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Neue Filme und Serien bei Netflix, Disney+ und Amazon Prime im Dezember 2025


Der Streaming-Monat Dezember hat allerlei neue Filme und Serien bei den großen Streamingdiensten im Gepäck. Zu den Highlights in diesem Monat zählt unter anderem die tragische Komödie „Jay Kelly“ mit George Clooney und Adam Sandler. Außerdem startet bei Amazon die 2. Staffel der Videospiel-Adaption „Fallout“.

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Die Tragikomödie „Jay Kelly“ erzählt die Geschichte des namensgebenden, erfolgreichen Schauspielers, der von George Clooney verkörpert wird. Jay findet sich in einer emotionalen Lebenskrise wieder, als er innerhalb kurzer Zeit seine Schauspielkarriere infrage stellt, vom Tod eines alten Freundes erfährt und sich gleichzeitig mit dem schwierigen Verhältnis zu seinen Töchtern auseinandersetzen muss. Während seine älteste Tochter Jessica (Riley Keough) schon seit Jahren nichts mehr mit ihm zu tun haben will, begibt sich nun seine jüngere Tochter Daisy (Grace Edwards) auf eine Reise nach Italien, bevor sie aufs College geht.

Dies nimmt Jay als Abnabelungsprozess wahr, was ihn dazu veranlasst, unter dem Vorwand, ein Filmfestival zu besuchen, ebenfalls nach Europa zu reisen. Dabei begleitet ihn sein Freund und Manager Ron Sukenick (Adam Sandler), mit dem er nicht nur skurril-witzige Situationen durchlebt, sondern auch sein bisheriges Leben reflektiert und feststellt, dass er bedeutende Momente mit seinen Liebsten verpasst hat. Erste Trailer verraten, dass „Jay Kelly“ eine vielversprechende Mischung aus Situationskomik und Melancholie ist, die ab dem 05. Dezember 2025 bei Netflix läuft.

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Trailer zu „Jay Kelly“

Am 17. Dezember 2025 kehrt die postapokalyptische Videospiel-Adaption „Fallout“ bei Amazon Prime Video mit der 2. Staffel zurück. Ein kleiner Wermutstropfen an der Sache ist, dass die acht neuen Folgen im wöchentlichen Rhythmus und nicht auf einmal erscheinen. Das erhöht zwar Spannung und Vorfreude, ist aber für passionierte Binge-Watcher eher nervig. Im Mittelpunkt der zweiten Staffel steht weiterhin die Vault-Bewohnerin Lucy (Ella Purnell), die das triste Ödland zwischen Mutanten und zwielichtigen Fraktionen nach ihrem Vater Hank (Kyle MacLachlan) durchsucht.

Bei ihrer Suche trifft sie unter anderem auf Maximus (Aaron Moten), einen Anwärter der „Stählernen Bruderschaft“ sowie den Kopfgeldjäger und ehemaligen Schauspieler Cooper Howard (Walton Goggins), der auch als „Der Ghul“ bekannt ist. Cooper begleitet Lucy in der 2. Staffel schließlich in die Stadt New Vegas, die den meisten Fans der Fallout-Spielereihe bekannt vorkommen dürfte. Dort hofft Lucy, endlich ihren Vater zu finden, um ihn mit seiner möglichen Beteiligung an der Apokalypse und anderen kriminellen Machenschaften zu konfrontieren.

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Trailer zu „Fallout“, Staffel 2

Die Dramödie „Die Rosenschlacht“ ist eine moderne Neuinterpretation des Kultfilms „Der Rosenkrieg“ aus dem Jahr 1989. Beide Filme basieren auf dem gleichnamigen Roman von Warren Adler. „Die Rosenschlacht“ handelt von Ivy (Olivia Colman) und Theo Rose (Benedict Cumberbatch), die eine scheinbar perfekte Ehe mit dazu passenden, guten Jobs und tollen Kindern führen.

Als Theo sich jedoch nach einem plötzlichen Karriereknick in der Rolle des Hausmanns wiederfindet und Ivy zeitgleich große berufliche Erfolge feiert, bekommt die Fassade des Vorzeigepaares angesichts der neuen Situation schnell erhebliche Risse. Die einstige traute Zweisamkeit verwandelt sich schnell in einen handfesten Konflikt zwischen verletzten Gefühlen, skrupellosen Anwälten und gefährlichen Machtspielchen. „Die Rosenschlacht“ ist ab dem 03. Dezember 2025 bei Disney+ zu sehen.

