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Top 5: Der beste Schlafkopfhörer – besser schlafen trotz Tinnitus und Schnarchen
Schlafkopfhörer helfen mit guter Isolierung, ANC und gezielten Sounds bei Tinnitus, lauten Nachbarn und schnarchenden Partnern. Wir zeigen die fünf besten.
Straßenlärm, schnarchende Partner, hellhörige Wände – unzählige Menschen finden nachts keine Ruhe. Klassische Ohrstöpsel blockieren zwar Geräusche, lassen aber keine gezielten Sounds zu, die nachweislich beim Einschlafen helfen: weißes Rauschen, Naturklänge oder Meditation. Normale Kopfhörer drücken beim Liegen auf der Seite und fallen aus dem Ohr. Seitenschläfer trifft es besonders hart – jeder Millimeter, der über das Ohr hinausragt, wird zum Problem. Das Ergebnis: unruhiger Schlaf, ständiges Aufwachen, Erschöpfung am nächsten Tag.
Schlafkopfhörer lösen dieses Dilemma. Sie kombinieren effektive Geräuschisolierung mit gezielter Beschallung und bleiben dabei so flach, dass sie auch beim seitlichen Liegen nicht stören. Speziell entwickelte Bauformen ragen kaum aus dem Ohr heraus. Wir haben fünf aktuelle Modelle getestet und zeigen, welcher Schlafkopfhörer zu welchem Nutzertyp passt.
Welcher Schlafkopfhörer ist der beste?
Unser Testsieger ist der Ozlo Sleepbuds für 349 Euro. Er kombiniert extrem flaches Design und hohen Tragekomfort mit zuverlässiger Geräuschmaskierung. Selbst für empfindliche Seitenschläfer ist er kaum spürbar.
Der Technologiesieger heißt Soundcore Sleep A30 für 199 Euro. Er ist der einzige Schlafkopfhörer mit aktivem Noise Cancelling und adaptiver Schnarchmaskierung. Dazu kommt eine umfangreiche App mit Schlaftracking und Soundscapes.
Als Preis-Leistungs-Sieger überzeugt der Vekj Sleep L8 Pro schon für 22 Euro. Trotz winzigem Preis bietet er ein flaches Design, ein Case mit Touch-Display und brauchbaren Klang – ideal für Einsteiger oder Gelegenheitsnutzer.
Auf Platz 4 landet das LC‑Dolida Schlafband für 15 Euro, Platz 5 belegt der Urbanista Porto für 35 Euro.
Wie funktionieren Schlafkopfhörer?
Schlafkopfhörer verfolgen ein primäres Ziel: Sie dämmen die Umgebung akustisch ab und überlagern störende Restgeräusche durch Klänge, die das Einschlafen fördern oder den Schlaf ungestört halten. Dafür nutzen sie hauptsächlich zwei Methoden, die sich ergänzen. Die erste ist die passive Dämmung. Durch einen passgenauen Sitz im Ohr, meist mit weichen Silikon- oder Schaumstoffaufsätzen, blockieren sie physikalisch einen Teil des Schalls. Das funktioniert besonders gut bei hohen Frequenzen wie Stimmen oder dem Klappern aus der Nachbarwohnung. Der Soundcore Sleep A30 ergänzt die passive Dämmung noch mit einer aktiven Geräuschunterdrückung (ANC).
Die zweite, entscheidende Methode ist die aktive Geräuschmaskierung. Dabei spielen die Kopfhörer gleichmäßige, monotone Klänge ab, zum Beispiel weißes Rauschen, Regengeräusche oder das Rauschen von Wellen. Unser Gehirn gewöhnt sich an diesen konstanten Klangteppich und filtert ihn nach kurzer Zeit aus der bewussten Wahrnehmung heraus. Plötzlich auftretende Störgeräusche wie ein Schnarcher oder eine zufallende Autotür werden dadurch nicht mehr als alarmierender Reiz wahrgenommen, sondern gehen im Hintergrundrauschen unter. So bleibt der Schlaf ungestört.
