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Antigravity A1 8K-360-Grad-Drohne im Test


Die Antigravity A1 von Insta360 ist die erste echte 360-Grad-Drohne mit 8K-Video, Free Motion und Point & Fly, bei der der Blick durch die virtuelle Brille unabhängig von der Flugrichtung und Ausrichtung der Drohne möglich ist. Das ermöglicht völlig neue Aufnahmen und bietet eine extrem hohe Immersion. ComputerBase hat den Test.

Die 8K-360°-Drohne A1 von Antigravity will vieles anders machen als klassische Drohnen. Als 8K-Drohne nimmt sie als erste 360-Grad-Aufnahmen auf, so dass man erst nach dem Flug mit der 249 Gramm wiegenden Drohne festlegt, worauf der Blick im Video fallen soll. So verpasst man nicht nur keinen Blickwinkel und ist in der Videoerstellung enorm flexibel, sondern Dank der Rundumsicht sind auch zahlreiche Effekte in der Nachbearbeitung möglich. Mit dem Headset mit Headtracking und Micro-OLED-Displays kann man sich zudem auch während des Flugs in jede beliebige Richtung umsehen. ComputerBase hatte die Antigravity A1, an deren Entwicklung auch Insta360 beteiligt war, in den letzten Wochen im Test. Während die Hardware bereits überzeugt, zeigen sich bei der Software, insbesondere bei der Video-Nachbearbeitung, noch die ein oder anderen Detailprobleme.

GIF Die Antigravity A1 im Flug

Preis und Verfügbarkeit

Die Antigravity A1 ist ab heute zu einem Preis ab 1.399 Euro bei Antigravity und im Handel erhältlich. Antigravity bietet insgesamt drei verschiedene Bundles an – Standard (1.399 Euro), Explorer (1.599 Euro) und Infinity (1.699 Euro). Die Bundles Standard und Explorer gehören zur Kategorie C0. Das Infinity-Bundle gehört zur Kategorie C1.

Der Akku-Ladehub bietet nicht nur die Möglichkeit, drei Akkus gleichzeitig aufzuladen. Über ihn lässt sich auch ein „Smart Power Pooling“ nutzen, wenn zwei oder drei Akkus eingesetzt sind. Denn in der Regel nützen dem Drohnenpiloten drei Akkus mit jeweils 30 Prozent weniger als ein Akku mit 80 Prozent. Deshalb kann man über die seitliche Taste am Hub das Power Pooling starten, woraufhin die ganze Energie auf den Akku mit dem höchsten Ladestand übertragen wird. Zudem kann der Hub mit eingestecktem Akku auch als Powerbank genutzt werden, so dass man über den USB-C-Anschluss das Smartphone oder auch den Grip Motion Controller oder den Akku der Vision Goggles laden kann.

Das Infinity-Bundle der Antigravity A1
Das Infinity-Bundle der Antigravity A1
Zubehör im Infinity-Bundle
Zubehör im Infinity-Bundle
Ersatzpropeller im Infinity-Bundle
Ersatzpropeller im Infinity-Bundle
Die Tragetasche im Explorer- und Infinity-Bundle
Die Tragetasche im Explorer- und Infinity-Bundle

Einen Clou bieten auch die Akkus für die A1 selbst, denn ihren Ladestand kann man jederzeit durch kurzes Berühren der nach außen gerichteten Seite überprüfen. Eine bis vier LEDs leuchten dann kurz entsprechend dem Akkustand auf, so dass man zumindest eine Orientierung hat, ob der Akku geladen werden sollte.

Antigravity bietet zudem eine Landematte für die automatische Rückkehr und punktgenaue Landung der A1 an. Im Test ist die A1 mit automatischem RTH immer exakt auf der Matte gelandet. Welche Seite oben liegt, orange oder blau, scheint dabei keine Rolle zu spielen.

Optionales Start- und Landepad für die A1

Technische Details der Antigravity A1

249 Gramm, C0 mit Spotter

Mit einem Gewicht von 249 Gramm fällt die A1 – wenn man nicht das Infinity Bundle kauft – in die offene Drohnenklasse EU C0, so dass vereinfachte Regelungen gelten. Von der Registrierungspflicht des UAS-Betreibers (Unmanned Aircraft Systems) beim Luftfahrt-Bundesamt (LBA) ist sie aber nicht entbunden, da diese auch für UAS von weniger als 250 Gramm gilt, wenn das UAS mit einem Sensor zur Erfassung personengebundener Daten, wie beispielsweise einer Kamera, ausgestattet ist. Da die A1 zweifellos über mehrere Kameras verfügt, muss man sich demzufolge beim LBA registrieren und eine Haftpflichtversicherung, die das Führen von Drohnen abdeckt, angeben. Die vom LBA erteilte eID für den Betreiber muss zudem auf dem Drohne beispielsweise in Form einer kleinen Plakette kenntlich gemacht werden.

Unterseite der zusammengefalteten Antigravity A1
Unterseite der zusammengefalteten Antigravity A1
Zusammengefaltete Antigravity A1
Zusammengefaltete Antigravity A1

Der High-Capacity-Akku im Infinity Bundle sorgt allerdings dafür, dass die A1 nicht mehr in der Kategorie C0 starten kann, da er schwerer als der Standard-Akku ist. Er bietet 4.345 mAh, während der normale Akku mit 2.360 mAh auskommen muss, um das Gesamtgewicht von 249 Gramm einhalten zu können.

Antigravity A1
Antigravity A1
Vision Googles der Antigravity A1 mit Display auch an der Außenseite
Vision Googles der Antigravity A1 mit Display auch an der Außenseite

Wichtig bei der A1 ist zudem, dass sie in der EU beim Einsatz der Vision-Brille nicht allein betrieben werden darf, sondern eine zusätzliche Person als Spotter dabei sein muss, die den Luftraum um die Drohne herum im Auge behält, den der Vision-Träger aufgrund seines eingeschränkten Sichtfeldes nicht überwachen kann.

Die Antigravity A1 im Flug
Die Antigravity A1 im Flug

Um sicherzustellen, dass die Antigravity A1 ausschließlich für Erkundungszwecke und zum Storytelling verwendet wird, verfügt sie über eine Nutzlasterkennung, um Missbrauch oder unbefugte Änderungen zu verhindern. Bei zu hohem Gewicht landet die Drohne nach dem Start automatisch sofort wieder.

