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Wir retten euer Weihnachten | c’t 3003


Nur noch drei Wochen bis Weihnachten! Aber kein Problem, c’t 3003 hat ein paar wirklich einigermaßen originelle Geschenke-Tipps.

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(Hinweis: Dieses Transkript ist für Menschen gedacht, die das Video oben nicht schauen können oder wollen. Der Text gibt nicht alle Informationen der Bildspur wieder.)

Guckt mal hier, das bin ich, wie ich jedes Jahr wieder panisch durch die Gegend renne, weil ich mich nicht rechtzeitig um Weihnachtsgeschenke gekümmert habe. Aber das ist Vergangenheit: Jetzt kriege ich nicht nur meine eigenen Geschenke auf die Reihe, sondern ich helfe euch auch noch direkt mit bei der hochgradig komplexen Geschenke-Findungsstrategie. Das 3003-Team und ich haben nämlich wirklich schöne und vor allem sehr ungewöhnliche Sachen zusammengestellt. Ich verspreche euch, das wird nice!

Und Leute, ich habe sogar ein frühes Weihnachtsgeschenk für euch von mir: Nämlich einen Podcast, den es ab sofort jede Woche geben wird. Das Ganze heißt „c’t 4004 – der c’t-3003-Podcast“ und ja, genau der Titel kam genauso zustande, wie ihr euch das jetzt gerade vorstellt. Irgendwie hat jemand aus Spaß gesagt: „Hohoho, nennt das doch 4004, wie bescheuert wäre das denn?“ Ja, und dann haben wir das gemacht. Mal gucken, vielleicht gibt es auch bald Merchandise, zum Beispiel „c’t 5005“, das T-Shirt von c’t 4004, dem c’t-3003-Podcast. Ich finde es lustig und mein Freund Christian Lutz-Weiken findet es auch lustig. Und das ist ja schließlich die Hauptsache, denn mit dem mache ich den Podcast zusammen. Chris ist Software-Entwickler und Künstler und vor allem, wie ich zumindest finde, ein lustiger Mensch. Das ist halt wichtig, weil der Podcast soll euch natürlich Spaß machen beim Hören. Und gleichzeitig soll er auch versuchen, euch mit allen relevanten Tech-Themen der Woche zu versorgen. Also im besten Fall werdet ihr von c’t 4004 unterhalten und informiert – so wie wir das bei 3003 auch schon versuchen.

Ach so, ihr kriegt bei 4004 auch immer vorab mit, an was für Videos wir gerade arbeiten und was hinter den Kulissen so passiert ist. Also ich würde mich freuen, wenn ihr das Ding abonniert und gerne auch direkt bewertet. c’t 4004 gibt es ab sofort bei allen bekannten Audio-Podcast-Abruforten.Der Link ist sonst auch in der Beschreibung. Wenn ihr lieber lest statt hört: Natürlich gibt’s auch nach wie vor wöchentlich unseren Newsletter. Der heißt Hype und der ist auch super. Link ist ebenfalls in der Beschreibung.

Ho ho ho, liebe Hackerinnen und Internet-Surfer. Frohe Weihnachten! Nee, ist ja noch gar nicht Weihnachten, ne?

So, jetzt aber los mit den Weihnachtsgeschenken. Drei Stück haben wir, oder besser gesagt dreieinhalb, vorgestellt von unterschiedlichen Leuten aus der c’t-Redaktion. Übrigens komplett ohne Affiliate-Links oder so – wirklich einfach unsere ungefilterten Ideen. Okay, der dreieinhalbte Vorschlag am Ende, der ist natürlich doch kommerziell. Aber werdet ihr dann sehen, was ich meine.