Was bringen Schlafkopfhörer wirklich?
Der größte Vorteil von Schlafkopfhörern liegt darin, eine persönliche und kontrollierbare Klangumgebung zu schaffen. So soll der Körper leichter in die Tiefschlafphasen finden und länger dort verbleiben.
Auch unterstützen sie eine feste Schlafroutine. Das abendliche Einsetzen der Kopfhörer und das Starten einer vertrauten Klangkulisse können für das Gehirn zu einem Signal werden, das den Übergang vom Wachzustand in den Schlaf einleitet. Viele Nutzer hören zum Einschlafen auch gezielt Podcasts, Hörbücher oder geführte Meditationen, ohne dabei den Partner zu stören. Für Menschen, die unter Tinnitus leiden, bieten sie zudem eine wirksame Methode, um die störenden Ohrgeräusche in den Hintergrund zu rücken.
Drückt ein Schlafkopfhörer als Seitenschläfer?
Dies ist die entscheidende Komfortfrage und der Hauptgrund, warum normale In-Ear-Kopfhörer für viele ungeeignet sind. Denn gute Schlafkopfhörer zeichnen sich durch ein extrem flaches und ergonomisches Design aus. Ihre Gehäuse sind so konstruiert, dass sie kaum oder gar nicht aus der Ohrmuschel herausragen. Stattdessen schmiegen sie sich an die natürliche Form des Ohres an. Modelle wie die Ozlo Sleepbuds oder die Soundcore Sleep A30 sind hier beispielhaft.
Die Materialien spielen ebenfalls eine große Rolle. Weiche Silikonummantelungen und flexible, flügelartige Fortsätze (sogenannte Wingtips) sorgen für einen sicheren Halt, ohne Druckpunkte zu erzeugen. Wichtig ist, die passenden Aufsätze aus dem Lieferumfang zu wählen, damit der Kopfhörer fest, aber trotzdem bequem sitzt. Nicht zuletzt beeinflusst auch die Härte des Kopfkissens den Komfort: Auf einem weichen Kissen verteilt sich der Druck gleichmäßiger, sodass selbst bei direktem Liegen auf dem Ohr kaum etwas zu spüren ist.
Welche alternativen Bauarten gibt es bei Schlafkopfhörern?
Eine beliebte Alternative stellen Schlafkopfhörer in Stirnband-Form dar, wie das Modell von LC-Dolida. Hier sind flache Lautsprecher eingearbeitet. Da nichts direkt im Ohr steckt, empfinden manche Nutzer diese Lösung als angenehmer. Das Band kann zusätzlich als Schlafmaske dienen. Allerdings ist die Geräuschisolierung deutlich geringer, die Lautsprecher können im Schlaf verrutschen und das Band kann sich warm anfühlen.
Zu den weiteren Lösungen zählen Nischenprodukte wie extrem flache Lautsprecher, die in das Kopfkissen eingearbeitet werden, sogenannte Pillow-Speaker.
Braucht ein Schlafkopfhörer aktives Noise Cancelling (ANC)?
Aktives Noise Cancelling ist ein nützliches, aber nicht zwingend notwendiges Feature. Während die passive Dämmung vor allem hohe Töne blockiert, zielt ANC auf tiefe, monotone Frequenzen ab. Mikrofone am Kopfhörer nehmen diese Geräusche auf, und ein Chip erzeugt in Echtzeit einen neutralisierenden Gegenschall. Das funktioniert besonders gut bei konstantem Brummen wie von einer Klimaanlage, einem Kühlschrank oder entferntem Autobahnlärm.