Hauptmerkmale der Antigravity A1
  • 8K-360-Grad-Aufnahme mit oben und unten angeordneten Linsen
  • 249 g für lizenzfreies Fliegen in den meisten Ländern und Regionen
  • Unsichtbarer Drohneneffekt durch Bildstitching
  • automatisch aus- und einklappende Landebeine
  • Point-to-Fly-Steuerung mit dem Griff-Controller
  • 360°-Live-Ansicht und Head-Tracking über die Vision-Brille mit OLED-Displays
  • Einfaches Reframing und Bearbeitung nach dem Flug
  • Sicherheitsmerkmale wie Return-to-Home (RTH), Hinderniserkennung und ein Nutzlasterkennungssystem

Zwei Kameras oben und unten für Rundumsicht

Das Herzstück der Antigravity A1 ist ein Kamerasystem mit zwei Linsen, das die Umgebung um die Drohne herum 360 Grad aufnimmt. Die Linsen sind oben und unten am Rumpf der Drohne angebracht und ermöglichen eine vollständige Erfassung der Umgebung ohne tote Winkel. Der Algorithmus von Insta360 sorgt nicht nur dafür, dass die Bilder nahtlos zusammengefügt werden, sondern auch, dass die Drohne selbst auf den Aufnahmen verschwindet. Im Test waren einzig beim Start und bei der Landung der Drohne das automatisch ausfahrende Fahrwerk auf dem Video zu sehen – Momente, die man in der Regel ohnehin herausschneidet. Die Landebeine schützen die Kameralinse an der Unterseite bei der Landung vor dem Aufsetzen auf hartem Grund.

GIF Automatisches Ein- und Ausklappen der Beine der A1 (Bild: Antigravity)

Die Stabilisierung des Kamerabildes erfolgt digital und wird mit den erfassten Daten der Sensoren abgeglichen. So werden auch Windböen, die für ein kurzes Wackeln sorgen, herausgerechnet.

An der Vorderseite verfügt die A1 zudem über zwei Vision-Sensoren (105° vertikal, 93° horizontal), an der Unterseite über einen (90° vertikal, 107° horizontal) und einen Infrarot-Sensor. Sie arbeiten zusammen, um den Flug der Drohne abzusichern, Hindernisse zu erkennen und sicher automatisch landen zu können. An der Vorder-, Rück- und Unterseite sind zudem Signallichter angebracht. Neben einem USB-C-Anschluss, über den sich ein eingesetzter Akku laden lässt, ist an der Rückseite auch ein microSD-Kartenslot verbaut, mit dem man den internen Speicher erweitern kann. Antigravity empfiehlt Speicherkarten mit A2- und V30-Kennzeichnung, um ausreichend schnell Daten übertragen zu können.

Mit der A1 lässt sich aber nicht nur das 360°-Video der Drohne aufzeichnen, sondern auch dass Live-Bild der Vision Goggles. So lässt sich während des Flugs aufzeichnen, was der Pilot gesehen hat, wobei auf Wunsch auch das OSD und Sprache mit aufgenommen werden kann. Aufzeichnungen lassen sich auch direkt über die Brille ansehen – und theoretisch kann man auch andere, eigene Videos, die man per microSD-Karte in die Brille lädt, auf der Brille abspielen.

Vision Goggles: 360-Grad-Flüge mit Wow-Effekt

Während man durch die 360-Grad-Aufnahmen erst im Nachhinein festlegt, welcher Blickwinkel im fertigen Video genutzt werden soll – oder welche, denn dieselbe Aufnahme lässt sich natürlich auch aus verschiedenen Perspektiven aneinanderreihen –, erhält man mit den Vision Goggles auch während des Flugs mit der A1 eine uneingeschränkte 360-Grad-Sicht auf das Umfeld der Drohne. Über den Grip Controller kann man die Sicht zunächst zentrieren, um sich dann mittels Kopfbewegungen frei umsehen zu können, wenn man die Brille trägt. Mit Head-Tracking erkennt die Vision-Brille, wohin man gerade blickt und passt das dargestellte Bild auf den Displays im Inneren nahtlos an.

Auf dem Außendisplay der Vision Goggles der Antigravity A1 wird das Drohnen-Livebild gezeigt
Auf dem Außendisplay der Vision Goggles der Antigravity A1 wird das Drohnen-Livebild gezeigt

Die Video-Übertragung erfolgt über OmniLink 360 mit 2K@30FPS. Die Latenz liegt laut Antigravity zischen 120 und 180 ms, je nachdem ob ein Video aufgenommen wird oder nicht und welche Auflösung dabei gewählt wurde.

Und auch auf dem Außendisplay, denn am linken Auge verfügt die Vision-Brille auch an der Außenseite über ein Display, das zu jeder Zeit den aktuellen Blick des Trägers zeigt. Die Außenseite vor dem rechten Auge ist hingegen ein Touchpad, das im Test aber noch keinerlei Funktion hatte. Was sich Antigravity hierfür einfallen lässt, müssen Firmware-Updates zeigen.

Linsen der Vision Goggles, die zwei OLED-Displays bieten
Linsen der Vision Goggles, die zwei OLED-Displays bieten
Vision Goggles mit Kamera für den See-Through-Modus
Vision Goggles mit Kamera für den See-Through-Modus
Unterseite der Vision Goggles
Unterseite der Vision Goggles

Das dargestellte Bild und die Bewegung der Drohne können völlig unabhängig voneinander ablaufen. Während die Drohne geradeaus zu einem Zielpunkt fliegt, kann man über die Brille in alle Himmelsrichtungen die Umgebung erkunden. Ein großer Unterschied im Vergleich zu herkömmlichen Kameradrohnen oder FPV-Drohnen, bei denen die Sicht immer auf die Flugbahn beziehungsweise Sicht der Drohne beschränkt ist. Im Free-Motion-Modus mit 360-Grad-Rundumsicht, öffnet sich in der Vision-Brille ein kleines Bild-in-Bild-Fenster, wenn die Blickrichtung von Drohne und Brille nicht mehr übereinstimmt, das die Vorderansicht der Drohne anzeigt.

Das Versprechen, dass hierdurch ein völlig neues Fluggefühl und eine extrem hohe Immersion entsteht, löst Antigravity dabei vollends ein. Fliegen mit der A1 erzeugt einen zusätzlichen Wow-Effekt, den man von anderen Drohnen nicht kennt.

Damit man die Umgebung sehen kann, ohne jedes Mal die Brille abnehmen zu müssen, verfügt sie zusätzlich über eine Kamera an der Vorderseite. Über die Home-Taste an der Seite der Brille kann man einen See-Through-Modus aktivieren, mit dem man das Bild der Kamera über die Brille sieht. Dieses Bild wird in Schwarz-Weiß dargestellt und erlaubt einen schnellen Blick auf die Umgebung, wenn nötig.

See-Through mit der Vision-Brille
See-Through mit der Vision-Brille

Ein integrierter Lautsprecher informiert über die Brille über wichtige Statusmeldungen, wobei sich die Lautstärke direkt über Tasten an der rechten Seite der Brille einstellen lässt. Ein microSD-Kartenslot an der Innenseite der Brille ermöglicht das Erweitern des internen Speichers. Der USB-C-Anschluss dient zur Datenübertragung, der externe Akku, den man sich im Betrieb um den Hals hängt, wird an einen separaten Stromanschluss angeschlossen und nicht über USB-C. Dank des externen Akkus sinkt das Gewicht der Brille. Wer ohne Blick in die Anleitung zunächst direkt das mitgelieferte USB-C-Kabel für den Betrieb der Brille nutzen möchte, wundert sich, warum sie sich nicht einschalten lässt.

