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Künstliche Intelligenz

Japans DMA: Reicht noch nicht für „Fortnite“, meint Epic


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Apple hat in Japan zahlreiche Regulierungsvorgaben umgesetzt, um seine iOS-Plattform zu öffnen – ähnlich wie man dies aus Europa vom Digital Markets Act (DMA) kennt. Das reicht allerdings nicht, um Epic Games zurück in den App Store zu locken. Der bekannt meinungsstarke CEO des Spielekonzerns, Tim Sweeney, teilte bereits in der vergangenen Woche auf X mit, es sei leider nicht möglich, das Versprechen umzusetzen, den Shooter „Fortnite“ noch im Jahr 2025 in Japan anzubieten.

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„Apple war dazu verpflichtet, iOS für konkurrierende Software-Läden zu öffnen, doch statt dies ehrlich zu tun, hat das Unternehmen erneut eine Farce inszeniert – aus Behinderung [der Konkurrenz, Anm. d. Red.] und Gesetzesverstößen.“ Das Unternehmen bringe damit Japans Regierung und seiner Bevölkerung „grobe Missachtung“ entgegen.

Sweeney stört sich vor allem an den Provisionen, die Apple verlangt. Eine Gebühr von 21 Prozent für Third-Party-In-App-Zahlungen sei „Wettbewerbs-zerstörend“, genauso wie die 15 Prozent auf Web-Zahlungen, die in den USA ein Gericht bereits für illegal erklärte. Sweeney nannte die Gebühren „junk fees“ (Müllgebühren). Zudem habe Apple „Scare Screens“ implementiert, die Nutzer vor der Verwendung alternativer Anbieter abschrecken sollten.

Schließlich ärgert sich Sweeney über eine neue Gebühr in Höhe von fünf Prozent für Apps, die über alternative App-Marktplätze in Japan verteilt werden. „Dies ist eine ungeheuerliche Zumutung von Apple in Bezug auf Vertrieb und Zahlungen, mit denen sie nichts zu tun haben.“

Sweeney glaubt, dass es in Japan weiterhin keine echte Konkurrenz geben wird, von der Kunden profitieren könnten. Epic Games werde sich nun an die japanischen Marktüberwacher wenden, um die Angelegenheit zu untersuchen. In Japan gilt seit Kurzem der sogenannte MSCA (Mobile Software Competition Act), der marktbeherrschende Player – darunter auch Google – dazu zwingen soll, ihre Plattformen zu öffnen.

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Apple hatte die Forderungen deutlich geräuschloser umgesetzt als in der EU – wohl auch, weil sich die japanische Regierung gegenüber Sicherheits- und Kinderschutzargumenten offener zeigte. Andere Marktteilnehmer wie der offene Altstore sehen die Entwicklung offenbar positiver als Sweeney und Epic Games: Nur einen Tag nach Marktöffnung wurde das Angebot gestartet. Es läuft ab iOS 26.2.


(bsc)



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Künstliche Intelligenz

AI.com: 70 Millionen Dollar für KI-Agenten


Kris Marszalek, Mitgründer und CEO der Kryptobörse Crypto.com, hat die Domain AI.com für 70 Millionen US-Dollar erworben – laut Domain-Broker Larry Fischer der bislang höchste öffentlich bekannte Preis für einen Domainnamen. Die Zahlung erfolgte vollständig in Kryptowährung, der Verkäufer wurde nicht genannt.

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Unter AI.com startet eine neue Plattform für autonome KI-Agenten, die Nutzern erlauben soll, persönliche Assistenten zu entwerfen. Diese sollen eigenständig Aufgaben erledigen: Nachrichten versenden, Arbeitsabläufe organisieren, Apps bedienen und sogar Aktien handeln oder Dating-Profile aktualisieren. Die Plattform soll am morgigen Sonntag, dem 8. Februar, starten. Das Konzept erinnert etwas an Moltbook, das in der vergangenen Woche an den Start ging.

Das Hauptmerkmal der neuen Plattform ist laut Unternehmensangaben die Fähigkeit der Agenten, fehlende Features selbstständig zu entwickeln. Diese Verbesserungen sollen dann im Netzwerk mit Millionen anderen Agenten geteilt werden, was die Leistungsfähigkeit aller Agenten erhöhen soll. Die Nutzer können kostenlos oder über ein geplantes Abo-Modell mehrere Agenten erstellen. Alle Daten würden verschlüsselt in isolierten Umgebungen gespeichert.