Für unregelmäßigen Lärm wie Schnarchen oder laute Gespräche ist die Maskierung durch Geräusche oft wirksamer. ANC senkt zwar den allgemeinen Geräuschpegel und schafft eine ruhigere Basis, die Maskierung sorgt aber dafür, dass die verbleibenden Spitzen nicht mehr durchdringen. Ein Kopfhörer mit ANC wie der Soundcore Sleep A30 bietet also das Beste aus beiden Welten, verbraucht aber auch mehr Akku. Für die meisten Nutzer genügt eine gute passive Dämmung in Kombination mit Geräuschmaskierung.
Wie wichtig ist die Klangqualität?
Bei Schlafkopfhörern gelten andere Maßstäbe als bei Hi-Fi-Kopfhörern. Ein wummernder Bass oder kristallklare, scharfe Höhen sind hier nicht nur unnötig, sondern sogar kontraproduktiv, da sie den Schlaf stören können. Die Klangqualität muss vor allem einem Zweck dienen: der entspannten und ermüdungsfreien Wiedergabe.
Wichtig ist ein ausgewogenes und warmes Klangbild. Stimmen in Podcasts oder Meditationen sollten klar und verständlich sein, ohne zu zischen. Soundscapes wie Regen oder Wellenrauschen müssen natürlich klingen. Ein überbetonter Bass würde hier nur als unangenehmes Dröhnen wahrgenommen. Modelle, die auch für den Alltag gedacht sind, bieten oft einen besseren Allround-Klang, während hochspezialisierte Geräte wie die Ozlo Sleepbuds ihren Klang gezielt auf Schlafgeräusche optimieren.
Wie gut muss der Akku sein?
Die Akkulaufzeit ist ein kritischer Punkt. Ein Schlafkopfhörer, der mitten in der Nacht den Dienst quittiert, ist nutzlos. Die Ohrhörer selbst sollten mit einer einzigen Ladung mindestens sieben bis acht Stunden durchhalten, um eine durchschnittliche Nacht abzudecken. Wer länger schläft oder die Wiedergabe schon vor dem Zubettgehen startet, sollte auf Modelle mit zehn oder mehr Stunden Laufzeit setzen. Fast ebenso wichtig ist das Ladecase. Ein gutes Case sollte Energie für mindestens zwei bis drei weitere Nächte bieten.
Helfen Schlafkopfhörer bei Tinnitus?
Für viele Tinnitus-Betroffene sind Schlafkopfhörer eine echte Erleichterung. Das Prinzip dahinter ähnelt der Tinnitus-Retraining-Therapie: Ein externes, neutrales Geräusch (wie weißes Rauschen) wird abgespielt, um das Gehirn vom internen Störgeräusch abzulenken. Der Tinnitus wird dadurch nicht beseitigt, aber er tritt in den Hintergrund und wird als weniger dominant und störend wahrgenommen.
Die Lautstärke des Maskierungsgeräuschs sollte dabei so eingestellt werden, dass es den Tinnitus gerade so überdeckt, ihn aber nicht komplett übertönt. Ziel ist es, dem Gehirn beizubringen, beide Geräusche zu ignorieren.
Fazit
Die Auswahl an Schlafkopfhörern wächst, ihr Nutzen ist real. Ob Geräuschmaskierung, Schnarch‑Blockade oder Tinnitus‑Linderung – je präziser das Design abgestimmt ist, desto besser klappt das Einschlafen.
Anmerkung: Preise sind Momentaufnahmen und können sich nach Veröffentlichung ändern.
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Threads will über 400 Millionen Nutzer mit weltweiter Werbung monetarisieren
Meta Platforms hat angekündigt, Anzeigen in der Timeline von Threads ab nächster Woche weltweit einzublenden. Zuvor hatte der Kurznachrichtendienst mit Werbung nur experimentiert und diese nur einem geringen Prozentsatz der Anwender angezeigt. Gleichzeitig verkündet der Datenkonzern, dass Threads mittlerweile mehr als 400 Millionen monatlich aktive Nutzer zählt. Dieser Meilenstein wurde zwar bereits im August 2025 erreicht, aber bislang nicht offiziell bestätigt.
