Künstliche Intelligenz
Zehn Jahre Virtual Reality: Diese Prognosen gingen in Erfüllung
Die folgenden Vorhersagen stammen aus einem GDC-Vortrag vom März 2016, in dem Schell einige seiner 40 Prognosen überarbeitet hatte. Sie wurden für diesen Beitrag ins Deutsche übersetzt.
Prognose 1: 2016 werden VR-Brillen dauerhaft im Massenmarkt angekommen sein.
Prognose 2: Bis Ende 2017 werden acht Millionen Gaming-VR-Brillen verkauft.
Prognose 3: Auf jede Gaming-VR-Brille werden vier mobile VR-Brillen kommen.
Prognose 4: Die Verkaufszahlen von VR-Brillen werden sich jährlich verdoppeln, bis eine Marktsättigung erreicht ist.
Prognose 5: Auf der CES 2017 werden rund 50 unterschiedliche VR-Brillen zu sehen sein.
Prognose 6: Sobald Sony zehn Millionen VR-Brillen verkauft hat, wird Microsoft eine VR-Brille für die Xbox One ankündigen (vermutlich zur E3 2018).
Prognose 7: Bis 2022 wird der Großteil der VR-Umsätze auf tragbare, autarke VR-Systeme entfallen, die keine Smartphones nutzen.
Prognose 8: Bis Ende 2017 wird ein asymmetrisches Partyspiel zu den zehn erfolgreichsten VR-Spielen zählen.
Prognose 9: Madden 2018 wird eine VR-Version erhalten.
Prognose 10: Bis Ende 2018 wird ein neues, speziell für VR entwickeltes Spielegenre entstehen.
Prognose 11: Bis Ende 2017 werden die Medien mindestens einen Amoklauf auf ein VR-Spiel zurückführen.
Prognose 12: Bis Ende 2017 werden Berichte über „VR-Sucht“ regelmäßig in den Nachrichten auftauchen.
Prognose 13: Bis Ende 2018 werden mindestens drei Kinofilme erscheinen, die Ängste rund um VR thematisieren.
Prognose 14: Bis 2025 werden private VR-Heimvideos zu unseren wertvollsten Erinnerungsstücken zählen.
Prognose 15: Dokumentarfilme werden die ersten VR-Filme sein, die bedeutende Preise gewinnen.
Prognose 16: Bis 2020 wird VR-Pornografie ein Milliarden-Dollar-Geschäft sein.
Prognose 17: Bis 2020 wird es mindestens zehn Virtual-Reality-Reality-Shows geben.
Prognose 18: Dantes „Göttliche Komödie“ wird als Vorbild für gelungenes VR-Storytelling dienen.
Prognose 19: Bis Ende 2018 wird Comcast einen eigenen VR-Sender betreiben.
Prognose 20: Damit Spielfilme in VR funktionieren, müssen sie soziale Erlebnisse sein. Wie das gelingt, werden wir bis 2025 herausfinden.
Prognose 21: Bis 2025 wird der Großteil der VR-Umsätze aus sozialen Erlebnissen stammen.
Prognose 22: Bis 2018 wird eines der zehn erfolgreichsten VR-Spiele ein Tanzspiel sein.
Prognose 23: Bis 2025 wird der Markt für VR- und AR-Brettspiele ein Volumen von rund 100 Millionen Dollar erreichen.
Prognose 24: Bis Ende 2020 wird es mindestens ein VR-MMO mit mehr als einer Million Abonnenten geben.
Prognose 25: Bis Ende 2018 wird es eine führende soziale VR-Plattform geben, und sie wird nicht von etablierten Anbietern stammen.
Prognose 26: Bis 2018 werden VR-Emotes sehr populär sein und einen ziemlich albernen Namen tragen.
Prognose 27: Im Jahr 2017 wird auf jeder US-amerikanischen Staatsmesse mindestens eine VR-Attraktion zu finden sein.
