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Künstliche Intelligenz

Motorola Razr 60 im Test: Klapphandy als Preis-Leistungs-Sieger


Das Razr 60 zeigt sich als schickes Flip-Phone mit starken OLEDs, solider Laufzeit und immerhin IP48-Zertifizierung. Im Test zeigen wir, wie es sich im Alltag schlägt.

Mit dem Razr 60 führt Motorola das Razr 50 behutsam weiter. Der Akku wächst auf 4500 mAh, der Schutz ist nun mit IP48 auch offiziell gegen Staub zertifiziert, und der Mediatek Dimensity 7400X löst den älteren 7300X ab. An den Displays ändert sich wenig: innen 6,9 Zoll OLED mit bis zu 120 Hz, außen 3,6 Zoll mit 90 Hz. Die Ladeleistung bleibt mit 30 Watt über Kabel und 15 Watt drahtlos alltagstauglich, aber eher gemächlich.

Im Vergleich mit dem Razr 60 Ultra wirkt das Standardmodell deutlich bodenständiger: Spitzen-Chipsatz, höhere Bildrate und größeres Außendisplay bleiben dem Topmodell vorbehalten – ebenso der stärkere Akku und das schnellere Laden. Dafür bietet das Razr 60 den günstigeren Einstieg ins Flip-Format. Doch reicht das im Alltag aus?

Design

Das Razr 60 wirkt geradlinig und erwachsen. Das Scharnier öffnet und schließt sanft und hält das Gerät in fast jedem Winkel stabil offen. Nur an den Endpunkten klappt es die letzten Millimeter von selbst. Gegenüber dem Vorgänger wirkt das Smartphone noch ein Stück solider. Je nach Farbe nutzt Motorola unterschiedliche Materialien für den Bereich auf der Rückseite, der nicht vom Außendisplay eingenommen wird – wahlweise strukturierte Nylon-Optik, weiches Leder-Finish oder glatten Kunststoff.

Unser Testgerät in Pantone-konformem Lindgrün bietet dank Kunstleder eine angenehme Griffigkeit, ist unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken und fühlt sich hochwertig an. Dazu trägt auch die makellose Verarbeitung bei: Kanten und Übergänge sind sauber gefräst, die Spaltmaße gleichmäßig, die haptischen Tasten auf der rechten Seite sitzen fest und bieten einen präzisen Druckpunkt.

Das seitlich gerundete Außendisplay wird ebenmäßig von Gorilla Glas Victus geschützt und fügt sich harmonisch in die Front ein. Die beiden Kameralinsen ragen nur minimal hervor. Der Fingerabdrucksensor im Power-Button sitzt – wie bei den Vorgängern – im aufgeklappten Zustand etwas hoch, was baulich bedingt ist, da sich dort das Scharnier befindet. Zusammengeklappt liegt der Sensor dagegen günstiger unter dem Daumen. Zwar ist das Razr 60 dann dicker als ein klassisches Smartphone, dank der kompakten Grundfläche passt es aber problemlos in Jacken- oder Hosentaschen.

Die Faltlinie im Hauptdisplay bleibt fühl- und sichtbar, fällt im Alltag aber kaum noch auf. Das Gehäuse ist nun nach IP48 gegen Staub und Wasser geschützt. Der Staubschutz ist moderat, doch das Gerät darf bis zu 30 Minuten in 1,5 Metern Süßwasser eingetaucht werden.

Display

Innen verbaut Motorola im Razr 60 erneut ein 6,9 Zoll großes OLED-Panel mit 2640 × 1080 Pixeln. Die Bildwiederholrate fällt im Vergleich zum Vorgänger von 144 auf 120 Hz, sorgt aber weiterhin für ein angenehm flüssiges Bild. Texte und Animationen wirken gestochen scharf. Das Außendisplay misst 3,6 Zoll, bietet 1066 × 1056 Pixel und läuft mit 90 Hz – ausreichend für klare Darstellung und weitgehend flüssige Bedienung. Für kurze Checks von Nachrichten, Widgets oder einfache App-Interaktionen reicht der Platz gut aus, auch wenn er naturgemäß begrenzt bleibt.

