Apple: Neuer CEO könnte Tim Cook schon Anfang 2026 beerben
Bild: Apple
Seit 2011 ist Tim Cook CEO von Apple, nachdem er den Posten von Mitgründer Steve Jobs übernahm. Laut einem aktuellen Bericht soll Apple die Vorbereitung auf einen zeitnahen Wechsel an der Spitze intensivieren. Möglich sei sogar seine Ankündigung im Frühjahr 2026.
John Ternus bleibt designierter Nachfolger
Dies berichtet die Financial Times mit Bezug auf Quellen beim iPhone-Hersteller. Laut diesen gilt für Aufsichtsrat und langjährige Führungskräfte, wie schon seit über Frühjahr 2024 bekannt, Hardware-Chef John Ternus als designierter Nachfolger. John Ternus ist seit 2001 bei Apple und mit aktuell 50 Jahren eine der jüngeren Personen aus dem derzeitigen Apple-Vorstand. Tim Cook ist diesen Monat 65 Jahre alt geworden und war somit in einem ähnlichen Alter wie Ternus, als er die CEO-Rolle im Konzern im Jahr 2011 übernahm.
Vorstellung sei in wenigen Monaten möglich
Während die Anzeichen für einen Wechsel zu Ternus also selbst nicht neu sind, ist es der mögliche Zeitpunkt im Bericht durchaus. Früh im nächsten Jahr könne es schon dazu kommen, um dem neuen CEO und dem neuen Führungsteam genug Zeit einzuräumen, sich vor den großen Events wie der WWDC im Sommer und der iPhone-Vorstellung um den September herum einzuspielen. Lediglich eine Vorstellung vor der Bekanntgabe der nächsten Quartalszahlen im Januar sei nicht zu erwarten.
Apple floriert wirtschaftlich unter Cook
Ebenfalls betont der Bericht, der Wechsel an der Spitze hänge nicht mit Apples wirtschaftlichem Erfolg zusammen. Unter Cooks Führung wuchs die Marktkapitalisierung an der Börse von 350 Milliarden US-Dollar auf über 4 Billionen US-Dollar. Nach zwischenzeitlichen Wertverlusten liegt die Aktie derzeit nah am Allzeithoch aus Dezember 2024. Nach einem Rekordquartal vor wenigen Wochen erwartet Apple über das Weihnachtsgeschäft besonders starke Zuwächse, angetrieben vom aktuellen iPhone-Lineup, bestehend aus iPhone Air, iPhone 17 (Test), iPhone 17 Pro und 17 Pro Max (Test).
Gleichermaßen ist trotz der klaren Tendenz zu Ternus die Nachfolgeregelung noch nicht finalisiert und könnte sich somit auch auf unbestimmte Zeit verschieben. Der bei Apple gut informierte Journalist Mark Gurman von Bloomberg berichtete vor wenigen Wochen ebenfalls, dass der Tech-Riese Ternus zunehmend ins Rampenlicht der Nachfolgeplanung stelle. In einem Beitrag auf X wiederum betrachtet er die mögliche Unmittelbarkeit, die die Financial Times suggeriert, kritisch.
As I wrote a month ago, Apple is due for a major management shake-up and the spotlight is squarely on John Ternus as Tim Cook’s successor as CEO. But I don’t get the sense anything is imminent as the @FT is claiming. https://t.co/fIGNw4VfiT
ComputerBase testet die zweite Seagate-HDD mit HAMR-Technik. Die IronWolf Pro 32 TB bietet das bisher höchste Speichervolumen im Markt. Beim Schreiben erweist sich das Modell allerdings nicht so stabil wie die Version mit 30 TB, 32 TB auf erneut nur 10 Plattern zollen allem Anschein nach Tribut.
Technik der IronWolf Pro 32 TB im Überblick
Im Januar legte Seagate die Messlatte für die maximale HDD-Speicherkapazität weiter hoch und brachte die IronWolf Pro 32 TB für NAS, die Exos 32 TB für Server und die SkyHawk AI 32 TB für Videoüberwachung auf den Markt. Die IronWolf Pro 32 TB stellte Seagate nach der IronWolf Pro 30 TB (Test) für einen Test zur Verfügung.