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Ich fange einfach mal an. Also wir Nerds – ich sage jetzt mal wir, wenn ihr euch nicht angesprochen fühlt, müsst ihr euch nicht davon angesprochen fühlen. Ist völlig okay. Ich bin auf jeden Fall Nerd und Nerds können ja Sachen, die andere Leute vielleicht nicht können oder vielleicht auch Angst davor haben. Zum Beispiel Open-Source-Software konfigurieren, zum Beispiel diese beliebten Emulation-Gaming-Handhelds oder auch einfach alten Rechnern, aus denen man mit Hilfe der Linux-Distribution Batocera eine Retro-Spielkonsole machen kann. Über Batocera hatten wir schon vor langer Zeit ein Video gemacht. Die Infos darin sind aber immer noch aktuell. Ihr könntet also zum Beispiel irgendeinen alten Rechner nehmen, da Batocera draufhauen und den toll vorkonfigurieren und den dann eben als Spielkonsole verschenken. Und wirklich, Batocera läuft auf so gut wie jeder Kartoffel. Da braucht man nicht viel Power. Da müsst ihr nicht viel drüber nachdenken. Wenn ihr irgendeinen alten Rechner habt – sehr, sehr wahrscheinlich, dass Batocera drauf läuft. Und man kann Batocera wirklich komplett anpassen. Also wenn ihr zum Beispiel eine Freundin habt, die der größte, sagen wir mal, Sonic-the-Hedgehog-Fan ist, dann könnt ihr da einfach alle Sonic-Spiele drauf machen, die es gibt. Ich habe versucht zu recherchieren, wie viele das sind. Man weiß es gar nicht so genau. Vielleicht hundert oder so. Ja, und dann könnt ihr da alle Sonic-Spiele, die ihr so findet, draufwerfen – natürlich legal lizenziert, versteht sich von selbst. Und die sind dann auch in Batocera über so ein super schönes Modell abrufbar.

Oder ihr kennt einen Spielearchäologen, der sich nicht so gut mit Computern auskennt, aber sich nur für Spiele, sagen wir mal, zwischen 1979 und 1989 interessiert. Kein Problem, ihr könnt Batocera so vorbereiten. Oder auch ganz toll: eine komplett kinderfreundliche Konsole, wo nur Spiele drauf sind, ohne – was weiß ich – Gewalt oder so. Könnt ihr auch machen. Man kann Batocera extrem konfigurieren und da muss ich sagen, das ist auch ein bisschen inzwischen zu meinem Hobby geworden. Also ich arbeite an meiner persönlichen Batocera-Kollektion, meiner kuratierten Spielesammlung. Seit mehreren Jahren ist die inzwischen auf eine 4-TB-SSD angewachsen und ja, ich spiele da regelmäßig mit rum. Ich liebe es. Vor allem liebe ich auch, dass man so absurde, exotische Sachen darauf laufen lassen kann. Kennt ihr Tiger Game.com oder Watara Supervision? Ja, ich auch nicht, kann ich aber spielen auf meiner Batocera-Installation. Ich finde es supergeil und ich glaube, es gibt wirklich Leute, die das auch total gerne hätten, die es aber nicht konfigurieren können.

Und ihr müsst natürlich auch nicht eure alten Rechner-Kamellen recyceln, sondern ihr könnt auch was Neues kaufen, zum Beispiel diese eingangs schon erwähnten Emulations-Handhelds aus China. Aber ich sage euch, das ist ein Rabbit-Hole und ich sage euch auch: Wenn ihr die bei AliExpress bestellt, dann ist da oft schon eine MicroSD-Karte mit vollinstallierten Spielen drin. Das ist aber auf jeden Fall mindestens legaler Graubereich und vor allem ist es auch in allen Fällen, die ich gesehen habe, total lieblos konfiguriert. Also ich finde es unschön. Ich würde das auf jeden Fall selbst machen und in schön.

So, und welche Hardware nimmt man da am besten? Ich persönlich finde immer noch den Miu Mini von 2021 super, weil ich einfach toll finde, dass er so klein ist und dass er auch so angegraut wie so ein alter Gameboy aussieht. Und es gibt dafür auch eine riesige Community. Die arbeiten zum Beispiel an der tollen Custom-Firmware Onion OS für das Ding und da arbeiten die auch immer noch dran. Das wird immer noch aktualisiert. Aber das Teil kann nur maximal hoch bis zur PlayStation 1. Alles Neuere ist schwierig, da reicht die Leistung nicht. Ich würde deshalb heute wahrscheinlich was Schnelleres kaufen, zum Beispiel die Anbernic RG35XX-Modelle. Einmal würde ich da die Hochkant-Version empfehlen, die heißt Plus. Oder die horizontale Version, die heißt H. Und die gibt es bei AliExpress inklusive für unter 60 Euro, aber ihr müsst auf jeden Fall supergenau aufpassen, dass ihr da die richtige Version bestellt. Es gibt nämlich zum Beispiel auch Varianten ohne WLAN und damit funktionieren dann zum Beispiel die tollen Retro Achievements nicht.

