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Künstliche Intelligenz

Angst vor Vertrauensverlust: Perplexity verzichtet auf Werbung


Aus Angst vor einem Vertrauensverlust der Nutzer hat das KI-Start-up Perplexity auf Werbung verzichtet, während Konkurrenten wie OpenAI mit seinem KI-Chatbot ChatGPT den umgekehrten Weg einschlagen und Werbung testen. Das berichtet die Tageszeitung Financial Times.

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Perplexity war dem Bericht zufolge eines der ersten Unternehmen auf dem Gebiet der generativen künstlichen Intelligenz (KI), das 2024 Werbung einführte und testweise gesponserte Antworten unter den Antworten seines Chatbots anzeigte. Die Werbeanzeigen waren gekennzeichnet, und Perplexity erklärte, dass sie keinen Einfluss auf die Antworten des Chatbots hätten. Das im Jahr 2022 gegründete Unternehmen mit Sitz in San Francisco begann jedoch Ende vergangenen Jahres, die Werbung schrittweise wieder abzuschaffen.

Am Dienstag erklärten Führungskräfte von Perplexity gegenüber der Financial Times, dass es keine Pläne gebe, den Einsatz von Werbung weiter zu verfolgen. „Ein Nutzer muss davon überzeugt sein, dass dies die bestmögliche Antwort ist, damit er das Produkt weiterhin nutzt und bereit ist, dafür zu bezahlen“, so eine nicht namentlich genannte Führungskraft des Unternehmens. „Die Herausforderung bei Anzeigen besteht darin, dass ein Nutzer anfängt, alles anzuzweifeln … Deshalb halten wir es derzeit nicht für sinnvoll, uns darauf zu konzentrieren.“ Man arbeitete in erster Linie daran, die Richtigkeit der Antworten des hauseigenen Chatbots sicherzustellen.

Laut Financial Times erzielt Perplexity den Großteil seiner Einnahmen aus kostenpflichtigen Abonnements. Das Unternehmen bietet sowohl kostenlose Funktionen als auch Bezahldienste an, die sich zwischen 20 und 200 US-Dollar pro Monat bewegen. Nach eigenen Angaben nutzen mehr als 100 Millionen Menschen PerplexityAI; das mit 18 Milliarden US-Dollar bewertete Unternehmen erzielt einen Jahresumsatz von 200 Millionen US-Dollar.

Einige Konkurrenten von Perplexity wählen derzeit eine entgegengesetzte Strategie. So führte OpenAI in den Vereinigten Staaten erstmals Werbung in ChatGPT ein. In einer Testphase beschränken sich die Anzeigen auf die Gratisversion von ChatGPT sowie die günstigste Bezahlvariante ChatGPT Go, die im Januar weltweit eingeführt wurde. Das Unternehmen betont, dass die Antworten von ChatGPT nicht von den Sponsoren beeinflusst werden. Der Druck aufgrund wachsender Konkurrenz und von Verlusten in Milliardenhöhe scheinen den Schritt begünstigt zu haben. OpenAI selbst führt wirtschaftliche Notwendigkeit ins Feld und argumentiert, dass der stabile Betrieb von Gratis- und Go-Version immense Summen für die Infrastruktur verschlinge.

Auch Google schaltet im KI-Modus sowie in seinen KI-Übersichten, die Zusammenfassungen der traditionellen Suche enthalten, Werbeanzeigen. Doch Googles DeepMind-CEO Demis Hassabis erklärte erst in der vergangenen Woche in einem Interview, dass in Googles KI-Chatbot und -Assistent Gemini keine Werbung einziehen wird. Anthropic wiederum betätigte kürzlich, seinen Chatbot Claude werbefrei zu halten.

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(akn)



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Künstliche Intelligenz

Top 10: Die beste kabellose Überwachungskamera im Test – Akku, WLAN, LTE & Solar


4K-Auflösung, Dual-Objektiv, Akku, Wi-Fi und Laden per Solarmodul: Kabellose Überwachungskameras haben viel zu bieten. Wir zeigen die besten Modelle.

Laut Kriminalstatistik sind im Jahr 2024 die Wohnungseinbrüche in Deutschland leicht auf 78.436 Fälle gestiegen. Hinzu kommen 107.861 Diebstähle aus Kellern und Waschküchen – ein Anstieg um knapp sieben Prozent. Die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen beträgt magere 15,3 Prozent. Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft liegt der Schaden durch Einbrüche bei rund 350 Millionen Euro, 20 Millionen Euro mehr als im Jahr davor.