Antigravity A1 mit Vision Goggles und Grip Motion Controller
Antigravity A1 mit Vision Goggles und Grip Motion Controller

Die Vision Goggles – und so auch das Gesicht des Trägers – werden übrigens aktiv mit einem Lüfter gekühlt und auch an eine Anpassung des Augenabstandes sowie eine Einstellung der Dioptrien für Brillenträger hat Antigravity gedacht. Optional lassen sich auch Kurzsichtigkeitskorrekturlinsen einsetzen und gegen die verbauten Linsen tauschen. Im Tutorial wird man durch alle Einstellungsmöglichkeiten der Brille geführt, damit man vor dem ersten Flug ein optimales Bild eingestellt hat. Im Test dichtet der weiche, abnehmbare Schaumstoff der Brille gut ab, so dass kein Licht von außen in die Brille fällt. Für ein optimales Bild und einen festen Halt muss sie aber vergleichsweise fest umgeschnallt werden.

Hinter dem Mesh in der Mitte sitzt der Lüfter
Hinter dem Mesh in der Mitte sitzt der Lüfter

Nahezu alle Einstellungen kann man über das Menü der Vision-Brille einstellen. Neben grundsätzlichen Einstellungen zur Video-Auflösung und den FPS, der Hinderniserkennung, der Flughöhe, maximalen Distanz zum Nutzer und der Höhe für die automatische Rückkehr sowie Zeitraffer oder Slow-Motion lassen sich hier extrem viele Detaileinstellungen vornehmen.

Ist die Drohne am Boden oder schwebt still in der Luft, kann man mit dem Motion Controller das Menü der Brille über einen virtuellen Strahl mit rundem Kreis am Ende bedienen. Dieser lässt sich über den Controller auch neu zentrieren. Über den Trigger werden Schaltflächen angeklickt.

Das HUD der Vision-Brille

Das Overlay-HUD, das der Nutzer beim Flug sieht, zeigt zahlreiche Informationen an. Ganz oben ist eine Leiste integriert, die als Statusleiste angesehen werden kann. Ist sie grün, ist alles ok, leuchtet sie gelb oder rot, ist die Aufmerksamkeit des Nutzers gefragt. Darunter wird bei abweichendem Blickwinkel die Liveansicht der Frontkamera der Drohne im Picture-In-Picture eingeblendet. Wird ein Video aufgezeichnet, wird dies links oben im Bild mitsamt der Aufnahmedauer angezeigt. Rechts oben wird der Videomodus mit Auflösung und FPS eingeblendet.

Das Livebild mit HUD in den Vision Goggles während des Flugs
Das Livebild mit HUD in den Vision Goggles während des Flugs
Weicht das Bild der Brille zu sehr vom Zielpunkt des Motion Controllers ab, zeigt ein kleines Bild im Bild, wohin man fliegt
Weicht das Bild der Brille zu sehr vom Zielpunkt des Motion Controllers ab, zeigt ein kleines Bild im Bild, wohin man fliegt

Ein orangenes H mit Pfeil zeigt die Position des Start- und Landepunktes für RTH an. In der Mitte des Bildes ist der Navigationspunkt zu sehen, der anzeigt, wohin die Drohne fliegt. Ist er gelb oder rot, wurden Hindernisse erkannt.

Im unteren Bereich des HUDs sieht man hingegen, wie lange man noch Videos aufzeichnen kann und wie lang der Akku der Drohne, des Controllers und der Brille noch durchhält. Eine Mini-Map zeigt die Ausrichtung der Drohne zum Horizont und in Relation zum Startpunkt und bei RTH eine kleine Kartenansicht an. Werden Hindernisse unter der Drohne über die nach unten gerichteten Sensoren erkannt, wird der Abstand zu diesen eingeblendet. Rechts unten werden Informationen zum Flugmodus, der Geschwindigkeit und der Höhe dargestellt. Kleine Symbole geben zudem Auskunft über die Signalstärke der Funkverbindung und ob die Hinderniserkennung und das Landelicht eingeschaltet sind.

Anzeige in den Vision Goggles bei automatischem Return to Home (RTH)
Anzeige in den Vision Goggles bei automatischem Return to Home (RTH)

Auch das Menü der Vision-Brille ist vollgestopft mit Optionen und Einstellungsmöglichkeiten.

Links lassen sich Einstellungen zum automatischen RTH und zum Tracking oder eine Flugroute vorab festlegen (Sky Path). Sky Path ermöglicht es, Flugrouten zu entwerfen, zu speichern und zu automatisieren. Sobald man einen Pfad konfiguriert hat, kann man die A1 diesen alleine abfliegen lassen. Um die Steuerung muss man sich dann nicht mehr kümmern. Durch die Möglichkeit, die Route zu speichern, kann man sie auch wiederholt abfliegen, etwa zu unterschiedlichen Tages- oder Jahreszeiten. So lassen sich anschließend Übergänge zwischen unterschiedlichen Zeitpunkten erstellen, ohne dass das Bild springt. Zudem kann man so auch anderen, die die Drohne nicht fliegen, aber einen Blick durch die Vision Goggles werfen wollen, einmal einen Einblick gewähren, ohne dass sie selbst steuern müssen.

In der Mitte lassen sich schnell einige Sicherheitseinstellungen wie die Hinderniserkennung und die maximale Flughöhe einstellen und ein Blick auf eine kleine Karte werfen, wenn die Drohne mit der App verbunden ist, um etwaige Flugrestriktionen einzusehen. Hierfür muss man allerdings eine json- oder GEOjson-Datei mit den geographischen Zonen importieren, die für Deutschland nicht frei zum Download angeboten werden. Sie steht nur den Drohnenherstellern selbst zum Download zur Verfügung. Antigravity wurde auf diese Problematik während des Tests aufmerksam gemacht. Hat man nämlich eine solche Datei importiert, würde die A1 während des Flugs automatisch warnen, wenn man in eine Geozone fliegt.

Darunter wird das Fotoalbum mit Aufnahmen von den Vision Goggles angezeigt. Noch eine Leiste darunter lassen sich die allgemeinen Einstellungen und Tutorial aufrufen.

Das Menü der A1 in den Vision Goggles
Das Menü der A1 in den Vision Goggles

Rechts im Menü können einige Optionen direkt umgestellt werden, beispielsweise der Wechsel zwischen Free Motion und FPV-Modus, das Aufnehmen der First-Person-Ansicht, die Helligkeit des Displays, die Lautstärke des Lautsprechers der Brille oder auch Einstellungen zur Videoübertragung. Auch ein De-fog lässt sich aktivieren, bei dem der integrierte Lüfter hochdreht, um schnell Feuchtigkeit abtransportieren zu können.