(jo)



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Künstliche Intelligenz

Xiaomi Poco M8 Pro 5G im Test: Günstiges Smartphone mit großem Akku lädt schnell


Riesiger Akku, strahlend helles OLED, schnelles Laden und IP68: Das Poco M8 Pro 5G liefert viel für wenig Geld.

Poco bringt das M8 Pro 5G als großes, robustes Smartphone an den Start. Es kombiniert ein 6,83-Zoll-Display, einen üppigen 6500-mAh-Akku und einen aktuellen Mittelklasse-Chip. Dazu kommen Features, die man in dieser Preisklasse nicht immer sieht, etwa Gorilla Glass Victus 2 und eine Abdichtung nach IP68. Perfekt ist das Gesamtpaket aber nicht: So fehlen etwa eSIM-Support und eine Speichererweiterung. Ist das Poco dennoch empfehlenswert?

Design

Mit 163 × 78 × 8,3 mm und 206 g Gewicht ist das Poco M8 Pro 5G ein stattliches Gerät. Es liegt trotz seiner Größe gut in der Hand und wirkt optisch ansprechend, auch wenn die Rückseite aus Kunststoff weniger edel wirkt als Glas. Auffällig ist hier die mittige Spiegelnaht, die zwei unterschiedlich changierende Bereiche trennt, sowie die schwarzen Seitenstreifen. Diese bieten bei genauerem Hinsehen ein filigranes Rautenmuster und erinnern daher an Karbon.

Hinten präsent ist das große Kameramodul, das mittig am oberen Rand sitzt und mit seinen vier schwarzen, runden Elementen die Augen des Betrachters anzieht. An Farben stehen Schwarz, Silber (Testgerät) sowie Grün zur Auswahl.

Praktisch ist die Schutzklasse. Xiaomi nennt Staub- und Wasserschutz nach IP68, das ist im Alltag ein echtes Plus, wenn das Gerät durch Regen, ein unfreiwilliges Bad im Wassereimer oder staubige Umgebungen keinen Schaden nimmt. Auch bei Stürzen gibt es einen gewissen Schutz: Vorn schützt stabiles Gorilla Glass Victus 2 das Display – normalerweise kommt das eher bei Oberklasse-Smartphones zum Einsatz.

Display

Das OLED-Panel mit 6,83 Zoll bietet eine Auflösung von 2772 × 1280 Pixeln und unterstützt eine Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz. Für Filme sind HDR10+ und Dolby Vision an Bord. Als Spitzenwert nennt Poco bei der Helligkeit bis zu 3200 cd/m², im Alltag haben wir knapp 1500 Nits gemessen. Entsprechend gut ist der Bildschirm auch bei direkter Sonneneinstrahlung ablesbar.

Unter normalen Bedingungen punktet das Panel mit ausgeprägten Kontrasten, intensiven Farben und optimalem Schwarzwert. Das Display bietet außerdem eine TÜV-Zertifizierung für Flimmerfreiheit und Schutz vor blauem Licht. Für Gaming nennt Xiaomi zudem eine sehr hohe Abtastrate von stolzen 2560 Hz.

Schade: Bei Poco gibt es wieder einmal nur ein „Sometimes-On-Display“, weil Uhrzeit und Symbole nicht dauerhaft sichtbar sind, sondern nur 10 Sekunden lang bei Bewegung oder Betätigung des Powerbuttons. Das spart Strom, wirkt angesichts des großen Akkus unnötig restriktiv.

Kamera

Hinten arbeitet eine 50-Megapixel-Kamera mit dem Xiaomi-Sensor Light Fusion 800. Er bietet eine Größe von 1/1,55 Zoll, optische Bildstabilisierung (OIS) und eine Blende von f/1.6. Dazu kommt eine Kamera mit 8 Megapixeln als Weitwinkel mit f/2.2. Selfies macht eine Kamera mit 32 Megapixeln.