Die Helligkeit überzeugt: Das Innendisplay erreicht bis zu 3000 cd/m², das Außendisplay bis zu 1700 cd/m². Im Alltag haben wir rund 1150 cd/m² im offenen und 870 cd/m² im geschlossenen Zustand gemessen. Damit lässt sich das Innendisplay auch bei Sonnenlicht gut ablesen, während das Außendisplay immerhin zufriedenstellende Werte liefert.

Kamera

Motorola stattet das Razr 60 auf der Rückseite (im aufgeklappten Zustand) mit zwei Kameras aus. Die Hauptkamera löst mit 50 Megapixeln auf und verfügt über eine optische Bildstabilisierung (OIS). Daneben sitzt eine 13-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera, die zugleich als Makrokamera dient. Für Selfies steht eine 32-Megapixel-Frontkamera bereit.

Im Alltag liefert die Hauptkamera natürliche Farben und gute Schärfe, besonders bei ausreichendem Licht. Bei wenig Licht hellt sie die Szene spürbar auf, verliert jedoch feine Details; Bildrauschen und Unschärfen nehmen sichtbar zu. Die Ultraweitwinkelkamera eignet sich für spontane Aufnahmen, zeigt in den Randbereichen aber geringere Schärfe und fällt bei Dunkelheit gegenüber der Hauptkamera deutlich ab. Ein Teleobjektiv fehlt, dafür bietet die Kamera-App eine zweifache digitale Vergrößerung – bei guten Lichtverhältnissen mit weiterhin ordentlicher Bildqualität.

Videos nimmt das Razr 60 in 4K mit 30 Bildern pro Sekunde auf. Das genügt für ruhige Szenen, führt bei schnellen Bewegungen oder Schwenks allerdings zu sichtbaren Rucklern. Verglichen mit dem Razr 60 Ultra oder aktuellen Top-Smartphones bleibt das Kamera-Setup solide, ohne hervorzustechen. Praktisch: Neben der ordentlichen Frontkamera bei Tageslicht lässt sich dank des Außendisplays auch die Hauptkamera bequem für Selfies nutzen.

Ausstattung

Im Inneren des Razr 60 arbeitet der im 4-nm-Verfahren gefertigte Mediatek Dimensity 7400X. Der Chipsatz zeigt im Alltag eine starke, zugleich effiziente Leistung und bleibt angenehm kühl. Gegenüber dem Dimensity 7300X des Vorgängers fällt der Leistungszuwachs moderat aus. Unterstützt wird der Prozessor von 8 GB LPDDR4X-Arbeitsspeicher, dazu kommen 256 GB interner Speicher – dank UFS 2.2 ausreichend flott, wenn auch nicht auf Topniveau.

Für alltägliche Aufgaben liefert das Razr 60 eine solide Leistungsbasis, was der PCMark-Benchmark mit rund 16.000 Punkten bestätigt. Im grafikintensiven Test 3DMark Wild Life Extreme erreicht das Gerät 850 Punkte – genug für Casual-Games, aber klar unterhalb echter Gaming-Smartphones.

Bei der Konnektivität präsentiert sich das Flip-Smartphone modern: Es unterstützt 5G, WLAN nach Wi-Fi 6E, Bluetooth 5.4, NFC und Dual-SIM-Betrieb – wahlweise über Nano-SIM und eSIM. Zur Positionsbestimmung stehen A-GPS, Glonass, Galileo und Beidou bereit. Der USB-C-Port arbeitet allerdings nur mit USB-2.0-Geschwindigkeit, wodurch große Datentransfers deutlich länger dauern als bei ähnlich teuren Geräten mit USB 3.x.

Der seitliche Fingerabdrucksensor im Power-Button entsperrt das Gerät zuverlässig, könnte jedoch etwas flotter reagieren. Die ergänzende Gesichtserkennung funktioniert bequem, bietet aufgrund der 2D-Erkennung aber geringere Sicherheit als Systeme mit 3D-Sensorik. Die Lautsprecher spielen in Stereo und unterstützen laut Datenblatt Dolby Atmos samt räumlichen Effekten. Im Alltag klingt die Wiedergabe klar und angenehm, bleibt aber weitgehend auf klassischen 2D-Stereoklang beschränkt.

