Künstliche Intelligenz
YouTube geht wieder gegen Adblocker vor
Massenhaft sahen Nutzer plötzlich graue Flächen statt YouTube-Videos: Tausende haben sich in den USA über Probleme beim Anschauen von YouTube-Videos beklagt, die Ausfallmeldungen für die Seite schossen in die Höhe. Tatsächlich steckt aber ein veränderter Umgang von YouTube mit Adblocker-Nutzern dahinter.
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Nutzerberichten zufolge ist da, wo normalerweise das Video zu sehen sein sollte, plötzlich eine graue Fläche, ebenso bei den Thumbnails vorgeschlagener Videos. Es stellte sich aber heraus, dass die Seite ohne Adblocker ganz normal funktionierte und nur die Nutzer eines solchen Programms betroffen waren.
Das Problem scheint je nach Internetbrowser und genutzter Adblocker-Erweiterung unterschiedlich stark zu sein. Besonders betroffen ist Nutzern zufolge Opera GX. Hier soll YouTube auch mit ausgeschalteter Adblock-Erweiterung nicht funktionieren. Ein Grund dafür könnte allerdings sein, dass Opera GX standardmäßig eine Blockierfunktion für Online-Werbung mitbringt. Andere berichten davon, dass sie mit Googles Chrome-Browser auch mit Adblocker weiterhin problemfrei YouTube nutzen können. Ein Test mit Mozilla Firefox und uBlock Origin verlief erfolgreich. Unklar ist, ob die aktuellen Probleme überhaupt in Europa und anderen Regionen außerhalb der USA auftreten.
Schon im Juni hatte es Probleme für Adblocker-Nutzer gegeben. YouTube hat offenbar Wege gefunden, diese zu erkennen und entsprechende Lücken zu schließen. Nutzer von Adblockern sahen dann Warntafeln, dass solche Programme gegen die YouTube-Nutzungsrichtlinien verstoßen. Auch 2023 gab es das schon mal. Die Videoplattform liefert sich seit Langem ein Katz-und-Maus-Spiel mit den Entwicklern solcher Programme. Das Portal Tom’s Guide geht davon aus, dass YouTube erkennt, wenn ein Browser bestimmte Skripte für das Anzeigen von Werbung nicht abfragt. Auch kleine Codesnippets, die typisch für Werbung sind, und gezielt von YouTube platziert werden, könnten demnach eine Rolle spielen. Filtert der Browser diese aus, könnte YouTube das als Hinweis für einen Adblocker werten.
YouTube-Werbung im wichtigsten Video-Moment
Im Mai hatte die Plattform etwas angekündigt, was viele zur Nutzung eines Adblockers verleitet haben dürfte. YouTube will Werbung künftig gezielt an Peak Points – den inhaltlich wichtigsten Momenten von Videos – einspielen. Diese sollen mithilfe von Googles Gemini-KI identifiziert werden. Werbung soll so eine besonders hohe Aufmerksamkeit durch Zuschauer erhalten.
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Mit dem Kampf gegen Adblocker will YouTube seine Existenzgrundlage sichern. Denn die Plattform finanziert sich durch Werbung und Abonnements für YouTube Premium, welche ein werbefreies Zuschauen ermöglichen. Zumindest für die von YouTube selbst platzierten Anzeigen, nicht für die, welche große Creator in ihren Inhalten selbst unterbringen.
(nen)
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Schluss mit Datensammelwut: Google macht reCAPTCHA DSGVO-konformer
Lange Zeit war der Einsatz von Googles reCAPTCHA für europäische Webseitenbetreiber ein datenschutzrechtlicher Drahtseilakt. Der Dienst soll gegen Bots und Spam schützen. Doch die Art der Datenverarbeitung sorgte regelmäßig für Kopfschmerzen in Rechtsabteilungen. Bisher agierte Google bei der Analyse von Nutzerverhalten weitgehend als eigenständiger „Datenverantwortlicher“. Das bedeutete, dass der US-Konzern selbst entschied, wie und zu welchen Zwecken die im Hintergrund gesammelten Informationen verarbeitet wurden – oft unter Verweis auf die allgemeinen Google-Datenschutzbestimmungen. Diese Ära der Unverbindlichkeit geht nun zu Ende.