Prognose 28: Bis 2016 wird es weltweit mindestens 20 VR-Achterbahnen geben.
Prognose 29: Bis 2025 wird es Bowling mit AR-Brillen geben.
Prognose 30: Bis 2025 wird der AR-Markt von sogenannten „Video-AR“-Systemen dominiert.
Prognose 31: Es wird AR-Erlebnisse geben, die mit dem Fernseher synchronisiert sind.
Prognose 32: Bis 2025 werden Vorlesungen mit Augmented Reality weit verbreitet sein.
Prognose 33: Im Jahr 2025 wird das Jagen virtueller Wesen im eigenen Zuhause vor allem Kinder begeistern.
Prognose 34: Bis 2018 werden Gamer auf schmalere Brillen oder Kontaktlinsen umsteigen.
Prognose 35: Bis 2020 werden Hardcore-VR-Gamer Brillen mit Sehstärkenlinsen nutzen.
Prognose 36: Bis 2018 werden VR-Headsets mit Eye-Tracking verfügbar sein.
Prognose 37: Bis 2020 wird Foveated Rendering umgesetzt und bis 2025 wird es nützlich sein.
Prognose 38: Bis 2025 wird es keine kabelgebundenen VR-Systeme mehr geben.
Prognose 39: Bis 2020 werden getrackte physische Objekte für VR und AR zum Standard gehören.
Prognose 40: Im Jahr 2025 werden euch Roboter in VR berühren, und es wird euch gefallen.
Künstliche Intelligenz
VW-Betriebsrat: Anerkennungsprämie für Mitarbeiter gefordert
Angesichts des überraschend positiven Kapitalflusses bei VW fordert der Betriebsrat eine Prämie für die Tarifbeschäftigten. Betriebsratschefin Daniela Cavallo begründete den Vorstoß mit den sechs Milliarden Euro, um die Volkswagen zuletzt seinen Kapitalfluss nach oben korrigiert hatte. „Wenn jetzt alle gemeinsam in Sachen Kostendisziplin derart gut abgeliefert haben“, argumentiert Cavallo in einer Extra-Ausgabe der Betriebsratszeitung Mitbestimmen, „ist eine Anerkennungsprämie nur fair. Die fordern wir für alle Haustarifbeschäftigten, Sachsen inklusive.“
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Sparplan: Bonus erst wieder ab 2028
Fließen könnte die Prämie nach Vorstellung des Gesamtbetriebsrates im Mai. In dem Monat wurde bei VW bisher traditionell der flexible Tarifbonus ausgezahlt, der in diesem Jahr entfällt. Die Kürzung war Teil des Sparpakets, auf das sich IG Metall und Konzern im vergangenen Jahr kurz vor Weihnachten nach zähen Tarifverhandlungen geeinigt hatten. Erst 2028 soll der flexible Bonus gestaffelt zurückkehren. Nicht angetastet wurde dagegen die knapp 1900 Euro hohen Vorauszahlung auf den Bonus im November.
Von null auf sechs Milliarden
Wie hoch die Prämie ausfallen könnte, ließ Cavallo zunächst offen. Ob der Vorstoß überhaupt gelinge und wenn ja in welcher Höhe, müsse nun mit dem Vorstand verhandelt werden. Einen Wasserstand könnte es den Angaben zufolge auf der nächsten Betriebsversammlung im Stammwerk am 4. März geben. VW hat in seinen Werken in Niedersachsen, Hessen und Sachsen mehr als 120.000 Mitarbeiter.
VW hatte am 21. Januar überraschend mitgeteilt, dass der Cashflow genannte Kapitalfluss 2025 deutlich besser ausgefallen war als bisher angenommen. Statt der zuvor angepeilten null Euro seien es sechs Milliarden Euro. Finanzvorstand Arno Antlitz sprach von einem „Resultat intensiver Kostenarbeit in den Bereichen der Vorleistungen, also bei Entwicklung und Investitionen, sowie bei dem Management unserer Lagerbestände“. Beim Cashflow geht es vereinfacht um „das Geld, was tatsächlich in der Kasse hängen bleibt“, wie es Antlitz ausdrückte. Mit Umsatz oder gar Gewinn hat die Kennzahl erst einmal nichts zu tun. Beeinflussen lässt sich der Cashflow etwa durch das Verschieben von Zahlungen ins Folgejahr oder durch das Vorziehen von Einnahmen.