Im Test überzeugt die Hauptkamera vorrangig bei Tageslicht, schlägt sich für die Preisklasse aber auch nachts nicht schlecht. Bei gutem Licht fallen positiv der Dynamikumfang und die optische Stabilisierung auf. Aufnahmen wirken schön, scharf und lebendig. Der in der App vorgegebene zweifache Zoom ist unter solchen Umständen gut nutzbar, weil er ohne Interpolierung und stattdessen per Sensor-Ausschnitt auskommt. Erst bei weiterem Zoomen gehen Details mangels optischer Vergrößerung verloren. Der Weitwinkel ist im Vergleich zur Hauptkamera klar schwächer – typisch für die Mittelklasse.

Bei wenig Licht schlägt sich das Poco M8 Pro 5G respektabel, auch wenn der Abstand zur Oberklasse hier deutlicher wird. Selbst ohne Nachtmodus gelingen bei ruhiger Hand scharfe Aufnahmen mit ordentlicher Dynamik. Da die Bilder nur moderat aufgehellt werden, bleibt das Bildrauschen gering.

Selfies gelingen gut und sehen natürlich aus, sofern man die zahllosen Spielereien wie Weichzeichner oder Augenvergrößerung weglässt. Porträts gelingen ebenfalls, die Software trennt Menschen und Tiere meist sauber vom Hintergrund. Videos sind in 4K mit 30 FPS möglich.

Ausstattung

Im Inneren werkelt ein Snapdragon 7s Gen 4, gefertigt im 4-Nanometer-Verfahren. Im Vergleich zum Vorgänger Poco M7 Pro 5G mit Mediatek Dimensity 7025 Ultra ergibt sich ein Leistungsplus von rund 30 Prozent – je nach Benchmark. Bei PCMark Work 3.0 kommt das Gerät auf 13.600 Punkte, bei 3DMark Wild Life Extreme auf 1100 Punkte und bei Wild Life auf rund 4250 Punkte.

In der Praxis reicht die Leistung für alle Alltagsaufgaben und sogar viele Spiele mit hohen Einstellungen. Nur bei sehr anspruchsvollen Titeln und längerer Last zeigen sich die üblichen Grenzen wie Drosselung der Leistung durch zu hohe Hitzeentwicklung. Dem kann der Nutzer dann durch Reduzierung der Grafik entgegenwirken.

Beim Speicher gibt es Varianten mit 8 GB oder 12 GB Arbeitsspeicher sowie 256 GB oder 512 GB Speicher. Beim Speicher kommt UFS-2.2-Technik zum Einsatz. Eine microSD-Erweiterung gibt es nicht und eine eSIM fehlt ebenfalls. Als Funktechnik sind 5G, Wi-Fi 6E, Bluetooth 5.4, NFC und ein Infrarotsender zur Steuerung von entsprechenden Geräten wie Fernsehern oder Klimaanlagen an Bord.

Für die Navigation werden GPS, Glonass, Beidou, Galileo und QZSS genannt. Entsperrt wird über einen Fingerabdrucksensor im Display, alternativ per 2D-Gesichtserkennung. Mit dem Finger klappt das schnell und zuverlässig. Die Stereo-Lautsprecher mit Dolby Atmos und Hi-Res Audio punkten mit guter Lautstärke und Klarheit für ihre Preisklasse.

Ein ungewöhnliches Extra ist die „Xiaomi Offline Communication“, also Sprachkommunikation ohne Mobilfunknetz über eine Distanz von bis zu 2,6 km. Dabei handelt es sich um eine Funkgerät-ähnliche Sprachverbindung von Handy zu Handy, die ohne Mobilfunknetz und ohne WLAN funktioniert.

Xiaomi gibt an, dass die Funktion Bluetooth mit einem proprietären Protokoll kombiniert. Dadurch sollen Sprachanrufe über deutlich größere Distanzen möglich sein, als man es von normalem Bluetooth kennt. Beim Poco M8 Pro 5G bewirbt Xiaomi zusätzlich Hardware wie einen Xiaomi-T1S-Tuner und einen Signalverstärker, die die Funkstrecke stabilisieren sollen.

Software

Ausgeliefert wird das Poco M8 Pro 5G mit Android 15 und Hyper OS 2. Die Oberfläche ist schnell, aber auch recht vollgestopft mit vorinstallierten Apps, Hinweisen und Werbung. Wer ein möglichst aufgeräumtes System will, muss Zeit in das Aufräumen investieren oder sich mit Xiaomis Stil arrangieren. Die Update-Versorgung geht über vier Jahre bei Android-Updates und über sechs Jahre bei Sicherheitsupdates. Das ist für die Preisklasse stark.

