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Künstliche Intelligenz

TikTok unterzeichnet Deal zum Verkauf von Anteilen der US-Tochter an Investoren


TikTok hat die Vereinbarung zum Verkauf des Großteils der Anteile an der US-Tochter offenbar unterzeichnet. Das geht aus einer internen Mitteilung von TikTok-Chef Shou Zi Chew an seine Mitarbeiter hervor. Durch den Verkauf entgeht die chinesische Videoplattform einem Verbot in den USA. Ein letztes Jahr dort verabschiedetes Gesetz zum Zwangsverkauf von TikTok hat das Ziel, die Daten von US-Bürgern dem Zugriff der chinesischen Regierung zu entziehen und auch den TikTok-Empfehlungsalgorithmus unter die Kontrolle lokaler Unternehmen zu stellen. TikTok war rechtlich dagegen vorgegangen, blieb aber erfolglos.

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Eine solche Vereinbarung beendet die mehr als einjährige Auseinandersetzung zwischen der US-Regierung und der chinesischen TikTok-Mutter ByteDance. Schon die vorherige Biden-Administration befürchtete eine Gefährdung der nationalen Sicherheit durch die App, wenn China Zugriff auf die Nutzerdaten und -profile von TikTok bekommt. In den USA zählt die App über 170 Millionen Nutzer. TikTok selbst dementierte, dass die chinesische Regierung auf die persönlichen Daten US-amerikanischer Anwender zugreifen kann. Allerdings ist der Empfehlungsalgorithmus der App auf einige dieser Daten angewiesen.

Die interne TikTok-Mitteilung bestätigt nun einige der bereits im September vom Weißen Haus genannten Details zu der TikTok-Vereinbarung. So werden der IT-Konzern Oracle, das Investmentunternehmen Silver Lake sowie der in Abu Dhabi beheimatete Investmentfonds MGX zusammen 45 Prozent der US-Tochter von TikTok übernehmen, die künftig „TikTok USDS Joint Venture LLC.“ heißen wird. Rund ein Drittel dieses Unternehmens werden bisherige ByteDance-Investoren halten, während ByteDance selbst 20 Prozent behalten wird, schreibt Axios.

Das neue TikTok-Joint-Venture soll demnach für den Datenschutz der US-Nutzer, die Sicherheit des Algorithmus, die Moderation der Inhalte und die Software-Sicherheit verantwortlich sein. Der Empfehlungsalgorithmus soll auf Basis der US-Nutzerdaten neu trainiert werden, um sicherzustellen, dass keine externe Manipulation stattfindet. Dieser Algorithmus beeinflusst, welche Videos Amerikaner zu sehen bekommen. Oracle wird als Sicherheitspartner die Verantwortung für die Prüfung und Einhaltung der nationalen Sicherheitsbedingungen übernehmen.

Zwar wurde das Gesetz zum Zwangsverkauf von TikTok bereits im April 2024 verabschiedet, wurde nach der Klage von ByteDance aber erst Mitte Januar 2025 wirksam, als der Supreme Court das TikTok-Verbot bestätigte. Damit wurde TikTok zum Problem von Donald Trump, der wenige Tage später zum US-Präsidenten vereidigt wurde. Wie auch Vorgänger Joe Biden hat Trump die Durchsetzung des Verbots mehrfach aufgeschoben, um TikTok und ByteDance längere Verkaufsverhandlungen zu ermöglichen. Zuletzt im September hatte Trump TikTok in den USA mehr Zeit gegeben.

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Oracle wollte die Vereinbarung auf Anfrage von Reuters nicht kommentieren und das Weiße Haus verwies für entsprechende Fragen auf TikTok. Der TikTok-Deal soll laut ByteDance am 22. Januar 2026 abgeschlossen werden. Offen ist noch, wie viel die Investoren für die Beteiligung am TikTok-Joint-Venture aufbringen müssen und wie die Einnahmen künftig aufgeteilt werden. Letzten Herbst wurde berichtet, dass 50 Prozent der US-Einnahmen nach dem TikTok-Deal an ByteDance fließen sollen.


(fds)



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Künstliche Intelligenz

Die OWASP Top Ten 2025 vorgestellt


Seit dem Jahr 2004 veröffentlicht das Open Worldwide Application Security Project (OWASP) in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen eine neue Version der OWASP Top Ten. Anfangs enthielt diese Liste die zehn am weitesten verbreiteten Schwachstellen in Webanwendungen, doch seit 2010 geht es um die zehn häufigsten Risiken.

Das ist ein wesentlicher Unterschied: Denn während man Schwachstellen testen kann, etwa durch Penetrationstests, lassen sich Risiken nicht direkt testen und sind abstrakter als Schwachstellen. Auffallend ist, dass in der neuen Liste, die Anfang November 2025 veröffentlicht wurde, das Thema KI weiterhin ausgespart bleibt – dafür gibt es eigene OWASP-Projekte.