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Trailer zu „Die Rosenschlacht“

Die folgende Tabelle zeigt alle neuen Filme und Serien, die im Dezember bei Netflix, Disney+ und Amazon Prime Video erscheinen und im Abopreis inbegriffen sind. Titel, die bei Amazon ausschließlich zum Einzelkauf oder zum Leihen verfügbar werden, sind nicht angegeben.

Disney+ Release
Filme
Zurück in die Zukunft I-III 01.12.
Shrek 1-3 01.12.
Die Rosenschlacht 03.12.
9-1-1: Nashville 03.12.
Gregs Tagebuch 3: Jetzt reicht’s! 05.12.
Mickys tägliche Weihnacht 05.12.
Ostfrieslandkrimis 10.12.
Micky & Minnies Lieder: Weihnachten 17.12.
Atze Schröder live „Schmerzfrei“ 17.12.
Charlotte Link – Ohne Schuld 17.12.
Zwei Supertypen in Miami – Der Herr der Sonne 17.12.
Zwei Supertypen in Miami – Der Schatten des Ninja 17.12.
Zwei Supertypen in Miami – Die Rache des Gonzales 17.12.
Made in Korea 24.12.
The Lowdown 26.12.
Serien
Are you sure?!: Staffel 2 03.12.
Der Name der Rose: Staffel 1 03.12.
Micky und Minnies Weihnachtslieder: Staffel 1 03.12.
Miraculous – Geschichten von Ladybug und Cat Noir: Staffel 6 03.12.
Triff Iron Man und seine fantastischen Freunde: Staffel 1 03.12.
Die Abenteuer der jungen Jedi: Staffel 3 08.12.
SOKO Stuttgart: Staffel 15+16 10.12.
SOKO Köln: Staffel 19+21 10.12.
Mordsschwestern – Verbrechen ist Familiensache: Staffel 3 10.12.
Percy Jackson – Die Serie: Staffel 2 10.12.
Criminal Minds: Evolution: Staffel 18 10.12.
The End of an Era: Staffel 1 12.12.
Tracker: Staffel 3 17.12.
Ein Schritt zum Abgrund: Staffel 1 17.12.
Die Notärztin: Staffel 1 17.12.
WaPo Berlin: Staffel 1-3 17.12.
WaPo Bodensee: Staffel 1-5 17.12.
WaPo Duisburg: Staffel 1+2 17.12.
WaPo Elbe: Staffel 1+2 17.12.
Watzmann ermittelt: Staffel 2-4 17.12.
Spidey und seine Super-Freunde: Staffel 4 23.12.
Bare für Rares: Staffel 1 24.12.
Schmugglern auf der Spur: Staffel 8 31.12.
Law & Order: Special Victims Unit: Staffel 14-17 31.12.
Little Angel: Staffel 8 31.12.
Amazon Release
Filme
Antboy: Die Rache der Red Fury 01.12.
Antboy: Superhelden Hoch 3 01.12.
Antboy: Der Biss der Ameise 01.12.
The Merchants of Joy 01.12.
Mann unter Feuer (2004) 01.12.
Arctic Convoy – Todesfalle Eismeer 01.12.
Lucy ist jetzt Gangster 02.12.
Aloha Aloha – Die Chance auf Glück 02.12.
Oh.What.Fun. 03.12.
Plötzlich Star 04.12.
Bride Wars – Beste Freundinnen 05.12.
Checker Toby und die Reise zu den fliegenden Flüssen 05.12.
Mr. & Mrs. Smith – Director’s Cut 07.12.
Die Jury 08.12.
Beautiful Wedding 09.12.
Parthenope 10.12.
Spider-Man: A New Universe 10.12.
Merv 10.12.
Fight Club 11.12.
Tell Me Softly 12.12.
What’s Your Number? Der perfekte Ex 13.12.