Neben diesem großen Menü bietet die A1 aber auch noch ein Quick Menu, auf das sich über den Menü-Button des Controllers zugreifen lässt. Solange die Taste gedrückt wird, kann man über eine Handbewegung des Controllers die im Kreis angeordneten Optionen wie Hinderniserkennung aufrufen beziehungsweise schnell ein- oder ausschalten. Ist ein Feld ausgewählt, lässt man die Taste los, was die aktuelle Option automatisch bestätigt.

Das Quick Menu der A1 in den Vision Goggles
Das Quick Menu der A1 in den Vision Goggles

Steuerung über den Grip Motion Controller

Der einhändig zu bedienende „Griff-Controller“ verbindet die Steuerung über Tasten mit einer Bewegungssteuerung. Richtet man ihn gen Himmel, steigt die Drohne senkrecht nach oben. Bewegt man ihn seitwärts, fliegt die Drohne eine Kurve. Über ein Drehrad kann man die Drohne auf der Stelle drehen.

Der Grip Motion Controller der A1
Der Grip Motion Controller der A1

An die Position der Tasten am Controller muss man sich zunächst gewöhnen. Wer ein fotografisches Gedächtnis hat, ist hier eindeutig im Vorteil, während man mit den Fingern versucht die richtige Taste zu erfühlen. Denn der Grip Controller verfügt abseits der Bewegungserkennung über elf Tasten beziehungsweise Steuerungselemente, die teilweise auch noch doppelt belegt sind, je nachdem wie lange oder wie oft man sie drückt. Da man während des Flugs die Brille trägt, also meistens keinen Blick über die See-Through-Funktion der Brille auf ihn werfen kann oder will, um die richtige Taste zu finden, empfiehlt es sich, sich vor dem ersten ausgiebigen Flug mit diesem und der Lage der Tasten eingehend vertraut zu machen.

Der Grip Motion Controller der A1
Der Grip Motion Controller der A1

An der Oberseite mit dem Daumen befindet sich links oben eine rote Tasten, um eine Notbremsung durchzuführen oder beim Halten zur Ausgangsposition zurückzukehren (Return-to-Home, RTH). RTH wird automatisch ausgelöst, wenn der Akkuladestand gering ist oder das Signal zum Controller verloren wurde. Im Test hat dies bei niedrigem Akkustand problemlos und zuverlässig funktioniert. Die Drohne zeigt kurz an, dass der Akku nur noch für den Rückflug ausreicht und tritt diesen daraufhin selbst an. Die Reserve für den Rückweg ist dabei durchaus großzügig gewählt, so dass man meistens, wenn unbedingt nötig, noch ein paar Minuten manuell herausholen kann.

Über einen kleinen Slider darunter lässt man die Rotoren starten, die Drohne abheben und kann während des Flugs die Flughöhe anpassen. Zwei Tasten unter dem Drehrad, mit dem man die Drohne schwenken und gleichzeitig den Blick um 360 Grad drehen sowie durch Drücken den Blick wieder auf den Blick der Drohne zentrieren kann, steuern die Video- und Fotoaufnahmen.

Der Grip Motion Controller der A1

Ebenfalls am Controller ist ein Schalter zum Umstellen des Flugmodus untergebracht. Mit ihm kann zwischen N, S und C gewählt werden. N steht für den normalen Flugmodus, S für Sport und C für Cine. Je nach gewähltem Modus kann die Drohne unterschiedlich schnell fliegen. Während der Sport-Modus die maximale Geschwindigkeit bietet und die Hinderniserkennung deaktiviert, ist der Cine-Modus für ruhige, flüssige Aufnahmen gedacht.

Die Menü-Taste über dem Trigger ist erneut ein gutes Beispiel für eine Mehrfachbelegung. Ein kurzes Drücken ruft das Menü der Brille auf. Drücken und Halten hingegen aktiviert das Shortcut-Menü. Doppeltes Drücken wechselt dann wiederum zwischen dem Free-Motion- und FPV-Modus, denn auch dieser klassische Drohnen-Flugmodus lässt sich auf Wunsch jederzeit aktivieren. In diesem steuert man die Drohne über eine Handgelenksbewegung statt über eine Armbewegung. Dennoch ist auch im FPV-Modus eine freie 360-Grad-Sicht möglich, wobei das Bewegen des Kopfes keine Auswirkungen auf die Flugrichtung der Drohne hat. Die Live-Ansicht ändert sich jedoch synchron mit der Bewegung des Handgelenks.

Der Trigger dient im Flug zur Beschleunigung. Lässt man ihn los, bremst die Drohne automatisch. Im Menü der Brille dient er wie erwähnt hingegen zur Bestätigung von markierten Schaltflächen. Hält man ihn in Menüs gedrückt, kann man scrollen.

Rückwärts kann die Drohne nicht fliegen. Um umzudrehen, muss man sie drehen.

Dass bei all diesem Bedienen und allen Manövern während des Flugs eine Hinderniserkennung aktiv ist, die Zusammenstöße vermeiden soll, ist bei heutigen Drohnen und somit auch der A1 selbstverständlich.

Die A1 bietet aber auch eine Deep-Tracking-Funktion, mit der man Objekte markieren und automatisch verfolgen kann. Im Menü lässt sich einstellen, dass Objekte im Sichtfeld automatisch erkannt werden, damit man sie dann per Tastendruck für das Tracking auswählen kann. Aber ein Tracking lässt sich eben auch erst nach dem eigentlichen Flug in der Videosoftware vornehmen, da man alle Blickwinkel zur Auswahl hat. Dass die Kamera ein Objekt im Bild behalten soll, lässt sich problemlos auch hinterher umsetzen.

Problemloses Reframing

Während man bei normalen Kameradrohnen schon beim Flug den richtigen Winkel finden muss und es kein Zurückspulen gibt, ist dies bei der Antigravity A1 kein Problem. Die perfekte Ausrichtung des Bildes nimmt man erst nach dem Flug vor und kann ihn auch jederzeit im Post-Processing frei anpassen. Die 360-Grad-Ansicht, die man während des Fluges genießen darf, kann man auch nach dem Flug bei der Videoerstellung noch nutzen und das finale Video, das schlussendlich eine Ansicht in 4K zeigt, optimieren. Wiederholungsflüge sind mit der A1 deshalb in der Regel nicht nötig. Aus den 8K-360°-Aufnahmen werden also 4K-Reframing-Videos.

Selbst gleichzeitige Bildszenen, die sich sonst aufgrund ihrer Position zur Drohne ausschließen, da sie entgegengesetzt zur Drohne stehen, lassen sich mit der A1 und ihrer 360°-Aufnahme einfangen, so dass man hinterher gleichzeitige Vorwärts-, Top-Down-, Seiten- oder Rückwärtsansichten extrahieren kann, um diese zu einem Video zusammenzuschneiden.

Auch das Seitenverhältnis der Videos kann dabei im Nachhinein gewählt werden, je nachdem für welchen Zweck man das Video nutzen möchte. 16:9 ist ebenso möglich wie 1:1 und 9:16. Social Media hat Antigravity bei der A1 in jedem Fall mitgedacht, denn vor allem Content Creator dürften mit der A1 beeindruckende Aufnahmen erzeugen, die bestens für Social Media geeignet sind.