  • Seit ihrer Entstehung haben die OWASP Top Ten etliche Veränderungen und pragmatische Anpassungen durchgemacht, zuletzt die Gewichtung der Risiken durch die Community.
  • Die Risiken der aktuellen Liste sind gleich geblieben, wurden jedoch aus guten Gründen neu sortiert und gewichtet – etwa die Lieferkettensicherheit.
  • Das OWASP hält daran fest, KI-Risiken von anderen Anwendungsrisiken zu trennen und in eigenen Listen zu berücksichtigen.


Tobias Glemser

Tobias Glemser

Tobias Glemser ist BSI-zertifizierter Penetrationstester und Geschäftsführer der secuvera GmbH. Seit über 20 Jahren arbeitet er in der Cybersicherheit. Privat ist er unter anderem bei OWASP engagiert.

Wie jedes OWASP-Projekt basieren auch die Top Ten auf ehrenamtlicher Arbeit. Die Freiwilligen entwickeln Werkzeuge und Dokumente, die sie der Öffentlichkeit kostenlos zur Verfügung stellen. Hinter den aktuellen Top Ten stehen fünf primäre Autoren, darunter mit Thorsten Gigler auch ein Mitglied des OWASP Chapter Germany und Mitorganisator des lokalen Treffens in München.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Die OWASP Top Ten 2025 vorgestellt“.
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Künstliche Intelligenz

Milliardenauftrag: BMW kauft langfristig weiterentwickelte ZF 8-Gang-Automaten


BMW und der Zulieferer ZF haben heute in einem langfristigen Liefervertrag die Weiterentwicklung der bereits in einigen Fahrzeuggenerationen bewährten 8-Stufen-Wandlerautomatik mit dem Kürzel „8HP“ vereinbart. Das von ZF entwickelte Getriebe soll dabei bis in die späten 2030er-Jahre „mit besonderem Fokus auf elektrifizierte Antriebe“ weiterentwickelt werden. Der Vertrag umfasst laut einer heute gemeinsam von beiden Unternehmen herausgegebenen Pressemitteilung ein Volumen „von mehreren Milliarden Euro“.

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„Fokus auf elektrifizierte Antriebe“ bedeutet, dass das bestehende Aggregat für den Einsatz in kommenden Hybridantrieben erweitert werden soll. Durch die Grundkonstruktion dieses Getriebes wird BMW dabei in zweierlei Hinsicht festgelegt: erstens auf den Längseinbau des Verbrennungsmotors und zweitens auf eine E-Maschine, die konzentrisch zur Getriebewelle liegt. Dabei kann die E-Maschine mit der Wandlerkupplung oder einem automatisierten Anfahrelement in der Getriebeglocke oder im Getriebegehäuse liegen. Eine Kombination beider Einbaupositionen ist ebenfalls möglich.

ZF befindet sich wegen der Schwäche der deutschen Autoindustrie in einer schweren Krise und plante zuletzt, in Deutschland bis Ende 2028 bis zu 14.000 Arbeitsverhältnisse zu beenden. Zahlreiche Mitarbeitende in Deutschland sind bereits auf Kurzarbeit. Mit etwa 161.600 Mitarbeitenden in 161 Werken in 30 Ländern ist ZF einer der größten Zulieferer der Autobranche und machte 2024 einen Umsatz von rund 41,4 Milliarden Euro. 2023 waren es noch 46,6 Milliarden und für das Ergebnis 2025 ist eine weitere Verschlechterung anzunehmen. ZF will die Zahlen für 2025 im März präsentieren.

Bei vier Radsätzen begnügt sich die aktuelle Ausbaustufe 8HP mit nur fünf Schaltelementen. Weil pro Gang lediglich zwei Schaltelemente geöffnet sind, werden die Schleppverluste im Getriebe deutlich minimiert. ZF konnte zudem die Zahl der Lamellenkupplungen auf drei und die der Bremsen auf lediglich zwei reduzieren. Die konsequente Reibungsminimierung, zu der auch eine achsparallele Flügelzellenpumpe beiträgt, ermöglicht mit dem 8HP eingesetzten Verbrennungsmotoren einen höheren Wirkungsgrad.

In verschiedenen Ausführungen für Motoren mit einem Drehmoment von 220 bis 1000 Nm erhältlich, wird es auch von anderen Autoherstellern verwendet, beispielsweise von Audi.

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Die Modularität des 8HP-Baukastens ermöglicht unter weitgehender Verwendung konventioneller Bauteile bereits heute ein Plug-in-Hybridgetriebe mit integrierter E-Maschine mit bis zu 160 kW und einem maximalen Drehmoment von 450 Nm. Die herkömmliche Bauform „reduziert die Notwendigkeit von Einbau-Anpassungen und die damit verbundenen Investitionen für den Kunden auf ein Minimum“ wie ZF selbst schreibt.

