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UX/UI & Webdesign

Kundenerlebnis gestalten – wie du kreative Projekte zum Erfolg führst und Kunden wirklich begeisterst


Vom Zufallserfolg zur systematischen Begeisterung –
was unterscheidet gute Arbeit von echter Kundenbegeisterung? In diesem Leitfaden zeige ich dir, wie du durch eine strukturierte Customer Journey Projekte erfolgreicher machst – mit weniger Reibung, mehr Vertrauen und zufriedenen Kunden, die dich gerne weiterempfehlen. Ideal für Selbständige und Agenturen, die ihre Prozesse auf das nächste Level heben wollen.

Das Projektmanagement-Tool leuchtet grün. Alle Meilensteine sind (technisch) erreicht. Die Website ist gelauncht. Und trotzdem ist der Kunde… unzufrieden. Er meldet sich nicht mehr, es gibt keine Weiterempfehlung, und die letzte Rechnung wird nur zögerlich bezahlt.

Was ist hier passiert?

Dieses Szenario, das viele von uns in Agenturen und als Freelancer kennen, ist oft das Ergebnis eines fundamentalen Missverständnisses:

Wir verwechseln exzellentes Projektmanagement mit einer exzellenten Customer Journey. Aber der Reihe nach:

TL;DR – Kundenerlebnis gestalten: Projekte erfolgreich führen und echte Begeisterung auslösen

Gute Arbeit allein reicht nicht – echte Kundenbegeisterung entsteht durch eine strukturierte und empathisch gestaltete Customer Journey. Der Artikel zeigt Dir praxisnah, wie Du kreative Web- und Designprojekte so organisierst, dass aus Interessenten begeisterte Weiterempfehler werden. Von der Anfrage über Angebot, Onboarding, Umsetzung bis zur Nachbetreuung – jeder Touchpoint zählt.

Das Ergebnis: Weniger Missverständnisse, mehr Vertrauen – und langfristige Partnerschaften statt Einmalaufträge.

Merksatz: Zufriedene Kunden kaufen – begeisterte Kunden empfehlen!

Komplexe Design- und Webprojekte als Herausforderung

Kreative und Designprojekte, insbesondere in der Webentwicklung, sind von Natur aus komplex und mit zahlreichen Unwägbarkeiten behaftet. Ein Hauptproblem besteht darin, dass der Erfolg eines Projekts oft nicht nur an technischen oder ästhetischen Kriterien gemessen wird, sondern in erster Linie an der subjektiven Zufriedenheit des Kunden.

Ein weiteres zentrales Problemfeld ist die oft unklare Kommunikation und das Fehlen klar definierter Prozesse, was zu Missverständnissen, unklaren Erwartungen und letztendlich zu Frustration auf beiden Seiten führen kann. Viele Agenturen und Freelancer kämpfen damit, ihre Arbeitsweise zu strukturieren und den Kunden von Anfang an in einen transparenten, vertrauensvollen Prozess einzubinden.

Dein Kunde kauft nicht einfach ein fertiges Produkt – er begibt sich mit dir auf eine gemeinsame Reise.

Besonderheiten der Kundenreise

Was diese Journey besonders macht:

  • Hoher Vertrauensbedarf: Kreative Leistungen sind schwer greifbar und im Vorfeld kaum bewertbar
  • Intensive Zusammenarbeit: Der Kunde ist aktiver Teil des Prozesses, nicht nur passiver Empfänger
  • Emotionale Komponente: Design berührt oft die Identität und Vision des Kunden
  • Iterative Prozesse: Feedback-Schleifen und Anpassungen gehören zum Alltag
  • Langfristige Auswirkungen: Die Ergebnisse prägen oft jahrelang die Außendarstellung des Kunden

Diese Besonderheiten machen es umso wichtiger, jeden Touchpoint bewusst zu gestalten und den Kunden nicht nur fachlich, sondern auch emotional durch das Projekt zu führen.

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Jeder Kontakt zählt: Die Kundenreise ist mehr als ein Projekt – sie ist ein Erlebnis

Kundenreise aktiv gestalten

Stell dir vor, dein nächstes Webdesign- oder Kreativprojekt läuft vom ersten Tag an wie am Schnürchen. Keine Missverständnisse, kein endloses Hinterherlaufen von Informationen – stattdessen zufriedene Kunden und ein stressfreier Ablauf bis zur Fertigstellung. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer durchdachten Customer Journey in deinem Projekt. 

Aber wusstest du, dass die Erfahrung während des Projekts genauso entscheidend ist wie das Endergebnis? Mit anderen Worten: Wie du mit dem Kunden zusammenarbeitest, bestimmt maßgeblich den Projekterfolg.

Eine proaktiv gestaltete Customer Journey umfasst alle Phasen deiner Dienstleistung – von der ersten Anfrage über die Umsetzung bis zur Nachbetreuung. In jeder Phase kannst du durch klare Kommunikation, transparente Prozesse und hilfreiche Tools Vertrauen aufbauen, Missverständnisse vermeiden und den Workflow optimieren.

Das Resultat: Ihr erreicht nicht nur gemeinsam das Projektziel, sondern dein Kunde fühlt sich rundum gut betreut – beste Voraussetzungen für echte Kundenzufriedenheit und Folgeaufträge. Oder wie es treffend heißt:

„Zufriedene Kunden kaufen. Begeisterte Kunden empfehlen.“

In diesem Fachartikel zeige ich dir praxisnah und strukturiert, wie du die einzelnen Projektphasen entlang einer idealtypischen Customer Journey optimierst und für große Kundenerlebnisse sorgst.

Dabei setzen wir auf erprobte Werkzeuge und Vorlagen, die dir dabei helfen, nichts zu vergessen und von Anfang bis Ende einen professionellen Eindruck zu hinterlassen.

Über 20 durchdachte Vorlagen – von der ersten Anfrage bis zur Nachbetreuung – sorgen dafür, dass du nichts vergisst, souverän auftrittst und deine Kunden sich rundum betreut fühlen.

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Schauen wir uns nun Schritt für Schritt an, wie du diese Tools gezielt einsetzt, um Projekte erfolgreicher und stressfreier zu machen.

Phase 1 – Projektanfrage/ Projektvorbereitung

Die Customer Journey beginnt in dem Moment, in dem ein potenzieller Kunde auf dich aufmerksam wird und Kontakt aufnimmt. Oft entscheidet sich schon beim ersten Eindruck, ob Vertrauen entsteht.

Reagiere daher zügig und persönlich auf neue Projektanfragen. Bedanke dich für das Interesse und gehe in deiner Antwort direkt auf das Anliegen ein (z. B. „Danke für deine Anfrage zum Website-Relaunch – ich freue mich drauf!“). So signalisierst du Wertschätzung und zeigst: Hier ist der Kunde willkommen.

1. Projektanfrage-Checkliste – Strukturierte Annahme

Schluss mit dem E-Mail-Ping-Pong bevor sich der Kunde überhaupt für dich entschieden hat – denn das nervt alle!

Mit einer durchdachten Projektanfrage-Checkliste sammelst du alle relevanten Infos auf einen Schlag:

Projektumfang, Timeline, Budget, aber vor allem die wahren Bedürfnisse dahinter. Welches Problem soll gelöst werden? Wer ist die Zielgruppe? Was wurde bereits versucht?

Diese strukturierte Herangehensweise spart beiden Seiten Zeit und zeigt sofort:
Hier arbeitet ein Profi, der die richtigen Fragen stellt. Du erkennst auf einen Blick, ob das Projekt zu dir passt – noch bevor du Stunden in ein Angebot investierst.

Das Ergebnis: Nur die wirklich passenden Projekte landen auf deinem Schreibtisch, und deine Kunden schätzen deine professionelle Arbeitsweise vom ersten Kontakt an.

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Schon beim Erstkontakt zeigt sich: Wer strukturiert reagiert, schafft sofort Vertrauen.

2. Entscheidungshilfe Projektanfrage – Systematische Bewertung

Nicht jede Anfrage verdient dein Ja!

Mit einer systematischen Entscheidungshilfe prüfst du objektiv, ob ein Projekt wirklich zu dir passt:

Entspricht es deiner Expertise? Stimmt das Budget-Aufwand-Verhältnis? Hast du die Kapazitäten? Bringt es beide Seiten weiter?