Mehr zur Marke VW
(mfz)
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NRW: Steuerbehörden überprüfen 7000 Influencer
Nach der Auswertung eines großen Datenpakets zu sogenannten Influencern überprüfen die Steuerbehörden allein in NRW mehr als 7000 Menschen. Das sagte ein Sprecher des Finanzministeriums auf dpa-Anfrage.
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Das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität (LBF NRW) hatte, ähnlich wie in Berlin, ein Datenpaket mehrerer Social-Media-Plattformen mit Tausenden Datensätzen zur Verfügung gestellt bekommen. Das Material sei inzwischen aufbereitet, „die Datensätze konnten mehr als 7000 Bürgerinnen und Bürgern allein in Nordrhein-Westfalen zugeordnet werden“, so der Sprecher.
Zeitaufwendige Untersuchungen erwartet
„Schon aufgrund dieser hohen Fallzahl ist die Bearbeitung der Daten in den zuständigen Dienststellen zeitaufwendig“, hieß es vom Finanzministerium. In jedem einzelnen Fall werde nun überprüft, ob die betroffenen Personen ihre Steuern alle bezahlt haben.
Die neu gegründete „Influencer-Taskforce“ der Steuerfahndung in NRW hatte im vergangenen Jahr für Aufsehen gesorgt. Damals hieß es von Behördenleiterin Stephanie Thien: „Es ist keine Seltenheit, dass eine Influencerin oder ein Influencer pro Monat mehrere zehntausend Euro verdient, aber nicht einmal eine Steuernummer hat.“
(olb)
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Mittwoch: Telegram in Russland unter Druck, Microsoft-Warnung vor Schatten-KI
In Russland wird Telegram zunehmend eingeschränkt. Dem Messenger drohen auch Strafzahlungen, weil angeblich verbotene Inhalte nicht entfernt wurden. Doch der Telegram-Chef möchte sich dem erhöhten Druck nicht fügen und verweist auf Meinungsfreiheit und Privatsphäre. Russland wolle nur eine staatlich kontrollierte Messenger-App durchsetzen. KI setzt sich mittlerweile auch in den allermeisten Großunternehmen durch. Doch wenn Mitarbeiter KI-Tools ohne Wissen der IT-Abteilung nutzen, entstehen neue Sicherheitsrisiken. Warum eine solche Schatten-KI zur wachsenden Gefahr für Unternehmen wird, beschreibt Microsoft in einem neuen Bericht. Derweil stimmte Warner Bros. einer Übernahme durch Netflix zu, doch der Hollywood-Konzern müsste 2,8 Milliarden US-Dollar zahlen, wenn der Deal vorzeitig aufgekündigt wird. Paramount beabsichtigt in einem solchen Fall einzuspringen und diese Kosten zu übernehmen. Es ist ein neuer Versuch im Wettbieten um Warner Bros. – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
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Russische Telegram-Nutzer bemerken offenbar zunehmend Probleme mit dem dort weitverbreiteten Messenger-Dienst. Einige Bürger Moskaus bestätigen, dass Telegram jetzt nicht mehr so gut funktionieren würde. Das wird mit von der russischen Telekommunikationsaufsicht Roskomnadzor auferlegten Einschränkungen in Verbindung gebracht. Die Behörde verlangt Maßnahmen seitens Telegram gegen Betrug und die Verbreitung von Terrorismus, aber der Messenger pocht weiter auf Meinungsfreiheit und Privatsphäre. Russland wolle „seine Bürger zum Wechsel zu einer staatlich kontrollierten App“ zwingen, sagt der Telegram-Chef. Ihm drohen Strafzahlungen, weil der Messenger laut russischem Gesetz unerlaubte Informationen nicht entfernt hat. Deshalb erhöht Russland den Druck auf Telegram: Weitere Einschränkungen und Strafen drohen.