Seagates erste 32-TB-Festplatten (Bild: Seagate)
Auf überlappende Spuren (SMR) verzichtet Seagate erneut und erhöht auch nicht die Zahl der Magnetscheiben (Platter). Ergo werden die 32 TB wie schon bei dem Design mit 30 TB über 10 Platter realisiert. Die Speichermenge pro Platter steigt also von rund 3 TB auf 3,2 TB und das mit konventioneller Magnetaufzeichnung (CMR).
Möglich wird dies durch den Einsatz der HAMR-Technik, bei der ein winziger Laser die Oberfläche erhitzt. Damit lässt sich die nötige Magnetfeldstärke reduzieren, sodass die Magnetpunkte kleiner ausfallen und dichter zusammenrücken können. Zumindest im Labor wurde bei Seagate sogar bereits eine Dichte von rund 7 TB pro Platter (allerdings mit SMR) erreicht.
„Mozaic 3+“ ist der Markenname für Seagates HAMR-Technik (Bild: Seagate)
Die Scheiben der HAMR-Festplatten sind mit einer Eisen-Platin-Beschichtung mit einer Supragitterstruktur versehen. Diese ist notwendig, da herkömmliche Legierungen bei der neuen Technik keine ausreichende magnetische Stabilität für die Speicherung bieten.
Abgesehen von HAMR, das im Datenblatt (PDF) der Seagate IronWolf Pro noch nicht einmal erwähnt wird, gibt es keine Besonderheiten.
Die Scheiben rotieren mit 7.200 U/min und ein 512 MB großer DRAM dient als Puffer (Cache). Die maximale Datentransferrate gibt Seagate mit 285 MB/s an, das ist zwar etwas höher als beim Modell mit 30 TB, aber nur das Niveau, das auch bereits die IronWolf Pro mit 18 TB bis 24 TB (jeweils ohne HAMR) erreichen. Die bisherige Regel, dass der Durchsatz analog zur Datendichte steigt, trifft hier also nicht mehr zu.
Unverändert bleiben die Haltbarkeitsversprechen mit 2,5 Millionen Stunden MTBF und einem nicht korrigierbaren Lesefehler auf 1 Billiarde (10^15) gelesenen Bits. Die HDDs sind für den Dauerbetrieb geeignet und sollen einen Workload von 550 TB pro Jahr im Rahmen der fünfjährigen Garantie überstehen. In der IronWolf-Serie gibt es obendrein 3 Jahre kostenlosen Zugriff auf die Rescue Data Recovery Services zur Datenwiederherstellung im Fall der Fälle.
Ein langer Weg für HAMR
Seit Jahrzehnten forschten HDD-Hersteller an HAMR und Seagate wollte immer erster sein. Das ist nun auch gelungen, doch verschob sich die ursprünglich für 2010 geplante Markteinführung immer wieder um weitere Jahre. Am Ende kamen aufgrund der häufigen Verschiebungen sogar Zweifel auf, dass HAMR jemals Marktreife erlangt.
Bis zum Jahr 2020 dauerte es schließlich, bis die ersten HAMR-Festplatten erschienen. Diese boten allerdings nur 20 TB Speichervolumen. Außerdem blieb es bei der Herstellung in Kleinserie, die vielmehr ein Testballon für interne Tests bei Geschäftskunden, als ein marktreifes Massenprodukt war.
Erst im Januar 2024 folgte der eigentliche Marktstart mit der Serienfertigung. Die HAMR-Technik erhielt dabei den Markennamen „Mozaic 3+“ und die Server-HDDs der Serie Exos M mit 30 TB machten den Anfang.
Für Endkunden fiel der offizielle Startschuss erst Mitte Juli 2025. Im Zuge der andauernden Speicherkrise sind die Preise seit September erheblich gestiegen.
Benchmarks
Schreibleistung mit Auffälligkeit
Zum Auftakt gibt es direkt eine Auffälligkeit: Die zunächst wie erwartet etwas höhere Schreibrate als bei der 30-TB-Version brach im ersten Test unter üblichen Bedingungen nach rund 22 TB am Stück geschriebenen Daten drastisch ein und fiel auf unter 100 MB/s. Erst ganz am Ende kommt der Graph wieder „in die Spur“.
