Künstliche Intelligenz
Thomson Streaming Box 270 Plus im Test: Google-TV-Box & Smart Speaker in einem
Die Thomson Streaming Box 270 Plus vereint Google TV mit Smart-Speaker-Features – für 79 Euro eine interessante Kombination.
Die Thomson Streaming Box 270 Plus hebt sich von der Masse der TV-Streaming-Boxen ab. Während die meisten Geräte nur Bild und Ton an den Fernseher liefern, integriert Thomson zusätzlich einen Smart Speaker mit Google Assistant. Das bedeutet: Die Box reagiert auf Sprachbefehle ohne Fernbedienung und funktioniert sogar ohne angeschlossenen Fernseher als intelligenter Lautsprecher – ähnlich wie Amazons Fire TV Cube (Bestenliste).
Für 79 Euro verspricht Thomson eine vollwertige Google-TV-Box mit 4K-Unterstützung und allen wichtigen Streaming-Apps. Dazu kommt die Besonderheit der integrierten Mikrofone und des eingebauten Lautsprechers. Im Test zeigt sich, ob die Kombination aus Streaming-Box und Smart Speaker überzeugt oder ob Thomson zu viel auf einmal will.
Design & Verarbeitung
Die Thomson Streaming Box 270 Plus macht optisch und haptisch einen hochwertigen Eindruck. Das schwarze Kunststoffgehäuse misst kompakte 118 × 43 × 118 Millimeter und wiegt 296 Gramm. Die Oberseite ist mit Stoff überzogen – eine willkommene Abwechslung im Einerlei schwarzer Plastikboxen. Der Stoff verleiht dem Gerät eine wertige Haptik, zeigt allerdings leichte Staub und Abnutzungsspuren. Im Vergleich zu reinen Kunststoffgehäusen sammeln sich aber weniger Fingerabdrücke und Kratzer.
Die mitgelieferte Fernbedienung liegt gut in der Hand. Sie wird mit zwei AA-Batterien betrieben und kommuniziert per Bluetooth mit der Box. Zusätzlich besitzt sie einen IR-Blaster zur Steuerung klassischer Fernseher. Ihr Gewicht ist mit unter 200 g angenehm, wenn auch etwas schwerer als andere Remotes. Die Tastenanordnung folgt dem bewährten Schema: Neben den üblichen Navigationstasten gibt es vier feste Shortcuts für Netflix, Disney+, Amazon Prime Video und YouTube sowie zwei frei belegbare Tasten. Zudem gibt es neben der Lautstärkewippe auch eine echte Mute-Taste, bei den TV-Boxen nicht immer selbstverständlich. Weiterhin findet sich zur Durchwahl von TV-Kanälen ein eigener Wippknopf. Die Bedienung ist eingängig und unterscheidet sich nicht von anderen Modellen – Thomson muss hier das Rad nicht neu erfinden, wie Google es bei ihrer etwas kontroversen Fernbedienung versucht hat.
Ein praktisches Detail: Im Gehäuse der Box befindet sich ein Knopf zum Auffinden der Fernbedienung. Drückt man ihn, beginnt die Fernbedienung zu piepen. Google TV bietet zwar standardmäßig eine Suchfunktion für die Fernbedienung in den Systemeinstellungen, aber ohne Fernbedienung kommt man dort nicht hin – es sei denn, man nutzt die Google-TV-App auf dem Handy zur Steuerung. Insofern ist der physische Knopf sehr willkommen.
Ausstattung & Anschlüsse
Die Thomson Streaming Box 270 Plus nutzt als Herzstück den Amlogic S905X4-B Prozessor mit 3 GB RAM und 32 GB internem Speicher. Der HDMI-2.1-Ausgang liefert 4K-Inhalte mit 60 Hz. Ein USB-3.0-Port ermöglicht den Anschluss externer Speichermedien. Für die Netzwerkanbindung stehen Gigabit-Ethernet und Wi-Fi 6 zur Verfügung – damit ist sie besser aufgestellt als der Google TV Streamer (Testbericht). Bluetooth 5.2 verbindet kabellose Kopfhörer oder Controller.