Bei knapp der Hälfte der Einbrüche bleibt es allerdings beim Versuch, weil die Anlagen gut gesichert sind. Zu einer umfassenden Sicherung (PDF) zählt laut Polizei auch der Einsatz von Überwachungskameras, die nicht nur vor ungebetenen Gästen warnen, sondern mit zuschaltbaren LED-Leuchten und Alarmsirenen Diebe abschrecken. Die Polizei warnt davor, hierfür Kamera-Attrappen zu nutzen, denn sie erkennen viele Einbrecher als solche.

Häufig scheitert der Einsatz von Überwachungskameras im Outdoor-Bereich jedoch an fehlenden Kabeln für Netzwerk- und Stromversorgung. Kabellose WLAN-Überwachungskameras mit Akku sind hier erste Wahl, sofern der heimische Router bis zum geplanten Standort der Kamera funkt.

Sollte das nicht der Fall sein, können Anwender auf LTE-Kameras ausweichen. In beiden Fällen muss aber, je nach Stärke des Akkus, das Gerät früher oder später an die Ladestation gehen. Es sei denn, der Akku wird per Solarpanel betankt. Damit entfällt größtenteils das manuelle Aufladen der Überwachungskamera, sofern das Photovoltaik-Modul einige Stunden täglich Sonnenenergie ernten kann. Sämtliche Überwachungskameras in unserer Bestenliste unterstützen das Aufladen per Solarmodul.

Welche kabellose Überwachungskamera ist die beste?

Unser bisheriger Testsieger, die Reolink Trackmix Akku, ist leider nur noch im Ausverkauf zu einem überhöhten Preis erhältlich. Den Nachfolger, der nun 4K-Auflösung bietet, haben wir noch nicht getestet. Aktuell gibt es die neue Trackmix 4K nur bei Reolink für 207 Euro. Damit ist die bisherige zweitplatzierte Reolink Argus 4 Pro unser neuer Testsieger. Mit der Argus 4 Pro bietet Reolink die erste batteriebetriebene Überwachungskamera mit einem Dual-Objektiv und einem 180° breiten Sichtfeld. Aktuell bekommt man sie auf Ebay mit dem Rabattcode WUNDERBAR für 141 Euro.

Die Eufy S340 für aktuell 129 Euro wird Technologiesieger und landet auf dem zweiten Platz. Auch sie bietet zwei Objektive, mit denen sie im Livestream eine Total- sowie eine Detailansicht mit sechsfachem Zoom anzeigt. Ferner unterstützt die S340 die sogenannte Cross-Kamera-Verfolgung. Dabei werden im Verbund mit anderen Eufy-Überwachungskameras und der Homebase S380 Videos vom selben Ereignis zu einer Aufnahme zusammengefügt. Einzigartig.

Auf Rang drei landet ebenfalls eine Reolink-Kamera: Die Argus Track für aktuell 123,50 Euro (5%-Coupon anklicken) basiert im Wesentlichen auf Reolinks bekannter Trackmix-Serie. Das Gehäuse fällt allerdings deutlich kompakter und eleganter aus. Ansonsten ist alles an Bord, was leistungsfähige Überwachungskameras auszeichnen.

Wer nicht ganz so viel Geld ausgeben möchte, sollte einen Blick auf unseren Preis-Leistungs-Sieger TP-Link Tapo C425 werfen. Sie ist einzeln für knapp 66 Euro erhältlich. In Kombination mit einem Solarpanel kostet sie 80 Euro.

KURZÜBERSICHT

Mit der Argus 4 Pro bietet Reolink die erste batteriebetriebene Überwachungskamera mit einem Dual-Objektiv und einem 180° breiten Sichtfeld. Farbige Nachtaufnahmen gelingen der Argus 4 Pro selbst mit wenig Restlicht. Reolink verkauft die Argus 4 Pro inklusive Solarpanel regulär für 230 Euro. Das Modell ist in Schwarz und in Weiß erhältlich. Aktuell bekommt man sie auf Ebay mit Rabattcode für 141 Euro.

