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Astronomie: Erstmals initiale Geometrie einer Supernova ergründet


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Dem Very Large Telescope (VLT) ist es im vergangenen Frühjahr erstmals gelungen, die Explosion eines massereichen Sterns quasi unmittelbar nach ihrem Beginn zu beobachten und die Geometrie des Materieauswurfs zu ergründen. Das hat die Europäische Südsternwarte ESO jetzt publik gemacht und eine künstlerische Darstellung dieser frühestmöglichen Phase einer solchen Sternenexplosion veröffentlicht. Hätte man das Observatorium nur einen Tag später auf den Vorgang gerichtet, wäre der nicht mehr zu beobachten gewesen, erklären die Verantwortlichen die Bedeutung des Funds. Das VLT hat die 22 Millionen Lichtjahre entfernte Explosion demnach dank der schnellen Reaktion des Studienleiters nur 26 Stunden nach ihrer ursprünglichen Entdeckung beobachtet.

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Die Supernova in der Galaxie NGC 3621

(Bild: ESO/Y. Yang et al.)

Wie die Forschungseinrichtung in Erinnerung ruft, besteht bei einem typischen Stern zeit seines Lebens ein präzises Gleichgewicht zwischen der Gravitationskraft, die ihn zusammenzieht, und dem gegenläufigen Druck „seines nuklearen Motors“. Ist die Energiequelle dagegen erschöpft, kollabiert der Kern des Sterns, die ihn umgebende Masse stürzt auf ihn und wird abgestoßen. Die dabei entstehende Schockwelle zerstört den Stern dann von ihnen, es entsteht eine Supernova. Der Durchbruch dieser Schockwelle durch die Oberfläche des Sterns lasse sich aber nur für wenige Stunden beobachten, danach interagiere die sich ausbreitende Explosion mit Material um den Stern. Genau dieses enge Zeitfenster konnte nun erstmals mit dem VLT für detaillierte Beobachtungen genutzt werden.

Verantwortlich für den Erfolg war demnach die Reaktionsschnelligkeit des Astronomen Yi Yang von der Tsinghua-Universität in Peking. Als die Supernova mit der Bezeichnung SN 2024ggi am 10. April 2024 entdeckt wurde, war der gerade nach einem Langstreckenflug in San Francisco gelandet. Zwölf Stunden später lag sein Antrag für eine Beobachtung mit dem VLT bei der ESO vor, dem unmittelbar nachgekommen wurde. Schon am 11. April wurde es demnach auf die Explosion gerichtet, weshalb die Geometrie der Supernova ermittelt werden konnte. Ausschlaggebend dafür war demnach das Instrument FORS2, dessen Daten ergeben haben, dass die ausgeworfene Materie die Form einer Olive hatte. Die Symmetrieachse sei im Verlauf der Explosion unverändert geblieben, auch als die Form sich abflachte.

Auf die Geometrie konnte das Forschungsteam demnach aus der Polarisation des Lichts schließen, das mit dem Teleskop eingefangen wurde. Die Beobachtung verändere unser Verständnis stellarer Explosionen, erklärt Mitautor Ferdinando Patat von der ESO. Dank des gewonnenen Wissens könnten bereits einige Supernova-Modelle ausgeschlossen und andere verbessert werden, ergänzt er. Als Vorläufer der Explosion hat das Team einen Roten Überriesen mit etwa 12 bis 15 Sonnenmassen ausgemacht, dessen Radius etwa 500-mal größer war als der der Sonne. Die Arbeit wird in einem Fachartikel vorgestellt, der im Wissenschaftsmagazin Science Advances erscheinen wird.

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(mho)



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Cyberbündnisse zwischen Unternehmen: Security-Kooperation für den Ernstfall


Ransomwarekampagnen, Angriffe über Lieferketten und Identitätsdiebstahl treffen nicht nur große Konzerne, sondern auch Mittelständler. Wer in dieser Situation einen schweren Vorfall erleidet, muss binnen Stunden reagieren: Systeme isolieren, Beweise sichern, Ursachen analysieren, den Wiederanlauf planen. Externe Dienstleister sind bei parallel laufenden Angriffswellen oft ausgelastet, interne Teams schnell am Limit. Behörden wiederum haben nicht den Auftrag, Unternehmensinfrastruktur wiederaufzubauen – sie sind keine operativen Einsatzkräfte für das eigene Netz.

Hier setzen Cyberbündnisse an: Unternehmen verabreden eine gegenseitige, vorab organisierte und rechtlich abgesicherte Hilfe für den akuten Ernstfall. Der Schwerpunkt liegt ausdrücklich auf Response und Recovery – der wirksamen Eindämmung, der technischen Bereinigung und der verlässlichen Wiederherstellung des Betriebs.