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(fpi)



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Künstliche Intelligenz

Bundesregierung: KI gefährdet IT-Berufseinstieg bislang nicht


Der deutsche Arbeitsmarkt für Berufseinsteiger steht derzeit unter erheblichem Druck. Doch die Ursachen hierfür scheinen anders gelagert zu sein, als es aktuelle Debatten über Künstliche Intelligenz (KI) vermuten lassen. In einer Antwort auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Grünen hebt die Bundesregierung hervor: Bislang gebe es keine empirischen Belege für die Befürchtung, KI würde systematisch Einstiegschancen erschweren.

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Analysen aus den USA deuten bereits auf einen deutlichen Rückgang der Beschäftigung in „KI-exponierten“ Berufen gerade bei jungen Erwachsenen hin. Dieser Trend lässt sich für Deutschland aber bisher nicht bestätigen.

Ähnlich ausgerichtete Studien durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) fanden laut der jetzt veröffentlichten Auskunft des federführenden Bundesarbeitsministeriums keine ausgeprägten Rückgänge bei jungen Beschäftigten, die auf leistungsfähige Sprachmodelle wie ChatGPT oder Gemini zurückzuführen wären. Laut dem Ministerium führt die Transformation eher zu einer Verschiebung der Aufgaben, statt Einstiegspositionen ersatzlos zu streichen. Der Fokus der politischen Analyse liege daher momentan auf den klassischen ökonomischen Rahmenbedingungen.

So identifiziert die Regierung primär die anhaltende wirtschaftliche Stagnation als den entscheidenden Faktor für die angespannte Lage. Das gesamtwirtschaftliche Stellenangebot ist demnach in fast allen Bereichen rückläufig. Besonders betroffen sind unternehmensnahe Dienstleistungen, der Handel sowie die Branche für Information und Kommunikation.

Dies führe zu einer paradoxen Situation für Absolventen, heißt es: Junge Menschen, die im Vertrauen auf exzellente Zukunftsaussichten eine Ausbildung oder ein Studium im IT-Sektor abgeschlossen haben, träfen nun auf einen vergleichsweise dichten Arbeitsmarkt. Dieser biete Einsteigern deutlich weniger Vakanzen, als ihnen zu Beginn ihres Ausbildungsweges prognostiziert worden sei.

Die Zahl der Arbeitslosen in Berufsfeldern wie dem Ingenieurwesen und der Informatik ist zuletzt bei den unter 30-Jährigen leicht überproportional gestiegen. Das Arbeitsressort erklärt das primär mit der hohen Sensibilität dieser Branchen für wirtschaftliche Schwankungen. Es sei also eine zyklische Flaute und keine strukturelle Verdrängung durch Algorithmen, die den Fachkräften von morgen den Start erschwere. Unternehmen agierten wegen der Unsicherheit schlicht vorsichtiger bei Neueinstellungen.

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Trotz dieser konjunkturellen Delle zeige sich das duale Ausbildungssystem weiterhin als stabiler Anker, gibt sich die Regierung optimistisch. 2024 sei mit einer Übernahmequote von 79 Prozent ein neuer Rekordwert erzielt worden. Betriebe scheinen gerade in Zeiten des Fachkräftemangels verstärkt auf die Bindung des eigenen Nachwuchses zu setzen. Fast vier Fünftel der ehemaligen Auszubildenden fanden 2024 praktisch nahtlos den Weg in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

Dennoch wächst die Besorgnis, dass eine langanhaltende wirtschaftliche Unsicherheit die Investitionsbereitschaft der Firmen in die Ausbildung langfristig drosseln könnte. Da die Ausbildung für Betriebe zunächst mit Nettokosten verbunden ist, besteht das Risiko, dass bei anhaltender Flaute weniger Plätze angeboten werden. Das würde mittel- bis langfristig den Fachkräftemangel verschärfen. Die Regierung beobachtet diese Entwicklung nach eigenen Angaben genau. Momentan sieht sie aber noch keinen Anlass für massive staatliche Markteingriffe, solange die betriebliche Ausbildungsbereitschaft auf hohem Niveau bleibt.

Parallel setzt das Arbeitsministerium zur Vorbereitung auf den digitalen Wandel auf technologieoffene Ausbildungsordnungen, die bereits heute Raum für die Vermittlung von KI-Kompetenzen bieten. Eine Notwendigkeit für gesetzliche Anpassungen in der Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit gebe es nicht, da der bestehende Beratungsauftrag neue technologische Entwicklungen bereits abdecke. Ziel sei es, die Curricula so flexibel zu gestalten, dass neue Werkzeuge wie generative KI ganz natürlich in den Arbeitsalltag integriert werden können. Dafür müsse nicht jedes Mal das gesamte Berufsbild formal umgestaltet werden.

Stattdessen sollen Tools wie der Job-Futuromat oder Portale wie Berufenet helfen, die individuellen Potenziale junger Menschen mit den Anforderungen eines KI-beeinflussten Arbeitsmarktes abzugleichen.


(dahe)



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