Seid ihr so verwirrt wie ich von dieser Vielzahl von Retro-Handhelds, dann kann ich euch auf jeden Fall die Website retrocatalog.com empfehlen. Da sind die Sachen alle aufgelistet und da lassen die Teile sich supergut miteinander vergleichen. Kann man zum Beispiel auch gucken, ob die unter Linux laufen oder wie inzwischen auch viele neue Geräte unter Android – was übrigens bedeutet, dass neuere Geräte besser emulierbar sind in vielen Fällen unter Android. Ich finde allerdings die User Experience von Android-Handhelds deutlich schlechter als Linux, deswegen würde ich immer noch Linux empfehlen. Aber alles Geschmackssache, da gibt es für jeden Geschmack etwas.

Ich finde auch immer noch, dass das Rundum-sorglos-Emulationshandheld immer noch das Steam Deck ist, was es zur Zeit, also während ich das Video gerade mache, schon ab 335 Euro gibt. Das ist natürlich mehr Geld als für so ein Anbernic-Teil, hat aber auch deutlich mehr Power, deutlich größeres Display.

Ihr könnt natürlich auch ohne so Spielzeug euer Linux-Know-how verschenken, zum Beispiel an Leute, die einen alten Rechner haben, den man nicht, weil Microsoft das so will, auf Windows 11 updaten kann. Ich kenne da einige Leute, die haben so einen Rechner und die benutzen den Rechner vielleicht einmal im Monat oder so, aber es ist natürlich trotzdem keine gute Idee, ein Windows 10 ohne Sicherheitsupdates da laufen zu haben. Und natürlich, die können sich einmal in ihren Windows-Account einloggen und dann bietet Microsoft ja ein weiteres Jahr Sicherheitsupdates. Aber auf längere Sicht ist Linux einfach die bessere Idee. Und meine Erfahrung ist auch, dass Linux Mint bei Leuten, die von Windows kommen und nicht so viel Ahnung von Computern haben, wunderbar funktioniert und dass die oft auch sagen: „Boah, das läuft ja viel schneller als Windows. Krass.“ Also verschenkt das doch. Die Leute, denen ihr das schenkt, freuen sich und der Planet freut sich auch, dass ein Rechner weniger auf dem Müll landet.

So, jetzt aber zu Pascal. Das ist der, der dafür sorgt, dass die c’t-3003-Videos immer so super aussehen – unser Videoredakteur für Visuelles. Und der hat auch einen tollen Geschenketipp. Hier mal jetzt ein ganz verrückter Vorschlag: Wünscht euch doch oder verschenkt eine Mitgliedschaft zu einem Verein. Und ich meine jetzt nicht zwingend einen Sportverein. Wenn man sich mal umschaut, findet man viele Vereine für alle möglichen Nischeninteressen. Es ist wirklich erstaunlich. Angenommen, dein Hobby sind Züge – such einfach „Züge“, „Verein“, vielleicht noch deine Stadt. Und zack, hier oben: Modelleisenbahnclub Hannover. Kleine Side-Note an der Stelle: Als Geburtsort der Hacker-Kultur gilt übrigens der Eisenbahn-Club des MIT in Cambridge.

Dein Interesse ist Brettspiele? Easy, such dir was aus. Du bastelst gern mit Mikrocontrollern rum? Arduino-Verein. Hier findest du direkt mehrere. Und für solche Sachen ist das Make-Magazin auch eine super Anlaufstelle. Ja, das erscheint auch bei Heise und die organisieren die Maker Faire. Einfach hier oben auf Ausstellerverzeichnis und dann habt ihr eine ewige Liste an Gleichgesinnten und Vereinen. Mit denen könntet ihr euch dann auch vorher mal unterhalten, bevor ihr dem Verein beitretet.