Software

Ab Werk läuft auf dem Razr 60 Android 15 mit dezenten Motorola-Erweiterungen. Die Bedienoberfläche bleibt eng am puren Android und ergänzt sie um die bekannten Moto-Gesten sowie einige neue KI-Funktionen. Mit Moto Secure fasst Motorola Sicherheitsfunktionen wie geschützte Ordner, Phishing-Schutz und Netzwerk-Check übersichtlich zusammen. Einige KI-Funktionen setzen einen Motorola-Account voraus.

Bei den Updates verspricht Motorola drei Jahre Major-Updates auf neue Android-Versionen und vier Jahre Sicherheits-Patches. Das ist ein solides, wenn auch kein herausragend langes Update-Versprechen.

Akku

Der Akku des Razr 60 bietet 4500 mAh – ein spürbares Plus gegenüber dem Vorgänger, aber noch kein Garant für lange Laufzeiten. Im Alltag reicht die Kapazität für rund einen Tag. Bei sparsamer Nutzung sind auch anderthalb Tage Laufzeit möglich. Im praxisnahen Battery Test von PCMark erreicht das Razr 60 etwa 10,5 Stunden – ein ordentlicher, aber nicht herausragender Wert für ein Falt-Smartphone.

Geladen wird mit bis zu 30 W per Kabel und 15 W drahtlos. Eine vollständige Ladung über das Kabel dauert rund eine Stunde, das kabellose Laden entsprechend länger. Insgesamt bietet das Razr 60 solide, aber klar durchschnittliche Lade- und Laufzeitleistung.

Preis

Die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) für das Motorola Razr 60 liegt bei 799 Euro. Im Handel ist das Gerät aktuell bereits ab rund 550 Euro erhältlich.

Fazit

Das Motorola Razr 60 präsentiert sich als schickes, hochwertig verarbeitetes Flip-Phone mit überzeugender Alltagstauglichkeit. Verarbeitung und IP48-Zertifizierung vermitteln Vertrauen, die Displays punkten mit kräftigen Farben, hoher Helligkeit und flüssiger Darstellung. Die Kamera liefert bei gutem Licht ordentliche Fotos, und auch die Akkulaufzeit kann im Alltag überzeugen.

Dank kabellosem Laden und solider Effizienz fällt selbst die moderate Ladegeschwindigkeit kaum negativ auf. Die Leistung reicht für typische Anwendungen problemlos aus, und die angenehm schlanke Software sorgt für eine flüssige Bedienung. Besonders attraktiv ist der vergleichsweise niedrige Straßenpreis für ein Falt-Smartphone.

Komplett frei von Schwächen ist das Razr 60 allerdings nicht: USB 2.0 bremst Datenübertragungen, eine Telekamera fehlt, das Laden ist eher gemächlich, und der Staubschutz bleibt begrenzt. Wer jedoch ein elegantes, zuverlässiges Flip-Phone zu fairem Preis sucht, findet im Razr 60 einen gelungenen und alltagstauglichen Alleskönner.



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Dienstag: Verfahren gegen X in Irland, Starlink erhält Genehmigung in Vietnam


Der Social-Media-Plattform X von Elon Musk droht ein Bußgeld in der Europäischen Union. Die irische Datenschutzbehörde hat ein Verfahren gegen die europäische X-Tochter eingeleitet. Der Grund sind die sexualisierten Deep Fakes des Chatbots Grok. Das Satelliten-Internet Starlink von SpaceX hat nach monatelangem Verfahren eine Betriebslizenz in Vietnam erhalten. Staatliche Medien des südostasiatischen Landes versprechen sich einen „strategischen Schub“. Und die SPD plädiert für die Einführung eines Social-Media-Verbots für Kinder unter 14 Jahren und entfacht damit eine Debatte – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Der Skandal sorgte für weltweite Empörung. Nach der Integration und Freischaltung der Bildbearbeitungsfunktion des generativen KI-Systems Grok in die Social-Media-Plattform X Ende vergangenen Jahres, verwendeten X-Nutzer das Tool zunehmend, um Fotos von Frauen und sogar Minderjährigen digital zu entkleiden und sexualisierte Versionen der Aufnahmen zu erzeugen. Diese Deep Fakes wurden öffentlich auf X gepostet und brachten X in Erklärungsnot. Ausgestanden ist die Sache weiterhin nicht. Nun hat die irische Datenschutzbehörde DPC – nicht gerade als scharfer Hund bekannt – ein Verfahren gegen den europäischen X-Ableger mit Sitz in Dublin eingeleitet. Es drohen Strafzahlungen. Deep Fakes von Grok: Irische Datenschutzbehörde leitet Verfahren gegen X ein