Die Box unterstützt alle wichtigen HDR-Standards: Dolby Vision, HDR10, HDR10+ und HLG sorgen für optimale Bildqualität bei entsprechenden Inhalten. Bei der Audioausgabe beherrscht die Thomson Dolby Atmos und Dolby Digital Plus. Google Cast ist ebenfalls integriert, sodass sich Inhalte vom Smartphone auf den Fernseher streamen lassen.
Das Besondere an der Thomson-Box: Sie verfügt über eingebaute Mikrofone und einen integrierten Lautsprecher. Damit funktioniert sie als vollwertiger Smart Speaker mit Google Assistant – wobei Google TV zusehends durch Gemini per Update ergänzt wird. Die Sprachsteuerung reagiert auf das klassische Rufwort „Hey Google“ oder „OK Google“ ohne dass man die Fernbedienung zur Hand nehmen muss, ähnlich wie bei Amazons Fire TV Cube. Bei anderen TV-Streaming-Geräten muss man hierzu die Mikrofontaste auf der Fernbedienung gedrückt halten und in diese sprechen, da dort die Mikrofone sitzen.
Die Thomson kann sogar reagieren, wenn kein HDMI-Gerät angeschlossen ist – sie spielt dann den Sound über ihren eigenen Lautsprecher ab. Allerdings kann man diesen nicht zur Wiedergabe von Videos oder Musik per Spotify nutzen. Der Lautsprecher darf ausschließlich Antworten des Google Assistants wiedergeben. Ist ein HDMI-Kabel angeschlossen, wird der interne Lautsprecher gar nicht genutzt, sondern das Tonsignal geht direkt über das Fernsehgerät.
Thomson Streaming Box 270 Plus – Bilderstrecke
Praxistest
Die Einrichtung der Thomson Streaming Box 270 Plus verläuft grundsätzlich unkompliziert, zeigt aber die typischen Google-TV-Eigenheiten. So einfach der Prozess in der Theorie ablaufen konnte, gibt es im Test wieder die bekannten Hakeleien, die wir bereits von anderen Google-TV-Geräten, etwa aus unseren Beamer-Tests, kennen. Zunächst muss man die Fernbedienung durch gleichzeitiges Gedrückthalten der Zurück- und Home-Taste anlernen. Danach hat man die Wahl: Einrichtung per Google-Home-App mittels QR-Code oder alles mühsam per Fernbedienung an der Bildschirmtastatur eintippen. Bei der Ersteinrichtung wird einem das Gerät am Smartphone auch ohne eigenes Zutun vorgeschlagen.
Die QR-Code-Methode hakt im Test mehrfach. Die Google-Home-App zeigt noch an, dass sie sich mit dem Gerät verbindet, während die TV-Box bereits die erfolgreiche Verbindung meldet. Auch nach mehreren Minuten Wartezeit passiert nichts. Ohne Rückmeldung vom Smartphone an die Box, dass die Verbindung erfolgreich war, geht die Einrichtung nicht weiter – die Box wartet auf Feedback. Diesen Prozess wiederholen wir mehrfach mit gleichem Ergebnis. Erst nach einem kompletten Zwangs-Shutdown durch Stecker ziehen (die Ein-/Aus-Taste versetzt die Box nur in Standby) klappt es irgendwann.
Für die TV-Steuerung per HDMI-CEC muss man beim ersten Mal angeben, von welchem Hersteller der eigene Fernseher ist. Ein Probedurchlauf testet, ob das Gerät auf Lautstärkeveränderung und Ein-/Ausschalt-Befehle reagiert. Bei unserem Fire TV gelingt das auf Anhieb. Auch bei einem Xiaomi-Fernseher reagiert dieser ohne vorheriges Anlernen auf die Thomson-Fernbedienung. Die Box erkennt über einen HDMI-Switch auch unsere am TV angeschlossene Teufel-Soundbar problemlos.