Der Wolf und der Löwe 15.12.
Der Herr der Ringe: Die Gefährten 15.12.
Der Herr der Ringe: Die zwei Türme 15.12.
Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs 15.12.
Six Days – 6 Tage Zeit 15.12.
Mortal Kombat (2021) 15.12.
Elektra 15.12.
Krieg Der Götter | 3D 16.12.
Miraculous: Ladybug & Cat Noir – Der Film 18.12.
Der Medicus 18.12.
Cleaner 21.12.
The Strangers: Chapter 1 22.12.
Wonka 22.12.
Quiet Life 24.12.
Alles Fifty Fifty 27.12.
Serien
Hubert ohne Staller: Staffel 12 05.12.
Uns bleibt immer morgen: Staffel 1 06.12.
SpongeBob Schwammkopf: Staffel 9 09.12.
Fallout: Staffel 2 17.12.
Human Specimens: Staffel 1 18.12.
Masha And The Bear: Staffel 1-7 22.12.
Miss Sophie – Same Procedure As Every Year: Staffel 1 22.12.
Netflix Release
Filme
Matt Rife: Unwrapped – A Christmas Crowd Work Special 02.12.
My Secret Santa 03.12.
Lali: La que le gana al tiempo 04.12.
I Wish You Had Told Me 04.12.
Jay Kelly 05.12.
Love and Wine 05.12.
Als mein Vater Weihnachten rettete 2 05.12.
The New Yorker: Die ikonische Zeitschrift wird 100 05.12.
Jay Kelly – Das Making-of 05.12.
Embrace – Du bist schön 08.12.
Frohe Schenknacht mit Elmo und Mark Rober 08.12.
Masaka Kids – ein innerer Rhythmus 09.12.
Simon Cowell: The Next Act 10.12.
Lost in the Spotlight 11.12.
The Fakenapping 11.12.
Wake Up Dead Man: A Knives Out Mystery 12.12.
Robby Hoffman: Wake Up 14.12.
Mord in Monaco 17.12.
10DANCE 18.12.
The Great Flood 19.12.
Die Stunde der Mutigen 19.12.
Breakdown: 1975 19.12.
28 Years Later 19.12.
A Quiet Place: Tag Eins 19.12.
Elway – Vom Underdog zum Super Bowl Champion 22.12.
Wonka 22.12.
Goodbye June 24.12.
Tom Segura: Teacher 24.12.
Blacklight 25.12.
Cover-Up 26.12.
Ricky Gervais: Mortality 30.12.
Serien
Love is Blind: Italy 01.12.
With Love, Meghan: Holiday Celebration 03.12.
The Abandons 04.12.
The Believers: Staffel 2 04.12.
The Price of Confession 05.12.
Owning Manhattan: Staffel 2 05.12.
Sicily Express 05.12.
Pro Bono 06.12.
Pax Massilia: Staffel 2 09.12.
Badly in Love 09.12.
Record of Ragnarok: Staffel 3 10.12.
Das Unglück: Staffel 2 10.12.
Had I Not Seen the Sun: Teil 2 11.12.
Man Vs Baby 11.12.
Kasaba: Die Kleinstadt 11.12.
Tomb Raider: The Legend of Lara Croft: Staffel 2 11.12.
Stadt der Schatten 12.12.
Weihnachten zu Hause: Staffel 3 12.12.
Die tierischen Fälle von Kit und Sam: Kapitel 6 15.12.
Culinary Class Wars: Staffel 2 16.12.
What’s In The Box 17.12.
The Manny: Season 3 17.12.
Emily in Paris: Staffel 5 18.12.
King of Collectibles: The Goldin Touch: Staffel 3 23.12.
Cashero 26.12.
Stranger Things 5: Ausgabe 2 26.12.
Members Only: Palm Beach 29.12.