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Schon Ende Januar 2025 kam Threads laut Meta-Chef Mark Zuckerberg auf mehr als 320 Millionen User, die mindestens einmal im Monat aktiv sind. Über 100 Millionen nutzten die App sogar täglich. Damals legten aber auch schon mehr als eine Million Menschen pro Tag einen Account an, sodass das Wachstum ungebrochen schien. Bei den Kurznachrichtendiensten kommt es damit zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Threads und Elon Musks X, dem ehemaligen Twitter. Denn Konkurrenten wie Bluesky oder Mastodon wachsen deutlich langsamer und zählten zuletzt 41 Millionen respektive 15 Millionen registrierte Nutzer, die zudem weniger aktiv sind.
Mehr Nutzer sollen mehr Einnahmen generieren
Threads will seine gestiegenen Nutzerzahlen nun mit Werbung monetarisieren, obwohl die Plattform nach ursprünglichen Plänen Zuckerbergs eigentlich werbefrei bleiben sollte, solange dort nicht eine Milliarde Menschen unterwegs sind. Doch vor ziemlich genau einem Jahr begann Meta mit Tests von Werbung in Threads in den USA und Japan, als der Dienst gerade die Marke von 300 Millionen aktiven Nutzer im Monat übersprungen hatte. Im April 2025 wurde der Test mit Werbeanzeigen in der Timeline weltweit ausgedehnt, aber der Konzern wollte damit „weiterhin testen und lernen“, sodass nur wenige Nutzer Werbung angezeigt bekamen.
Das wird sich in Kürze ändern, wie Meta Platforms jetzt verkündet. Denn ab der nächsten Woche werden Anzeigen in Threads weltweit ausgerollt, sodass alle Nutzer Werbung in der Timeline sehen werden, nicht nur in einigen Regionen. Dabei wird es sich laut Meta aber um einen graduellen Prozess handeln. Zunächst werden nur wenige Anzeigen ausgeliefert, bis die Werbung in den kommenden Monaten überall eingeblendet wird.
Threads-Werbung wie bei anderen Meta-Plattformen
Werbekunden können Anzeigen wie bei den anderen Meta-Plattformen Facebook und Instagram per manueller Kampagne oder über Metas Advantage+ schalten. Letzteres nutzt Künstliche Intelligenz für eine passende Platzierung innerhalb des Dienstes. Threads unterstützt dieselben Werbeformate wie Facebook und Instagram, einschließlich Bilder, Videos und Karussellanzeigen, neu sind allerdings Anzeigen im 4:5-Format. Die Werbekunden können die Anzeigen für Threads innerhalb der gewohnten Einstellungen von Meta Platforms verwalten, was die gleichzeitige Werbeschaltung auf den anderen Online-Diensten Metas erleichtern soll.
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Meta Platforms hat bislang nicht erklärt, wie oft den Nutzern Werbung in der Timeline von Threads angezeigt wird. Der Datenkonzern schreibt allerdings, dass „die Anzeigenauslieferung anfangs niedrig bleibt“, während Werbung weltweit ausgerollt wird.
(fds)
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Digital Networks Act: Glasfaser bis 2035 und Mobilfunkfrequenzen auf Dauer
Die EU-Kommission hat am Mittwoch in Straßburg ihren Entwurf des Digital Networks Act (DNA) vorgestellt. Der Gesetzesentwurf soll vier bestehende Regelungswerke zusammenfassen und die Weichen für den europäischen Telekommunikationsmarkt stellen. Es geht um zentrale Fragen wie die Migration von Kupfernetzen auf Glasfaser, Mobilfunknetze und die Netzneutralität.
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Der DNA fasst auf gut 260 Seiten den European Electronic Communications Code (EECC), die Verordnung über das Gremium der europäischen Regulierungsbehörden (GEREK), Regelungen zu grenzüberschreitenden Funkfrequenzen und „Offenes Internet“ zusammen. Vieles soll einfacher, schneller und europäischer werden – und an einigen Stellen hat der DNA es in sich.