Akku

Der Akku fällt mit 6500 mAh für ein recht flaches Smartphone ziemlich üppig aus. Bei moderater Nutzung sind zwei bis drei Tage Laufzeit möglich. Der Wert von 15,5 Stunden beim Battery Test von PCMark unterstreicht die große Ausdauer.

Ist der Akku dann doch mal leer, wird mit bis zu 100 W schnell geladen. Netzteil und Kabel liegen dem Lieferumfang bei. Eine volle Ladung von 0 bis 100 Prozent dauert damit knapp unter einer Stunde im beschleunigten Modus und etwa 1:20 Stunden im normalen Modus. Zusätzlich unterstützt das Gerät umgekehrtes Laden per Kabel mit bis zu 22,5 W.

Preis

Die UVP des Modells mit 8/256 GB liegt bei knapp 350 Euro, für die Version mit 12/512 GB ruft der Hersteller knapp 400 Euro auf. Der günstigste Straßenpreis für das Modell mit 256 GB startet bei rund 295 Euro (Code: ALZADAYS15DE). Mit 512 GB geht es schon bei knapp 337 Euro los.

Fazit

Das Poco M8 Pro 5G bietet ein großes, tolles OLED-Display, der Akku ist riesig, das Laden geht schnell und nicht zuletzt die IP68-Zertifizierung macht das Gerät alltagstauglich. Dazu kommt ein moderner Chip, der genug Leistung für die meisten Nutzer bietet und nur für Hardcore-Gamer vielleicht nicht die richtige Wahl ist.

Die Hauptkamera liefert bei Tageslicht starke Bilder und einen brauchbaren, dezenten Zoom, sogar Nachtaufnahmen sind für die Preisklasse ordentlich. Der Weitwinkel kann da nicht mithalten und ein optischer Zoom fehlt. Hyper OS liefert viele Funktionen, wirkt aber zu sehr aufgebläht – das Entschlacken kostet Zeit. Letztlich bietet das M8 Pro 5G ein richtig gutes Gesamtpaket.



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KI-Update kompakt: Telekom-Rechenzentrum, Meta, Roboter, Super-Bowl-Werbung


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Die Telekom hat in München ihr größtes KI-Rechenzentrum eröffnet. Mit 10.000 Nvidia-Beschleunigern und zwölf Megawatt installierter Serverleistung ist es eines der stärksten in Deutschland, bleibt aber weit hinter US-Anlagen zurück, die bereits mehrere hundert Megawatt erreichen. Das Rechenzentrum kostete rund eine Milliarde Euro, finanziert ohne öffentliche Subventionen. Es wurde in ein altes unterirdisches Gebäude im Tucherpark hinter dem Englischen Garten gebaut und nutzt den nahen Eisbach zur Kühlung.

Das Projekt dient als Bewerbung für die European AI Gigafactories, große KI-Rechenzentren mit EU-Förderung. Zur Eröffnung kamen Vizekanzler Lars Klingbeil, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und weitere Politiker. Die Telekom hofft, dass die öffentliche Hand eine Grundlast bucht, etwa für Verwaltungsaufgaben. In Deutschland sind derzeit KI-Rechenzentren für mehr als 25 Milliarden Euro in Bau und Planung.


Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

Die deutsche Medienaufsicht hat Verwaltungsverfahren gegen Google und Perplexity eingeleitet. Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg und die Landesanstalt für Medien in Nordrhein-Westfalen wollen klären, ob algorithmisch generierte Antworten wie Googles AI Overviews die öffentliche Meinungsbildung manipulieren oder verengen. Im Kern steht die Sorge um mediale Vielfalt und die Frage, wer für KI-generierte Inhalte journalistisch und rechtlich verantwortlich ist.

Die rechtliche Basis bildet der Digital Services Act der EU. Er verpflichtet große Plattformen, systemische Risiken für Meinungsfreiheit und Medienpluralismus vorab zu prüfen und zu minimieren. Die Verfahren markieren den Beginn einer Debatte, ob Suchmaschinen neutrale Vermittler bleiben oder zu Super-Redaktionen werden, die strengerer Aufsicht unterliegen.