Solch spektakuläre Effekte und Aufnahmen wie im Video zu sehen, sind mit der A1 zwar möglich, in Deutschland beziehungsweise der EU aber aufgrund der Vorgaben, wo man fliegen darf, schon gar nicht möglich. Über bewohntes Gebiet darf man ohne die Zustimmung der Eigentümer mit der A1 gar nicht fliegen, Aufnahmen in Hochhäuserschluchten und Flüge durch Brücken, sind aufgrund der rechtlichen Vorgaben nicht möglich.

Aufnahmen übertragen und bearbeiten

Transfer per Kartenleser

Dem Explorer Bundle liegt ein kleiner Adapter für die microSD-Karte bei, den man per Lightning oder USB-C an Smartphones anschließen kann. Sofern man eine SD-Karte in der A1 nutzt und Aufnahmen auf dieser gespeichert werden, kann man diese nach dem Flug einfach entnehmen und in den Kartenleser einsetzen. Mit dem Smartphone verbunden lassen sich die Videos in die Antigravity-App laden. Um Daten von der Vision-Brille zu exportieren, ist der Kartenleser aber nicht geeignet.

Per WLAN über die App

Alternativ kann man auch direkt die Antigravity-App aufrufen und sich mit der noch eingeschalteten Drohne verbinden, um über Funk Daten von ihr auf das Smartphone zu übertragen. Im Test mit einer frühen Beta-Version der App hat dies nicht immer fehlerfrei funktioniert und der Download ist selbst bei kurzen Aufnahmen wiederholt abgebrochen. Anschließend waren manche Dateien dann jedoch trotzdem übertragen, andere wurden im lokalen Speicher der App zwar angezeigt, ließen sich aber nicht öffnen.

Antigravity Sync zum Aktualisieren der Firmware

Schnelle Videos in der App

Möchte man aus den Aufnahmen schnell ein kurzes Video erstellen, kann man auch auf die Antigravity-App auf dem Smartphone zurückgreifen. Sie kann automatisch anhand der Videos und gewählter Vorlagen mittels KI ein kurzes Video erstellen, bei dem die wichtigsten Momente im Video automatisch erkannt, mit passenden Kamerabewegungen und mit Musik unterlegt werden.

Vor allem für Anfänger, die sich nicht mit Programmen wir Adobe Premiere, dem Plug-in für die Drohne und einem gegebenenfalls langwierigen Videoschnitt auseinandersetzen möchten, ist dies ein durchaus einfacher und schneller Einstieg.

Videoerstellung in der Antigravity-App auf dem Smartphone

Individuelle Videos in Antigravity Studio

Sehr intuitiv zu bedienen ist auch die Desktop-Software Antigravity Studio, mit der sich 360°-Videos direkt von der Drohne oder aus dem lokalen Speicher öffnen und bearbeiten lassen.

In ihr kann über Keyframes die Perspektive für einzelne Abschnitte des Videos und deren Übergang festgelegt werden. Dabei lässt sich auch das Seitenverhältnis schnell ändern und völlig frei im 8K-360°-Video umsehen, um die jeweils beste Perspektive zu wählen. Das funktioniert auch auf einem Notebook überraschend flüssig und völlig ohne ständige Ruckler.

In Antigravity Studio können die 360°-Videos geschnitten, bearbeitet und mit zahlreichen Effekten versehen werden

Hat man die Perspektive und das Seitenverhältnis gewählt, Keyframes gesetzt und vielleicht noch das Tracking eines Objekts festgelegt – denn auch dies geht einfach hinterher im Schnitt und muss nicht beim Fliegen erfolgen –, kann man rechts über ein ausklappbares Menü weitere Einstellungen etwa zum Stitching und der Bildstabilisierung vornehmen. Auch ein Wasserzeichen oder die Telemetriedaten der Drohne lassen sich auf Wunsch über das Bild legen.

Nachträglich ins Video ergänztes HUD mit Telemetriedaten vom Flug
Nachträglich ins Video ergänztes HUD mit Telemetriedaten vom Flug

Möchte man mehrere Videos bearbeiten und zusammenfügen, kann man ein Projekt erstellen. In diesem können auch Musik, Texte und Übergänge zwischen den Videos hinzugefügt werden. Beim Exportieren des bearbeiteten Videos kann man die hierbei üblichen Einstellungen wie Auflösung sowie Bild- und Bitrate wählen. Einzelne Videos können auch wieder als 360°-Videos exportiert werden, Projekte hingegen nicht.

Fazit

Eine neue Art des Flugs

Die Antigravity A1 bietet echte Innovation auf dem Drohnenmarkt. Sie verbindet hochauflösende 360-Grad-Aufnahmen mit moderner Drohnenfliegerei und der gewissen Technikbegeisterung, die allein die Vision Goggles mit ihren Displays, dem futuristischen Aussehen und dem Außendisplay bei technik-affinen Nutzern auslösen.

ComputerBase-Empfehlung für Antigravity A1

Spektakuläre Effekte in den Videos, die sich mitunter durch eine automatische Verarbeitung schon mit einem Klick direkt in der App erstellen lassen, sind Dank der 360-Grad-Aufnahmen, die eine völlig freie Kamerabewegung auch nach dem Flug erlauben, kein Problem. Alleine die Option, geradeaus fliegen, aber im Video nach hinten gucken zu können, oder aufzusteigen und dabei nach unten zu blicken, während alle Sicherheitsmaßnahmen aktiv sind, ist so bisher kaum möglich gewesen. Und auch Effekte wie der Flug einer Schraube oder eines Loopings, die die Drohne tatsächlich aber nie vollführt hat, lassen sich mit dem 360-Grad-Videomaterial problemlos im Nachhinein umsetzen. Und da die Kopfbewegung im Free-Motion-Modus vom Flug entkoppelt ist, kommt es mit der A1 auch nicht mehr zu ungewollten Richtungswechseln. Die Entkopplung vom Blick und der Flugrichtung, die sich nach dem Motion Controller richtet, ist einerseits intuitiv, sorgt andererseits aber auch für ein echtes Gefühl von Fliegen.

Allerdings erfordert nicht nur die Nachbearbeitung, sondern auch der Flug selbst etwas Umgewöhnung und Eingewöhnungszeit. Die Trennung von Sicht und Steuerung in Verbindung mit der Bewegungssteuerung über den Controller will erst auf dem freien Feld geübt und gelernt werden. Und die A1 bietet so viele Funktionen, dass einige davon auch erst im Laufe des Tests entdeckt wurden. Vorab einen ausführlichen Blick in die Anleitung zu werfen, ist bei der A1 deshalb tatsächlich lohnenswert.