Ich bin übrigens auch in einem Verein, nämlich Gaming in Niedersachsen e.V. und die kümmern sich um die Restaurierung von Retro-Spielkonsolen und alten Arcade-Automaten und stellen diese aus und allen zur Verfügung. Da kann es also mal passieren, dass man plötzlich an irgendeinem 80er-Jahre-Pac-Man-Arcade-Automaten rumschraubt und der danach für alle zugänglich im Highscore-Videospielmuseum in Hannover ausgestellt wird und wieder bespielbar ist. Und ist das nicht der einzig wahre Weihnachtsspirit?

Und im selben Spirit habe ich mir noch einen zweiten Vorschlag zum Wünschen oder Verschenken überlegt, nämlich einen kleinen Röhrenfernseher und ein paar physische Medien. Ja, ich weiß, das ist natürlich extrem nostalgiebasiert, aber ey, was wäre die Weihnachtszeit ohne Nostalgie. Und so Röhren werden teilweise auch verschenkt. Den hier habe ich über Kleinanzeigen gesucht, einfach angeschrieben, am nächsten Tag konnte ich es abholen und dann hatte ich ihn schon bei mir. Manchmal muss man aber ein bisschen länger danach suchen und dann auch schnell sein. Weil, wenn ich Instagram glauben kann, werden die Dinger immer beliebter, auch wenn so ein Kitchen TV schon sehr, sehr amerikanisch wirkt. Zu empfehlen sind da übrigens Röhren von Sony, speziell die Trinitron-Reihe, Bang & Olufsen, Grundig und Philips. Da macht man nichts verkehrt und die sind meistens auch noch sehr gut in Schuss.

Dieser DVD-Spieler hier übrigens lag einfach auf der Straße rum. Meine Kollegin Carine hat ihn gefunden und ihn mir dann einfach gerettet. Die DVDs sind alle gebraucht gekauft für so 2 bis 4 Euro das Stück und als Bonus habe ich jetzt endlich wieder einen Fernseher, wo ich meinen Super Nintendo anschließen kann. Also mit dem kleinen Fernseher werde ich zumindest schon mal die schönste, gemütlichste und nostalgischste Zeit zwischen den Jahren haben. Vielleicht ist das ja auch was für euch oder für Leute, die ihr kennt.

Ja, danke Pascal. Finde ich ist eine super Idee. Und jetzt gibt es auch noch was richtig Nerdiges von Jan aus der c’t-Chefredaktion.

Es ist Winter, es wird kalt. Da habe ich vielleicht einen Weihnachtsgeschenktipp für euch. Wenn ihr oder der Beschenkte eine Heizung von Bosch, Junkers, Buderus oder andere Produkte aus dem Bosch-Universum habt – die nutzen nämlich alle einen Energie-Management-Bus namens EMS. Und Bosch hat sich das so vorgestellt, dass man den über eine Cloud-Anwendung auswertet. Man kauft sich also einen teuren Cloud-Adapter, der funkt ins Internet und dann kann man seine Daten über eine App zurückbekommen. Wer da keine Lust zu hat, der nimmt einen Open-Source-Adapter. Und da habe ich ja einen mit. Das Open-Source-Projekt heißt EMS-ESP und steuert und wertet die Heizung ganz ohne Cloud lokal aus. Wer sagt, er möchte gerne selber basteln oder einem Bastelfreudigen eine Freude machen, da gibt es einen kleinen Adapter von einem niederländischen kleinen Serienfertiger für 35 Euro, kombiniert mit einem ESP32, den man so ab 5 Euro dazu bekommt, kann man sich ein eigenes Gateway für die Bosch-Heizung basteln.