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Meta führt ein neues Tool zur Leistungsbewertung ein, das die Nutzung von KI besonders belohnt. Das System namens Checkpoint wertet bis zu 200 Datenpunkte aus, etwa wie viele Codezeilen mit KI-Hilfe programmiert wurden oder wie viele Fehler im Code entstanden. Wer einen hohen Score erreicht, kann Gehaltsboni von bis zu 200 Prozent erhalten. Meta betont, Checkpoint sei kein Aktivitätstracker, sondern ein Instrument zur Ermittlung der Effizienz.

Mitarbeitende können nun neben den eigenen Llama-Modellen auch Gemini 3, GPT-5 und andere KI-Modelle nutzen. Meta spekuliert auf enorme Effizienzsteigerungen durch KI und hat bereits begonnen, sogenannte Low Performer zu entlassen. Auch in der KI-Abteilung und der Metaverse-Sparte gab es zuletzt massiven Personalabbau.

Meta hat das Vortraining seines neuen KI-Modells mit dem Codenamen Avocado abgeschlossen. Laut einem internen Dokument übertrifft es bereits die besten frei verfügbaren Basismodelle und kann bei Wissen, visueller Wahrnehmung und mehrsprachiger Leistung mit führenden fertig trainierten Modellen mithalten. Zudem arbeitet Avocado zehnmal effizienter als Maverick und hundertmal effizienter als Behemoth.

Meta hatte im vergangenen Jahr erhebliche Probleme mit Llama 4. Die Veröffentlichung wurde mehrfach verschoben, das Unternehmen manipulierte Benchmarks und Entwickler zeigten sich enttäuscht von der Leistung. Meta baute daraufhin seine KI-Abteilung um. Laut Gerüchten will sich das Unternehmen mit Avocado vom bisherigen Open-Source-Ansatz der Llama-Modelle abwenden. Für 2026 plant Meta Investitionen zwischen 115 und 135 Milliarden Dollar in seine KI-Infrastruktur, 73 Prozent mehr als 2025.

Alphabet hat Umsatz und Gewinne sowohl im vierten Quartal 2025 als auch im gesamten Jahr gesteigert. Der Jahresumsatz wuchs um 15 Prozent auf 402,84 Milliarden Dollar. Für 2026 kündigte CEO Sundar Pichai Investitionen zwischen 175 und 185 Milliarden Dollar an, praktisch eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr. Das meiste Geld soll in KI-Computing-Kapazitäten für Google DeepMind und die Cloud-Infrastruktur fließen.

Googles KI-App Gemini zählt mittlerweile mehr als 750 Millionen Nutzer, 100 Millionen mehr als im letzten Quartal. Pichai betonte wachsende Effizienz: Durch Modelloptimierungen und Nutzungsverbesserungen konnte Google die Gemini-Servicekosten pro Einheit bis 2025 um 78 Prozent senken.


KI-Update

KI-Update

Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Welche Folgen hat generative KI für unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Gesellschaft? Im „KI-Update“ von Heise bringen wir Euch gemeinsam mit The Decoder werktäglich Updates zu den wichtigsten KI-Entwicklungen. Freitags beleuchten wir mit Experten die unterschiedlichen Aspekte der KI-Revolution.

Amazon hat mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der Konzern profitiert vom wachsenden Handelsgeschäft und der hohen Nachfrage nach Cloud-Kapazitäten aufgrund Künstlicher Intelligenz. Deshalb erhöht Amazon seine Investitionen um mehr als 50 Prozent gegenüber 2025 auf rund 200 Milliarden Dollar.

CEO Andy Jassy sieht wegweisende Möglichkeiten in KI, Chips, Robotik und Satelliten im niedrigen Orbit. Der überwiegende Teil des Kapitals ist für Rechenzentren und andere Infrastrukturen vorgesehen. Jassy erwartet eine starke langfristige Rendite auf das investierte Kapital.

Forschende des Universitätsklinikums Freiburg und der Universität Genf haben gezeigt, dass ein kurzes Nickerchen einen synaptischen Reset bewirkt, der dem Gehirn hilft, neue Eindrücke besser zu verarbeiten und zu speichern. Solche Mechanismen könnten auch die Performance von großen Sprachmodellen verbessern. Große Sprachmodelle sind normalerweise vergesslich: Sie können in einem laufenden Chat aus Beispielen lernen, aber nach Ende der Session sind diese Lernfortschritte wieder weg.