  • Wenn Unternehmen angegriffen werden, zeigt sich oft ein Mangel an Ressourcen für die Bewältigung des Angriffs. Hier können Cyberbündnisse in Form vorheriger Absprachen mit anderen Unternehmen nützlich sein.
  • Die geschlossenen Bündnisse sind in mehreren Verbindlichkeitsausprägungen denkbar und reichen vom Modell „Handschlag“ bis hin zur eigenen Rechtspersönlichkeit des Zusammenschlusses.
  • Zwingend vorher zu klären sind Fragen aus verschiedenen Rechtsbereichen. Die wichtigsten betreffen arbeits-, datenschutz-, kartell- und steuerrechtliche Aspekte sowie die Haftung.
  • Im günstigsten Fall kommt es zu keinem Vorfall und die getroffenen Absprachen und Maßnahmen werden nicht praxisrelevant – erhöhen aber die Resilienz des Unternehmens gegen Angriffe und verbessern seine NIS2-Konformität.




Dominik Helble ist CISO bei Festo. Mit Erfahrungen aus der kriminalpolizeilichen Strafverfolgung und dem Cybersicherheitsmanagement in der Industrie koordinierte er die Erstellung des Leitfadens „Cyber‑Bündnisse“.

Die Allianz Industrie 4.0 Baden‑Württemberg hat zu Cyberbündnissen einen praktisch orientierten Leitfaden herausgegeben, der unter anderem Musterverträge bereitstellt.


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100 Jahre Schrödingergleichung: Warum die Katze noch immer nicht tot ist


Eine der berühmtesten Katzen der Geschichte ist eine, die nie existiert hat: Schrödingers Katze. Sie arbeitete sich hoch vom zynischen Gedankenspiel zum Maskottchen der Quantenphysik bis zur Ikone der Popkultur.

Sie hatte Auftritte in Serien wie The Big Bang Theory und Futurama, sowie in Formaten, die auf den ersten Blick weniger mit Wissenschaft zu tun haben, wie Girls Club 2. „Schrödingers…“ wurde zum Synonym für etwas, das zwei gegensätzliche Eigenschaften vereint. Schrödingers Code: Der Code ist geschrieben, aber nicht getestet. Er funktioniert und auch nicht, solang niemand hinschaut.

Ironischerweise ist Schrödingers Katze heutzutage berühmter als die Gleichung, aus der sie hervorging. Exakt 100 Jahre ist es nun her, dass Erwin Schrödinger das Herzstück der Quantenphysik entwickelt hat: die nach ihm benannte Schrödingergleichung. Bis heute ist sie eines der mächtigsten Werkzeuge der Physik.


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Fußbodenheizung: Shelly Linkedgo ST1820 – funktioniert auch unter Home Assistant


Das smarte Thermostat Linkedgo ST1820 kann per Shelly-App und mit Home Assistant gesteuert werden. Wie gut es in der Praxis funktioniert, zeigt der Test.

Das smarte Thermostat ST1820 zur Steuerung einer Fußbodenheizung stammt vom chinesischen Hersteller Linkedgo, wird aber mit Shelly-Firmware betrieben und wird daher auch von Shelly als OEM-Produkt mit dem Zusatz „Powered by Shelly“ vertrieben. Neben der Ansteuerung eines Stellventils einer wassergeführten Fußbodenheizung bietet es außerdem einen integrierten Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor. Es funkt per WLAN und benötigt daher keinen Hub wie Zigbee-Modelle. Zudem kann es als BLE-Gateway für andere Shelly-Geräte dienen.

Wie gut das Shelly Linkedgo ST1820 in der Praxis funktioniert und wie eine Integration in Home Assistant gelingt, zeigt der Testbericht.

Verarbeitung, Design, Bedienung und weitere Funktionen

Das Gehäuse des Shelly Linkedgo ST1820 ist quadratisch mit einer Kantenlänge von 8,55 cm, die Rahmentiefe beträgt 1,2 cm. Mit einer Tiefe von nur 2,6 cm fällt das Gehäuseinnere recht kompakt aus. Mit einer Breite und Höhe von 5,4 cm passt es problemlos in klassische 55er-Unterputzdosen. Somit ist es auch als klassische Nachrüstlösung für ein bestehendes analoges Thermostat geeignet.

Die Montage des inneren Gehäuses ist schnell erledigt. Anschließend steckt man die äußere Abdeckung mit integriertem Display und Drehregler einfach auf. Ein Einrastgeräusch signalisiert, dass die Abdeckung fest sitzt.

Als Bedienelemente stehen ein ovales Touch-Display, das in der Mitte der Vorderseite sitzt, sowie ein Drehregler am unteren Rand parat. Über das Touch-Display können Anwender das Thermostat konfigurieren und etwa Offsets für Temperatur und Luftfeuchte einstellen, die Kindersicherung aktivieren sowie den Temperaturbereich und die Frostschutztemperatur einstellen. Die Bediensprache am Gerät können Anwender zwischen Chinesisch und Englisch auswählen – Deutsch wird leider nicht unterstützt.