Das Satelliten-Netzwerk Starlink des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX soll Verbrauchern überall auf der Welt Hochgeschwindigkeits-Internet liefern. Vietnam verfügt zwar über eine gute Internetabdeckung, in abgelegenen Bergregionen, Grenzgebieten und auf vorgelagerten Inseln bestehen jedoch weiterhin Lücken. Der Aufbau einer terrestrischen Infrastruktur dort ist kostspielig und technisch schwierig. Helfen soll Internet per Satellit. Nach monatelangem Verfahren erteilte Vietnams Regierung Starlink jetzt die Betriebslizenz im Land – inmitten von Zollverhandlungen und vor einer wichtigen Reise. Satelliten-Internet: Starlink erhält Betriebsgenehmigung in Vietnam

Die Debatte um ein Social-Media-Verbot für Jugendliche nimmt auch in Deutschland Fahrt auf. Australien hat es vorgemacht. Jetzt fordert die Regierungspartei SPD strengere Regeln und schlägt eine verpflichtende Altersverifikation vor. In einem Impulspapier sprechen sich die Sozialdemokraten für die Einführung eines Social-Media-Verbots für Kinder unter 14 Jahren aus. Die Anbieter sollen verpflichtet werden, „den Zugang technisch wirksam zu unterbinden“. Auch aus der CDU kamen zuletzt befürwortende Stimmen, was eine strengere Regulierung von sozialen Medien betrifft. SPD will Social-Media-Verbot für Kinder unter 14

Den umfangreichen Vorschlag der SPD, wie man Social Media für Jugendliche sicherer gestalten kann, kommentiert heise-Autorin Eva-Maria Weiß und lobt die vorgenommene Differenzierung. Die Nutzung und Funktionsweisen zu regulieren, wie von der SPD angedacht, sei allemal besser, als ein generelles Verbot zu erlassen. Auch nehme die Partei einen oft übersehenen Punkt in den Blick: Zahlreiche Social-Media-Inhalte sind für Erwachsene fast genauso problematisch wie für Jugendliche. Daraus leitet unsere Autorin eine Hoffnung für die Debatte ab. Kommentar zum SPD-Vorschlag: Social-Media-Regeln auch für Erwachsene

Große Pläne für die deutsche Verwaltungs-IT hat das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS). Mit dem Deutschland-Stack soll eine nationale, souveräne Technologie-Plattform entstehen, die Software-Produkte und Rahmenbedingungen für Bund, Länder und Kommunen bündelt. Ziel ist es, die digitale Handlungsfähigkeit des Staates zu stärken und die heimische Wirtschaft zu fördern, um auf diese Weise moderne und effiziente Dienstleistungen für die Bürger bereitzustellen. Zwar wurden bereits Korrekturen an den Plänen vorgenommen, nach wie vor aber gibt Kritik an der Umsetzung aus der Open-Source-Szene. So kritisiert die OSB Alliance Schlupflöcher für Hyperscaler und fordert eine ausnahmslose Open-Source-Strategie. Deutschland-Stack: Open-Source-Bündnis warnt vor „Souveränitäts-Washing“

Auch noch wichtig:

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(akn)



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Satelliten-Internet: Starlink erhält Betriebsgenehmigung in Vietnam


Die vietnamesische Regierung hat dem US-Raumfahrtunternehmen SpaceX von Elon Musk die Genehmigung erteilt, seinen Satelliten-Internetdienst Starlink im Land einzuführen. Das berichteten am Wochenende staatliche vietnamesische Medien.

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Demnach erteilte das Ministerium für Wissenschaft und Technologie der vietnamesischen Starlink-Tochter Starlink Services Vietnam am vergangenen Freitag eine Lizenz zur Erbringung von Telekommunikationsdiensten mit Netzwerkinfrastruktur, insbesondere einem festen Satelliten-Telekommunikationsnetz. Des Weiteren erhielt das Unternehmen eine Genehmigung für die Nutzung von Funkfrequenzen und Funkgeräten. Das bedeutet, dass Starlink legal Übertragungs- und Empfangsinfrastruktur in Vietnam bereitstellen darf.

