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Creator-Kampagne: Warum sich ein exzentrischer „Lordgraf“ als neuer Axe-CEO aufspielt


Zwei essenzielle Zutaten für einen erfolgreichen Marken-Account auf TikTok: Creator Content und schräger Humor. Genau darauf setzt die Körperpflege-Marke Axe bei ihrem Debüt auf der Plattform und hat gemeinsam mit einem jüngst prämierten Creator eine ebenso unterhaltsame wie ungewöhnliche Kampagne gestartet.

Wurde Axe aus dem Hause Unilever an einen adligen Jungmilliardär verkauft? Und warum protzt der auf dem Account der Marke so schamlos mit seinem Reichtum und seiner jüngsten Errungenschaft? Wer sich ein bisschen mit TikTok-Storytelling auskennt, dürfte schnell erkannt haben, dass es sich hierbei natürlich um eine wohl durchdachte Inszenierung handelt, die dem erst Ende November gestarteten Account von Axe zu einem Kickstart verhelfen soll. Bei dem vermeintlichen neuen Eigentümer der Marke handelt es sich um Creator @legendarymirko, der seiner rund 812.000 Follower starken Community als exzentrischer Lordgraf Mirkoviç bekannt ist und vor wenigen Wochen bei den VideoDays als „Newcomer des Jahres“ ausgezeichnet wurde.
Mirkos Konzept: Er spielt in den meisten seiner TikTok-Videos konsequent die Rolle eines nicht nur extrem reichen, sondern auch sehr verschwenderisch lebenden Adligen – und das so überzogen, dass das Ganze einen ziemlich hohen Entertainment-Faktor hat. Auch als angeblicher neuer Axe-Chef schmeißt @legendarymirko regelrecht mit Geld um sich, spricht spontane Gehaltskürzungen aus und geht ganz in der Rolle als großkotziger Neueigentümer auf. Dieses humorvolle Storytelling bildet den Kern der neuen Social-Kampagne, die den jüngst erfolgten Launch des deutschen TikTok-Accounts von Axe begleitet.
Für einen möglichst authentisches Setting seiner Videos gewährte Axe dem Creator sogar Zugang zur Axe-Produktion in Buxtehude sowie zur Unilever-Zentrale in Hamburg. Im Zuge der Kampagne hat Axe zudem eine streng limitierte, vollständig vergoldete Special Edition seiner Produktreihe „Dark Temptation“ entwickelt. Diese taucht exklusiv in Lordgraf Mirkoviçs Videos auf und bildet dort ein zentrales Story-Element für sein angebliches neues „Luxus-Portfolio“. An der Gestaltung der Special Edition durfte der Creator maßgeblich mitwirken, für Endverbraucher ist die goldene Edition allerdings nicht im regulären Handel zu erwerben, sondern wird ausschließlich im Rahmen eines Gewinnspiels verlost.
Die Kampagne läuft bis Ende Dezember und umfasst mehrere Content-Videos auf Mirkos Kanal sowie zusätzliche Kurzvideos auf dem Axe-Account. Neben organischen Storys kommen auch Paid-Push-Maßnahmen und das Gewinnspiel zum Einsatz, um die Reichweite zu steigern. Das erklärte Ziel der Marke: Traffic und möglichst viele Follower für den neu gestarteten TikTok-Kanal von Axe zu generieren. Bislang scheint das Konzept aufzugehen: Die „Insider-Einblicke“ in den Axe-Produktionsablauf, die Betriebsbegehungen und Lordgraf Mirkoviçs unterhaltsam absurde Management-Entscheidungen haben laut Axe rein organisch innerhalb von 10 Tagen bereits für rund 10.000 Follower gesorgt, während die ersten drei Assets 6,5 Millionen Views und mehr als 250.000 Likes erzielt haben.





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Instagram ersetzt Follows mit Friends


Auf Instagram sehen einige Creator einen Friends Count anstelle eines Follow Counts. Dabei werden Friends neu definiert und sogar als Content Label im Feed genutzt.

Wenn Instagram zur Veränderung ansetzt, dann horcht die Creator-Gemeinde auf. Gerade, wenn es um eine Kernmetrik geht. Die Meta-Tochter mit über drei Milliarden monatlich aktiven Usern hat sich den Status erarbeitet, der für Furore bei großen Veränderungen sorgt – wie zuletzt beim offiziell verkündeten Hashtag Limit oder vor einiger Zeit der Einführung von Views als übergeordnete Kernmetrik. Jetzt, kurz nach der Vorstellung von Instagrams Agenda für 2026, kommt die nächste große Veränderung auf Creator zu. Die Plattform experimentiert mit einem Friends Count im Profil. Dieser ersetzt dort die Follows-Angabe und setzt sich auch anders zusammen. Diese Entwicklung hat nicht zuletzt mit KI zu tun. Zugleich dürfen einige Creator neue Like Icons einsetzen – und das, während viele User von einem regelrechten Like Crash berichten.


