Nutzt der Nachbar heimlich Euer WLAN? So prüft Ihr es
Ist das Internet daheim wieder einmal quälend langsam? Möglicherweise liegt das gar nicht an Eurem Anbieter, sondern daran, dass sich ein fremdes Gerät in Euer WLAN-Netzwerk geschlichen hat. So prüft Ihr es ganz einfach und entledigt Euch unerwünschter Gäste.
Wenn sich Unbefugte mit Eurem Heimnetzwerk verbunden haben, ist eine langsamere Internetgeschwindigkeit das geringste Übel. Viel schwerer wiegt, dass der Eindringling über Euer Netz illegale Aktivitäten durchführen könnte. Dazu gehören etwa der Download urheberrechtlich geschützter Inhalte oder sogar strafbare Transaktionen im Darknet. Außerdem besteht die Gefahr, dass Euer Datenverkehr überwacht und sensible Informationen oder Passwörter abgegriffen werden. Kurz gesagt: Es wäre deutlich besser, wenn sich keine fremden Geräte in Eurem WLAN befinden. Doch wie lässt sich das überprüfen?
Benutzt jemand Euer WLAN?
Die gute Nachricht: Herauszufinden, ob sich jemand Fremdes im eigenen WLAN befindet, ist nicht kompliziert. Der erste Schritt führt zur Benutzeroberfläche Eures Routers. Bei einer Fritz!Box reicht es, im Browser-Suchfeld „fritz.box“ einzugeben. Bei anderen Routern kann stattdessen eine IP-Adresse wie „192.168.0.1“ notwendig sein. Diese findet Ihr in der Regel auf der Unterseite des Geräts. Alternativ lässt sich die passende IP-Adresse auch durch eine kurze Onlinesuche nach dem jeweiligen Routermodell ermitteln. Ferner ist der Zugriff oftmals über eine App des Herstellers möglich. Zumindest, sofern dieser eine App anbietet.
Nach dem Aufruf öffnet sich die bekannte Router-Oberfläche, über die der Router ursprünglich eingerichtet wurde. Dort gibt es zahlreiche Einstellmöglichkeiten, relevant ist in diesem Fall jedoch die Seite für das Heimnetzwerk. Bei einer Fritz!Box findet sich diese beispielsweise unter „Heimnetz“ > „Netzwerk“. Hier werden alle aktuell verbundenen Geräte angezeigt, doch es gibt einen Haken.
Welche Geräte gehören eigentlich Euch?
Wenn nur das eigene Smartphone, der Computer und der Smart-TV mit dem WLAN verbunden sind, ist die Lage schnell klar. Doch mit jeder zusätzlichen smarten Lampe, Steckdose und jedem Streaming-Stick wird die Liste unübersichtlicher. Oft erscheinen die Geräte zudem nur mit kryptischen Zahlenfolgen oder gar ohne erkennbare Bezeichnung. In solchen Fällen hilft es, Geräte nacheinander vom Netz zu trennen, um herauszufinden, welches Gerät welchen Eintrag repräsentiert.
Nach und nach entsteht so ein klareres Bild. Wer sich das Gefummel ersparen möchte, kann allerdings auch einfach das WLAN-Passwort ändern. Dadurch werden alle Geräte – auch die fremden – sofort vom Netz getrennt. Danach müssen jedoch sämtliche eigenen Geräte von Hand wieder verbunden werden, was ebenfalls Zeit frisst.
Ein hilfreicher Tipp: Gebt den Geräten auf der Router-Seite individuelle Namen, während Ihr sie neu verbindet. So lässt sich beim nächsten Mal leicht erkennen, welcher Eintrag welchem Gerät entspricht.
Was tun, wenn ein unbekanntes Gerät auftaucht?
Falls tatsächlich ein fremdes Gerät im Heimnetz auftaucht, sollte es umgehend entfernt werden – ebenfalls über die Router-Oberfläche. Im Anschluss daran empfiehlt es sich, das WLAN-Passwort zu ändern. Dabei sollte unbedingt auf moderne Sicherheitsstandards geachtet werden, also auf WPA2 oder besser WPA3. Das ältere WPA-Protokoll gilt als unsicher, daher solltet Ihr es nicht verwenden.