Nach wenigen Klicks und Beantwortung einiger Fragen (welche Streaming-Apps installieren und Standort und Nutzungsdaten weitergeben?) ist die Box eingerichtet. Für mehrere Minuten meldet sie nach der Einrichtung oder Updates, dass die Systemperformance bis zum finalen Abschluss des Installationsprozesses etwas reduziert sein kann. Google TV kommt standardmäßig auf Basis von Android 12 mit Security-Patch von September 2024. Direkt zum Testzeitpunkt steht ein knapp 1 GB großes Systemupdate bereit, das die Box auf Android 14 mit Security-Stand August 2024 hebt – zum Testzeitpunkt ist das bereits über drei Monate veraltet. Google TV glänzt bisher aber auf keinem Gerät mit regelmäßigen Updates, selbst Googles hauseigenes Flaggschiff – der Google TV Streamer – ist kaum aktueller unterwegs. Neben der Box selbst steht nach der ersten Einrichtung auch für die Fernbedienung ein Update bereit – ja, 2025 muss man auch seine Fernseher-Fernbedienung mit Software-Updates versorgen.
Die Google-TV-Oberfläche ist eine Weiterentwicklung der Android-TV-UI und fühlt sich wohlvertraut an. Der Aufbau ist intuitiv, auf der Startseite finden sich App-übergreifende Vorschläge für neue Filme, Serien oder YouTube-Videos. Play Store und alle wichtigen Streaming-Apps sind verfügbar – im Gegensatz zu manchen Hisense-Geräten fehlt hier auch Spotify nicht. Die Box reagiert performant und nahezu ohne Ruckler bei der Bedienung, fast auf Augenhöhe mit dem Google TV Streamer. Ob auf einem 1080p- oder 4K-Fernseher spielt dabei keine Rolle, der Stick enttäuscht nicht.
Preis
Mit einem aktuellen Straßenpreis von 79 Euro (Bestpreis-Link) ist die Thomson Streaming Box 270 Plus absolut fair bepreist. Bei Galaxus kostet sie minimal mehr mit 82 Euro. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 100 Euro.
Fazit
Die Thomson Streaming Box 270 Plus ist mehr als nur eine weitere Google-TV-Box. Die Integration von Smart-Speaker-Funktionen hebt sie bis auf Amazons Fire TV Cube von der Konkurrenz ab – Sprachsteuerung ohne Fernbedienung und die Nutzung als Google Assistant auch ohne Fernseher sind echte Mehrwerte. Auch bei der Systemperformance überzeugt die Thomson-Box, und alle wichtigen Standards für zeitgemäßes Streaming sind an Bord. Auch bei der Verarbeitung hat der Hersteller sich nicht lumpen lassen, mit seiner stoffbezogenen Oberseite wirkt das Gerät sehr hochwertig.
Schwächen zeigen sich bei der Einrichtung mit den typischen Google-TV-Hakeleien. Der Security-Patch ist bereits drei Monate alt, Angaben zur Update-Politik fehlen. Der integrierte Lautsprecher ist ein nettes Extra, darf allerdings nur Google-Assistant-Antworten wiedergeben, nicht aber Musik oder Videos.
Für 79 Euro bietet die Thomson Streaming Box 270 Plus ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer eine vielseitige Streaming-Box mit Smart-Speaker-Funktionen sucht, findet hier eine interessante Alternative. Die Kombination aus Google TV und Google Assistant in einem Gerät macht sie zur Empfehlung für alle, die beide Funktionen nutzen möchten.