Diese ehrliche Selbstreflexion – etwa als Punkteliste oder Bewertungsmatrix – schützt dich vor Energiefressern und Fehlentscheidungen.

Ein durchdachtes „Nein“ ist oft der bessere Service für beide Seiten: Du vermeidest Frust, der Kunde findet einen passenderen Partner..

Du vermeidest späteren Frust, der Kunde findet einen passenderen Partner, und du hältst dir den Rücken frei für Projekte, bei denen du wirklich glänzen kannst. Diese professionelle Herangehensweise stärkt langfristig deine Positionierung und bewahrt dich vor dem Ausbrennen.

Deine Entscheidungskriterien:

  • Portfolio-Fit: Passt es zu deiner Expertise und Positionierung?
  • Budget-Check: Stimmt das Verhältnis von Aufwand zu Honorar?
  • Kapazitäten: Hast du die Zeit und Energie dafür?
  • Werte-Match: Teilt ihr ähnliche Vorstellungen von Qualität?
  • Win-Win-Potenzial: Profitieren beide Seiten von der Zusammenarbeit?

Mit dieser Checkliste triffst du fundierte Entscheidungen – und hältst dir den Rücken frei für Projekte, bei denen du wirklich glänzen kannst.

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3. Handout für potenzielle Kunden – Vertrauensaufbau vorab

Während andere nur ihre Portfolio-Website verschicken, überreichst du potenziellen Kunden ein durchdachtes Handout – einen Mini-Guide, der zeigt: „So läuft ein Projekt bei mir ab“. Dieses PDF ist dein professioneller Türöffner, der bereits vor dem Erstgespräch Vertrauen aufbaut und häufige Fragen proaktiv beantwortet.

Du positionierst dich damit als strukturierten Profi, bei dem der Kunde von Anfang an weiß, woran er ist.

Das gehört in dein Handout:

  • Dein strukturierter Projektablauf in 5-7 Schritten
  • Deine Arbeitsphilosophie und Herangehensweise
  • 2-3 aussagekräftige Referenzen mit Kontext
  • FAQ zu Zeitrahmen, Mitwirkung und Kommunikation
  • Was Kunden konkret von der Zusammenarbeit erwarten können

So gibst du Interessenten ein klares Bild der Zusammenarbeit – und filterst gleichzeitig die Kunden heraus, die wirklich zu dir passen.

4. Agenda – Zielorientiertes Erstgespräch

Das Erstgespräch ist deine Chance, aus einem Interessenten einen Kunden zu machen. Mit einer durchdachten Agenda führst du professionell durch das Gespräch und zeigst von Anfang an:

Hier sitzt jemand, der die Zeit des Kunden respektiert und genau weiß, was er tut.

Du hörst aktiv zu, stellst gezielte Rückfragen und fasst Kernpunkte zusammen – der Kunde denkt: „Der versteht mich wirklich!“ Am Ende stehen klare Vereinbarungen statt vager Absichtserklärungen.

Deine Gesprächsstruktur (ca. 55 Minuten):

  • Warming-up (5 Min.): Persönlicher Einstieg, Atmosphäre schaffen
  • Projektverständnis (15 Min.): Vision und Ziele des Kunden verstehen
  • Bedarfsanalyse (10 Min.): Konkrete Anforderungen und Erwartungen klären
  • Lösungsansatz (10 Min.): Erste Ideen und Herangehensweisen skizzieren
  • Rahmenbedingungen (10 Min.): Budget, Timeline, Mitwirkung besprechen
  • Next Steps (5 Min.): Verbindliche nächste Schritte vereinbaren

Diese Struktur gibt beiden Seiten Sicherheit und stellt sicher, dass kein wichtiger Punkt vergessen wird.

Mit diesen Hilfsmitteln legst du in Phase 1 den Grundstein für eine gute Kundenbeziehung. Der Interessent merkt: Du arbeitest organisiert und nimmst ihn ernst.

Ein klarer Plan vom ersten Tag zeigt, dass du souverän und zuverlässig bist – das hebt dich positiv ab. Und denk dran: Begeistere den Kunden hier, und du hast schon die halbe Miete.

Praxis-Tipp: Professionelles Auftreten

Kommunikation

  • Schnelle Reaktionszeiten auf Anfragen
  • Klare, jargonfreie Sprache
  • Transparente Erklärung von Prozessen

Präsentation

  • Professionell gestaltete Dokumente
  • Echtes Interesse an Kundenzielen
  • Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit

PDF-Download: Projektanfrage-Checkliste – jetzt herunterladen und professionell in neue Projekte starten!

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Phase 2 –  Angebot & Vertrag

Jetzt wird’s ernst: Aus der Anfrage soll ein Auftrag werden. In dieser entscheidenden Phase legst du die Grundlage für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit – oder für spätere Konflikte. Deine Herausforderung: komplexe kreative Leistungen in klare, verständliche Vereinbarungen zu übersetzen, ohne dabei die nötige Flexibilität zu verlieren.

1. Briefing-Dokument – Beratung statt Einkaufsliste

Viele Designer behandeln das Briefing wie eine Einkaufsliste – ein fataler Fehler, der dich vom Experten zum reinen Ausführer degradiert.

Ein professionelles Briefing ist kein Formular zum Abhaken, sondern deine erste und wichtigste Beratungssitzung.

Kunden kommen oft mit einer vermuteten Lösung („Ich brauche eine neue Website“), aber selten mit einem diagnostizierten Problem. Deine Aufgabe ist es, durch gezielte Fragen die wahren Herausforderungen zu identifizieren.

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Klare Briefing-Vorgaben und -Angaben erleichtern den Projektverlauf.

Die wichtigste Frage dabei: „Warum?“ – Warum diese Funktion? Welches Kundenproblem wird gelöst? Diese Herangehensweise verschiebt das Gespräch von der reinen Auftragsabwicklung zur strategischen Partnerschaft.

Das gehört in dein Briefing-Dokument:

  • Diagnose statt Symptome: Die echten Geschäftsprobleme hinter dem Designwunsch
  • Zielgruppen-DNA: Nicht nur demografisch, sondern psychografisch
  • Markenkern: Werte, Tonalität und Persönlichkeit
  • Erfolgskriterien: Messbare Ziele statt vager Wünsche
  • Rahmenbedingungen: Technische, rechtliche und inhaltliche Grenzen
  • No-Gos: Was definitiv vermieden werden muss

Ein sorgfältig erarbeitetes Briefing ist deine Versicherung gegen Missverständnisse und dient während des gesamten Projekts als verbindliche Referenz. Lass es vom Kunden absegnen – so schafft ihr gemeinsam Klarheit und eine solide Projektbasis.

Mehr erfahren:
Briefing richtig erstellen – die umfangreiche Anleitung in Zeiten von KI

2. Scope of Work – Flexibler Rahmen

Kreative Projekte lassen sich selten in starre Wasserfall-Prozesse pressen.

Dein Scope of Work sollte daher kein starres Korsett sein, sondern ein flexibler Rahmen, der Anpassungen zulässt ohne ins Chaos abzudriften.

Statt jeden Klickpfad festzuschreiben, definierst du klare Spielregeln für die Zusammenarbeit. Der Kunde wird so zum Partner im Konkretisierungsprozess – das erhöht die Zufriedenheit massiv und verhindert gleichzeitig unkontrollierten Scope Creep.

Dein agiles SoW definiert:

  • Klare Meilensteine: Wireframes → Design-Prototyp → Testing → Go-Live
  • Messbare Projektziele: „20% schnellere Ladezeit“ statt „Performance verbessern“
  • Inkludierte Leistungen: 2 Feedback-Runden pro Phase, 5 Seiten-Templates
  • Explizite Ausschlüsse: Was definitiv NICHT Teil des Projekts ist
  • Änderungsregeln: Wie mit zusätzlichen Wünschen umgegangen wird
  • Mitwirkungspflichten: Inhalte bis Tag X, Feedback binnen 48h

Diese Balance zwischen Struktur und Flexibilität macht aus einem starren Vertragsdokument eine partnerschaftliche Arbeitsgrundlage.