Wichtig ist zudem ein starkes Passwort: eine Kombination aus zufälligen Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen, möglichst lang und einzigartig. Wer befürchtet, das Passwort zu vergessen, sollte es zudem sicher notieren. Sonst droht im schlimmsten Fall eine komplette Neueinrichtung des Routers.
Darüber hinaus lohnt es sich, die sogenannte WPS-Funktion (Wi-Fi Protected Setup) zu deaktivieren. Sie ermöglicht zwar das schnelle Verbinden neuer Geräte, gilt aber schon länger als potenzielles Sicherheitsrisiko. Und nicht zuletzt: Vergesst nicht die regelmäßigen Firmware-Updates. Diese schließen Sicherheitslücken und halten Euer WLAN dauerhaft geschützt.
Wichtigste Schritte im Überblick:
Router-Oberfläche aufrufen und verbundene Geräte prüfen
Unbekannte Geräte nach und nach trennen
Bei einem fremden Gerät Passwort ändern (WPA2 oder WPA3)
Apple: CarPlay im Tesla setzt größere iOS-26-Verbreitung voraus
Bild: ChatGPT
Apple CarPlay soll endlich auch in den Fahrzeugen von Tesla angeboten werden. Apple sei Tesla zuletzt bei der Kompatibilität entgegengekommen, doch setze der Rollout noch einen größere Verbreitung der aktuellen Version von iOS 26 voraus. Davon abgesehen stehen bei Apple selbst weiterhin die zuletzt spekulierten Neuheiten an.
Dass Apple CarPlay Einzug in die Modelle von Tesla halten soll, macht seit November letzten Jahres die Runde. Laut Bloomberg hatte der ursprüngliche Plan den Release bis zum Ende letzten Jahres vorgesehen. Weder Tesla noch Apple haben die Verfügbarkeit von CarPlay bislang von offizieller Seite bestätigt. Bei Tesla soll das Feature die zuletzt rückläufigen Verkaufszahlen wieder ein wenig ankurbeln.
Apple Maps und Teslas Karten im Konflikt
Zuletzt habe es aber noch Probleme bei der Synchronisierung von Apple Maps und Teslas Karten gegeben. Tesla setzt auf Google Maps für die Karten, Satelliten-Ansicht und das Verkehrsaufkommen, für die Wegfindung kommt aber eine eigene Routing-Engine zum Einsatz. Tesla sei deshalb auf Apple zugegangen und habe um Anpassungen gebeten, die Apple mit einem Update für iOS 26 umgesetzt habe, berichtet Bloomberg. Demnach warte Tesla noch auf eine größere Verbreitung der entsprechenden Version, bis CarPlay freigegeben werden kann.
Das aktuelle iOS 26 läuft Apples Statistik zufolge auf 74 Prozent aller iPhone-Modelle, die in den letzten vier Jahren auf den Markt kamen. Es folgten unter anderem Updates auf iOS 26.1 im November, iOS 26.2 im Dezember und zuletzt am 11. Februar auf iOS 26.3. Mit welcher Version das CarPlay-Problem für Tesla beseitigt wurde, ist nicht bekannt. Apple macht zudem keine Angaben zur Verbreitung der Unterversionen von iOS 26.
Mit iOS 27 wird in erster Linie aufgeräumt
Das bevorstehende Update auf iOS 26.4 soll nach jüngsten Informationen ohne Teile der neuen Siri kommen, das AI-Update sei jetzt in zwei Schritten für iOS 26.5 und iOS 27 vorgesehen, wie Bloomberg erneut bekräftigt. iOS 27 werde ein Release, mit dem Apple das aktuelle iOS 26 weiter optimieren und die Code-Basis aufräumen wird, berichtet Bloomberg. Größere Neuerungen abseits der KI-Features seien nicht geplant.
iPhone 17e und MacBook mit iPhone-Chip
Aufseiten der Hardware stehen in den kommenden Wochen vor allem das iPhone 17e und das Einsteiger-MacBook mit einem iPhone-Chip an. Bei letzterem habe sich Apple obgleich des Preises „weit unter 1.000 US-Dollar“ für ein vollständig aus Aluminium gefertigtes Chassis entschieden. Laut Bloomberg habe Apple in der Entwicklung mit den Farben Hellgelb, Hellgrün, Blau, Rosa, Silber und Dunkelgrau experimentiert. Apple peile den Release für März an und plane derzeit ein zugehöriges Event.
iOS 27 bringt Verbesserung, die nicht nur iPhone-Nutzer wollen
iOS 27 soll laut aktuellen Berichten kein großes Feature-Update werden. Stattdessen will Apple Code aufräumen, Apps überarbeiten und die Effizienz steigern. Ziel: spürbar bessere Performance – und damit eine wichtige Verbesserung.