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(sem)



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Die vergessenen App Stores: Ein Nachruf auf große Erwartungen


Erinnert sich noch jemand an die alternativen App Stores? Richtig, da war doch was! Sie waren nach der Darstellung des iPhone-Herstellers der drohende Untergang des Apple-Landes und ein Quell unentwegter öffentlicher Streitereien zwischen dem iPhone-Hersteller und der EU-Kommission. Der Stein des Anstoßes: Die EU hat Apple per Digital Markets Act (DMA) dazu verpflichtet, in seiner virtuellen Marktstraße neben dem eigenen App-Kaufhaus auch anderen Geschäftsleuten die Eröffnung eines Ladenlokals zu ermöglichen.

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Ein Kommentar von Malte Kirchner

Ein Kommentar von Malte Kirchner

Malte Kirchner ist seit 2022 Redakteur bei heise online. Neben der Technik selbst beschäftigt ihn die Frage, wie diese die Gesellschaft verändert. Sein besonderes Augenmerk gilt Neuigkeiten aus dem Hause Apple. Daneben befasst er sich mit Entwicklung und Podcasten.

Die Meldung, dass Setapp seinen App-Marktplatz bereits schließt, dürfte das Thema bei vielen überhaupt erst wieder ins Bewusstsein gerückt haben. Und auch wenn dies nur ein Anbieter von insgesamt vier bis fünf bekannten Stores ist, so ist es doch recht bezeichnend, dass der erste Laden schon wieder schließt, bevor es überhaupt irgendeine Art von Blütephase gegeben hat.

Die Gelehrten streiten bereits darüber, woran es gelegen hat. Diejenigen, die den DMA für ein fehlgeleitetes Bürokratiemonster mit Risiken und Nebenwirkungen halten und damit auf der Seite Apples stehen, sehen sich in ihren Prophezeiungen bestätigt. Andere werfen Apple vor, die Maßgaben des DMA extra umständlich umgesetzt zu haben, sodass auf diesem toxischen Boden gar nichts gedeihen konnte. In dieses Horn stößt auch Setapp in seiner Begründung.

Die Wahrheit dürfte, wie so oft, irgendwo in der Mitte liegen. Nicht wegzudiskutieren ist allerdings, dass das in Brüssel ersonnene Konzept der alternativen Marktplätze niemals so recht Begeisterung bei Entwicklern und Nutzern hervorgerufen hat. Die meisten von ihnen dürften eher Verbesserungen im Vorhandenen herbeigesehnt haben, anstatt neue Marktplätze zu schaffen.

Woran liegt das?

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Zuvorderst dürfte eine Rolle spielen, dass Europa zwar ein großer Wirtschaftsraum ist. Im Kontext der digitalen Märkte ist aber selbst ein Gebilde mit 440 Millionen Einwohnern und einer immensen Wirtschaftskraft für sich genommen zu wenig, dass Entwickler den Aufwand auf sich nehmen, nur für Europa – oder mittlerweile Europa und Japan – einen Sonderweg zu beschreiten. Das ist auch bei anderen Vorgaben des DMA zu sehen, etwa bei den Browser-Engines. Wenn selbst Google mit seinen immensen Geld- und Personalressourcen nicht motiviert ist, seine Browser-Engine in Europa an den Start zu schicken: Wer kann es dann den vielen kleinen und mittleren Entwicklern verdenken, dass sie diesem Beispiel folgen?

War die ganze Regulierung damit also für die Katz? Gab es vielleicht gar nicht das dem staatlichen Eingreifen zugrundeliegende klassische Marktversagen? Also eine Situation, in der Nutzer und Entwickler unter einem Problem leiden, das sie selbst nicht lösen können?

So einfach ist es auch nicht. Der DMA ist der Versuch einer Lösung für ein Problem, das von Entwicklern – großen wie kleinen – seit Jahren beklagt wird. Sie monierten, dass die großen Plattformbetreiber, wie Apple und Google, mangels geeigneter Mitbewerber in ihren Ökosystemen die Verkaufsprovisionen willkürlich festlegen können. Im Wettbewerb sehen die Regulierer die Möglichkeit, dass der Markt die Preise auf ein angemessenes Maß einpegelt.

Apple versucht, dieses Problem auf die großen Player wie Epic und Spotify zu reduzieren. Schon vor dem DMA hat Apple mit dem Small Business Program für kleinere Entwickler die Möglichkeit geschaffen, der vorher starren 30-Prozent-Abgabe zu entkommen. Am eigentlichen Kritikpunkt änderte das allerdings wenig.

Der DMA ist in Sachen Apps nicht völlig erfolglos geblieben. Er hat bewirkt, dass Entwickler unabhängig von ihrer Größe von Gebührensenkungen profitieren, die durch die Druckkulisse der Regulierung ausgelöst wurden. Apple wird natürlich stets behaupten, dass das kein Verdienst des DMA ist. Andererseits räumte der iPhone-Hersteller jüngst nach einer von ihm selbst finanzierten Studie selbst ein, dass die Entwickler von gesunkenen Abgaben profitieren. 86 Prozent davon gingen zwar an Entwickler außerhalb der EU und die geben die Ersparnis nicht an die Käufer weiter, heißt es darin – das stärkt also nicht primär den Europäischen Wirtschaftsraum. Aber eine Bevorzugung europäischer Unternehmen hätte den DMA angreifbar gemacht und war auch nie dessen Absicht.