Der Motion Controller ähnelt Produkten anderer Hersteller und lässt sich intuitiv bedienen. Allerdings ist das Drehen der Drohne über das Scrollrad keine flüssige Bewegung, da man notgedrungen eine Pause einlegen und den Finger neu positionieren muss. Dem entgegnen kann man, dass das Drehen der Drohne wegen der 360-Grad-Videos ja nie notwendig sei. Zumindest im Free-Motion-Modus ist dies richtig. Ob für die A1 auch noch eine klassische Fernsteuerung nachgeliefert wird, ist derzeit nicht bekannt.

Auf dem Außendisplay der Vision Goggles der Antigravity A1 wird das Drohnen-Livebild gezeigt
Auf dem Außendisplay der Vision Goggles der Antigravity A1 wird das Drohnen-Livebild gezeigt

Zu den Videoaufnahmen selbst sei gesagt, dass die A1 zwar 8K aufzeichnet, sich dies aber auf das 360-Grad-Bild bezieht. Das Ergebnis hieraus ist ein Video mit maximal 4K-Auflösung. Und das Bild selbst kann sich zwar sehen lassen, eine rein nach vorne gerichtete Kamera kann jedoch je nach Lichtverhältnissen unter Umständen bessere Ergebnisse erzielen. Antigravity hat deshalb auch betont, dass nicht einzelne technische Features, das beste Bild oder die längste Akkulaufzeit der Anspruch der A1 sind, sondern ihr neuer 360-Grad-Ansatz und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten.

Wer bereit ist, für das Gesamtpaket im Explorer-Bundle den Preis von 1.599 Euro zu zahlen, erhält mit der Antigravity A1 deshalb auch eine Drohne, die sich nicht durch neue Bestmarken bei der Akkulaufzeit auszeichnet, sondern durch die Art des Fliegens und der Aufnahmen sowie der kreativen Möglichkeiten. Das Erlebnis in Verbindung mit der Brille, das man bei der A1 schon beim ersten Flug verspürt, bietet sonst derzeit keine andere Drohne. Es wird interessant sein zu sehen, wie DJI und Co auf diesen Einstieg von Insta360 reagieren. Für den Konsumenten kann die Entwicklung und der nun erhöhte Konkurrenzdruck nur positiv sein.

DJI könnte mit Avata 360 kontern

Bereits seit längerem halten sich Gerüchte, dass auch DJI an einer 360-Grad-Drohne namens DJI Avata 360 arbeiten soll und diese ebenfalls noch vor Jahresende vorstellen könnte. Die Technik für die Avata 360 soll von der bereits erhältlichen DJI Osmo 360 stammen und mittels zweier 1/1,1-Zoll-Sensoren ebenso eine 8K-Videoaufnahme erstellen.

Anders als bei der Antigravity A1 sollen bei der Avata 360 die Propeller jedoch durch Rahmen geschützt sein. Auch sie soll unter 250 Gramm wiegen und in die C0-Klasse eingeordnet werden. Die Steuerung soll wahlweise über die DJI Goggles N3 und den Motion 3 Controller oder aber klassisch über die DJI-RC2-Fernbedienung erfolgen.

Smartphone-App noch mit Abstürzen

Nicht verschwiegen werden soll jedoch, dass die Smartphone-App im Beta-Test mitunter noch für Probleme gesorgt hat. Unter anderem wurde angezeigt, dass die Drohne nicht verbunden werden konnte, war es dann nach dem Wegklicken der Fehlermeldung aber doch. Oder Videos konnten nicht von der Drohne in die App heruntergeladen werden oder ließen sich nach dem Herunterladen plötzlich in der App nicht mehr wiedergeben. Auch das Erstellen von Videos blieb mitunter minutenlang mit einem sich drehenden Kreis eingefroren, wobei man nie wusste, ob die Verarbeitung noch läuft oder die App hängt – meistens war letzteres der Fall. Beim Erstellen von Videos stürzte die App zudem mitunter ab und auch das Schließen des Editors war manchmal nicht möglich, so dass die App manuell beendet werden musste. All dies sind jedoch Punkte, die Antigravity in Kürze problemlos ausbessern können sollte.

Die A1 in ihrer Aufbewahrungsbox
Die A1 in ihrer Aufbewahrungsbox
Vision Goggles der A1
Vision Goggles der A1

Bei sehr nahen Objekten zeigt das Stitching zudem eine Überlappung des oberen und unteren Kamerabildes, was zu merkwürdigen Ergebnissen führen kann. In diesem Fall kann die AI-Unterstützung, die sich aktivieren lässt, das Ergebnis verbessern. Dennoch kann man das Ergebnis verbessern, indem man Objekte, die gezielt gefilmt werden sollen, nicht genau auf der Schnittachse beider Kameras einfängt.

Die A1 kommt in Europa ohne einen Propellerschutz, der in der Anleitung zwar erwähnt wird, in Europa aber nicht verkauft wird, da die A1 dann ihre Einstufung als C0-Drohne verlieren würde. Positiv anzumerken bleibt zum Schluss aber noch, dass sich auch beschädigte Linsen der A1 selbst ersetzen lassen. Hat man zu häufig vergessen die Landebeine vor dem Start der Drohne auszuklappen und die Linse an der Unterseite zerkratzt, kann man diese selbst auswechseln.

Kit zum Wechseln der Linse der A1

ComputerBase hat die A1 leihweise von Antigravity unter NDA zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungstermin.

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Dieses Feature soll digitale und analoge Welt vereinen


Mit einer cleveren neuen Funktion will Spotify euch den Alltag erleichtern. Dabei geht es diesmal aber nicht um Musik. Stattdessen will man eifrigen Lesern unter die Arme greifen und so möglicherweise auch neue Nutzer finden.

Spotify ist bereits seit einiger Zeit nicht mehr ausschließlich für das Musikstreaming bekannt. So könnt ihr im Premium-Abo monatlich bis zu 15 Stunden lang in Hörbüchern stöbern. Nun arbeitet das Unternehmen an einem neuen Feature, das den fliegenden Wechsel zwischen einem traditionellen Buch und genau diesen Hörbüchern ermöglichen soll. Das ist zum Beispiel dann nützlich, wenn das analoge Buch einige Zeit vor der digitalen Audiovariante erscheint. Der Streamingdienst will euch den fliegenden Wechsel erlauben – und zwar auch in beide Richtungen.

Gefunden wurde die Entwicklung des neuen Features von Android Authority in einer aktuellen Android-App von Spotify. Die Macher bezeichnen die Funktion als „Page Match“, auf Deutsch „Seitenübereinstimmung“. Aktuell handelt es sich laut den Textblöcken in der App um eine Beta, also eine Testversion. Selbst ausprobieren könnt ihr das Feature jedoch bislang nicht.

Die gefundenen Texte und auch Bilder geben aber bereits einen tiefen Blick darauf, wie Page Match funktionieren soll. Die Idee ist denkbar einfach. Um den Sprung von einem regulären Buch oder auch einem eBook zum Hörbuch zu schaffen, müsst ihr lediglich mithilfe der Spotify-App ein Foto von der aktuell gelesenen Seite machen.