September ist traditionell nicht nur iPhone-Zeit, sondern auch der Monat, in dem Apple die großen Betriebssystem-Updates veröffentlicht. Mit iOS 27 soll der Fokus in diesem Jahr jedoch weniger auf spektakulären Neuerungen liegen. Stattdessen deutet vieles auf ein Wartungs-Update hin. Laut dem Bloomberg-Reporter Mark Gurman plant Apple, das System grundlegend zu optimieren – mit einem klaren Schwerpunkt auf Stabilität und Effizienz.
iOS 27: Aufräumen und nicht mit neuen Features protzen
Bereits vor Monaten schrieb Gurman, dass Apple bei iOS 27 stärker auf interne Optimierungen setzt. In diesem Zusammenhang fällt immer wieder der Vergleich mit Mac OS X 10.6 Snow Leopard aus dem Jahr 2009. Damals verzichtete Apple weitgehend auf neue Funktionen und konzentrierte sich stattdessen auf Performance, Bugfixes und Code-Bereinigung.
Ein ähnlicher Ansatz scheint nun auch für 2026 geplant zu sein. Demnach will Apple überflüssigen Code entfernen, bestehende Funktionen überarbeiten und existierende Apps modernisieren. Ziel ist ein reaktionsschnelleres Betriebssystem mit spürbar flüssigerer Performance.
Auch das sogenannte „Liquid Glass“-Design will Apple weiter optimieren. Nach der teils gemischten Resonanz auf frühere Designanpassungen könnte Apple hier Feintuning betreiben. iPhone- und Mac-Nutzer haben die Option in den vergangenen Monaten immer wieder kritisiert.
Ein konkretes Ergebnis dieser internen Überarbeitungen soll laut Gurman eine verbesserte Akkulaufzeit sein. Durch effizienteren Code und strukturelle Anpassungen am System erhofft sich Apple offenbar einen geringeren Stromverbrauch. Ob Apple diese Optimierungen explizit vermarkten wird, bleibt allerdings offen.
Ganz ohne neue Funktionen geht es aber nicht
Trotz des klaren Optimierungsfokus wird iOS 27 nicht komplett ohne neue Funktionen erscheinen. Insbesondere im Bereich künstliche Intelligenz steht Apple unter Zugzwang.
Nach den mehrfach verschobenen KI-Plänen rund um Siri wird erwartet, dass das Herbst-Update hier liefern muss. Diskutiert wird unter anderem eine tiefgreifende Modernisierung von Siri – inklusive stärkerer Personalisierung durch den Zugriff auf lokale Nutzerdaten.
Mit dazu gehört zudem die engere Kooperation mit Google und dessen KI-Technologie Gemini. Sollte sich der Assistent tatsächlich stärker in Richtung Chatbot entwickeln, wäre das eine der sichtbarsten Neuerungen von iOS 27 – auch wenn der eigentliche Schwerpunkt des Updates klar auf technischer Optimierung liegen dürfte.
ComputerBase testet die zweite Seagate-HDD mit HAMR-Technik. Die IronWolf Pro 32 TB bietet das bisher höchste Speichervolumen im Markt. Beim Schreiben erweist sich das Modell allerdings nicht so stabil wie die Version mit 30 TB, 32 TB auf erneut nur 10 Plattern zollen allem Anschein nach Tribut.
Technik der IronWolf Pro 32 TB im Überblick
Im Januar legte Seagate die Messlatte für die maximale HDD-Speicherkapazität weiter hoch und brachte die IronWolf Pro 32 TB für NAS, die Exos 32 TB für Server und die SkyHawk AI 32 TB für Videoüberwachung auf den Markt. Die IronWolf Pro 32 TB stellte Seagate nach der IronWolf Pro 30 TB (Test) für einen Test zur Verfügung.