3. Roadmap – Orientierung & Planungssicherheit

Menschen brauchen Orientierung – besonders bei komplexen Projekten. Mit einer visuellen Roadmap verwandelst du abstrakte Zeitpläne in greifbare Etappen.

Der Kunde sieht auf einen Blick, wo die Reise hingeht und wann er selbst gefordert ist.

Das schafft nicht nur Vertrauen in deine Planungskompetenz, sondern ermöglicht dem Kunden auch, sich intern vorzubereiten – etwa Content-Erstellung oder Feedback-Runden rechtzeitig einzuplanen.

Diese Visualisierung gehört direkt ins Angebot oder als Anhang dazu – so weiß der Kunde von Anfang an, dass du einen durchdachten Plan hast.

Deine Roadmap-Bausteine:

  • Projektphasen: Strategie (Woche 1-2) → Design (Woche 3-5) → Entwicklung (Woche 6-8)
  • Meilensteine: Wireframes fertig → Design abgenommen → Beta-Version online
  • Feedback-Fenster: Klar markierte Zeiträume für Kundeninput
  • Deliverables: Konkrete Zwischenergebnisse mit Abgabeterminen
  • Pufferzeiten: Realistisch eingeplant für Unvorhergesehenes

4. Vertragsvorlage – Klare Verhältnisse

Ein professioneller Vertrag mag trocken wirken, ist aber deine beste Versicherung gegen spätere Konflikte.

Mit einer juristisch geprüften Vorlage schaffst du von Anfang an klare Verhältnisse – das schützt beide Seiten.

Bespreche die wichtigsten Punkte kurz mit dem Kunden, damit keine Missverständnisse entstehen. Transparenz bei rechtlichen Fragen zeigt Professionalität und baut Vertrauen auf.

Deine Vertragseckpunkte:

  • Zahlungsmodalitäten: Anzahlung, Zwischenzahlungen, Zahlungsziele
  • Nutzungsrechte: Wer darf was mit den Ergebnissen machen?
  • Change Requests: Wie werden Zusatzwünsche abgerechnet?
  • Haftungsausschlüsse: Grenzen deiner Verantwortung
  • Kündigungsregeln: Ausstiegsklauseln für beide Seiten

Pro-Tipp: Formuliere verständlich statt juristendeutsch. Ein Vertrag, den der Kunde versteht, wird schneller unterschrieben und sorgt für weniger Rückfragen. Klare Vereinbarungen sind die Basis für entspannte Projekte.

5. Produkt-/Servicepakete – Entscheidungshilfe

Schluss mit individueller Kalkulation für jeden Auftrag! Mit durchdachten Servicepaketen machst du dir das Leben leichter und dem Kunden die Entscheidung einfacher. Die Drei-Pakete-Strategie nutzt die Psychologie der Wahl: Die meisten Kunden wählen instinktiv die goldene Mitte. Du positionierst dich damit als strukturierter Profi, nicht als beliebiger Stundenjobber.

Deine Paketstruktur:

  • Starter (€2.500-5.000): One-Pager, 5 Seiten, Basis-SEO
  • Professional (€5.000-12.000): Komplette Website, CMS, SEO-Paket, 2 Feedback-Runden
  • Premium (€12.000+): Strategie-Workshop, Custom-Design, Priority-Support, Content-Erstellung

Wichtig dabei:

  • Klare Abgrenzung zwischen den Paketen
  • Upgrade-Möglichkeiten transparent machen
  • Professional-Paket als „Most Popular“ kennzeichnen
  • Add-Ons für Flexibilität anbieten

Diese Struktur vereinfacht nicht nur deine Angebotserstellung, sondern zeigt auch deine Expertise: Du weißt genau, was Kunden in welcher Situation brauchen.

Wenn du dem Kunden dein Angebot schickst, hat er idealerweise ein Rundum-Sorglos-Paket in den Händen: Alle wichtigen Infos, sauber aufbereitet. So ein strukturiertes Angebot samt klarer Leistungsübersicht, Roadmap und Vertrag unterstreicht deine Professionalität und verhindert Missverständnisse.

Viele Kunden werden Vergleichsangebote einholen – umso wichtiger, dass deins positiv heraussticht, weil es vollständig und verständlich ist.

Tipp: Lass dem Kunden ein paar Tage Zeit, sich zu entscheiden, und biete an, offene Fragen zu klären. Mit der Entscheidungshilfe aus Phase 1 hast du ja auch selbst schon abgewogen, ob du das Projekt wirklich willst. Wenn alles passt, sagt der Kunde zu – herzlichen Glückwunsch, der Weg ist frei für die Umsetzung!

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Phase 3 – Projektstart – Onboarding

Der Vertragsunterschrift folgt der wichtigste Moment der gesamten Customer Journey:
das Onboarding.

Hier legst du die Grundlage für eine reibungslose Zusammenarbeit – oder riskierst Chaos, Missverständnisse und endlose Rückfragen.

Ein strukturiertes Onboarding-Template ist Gold wert: Stelle alle relevanten Tools vor (Slack, Figma, Asana), kläre Kommunikationswege und Verfügbarkeiten, und vereinbare verbindliche Meeting-Rhythmen.

Das Kickoff-Meeting ist kein nettes Extra, sondern der offizielle Startschuss: Hier besprichst du Projektziele, Meilensteine und Erwartungen – auf beiden Seiten.

Ein Kommunikationsplan sorgt dafür, dass Feedback-Schleifen funktionieren und niemand tagelang auf Antworten wartet.

Bonus-Tipp: Schicke nach dem Kickoff eine Zusammenfassung mit allen wichtigen Punkten. Dein Kunde fühlt sich abgeholt, orientiert und bestens betreut.

1. Onboarding-Checkliste – Basis & Materialien

Der Projektstart entscheidet über den weiteren Verlauf – und nichts ist peinlicher als vergessene Zugänge oder fehlende Materialien.

Mit einer systematischen Onboarding-Checkliste verwandelst du das übliche Anfangschaos in einen kontrollierten Start.

Jeder Punkt wird abgehakt, nichts geht verloren, und das Projekt kann ohne Verzögerung durchstarten.

Deine Onboarding-Essentials:

  • Administrative Basis: Projekt im Tool anlegen, Kundendaten erfassen, Verträge ablegen
  • Zugänge sammeln: FTP, CMS, Analytics, Social Media – alles an einem Ort
  • Materialien sichern: Logo, CI-Guide, bisherige Designs, Markentexte
  • Team briefen: Ansprechpartner definieren, Rollen klären, Kommunikationswege festlegen
  • Kick-off vorbereiten: Agenda erstellen, Willkommensmail senden, Termin fixieren
  • Kommunikationsplan mit klaren Feedback-Prozessen
  • Follow-up-Zusammenfassung aller wichtigen Vereinbarungen

Diese Checkliste ist dein Qualitätsstandard – teile sie mit deinem Team, damit alle nach dem gleichen professionellen Muster arbeiten. So wird aus dem Projektstart eine souveräne Routine statt stressigem Improvisieren.

2. Onboarding-Mail – Der Willkommensgruß

Unmittelbar nach der Zusage verschickst du die wichtigste Mail des ganzen Projekts – deinen Willkommensgruß. Diese Mail ist mehr als eine Bestätigung; sie setzt den Ton für die gesamte Zusammenarbeit und zeigt, dass der Kunde bei dir in professionellen Händen ist. Formuliere herzlich, aber strukturiert. Der Kunde soll spüren: Hier freut sich jemand ehrlich auf das gemeinsame Projekt und hat bereits alles im Griff.

Deine Onboarding-Mail enthält:

  • Persönlicher Dank: Wertschätzung für das Vertrauen ausdrücken
  • Projektvision: „Gemeinsam werden wir [konkretes Ziel] erreichen“
  • Next Steps: Die nächsten 3 Schritte klar benennen
  • Kick-off-Termin: Calendly-Link oder konkrete Terminvorschläge
  • Ressourcen-Hub: Link zu geteiltem Ordner mit allen Projektdokumenten
  • Action Request: Was der Kunde bis zum Kick-off vorbereiten sollte

Diese Mail gibt Orientierung, schafft Vorfreude und startet die Zusammenarbeit mit positiver Energie. Der Kunde weiß sofort: Das Projekt läuft, und ich bin bestens betreut.