Wer lieber ein fertiges Produkt verschenken möchte, der guckt sich dieses Produkt an: Das ist ein EMS-Gateway, auch von diesem niederländischen kleinen Serienfertiger. Kostet mit allen Anschlüssen 120 Euro, hat hinten auch einen LAN-Anschluss, also LAN oder WLAN, und damit kann ich meine Heizung lokal auswerten. Die Installation ist denkbar einfach – einfach nur anschließen, mit dem WLAN verbinden, ein Adapterkabel an die Heizung anbauen. Dafür muss man einmal die Kiste aufschrauben und dann geht’s los mit dem Auswerten. Und in der Software, die eben quelloffen ist, kann ich auf der einen Seite meine Heizung auslesen, Messwerte protokollieren, Messwerte einsehen. Ich kann die Heizung aber auch fernsteuern, also zum Beispiel die Vorlauftemperatur ändern, das Warmwasser ein- oder ausschalten. Und wenn ich dann noch richtig Lust habe, baue ich mir Zeitsteuerung: Morgens geht das Warmwasser an, nachmittags geht’s dann aus oder ich integriere das in eine Automation wie zum Beispiel Home Assistant oder ioBroker. Mein Tipp: EMS-ESP, Open-Source-Bastelei für Bosch-, Buderus- und Junkers-Heizungen.

Ja, danke Jan. Ach so, ein letztes Geschenk habe ich noch – habe ich ja gesagt, das dreieinhalbte Geschenk. Das ist die c’t, unser Mutterschiff. Mit dem c’t Mini-Abo bekommt ihr sechs digitale Ausgaben aufs Smartphone, Tablet oder Steam Deck oder wo auch immer ihr das lesen wollt und das Ganze mit 50% Rabatt. Das Angebot findet ihr unter ct.de/3003 und es ist natürlich auch jederzeit kündbar.

So, ich hoffe, euch haben die Vorschläge auch so gut gefallen wie mir. Wenn ja, gerne in die Kommentare, wenn nein auch und bitte c’t 4004 abonnieren. Auch wenn ihr es nicht hört, einfach abonnieren, das reicht mir schon. Also wenn ihr mir auch ein Weihnachtsgeschenk schenken wollt. Tschüss.

c’t 3003 ist der YouTube-Channel von c’t. Die Videos auf c’t 3003 sind eigenständige Inhalte und unabhängig von den Artikeln im c’t Magazin. Die Redakteure Jan-Keno Janssen, Lukas Rumpler, Sahin Erengil und Pascal Schewe veröffentlichen jede Woche ein Video.


(jkj)



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Schnelle Evolution: Neue Spezies erscheinen 2000 Jahre nach Chicxulub-Einschlag


Vor etwa 66 Millionen Jahren schlug ein Asteroid auf der Erde ein und löschte fast alles Leben aus, allen voran die Dinosaurier, die damals beherrschende Spezies. Danach hat sich das Leben wieder entwickelt – und zwar in atemberaubendem Tempo, wie Wissenschaftler herausgefunden haben.

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Der Asteroid hatte einen Durchmesser von 10 bis 15 Kilometern. Er schlug auf der heutigen Halbinsel Yucatan in Mexiko ein – damals war dort Wasser – und hinterließ einen der größten Einschlagkrater auf der Erde, mit einem Durchmesser von 180 Kilometern und einer Tiefe von 30 Kilometern. Dabei wurden immense Mengen Erdreich in die Luft geschleudert, wodurch sich das Klima extrem veränderte. Innerhalb kürzester Zeit starben 75 Prozent aller Arten aus. Es war das größte Massensterben der Erdgeschichte.

Dass sich das Leben wieder entwickelt hat, sehen wir heute. Der Neuanfang vollzog sich dabei in erdgeschichtlich sehr kurzer Zeit: Bereits nach weniger als 2000 Jahren seien neue Planktonarten aufgetaucht, berichtet ein Team des Instituts für Geophysik der University of Texas in der Fachzeitschrift Geology über seine Forschungen am Chicxulub-Krater in Mexiko. „Das ist unglaublich schnell“, sagte Chris Lowery. Normalerweise entwickeln sich neue Spezies über einen Zeitraum von etwa einer Million Jahre.

Lowerys Team hat jedoch schon früher an dem Einschlagskrater geforscht und herausgefunden, dass sich das Leben rasch nach der Katastrophe wieder erholte. Dennoch ging die Forschung davon aus, dass es mehrere Zehntausend Jahre dauerte, bis neue Arten auftauchten.