Kommission will bis 2035 entkupfern
Einen großen Auftrag bringt der DNA für die deutsche Politik mit: Bis 2035 sollten so gut wie alle Anschlüsse auf Glasfaser umgestellt sein, bekräftigte die für Digitales zuständige Kommissionsvizepräsidentin Henna Virkkunen bei der Vorstellung des DNA im Europäischen Parlament in Straßburg. Bis 2029 sollen alle Mitgliedstaaten einen konkreten Plan haben, wie der Abschied vom Kupfer stattfinden solle. Ausnahmen für Fernsehkabel nannte Virkkunen nicht – und auch der Entwurf unterscheidet bei Kupfer nicht zwischen alten Teilnehmernetzen und moderneren HFC-Netzen.
Für Valentina Daiber, Präsidentin des Verbands der Anbieter im Digital- und Telekommunikationsmarkt (VATM) ist das Vorgehen das richtige Signal, zehn Jahre böten „ausreichend Planungsperspektive“. Dafür will Daiber auch die Regulierung entsprechend aufgestellt sehen: „Anbieter- und Dienstevielfalt machen Glasfasernetze für die Menschen erst attraktiv. Die Auswahl, die auf den Kupfernetzen Usus ist, muss auch auf der neuen Netzinfrastruktur erhalten bleiben.“
Denn bislang gilt: Wer ausbaut, entscheidet, ob andere auf dieser Infrastruktur etwas anbieten dürfen. Anders als bei den alten, staatlichen Kupfermonopolen gibt es bislang keine eindeutige gesetzliche Verpflichtung, Wettbewerbern einen Netzzugang zu gewähren. Verbraucher haben im schlechtesten Fall also Glasfaser – aber keinen alternativen Anbieter, mit dem sie einen Vertrag abschließen könnten.
Wie das zukünftige Regulierungsregime genau ausgestaltet sein wird, soll unter anderem vom Ergebnis eines komplizierten Mechanismus abhängen: Bei relevanter Marktmacht sollen die Aufsichtsbehörden vorab einschreiten und Regeln festlegen dürfen, wie Wettbewerber Infrastrukturen mitnutzen dürfen. Dass die Marktposition über die Regulierung entscheiden soll, begrüßt etwa auch der Breitbandverband ANGA. Eine Ausweitung der Regulierung auf alle Marktteilnehmer sieht der Verband dagegen kritisch.
Lizenzen ohne Laufzeitbegrenzung
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Für viele harte Diskussionen dürfte eine zentrale Änderung bei der Vergabe von Funkfrequenzen sorgen: Geht es nach der EU-Kommission, werden Lizenzen für Frequenznutzung künftig ohne Laufzeitbegrenzung vergeben. Davon sollen vor allem Mobilfunkbetreiber profitieren. Die Nutzungsrechte sollen dann nicht mehr wie bisher nach mehreren Jahren neu vergeben werden – in Deutschland hatte sich dafür die Versteigerung eingebürgert. Stattdessen würden die Anbieter die Lizenzen de facto auf Dauer erwerben. Das solle den Unternehmen mehr Planungssicherheit verschaffen, erläuterte Virkkunen.
Und auch darüber hinaus will die EU-Kommission bei den Funkfrequenzen Änderungen: Nach jeder Tagung der Weltfunkkonferenz (alle zwei bis vier Jahre) soll eine gemeinsame EU-Frequenzstrategie verabschiedet werden. Das soll Einheitlichkeit herstellen – eine sinnvolle Europäisierung durch die Hintertür. Ursprünglich hätte die Kommission die Frequenzpolitik gerne vollständig zentralisiert, fand dafür aber keine Mehrheit bei den Mitgliedstaaten.
Peering: Regulierungsbehörden als Friedensrichter?