Geschwindigkeit Schreiben – nach Füllstand
060120180240300Megabyte pro Sekunde (MB/s)
15001.0001.5002.0002.5003.000Füllstand (x10 GB)
Die Redaktion teilte Seagate die Beobachtung mit und erhielt als Antwort, dass es unter Umständen zu sogenannten „Read-After-Write-Operationen“ kommt, wobei alle geschriebenen Sektoren bei der nächsten Umdrehung sofort nochmals gelesen werden. Dieser Vorgang solle beispielsweise bei extrem hohen oder niedrigen Temperaturen die Datenintegrität sicherstellen, führe jedoch zu einem Einbruch der Schreibleistung um 50 Prozent.
Dem Vorschlag, die Messungen unter Einsatz aktiver Kühlung noch einmal zu wiederholen, kam die Redaktion nach. Der langwierige Schreibtest wurde mit einem direkt vor der HDD liegenden Lüfter wiederholt. Das Ergebnis: Den starken Einbruch der Schreibrate gibt es nicht mehr und so fällt auch die durchschnittliche Leistung 9 Prozent besser aus. Dennoch gab es zwischenzeitlich eine andauernde Phase mit leicht gesunkener Schreibgeschwindigkeit. Diese ist allerdings nicht durch die Laufwerkstemperatur zu erklären.
Auf nochmalige Nachfrage nannte Seagate die im Hintergrund laufende Datenintegritätsprüfung als mögliche Ursache. Bei anderen Festplatten waren solche Einbrüche im Testbetrieb der Redaktion allerdings bisher nicht zu beobachten. Es liegt nahe, dass die noch einmal höhere Datendichte (32 statt 30 TB auf 10 Plattern) die Ursache ist.
Geschwindigkeit Schreiben – Durchschnitt
WD Red Pro 26 TB SATA, 2025
Seagate IronWolf Pro 24 TB SATA, 2024
Seagate IronWolf Pro 32 TB gekühlt SATA, 2025
Seagate IronWolf Pro 30 TB SATA, 2025
WD Red Pro 18 TB SATA, 2021
Seagate IronWolf Pro 32 TB SATA, 2025
WD Blue 1 TB SATA, 2012
WD Red 6 TB SATA, 2015
Einheit: Megabyte pro Sekunde (MB/s)
Da für alle HDDs im Test stets die gleichen Bedingungen herrschen, um die Vergleichbarkeit zu wahren, fließt allerdings das schlechtere Ergebnis von im Durchschnitt 201 MB/s in die Bewertung ein. Nur mit Sonderbehandlung durch zusätzliche Kühlung sind es rund 219 MB/s.
Leseleistung
Beim Lesen waren auch unter Dauerlast keine Einbrüche festzustellen, etwaige Schwächen betreffen also nur die Schreibleistung. Die Lesegeschwindigkeit liegt auf hohem Niveau, das in der Spitze nur von der WD Red Pro 26 TB (Test) überboten wird.
Bei den Zugriffszeiten ist die Seagate IronWolf Pro 32 TB zumindest lesend mit 11,9 ms schnell unterwegs und erreicht im Testfeld mit knappem Vorsprung den Spitzenplatz. Beim Schreibzugriff sind die Modelle von WD aber weiterhin deutlich schneller.
Zugriffszeiten (H2benchw -s -!)
Seagate IronWolf Pro 32 TB SATA, 2025
Seagate IronWolf Pro 30 TB SATA, 2025
WD Red Pro 18 TB SATA, 2021
Seagate IronWolf Pro 24 TB SATA, 2024
WD Red Pro 26 TB SATA, 2025
WD Blue 1 TB SATA, 2012
WD Red 6 TB SATA, 2015
WD Red Pro 26 TB SATA, 2025
WD Red Pro 18 TB SATA, 2021
Seagate IronWolf Pro 24 TB SATA, 2024
Seagate IronWolf Pro 32 TB SATA, 2025
Seagate IronWolf Pro 30 TB SATA, 2025
WD Blue 1 TB SATA, 2012
WD Red 6 TB SATA, 2015
Einheit: Millisekunden
CrystalDiskMark 8
Wie bei SSDs liefert dieser synthetische Benchmark offenbar auch bei HDDs die höchsten Durchsatzraten und so erreicht die IronWolf Pro 32 TB mit 294 MB/s beim Lesen und 287 MB/s beim Schreiben den versprochenen Wert aus dem Datenblatt von bis zu 285 MB/s spielend. Das wahlfreie Schreiben ist keine Stärke der IronWolf-Serie, was die obigen Zugriffszeitmessungen bereits angedeutet haben. Lesend sieht es da besser aus.