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3. Der Kommunikationsplan – Das Rückgrat

Ein guter Kommunikationsplan ist mehr als eine Liste von Kontaktdaten – er ist das Rückgrat eurer Zusammenarbeit. Der entscheidende Unterschied: Frage den Kunden nach seinen Präferenzen, statt ihm deinen Standard-Prozess überzustülpen. Manche Kunden wollen wöchentliche Video-Calls, andere bevorzugen kompakte Status-Mails am Freitag. Diese Flexibilität zeigt echte Serviceorientierung.

Dein angepasster Kommunikationsplan:

  • Kanäle nach Präferenz: „Wie erreichst du uns am liebsten?“
  • Update-Frequenz: Tägliche Kurz-Updates oder wöchentliche Zusammenfassungen?
  • Detailtiefe: High-Level-Überblick oder granulare Fortschrittsberichte?
  • Response-Zeit: Garantierte Antwortzeiten für verschiedene Dringlichkeitsstufen
  • Eskalation: Notfall-Hotline für kritische Situationen

Dokumentiere diese Vereinbarungen beim Kick-off und halte sie schriftlich fest. So weiß jeder, was er erwarten kann – das reduziert Stress, verhindert nervige Nachfragen und schafft eine entspannte Arbeitsatmosphäre für beide Seiten.

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Phase 4 – Projektablauf

Hier entscheidet sich, ob dein Projekt ein entspannter Erfolg wird oder im Chaos endet:
Der Projektablauf ist die längste Phase der Customer Journey – und die anfälligste für Missverständnisse, Scope Creep und Frustration auf beiden Seiten.

Regelmäßige Status-Updates sind keine Kür, sondern Pflicht:
Verschicke wöchentliche Berichte mit erledigten Tasks, nächsten Schritten und offenen Fragen. Dein Kunde fühlt sich informiert und behält das Vertragsvertrauen.

Check-ins und Feedback-Schleifen sorgen dafür, dass du nicht wochenlang in die falsche Richtung designst – kurze, fokussierte Meetings alle ein bis zwei Wochen halten alle auf Kurs. Dokumentiere Entscheidungen schriftlich (per E-Mail oder Projektmanagement-Tool), damit niemand sich später an andere Absprachen „erinnert“. Und wenn der Kunde plötzlich doch „nur noch eine kleine Änderung“ möchte? Change Request Forms können bspw. Klarheit über Mehraufwand, Kosten und Timeline-Anpassungen schaffen.

Transparenz ist hier alles:
Wer proaktiv kommuniziert, vermeidet böse Überraschungen und baut Vertrauen auf, das weit über das Projekt hinausreicht.

1. Kommunikator-Worksheet – Verständnis & Anpasung

Jeder Kunde tickt anders – und genau das macht den Unterschied zwischen reibungsloser Zusammenarbeit und ständigen Missverständnissen.

Mit dem Kommunikator-Worksheet entwickelst du ein Gespür für die Kommunikationspersönlichkeit deines Gegenübers.

Ist der Kunde detailverliebt oder pragmatisch? Bevorzugt er ausführliche Telefonate oder knappe Mails? Diese Soft Skills zu kennen ist Gold wert.

Dein Kommunikator-Profil erfasst:

  • Persönlichkeitstyp: Zahlenmensch vs. Visionär, Detailfokus vs. Big Picture
  • Bevorzugter Stil: Kurz und knapp oder ausführliche Erklärungen?
  • Entscheidungsstruktur: Wer gibt Feedback, wer hat das finale Wort?
  • Hidden Stakeholder: Welche stillen Entscheider müssen mitgedacht werden?
  • Kommunikations-Trigger: Was funktioniert, wenn Mails unbeantwortet bleiben?

Dieses Wissen hilft dir, deine Kommunikation anzupassen – vom Tonfall in Mails bis zur Meeting-Gestaltung. So vermeidest du Reibungsverluste und baust schneller eine vertrauensvolle Arbeitsbeziehung auf.

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Feedback, Abstimmung, Entwicklung – so wird aus Projektphasen ein echtes Miteinander.

2. Präsentationsvorlage – Design als Erlebnis

Ein brillantes Design kann in einer lieblos zusammengeklatschten PDF-Präsentation untergehen.

Deine Präsentationsvorlage ist das Schaufenster deiner Arbeit – sie verwandelt Entwürfe in nachvollziehbare Lösungen.

Statt nur Screenshots zu zeigen, erzählst du die Geschichte hinter dem Design und nimmst den Kunden mit auf deine kreative Reise.

Deine Präsentationsstruktur:

  • Briefing-Recap: „Das war eure Herausforderung…“ (1 Slide)
  • Konzept-Story: Der kreative Gedankengang dahinter (2-3 Slides)
  • Design-Varianten: 2-3 unterschiedliche Ansätze mit Vor-/Nachteilen
  • Real-World-Mockups: Das Design im echten Einsatz zeigen
  • Details-Showcase: Typografie, Farbsystem, Interaktionen
  • Next Steps: Konkrete Entscheidung einfordern

Mit dieser Struktur machst du aus einer Design-Präsentation ein Erlebnis. Der Kunde versteht nicht nur was du gestaltet hast, sondern auch warum – und kann fundiert entscheiden. Das ist der Unterschied zwischen „schönes Design“ und „überzeugende Lösung“.

3. Aufgabenliste für Kunden – Verbindlichkeiten schaffen

Fast jedes Projekt steht und fällt mit der Zulieferung des Kunden – seien es Texte, Bilder oder Zugangsdaten. Mit einer strukturierten Aufgabenliste machst du aus vagen Absprachen verbindliche Termine. Der Kunde weiß genau, was bis wann benötigt wird, und versteht auch das „Warum“ dahinter. So vermeidest du das übliche Drama kurz vor dem Launch.

Deine Kunden-Aufgabenliste:

  • Was: Logo als SVG-Datei (nicht JPG!)
  • Bis wann: 10. Mai, spätestens 12 Uhr
  • Warum: Für skalierbare Darstellung auf allen Geräten
  • Konsequenz bei Verzug: Launch verschiebt sich um X Tage

Wichtige Elemente:

  • Priorisierung nach Dringlichkeit
  • Alternative Lösungen anbieten (z.B. Platzhalter-Content)
  • Freundliche Reminder-Mails einplanen
  • Unterstützung bei schwierigen Aufgaben signalisieren

Diese transparente Herangehensweise zeigt:
Du hast die Projektabhängigkeiten im Griff und hilfst dem Kunden aktiv dabei, seinen Part erfolgreich zu erfüllen.

Praxis-Tipp: Kundenbegeisterung durch Systematik

Proaktive Kommunikation
Regelmäßige Status-Updates, auch bei scheinbar geringem Fortschritt, zeigen Engagement und schaffen Vertrauen.

Strukturierte Präsentation
Nutze Präsentationsvorlagen, um Entwürfe klar und überzeugend zu präsentieren und erkläre das „Warum“ hinter deinen Entscheidungen

Zusammengefasst:

In der Umsetzungsphase zeigst du, dass du nicht nur fachlich lieferst, sondern auch im Service erstklassig bist.

Du hältst Deadlines ein und kommunizierst schnell, klar und transparent. Wenn doch mal etwas schiefläuft oder länger dauert, informierst du offen und bietest Alternativen an. So bewahrst du das Vertrauen, das du in den vorherigen Phasen aufgebaut hast. Diese laufende Pflege der Kundenbeziehung während der Umsetzung verhindert, dass kleine Probleme zu großen werden.

Und vergiss nicht: Feier auch Zwischen-Erfolge gemeinsam!

Zum Beispiel: „Das Designkonzept steht – vielen Dank für dein Feedback, mit dem wir das genau richtig hinbekommen haben.“

Solche positiven Touchpoints verstärken die Begeisterung des Kunden. Er soll jederzeit denken: „Die Zusammenarbeit macht wirklich Spaß und bringt mich meinem Ziel näher.“

Genau dieses Gefühl sorgt dafür, dass Phase 5, der Projektabschluss, ebenfalls reibungslos verlaufen wird.

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Phase 5 – Projektabschluss

Die meisten Agenturen beenden die Customer Journey mit der Auslieferung der finalen Dateien.