Eine der Fragen, die im Vorfeld immer wieder gestellt wurden: Wird die EU das eigene Regelwerk zur Netzneutralität noch einmal anfassen und ein sogenanntes „Fair Share“-Regime einführen, das die großen US-Plattformen verpflichtet, für die Durchleitung ihrer Daten zu bezahlen? Das ist seit Jahren ein Politikum geopolitischer Dimension – und steht zumindest mit dem Kommissionsvorschlag derzeit nicht zur Debatte.
Im Streit um die Frage, ob die Politik konkrete Regeln für Peering und Transit aufstellen muss, hat die Kommission nun erst einmal ein freiwilliges Streitbeilegungsverfahren vorgeschlagen. Für Virkkunen ist dies einer konkreten Regulierung vorzuziehen, da es sich um einen im Regelfall gut funktionierenden Markt handele.
Trotzdem befürchtet die Computer and Communications Industry Association (CCIA) Europe, in der die großen US-Inhalteanbieter und -Plattformen eine gewichtige Stimme haben, dass der DNA-Entwurf ein Schlupfloch für solche Entgelte lasse: „Dies ist kein Verfahren zur ‚freiwilligen Schlichtung‘, sondern eines, das neue Streitigkeiten hervorrufen wird“, sagt Maria Teresa Stecher vom CCIA Europe. Der Verband befürchtet, dass mit Artikel 192 des Vorschlags de facto eine Einigungspflicht herbeigeführt würde.
Lange Beratungen absehbar
Über den Vorschlag der EU-Kommission werden das Parlament und der Rat in den kommenden Monaten intensiv beraten. Im Europäischen Parlament wird der Ausschuss für Industrie (ITRE) die Federführung übernehmen. Die Fachpolitiker werden sich mit dem Rat und den Fachministern der Mitgliedstaaten auf eine Regelung einigen müssen. Ob und wann das passiert, ist derzeit vollkommen offen. Für besonders umstrittene Vorhaben – und zumindest Teile des DNA gehören hier zweifelsohne dazu – können sich die Beratungen der Gremien auch über viele Jahre ziehen.
(vbr)
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Gibt es Apple künftig nur noch im Abo? | Mac & i-Podcast
Apple One, iCloud+, AppleCare One und nun das Creator Studio: Mit einer wachsenden Liste an eigenen Abo-Angeboten stärkt Apple das große Geschäft mit Diensten – und lockt mehr Geld aus Kunden heraus, die bereits die teure Hardware gekauft haben. Dafür wandern jetzt neue KI-Funktionen für die lange kostenlos beigelegten Office-Apps Pages, Numbers und Keynote hinter die Abo-Schranke. Weitere Apple-Abos sind bereits am Horizont zu erahnen: Beobachter erwarten einen KI-basierten Health-Coach und Apple selbst will eines Tages für Satellitendienste abrechnen.
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In Episode 113 nehmen Malte Kirchner und Leo Becker das Apple Creator Studio unter die Lupe und diskutieren, was das auf längere Sicht für die parallel weiterhin als Einmalkauf erhältlichen Profi-Anwendungen Final Cut und Logic Pro bedeutet. Wir wundern uns, was die iWork-Apps in dem Bundle eigentlich verloren haben und werfen einen Blick darauf, wie Apple Abonnements als primäres Geschäftsmodell für Software breit in den Markt gedrückt hat. Nicht zuletzt geht es um die Frage, wie sich Abonnements auf die Betriebssysteme und letztlich das Nutzererlebnis auswirken.
Apple-Themen – immer ausführlich
Der Apple-Podcast von Mac & i erscheint mit dem Moderatoren-Duo Malte Kirchner und Leo Becker im Zweiwochenrhythmus und lässt sich per RSS-Feed (Audio) mit jeder Podcast-App der Wahl abonnieren – von Apple Podcasts über Overcast bis Pocket Casts.
Zum Anhören findet man ihn auch in Apples Podcast-Verzeichnis (Audio) und bei Spotify. Wir freuen uns über Feedback, Kritik und Fragen an podcast@mac-and-i.de.
(lbe)
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