PCMark 10
Im PCMark 10 gibt es beim Data Drive Benchmark quasi einen Gleichstand zwischen IronWolf Pro mit 30 TB und mit 32 TB. Die IronWolf Pro mit 24 TB ist zusammen mit der WD Red Pro 26 TB (beide ohne HAMR) weiter das Maß der Dinge und rund 30 Prozent schneller.
Im Quick System Drive Benchmark schneiden die Seagate-HDDs mit HAMR-Technik besser ab, müssen sich aber erneut der IronWolf Pro mit 24 TB geschlagen geben.
Leistungsaufnahme
Einschalten
Um die Magnetscheiben erst einmal von Null auf 7.200 U/min zu bekommen, braucht es beim Start eine Menge Energie. Die Seagate IronWolf Pro mit 32 TB ist dabei noch relativ genügsam und die Lastspitzen bleiben unter der Marke von 25 Watt, während sich andere bereits den 30 Watt annähern.
Last (CrystalDiskMark)
Gemessen wurde die durchschnittliche Leistungsaufnahme, während die Leistungstests mit dem CrystalDiskMark durchliefen. Mit 7,6 Watt ist die durchschnittliche Leistungsaufnahme etwas geringer als bei der IronWolf Pro mit 30 TB und nur noch geringfügig höher als bei dem 24-TB-Modell der Serie. Trotz 11 statt 10 Magnetscheiben ist die WD Red Pro 26 TB weiterhin das sparsamste Modell, benötigt dafür aber beim Anlaufen mehr Energie.
Alle Leistungstests (nicht Leistungsaufnahme) zusammen genommen, zeigt sich auch bei der zweiten HAMR-Festplatte der Eindruck, dass der Fortschritt bei der Speicherkapazität zulasten einer geringeren Performance geht. Durch die Einbrüche im Dauerschreibtest liegt die IronWolf Pro 32 TB nur ganz knapp vor der IronWolf mit 30 TB. Die schnellsten Modelle ohne HAMR liefern im Schnitt über 10 Prozent mehr Leistung.
Leistungsrating: Alle Tests
Seagate IronWolf Pro 24 TB SATA, 2024
WD Red Pro 26 TB SATA, 2025
Seagate IronWolf Pro 32 TB SATA, 2025
Seagate IronWolf Pro 30 TB SATA, 2025
WD Red Pro 18 TB SATA, 2021
WD Blue 1 TB SATA, 2012
WD Red 6 TB SATA, 2015
Einheit: Prozent, Geometrisches Mittel
Fazit
HAMR ist angekommen und funktioniert, lautete das Fazit beim Test der ersten HAMR-Festplatte in Form der Seagate IronWolf Pro mit 30 TB. Beim 32-TB-Modell stimmt das prinzipiell auch, doch trüben ungewohnte Einbrüche beim Dauerschreibtest das Bild. Nicht bestätigt, aber naheliegend ist, dass die noch einmal gestiegene Datendichte (es bleibt bei zehn Plattern) hier ihren Tribut zollt. Die Leistung steigt zudem nicht wie sonst üblich mit der größeren Datendichte und unterm Strich sind die HDDs langsamer als die größten Modelle ohne HAMR.
Seagate IronWolf Pro 32 TB im Test
Wer als Endkunde die größte Speicherkapazität pro Laufwerk sucht, hat zurzeit aber keine andere Alternative zu den 32-TB-Modellen von Seagate. Die IronWolf Pro mit 32 TB ist aktuell ab 859 Euro zu haben. Bei Western Digital gibt es die WD Red Pro nur mit maximal 26 TB und 32 TB stehen bisher nur für den Servermarkt in der Ultrastarserie zur Verfügung.
Auch Western Digital will im kommenden Jahr mit HAMR-Festplatten starten, fährt allerdings zweigleisig: 40 TB sollen sowohl mit HAMR als auch mit ePMR-Technik ohne Laser erreicht werden. Immer wieder betont der Hersteller das Motto: die richtige Technik zur richtigen Zeit. HAMR benötigt nach Jahrzehnten der Forschung und vielen Verschiebungen am Ende vielleicht doch noch etwas Zeit.