„Der Hochglanz-Feed ist tot“:
Instagrams Kurs für 2026

Mehrere Instagram App-Logos auf Smartphone
© Damien Roué – Unsplash

Instagrams Friends Count in der Übersicht: Was die Metrik bedeutet

Einige Instagram Creator sehen sie schon, die neue Metrik im Profil. Neben Followern und Beiträgen sehen sie einen Friends Count, wo normalerweise der Follow Count zu finden ist. Letzterer gibt an, wie vielen Accounts der User folgt. Der Friends Count aber zeigt an, wie vielen Freund:innen ein User folgt. Und das ist nicht das gleiche, wie Business Insider berichtet. Denn als Friends werden Accounts eingestuft, die einem User auch zurückfolgen; man fühlt sich beinahe an alte Follow-for-Follow-Zeiten erinnert. Daher dürfte der Friends Count meist eine niedrigere Zahl anzeigen als der Follow Count. So sehen manche Creator aber ebenso, welcher der gefolgten Accounts eigentlich zurückfolgt. Ein Mitglied von Metas Presse-Team bestätigte den Test, den wir noch nicht sehen können, und erklärte:

Friends are central to the Instagram experience, so we’re exploring ways to make these connections more visible and meaningful. We’re running a small test to highlight Friends throughout Instagram.

Tatsächlich ist dieses Experiment zuerst nur für einige wenige Creator zu sehen. Instagram möchte damit mehr Wert auf echte menschliche Verbindungen legen. Zum einen geht das mit der eigenen Entwicklungslogik für die Plattform einher. Der Austausch der Creator in der Community soll im Fokus stehen. Darauf zahlen diverse Features ein, zum Beispiel die 2025 eingeführte Friends Map à la Snapchat oder das Teilen öffentlicher Instagram Stories ohne Markierung. Zum anderen möchte die Plattform mit dem Fokus auf Friends eine klare Abgrenzung zu KI-Inhalten und KI-Kommunikation schaffen. Plattformchef Adam Mosseri warnte zuletzt schon:

Everything that made creators matter – the ability to be real, to connect, to have a voice that couldn’t be faked – is now suddenly accessible to anyone with the right tools.

Originalität soll besser gerankt werden und Mosseri ergänzt:

We need to surface credibility signals about who’s posting so people can decide who to trust.

Daher markiert Instagram im Rahmen des Tests sogar im Feed einige Inhalte mit dem Label Friends, das anstelle von Posts oder Following steht. Ob aber diese Anpassung umfassend ausgerollt wird und dann auch bald in Deutschland auftaucht, ist noch unklar.

Neue und einzigartige Likes: Top Creator fallen auf

Parallel zum Friends Count-Test können manche Creator auf Instagram einzigartige Herz-Icons als Like-Symbol einsetzen. Allerdings handelt es sich dabei nicht um einen Test, sondern um ein Sonder-Feature für die 25 Sieger:innen von Instagrams Rings Awards. Mit den Rings Awards werden erstmals 25 Creator für ihren Mut und ihre Kreativität ausgezeichnet. In der Jury dafür saßen unter anderem  Regisseur Spike Lee, Designer Marc Jacobs, YouTuber Marques Brownlee, Schauspielerin Yara Shahidi und Make-up-Artistin Pat McGrath. Die Sieger:innen erhalten jetzt je ein unikales Like-Herz. Das kann dann aussehen wie ein DJ-Pult, wie ein Gänseblümchen oder wie ein zerknülltes Papier. IM Jahr 2026 können diese Creator die besonderen Like Icons für ihre Likes einstellen.

Alle anderen Creator müssen sich indes mit dem klassischen roten Herzen begnügen. Dabei werden Likes derzeit mehr und mehr zur Vanity-Metrik. Viele Creator berichten von immer weniger Likes, was nicht zuletzt mit Instagrams Fokus auf DMs, Stories und insbesondere Reels zusammenhängt. Laut Daten von SensorTower, die CNBC vorliegen, stieg der Anteil der auf Instagram verbrachten Zeit in Bezug auf Reels in den USA von 37 Prozent im Mahr 2024 auf 46 Prozent im Jahr 2025. Relevanz auf Instagram entsteht in der menschlichen Interaktion, langfristig vor allem aber auch im Kurzvideokontext.


Like-Verlust auf Instagram:

„100 Likes sind die neuen 1.000“

Mehrere nach unten zeigende Daumen-Icons im Instagram-Farbverlauf symbolisieren den Rückgang von Likes auf der Plattform.
erstellt via Canva





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Wechsel in der VSA-Geschäftsführung: Inka Müller-Schmäh verlässt Sportsponsoring-Verband VSA


Die Vereinigung Sportsponsoring-Anbieter (VSA) verliert ihre Geschäftsführerin: Inka Müller‑Schmäh, seit 2012 für die VSA tätig, verlässt den Verband zum 1. April 2026 – auf eigenen Wunsch. Über ihre Nachfolge ist noch nichts bekannt.

Darüber will der Vorstand „zu gegebener Zeit“ informieren, wie er in einer Pressemitteilung erklärt. Darin würdigt VSA‑Präsident M

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Nostalgie-Trend in Social-Media: Was die Werbung von 2016 über Kreativität und Kultur verrät


Hornbach prägte mit seiner Kampagne das Werbejahr 2026

Nostalgietrends gibt es immer wieder – im Moment feiern User:innen auf TikTok, Instagram und Co die Ästhetik und Popkultur von 2016. Musik, Memes und Mode? Warum nicht auch einen Blick auf die Werbung von vor zehn Jahren werfen: Er offeriert eine Art kreative Zwischenzeit.

Der aktuelle Social-Media-Hype wird nicht zuletzt damit erklärt, dass die Welt 2016 gerade noch so in Ordnung war: Die erste Amtszeit von Donald

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