Die Nutzer hätten nach der Lesart des DMA durch einen Wettbewerb der Marktplätze von sinkenden Preisen profitiert. Dies würde aber voraussetzen, dass die App-Stores mit den gleichen Apps gegeneinander antreten. Das passiert in der Realität aktuell aber nicht, weshalb Nutzer keinen Vorteil für sich sehen.

Neben der Flaute der alternativen App-Stores sind auch viele Sorgen verpufft, die Apple der EU-Anordnung entgegensetzte. Die befürchtete Kompromittierung der Sicherheit ist bislang ausgeblieben. Vielleicht verläuft die Einführung DMA-ähnlicher Regeln in Japan auch deshalb geräuschloser, weil Apple aus der EU einige Erkenntnisse mitbrachte – und nicht nur, weil die Japaner nach Ansicht Apples behutsamer vorgegangen sind.

Die Hauptschauplätze des Konflikts zwischen Apple und der EU haben sich indessen verlagert: Inzwischen wird um mehr Interoperabilität gerungen. In iOS 26.3 werden neue Funktionen eingeführt, die von der EU angewiesen wurden. Und es ist zu erwarten, dass die EU weitere Schneisen in Apples geschlossenes Ökosystem schlägt. Apple wiederum wird damit reagieren, dass neue Features teilweise später, teilweise gar nicht in die EU kommen – aus Sicherheitsgründen, wie es heißt.

Man kann über die Glücklosigkeit der bisherigen Regulierung lachen, man kann und sollte sicher auch einiges infrage stellen, auch die Radikalität der Gangart und die Polarisierung, die von beiden Seiten betrieben wurde. Fairerweise muss den Regulierern aber auch die Chance eingeräumt werden, erst einmal zu erlernen, wie eine angemessene Ordnung für die digitalen Märkte aussehen kann. Es darf aber vom Bürger vorausgesetzt werden, dass auch wirklich die Bereitschaft da ist, etwas zu lernen und nicht einfach nur stur weiterzumachen. Auch daran haben uns die bei vielen bereits wieder in Vergessenheit geratenen alternativen Marktplätze erinnert.


(mki)



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Britisches Oberhaus stimmt für Social-Media-Mindestalter – Stopp im Unterhaus?


Im britischen Oberhaus stimmte am Mittwoch dieser Woche eine Mehrheit für ein Mindestalter von 16 Jahren für Social-Media-Angebote. Die Abstimmung ist der britischen Labour-Regierung allerdings ein Dorn im Auge. Sie hat deshalb angekündigt, das aktuelle Vorhaben stoppen zu wollen und eigene Konsultationen durchzuführen. Da es auch Befürworter eines Mindestalters innerhalb der Regierungspartei gibt, gilt das Manöver als riskant.

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Wie die BBC berichtet, votierten die Oppositionsmitglieder im Oberhaus mit 261 zu 150 Stimmen für ein Verbot im Rahmen eines Änderungsantrags zum Gesetzesvorschlag der Regierung („Children’s Wellbeing and Schools Bill“). Der Antrag wurde von konservativen, liberaldemokratischen und parteilosen Mitgliedern des Oberhauses sowie von zwei Labour-Abgeordneten unterstützt. Die Unterstützung unter Labour-Abgeordneten beschränkt sich jedoch nicht auf diese zwei Abgeordneten. Über 60 Labour-Abgeordnete schlossen sich kürzlich in der Frage nach einem Social-Media-Verbot für Jugendliche der Konservativen Partei an und forderten einen ähnlichen Schritt. Premierminister Keir Starmer hält den Vorschlag hingegen für schwer durchzusetzen und fürchtet, dass „einige Kinder ins Darknet gedrängt würden“. Die Regierung will den Änderungsantrag demnach nun im von ihr dominierten Unterhaus kippen.

Der ehemalige konservative Schulminister Lord Nash, der für den Änderungsantrag stimmte, übte scharfe Kritik am Vorgehen der Regierung. Die geplante Konsultation hält er für eine Verzögerungstaktik, obwohl es „überwältigende“ Beweise für die Schäden gebe, die durch die Nutzung sozialer Medien verursacht werden. Aus seiner Sicht würde ein Verbot Jugendlichen „ein paar Jahre mehr Zeit zum Reifen“ geben, bevor sie Social-Media-Plattformen nutzen. Rückendeckung erhält Starmer unter anderem von Kinderschutzorganisationen wie der National Society for the Prevention of Cruelty to Children (NSPCC), welche vor unbeabsichtigten Folgen eines pauschalen Verbots warnen. Seitens dieser Organisationen wird stattdessen eine stärkere Durchsetzung bestehender Kinderschutzregeln gefordert.