Wurde das Buch und die Seite mit der Worterkennung erkannt, landet ihr direkt im Hörbuch an der entsprechenden Stelle. Ihr könnt also direkt in Spotify weiter hören. Umgekehrt gehts aber auch. Die App zeigt euch an, auf welcher Seite im Buch ihr euch gerade befindet.

Ihr könnt also mithilfe des neuen Features ganz einfach zwischen mehreren Medien wechseln. Wenn ihr also unterwegs seid und keine Bücher mit euch herumtragen wollt, könnt ihr die Hörbuchfunktion von Spotify nutzen. Dank des Fotos der aktuellen Seite entfällt das nervige Suchen im Audioplayer. Wieder zuhause schaut ihr einfach in die App, auf welcher Seite ihr angekommen seid, um dann im traditionellen Buch weiterzulesen.

Die Funktion setzt voraus, dass ihr das entsprechende Hörbuch zunächst in der App freigeschaltet haben müsst. Erst dann erlaubt Spotify die Zuordnung.

Verfügbarkeit bislang unklar

Wie bereits erwähnt, könnt ihr das neue Feature aktuell noch nicht ausprobieren. Android Authority geht aber davon aus, dass Page Match dort verfügbar sein wird, wo Spotify auch Hörbücher anbietet. Das ist beispielsweise in vielen europäischen Ländern sowie in den USA, Kanada und Australien der Fall.





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Apps & Mobile Entwicklung

Nvidia DGX Spark: Als Asus Ascent GX10 im Test


Nvidia DGX Spark ist „der weltweit kleinste KI-Supercomputer“ und neben der Founders Edition in vielen Partnerdesigns verfügbar. Das auf dem GB10 Superchip basierende, 128 GB Unified Memory bietende Linux-System holt Nvidias AI-Plattform nach Hause. Ein Blick auf die Plattform am Beispiel des „Preisbrechers“ Asus Ascent GX10.

Von Project Digits zu Nvidia DGX Spark

Vor einem Jahr zur CES 2025 als Project Digits erstmals gezeigt, ist das Projekt auf der GTC 2025 im März als Nvidia DGX Spark zum finalen Produkt mutiert. Seit Oktober sind Nvidias eigenes Design und die Designs unzähliger enger Partner nun auch endlich verfügbar.

Nvidia Project Digits
Nvidia Project Digits

Nachdem der Preis dieser Systeme im freien Handel zuletzt – entgegen dem allgemeinen Markttrend – bereits leicht gefallen ist, sind DGX-Spark-Partnerdesigns inzwischen ab knapp unter 3.000 Euro zu bekommen. Alle bieten das SoC Nvidia GB10 Superchip mit 128 GB LPDDR5X-8533, den Unterschied machen Chassis und der Speicherausbau, der 1, 2 oder 4 TB betragen kann (NVMe, PCIe 5.0). Das günstigste System ist derzeit der Asus Ascent GX10 mit 1 TB Speicherplatz. ComputerBase hat einen Blick auf diese Variante geworfen.

Für wen ist Nvidia DGX Spark gedacht?

Der DGX Spark ist ein Mini-PC bestehend aus einem 20-Kern-Arm-Prozessor und Nvidia-Grafik-Chip mit RTX-5070-Dimensionen, GB10 Superchip genannt. Gerüchten zufolge war dieselbe Architektur für das Jahr 2025 auch als Nvidia N1(X) vorgesehen, der Windows-Arm-Notebooks mit Nvidia SoC ermöglichen sollte, doch um dieses Projekt war es zuletzt lange still. Jüngsten Meldungen zufolge soll die Plattform aber jetzt kurzfristig im 1. Quartal 2026 erscheinen. Ein Blick auf GB10 ist damit auch weiterhin ein Blick in die Consumer-Zukunft.

  • Nvidia N1X, N2 und N2X: Start des Notebookchips noch in Q1, Nachfolger ab Mitte 2027

Einfach ausgedrückt handelt es sich beim Nvidia GB10 Superchip um einen Grace Blackwell Superchip im Kleinformat für den Schreibtisch, dessen Referenzsystem von Nvidia deshalb auch genau so aussehen sollte wie das erste DGX-System mit Tesla-GPUs vor rund 10 Jahren. Nvidia spricht vom „weltweit kleinsten KI-Supercomputer“. Weitere Details zum Nvidia GB10 Superchip liefert der nachfolgende Bericht:

  • DGX Spark: Nvidia gibt Einblick in die Tech­nik des GB10

Ein lokales Abbild der DGX-AI-Cloud

Nvidia DGX Spark mit GB10-SoC und Linux-Betriebssystem (DGX OS aus Basis von Ubuntu) ist ein „Dev Kit“, also ein System für Entwickler, die lokal KI-Anwendungen für Nvidias (Cloud-)Ökosystem entwickeln und dafür so viel Grafikspeicher wie möglich zur Verfügung haben wollen. Neben dem Prototyping von späteren Cloud-KI-Anwendungen steht auch die Optimierung von großen LLMs auf der Speisekarte von DGX Spark, denn Nvidia DGX Spark erlaubt es:

  • KI-Modelle zu entwickeln, zu validieren und zu optimieren, wobei Modelle mit bis zu 200 Milliarden Parameter (200B) dank 128 GB Unified Memory und INT4-Fähigkeit (Quantifizierung) direkt auf der Box ausgeführt werden können (Inferencing).
  • Werden zwei Nvidia DGX Spark über das High-Speed-Interface ConnectX (200 Gbps, Details) verbunden, sind sogar Modelle mit 405 Milliarden Parametern nutzbar.
  • Reicht die lokale Leistung oder Speicherkapazität nicht aus, können Entwickler die lokal verrichtete (Vor-)Arbeit an die Nvidia-Cloud übergeben. Das gilt auch für das Training von Modellen, für das DGX Spark nicht gedacht ist.
  • Auch Entwickler in den Bereichen Data Science (Nvidia Rapids), Edge und Robotics (Isaac, Metropolis, Holoscan) können von Architektur, Software und Speicherkapazität von Nvidia DGX Spark profitieren.

Eingeschränkt werden die lokalen Möglichkeiten durch die Leistung der GB10-GPU (6.144 CUDA-Cores) und deren Speicherbandbreite: LPDDR5X-8533 (16-Kanal) ist zwar vergleichsweise schnell (273 GB/s), aber GDDR7 auf aktuellen Blackwell-Grafikkarten noch einmal wesentlich schneller (RTX Pro 6000: 1.792 GB/s, 24.064 CUDA-Cores). Und in der Cloud (GB100, GB200, GB300) gibt es sogar HBM3(e) mit 8 TB/s und mehr.

Das DGX Dashboard informiert (auch Remote) über die Auslastung von GPU und Unified Memory
Das DGX Dashboard informiert (auch Remote) über die Auslastung von GPU und Unified Memory

Wer diese Leistung braucht, muss dann eben tiefer in die Tasche greifen (RTX Pro), oder Stunden in der Cloud buchen. Das ist mitunter aber auch gar nicht mehr so teuer, seit kurzem bietet beispielsweise Hetzner neue Systeme mit RTX PRO 6000 und nativen 96 GByte VRAM für umgerechnet knapp 1,70 Euro die Stunde an. Allerdings muss man den Server monatsweise buchen und dann liegen die Kosten mit 1.060 Euro – nach drei Monaten hat man den DGX Spark von Asus raus.