ABER:
Die Phase nach dem Launch entscheidet über zukünftige Aufträge, Wartungsverträge und Weiterempfehlungen.

Der schlimmste Abschluss ist eine ZIP-Datei und die Schlussrechnung. Eine professionelle Übergabe ist ein „Offboarding“ und bietet dem Kunden ein klares „Aftercare-Menü“.

1. Abnahmeprotokoll – Klarer Cut & Rechtssicherheit

Nichts ist frustrierender als ein Projekt, das ewig im „fast fertig“-Status dümpelt.

Mit einem formellen Abnahmeprotokoll schaffst du einen klaren Cut und vermeidest spätere Diskussionen über vermeintlich offene Punkte.

In einem finalen Review gehst du gemeinsam mit dem Kunden alle Leistungen durch – am besten per Screensharing oder persönlich. Die schriftliche Bestätigung gibt beiden Seiten Rechtssicherheit.

Dein Abnahme-Prozess:

  • Live-Review: Gemeinsamer Durchgang aller umgesetzten Punkte
  • Checkliste abarbeiten: Leistungsumfang Punkt für Punkt abhaken
  • Restpunkte dokumentieren: Kleinigkeiten mit verbindlicher Frist festhalten
  • Übergabe finalisieren: Alle Dateien, Zugänge, Dokumentationen
  • Schriftliche Bestätigung: Per unterschriebenem PDF oder E-Mail

Wichtig: Lass dir explizit bestätigen, dass das Projekt „wie vereinbart umgesetzt und hiermit abgenommen“ ist. Diese Formulierung schützt vor nachträglichen Forderungen und markiert den offiziellen Übergang zur Nachbetreuungsphase.

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2. Goodbye Guide – Bleibender positiver Eindruck

Ein professionelles Projekt verdient einen professionellen Abschluss.

Mit dem Goodbye Guide verabschiedest du dich nicht einfach, sondern hinterlässt einen bleibenden positiven Eindruck.

Statt das Projekt im Sande verlaufen zu lassen, zeigst du dem Kunden: Ich denke auch nach dem Launch an deinen Erfolg. Diese letzte Geste unterscheidet Profis von Amateuren.

Dein Goodbye Guide enthält:

  • Erfolgs-Recap: „Das haben wir gemeinsam erreicht…“ (mit Vorher-Nachher wenn möglich)
  • Pflege-Basics: Wie oft Updates? Wo Backups? Was selbst machen?
  • Quick-Wins: 3-5 Tipps für maximale Wirkung der neuen Website
  • FAQ-Section: „Website down? Passwort vergessen? So gehst du vor…“
  • Support-Optionen: Wartungspakete oder Stundenkontingente für später

Formuliere herzlich und ermutigend:
„Glückwunsch zu deiner neuen Website! Es war mir eine Freude…“

Diese persönliche Note kombiniert mit praktischen Hinweisen macht aus einem Projektende den Beginn einer möglichen langfristigen Betreuung.

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3. Kundenzufriedenheitsumfrage – Positiv überzeuigen

Feedback ist ein Geschenk – und eine Kundenzufriedenheitsumfrage nach Projektende bringt dir nicht nur wertvolle Verbesserungsvorschläge, sondern wirkt wie ein psychologischer Booster für die Kundenbindung.

Klingt verrückt?
Ist aber wissenschaftlich belegt: Der sogenannte „Pure Measurement Effect“ zeigt, dass allein die Teilnahme an einer Umfrage das zukünftige Verhalten positiv beeinflusst.

Studien mit Bankkunden belegen:
Wer an einer Zufriedenheitsumfrage teilnahm, eröffnete dreimal häufiger neue Konten und wechselte 50% seltener zur Konkurrenz.

Warum?
Das Beantworten von Fragen zwingt das Gehirn, positive Erinnerungen aktiv abzurufen und eine Haltung zu konstruieren – die dann stabiler wird und bei künftigen Entscheidungen leichter abrufbar ist.

Deine Umfrage ist also kein Messinstrument, sondern ein Bindungsinstrument. Frage zeitnah nach Projektabschluss, nutze einfache Tools wie Google Forms oder Typeform, und hab keine Angst vor Kritik – sie macht dich besser. Positives Feedback wird zu Testimonials, kritisches zu Optimierungen. Der größte Fehler: gar nicht erst fragen.

Frage gezielt nach:

  • Kommunikation und Erreichbarkeit
  • Qualität der Ergebnisse
  • Einhaltung von Terminen
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Weiterempfehlungsbereitschaft

4. To-do-Übergabeliste – Bedienungsanleitung für die Zukungt

Nach der Abnahme ist vor der Selbstständigkeit des Kunden.

Mit einer strukturierten Übergabeliste stellst du sicher, dass dein Kunde alles hat, was er für die eigenständige Weiterführung braucht.

Diese Liste ist mehr als eine Sammlung von Passwörtern – sie ist die Bedienungsanleitung für die Zeit nach dir. Idealerweise bereitest du eine zentrale Übergabe-Dokumentation vor, in der alle wichtigen Informationen gebündelt sind.

Deine Übergabe-Checkliste:

  • Zugänge komplett: CMS, Hosting, Analytics, Social Media, Domain-Verwaltung
  • Finale Assets: Logos (alle Formate), Quelldateien, Style Guide, Schriften
  • Dokumentationen: Kurz-Anleitungen für häufige Aufgaben im CMS
  • Kunden-To-dos: Alte Verträge kündigen, Weiterleitungen einrichten
  • Wartungshinweise: Backup-Rhythmus, Update-Empfehlungen, Lizenz-Verlängerungen

Pro-Tipp: Erstelle ein zentrales Übergabe-Dokument (Google Doc oder PDF) mit allen Infos übersichtlich strukturiert. So hat der Kunde seine „Projekt-Bibel“ immer griffbereit und du vermeidest späte Nachfragen nach vergessenen Zugangsdaten.

Kundenerlebnis gestalten – wie du kreative Projekte zum Erfolg führst und Kunden wirklich begeisterst 14Kundenerlebnis gestalten – wie du kreative Projekte zum Erfolg führst und Kunden wirklich begeisterst 14

Phase 6 – Nachbetreuung

Ein Projekt erfolgreich abzuschließen ist großartig. Noch besser ist es, wenn der Kunde auch nach dem Abschluss weiterhin an Bord bleibt – sei es für künftige Projekte, Weiterempfehlungen oder laufende Services.

Die Nachbetreuung stellt sicher, dass dein Kunde auch langfristig zufrieden ist und den Wert deiner Arbeit voll ausschöpfen kann. Hier kommen der Nachbetreuungsplan und Wartungspakete ins Spiel, die du idealerweise schon vorher vorbereitet hast.

1. Nachbetreuungsplan – Im Gedächtnis bleiben

Nach dem Launch ist vor dem nächsten Projekt – wenn du es richtig angehst. Ein durchdachter Nachbetreuungsplan hält dich beim Kunden im Gedächtnis, ohne aufdringlich zu wirken. Trage dir feste Reminder ein: Nach 4 Wochen, 3 Monaten, 6 Monaten. Diese Follow-ups sind keine Verkaufsgespräche, sondern echte Check-ins: „Hey, wie läuft’s mit der Website?“ Oft ergeben sich daraus organisch neue Projekte.

Deine Nachbetreuungs-Timeline:

  • Nach 1 Monat: Quick-Check – „Alles läuft rund?“
  • Nach 3 Monaten: Performance-Review – „Erste Zahlen da? Ziele erreicht?“
  • Nach 6 Monaten: Update-Angebot – „Neue Trends, die interessant wären?“
  • Laufend: Newsletter mit relevanten Tipps (mit Erlaubnis)
  • Jährlich: Wartungs-Reminder und Optimierungsvorschläge

Die Kunst dabei: Sei hilfreich, nicht verkäuferisch. Teile echten Mehrwert („Diese neue SEO-Entwicklung könnte für dich relevant sein“) statt plumpe Pitches. So bleibst du als vertrauenswürdiger Partner in Erinnerung.