Künstliche Intelligenz
Wie schnell geht München-Berlin bei Kälte? Elektroauto-Wintertest des ADAC
Ein Test des ADAC unter Laborbedingungen zeigt, dass aktuelle Elektroautos schon gut für Reisen geeignet sind, selbst wenn hohe Geschwindigkeit und tiefe Temperaturen die Verbräuche eklatant erhöhen. Das ist wichtig, denn der größte Teil der Skepsis gegenüber Elektroautos verteilt sich auf Ladeleistung und Reichweite. Beide hängen auch insofern zusammen, als sie die Reisegeschwindigkeit bestimmen, sobald unterwegs geladen werden muss. Schnell ist man, wenn beide hoch liegen, eine hohe Ladeleistung aber kann eine kürzere Reichweite kompensieren. Auf beide hat indes die Witterung einen entscheidenden Einfluss: Je kälter es ist, desto zäher fließt der Strom. Sowohl Ladeleistung als auch Reichweite sinken mit der Temperatur – und damit die Reisetauglichkeit.
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Breites Testfeld
Dieser Test nahm eine Fahrzeugklasse ins Visier, die für Reisen besonders geeignet erscheint. Das potenzielle Testfeld bei den familientauglichen Elektroautos ist mittlerweile so weit angewachsen, dass der Klub eine Auswahl treffen konnte: Er nahm nur jene auf, die in eigenen Tests beim Kriterium „Familie“ mindestens die Note „befriedigend“ erreichten sowie im WLTP mindestens 500 km Reichweite schaffen. Trotz der Kriterien kamen immerhin 14 Probanden zusammen, ein Beweis, wie viele alltags- und familientaugliche Elektroautos bereits erhältlich sind. Der nach oben mit 100.000 Euro abgegrenzte Preisrahmen ist bei diesen Vorgaben ebenfalls ziemlich groß und reicht von 86.811 Euro für den Mercedes-Benz EQE SUV 350+ bis zum Skoda Elroq (Test) für 43.900 Euro. In alphabetischer Reihenfolge handelt es sich um:
München-Berlin, und wo möglich, mit Richtgeschwindigkeit
Alle legten einen klimatisierten Prüfstandslauf zurück, der die Strecke von München Hauptbahnhof nach Berlin Hauptbahnhof über die Autobahn simuliert. Um das zu erreichen, wurde das Elektronenhirn des Prüfstands im Testlabor Elektromobilität des ADAC Technik Zentrum Landsberg am Lech mit den auf einer realen Fahrt erhobenen Daten für Geschwindigkeits- und Höhenprofil programmiert. Die Geschwindigkeitsbeschränkungen wurden eingehalten, aber nie unterschritten, sonst galt Richtgeschwindigkeit 130 km/h. Für die 582 km belief sich die reine Fahrzeit damit auf 5 Stunden und 15 Minuten, entsprechend einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 111 km/h.
Die Temperatur im Prüfstand wurde auf Null Grad eingestellt, etwas unterhalb des deutschen Durchschnittswerts für den Winter. Die im Gegensatz zu einem Verbrenner für den Verbrauch relevante Heizung wurde auf so eingestellt, dass sie auf Kopfhöhe des Fahrers zwischen 20 und 23 Grad automatisch hielt.

ADAC-Wintertest: Reichweite und Messwerte
(Bild: ADAC)
Regeln für den Ablauf
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Der Akku wurde auf 100 Prozent geladen und das Auto in dieser Zeit vorkonditioniert. Der Prüfstandslauf begann mit einem Kaltstart ohne Akkuheizung, um den häufigsten zu erwartenden Anwendungsfall abzubilden. Geladen wurde, sobald das Fahrzeug die Leistung so weit zurücknahm, bis die mögliche Geschwindigkeit nicht mehr gehalten werden konnte. Dann wurde das Fahrzeug an einem 300 kW leistenden Lader erneut geladen und die in 20 Minuten nachgeladene Energie ermittelt. Daraus ergibt sich naheliegenderweise eine Unschärfe zwischen Labor und Praxis, denn nur im Ausnahmefall werden unterwegs eine nahezu leere Batterie und eine passende, freie Ladesäule im Streckenverlauf exakt zueinanderpassen. In der Regel werden erfahrene E-Auto-Nutzer irgendwo rund um einen Ladestand von 10 Prozent einen Stopp einplanen.