VORTEILE

  • 180°-Sichtfeld mit bis zu 5120 × 1440 Pixel bei maximal 15 fps
  • lichtstarkes Dual-Objektiv mit farbiger Nachtsicht ohne Zusatzbeleuchtung
  • leichte Bedienung mit App und Desktop-Anwendung

NACHTEILE

  • Smart-Home-Anbindung eingeschränkt
  • NAS-Support nur über Reolink Home Hub

Die Eufy Solocam S340 überzeugt uns im Test nahezu in jedem Bereich. Sie bietet dank einer hohen Auflösung eine detailreiche Darstellung, unterstützt farbige Nachtaufnahmen und liefert dank des zweiten Objektivs eine vergrößerte Detailansicht und damit deutlich mehr Funktionen als herkömmliche Überwachungskameras mit nur einem Objektiv. Aktuell ist sie aktuell für 129 Euro erhältlich.

VORTEILE

  • 3K-Auflösung und farbige Nachtsicht
  • Zweites Objektiv für Zoom-Ansicht
  • Cross-Kamera-Verfolgung

NACHTEILE

  • Desktop-Anwendung eingeschränkt
  • Integration in Smart-Home-Systeme eingeschränkt
  • Aktivierung der Datenschutzzone schaltet PTZ-Funktion aus

Die Tapo C425 liefert eine gute Bildqualität und stellt Benachrichtigungen zeitnah zu. Die App ist reaktionsschnell und zeigt den Livestream sowie aufgenommene Videos zügig an. Auf der Habenseite stehen zudem eine leichte Bedienung und Inbetriebnahme sowie die magnetische Halterung. Einzeln ist sie aktuell für knapp 66 Euro erhältlich. In Kombination mit einem Solarpanel kostet sie gebraucht 60 Euro und neu auf Ebay 77 Euro.

VORTEILE

  • QHD-Auflösung mit guter Bildqualität und bis zu 25 fps
  • Bewegungserkennung differenziert zwischen Personen, Fahrzeugen und Haustieren
  • Darstellung von Livestream und Wiedergabe von Ereignissen erfolgen zügig

NACHTEILE

  • keine Desktop-Anwendung
  • kein Onvif-Support
  • kein RTSP-Stream

Ratgeber

Auswahlkriterien für WLAN/LTE-Überwachungskameras mit Akku

Bei WLAN- oder LTE-Kameras mit Akku war bislang die Speicherkapazität des Energieträgers ein wichtiges Kriterium. Dank der Möglichkeit, diesen per Solarmodul zu laden, spielt die Akkukapazität inzwischen eine untergeordnete Rolle. Worauf man stattdessen beim Kauf einer WLAN- oder LTE-Überwachungskamera achten sollte, klären wir im Folgenden.

Farbige Nachtsicht

Aus Sicherheitsgründen statten immer mehr Hersteller von Überwachungskameras ihre Geräte mit LED-Leuchten (Ratgeber) aus. Getreu dem Motto „Licht vertreibt finstere Gestalten“, schalten sich die auch als Spotlight bezeichneten LED-Scheinwerfer bei Bedarf automatisch ein, sobald die Kamera eine Bewegung erfasst. Ein Nebeneffekt der Zusatzbeleuchtung ist, dass entsprechende Überwachungskameras auch bei Dunkelheit Videos in Farbe aufzeichnen, während Varianten ohne Beleuchtung nachts nur in Schwarz-Weiß aufnehmen können. Vorteil: Das Bild mit farbiger Nachtsicht ist klarer, sodass ungebetene Gäste besser identifiziert werden können. Nachteil: Die LED zur Beleuchtung benötigt Energie, sodass der Akku dadurch zusätzlich belastet wird.

Dank LED-Spotlight bieten die besten Überwachungskameras mit Akku auch eine farbige Nachtsicht.

Überwachungskameras mit LED-Leuchten bieten ein höheres Sicherheitsniveau als Modelle ohne Lampen. Bis auf die Eufy Solocam S220 beherrschen alle anderen Modelle dieser Bestenliste die farbige Nachtsicht.

Objektiv: starr oder neig- und schwenkbar

Sogenannte PTZ-Kameras (Pan, Tilt, Zoom – Schwenken, Neigen, Zoomen) überwachen dank eines schwenk- und neigbaren Objektivs einen deutlich größeren Bereich als Überwachungskameras mit einer starren Linse. Letztere bieten meist ein 110 bis 140 Grad großes Sichtfeld, während PTZ-Varianten in der Summe auf 360 Grad kommen. Wer sich mit einem 180°-Sichtfeld begnügt, kann auch zu einer Überwachungskamera mit Doppel-Objektiv wie der Reolink Argus 4 Pro greifen.