Als Indikator dafür gelten Sedimentansammlungen, also Lockermaterialien, die teilweise organischen Ursprungs sind. Die Annahme war, dass sich Sedimente nach dem Einschlag im gleichen Maß ansammelten wie vorher. Darauf basierten die Altersbestimmungen kleiner Fossilien in der Schicht, die als Kreide-Paläogen-Grenze (K/Pg-Grenze) bezeichnet wird.

Lowerys Team geht davon aus, dass Massensterben an Land und im Meer die Sedimentationsrate an der K/Pg-Grenze änderte. Es nutzte für die Datierung Helium-3 als Marker. Das Helium-Isotop lagert sich mit einer konstanten Geschwindigkeit im Sediment auf dem Meeresgrund ab. Lagert sich das Sediment langsam ab, ist darin viel Helium-3 enthalten. Lagert es sich hingegen schnell ab, ist der Helium-3-Gehalt entsprechend geringer.

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Das Team bestimmte anhand des Helium-3-Gehalts die Sedimentationsraten an sechs Fundorten der K/Pg-Grenze in Europa, Nordafrika und im Golf von Mexiko. Diese Daten nutzte es dann, um das Alter von Sedimenten zu bestimmen, in denen Parvularugoglobigerina eugubina auftritt. Das Vorkommen dieser Planktonart gilt als Hinweis auf eine Erholung nach dem Massensterben.

Parvularugoglobigerina eugubina tauchte im Zeitraum 3500 und 11000 Jahren nach dem Chicxulub-Einschlag auf – der genaue Zeitpunkt ist nach Standort unterschiedlich. Allerdings fanden die Forscher auch einige Planktonarten, die weniger als 2.000 Jahre nach dem Chicxulub-Einschlag auftraten und eine Erholung der Artenvielfalt einleiteten, die sich über 10 Millionen Jahre fortsetzte.

„Die Geschwindigkeit der Erholung zeigt, wie widerstandsfähig die Natur ist. Dass sich nach erdgeschichtlichem Maßstab in einem Herzschlag komplexes Leben wiederherstellt, ist wirklich erstaunlich“, sagte Timothy Bralower, einer der Autoren der Studie. „Angesichts der Bedrohung durch die anthropogene Zerstörung von Lebensräumen ist dies möglicherweise auch beruhigend für die Widerstandsfähigkeit moderner Arten.“


(wpl)



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OnePlus dementiert Gerüchte über das Aus des Unternehmens


Beim Smartphone-Hersteller OnePlus scheint es drunter und drüber zu gehen. Das Unternehmen dementiert zwar einen Bericht über das Ende der Marke, jedoch scheint die Konzernmutter Oppo Umstrukturierungen vorzunehmen, die auch OnePlus betreffen. Konkrete Fragen dazu beantwortet OnePlus bisher nicht.

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OnePlus ist ein Unternehmen der chinesischen BBK-Gruppe, das im Jahr 2021 von der BBK-Marke Oppo übernommen wurde. Laut einem Bericht des Magazins Android Headlines plant Oppo jetzt, die Marke OnePlus abzuwickeln. OnePlus kämpfe seit Jahren um Marktanteile und auch eine Ende 2022 angekündigte Finanzspritze von Oppo in Höhe von 1,4 Milliarden US-Dollar (knapp 1,2 Milliarden Euro) habe nicht zu erhofften Verbesserungen geführt.

Nach enttäuschenden Ergebnissen in Indien und China versuche die Muttergesellschaft nun offenbar, die Verluste zu begrenzen, heißt es weiter. Marktzahlen von Omdia zufolge verlor OnePlus zwischen 2023 und 2024 mehr als 20 Prozent an Absatz, während Oppo selbst zulegen konnte. Ferner kursieren Gerüchte über die Einstellung des OnePlus 15s und des Foldables OnePlus Open 2 – angeblich Anzeichen dafür, dass OnePlus den Smartphone-Markt aufgeben könnte.