Die Batteriekonditionierung blieb im ADAC-Test abgeschaltet, um die Reichweite nicht zu beeinträchtigen. Das habe sich als unnötig erwiesen, denn bei den Ladestopps seien alle Batterien von der Fahrt ohnehin bereits warm genug, argumentiert der ADAC. Diesbezüglich haben wir in der heise/Autos-Redaktion auf winterlichen Autobahnen in der Praxis andere Erfahrungen gemacht. Nahezu alle Testwagen, die das konnten, heizten unter diesen Bedingungen vor einem Stopp nach. Zur Ermittlung des Stromverbrauchs für die gefahrene Strecke nahmen die Techniker des ADAC die Schnellladung inklusive der Ladeverluste. Zur Bewertung zogen die Techniker die Reichweite mit 50 Prozent, das Nachladen und den Verbrauch mit jeweils 25 Prozent heran.
Audi und Tesla liegen vorn, Volvo und BYD hinten
Das beste Verhältnis bietet demnach der Audi A6 Avant e-tron, gefolgt vom Tesla Model Y, beide bewertet der ADAC mit „gut“. Der Audi schafft dank 23,2 kWh/100 km sehr gute 441 km. Seine Ladeleistung verhilft ihm zu 300 km in 20 Minuten, was ihm kein anderes E-Auto im Test nachmacht. Dahinter liegen zehn Autos mit der Gesamtnote „befriedigend“. Lediglich Volvo EX90 und BYD Sealion 7 fallen mit einem „ausreichend“ auf: Beide haben einen hohen Stromverbrauch. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet der Skoda Elroq. Er bietet zum halben Preis eines Porsche Macan fast die gleiche Langstreckenleistung und nicht weniger Platz. Das effizienteste Elektroauto ist der Tesla Model Y mit lediglich 22,2 kWh/100 km – trotz Allradantrieb.

ADAC E-Autos Reichweite und Messwerte mit Wertung
(Bild: ADAC)
Höheres Ladetempo mit höherer Spannung
Ebenfalls keine Überraschung ist die in der Regel höhere Ladeleistung mit einer Spannungsebene von 800 Volt. Dass es Ausnahmen von dieser Regel gibt, zeigt Volkswagen. In den festgelegten 20 Minuten schafft als einziges 400-Volt-Auto der VW ID.7 Tourer Pro Strom für mehr als 200 km nachzuladen. In dieser Zeit setzen allerdings die 800-Volt-Autos Audi A6 mit 300 km und der Smart #5 mit 264 km die Bestmarken.
Physik trotzt weiterhin der Mode
Der Test zeigt, dass moderne Elektroautos gut für Langstreckenreisen auch bei Kälte geeignet sind. Zudem müssen für hohe Leistung nicht in jedem Fall auch höhere Preise gezahlt werden. Noch einmal spürbar bessere Performance versprechen einige angekündigte Modelle. Eine große Rolle wird dabei die erwähnte Umstellung auf 800 Volt spielen. Elektroautos aus Fernost, besonders China, schneiden weiterhin am schlechtesten ab. Und – ganz erwartbar – lässt sich die Physik immer noch nicht der Mode unterordnen: Kombis verbrauchen weiterhin weniger als SUVs. BYD Sealion 7, Mercedes-Benz EQE SUV und Volvo EX90 reißen dabei sogar die Marke von 30 kWh pro 100 km, ganz eklatant der BYD mit 35,3 kWh/100 km.
