijins Militär-MMO „War Thunder“ von 2013 auf, konzentriert sich aber auf den Luftkampf mit historisch akkuraten Flugzeugen, einer physikalisch realistischen Flugsimulation und vollständig interaktiven Cockpits. Zum Start soll es über 20 Flugzeuge geben, darunter die amerikanische P-51 Mustang, die deutsche Bf 109, die sowjetische Yak-9T, die britische Spitfire und die japanische A6M3 Zero.
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Aces of Thunder – Announcement Trailer | PS VR2 Games
Auch Maschinen aus dem Ersten Weltkrieg wie die Fokker Dr.I oder die Sopwith Camel finden sich im Hangar. Weitere Flugzeuge sollen per DLC folgen. Die Karten decken verschiedene Kriegsschauplätze ab – von der West- und Ostfront bis zum Pazifik. Ein spezieller Hangar-Modus soll zwischen den Einsätzen als visuelles Flugzeugarchiv dienen.
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Bei den Spielmodi haben VR-Piloten die Wahl zwischen Einzel- und Mehrspielerinhalten. Die Kampagne bietet historische Szenarien mit abgestuften Schwierigkeitsgraden. Im Multiplayer treten bis zu 16 Personen in Team-Kämpfen oder Duellen gegeneinander an.
Alle Cockpitfunktionen lassen sich direkt mit den VR-Controllern bedienen – vom Steuerknüppel über die Drosselklappe bis zum Einfahren des Fahrwerks. Wer es noch realistischer mag, greift zu HOTAS-Systemen. Normale Gamepads oder Maus-Tastatur-Kombinationen unterstützt das Spiel ebenfalls. Nach der VR-Veröffentlichung will Gaijin auch einen Flat-Screen-Modus für Nicht-VR-Spieler nachliefern.
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Alle VR-Neuerscheinungen im Überblick

Gaijin Entertainment
)
| Titel | Genre | Plattform | Datum |
| Aces of Thunder | Flugsimulation | PS VR2, PC-VR | 03.02.2026 |
| Rhythmic | Tower Defenxe | PC-VR | 03.02.2026 |
| Orcs Must Die: By The Blade | Action | Meta Quest | 05.02.2026 |
| Endless Wonder | Plattformer | Meta Quest | 05.02.2026 |
| The Amygdala Protocol | Horror-Adventure | Meta Quest | 06.02.2026 |
| Crossings | Action-Adventure | PC-VR | 06.02.2026 |
| You Are the Light | VR-Erfahrung | PC-VR | 10.02.2026 |
| Tinker Pilot | Raumschiffsimulation | PC-VR | 10.02.2026 |
| Augmental Puzzles | Rätselspiel | PC-VR | 13.02.2026 |
| Byteworld | Sandbox | PC-VR | 22.02.2026 |
| F/A-18 Pilot Simulator | Flugsimulator | Meta Quest | 26.02.2026 |
| RACECLUB | Rennsimulation | Meta Quest | Feb 26 |
| MissionRift | Mixed-Reality-Shooter | Meta Quest | Feb 26 |
| SkyLeap | Jump’n’Run | Meta Quest, PS VR2 | Feb 26 |
| Fixer Undercover | Adventure | Meta Quest | Feb 26 |
| Oldest Golden Treasure | Detektiv-Adventure | PC-VR | Feb 26 |
| Frenzy Blood | Noir-Shooter | PC-VR | Feb 26 |
| EXD – Extra Dimensional | Action-Adventue | PC-VR | Feb 26 |
| Deep Sleep | Sci-Fi-Adventure | PC-VR | Feb 26 |
| God of Bath | Action | PC-VR | Feb 26 |
| Dear Metaverse | Kreativ-App | Meta Quest | Feb 26 |
| Omega Pilot Evolution | Arcade-Racer | PS VR2 | Feb 26 |
| Rumble | Action | Meta Quest | Feb 26 |
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(joe)
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