Gemäß der erteilten Funkfrequenzlizenz wird das Unternehmen in der ersten Bereitstellungsphase vier Gateway-Stationen und maximal 600.000 Endgeräte in Vietnam einsetzen. Die Pilotphase ist auf fünf Jahre angelegt und läuft vor dem 1. Januar 2031 aus, schreibt die vietnamesische Tageszeitung Hanoi Times.

Das vietnamesische Onlineportal Vietnamnet spricht von einem „bedeutenden Meilenstein auf Vietnams Weg zur Stärkung seiner nationalen digitalen Infrastruktur“. Der Schritt sei „mehr als nur eine administrative Entscheidung“; er signalisiere, „dass Vietnam sich entschlossener für die Weltraumtechnologie der nächsten Generation öffnet, bei der der Internetzugang nicht mehr durch bergiges Gelände, vorgelagerte Inseln oder langjährige Infrastruktur-Blindspots eingeschränkt ist“. Die Entscheidung könne „als strategischer Schub für die Konnektivitätsinfrastruktur angesehen werden, der das Internet aus dem Weltraum offiziell in die digitale Entwicklungsstrategie des Landes integriert“.

Vietnam hat laut Hanoi Times eine Internetabdeckung von mehr als drei Vierteln der Bevölkerung, wobei der primäre Zugangskanal Mobilfunkverbindungen sind. In städtischen Gebieten gibt es flächendeckendes Glasfaser-Breitband und 4G-Abdeckung; in den großen Städten werden schrittweise 5G-Dienste ausgebaut. Dominiert wird der Markt von großen einheimischen Betreibern wie Viettel, VNPT und MobiFone. Diese investieren massiv in Glasfasernetzwerke für Privathaushalte und eine landesweite Mobilfunkabdeckung. Allerdings bestehen weiterhin Lücken in der Abdeckung in abgelegenen Bergregionen, Grenzgebieten und vorgelagerten Inseln. Dort ist der Aufbau einer terrestrischen Infrastruktur kostspielig und technisch schwierig.

Die Einführung des Starlink-Satelliten-Internets soll Vietnam eine Breitbandverbindung im gesamten Staatsgebiet ermöglichen, insbesondere in diesen schwer zugänglichen Gegenden. Vietnamnet spekuliert, dass SpaceX 1,5 Milliarden US-Dollar in Vietnam investieren könnte.

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Das SpaceX-Projekt Starlink zum Aufbau eines Satelliten-Netzwerks ist ein ehrgeiziges Projekt von Elon Musk, das Verbrauchern überall auf der Welt Hochgeschwindigkeits-Internet liefern soll. Starlink verfügt heute über mehr als 9.400 aktive Satelliten im All. Anfang des Jahres genehmigte die US-Telekommunikationsbehörde FCC SpaceX den Start von 7.500 weiteren Starlink-Satelliten.

Der Lizenzerteilung in Vietnam ist ein monatelanges Verfahren vorausgegangen. Im März vergangenen Jahr schuf die vietnamesische Regierung die rechtlichen Rahmenbedingungen, die SpaceX den Betrieb seines Internetdienstes im Land ermöglichen.

Dass der US-Raumfahrtkonzern jetzt die Genehmigung erhielt, deuten Beobachter als politisches Signal. Es wird erwartet, dass Tô Lâm, Generalsekretär der Kommunistischen Partei Vietnams, nach Washington reisen wird, wo er Ende der Woche an der konstituierenden Sitzung des von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufenen „Friedensrats“ teilnehmen wird. Noch wurde die Reise nicht offiziell angekündigt.

Zudem verhandeln Vietnam und die Vereinigten Staaten weiter über ein Handelsabkommen, nachdem es Hanoi gelungen ist, die Zölle für Ausfuhren vietnamesischer Waren in die Vereinigten Staaten auf 20 Prozent herunterzuhandeln. Anfang dieses Monats führten beide Seiten eine sechste Verhandlungsrunde, ohne jedoch eine endgültige Einigung zu erzielen.