Die Ergebnisse indes beweisen einmal mehr, dass insbesondere bei Kälte die WLTP-Reichweitenangaben nicht im Entferntesten einzuhalten sind. Das verwundert wenig, denn der WLTP ermittelt diese Werte bei 23° C und einem Fahrprofil mit geringem Autobahnanteil. Der im Test gemessene Mehrverbrauch bei 0° C und vorwiegend Autobahntempo bis Richtgeschwindigkeit liegt im Schnitt 57 Prozent über der WLTP-Angabe. Die stärkste Abweichung leistete sich der Hyundai Ioniq 5 ab mit 69 Prozent, die geringste mit 40 Prozent schafft das Tesla Model Y. Der ADAC wünscht sich daher mindestens eine zusätzliche Verbrauchsangabe außerhalb des Schönwetterbereichs.
(fpi)
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OSINT: Subdomains mit Subfinder finden
Wer eine Domain betreut, kann mit Subfinder herausfinden, welche Subdomains öffentlich auffindbar sind. Das hilft Pentestern, schnell einen Überblick über eine Domain zu gewinnen.
Das Tool arbeitet passiv, scannt die Webdienste der Zielinfrastruktur also nicht aktiv durch und erregt somit keine Aufmerksamkeit beim Ziel. Es klappert stattdessen eine Reihe anderer Dienste ab, bei denen möglicherweise Informationen zum Ziel vorliegen. Bei autorisierten und abgestimmten Tests wäre das zweitrangig, bei Angriffssimulationen unter echten Bedingungen aber relevant.
Auf ihrer Webseite listet der Entwickler ProjectDiscovery fünf Möglichkeiten auf, Subfinder zu beziehen: über eine vorkompilierte Release-Binary, über die Go-Toolchain, über den Paketmanager Homebrew (nur macOS / Linux), über das GitHub-Repository oder als Docker-Variante. Wir haben die ersten beiden Installationswege auf einem Windows-11-Rechner ausprobiert. Der Rest dürfte für die jeweilige Zielgruppe selbsterklärend sein.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „OSINT: Subdomains mit Subfinder finden“.
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Donnerstag: Staatstrojaner vor Verfassungsgericht, Satelliten-Internet Terawave
Beschneidet staatliche Malware die Grundrechte? Das muss Österreichs Verfassungsgericht entscheiden, denn die Opposition erzwingt eine Prüfung. Die Regierung hat österreichischen Ermittlern per Gesetz erlaubt, Malware heimlich in Geräte von Bürgern einzuschleusen, um diese zu überwachen. Das wird jetzt auf Verfassungskonformität untersucht. In den USA will Blue Origin nach Starlink und Amazon ebenfalls eine große Satellitenkonstellation für den Internetzugang errichten. Die zweite Etage soll bis zu 6 Terabit/s schaffen, aber das vom Raumfahrtunternehmen genannte Terawave richtet sich ausschließlich an große Organisationen und wird kein Produkt für Endkunden. Derweil hat der X-Rivale von Meta Platforms einen weiteren Meilenstein bei den Nutzerzahlen erreicht und will damit mehr Geld verdienen. Threads zeigt Werbung nun auf der ganzen Welt an, nachdem der Kurznachrichtendienst Anzeigen zuvor nur in sehr begrenzten Umfang ausgeliefert hat, um dies zu testen – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
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Nach Ansicht der beiden Oppositionsparteien nimmt die österreichische Regierung bewusst in Kauf, dass hochsensible Daten von Bürgern an Dritte abfließen können, und will bewusst Sicherheitsschwachstellen offenhalten, anstatt diese zu schließen. Anlässlich der sogenannten Messengerüberwachung mittels Bundestrojaner haben die Parteien die Novelle des Staatsschutz- und Nachrichtendienst-Gesetzes aus dem Vorjahr vor den österreichischen Verfassungsgerichtshof gebracht. Dieser muss prüfen, ob das Gesetz verfassungskonform ist. Es erlaubt österreichischen Ermittlern, bald Malware heimlich in Geräte von Bürgern einzuschleusen, um diese zu überwachen. Den Verdacht einer Straftat verlangt das österreichische Gesetz nicht: Staatliche Malware kommt vor Verfassungsgerichtshof Österreichs.