Gemäß dem von Mitgliedern des Oberhauses unterstützten Änderungsantrags hätte die Regierung ein Jahr Zeit, zu entscheiden, welche Plattformen für unter 16-Jährige gesperrt werden sollen. Die Unternehmen wären dann verpflichtet, „hochwirksame“ Alterskontrollen einzuführen, um den Zugang zu überwachen.

2025 hatte schon die britische Medienaufsichtsbehörde (Office of Communications, Ofcom) neue Leitlinien für den Schutz von Kindern im Internet veröffentlicht, die beispielsweise sicherere Feeds oder effektive Altersprüfungen für sogenannte „risikoreiche Dienste“ umfassen sollten. Die Umsetzung des Social-Media-Mindestalters in Australien hat den Druck im Vereinigten Königreich indessen erhöht, ebenfalls striktere und weitreichendere Regeln zu fordern.

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(kbe)



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„Radikaler Schritt“: Ubisoft will massiv sparen


Für Ubisoft geht es ums Überleben. Der französische Publisher will mit einer grundlegenden Neuausrichtung langfristig zurück in die Erfolgsspur – und ist bereit, dafür erst einmal zu leiden. Am Mittwochabend hat Ubisoft seine neue Struktur in einer Mitteilung vorgestellt. Zentral sind dabei fünf „Kreativhäuser“, die Marken und Spielkonzepte klar aufteilen.

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Damit gehen Kostensparmaßnahmen einher: In den kommenden zwei Jahren will Ubisoft 200 Millionen Euro einsparen – zusätzlich zu den bereits gesparten 300 Millionen Euro, die Ubisoft eigenen Angaben zufolge in den vergangenen Jahren eingespart hat. Das bedeutet weitere Stellenstreichungen. Erst kürzlich hat Ubisoft Angestellte bei Massive Entertainment entlassen.

Insgesamt sechs Spiele, die bereits in Entwicklung waren, fallen den Sparmaßnahmen zum Opfer. Ubisoft nennt davon konkret das bereits angekündigte Remake von „Prince of Persia: Sands of Time“, das nicht mehr ins Geschäftskonzept passe: Ubisoft will sich künftig vor allem auf Open-World-Spiele im Stil von „Assassin’s Creed“ und „Games as a Service“-Spiele konzentrieren – damit sind Mehrspieler-Titel wie „Rainbow Six Siege“ gemeint, die langfristig Einnahmen abwerfen können. Die anderen fünf Spiele, deren Entwicklung beendet wird, nennt Ubisoft nicht namentlich – vermutlich waren sie noch nicht öffentlich bekannt.

Ubisoft-Chef Yves Guillemot spricht in einer Mitteilung (PDF) von einem „großen Reset“. „Diese Maßnahmen markieren einen entscheidenden Wendepunkt für Ubisoft und spiegeln unsere Entschlossenheit wider, Herausforderungen direkt anzugehen und die Gruppe langfristig neu aufzustellen. Die Neuausrichtung des Portfolios wird erhebliche Auswirkungen auf die kurzfristige finanzielle Entwicklung der Gruppe haben, insbesondere in den Geschäftsjahren 2026 und 2027“, warnt Guillemot.

Langfristig soll dieser „Neustart“ den französischen Spieleentwickler aber stärken und in die Erfolgsspur mit nachhaltigem Wachstum zurückführen, hofft der Firmengründer. In den vergangenen Jahren hat Ubisoft mehrere kostspielige Flops entwickelt, darunter das Piratenspiel „Skull and Bones“. Unterstützt wird Ubisoft unter anderem durch Investitionen von Tencent.

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Was die weiteren Sparmaßnahmen für deutsche Ubisoft-Studios bedeuten, ist unklar. Die „Anno“-Serie vom Mainzer Studio verortet Ubisoft im Kreativhaus 4, wo auch „Might & Magic“ sowie „Beyond Good and Evil“ angesiedelt sind. Laut dem Branchenmagazin Gameswirtschaft beschäftigt Ubisoft in Deutschland rund 800 Personen.

Die Ubisoft-Aktie verlor nach Ankündigung der Sparmaßnahmen um 8 Prozent an Wert. Seit einem Jahr ist die Aktie über 50 Prozent im Minus.


(dahe)



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