(akn)



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Eon dringt auf Pflicht für Smart Meter in allen Haushalten


Deutschlands größter Energiekonzern Eon hat sich für eine Verpflichtung von Netzbetreibern ausgesprochen, alle Haushalte mit intelligenten Stromzählern auszustatten. „Hätte ich einen Wunsch frei, wäre es ein verpflichtender Rollout von Smart Metern in Deutschland“, sagte Eon-Vertriebsvorstand Marc Spieker im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa und der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX in Essen. Eon ist Deutschlands größter Verteilnetzbetreiber.

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Smart Meter messen alle 15 Minuten den Stromverbrauch eines Haushalts und übermitteln die Daten an die Netzbetreiber und Energielieferanten. Mit solchen intelligenten Messsystemen können Haushalte genau sehen, zu welcher Tageszeit sie wie viel Strom verbraucht haben. Haben Verbraucher einen speziellen Stromtarif abgeschlossen, können sie etwa den Betrieb einer Waschmaschine oder das Laden eines E-Autos in Zeiten mit viel Sonnen- und Windenergie legen, in denen Strom günstiger ist. Zugleich können Netzbetreiber mit den Daten ihr Netz besser steuern.

Bislang sind Netzbetreiber nur unter bestimmten Bedingungen zur Umrüstung bei privaten Kunden verpflichtet, etwa wenn in den Haushalten eine Wärmepumpe oder eine größere Sonnenstromanlage angeschlossen wurde. In Europa hinkt Deutschland daher bei der Umrüstung weit hinterher: Während in vielen Ländern die Smart-Meter-Quote bereits bei 80 Prozent und mehr liegt, waren es in Deutschland Ende September 2025 nur knapp 4 Prozent – das entspricht gut zwei Millionen Geräten.

Dem Eon-Vorstandsmitglied ist das zu wenig: „Das geht zu langsam und das geht auch viel zu lasch. Dass die Netzbetreiber, die immer noch nicht vorankommen, nicht auch einfach mal sanktioniert werden, das ist nicht in Ordnung“, sagte Spieker. So sollten bei einer zukünftigen Smart-Meter-Pflichtausrüstung zu langsame Netzbetreiber nach einem Jahr das Recht verlieren, in ihrem Netzgebiet die Zähler auszuwechseln. Andere Unternehmen könnten dies dann übernehmen. Bis zum Jahresende 2025 hatte Eon nach eigenen Angaben hierzulande fast eine Million Geräte verbaut.

Spieker sieht viele Vorteile durch Smart Meter. „Dort, wo wir im Viertelstundenrhythmus unseren Kunden ihren Verbrauch nennen können, können wir ihm ganz andere Lösungen anbieten.“ So gebe es in Großbritannien einen bestimmten Tarif, bei dem der Strom am späten Nachmittag mehr und sonst weniger koste. Die Kundinnen und Kunden hätten sich darauf eingestellt und sparten jetzt pro Monat im Schnitt fünf bis zehn Euro. „Das ist für viele Kunden megarelevant. Und das bringt die Leute dazu, ihren Verbrauch sinnvoll zu verschieben.“

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Als anderes Beispiel nannte Spieker flexible Ladetarife für Elektroautos. „Wir können auch Optimierung anbieten, wenn ein Haushalt eine Photovoltaik-Anlage hat.“ Wenn ein Energiespeicher vorhanden sei, könne man darlegen, was die Kunden damit alles machen könnten.

Spieker verantwortet im Eon-Vorstand sowohl das Geschäft mit Privat- als auch mit größeren Kunden. In diesem bündelt Eon Großprojekte mit der Industrie und Kommunen wie etwa die Entwicklung von Wärmenetzen.

Zwar gibt es in Deutschland keine Umrüstpflicht für alle Kunden. Seit Anfang 2025 hat aber jeder Haushalt das Recht, einen Smart Meter zu beantragen. Der jeweils lokal zuständige Netzbetreiber hat dann vier Monate Zeit, diesen einzubauen. Die Kosten bei einem freiwilligen Einbau tragen die Verbraucherinnen und Verbraucher. Bei Mietobjekten muss der Vermieter zuvor um Erlaubnis gefragt werden.

Eon ist Deutschlands größter Energieversorger mit hierzulande zwölf Millionen Strom- und zwei Millionen Gaslieferverträgen. In Deutschland ist das Unternehmen über zahlreiche Tochtergesellschaften außerdem der größte Strom-Verteilnetzbetreiber mit einem Anteil von rund einem Drittel der Netzlänge.


(afl)



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