Im Betrieb bleibt der Bildschirm ausgeschaltet. Sobald man den Regler dreht oder drückt, erscheinen auf dem Display die aktuelle Temperatur, die Luftfeuchte sowie das Statussymbol in Form einer auf dem Kopf stehenden Pyramide für den Netzwerkstatus. Befindet sich daneben ein Ausrufezeichen, besteht keine Verbindung zum Netzwerk. Mit dem Drehregler können Anwender die Temperatur in 1er-Schritten justieren.

Insgesamt ist das Shelly Linkedgo ST1820 hervorragend verarbeitet und weiß auch designtechnisch zu gefallen.

Inbetriebnahme mit Shelly App

Für die Inbetriebnahme wird die Shelly-App benötigt. Das Thermostat wird über Bluetooth in der App angezeigt, anschließend führt ein Assistent durch die einzelnen Konfigurationsschritte inklusive Koppelung mit dem heimischen WLAN. Wie üblich bei Smart-Home-Geräten wird dabei nur das 2,4-GHz-Netz unterstützt.

Shelly Linkedgo ST1820: Auch ein Zugriff über den Browser ist möglich.

Konfiguration und Heizpläne

Die Shelly-App ist nicht nur für Smartphones optimiert, sondern auch für Tablets, sodass man von der größeren Darstellungsfläche auf diesen Geräten profitiert.

Als Besonderheit bietet das Shelly Linkedgo ST1820 den Parameter „Thermostathysterese“. Das aus dem Griechischen stammende Wort Hysterese bedeutet unter anderem Zurückbleiben und stellt bei Thermostaten eine Toleranz dar, sodass die Heizung nicht ständig ein- und ausgeschaltet wird, sobald sich die Temperatur geringfügig ändert. Wenn etwa eine Zieltemperatur von 22 °C eingestellt ist, sorgt eine Hysterese von 0,5 °C dafür, dass die Heizung erst bei 22,5 °C ausgeschaltet und bei 21,5 °C eingeschaltet wird. Das sorgt für einen besonders schonenden und energieeffizienten Betrieb der Fußbodenheizung.

Shelly Linkedgo ST1820: Konfiguration mit Shelly-App

Mit der Shelly-App lassen sich für das Thermostat natürlich auch Heizpläne erstellen. Das gelingt auch über den Browser. Dabei kann man nach Tagen und Monaten differenzieren, sodass eine manuelle Einstellung der Temperatur in der Regel überflüssig wird. Eine Fenster-Offen-Erkennung bietet das Thermostat nicht. Dies kann man aber über einen Tür-/Fenster-Sensor von Shelly innerhalb der App über eine Automatisierung (Szenen) realisieren.

Shelly Linkedgo ST1820: Integration in Home Assistant

Wie gut ist die Smart-Home-Anbindung?

Wer auf der Suche nach einem Thermostat für Fußbodenheizungen ist, das man auch unter Home Assistant steuern kann, erhält mit dem Shelly Linkedgo ST1820 ein äußerst leistungsstarkes Modell. Bereits die offizielle Shelly-Integration bietet viele Funktionen. Sie beinhaltet die typische Heizungssteuerung und integriert auch die Sensoren für Temperatur und Luftfeuchte. Außerdem unterstützt Home Assistant auch Firmware-Updates, wobei man zwischen regulären und Beta-Updates auswählen kann.

Einige Konfigurationsparameter wie „Thermotathysterese“ werden standardmäßig jedoch nicht an Home Assistant übermittelt. Da das Thermostat aber MQTT unterstützt, können diese Parameter trotzdem eingebunden werden. Hilfreich stehen dabei KI-Tools wie ChatGPT oder Deepseek zur Seite, die den YAML-Code für entsprechende Anpassungen bereitstellen. Hilfreich dabei ist auch der MQTT-Explorer (Heise Download), mit dem man entsprechende Abfragen direkt an das Gerät senden kann, um zu überprüfen, ob das Gerät tatsächlich die gewünschten Daten liefert.

Über Home Assistant lassen sich weitere sinnvolle Funktionen abbilden. So kann man etwa eine Fenster-Offen-Erkennung auf Basis eines starken Temperaturabfalls realisieren. Über Hilfssensoren ist es außerdem möglich, umfassende Daten über den Heizbetrieb zu erhalten.

Preis

Fazit

Mit dem Linkedgo ST1820 bietet Shelly ein hochwertig verarbeitetes Thermostat für Fußbodenheizungen, das sich auch für weniger technikaffine Menschen über einen Drehregler komfortabel bedienen lässt. Der leichte Einbau sowie die einfache Inbetriebnahme und Konfiguration stehen ebenfalls auf der Habenseite. Doch das bieten auch andere Modelle wie von Aqara, Homematic IP und Meross.

Im Unterschied zu diesen ist aber dank Unterstützung von MQTT sowie einer sehr guten Integration für Home Assistant das Shelly Linkedgo ST1820 ideal für Smart-Home-Enthusiasten geeignet. Allerdings ist es mit etwa 82 Euro auch nicht ganz billig. Zudem gibt es standardmäßig keine Fenster-Offen-Erkennung, die sich aber über einen Tür-/Fenster-Sensor und einer Automatisierung realisieren lässt.



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