Künstliche Intelligenz
Gefahr im All: Wie Roboter und Plasmastrahlen vor Weltraumschrott retten sollen
Der kürzeste Weg zum nächsten Späti, die Wetterprognose für die kommenden Tage, eine stabile Kommunikationsverbindung: Damit bei uns hier unten auf der Erde alles komfortabel flutscht, braucht es ganze Heerscharen an Satelliten im Orbit. Doch unser Komfort steht im wahrsten Sinne des Wortes unter Beschuss.
Neben Tausenden funktionierenden Satelliten schießen in unserem Erdorbit mittlerweile auch abgeschaltete Satelliten, Raketenoberstufen und Trümmerteile mit enormer Geschwindigkeit umher. Selbst winzige Teile können wichtige Satelliten komplett zerstören. Denn der Platz im Weltall mag unendlich sein, für den Erdorbit gilt das nicht. Er gleicht mittlerweile in mancher Hinsicht einer überfüllten Autobahn, auf der sich nicht jeder an die Regeln halten möchte.
- Bereits heute gibt es Abermillionen bekannte Teile Weltraumschrott – selbst kleinste gefährlich wie eine Handgranate.
- Große Objekte wie Envisat oder alte Raketenstufen gelten als extreme Risiken, da sie unkontrollierbar sind und bei einer Kollision massive Trümmerwolken erzeugen würden.
- Internationale Regeln existieren, aber sind unverbindlich, und die Überwachung des Weltraums ist fragmentiert, da wichtige Staaten kaum Informationen teilen.
- Lösungen setzen auf Vermeidung, Überwachung und aktive Entfernung, von Greifarmen und Magnetplatten bis hin zu kontaktlosen Ionenstrahl-Systemen.
- Klimawandel und wachsende Satellitenzahlen verschärfen das Problem, da der Orbit seine Selbstreinigung verliert und Recycling sowie nachhaltige Satellitentechnik immer wichtiger werden.
Doch was lässt sich dagegen tun? Der Artikel blickt auf die vielschichtigen Gefahren – von Kollisionskaskaden bis zur schleichenden Vergiftung der Ozonschicht –, beleuchtet die politischen Hürden und stellt innovative Lösungsansätze vor: von internationalen Richtlinien über Müllabfuhr-Roboter bis zur Vision einer echten Kreislaufwirtschaft im All. Wir haben für den Artikel mit Manuel Metz von der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR gesprochen.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Gefahr im All: Wie Roboter und Plasmastrahlen vor Weltraumschrott retten sollen“.
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Künstliche Intelligenz
Realbotix: humanoide Roboter mit austauschbarem Design
Das Startup Realbotix entwickelt an seinem Sitz in Las Vegas humanoide Roboter für dialogorientierte Anwendungen. Im Jahr 2025 konnte das Unternehmen nur erste Prototypen vorweisen. Auf der CES 2026 stellte Realbotix gleich drei fertige Ganzkörpermodelle vor: Aria, Melody und David.
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Sie sollen in den Bereichen „Service“ und „Interaktion“ zum Einsatz kommen. Gemeint sind Messestände, Schulungsumgebungen, Empfangsbereiche von Hotels, Versicherungen oder Einkaufstempeln, aber auch medizinische Anwendungen, sagte Realbotix-CEO Andrew Kiguel im Gespräch mit heise online.
Über KI-Sprachmodelle können sich Nutzer mit den Puppen unterhalten. Die Sprachausgabe ist mit den Bewegungen von Lippen und Kiefer gekoppelt, um das Gesprochene visuell zu begleiten. Stationäre Roboter werden über Netzstrom betrieben, mobile Varianten kommen mit integrierten Akkus für zeitlich begrenzten autonomen Betrieb.
Die Androiden von Realbotix sehen hochwertigen Sexrobotern von RealDoll oder Irontech Doll täuschend ähnlich. Solche Nutzungszwecke wies das Unternehmen aber im Gespräch mit heise online kategorisch zurück.
Zwei verschiedene Basisroboter
Realbotix bietet im Wesentlichen zwei verschiedene Module an: Büsten- und Ganzkörpervarianten in Lebensgröße. Köpfe, Gesichter und Gehäuseteile lassen sich austauschen. Preise für die Büsten beginnen bei 20.000 US-Dollar, für komplette Roboter bei 95.000 US-Dollar.
Einzeln ansteuerbare Aktuatoren bewegen Mund, Augenlider, Augenbrauen und Wangen. Servomotoren mit Positionsrückmeldung steuern Kopfbewegungen sowie Arme und Oberkörper. Laufen können die animierten Puppen nicht.