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Wie Google angekündigt hat, steht ein Richtungswechsel bevor. Zum 2. April 2026 stellt der Tech-Riese das Betriebsmodell von reCAPTCHA weltweit um. Der Dienst wandelt sich von einem Angebot mit eigener Datenhoheit hin zu einer klassischen Auftragsverarbeitung.
Damit gliedert sich der Bot-Schutz in die Riege der professionellen Google Cloud Services ein und folgt künftig denselben Compliance-Vorgaben, die Kunden bereits von der Cloud-Plattform des Hyperscalers kennen. Der Schritt geht über eine formale Anpassung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen hinaus: er verschiebt das Machtgefüge in der Datenverarbeitung zugunsten der Betreiber.
Rollentausch bei der Datenverantwortung
In der Praxis bedeutet die Transformation, dass vom Frühjahr an die Webseitenbetreiber selbst in die Rolle des „Data Controllers“ schlüpfen. Sie bestimmen damit Zweck und Mittel der Datenverarbeitung, während Google lediglich als „Data Processor“ agiert. Google verarbeitet die auf den Kunden-Webseiten erhobenen Daten also nur noch nach strengen Anweisungen der jeweiligen Betreiber.
Damit reagiert das Unternehmen auf anhaltende Kritik von Datenschützern. Sie monierten, dass Nutzerdaten aus Sicherheitsabfragen unbemerkt in die riesigen Profiling-Töpfe des Werbekonzerns fließen könnten. Mit der neuen Struktur wird eine klare Trennwand eingezogen: Die erhobenen Informationen dürfen fortan nur noch für die Bereitstellung, Wartung und Sicherheit des reCAPTCHA-Dienstes selbst verwendet werden.
Besonders deutlich dürfte die Änderung für die Anwender sein. Wer eine Webseite aufruft, die durch reCAPTCHA geschützt ist, sieht im kleinen Logo-Badge oft noch den Hinweis auf die Google-Datenschutzerklärung und die Nutzungsbedingungen des Konzerns. Diese Verweise werden ab dem Stichtag verschwinden. Da die Nutzer nicht mehr den allgemeinen Google-Bedingungen unterworfen sind, entfällt die direkte rechtliche Verknüpfung im Widget. Google fordert seine Kunden proaktiv dazu auf, bestehende manuelle Hinweise auf die Google-Privacy-Policy im Zusammenhang mit reCAPTCHA von ihren Präsenzen zu entfernen, um der neuen Rechtslage gerecht zu werden.
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Nahtloser Übergang und rechtliche Klarheit
Technisch gesehen soll der Übergang für Admins weitgehend geräuschlos erfolgen. Google versichert, dass es keine Unterbrechungen im Service geben werde. Bestehende Site-Keys behielten ihre Gültigkeit. Auch die Funktionsweise von Sicherheitsfunktionen wie Account Defense oder SMS-Schutz bleibe unangetastet. Interessant ist indes die strategische Einbettung: Da alle Classic-Keys bereits in die Cloud-Plattform migriert wurden, erfolgt die Verarbeitung nun einheitlich im Rahmen des sogenannten Cloud Data Processing Addendum. Dieser Zusatz soll Firmen die benötigte Rechtssicherheit geben, da die Datenverarbeitung nun zweckgebunden auf die Bedrohungserkennung und Betrugsprävention limitiert ist.
Der Wandel kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. In einer Ära, in der KI nicht nur zur Abwehr, sondern auch zur Erstellung immer raffinierterer Bots genutzt wird, steigt der Bedarf an verlässlichen Verifizierungswerkzeugen. Webseitenbetreiber können prinzipiell künftig mit deutlich weniger Bedenken argumentieren, dass der Einsatz des Tools zur Wahrung berechtigter Interessen nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) erfolgt. Denn die Gefahr, Nutzerrechte durch unkontrolliertes Tracking zu verletzen, ist erst einmal vom Tisch.
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Tipps für Microsofts Sysinternals-Werkzeuge | heise online
Eine Sammlung kostenloser Werkzeuge, mit denen Sie Windows so richtig tief unter die Haube schauen und dort herumschrauben können, das ist die Sysinternals-Suite. Zu den Klassikern aus der Suite gehören „Autoruns“ (zeigt alle Programme, die Windows beim Hochfahren automatisch mitstartet), der „Process Explorer“ (ein alternativer Taskmanager) und der „Process Monitor“, der alle (!) Zugriffe auf Laufwerke und Registry protokolliert. Es stecken aber noch über 70 weitere Werkzeuge in der Suite.