Hohe Auflösung sorgt für mehr Details

Die Auflösung einer Überwachungskamera ist für viele Anwender ein entscheidendes Auswahlkriterium. Je höher diese ausfällt, desto mehr Details liefern die aufgezeichneten Videos und Bilder. Natürlich muss der Bildsensor dafür ausgelegt sein und auch bei hoher Auflösung noch eine genügende Lichtempfindlichkeit bieten.

Was Letzteres anbelangt, sind die in dieser Bestenliste aufgeführten Überwachungskameras gut aufgestellt. Sie bieten bei Tag und bei Nacht eine gute oder sehr gute Bildqualität. Aber sie unterscheiden sich bezüglich Auflösung teilweise erheblich. Das sollten Anwender bedenken, wenn es darum geht, auch mal auf ein bestimmtes Objekt zu zoomen.

Überwachungskamera Auflösung (Breite x Höhe) Pixelanzahl Verhältnis zu Full-HD
Reolink Argus Track, Reolink Argus 3 Ultra, Reolink Go PT Ultra, Reolink Argus PT Ultra, Reolink Argus Track, Reolink Altas PT Ultra, Eufycam S3 Pro, Eufy S330, Baseus S2 3840 x 2160  8.294.400 + 300 Prozent
Reolink Argus 4 Pro 5120 x 1440 7.372.800 + 256 Prozent
Eufy Solocam S340, Ezviz C8c 3K 2880 x 1620 4.665.600 + 125 Prozent
Reolink Trackmix Akku, Eufy S230 4G, TP-Link Tapo C420S2, TP-Link Tapo C425, Ezviz Elife 2K+ 2560 x 1440 3.686.400 + 78 Prozent
Eufy Solocam S230 4G, S230, S220 2304 x 1296 2.985.984 + 44 Prozent
Eufy Eufycam C35 1920 x 1080 2.073.600 Full-HD

Modelle mit hoher Auflösung sind gegenüber einer klassischen Full-HD-Kamera klar im Vorteil. So bietet bereits die Eufy Solocam S40 mit einer Auflösung von 2304 × 1296 Pixeln eine um 44 Prozent höhere Pixelanzahl. Bei den Reolink- und Ezviz-Modellen, die mit 2560 × 1440 Bildpunkten auflösen, liegt der Vorteil bei 78 Prozent. Und die Eufy Solocam S330, die Baseus S2 sowie die Reolink-Varianten Argus 3 Ultra, Argus PT Ultra, Altas PT Ultra und Go PT Ultra kommen mit 4K auf die vierfache Auflösung eines Full-HD-Modells, was klare Vorteile beim Zoomen bietet. Noch besser sind dafür Überwachungskameras mit optischem Zoom wie die Reolink Trackmix Akku, Argus Track sowie die Eufy Solocam S340 geeignet.

Beim Zoom bietet eine 4K-Kamera klare Vorteile gegenüber Modellen mit einer niedrigeren Auflösung wie 2560 × 1440.

Bedienung per App und am Desktop, Zeitrafferaufnahmen, Cross-Kamera-Verfolgung

Die Qualität der Apps zur Bedienung der in dieser Bestenliste aufgeführten Überwachungskameras ist insgesamt gut. Anwender können damit sämtliche relevanten Parameter bequem einstellen und die Kameras effizient steuern. Im Detail gibt es aber dennoch einige bemerkenswerte Unterschiede.

Eufy bietet etwa bei seinen Modellen mit Solarpanel ein Energie-Dashboard, das mithilfe zahlreicher Grafiken relevante Daten zur Energieversorgung übersichtlich darstellt. Außerdem integriert die Anker-Marke mit der Cross-Kamera-Verfolgung eine Funktion, die Aufnahmen unterschiedlicher Eufy-Überwachungskameras in ein Video mit allen Perspektiven zusammenschneidet. Damit kann man den Weg einer Person oder eines Haustiers exakt nachverfolgen.

Eufy bietet mit der Cross-Kamera-Verfolgung eine interessante Funktion. Aus einzelnen Kameraaufnahmen wird ein Film erstellt, der die Bewegung einer Person oder eines Haustiers zu unterschiedlichen Zeitpunkten aus verschiedenen Perspektiven zeigt.

Wer seine Überwachungskamera auch vom Desktop bequem steuern möchte, ist mit den Reolink-Modellen am besten bedient. Die für Windows und macOS vorliegende Desktop-Anwendung bietet nahezu die gleichen Einstellmöglichkeiten wie die mobile App. Auch lassen sich beide Tools ähnlich bedienen, was eine konsistente Benutzererfahrung garantiert.