Seagates erste 32-TB-Festplatten (Bild: Seagate)
Auf überlappende Spuren (SMR) verzichtet Seagate erneut und erhöht auch nicht die Zahl der Magnetscheiben (Platter). Ergo werden die 32 TB wie schon bei dem Design mit 30 TB über 10 Platter realisiert. Die Speichermenge pro Platter steigt also von rund 3 TB auf 3,2 TB und das mit konventioneller Magnetaufzeichnung (CMR).
Möglich wird dies durch den Einsatz der HAMR-Technik, bei der ein winziger Laser die Oberfläche erhitzt. Damit lässt sich die nötige Magnetfeldstärke reduzieren, sodass die Magnetpunkte kleiner ausfallen und dichter zusammenrücken können. Zumindest im Labor wurde bei Seagate sogar bereits eine Dichte von rund 7 TB pro Platter (allerdings mit SMR) erreicht.
„Mozaic 3+“ ist der Markenname für Seagates HAMR-Technik (Bild: Seagate)
Die Scheiben der HAMR-Festplatten sind mit einer Eisen-Platin-Beschichtung mit einer Supragitterstruktur versehen. Diese ist notwendig, da herkömmliche Legierungen bei der neuen Technik keine ausreichende magnetische Stabilität für die Speicherung bieten.
Abgesehen von HAMR, das im Datenblatt (PDF) der Seagate IronWolf Pro noch nicht einmal erwähnt wird, gibt es keine Besonderheiten.
Die Scheiben rotieren mit 7.200 U/min und ein 512 MB großer DRAM dient als Puffer (Cache). Die maximale Datentransferrate gibt Seagate mit 285 MB/s an, das ist zwar etwas höher als beim Modell mit 30 TB, aber nur das Niveau, das auch bereits die IronWolf Pro mit 18 TB bis 24 TB (jeweils ohne HAMR) erreichen. Die bisherige Regel, dass der Durchsatz analog zur Datendichte steigt, trifft hier also nicht mehr zu.
Unverändert bleiben die Haltbarkeitsversprechen mit 2,5 Millionen Stunden MTBF und einem nicht korrigierbaren Lesefehler auf 1 Billiarde (10^15) gelesenen Bits. Die HDDs sind für den Dauerbetrieb geeignet und sollen einen Workload von 550 TB pro Jahr im Rahmen der fünfjährigen Garantie überstehen. In der IronWolf-Serie gibt es obendrein 3 Jahre kostenlosen Zugriff auf die Rescue Data Recovery Services zur Datenwiederherstellung im Fall der Fälle.
Ein langer Weg für HAMR
Seit Jahrzehnten forschten HDD-Hersteller an HAMR und Seagate wollte immer erster sein. Das ist nun auch gelungen, doch verschob sich die ursprünglich für 2010 geplante Markteinführung immer wieder um weitere Jahre. Am Ende kamen aufgrund der häufigen Verschiebungen sogar Zweifel auf, dass HAMR jemals Marktreife erlangt.
Bis zum Jahr 2020 dauerte es schließlich, bis die ersten HAMR-Festplatten erschienen. Diese boten allerdings nur 20 TB Speichervolumen. Außerdem blieb es bei der Herstellung in Kleinserie, die vielmehr ein Testballon für interne Tests bei Geschäftskunden, als ein marktreifes Massenprodukt war.
Erst im Januar 2024 folgte der eigentliche Marktstart mit der Serienfertigung. Die HAMR-Technik erhielt dabei den Markennamen „Mozaic 3+“ und die Server-HDDs der Serie Exos M mit 30 TB machten den Anfang.
Für Endkunden fiel der offizielle Startschuss erst Mitte Juli 2025. Im Zuge der andauernden Speicherkrise sind die Preise seit September erheblich gestiegen.
Benchmarks
Schreibleistung mit Auffälligkeit
Zum Auftakt gibt es direkt eine Auffälligkeit: Die zunächst wie erwartet etwas höhere Schreibrate als bei der 30-TB-Version brach im ersten Test unter üblichen Bedingungen nach rund 22 TB am Stück geschriebenen Daten drastisch ein und fiel auf unter 100 MB/s. Erst ganz am Ende kommt der Graph wieder „in die Spur“.