- Sämtliche Systemwerkzeuge der Sysinternals-Suite lassen sich auf verschiedenen Wegen auf den Rechner holen, etwa per Browser, Store und sogar mit dem Explorer.
- Den Umgang mit den Kommandozeilenprogrammen aus der Suite erleichtern Sie sich mit dem Anpassen einer Systemvariable.
- Für manche Programme haben wir spezielle Tipps, die Ihnen viel Zeit sparen.
Geschrieben wurden die Werkzeuge von Mark Russinovich und seinen Kollegen von der Firma Winternals, und zwar meist noch vor der Übernahme durch Microsoft vor mittlerweile zwei Jahrzehnten. Heute arbeitet er dort als Chief Technology Officer für Azure. Die längst auf die Microsoft-Website umgezogenen Sysinternals-Programme werden dennoch stets aktuell gehalten.
Hier soll es allerdings nicht darum gehen, was Sie mit den einzelnen Werkzeugen alles anfangen können (Details dazu finden Sie hier: nützliche Profi-Tools aus der Sysinternals Suite). Stattdessen finden Sie hier Tipps, wie Sie die Programme mit möglichst wenig Aufwand erhalten und starten können.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Tipps für Microsofts Sysinternals-Werkzeuge“.
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enterJS Integrate AI: So bringt KI echten Mehrwert in Webanwendungen
Am 28. April 2026 laden die Veranstalter der Enterprise-JavaScript-Konferenz enterJS zum Online-Thementag: Die eintägige Veranstaltung enterJS Integrate AI zeigt, wie man KI sinnvoll in seine Webanwendungen integriert, sodass diese wirklich besser werden – statt komplizierter, unsicherer oder frustrierender.
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Konzipiert von dpunkt.verlag und iX in Kooperation mit dem enterJS-Beirat Sebastian Springer, richtet sich die Online-Konferenz an Fullstack- und Frontend-Developer sowie technikaffine Produktverantwortliche. Zum Programmstart sind vergünstigte Frühbuchertickets verfügbar.
Echter Mehrwert durch KI im Web
In sechs jeweils 45-minütigen Vorträgen am 28. April geben die Sprecherinnen und Sprecher Einblicke in ausgewählte Themengebiete rund um die KI-Integration im Web: Wann ist Voice AI in Webanwendungen sinnvoll – und wann nicht? Das klärt Marius Obert in seinem Vortrag, während Christian Liebel den Weg zu smarteren Webanwendungen mit WebNN API und Prompt API demonstriert. Vicky Pirker nimmt die Teilnehmenden mit auf eine Reise von „KI vs. Mensch“ zu „KI und Mensch“ und spickt ihren Vortrag mit Praxisbeispielen für einen geeigneten KI-Einsatz. Zum Abschluss reflektieren die Speaker die Vorträge des Tages in einer Diskussionsrunde.

Workshop zu LangChain und LangGraph

Sebastian Springer weckt als Dozent für JavaScript, Sprecher auf Konferenzen und Autor die Begeisterung für professionelle Entwicklung mit JavaScript.
Am 7. Mai haben Interessierte darüber hinaus die Gelegenheit, ihr Wissen in einem ganztägigen Online-Workshop zu vertiefen. Sie lernen von Sebastian Springer, wie sie KI-Workflows verstehen und souverän einsetzen können, und tauchen dazu tief in die Tools LangChain und LangGraph ein.
Die Teilnehmenden sollten solide JavaScript-Kenntnisse, Grundwissen in Node.js und erste Erfahrungen mit LLMs besitzen. Am Ende des Tages nehmen sie ein klares Architekturverständnis mit, das ihnen ermöglicht, eigene KI-Anwendungen souverän zu planen, umzusetzen und langfristig wartbar zu gestalten.
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Ab sofort: Frühbuchertickets und Gruppenrabatte
Mit Veröffentlichung des Programms stehen vergünstigte Frühbuchertickets zur Buchung bereit: Ein Ticket kostet 249 Euro (alle Preise zzgl. 19 % MwSt.). Wer mit seinen Kolleginnen und Kollegen teilnimmt, profitiert ab drei Personen von einem Gruppenrabatt. Der Ganztages-Workshop lässt sich für 549 Euro pro Person buchen.
Weitere Informationen rund um den enterJS-Thementag bietet die Website, auf der sich zudem ein Newsletter abonnieren lässt.
(mai)
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