Die „Total Cost of Ownership“ über eine Laufzeit von drei Jahren sieht nicht nur Asus deshalb als ein wesentliches Argument für Nvidia DGX Spark.

Asus wirbt mit dem niedrigen TCO für Nvidia DGX Spark
Asus wirbt mit dem niedrigen TCO für Nvidia DGX Spark (Bild: Asus)

Das Nvidia-Ökosystem im Kleinformat

DGX Spark kommt mit DGX OS, das auf Ubuntu 24.04 basiert und einen angepassten Kernel nutzt, der nach Updates gegen Ende 2025 aktuell auf Version 6.14 hört (der Kernel selbst ist aktuell bei 6.18 Stable). Wie in der Cloud gibt es also Linux und nicht Windows als Basis.

Der aktuelle Software-Stand des DGX Spark nach unzähligen Updates (21. Januar)
Der aktuelle Software-Stand des DGX Spark nach unzähligen Updates (21. Januar)

Im Endeffekt gibt es hier genau das, was Kunden auch auf einem Grace-Blackwell-DGX-System in der Cloud vorfinden. Und das betrifft nicht nur das OS, sondern auch die darauf lauffähigen KI-Anwendungen- und -Tools.

Ob PyTorch, ComfyUI, LM Studio oder vLLM – Nvidia ist nicht nur der Spitzenreiter in Sachen AI, weil die Hardware überzeugt, sondern auch und insbesondere weil die Industrie auf Hardware und Software von Nvidia groß geworden ist. AMD versucht aufzuholen, aber bei dem hohen Tempo, das Nvidia weiterhin an den Tag liegt, ist das alles andere als leicht.

Der DGX-OS-Desktop und sein Startmenü

Nvidia nimmt Neulinge an die Hand

„Die Cloud-Technologie auf dem Schreibtisch“ – Na toll, und nun? Nvidia hat sich bei DGX Spark viel Mühe gegeben nicht nur Hardware- und Software-Basis der DGX-Cloud auf den Tisch zu stellen und Anwender dann mal machen zu lassen, sondern insbesondere weniger versierten Entwicklern eine Hand zu reichen.

Das fängt bei einer umfassenden Dokumentation von Hardware und Software an und zieht sich bis zu den Praxis-Tutorials, „Playbooks“ genannt, fort.

Mehr Details zu DGX Spark

Nvidia DGX Playbooks

Denn was Nvidia bei der kleinen Box hervorragend umgesetzt hat, ist die Einführung in das Ökosystem und dessen Möglichkeiten. Denn um die Möglichkeiten des Nvidia-Chips auszuloten und die 128 GByte LPDDR5X auch mal vollends anzusprechen, braucht es die passenden Anwendungen. Die DGX Spark Playbooks bieten dafür dutzende Beispiele und zugleich einen Einstieg in die Materie.

Nvidia nimmt Einsteiger auf dem DGX Spark an die Hand
Nvidia nimmt Einsteiger auf dem DGX Spark an die Hand

KI-Entwickler, die DGX Spark kaufen, weil sie dessen Vorzüge in ihrem Umfeld gezielt nutzen wollen, werden das wohl eher nicht brauchen. Für die in Bezug auf die KI-Entwicklung eher weniger versierten Redakteure waren die Playbooks indes eine interessante Spielwiese für den Umgang mit DGX Spark. Und Entwickler, die mit dem Gedanken spielen, in Zukunft KI-Anwendungen auf dem Nvidia Software Stack zu entwickeln, sehen das eventuell genauso.



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Apps & Mobile Entwicklung

Netflix nimmt es mit TikTok und YouTube auf


Die Netflix bietet mehr als Serien und Filme. Es gibt Spiele und interaktive Funktionen – und das soll nicht das Ende der Fahnenstange sein. Das nächste soll Netflix auf ein neues Level bringen, um mit TikTok und YouTube Shorts konkurrieren zu können..

Einen Feed mit vertikalen Videos gibt es bei Netflix bereits. Der zeigt hauptsächlich Clips aus TV-Serien und Filmen auf der Plattform. Dieses Format hat sich als wirksames Mittel erwiesen, um Abonnenten anzusprechen und Titel zu bewerben. Jetzt gibt der Streaming-Riese Pläne bekannt, die App mit einer verbesserten Benutzeroberfläche und noch mehr kurzen Videoinhalten zu optimieren.

Während der jüngsten Gewinnmitteilung von Netflix am Dienstag verriet Co-CEO Greg Peters, dass man die Mobil-App einer umfassenden Überarbeitung unterzieht. Ziel: Eine neue, bessere und intuitivere Benutzeroberfläche für die Netflix-Fans. Zuletzt freuten sich Nutzer der App bereits über eine neu gestaltete Benutzeroberfläche für eine verbesserte Inhaltssuche. Zudem gibt es nun Unterstützung für Video-Podcasts und eine größere Bibliothek von Live-Events und Spielen.

Netflix nimmt es mit TikTok und YouTube auf

Neben der neuen Benutzeroberfläche setzt Netflix auch verstärkt auf Kurzvideos. Das Unternehmen plant, mehr vertikale Feeds anzubieten, einschließlich Video-Podcasts neben Clips aus TV-Sendungen und Filmen.

Betrachtet diese Änderung als klare Reaktion auf den boomenden Markt für Kurzvideos, der von TikTok, YouTube Shorts und Instagram Reels dominiert wird. Mit diesem neuen Inhaltsformat hofft Netflix, die Nutzeraktivität zu steigern. Außerdem will man die Abonnenten in der App so länger bei Laune halten.

Netflix bringt uns noch in diesem Jahr weitere kurze Videoformate.

Peters betonte, dass die neue App und die Kurzformate es Netflix ermöglichen werden, sein Angebot „weiter zu verbessern, zu testen und weiterzuentwickeln“.

Nutzt Euer Handy als Game-Controller

Netflix enthüllte auch Pläne, für Marketing und Inhaltsempfehlungen eine KI auf Topniveau zu integrieren. Zu den weiteren geplanten Funktionen gehören Live-Abstimmungen und die Möglichkeit, Smartphones als Controller zu verwenden, wenn Ihr Spiele auf großen Bildschirmen zockt.

Die überarbeitete Netflix-App mit diesen neuen Funktionen soll voraussichtlich irgendwann dieses Jahr auf den Markt kommen.

Zwischenzeitlich lässt uns Netflix wissen, noch in diesem Jahr mit der Übernahme von Warner Bros. zu beginnen, um seine Kino- und TV-Bibliothek deutlich zu frisieren. Zusammen mit der Überarbeitung der App könnte das Jahr 2026 ein Meilenstein für Netflix und seine Abonnenten werden.





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