Kundenerlebnis gestalten – wie du kreative Projekte zum Erfolg führst und Kunden wirklich begeisterst 15Kundenerlebnis gestalten – wie du kreative Projekte zum Erfolg führst und Kunden wirklich begeisterst 15
Nach dem Launch ist vor dem nächsten Projekt – so bleibst du als Profi in Erinnerung.

2. Wartungspakete vorstellen – Investitionsschutz & Sorglosigkeit

Der Moment nach dem erfolgreichen Launch ist Gold wert – der Kunde ist begeistert von seiner neuen Website und maximal empfänglich für deine weiteren Services. Positioniere Wartungspakete nicht als lästigen Zusatzverkauf, sondern als logische Fortsetzung eurer erfolgreichen Zusammenarbeit. „Damit deine Website dauerhaft so großartig bleibt, kümmere ich mich gerne weiterhin darum“ – das ist Service, kein Verkauf.

Deine Wartungspaket-Struktur:

  • Basic Care (€99/Monat): Updates, Backups, Monitoring
  • Professional Care (€249/Monat): Plus 2h Support, kleine Anpassungen, Performance-Checks
  • Premium Care (€499/Monat): Rundum-sorglos mit Content-Updates, SEO-Monitoring, Priority-Support

Der Schlüssel zum Erfolg:

  • Timing: Direkt bei der Abschlusspräsentation ansprechen
  • Framing: „Investitionsschutz“ statt „Zusatzkosten“
  • Nutzen betonen: Sicherheit, Zeitersparnis, technische Sorglosigkeit
  • Flexibilität: Monatlich kündbar für niedrige Einstiegshürde

Diese wiederkehrenden Einnahmen stabilisieren dein Business und der Kunde hat dauerhaft einen vertrauenswürdigen Ansprechpartner. Win-win auf ganzer Linie – und der perfekte Abschluss einer durchdachten Customer Journey.

Praxis-Tipp: Von zufriedenen Kunden zu treuen Markenbotschaftern

Positive Überraschung
Kleine Extras liefern, die nicht im Vertrag stehen

Echtes Interesse
Am Geschäftserfolg des Kunden interessiert bleiben

Soziale Beweise
Testimonials und Empfehlungen einholen

Kundenerlebnis gestalten – wie du kreative Projekte zum Erfolg führst und Kunden wirklich begeisterst 16Kundenerlebnis gestalten – wie du kreative Projekte zum Erfolg führst und Kunden wirklich begeisterst 16

Fazit – Dein Prozess IST dein Produkt

Eine durchdachte Customer Journey ist kein Nice-to-have – sie ist der Unterschied zwischen einem Freelancer, der von Projekt zu Projekt hetzt, und einem professionellen Dienstleister, der nachhaltige Kundenbeziehungen aufbaut.

In kreativen Projekten entscheidet nicht nur das Was deiner fachlichen Lösung, sondern vor allem das Wie der Zusammenarbeit über deinen langfristigen Erfolg.

Die vorgestellten Tools – von der Projektanfrage-Checkliste bis zum Goodbye Guide – sind dabei kein starres Korsett, sondern ein flexibles Framework. Nicht jedes Projekt braucht jeden Touchpoint, aber jedes Projekt profitiert von einer durchdachten Struktur.

Mit klaren Prozessen und hilfreichen Vorlagen führst du deine Kunden vom ersten Kontakt an sicher durch das Projekt.

Du wickelst Aufträge nicht nur professionell ab, sondern gestaltest sie angenehm und partnerschaftlich.

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Kundenerlebnisse gestalten bedeutet: jeden Schritt bewusst machen – vom ersten Gespräch bis zur Weiterempfehlung.

Der wahre Wert liegt im System

Jedes Template, jede Checkliste mag zunächst nach Zusatzaufwand aussehen. Doch in der Summe sparen sie dir Zeit, Nerven und Geld – weil Projekte einfach glatter laufen. Deine Kunden wissen jederzeit, was als Nächstes passiert, was sie tun müssen und wer wofür zuständig ist. Dieses Gefühl von Sicherheit und Wertschätzung schafft echte Loyalität.

Vertrauen ist dabei deine wichtigste Währung.

Jeder Touchpoint – vom Erstgespräch bis zur Nachbetreuung – ist eine Chance, dieses Vertrauen zu stärken.

Transparenz, Zuverlässigkeit und proaktive Kommunikation verwandeln einmalige Aufträge in dauerhafte Partnerschaften.

Zusammenfassung der wichtigsten Erfolgsfaktoren

Struktur von Anfang an
Tools wie Checklisten, Briefings und Scopes of Work schaffen Klarheit und verhindern Missverständnisse.

Transparenz und Kommunikation
Klare Kommunikationspläne und regelmäßige Updates schaffen Vertrauen und Sicherheit.

Professioneller Abschluss
Sauberer Projektabschluss und strukturierte Nachbetreuung verwandeln Kunden in Partner.

Dein nächster Schritt

Beginne nicht mit der Perfektion, sondern mit dem ersten Schritt. Wähle den Bereich deiner Customer Journey, der aktuell am meisten hakt – vielleicht ist es das chaotische Onboarding oder der unsaubere Projektabschluss. Optimiere diesen einen Bereich konsequent. Mit jedem Projekt wirst du besser, und deine Journey entwickelt sich zu deinem stärksten Wettbewerbsvorteil.

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Die Investition in deine Customer Journey zahlt sich mehrfach aus:
Begeisterte Kunden empfehlen dich aktiv weiter, du kannst höhere Preise durchsetzen, und die Arbeit macht wieder richtig Spaß.

Denn am Ende kaufen Kunden nicht nur Design – sie kaufen Sicherheit, Vertrauen und das gute Gefühl, bei dir in den besten Händen zu sein.

Also, probiere es aus. Integriere diese Tools in dein nächstes Projekt. Du wirst sehen: Dein Workflow wird professioneller, deine Kunden werden die Zusammenarbeit lieben – und der Kreislauf des Erfolgs beginnt.



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UX/UI & Webdesign

Honda ändert auch Markenschriftzug – Design Tagebuch


Nachdem Honda letzte Woche die Umstellung auf das neue H-Signet bekannt gegeben hatte (dt berichtete), vollzieht der japanische Autobauer wenige Tage später auch beim Honda-Markenschriftzug ein Redesign.

Rund um die Präsentation des neuen Honda-Signets vor gut einer Woche dürften sich viele Menschen gefragt haben, was mit dem markanten Honda-Schriftzug geschehen wird. Denn präsentiert hatte Honda einzig das Signet, ohne Markenschriftzug/Wortmarke. Wie das gestrige Launch-Event in Tokio zeigt, hat der Honda-Schriftzug in fetten Slab-Serifen-Lettern, im Kontext der Automobilsparte, nun ausgedient.

Anlässlich der offiziellen Bekanntgabe der Partnerschaft zwischen Honda und dem Aston Martin Aramco Formel-1-Team präsentiert (YouTube) sich der Autobauer erstmals mit neu geschaffener kombinierter Wortbildmarke. Honda wird ab der Saison 2026 als Motorenlieferant im Rahmen einer Werkspartnerschaft mit dem Aston Martin Aramco Formel-1- Team an der FIA Formel-1-Weltmeisterschaft (F1) teilnehmen. Im Zuge der Rückkehr in die Formel 1 nach kurzer Abstinenz setzt Honda künftig auf ein neues Markendesign.

Honda Cars Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Honda, Bildmontage: dt
Honda Cars Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Honda, Bildmontage: dt

Erstmals zu sehen war das modifizierte H-Signet wie auch der nunmehr in Gemischtschreibweise gesetzte neue Honda-Markenschriftzug bereits 2024 auf der Consumer Electronics Show (CES) als Honda seine „Honda 0 Series“-Konzeptfahrzeuge vorgestellt hatte. Nun wird aus dem einstigen Konzeptdesign der auf Elektrifizierung ausgerichteten Marke Honda das offizielle Markendesign der Honda Autosparte.