Eine erste Reaktion seitens OnePlus kam aus Indien, einem der wichtigsten Märkte der Marke: Robin Liu, CEO von OnePlus in Indien, wies die „Fehlinformationen“ in einem Beitrag auf X entschieden zurück und sagte, dass das Unternehmen nicht geschlossen werde. Zudem forderte er in seinem Beitrag „alle Beteiligten dringend auf, Informationen anhand offizieller Quellen zu überprüfen, bevor sie unbegründete Behauptungen weitergeben“.

Auch OnePlus Nordamerika veröffentlichte eine Stellungnahme, die einen weniger überzeugenden Tonfall hat: „OnePlus North America setzt seinen Betrieb fort und garantiert seinen Nutzern weiterhin umfassenden Kundendienst, Software-Updates und die Einhaltung ihrer Rechte.“

Eine ähnlich klingende Stellungnahme wurde uns auf Nachfrage von der europäischen Dependance des Unternehmens zugeschickt: „Die bestehenden Geschäftsaktivitäten von OnePlus Europa laufen weiterhin wie gewohnt weiter. Der Kundendienst, Software-Updates und Rechteverpflichtungen aller Nutzer sind vollständig gewährleistet.“

Auf eine weitere Nachfrage, ob man von OnePlus in Europa neue Produkte erwarten könnte, erhielten wir keine Antwort. Stattdessen betonte OnePlus abermals, dass „alle vorhandenen Geräte weiterhin Software-Updates und Kundendienstleistungen erhalten“ werden. „Derzeit können wir nur die oben genannte Erklärung abgeben.“

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Gerade der letzte Satz deutet an, dass OnePlus derzeit dabei sein könnte, sich umzustrukturieren, aber noch nicht bereit ist, es zu kommunizieren. Allerdings scheint es im Hinblick auf die Stellungnahme des Indienchefs nicht zu einem kompletten Aus der Marke zu kommen. Jedoch wäre es möglich, dass OnePlus seine Aktivitäten in einigen Regionen reduzieren oder einstellen könnte.

Dass Oppo beziehungsweise BBK seine Smartphonesparten neu aufstellt, zeigte sich schon Anfang des Jahres: Die eigenständige Smartphone-Marke Realme, die unter anderem in Indien, Südostasien und Europa aktiv ist, ist zu einer Untermarke von Oppo geworden. Wie Reuters berichtet, sollen die Ressourcen der beiden Unternehmen gebündelt werden, um Kosten zu senken.

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Ein weiterer Hinweis auf Änderungen der Markenausrichtungen zeigte sich bei der Vorstellung der Topsmartphones von Oppo und OnePlus: Auf dem High-End-Gerät Oppo Find X9 Pro prangte plötzlich ein Hasselblad-Logo, während dieses auf dem OnePlus 15 fehlte. Dabei hatte OnePlus mit dem OnePlus 9 und 9 Pro den schwedischen Kameraspezialisten erst in den Smartphonemarkt geholt. Zudem gelten die Kameras des aktuellen OnePlus-Topmodells als weniger gut als beim Oppo-Flaggschiff.

Bis Klarheit über die Zukunft von OnePlus herrscht, dürfte noch eine Weile vergehen. Die besten Zeiten könnte der Hersteller zumindest in Europa hinter sich haben. Schon seit der Rückkehr auf den hiesigen Markt nach einer mehrjährigen Zwangspause wegen Patentstreitigkeiten mit Nokia ist OnePlus nicht wieder mit voller Kraft nach Deutschland zurückgekehrt.


(afl)



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OpenAI und Gates Foundation: KI für den afrikanischen Gesundheitssektor


Die Gates Foundation und OpenAI gehen eine Partnerschaft ein, um den Zugang zu medizinischer Versorgung in afrikanischen Ländern mittels KI zu verbessern. Das geht aus Blogbeiträgen auf der Website von Bill Gates und OpenAI hervor. Im Rahmen des Projekts Horizon 1000 sollen gemeinsam 50 Millionen US-Dollar an Finanzmitteln, Technologie und technischem Support bereitgestellt werden.