Geschwindigkeit Schreiben – nach Füllstand
060120180240300Megabyte pro Sekunde (MB/s)
15001.0001.5002.0002.5003.000Füllstand (x10 GB)
Die Redaktion teilte Seagate die Beobachtung mit und erhielt als Antwort, dass es unter Umständen zu sogenannten „Read-After-Write-Operationen“ kommt, wobei alle geschriebenen Sektoren bei der nächsten Umdrehung sofort nochmals gelesen werden. Dieser Vorgang solle beispielsweise bei extrem hohen oder niedrigen Temperaturen die Datenintegrität sicherstellen, führe jedoch zu einem Einbruch der Schreibleistung um 50 Prozent.
Dem Vorschlag, die Messungen unter Einsatz aktiver Kühlung noch einmal zu wiederholen, kam die Redaktion nach. Der langwierige Schreibtest wurde mit einem direkt vor der HDD liegenden Lüfter wiederholt. Das Ergebnis: Den starken Einbruch der Schreibrate gibt es nicht mehr und so fällt auch die durchschnittliche Leistung 9 Prozent besser aus. Dennoch gab es zwischenzeitlich eine andauernde Phase mit leicht gesunkener Schreibgeschwindigkeit. Diese ist allerdings nicht durch die Laufwerkstemperatur zu erklären.
Auf nochmalige Nachfrage nannte Seagate die im Hintergrund laufende Datenintegritätsprüfung als mögliche Ursache. Bei anderen Festplatten waren solche Einbrüche im Testbetrieb der Redaktion allerdings bisher nicht zu beobachten. Es liegt nahe, dass die noch einmal höhere Datendichte (32 statt 30 TB auf 10 Plattern) die Ursache ist.
Geschwindigkeit Schreiben – Durchschnitt
WD Red Pro 26 TB SATA, 2025
Seagate IronWolf Pro 24 TB SATA, 2024
Seagate IronWolf Pro 32 TB gekühlt SATA, 2025
Seagate IronWolf Pro 30 TB SATA, 2025
WD Red Pro 18 TB SATA, 2021
Seagate IronWolf Pro 32 TB SATA, 2025
WD Blue 1 TB SATA, 2012
WD Red 6 TB SATA, 2015
Einheit: Megabyte pro Sekunde (MB/s)
Da für alle HDDs im Test stets die gleichen Bedingungen herrschen, um die Vergleichbarkeit zu wahren, fließt allerdings das schlechtere Ergebnis von im Durchschnitt 201 MB/s in die Bewertung ein. Nur mit Sonderbehandlung durch zusätzliche Kühlung sind es rund 219 MB/s.
Leseleistung
Beim Lesen waren auch unter Dauerlast keine Einbrüche festzustellen, etwaige Schwächen betreffen also nur die Schreibleistung. Die Lesegeschwindigkeit liegt auf hohem Niveau, das in der Spitze nur von der WD Red Pro 26 TB (Test) überboten wird.
Bei den Zugriffszeiten ist die Seagate IronWolf Pro 32 TB zumindest lesend mit 11,9 ms schnell unterwegs und erreicht im Testfeld mit knappem Vorsprung den Spitzenplatz. Beim Schreibzugriff sind die Modelle von WD aber weiterhin deutlich schneller.
Zugriffszeiten (H2benchw -s -!)
Seagate IronWolf Pro 32 TB SATA, 2025
Seagate IronWolf Pro 30 TB SATA, 2025
WD Red Pro 18 TB SATA, 2021
Seagate IronWolf Pro 24 TB SATA, 2024
WD Red Pro 26 TB SATA, 2025
WD Blue 1 TB SATA, 2012
WD Red 6 TB SATA, 2015
WD Red Pro 26 TB SATA, 2025
WD Red Pro 18 TB SATA, 2021
Seagate IronWolf Pro 24 TB SATA, 2024
Seagate IronWolf Pro 32 TB SATA, 2025
Seagate IronWolf Pro 30 TB SATA, 2025
WD Blue 1 TB SATA, 2012
WD Red 6 TB SATA, 2015
Einheit: Millisekunden
CrystalDiskMark 8
Wie bei SSDs liefert dieser synthetische Benchmark offenbar auch bei HDDs die höchsten Durchsatzraten und so erreicht die IronWolf Pro 32 TB mit 294 MB/s beim Lesen und 287 MB/s beim Schreiben den versprochenen Wert aus dem Datenblatt von bis zu 285 MB/s spielend. Das wahlfreie Schreiben ist keine Stärke der IronWolf-Serie, was die obigen Zugriffszeitmessungen bereits angedeutet haben. Lesend sieht es da besser aus.