Optionale Kameras in den Augen nehmen das Gesichtsfeld der Roboter auf. Software zur Gesichts- und Objekterkennung verarbeitet das Kamerabild. So kann der Roboter Objekte im Blick behalten und über die Pupillen verfolgen können. Mikrofone mit Richtungsfilterung erfassen gesprochene Sprache. Auf der Messe funktionierte die Kommunikation aufgrund des Hintergrundlärms jedoch nur über Handmikrofone.
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Eins von drei Realbotix-Modellen für die Interaktion etwa auf Messen oder in Empfangsbereichen heißt David.
(Bild: heise medien / André Kramer)
Individualisierung gegen Aufpreis
Realbotix bietet Erweiterungen gegen Aufpreis an. Die angesprochene Gesichtserkennung ist so ein Extra. Erhältlich sind ferner zusätzliche austauschbare Köpfe, individuell angepasste Stimmen sowie die Einbindung eigener KI‑Modelle der Nutzer.
Auf Wunsch fertigt Realbotix individuelle Charaktere an. Die zusätzlichen Kosten beginnen laut Unternehmen bei 20.000 US‑Dollar, etwa für eigens modellierte Gesichter. Der Grad der Individualisierung reicht von einfachen Änderungen wie einem anderen Hautton bis hin zu vollständig neu gestalteten humanoiden Figuren.

Warum nicht eine Cyberpuknt-Büste? Gegen Aufpreis geht Realbotix detailliert auf Kundenwünsche ein. Dieses Modell verfolgt Gesprächspartner über Kameras in den Pupillen.
(Bild: heise medien / André Kramer)
Die Roboter nutzen firmeneigene, angepasste KI-Modelle. Weitere Angaben zu den KI-Modellen oder zum Training machte das Unternehmen nicht. Über WLAN verbinden sich die Roboter mit dem Internet. Je nach Anwendung verarbeiten sie die Daten lokal oder in der Cloud. Auch externe KI‑Modelle lassen sich einbinden. etwa über Schnittstellen von OpenAI, Hugging Face oder lokale Installationen wie LM Studio.
Geplantes KI‑Abo ohne Roboter
Parallel arbeitet Realbotix an einer eigenständigen KI unabhängig von der Hardware. Nutzer sollen damit KI‑Figuren über ein Abonnement auf beliebigen Geräten verwenden können, ohne einen Roboter zu besitzen.
Die aktuell in den Robotern eingesetzte KI konzentriert sich auf Dialogfunktionen und die Steuerung der mechanischen Komponenten. Gespräche unterstützt das System derzeit ausschließlich auf Englisch. Grund dafür sind laut Realbotix Einschränkungen bei der Lippensynchronisation in anderen Sprachen innerhalb der genutzten Cloud‑Dienste. Das Unternehmen will künftig aber auch andere Sprachen unterstützen.
Steuerung und Konfiguration per App
Über eine mobile App lassen sich Dialoge, Bewegungsprofile und Persönlichkeitsparameter konfigurieren. Dadurch können die Roboter für unterschiedliche Einsatzszenarien angepasst werden.
heise online ist Medienpartner der CES 2026
(akr)
Künstliche Intelligenz
Linux: App-Installation als Flatpak immer beliebter
Flathub, der wichtigste App-Store für Linux-Anwendungen im Flatpak-Format, hat seinen Jahresrückblick 2025 veröffentlicht. Für 2025 meldet das App-Repository fast 440 Millionen Downloads, eine Steigerung von über 20 Prozent gegenüber 2024. Die Zahl der angebotenen Apps steigerte sich um 446 auf 3.249. Insgesamt 727 Millionen Mal wurden 2025 Apps über Flathub aktualisiert. Spitzenreiter der Download-Liste sind Firefox (2,7 Millionen Downloads), Chrome (2,4 Millionen Downloads) und Discord (2,1 Millionen Downloads).
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Größter Vorteil des Flatpak-Formats ist seine Distributionsunabhängigkeit: Ein und dasselbe Flatpak lässt sich auf fast jeder Linux-Distribution installieren und betreiben, da Flatpaks die benötigten Bibliotheken und sonstigen Abhängigkeiten der Anwendung bereits enthalten. Programmpakete müssen daher nicht für jede Distribution angepasst und eigens erstellt werden, wie es bei den klassischen Paketformaten Debian (.deb) und RPM der Fall ist – das erleichtert das Leben für Softwareanbieter. Programme im Flatpak-Format laufen isoliert in einer Sandbox mit eingeschränkten Berechtigungen für Datei‑, Netzwerk- und Gerätezugriffe, was Schäden durch kompromittierte Apps begrenzen soll.