Microsoft warnt eindringlich vor dem unkontrollierten Einsatz von autonomen Softwarehelfern mit Künstlicher Intelligenz. In seinem aktuellen „Cyber Pulse Report“ stellen Forscher des Softwarekonzerns fest, dass KI-Helfer beim Programmieren bereits in über 80 Prozent der größten Unternehmen (Fortune 500) im Einsatz sind. Die wenigsten Firmen hätten jedoch klare Regeln für die Verwendung der KI. Die rasante Verbreitung birgt unkalkulierbare Risiken. Eine mangelnde Übersicht der Verantwortlichen und eine Schatten-KI in den Unternehmen öffneten Tür und Tor für neue Angriffsmethoden. Deshalb warnt der Microsoft-Bericht eindringlich vor einer wachsenden Diskrepanz zwischen Innovation und Sicherheit, wenn 80 Prozent der Firmen KI nutzen: Microsoft warnt vor gefährlicher Schatten-KI.
Im Bieterwettstreit um das Hollywood-Urgestein Warner Brothers gibt der Konkurrent Paramount nicht auf und ist zu weiteren Milliardenzahlungen bereit. So bot Paramount an, die Zahlung von 2,8 Milliarden US-Dollar (2,35 Mrd Euro) zu übernehmen, die Warner an Netflix bei einer Auflösung des bereits vereinbarten Übernahmedeals mit dem Streaming-Riesen überweisen müsste. Paramount demonstriert auch Zuversicht, schnell eine Zustimmung der Behörden für eine Warner-Übernahme bekommen zu können. Zudem will Paramount eine anstehende Umschichtung der Warner-Schulden garantieren und damit verbundene Kosten von 1,5 Milliarden Dollar übernehmen. Es geht auch um das Schicksal des Nachrichtensenders CNN beim Warner-Wettbieten: Paramount zu weiteren Zahlungen für Warner-Deal bereit.
Im Streit um Nutzungsentgelte muss der Facebook-Mutterkonzern Meta der Deutschen Telekom einem Urteil zufolge rund 30 Millionen Euro zahlen. Meta hatte den Bonner Konzern jahrelang für den Transport von Daten bezahlt – Internetnutzer haben über das Telekom-Netz Zugriff auf die Online-Dienste von Facebook, Instagram & WhatsApp bekommen. 2021 stellte Meta diese Zahlungen ein und die Telekom zog vor Gericht. Die Daten übermittelte sie weiter. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht entschied nun, dass die Telekom von der Meta-Tochter Edge Network zu Recht die Vergütung erbrachter Leistungen verlangt. Die Meta-Tochter hatte argumentiert, dass die Telekom gegenüber Meta gar keine Leistung erbringe, sondern gegenüber den Telekom-Endkunden. Die Gerichte sehen das anders: Meta muss Telekom laut Urteil 30 Millionen Euro zahlen.
Apple hat Matrix-Rechenwerke schon längst in die Prozessorkerne der M-Prozessoren eingebaut. 2026 folgen der ARM-Chip Snapdragon X2 und nach 2027 wohl x86-Prozessoren von AMD und Intel. Es überrascht, dass nun auch Prozessorkerne – also CPU-Kerne – zusätzliche KI-Rechenwerke bekommen. Denn solche stecken ja bereits in Grafikprozessoren (GPUs) und Neural Processing Units alias NPUs. Und die wiederum sind in modernen Systems-on-Chip bereits integriert, besprechen die c’t-Redakteure Carsten Spille und Christof Windeck in Folge 2026/3 vom Bit-Rauschen, dem Prozessor-Podcast: KI-Rechenwerke für CPU-Kerne.
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(fds)
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