Reolink bietet für seine Überwachungskamera auch eine Desktop-Anwendung für macOS und Windows.

Das ist nicht selbstverständlich. Oft bieten Kamerahersteller keine Desktop-Anwendung zur Steuerung ihrer Geräte oder es gibt nur eine Web- oder Desktop-Anwendung mit reduzierter Funktionalität, wie im Fall von Eufy und Ezviz, die sich zudem im Hinblick auf die Bedienung der mobilen Anwendung unterscheiden.

Mit den Reolink-Modellen können Anwender zusätzlich zur Sicherheitsüberwachung auch eine Zeitraffer-Aufnahme konfigurieren, um so etwa den Fortschritt beim Hausbau oder andere Ereignisse zu dokumentieren.

Integration in Smart-Home-Systeme

Eine direkte Integration in Smart-Home-Systeme (Bestenliste) wie Aqara, Bosch, Homekit, Home Assistant, Homey Pro, Smartthings oder Tuya sehen die Hersteller der hier vorgestellten WLAN- und LTE-Modelle größtenteils nicht vor. Immerhin sind die Eufy-Überwachungskameras dank Community-Apps kompatibel mit Homey Pro und Home Assistant. Die Tapo-Varianten von TP-Link lassen sich inklusive Livestream und Bewegungsmelder in Smartthings integrieren. Für Ezviz-Überwachungskameras gibt es die Möglichkeit, sie in Homematic IP anzubinden. Wir verzichten auf das Wort Integration bewusst, da lediglich ein Link zur Ezviz-App in Homematic eingebaut ist.

Mit Letzterer können Anwender in Verbindung mit dem Add-On Frigate (Ratgeber) einen Netzwerkvideorekorder ganz ohne Hersteller-App lokal realisieren. Aufgrund des höheren Ressourcenbedarfs sollte Home Assistant in diesem Fall allerdings auf einem leistungsstarken Mini-PC installiert werden.

Über den Reolink Home Hub können Anwender auch akkubetriebene Reolink-Überwachungskameras in Home-Assistant integrieren und so für Automatisierungen nutzen.

Standardmäßig unterstützen die hier gelisteten Produkte nur die Integration in Amazon Alexa und Google Assistant, sodass Anwender die Überwachungskamera per Sprache steuern oder das Livebild auf einem Smart Display (Ratgeber) wie Amazon Echo oder Nest Hub betrachten können.

Tipp für Apple-Anwender: Wer Homey Pro oder Home Assistant als Smart-Home-Zentrale verwendet, kann damit viele daran angeschlossene WLAN-, Zigbee- und Z-Wave-Geräte auch mit Homekit verwalten. Für experimentierfreudige Anwender steht als Alternative mit Homebridge eine Software parat, die ebenfalls Smart-Home-Geräte in Homekit integriert.

Zwei-Wege-Audio

Dank einer Gegensprechfunktion, die häufig auch mit Zwei-Wege-Audio bezeichnet wird, können Anwender über das Smartphone mit den meisten Überwachungskameras dieser Bestenliste Gespräche mit Personen vor der Kamera führen. Lediglich die Eufy-Modelle S330 und S230 4G sind dafür mangels Lautsprecher nicht geeignet.

Unterstützung für 2,4-GHz- und 5-GHz-Bänder

Die Wi-Fi-Modelle dieser Bestenliste funken standardmäßig im reichweitenstarken 2,4-GHz-Band. Nur die Reolink-Varianten unterstützen zusätzlich die Funkübertragung mit 5 GHz. Damit sind zwar höhere Datenraten möglich, doch dieser Vorteil ist in der Praxis nur dann relevant, wenn zwischen Wi-Fi-Router und Überwachungskamera eine optimale Verbindung zustande kommt, die nicht von Hindernissen wie stark gedämmten Außenwänden beeinträchtigt wird.

Da die meisten Anwender ihren WLAN-Router allerdings im Innenraum positioniert haben, ist die reichweitenstarke 2,4-GHz-Frequenz in der Praxis meist die bessere Wahl, um eine zuverlässige Verbindung zur Überwachungskamera im Außenbereich herzustellen.

Speicherung der Videos

Sämtliche Überwachungskameras dieser Bestenliste speichern Videos lokal, entweder auf einem integrierten Speicher wie einige Eufy-Modelle oder auf einer microSD-Karte (siehe folgende Tabelle). Optional bieten sämtliche Varianten auch eine kostenpflichtige Speicherung in der jeweiligen Hersteller-Cloud.