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KI könne insbesondere in ärmeren Ländern eine entscheidende Rolle dabei spielen, den Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Versorgung zu gewährleisten, erklärte Microsoft-Co-Gründer und Vorsitzender der Stiftung Bill Gates in einem Blogbeitrag zum Start der Initiative. Ziel von Horizon 1000 sei deshalb die Unterstützung mehrerer afrikanischer Länder bei der Integration von Künstlicher Intelligenz in die Systeme des Gesundheitssektors.

Gates zufolge soll der Einsatz von KI vor allem die gravierenden Mängel an medizinischem Fachpersonal in afrikanischen Ländern abfedern, aber auch die Gesundheitsinfrastruktur insgesamt verbessern. Allein im Bereich südlich der Sahara mangelt es an rund 5,6 Millionen Beschäftigten im Gesundheitswesen. Das schreibt der US-Konzern OpenAI zum Start von Horizon 1000 auf seiner Website. In der Praxis sollen KI-Anwendungen vor allem helfen, den Verwaltungsaufwand zu reduzieren und dem medizinischen Personal mehr Zeit für die Patientenversorgung zu ermöglichen.

Laut Gates wird Ruanda als erstes Land Unterstützung im Rahmen von Horizon 1000 erhalten. In Ruanda komme derzeit nur eine medizinische Fachkraft auf 1000 Einwohner, was weit unter der Empfehlung von etwa vier Fachkräften liege, schreibt der Vorsitzende der Gates Foundation auf seinem Blog. Der ruandische Gesundheitsminister Dr. Sabin Nsanzimana habe deshalb ein KI-gestütztes Gesundheitszentrum für die Hauptstadt Kigali angekündigt, mittels dessen die begrenzten Ressourcen so effizient wie möglich verteilt werden sollen.

Derartige Projekte sollen im Rahmen von Horizon 1000 zukünftig unterstützt werden. Konkret geht es Gates zufolge vor allem um die Einführung von KI-Systemen in medizinische Einrichtungen wie Krankenhäusern und Arztpraxen, aber auch in Gemeinden und Privathaushalten. KI-Tools sollen medizinisches Personal jedoch nur unterstützen und nicht ersetzen, betonte der US-Multimilliardär.

Dennoch habe KI das Potenzial, das internationale Gesundheitswesen nach den massiven Kürzungen der internationalen Entwicklungshilfe im vergangenen Jahr wieder auf Kurs zu bringen. Das erklärte Gates der Nachrichtenagentur Reuters am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. „Mithilfe von Innovationen und KI können wir wieder auf den richtigen Weg kommen“, sagte er am Mittwoch in Davos. Die Technologie werde das Gesundheitswesen revolutionieren und sei insbesondere für die von den Kürzungen betroffenen Länder wertvoll.

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Große KI-Konzerne drängen vermehrt in den Gesundheitssektor vor. Nachdem OpenAI mit ChatGPT Health bereits einen KI-Gesundheitsassistenten eingeführt hatte, zog auch das US-Unternehmen Anthropic nach und veröffentlichte mit Claude for Healthcare einen eigenen KI-gestützten Gesundheitsassistenten.

Für die KI-Branche verspricht der Gesundheitssektor, lukrativ zu sein. Kritiker warnen allerdings vor möglichen Folgen des Einsatzes von KI im Gesundheitswesen. Systeme wie ChatGPT seien nicht als Medizinprodukte zugelassen und dürften daher nicht zur Behandlungsunterstützung eingesetzt werden, erklärte Jürgen Schröder, Leiter des Bereichs Vertragsarztrecht bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

Außerdem verweisen Experten wie Manuel Hofmann von der Deutschen Aidshilfe auf die Diskrepanz zwischen Zukunftsfantasien und den herrschenden Realitäten von Gesundheitssystemen. Dass administrative Aufgaben wegfallen und mehr Zeit für die persönliche Betreuung bleibe, sei in Gesundheitssystemen, die auf veraltete Technik wie Faxgeräte angewiesen seien, eine Illusion. Am Beispiel der Krankheit HIV und angesichts des Rückzugs der USA aus internationalen HIV-Programmen zeige sich vor allem, woran es wirklich mangelt. Menschen würden an einer gut behandelbaren Krankheit sterben, weil ihnen die Medikamente fehlen, betonte Hofmann.


(rah)



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