Künstlicher Schlaf soll kontinuierliches Lernen ermöglichen. Die Idee: Eine Offline-Phase, in der das Modell Informationen aus der Aktivitätsphase nochmal überarbeitet und neu verarbeitet. Eine Technik namens Sleep Replay Consolidation spielt dem neuronalen Netz in der Schlafphase den Input aus der Wachphase nochmal vor, aber mit einem anderen Trainingsmechanismus. Neuere Ansätze nutzen zwei neuronale Netze: Ein kleineres Modell lernt während des Tages die wesentlichen Dinge und erzeugt synthetische Daten, die dem großen Sprachmodell in der Schlafphase zur Feinabstimmung vorgespielt werden. Die Ergebnisse sind vielversprechend, das Ganze ist aber noch in einer starken Forschungsphase.

Innerhalb weniger Stunden haben Anthropic und OpenAI neue Spitzenmodelle für Programmierer vorgestellt. Beide Unternehmen beanspruchen die Führung bei den wichtigsten Leistungstests. Anthropic veröffentlichte Claude Opus 4.6, das erstmals bis zu eine Million Token verarbeiten kann. Das entspricht etwa 750.000 Wörtern oder mehreren umfangreichen Büchern.

Laut Anthropic stellt das Modell einen deutlichen Sprung im Umgang mit dem sogenannten Context Rot dar, bei dem Ergebnisse ungenauer werden, je mehr Text ein Modell verarbeiten muss.

OpenAI konterte mit GPT-5.3-Codex, das 25 Prozent schneller als sein Vorgänger ist und weniger Rechenkapazität verbraucht. Im agentischen Coding-Benchmark Terminal-Bench 2.0 übertrifft es Opus 4.6 um zwölf Prozentpunkte.

Laut OpenAI half das Modell bei seiner eigenen Entstehung mit: Das Team nutzte frühe Versionen, um Fehler im Training zu finden. Gleichzeitig stuft OpenAI das Modell erstmals mit einem hohen Cybersicherheitsrisiko ein, auch wenn es bisher keinen sicheren Beweis für konkrete Gefahren gebe. Anthropics Opus 4.6 ist bei indirekten Prompt Injections sogar leicht anfälliger als sein Vorgänger. Beide Modelle stehen zunächst nur zahlenden Nutzern zur Verfügung.

Anthropic will beim Super Bowl damit werben, dass die hauseigene KI Claude keine Werbung einblendet. In den Werbeclips sind jeweils zwei Personen zu sehen, die eine KI-Konversation darstellen. Die Antworten klingen erst hilfreich, dann kommt plötzlich Werbung. Der eingeblendete Text erklärt: Werbung kommt in KI, aber nicht bei Claude. Jeder, der sich auskennt, versteht, dass es um OpenAI geht, das seit Wochen daran arbeitet, in ChatGPT Werbung anzuzeigen.

OpenAI-Chef Sam Altman reagierte angefasst auf dem Kurznachrichtendienst X. Er behauptet, er habe darüber gelacht, aber Anthropic sei unfair. OpenAI habe nicht vor, Werbung direkt in ChatGPT-Antworten zu schalten, sondern anders. Altman argumentiert, nur so könne man KI-Werkzeuge auch Menschen anbieten, die kein Abo bezahlen können. Anthropic biete nur ein teures Werkzeug für reiche Leute an, während OpenAI das für die große Masse anbieten wolle.

Amazon hat im August eine Abteilung gegründet, die spezialisierte KI-Werkzeuge für die Film- und Serienproduktion entwickelt. Ausgewählte Industriepartner werden die Software ab März im Rahmen eines geschlossenen Betaprogramms ausprobieren. Erste Ergebnisse werden voraussichtlich im Mai veröffentlicht. Das bei den Amazon MGM Studios angesiedelte AI Studio steht unter der Leitung von Albert Cheng. Das Team ist klein und besteht primär aus Produktentwicklern und Wissenschaftlern.

Die KI-Werkzeuge sollen die Effizienz steigern, nicht menschliche Kreativität ersetzen. Als Beispiel verweist Amazon auf das Bibelepos House of David. In der zweiten Staffel kombinierte Regisseur Jon Erwin reale Aufnahmen mit KI-generierten Inhalten. Dieses hybride Verfahren ermöglichte längere Kampfszenen bei geringerem Budget.


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(igr)



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