Ähnlich wie andere Automobilhersteller verfolgt auch Honda mit dem Engagement in der Formel 1 vor allem strategische Marketing- und Imageziele. Die Formel 1 dient als globale Plattform, um die Markenwahrnehmung weg vom reinen Fortbewegungsmittel hin zu einem High-Tech-Produkt zu verschieben. Unter anderem ein für die kommende Formel-1-Saison geltendes Motoren-Reglement – ab 2026 nutzen F1-Boliden zu 100 % nachhaltige Kraftstoffe; die Systemleistung von etwa 1000 PS wird hälftig durch Verbrennungs- und Elektromotoren (350 kW) erzeugt – hat Honda offenbar zur Fortsetzung des Engagements bewegt. Denn wie der Autobauer zuletzt anlässlich der Vorstellung seines neuen H-Logos erklärte, verfolge man bei der Marke Honda die konsequente Ausrichtung auf Elektromobilität und Brennstoffzellentechnologie.

Honda Cars Logo Wortmarke – vorher und nachher, Bildquelle: Honda
Honda Cars Logo Wortmarke – vorher und nachher, Bildquelle: Honda

Die neu geschaffene, serifenlose Wortmarke bricht mit dem vertrauten, klassischen Look, wie ihn auch andere japanische Technik-/Technologiemarken wie Sony, Onkyo oder Technics aufweisen. Derlei Wortmarken mit fetten Lettern und betont breitfüßigen Serifen vermitteln Solidität, Verlässlichkeit, Wertbeständigkeit.

Die in Gemischtschreibweise angelegte neue Wortmarke vermittelt hingegen Technologie-Affinität, und Progressivität. Die Linienführung ist klar und schlicht. Die Buchstaben wirken wie geschliffen, auch etwas grob in ihrer Machart, als seien sie aus Metall oder in Carbon gefräst. In dieser Stilistik stehen sie im starken Kontrast zu kalligrafischen Schriftzeichen und Lettern mit humanistischen Anleihen.

Seitens des Unternehmens Honda wurde die Umstellung des Markenschriftzugs bislang nicht explizit kommuniziert. Bei einigen von Honda genutzten Kanälen in Social Media, wo bisher der alte Markenschriftzug als Absender verwendet wurde (z.B. facebook.com/HondaRacingF1) kommt bereits das neue Logo respektive die neue Wortbildmarke zum Einsatz.

Da der neue Markenschriftzug wie auch das H-Signet ursprünglich für die „Honda 0 Series“-Konzeptreihe geschaffen wurden, und somit nicht in unmittelbaren Bezug zum Motorrennsport stehen, ist davon auszugehen, dass auch der neue Honda-Markenschriftzug, ebenso wie das neue H-Signet, die Automobilmarke Honda als Ganzes repräsentiert, und nicht bloß als Absender der Automobilsportsparte fungiert.

Beispielsweise ziert der neue Markenschriftzug auch ein kürzlich vorgestelltes Wohnwagen-Konzept („Base Station with Modular Design“), wenngleich der Schriftzug hier in einer für Automobile nicht untypischen gestreckten Version dargestellt ist, ähnlich wie bei der Marke Volvo. Auch das Logo der jüngst gegründeten Honda’s Europe Energy Division basiert auf der Typographie des neuen Honda-Markenschriftzugs. Bis zur vollständigen Implementierung des neuen Markendesigns dürfte es noch Monate, wenn nicht Jahre dauern.

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UX/UI & Webdesign

Trendimpulse 2026 für Marken › PAGE online


Ja, was denn nun? Be- oder Entschleunigung? Digital oder menschlich? Die Key Trends aus diesem Report verraten, dass Konsument:innen beides wollen. Für Markenführung und Branding-Strategien gibt es hier aufschlussreiche Hinweise auf Wünsche und Bedürfnisse.

Trendimpulse 2026 für Marken › PAGE online

Durch und mit Künstlicher Intelligenz verändern sich Verhaltensweisen so rasant, dass Brands damit kämpfen, den Trends hinterherzukommen. Beziehungsweise, zu unterscheiden, was Signale für langanhaltende Veränderungen sind und was nur ein kurzes Aufflimmern am Horizont.

Marken können sich diesen Trendreport zur Inspiration und zur Orientierung an die Hand nehmen, denn sie zeichnen ein Bild, wie sich Konsument:innen verhalten werden.

»Wir sehen eine neue Balance zwischen Beschleunigung und Entschleunigung. Die Menschen sehnen sich sowohl nach dem Hyperrealen als auch nach Handgemachtem, nach Digitalem und dem zutiefst Menschlichen.«

(Yasu Sasaki, Global Chief Creative Officer, Dentsu)

PAGE fasst die Key Trends aus dem Report »Dentsu Creative Trends 2026 – Generative Realities« zusammen.

Escape velocity: Die Flucht ins Niedliche, Schöne, Spielerische

Weil der Alltag von vielen ernsten Themen geprägt ist, die Stimmung im allgemeinen häufig durch Angst belegt, suchen Menschen vermehrt nach einer Flucht in Fantasiewelten. Alles, was fluffig, niedlich, spaßig, fantastisch, romantisch oder nostalgisch ist, hilft bei der Flucht aus der Realität. 70 % der Antworten aus dem Report bestätigen das, bei der Gen Z sind es sogar 80 %.

Electric dreams: Wem vertraust du mehr – Mensch oder AI?

Kein Wunder, dass unsere emotionale Beziehung zur Technologie Schwierigkeiten hat, Schritt zu halten. Denn die Entwicklungen sind so rasant, dass kaum jemand alles so schnell verarbeiten kann, bis schon wieder die nächste KI-Neuigkeit veröffentlicht wird. Aber anstatt das und weitere Themen mit anderen Menschen zu besprechen, wird auch dafür AI genutzt. Es gibt einen (besorgniserregenden) Anstieg KI-gestützter Beziehungen, laut Report. 53 % der Studie gaben an, dass sie AI-gestützte Chats fürs Privatleben nutzen. Weltweit bei der Gen Z sind es sogar bis hin zu 70 %.

Trad lives: Der Wunsch nach Natur steigt

Hauptsache raus der City! 75 % der Befragten aus dem Report möchten mehr Zeit in der Natur verbringen. Es geht aber nicht nur darum, Zeit dort zu genießen, sondern sich mit der Natur zu verbinden. Traditionelle Rituale und Spiritualität können dabei ebenso eine Rolle spielen -sowie die Nutzung lokaler Angebote. Stichwort: Hyper-Lokalismus.

Alone together: Mehr analoge Communitys

Im Gegenzug zu den electric dreams stehen hier Hobbys, Treffpunkte und gemeinschaftliche Aktivitäten vor Ort im Fokus. Alte Spiele erleben teils ein Comeback. Es wird wieder gerne auf alt bewährtes zurückgegriffen. Das ist auf die Einsamkeit vieler zurückzuführen: 63 % von weltweiten Konsument:innen stimmten darüber ein, dass sie viel Zeit alleine verbringen.

Analog futures: Werden die jungen Menschen nostalgisch?

Jüngere Generationen wollen vermehrt wieder eine eher analoge Existenz annehmen – oder zumindest eine analoge Ästhetik, sagt der Report. Ob jetzt das Interesse an Polaroid-Kameras oder Walkmans steigt, bleibt abzuwarten. Aber zumindest wird verraten, dass »anti-algorithm strategies« bei manchen Anklang finden würden. 50 % gaben an, dass sie versuchen, die Online-Zeit zu reduzieren. 40 % stimmten zu, dass sie sich so oft wie möglich aus dem Digitalen ausloggen.

Zum Trendreport

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UX/UI & Webdesign

Agenturporträt: studiokwi › PAGE online


PAGE gefällt …: studiokwi aus Berlin, das auf diskrimierungssensibles Design spezialisiert ist, in leuchtenden Farben von Müttern in der Wissenschaft erzählt, das Musik in Typografie und Engagement in markante Logos übersetzt – und zeigt, wie aufregend barrierefreie Gestaltung sein kann.