PCMark 10
Im PCMark 10 gibt es beim Data Drive Benchmark quasi einen Gleichstand zwischen IronWolf Pro mit 30 TB und mit 32 TB. Die IronWolf Pro mit 24 TB ist zusammen mit der WD Red Pro 26 TB (beide ohne HAMR) weiter das Maß der Dinge und rund 30 Prozent schneller.
Im Quick System Drive Benchmark schneiden die Seagate-HDDs mit HAMR-Technik besser ab, müssen sich aber erneut der IronWolf Pro mit 24 TB geschlagen geben.
Leistungsaufnahme
Einschalten
Um die Magnetscheiben erst einmal von Null auf 7.200 U/min zu bekommen, braucht es beim Start eine Menge Energie. Die Seagate IronWolf Pro mit 32 TB ist dabei noch relativ genügsam und die Lastspitzen bleiben unter der Marke von 25 Watt, während sich andere bereits den 30 Watt annähern.
Last (CrystalDiskMark)
Gemessen wurde die durchschnittliche Leistungsaufnahme, während die Leistungstests mit dem CrystalDiskMark durchliefen. Mit 7,6 Watt ist die durchschnittliche Leistungsaufnahme etwas geringer als bei der IronWolf Pro mit 30 TB und nur noch geringfügig höher als bei dem 24-TB-Modell der Serie. Trotz 11 statt 10 Magnetscheiben ist die WD Red Pro 26 TB weiterhin das sparsamste Modell, benötigt dafür aber beim Anlaufen mehr Energie.
Alle Leistungstests (nicht Leistungsaufnahme) zusammen genommen, zeigt sich auch bei der zweiten HAMR-Festplatte der Eindruck, dass der Fortschritt bei der Speicherkapazität zulasten einer geringeren Performance geht. Durch die Einbrüche im Dauerschreibtest liegt die IronWolf Pro 32 TB nur ganz knapp vor der IronWolf mit 30 TB. Die schnellsten Modelle ohne HAMR liefern im Schnitt über 10 Prozent mehr Leistung.
Leistungsrating: Alle Tests
Seagate IronWolf Pro 24 TB SATA, 2024
WD Red Pro 26 TB SATA, 2025
Seagate IronWolf Pro 32 TB SATA, 2025
Seagate IronWolf Pro 30 TB SATA, 2025
WD Red Pro 18 TB SATA, 2021
WD Blue 1 TB SATA, 2012
WD Red 6 TB SATA, 2015
Einheit: Prozent, Geometrisches Mittel
Fazit
HAMR ist angekommen und funktioniert, lautete das Fazit beim Test der ersten HAMR-Festplatte in Form der Seagate IronWolf Pro mit 30 TB. Beim 32-TB-Modell stimmt das prinzipiell auch, doch trüben ungewohnte Einbrüche beim Dauerschreibtest das Bild. Nicht bestätigt, aber naheliegend ist, dass die noch einmal gestiegene Datendichte (es bleibt bei zehn Plattern) hier ihren Tribut zollt. Die Leistung steigt zudem nicht wie sonst üblich mit der größeren Datendichte und unterm Strich sind die HDDs langsamer als die größten Modelle ohne HAMR.
Seagate IronWolf Pro 32 TB im Test
Wer als Endkunde die größte Speicherkapazität pro Laufwerk sucht, hat zurzeit aber keine andere Alternative zu den 32-TB-Modellen von Seagate. Die IronWolf Pro mit 32 TB ist aktuell ab 859 Euro zu haben. Bei Western Digital gibt es die WD Red Pro nur mit maximal 26 TB und 32 TB stehen bisher nur für den Servermarkt in der Ultrastarserie zur Verfügung.
Auch Western Digital will im kommenden Jahr mit HAMR-Festplatten starten, fährt allerdings zweigleisig: 40 TB sollen sowohl mit HAMR als auch mit ePMR-Technik ohne Laser erreicht werden. Immer wieder betont der Hersteller das Motto: die richtige Technik zur richtigen Zeit. HAMR benötigt nach Jahrzehnten der Forschung und vielen Verschiebungen am Ende vielleicht doch noch etwas Zeit.
ComputerBase hat die IronWolf Pro HDD leihweise von Seagate zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.
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