Blue Origin hat konkrete Pläne für eine eigene Satellitenkonstellation namens Terawave. Im Unterschied zu Marktführer Starlink soll Terawave zweistufig aufgebaut sein; zu rund 5.280 Satelliten im erdnahen Orbit gesellen sich 128 in einer mittleren Umlaufbahn. Das Versprechen: Symmetrische Bandbreite von bis zu sechs Terabit pro Sekunde. Der US-Raketenbetreiber möchte im vierten Quartal 2027 die ersten Terawave-Satelliten im Orbit platzieren. Ein globales Massenprodukt kann der Dienst nicht werden: Mehr als etwa 100.000 Nutzer sind im Konzept nicht vorgesehen. Terawave ist für Konzerne, Datenzentren und die öffentliche Hand konzipiert – für Punkt-zu-Punkt Datenverbindungen und breitbandigen Internetzugang, vorwiegend außerhalb urbaner Zentren: Auch Blue Origin baut mit Terawave ein Satelliten-Netz.
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Eine ganz andere, aber kurzfristigere Ankündigung kommt von Meta Platforms. Der Datenkonzern wird nächste Woche beginnen, Anzeigen in der Timeline von Threads weltweit einzublenden. Zuvor hatte der Kurznachrichtendienst mit Werbung nur experimentiert und diese nur einem geringen Prozentsatz der Anwender angezeigt. Gleichzeitig verkündet der Facebook-Konzern, dass Threads mittlerweile mehr als 400 Millionen monatlich aktive Nutzer zählt. Dieser Meilenstein wurde zwar bereits im August 2025 erreicht, aber bislang nicht offiziell bestätigt. Die gestiegenen Nutzerzahlen sollen nun in Einnahmen umgesetzt werden, obwohl die Plattform ursprünglich werbefrei bleiben sollte, solange dort nicht eine Milliarde Menschen unterwegs sind: Threads will über 400 Millionen Nutzer mit weltweiter Werbung monetarisieren.
Nach scharfer Kritik der Berliner Datenschutzbeauftragten Meike Kamp an Plänen für eine Gesundheitsdatenbank des Berliner Krankenhauses Charité stoppt das Abgeordnetenhaus das Vorhaben vorerst. Angesichts der Bedenken der Beauftragten werde die Gesetzesänderung nicht wie bisher angedacht beschlossen, teilte die SPD-Fraktion mit. Die Wissenschaftsverwaltung werde beauftragt, den Entwurf zu überarbeiten. Laut Plänen von CDU und SPD soll die Charité gesetzlich ermächtigt werden, eine zentrale Datenbank mit nicht personenbezogenen Gesundheitsdaten aufzubauen. Doch der Gesetzentwurf von CDU und SPD ist laut der Datenschutzbeauftragten „in seiner derzeitigen Form unklar und unverständlich“. Das wird jetzt nachgebessert: Wegen Unklarheiten bei Anonymisierung Pläne für Charité-Datenbank auf Eis.
In der heutigen Ausgabe der #heiseshow sprechen wir über die bislang nicht erfüllten Erwartungen an KI in Unternehmen. Warum bleiben die erhofften Produktivitätsgewinne aus? Welche realistischen Einsatzszenarien gibt es für KI im Arbeitsalltag? Derweil kündigte OpenAI an, Werbung in ChatGPT zu integrieren. Wie verträgt sich das Geschäftsmodell mit den Abo-Angeboten? Welche Auswirkungen hat das auf das Nutzererlebnis? Und folgen andere KI-Anbieter diesem Schritt? In Europa fehlen 174 Milliarden Euro für den Netzausbau. Können private Investoren diese Lücke schließen? Welche Risiken birgt eine stärkere Privatisierung der digitalen Infrastruktur? Und wie steht es um staatliche Förderung? Das sind die Themen heute um 17 Uhr live in der #heiseshow: KI-Ernüchterung, ChatGPT-Werbung, Netzausbau.
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(fds)
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