Das ursprünglich aus der Gnome-Welt stammende Flatpak ist eines von drei gängigen Image-Formaten der Linux-Welt. Canonical nutzt in Ubuntu standardmäßig das Snap-Format und betreibt als Paketquelle seinen proprietären Snap Store. AppImages bündeln eine Anwendung mit ihren Abhängigkeiten in einer ausführbaren Datei, nutzen aber anders als Flatpak und Snap keine Sandbox zur Isolation von Anwendungen.
(odi)
Künstliche Intelligenz
KI-Hologramm für den Schreibtisch: Wie Razers Project Ava unterstützen soll
3D-Hologramme sind keine neue Erfindung, auch wenn sie immer noch futuristisch anmuten. Schon jetzt arbeiten Unternehmen daran, dass lebensgroße Hologramme uns im Einzelhandel beraten oder die 3D-Darstellung tatsächlich anfassbar wird. Selbst kleine Desktop-Gadgets mit Hologramm-Darstellungen, wie sie Razer auf der CES 2026 vorgestellt hat, sind kein Hexenwerk mehr. Allerdings wartet Project Ava mit einigen interessanten KI-Features auf, die besagte Hologramme und die Darstellung von KI-Modellen im echten Leben deutlich verbessern könnten.
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Project Ava: Was Razers 3D-Hologramm dank KI erledigen kann
Der Name Project Ava dürfte dabei einigen bekannt vorkommen. Unter dieser Bezeichnung hat Razer schon 2025 eine KI vorgestellt, die Gamern beim Zocken mit Ratschlägen zur Seite stehen soll. Jetzt findet diese KI in einem kleinen Zylinder Platz und wird über ein 5,5 Zoll großes 3D-Hologramm visualisiert. Laut Razer soll so aus dem einstigen Gaming-Coach ein „digitaler Partner“ und „Freund fürs Leben“ entstehen, der rund um die Uhr für Nutzer verfügbar ist.
Dementsprechend konzentriert sich Razer mit der neuen Version von Project Ava nicht mehr ausschließlich auf Gaming-Fans. Das Gadget kann zwar durch eine direkte Verbindung per USB-Kabel Spiele auf einem angeschlossenen Windows-PC analysieren und daraufhin Gameplay-Tipps oder Hintergrundinfos geben – doch Ava soll auch im Alltag und bei der Arbeit helfen. Dank eingebauter Kameras liefert die KI auch Outfit-Beratungen oder fasst auf dem Desktop lange Dokumente zusammen, organisiert Termine im Kalender oder übersetzt Texte. Über die verbauten Mikrofone können sämtliche Befehle und Fragen per Spracheingabe an die KI gerichtet werden.
Grundsätzlich sind also viele Dinge mit Project Ava möglich, die auch andere KI-Chatbots erledigen können. Dank der Darstellung als 3D-Hologramm soll sich Razers Produkt aber besser in den Alltag integrieren. Der digitale Partner, der die KI repräsentiert und deren Antworten visualisiert, kann dabei je nach Vorliebe aus einem von vorerst fünf Hologrammen gewählt werden. Diese reichen von Ava, einem grünen Energieball mit Razer-Logo, über die digitalen Gamer Zane und Kira bis zu einer virtuellen Version des Models Sao oder des südkoreanischen E-Sports-Profis Lee „Faker“ Sang-hyeok. Künftig könnten laut Razer noch weitere Modelle folgen.
Unter der Haube arbeitet xAIs KI-Modell Grok. Das Modell soll im Verlauf der Interaktionen dazulernen und so Vorlieben verinnerlichen, um personalisierte Ratschläge zu erteilen. Zudem lassen sich – wie auch bei ChatGPT und Gemini – verschiedene KI-Persönlichkeiten einstellen, um etwa ruhigere, freundlichere oder deutlichere Ansagen von der KI zu bekommen. Wer keine Lust auf Grok hat, soll künftig auch andere „führende KI-Plattformen“ mit Project Ava nutzen können.
Razer plant, Project Ava zunächst in den USA zu veröffentlichen. Die Markteinführung soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 stattfinden. Allerdings ist noch kein Preis für das KI-Hologramm bekannt. Razer erlaubt interessierten Kunden schon jetzt, 20 US-Dollar im Voraus zu zahlen, um sich eines der Geräte zu reservieren. Sollten Kunden letztlich vor dem finalen Preis zurückschrecken, lässt sich die Vorbestellung auch wieder stornieren. Ob und wann Project Ava auch in anderen Regionen erscheinen wird, ist nicht bekannt.
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Dieser Beitrag ist zuerst auf t3n.de erschienen.
(jle)
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