ComputerBase hat die IronWolf Pro HDD leihweise von Seagate zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.
Dieser Artikel war interessant, hilfreich oder beides? Die Redaktion freut sich über jede Unterstützung durch ComputerBase Pro und deaktivierte Werbeblocker. Mehr zum Thema Anzeigen auf ComputerBase.
Bringt Glasfaser in jeden Raum – so funktioniert’s!
Glasfaser endet in Deutschland meist am Hausübergabepunkt oder in der Wohnung. Dahinter beginnt fast immer ein klassisches Ethernet- oder WLAN-Netz. Huawei öffnet nun eine Technologie, die bislang eher im Provider-Umfeld eingesetzt wurde, für Endkunden.
Mit der Fibre-To-The-Room-Architektur (FTTR) bringt Huawei sein OptiXstar-F50-System in den deutschen Einzelhandel. Das Ziel: eine vollständig glasfaserbasierte Inhouse-Verkabelung mit dezentralen WLAN-Zugangspunkten in jedem Raum. In herkömmlichen Heimnetzen übernimmt ein zentraler Router die Signalverteilung. Erweiterungen über Mesh oder Repeater bleiben funkbasiert. Selbst, wenn mehrere Access Points zum Einsatz kommen, erfolgt das Backhaul häufig über WLAN. Das limitiert Durchsatz und Stabilität, insbesondere bei hoher Last oder schwierigen baulichen Gegebenheiten.
Installation im Bestand ohne klassische Verkabelung
FTTR ersetzt dieses Funk-Backbone durch Glasfaser. Das Hauptgerät (OptiXstar F50) fungiert als zentrale Einheit. Von dort werden Glasfasern zu sogenannten Sub-Geräten geführt. Diese agieren als eigenständige WLAN-Zugangspunkte in den jeweiligen Räumen. Die interne Kommunikation zwischen den Einheiten erfolgt über Glasfaser, nicht über Funk. Dadurch wird das drahtlose Medium ausschließlich für die Endgeräte genutzt. Huawei gibt pro Einheit bis zu 1.800 Mbit/s an, mit Roaming-Zeiten um 20 Millisekunden. Zudem sollen bis zu 256 IoT-Geräte parallel unterstützt werden.
Ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts ist die Verlegung. Huawei setzt auf transparente, selbstklebende Glasfasern, die entlang von Fußleisten oder Türrahmen geführt werden können. Das zielt klar auf den Bestandsbau, wo keine strukturierten Netzwerkkabel liegen und Stemmarbeiten vermieden werden sollen.
Damit knüpft das System an frühere Ansätze zur nachträglichen Glasfaserverteilung in Wohnungen an, bei denen vorkonfektionierte Fasern oder klebbare Lösungen zum Einsatz kommen. Neu ist hier die konsequente Systemintegration aus einer Hand – inklusive Wandverteiler, Haupt- und Sub-Geräten sowie vorkonfektionierten Kabellängen.
Funk-Backbone wird zum Glasfaser-Netz
Technisch betrachtet verschiebt FTTR den Engpass vom Funk-Backbone auf eine glasfaserbasierte Struktur. Für Umgebungen mit hoher Gerätedichte, mehreren parallelen Streams oder latenzsensiblen Anwendungen kann das Vorteile bringen. Gleichzeitig bleibt der Aufwand höher als bei klassischen Mesh-Systemen. Es müssen physische Leitungen in mehrere Räume geführt werden. Der Nutzen hängt damit stark vom Gebäudetyp und der bestehenden Infrastruktur ab. Und natürlich auch vom Bedarf.
Mit der Öffnung für den Einzelhandel wird FTTR erstmals als Consumer-Lösung positioniert. Ob sich das Konzept im Massenmarkt durchsetzt, dürfte weniger eine Frage der Technik sein als der Installationsbereitschaft im Wohnraum.
Jetzt weiterlesen
überMORGEN-Podcast: … und deswegen braucht Ihr Glasfaser!
Mit diesem Symbol kennzeichnen wir Partner-Links. Wenn du so einen Link oder Button anklickst oder darüber einkaufst, erhalten wir eine kleine Vergütung vom jeweiligen Website-Betreiber. Auf den Preis eines Kaufs hat das keine Auswirkung. Du hilfst uns aber, nextpit weiterhin kostenlos anbieten zu können. Vielen Dank!