Agenturporträt: studiokwi › PAGE onlineBild: KATHRIN WINDHORST / KWIKWI.ORG

Name studiokwi

Location Berlin und über die Stadtgrenzen hinaus (remote)

Web studiokwi.de

Schwerpunkte studiokwi arbeitet im Bereich diskriminierungssensibles Design und verfolgt eine intersektional-feministische Gestaltungspraxis. Der Fokus liegt auf Projekten aus Kultur, Kunst und dem sozialen Bereich. Zu den Leistungen zählen Corporate Design, Printmedien, Webdesign sowie digitale Kommunikationsformate.
Alle Projekte entstehen mit Blick auf Barrierefreiheit, gendersensible Sprache, vielfältige Bildwelten und möglichst nachhaltige Designentscheidungen. Gestaltung soll sichtbar machen, Teilhabe ermöglichen und Perspektiven zeigen, die oft übersehen werden. Dabei verstehe ich Design nicht als neutrale Dienstleistung, sondern als politische Praxis: zur Auseinandersetzung mit Machtverhältnissen, zur Sichtbarmachung marginalisierter Perspektiven und zur Erweiterung von Zugänglichkeit.

Start Gegründet wurde studiokwi 2016 von Kadi (Kathrin Windhorst). Ausgangspunkt war unter anderem der Wunsch nach einer gerechteren Gestaltungs- und Arbeitspraxis.

Strukturen Formal ist studiokwi ein Einzelunternehmen, Projekte werden jedoch möglichst in Co-Creation mit anderen Gestalter:innen und Expert:innen aus einem vielfältigen Netzwerk realisiert. Dabei hinterfragen wir gemeinsam klassische Agenturstrukturen und bestehende Machtverhältnisse und suchen nach solidarischen, zeitgemäßen Formen der Zusammenarbeit. Berufliches Banden bilden sozusagen.
Bei der Zusammenstellung des Teams ist mir wichtig, vielfältige Sichtweisen und Expertisen einzubeziehen. Dabei verstehe ich Expertise nicht nur als Wissen, das durch formale Bildung erworben wurde, sondern auch als Erfahrungswerte. Alle Beteiligten sind eingeladen, Ideen einzubringen, kritisch mitzudenken und den Prozess aktiv mitzugestalten. So entstehen nicht nur gute Ergebnisse, sondern auch neue Arten der Zusammenarbeit: kollaborativ, reflektiert und machtkritisch.
Besonders wichtig ist mir eine entspannte und wertschätzende Arbeitsatmosphäre, die unterschiedliche Lebensrealitäten und Marginalisierungserfahrungen mitdenkt und sich bestenfalls an den Bedürfnissen aller Beteiligten orientiert.

Inspiration
 Sie entsteht für mich dort, wo unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen und (gestalterische) Normen infrage gestellt werden. Intersektionale Diskurse geben mir dabei wichtige Impulse, vor allem durch den Austausch mit Menschen aus meinen Netzwerken und politischen Bewegungen.
Ich verfolge super gern die Arbeiten von Kolleg:innen und trage diese Impulse weiter. Auch Kunst spielt eine wichtige Rolle, allerdings weniger theoretisch als praktisch: Formen, Strukturen und Farbkompositionen entwickeln sich bei mir oft im Malprozess. Viele Ideen entstehen außerdem beim Joggen in der Natur – in Momenten, in denen alles Laute kurz still wird.

Ideensuche Projekte beginnen oft mit kleinen Workshops, in denen Kund:innen ihre Wünsche, Bedarfe und Ziele formulieren können. Darauf folgt die Recherchephase.
Sobald erste Gedanken oder Skizzen entstehen, arbeite ich mit Boards in Illustrator oder Figma. Zu Beginn sind das oft große, eher chaotische Sammlungen aus Farben, Formen, Skizzen und gefundenem Material. Nach und nach werden einzelne Aspekte rausgepickt, geordnet und daraus dann erste Entwürfen entwickelt.
Bei größeren Projekten oder in Teams kommen, je nach Zusammensetzung, zusätzliche Tools zum Einsatz, durch die die kollektive Ideensuche einfacher wird.

Arbeitsweise Die Arbeitsweise richtet sich immer nach dem jeweiligen Projekt und seinem Umfang. Manche Kund:innen wünschen sich eine enge Begleitung, bei der auch kleine Schritte gemeinsam abgestimmt werden. Andere profitieren von weniger Austausch und lassen mehr Raum für kreative Freiheit. Was alle gut funktionierenden Projekte verbindet, ist ein vertrauensvoller Kontakt auf Augenhöhe. Prozesse und Feedbackschleifen werden gemeinsam und transparent geplant und so gestaltet, dass sie für alle Beteiligten nachvollziehbar bleiben. Auf diese Weise entsteht ein offener, fehlerfreundlicher Arbeitsraum.
Reflexion ist generell ein zentraler Bestandteil der Arbeitsweise. Projekte werden immer wieder hinterfragt, weitergedacht und aus unterschiedlichen Standpunkten betrachtet – mit einem intersektionalen Blick. Ziel ist eine empowernde, equitativ gedachte Gestaltung: Ungleiche Voraussetzungen werden anerkannt, und Design wird so eingesetzt, dass Sichtbarkeit und Teilhabe für möglichst alle Menschen ermöglicht werden. Gleichzeitig bemüht sich studiokwi, so barrierefrei wie möglich zu arbeiten und niemanden durch Gestaltung auszuschließen. Dabei entstehen auch Spannungsfelder – z. B. dann, wenn umfassende Barrierefreiheit mit sehr spezifischen Zielgruppen-Anforderungen abgewogen werden muss. Diese Fragen werden offen im Team und mit den Kund:innen besprochen.
Meine ganz persönliche gestalterische Arbeit entsteht aus einer Verbindung von Intuition und Wahrnehmung. Als neurodivergente Person fließt meine Art, die Welt zu sehen, zu fühlen und einzuordnen, unmittelbar in meine Arbeit ein.

Held:innen Von ihnen gibt es viele: Gestalter:innen, Aktivist:innen und Organisationen, die solidarisch arbeiten, Wissen teilen, Haltung zeigen, laut werden und sich für strukturellen Wandel einsetzen – oft jenseits des kommerziellen Mainstreams.

Für wen ich einmal im Leben arbeiten möchte studiokwi arbeitet besonders gern für Projekte und mit Menschen, die queerfeministische Bewegungen stärken, linke Bildungs- und Forschungsarbeit leisten oder Kultur schaffen. Zukünftig sollen noch mehr Projekte in Co-Creation mit Expert:innen aus den jeweiligen Bereichen entstehen.

Kund:innen studiokwi arbeitet vor allem für NGOs, Vereine, Bildungs-, Kultur- und Forschungsinstitutionen sowie soziale Initiativen. Dazu zählen: Amnesty International, afg-berlin, Gewaltschutzvereine und Frauenhäuser, BAG Selbsthilfe, Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Gleichstellungsstellen, Diversity Arts Culture, Gewaltfreies Zuhause Sachsen e.V., Making a Difference, Künstlerhaus Bethanien, Museen, sowie Universitäten, Hochschulen und Gleichstellungsbeauftragte.

Kunstplakat mit surrealistischer, anatomisch inspirierter Grafik in Rot. Der Titel „Turn Illness Into a Weapon“ steht im Zentrum. Unten Veranstaltungsdetails zur Ausstellung im Kunstraum Kreuzberg.
Keyvisual, Ausstellungskatalog, Flyer & Poster, Ausstellungstexte, Wandtapete, Displaykarten, SocialMedia Templates für die Ausstellung Aus der Krankheit eine Waffe machen / Kunstraum Kreuzberg
Person in oranger Kapuzenjacke mit dem Claim „No Excuses“. Darüber liegt ein lilafarbenes, abstraktes Haus-Symbol als Key Visual der Kampagne.
Corporate Identity, Barrierefreies Designsystem, Webdesign und Webentwicklung für Frauen helfen Frauen e.V.
Fettschwarze Typografie auf signalrotem Grund mit aktivistischem Slogan „Reclaim the Room“. Der Buchstabe „O“ ist durch ein Symbol mit Pfeil ersetzt.
Taking Space — Creating Space. Sichtbarkeit & Gleichstellung für professionelle Fotograf:innen, Corporate Design, Logo, Designsystem, Webdesign, Webentwicklung für Female Photoclub e.V.
Person mit pinkem Shirt, auf dem die Zahl „8“ aus zwei überlappenden Kreisen gedruckt ist. Im Hintergrund große, grafische Kreise in Schwarz-Weiß-Kontrast.
Corporate Identity und Designsystem für das Projekt Heimat:Musik des Landesverbands der Musikschulen in NRW Bild: studiokwi



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