Für euch recherchiert von
Thorsten Neuhetzki
Thorsten ist alter Hase im Bereich des Tech-Journalismus, der sich sein Handwerk nicht am Schreibtisch ausgedacht hat, sondern klassisch über Radio Praktika und die Lokalpresse reingewachsen ist. Fünf Jahre lang war er als freier Mitarbeiter fürs Bielefelder Westfalen Blatt unterwegs, bevor es ihn nach Berlin gezogen hat. Dort hat er dann richtig Strecke gemacht: 15 Jahre berichtete er für den Branchendienst teltarif, mitten aus der Welt von Netzen, Anbietern, Tarifen und allem, was man erst versteht, wenn man es lange genug beobachtet hat. Seit 2018 gehört Thorsten zum Team von beebuzz media. Bei uns ist er die Anlaufstelle, wenn es um Medien, Breitband, Netze und Tarife geht. Ob Super Vectoring, Glasfaser, DOCSIS 3.1 oder 5G: Am Ende läuft es bei ihm immer auf dieselbe Frage hinaus: Wie kommt schnelles, stabiles Internet wirklich beim Menschen an und was steckt technisch und politisch dahinter? Und wenn er nicht gerade am Newsdesk sitzt, ist er meistens in Bewegung: mit Begeisterung auf dem Tourenrad oder einfach schnell eine Runde laufen, gern auch mal in der Mittagspause.
Legacy of the Dark Knight: Lego Batman braucht doch weniger extrem teuren RAM
Bild: Warner Bros
Speicherpreise schnellen nach oben. Lego Batman: Legacy of the Dark Knight korrigiert seine Anforderungen nach unten und halbiert den Speicherbedarf. Der Grund dafür entspricht exakt dem Vorwurf, den die ersten Systemanforderungen den Entwicklern eingebracht haben.
Ursprünglich hatte TT Games für Legacy of the Dark Knight 32 Gigabyte RAM empfohlen. Für ein überschaubares Lego-Spiel war das eine Menge, vor allem aber vier Mal so viel wie für das letzte Lego-Spiel des Studios, die Skywalker-Saga. Im Netz wurde daraufhin der Vorwurf erhoben, das Spiel sei schlicht schlecht optimiert. Genau das ist der Grund gewesen.
Noch schlecht optimiert
In diesem Fall handelt es sich um einen gut erklärbaren Grund. Legacy of the Dark Knight erscheint erst am 29. Mai, die Produktseite sollte, um Vorbestellungen sammeln zu können, aber schon frühzeitig online gehen. Die Anfang des Jahres veröffentlichten Systemanforderungen haben schlicht lediglich den damaligen Stand abgebildet. Das erscheint normal: Optimierungen am Ressourcenbedarf erfolgen tendenziell, wenn alles andere steht.
In einem kurzen Statement weisen die Entwickler darauf hin, dass auch der aktuelle noch nicht der endgültige Stand sein muss, man werde „weiterhin optimieren und Verbesserungen vornehmen“. Ob das Spiel auch mit weniger als 16 Gigabyte RAM auskommt, wird sich zeigen. Entscheidend ist das jedoch nicht mehr: 16 Gigabyte sind oberhalb von reinen Office-Rechnern seit Jahren Standard, was keinerlei Investitionen zu einem ungünstigen Zeitpunkt erforderlich machen sollte.
Aktuelle Systemanforderungen
Besonders niedrig fallen die übrigen Anforderungen jedoch nicht aus. Minimal sind laut Jetzt-Stand ein Sechskern-Prozessor und eine GeForce RTX 2070 zum Spielen nötig. Eine SSD gehört zudem zur Pflichtausstattung. Empfohlen wird gar ein relativ moderner Achtkern-Prozessor mit Mittelklasse-Grafikleistung in Form einer GeForce RTX 3080 oder Radeon RX 6800 XT. Preislich sind die Mindestanforderungen beträchtlich: Rund 70 Euro werden auf Steam verlangt, die Deluxe Edition, die das Erscheinungsdatum drei Tage nach vorne verlegt, kostet gar knapp 90 Euro.
Angepasste Systemanforderungen für Lego Batman: Legacy of the Dark Knight