Neben Eufy mit der Home Base hat Reolink mit dem Home Hub einen zentralen Speicherort für seine Überwachungskameras im Programm. In diesen Fällen ist eine microSD-Karte zur Speicherung der Videos für die einzelnen Kameras nicht nötig. Außerdem bieten diese Lösungen einen besseren Schutz, da Aufnahmen auch dann noch zur Verfügung stehen, wenn ein Einbrecher die Überwachungskamera stiehlt oder die microSD-Karte entwendet.

Sonne als Energielieferant: Überwachungskameras mit Solarpanel

Die Sonne als Energiequelle zum Laden einer Überwachungskamera zu nutzen, wird bei den Herstellern immer beliebter. Die meisten Anbieter von Funk-Überwachungskameras realisieren dies mit einem Solarpanel, das per USB-Kabel den Akku der Kamera lädt. Eufy hat bei den Modellen Solocam S230, S220, S340 und Eufycam S330 sowie S3 Pro das Solarpanel gleich auf der Gehäuseoberfläche integriert.

Das hat den Vorteil, dass man nur ein Gerät montieren muss. Andererseits schränkt das die Auswahl des Montageorts auch etwas ein: Schließlich muss das Solarpanel für das Auftanken des Kamera-Akkus zumindest einige Stunden das Sonnenlicht ernten, um es in elektrische Energie umwandeln zu können. Somit kommen schattige und wettergeschützte Montageorte für diese Modelle nicht infrage.

Überwachungskameras mit separatem Solarpanel sind da flexibler: Anwender können solche Modelle beispielsweise geschützt unter einem Vordach im Schatten platzieren, während sie für das Solarpanel, dank eines mehreren Meter langen Anschlusskabels meistens problemlos ein sonniges Plätzchen für die Montage finden.

Fazit

Überwachungskameras wirken auf Diebe abschreckend, besonders wenn sie über eine zuschaltbare LED-Beleuchtung und Sirene verfügen und so per Licht und Ton den Eindringling aus dem Konzept bringen. Dank Akku und Solarpanel müssen Anwender die Kameras im besten Fall gar nicht mehr manuell laden. Das funktioniert allerdings nur, wenn am Aufstellort regelmäßig die Sonne scheint. Bei Minustemperaturen funktioniert das Laden per Solarpanel allerdings nicht zuverlässig, sodass während der Wintermonate ein manuelles Laden notwendig werden kann.

Die Solocam-Modelle von Eufy S330, S220, S230 und S3 Pro sowie die Baseus Security S2 integrieren das Panel sogar auf der Gehäuseoberfläche. Während diese Varianten an einem sonnigen Platz montiert werden müssen, um von der Sonnenkraft zu profitieren, sind die Modelle mit separatem Solarpanel hinsichtlich der Montage etwas flexibler. Anwender können diese Kameras geschützt unter einem Dach im Schatten befestigen und das Solarpanel an einem potenziell sonnigen Platz montieren.

Leider unterstützten akkubetriebene Überwachungskameras standardmäßig nicht den Onvif-Standard. Somit lassen sie sich in der Regel nicht in Smart-Home-Zentralen (Bestenliste) wie Home Assistant oder Homey Pro integrieren. Immerhin stehen für diese beiden Smart-Home-Lösungen Community-Apps für Eufy-Überwachungskameras parat. Und die Tapo-Kameras von TP-Link können Anwender immerhin in Samsung Smartthings integrieren. Mit dem neuen Home Hub von Reolink lassen sich deren Akku-Kameras ebenfalls in Smart-Home-Zentralen einbinden.

Weitere Informationen zu Überwachungskameras bieten unsere diversen Bestenlisten:

BESTENLISTE

Testsieger

Reolink Argus 4 Pro

Reolink Argus 4 Pro im Test: Lichtstarke Überwachungskamera mit 180°-Sichtfeld

Panoramaaufnahmen auch nachts: Das verspricht die Argus 4 Pro dank ihres lichtstarken Doppel-Objektivs. Wie gut das funktioniert und was sie sonst noch zu bieten hat, zeigt der Testbericht.

VORTEILE

  • 180°-Sichtfeld mit bis zu 5120 × 1440 Pixel bei maximal 15 fps
  • lichtstarkes Dual-Objektiv mit farbiger Nachtsicht ohne Zusatzbeleuchtung
  • leichte Bedienung mit App und Desktop-Anwendung

NACHTEILE

  • Smart-Home-Anbindung eingeschränkt
  • NAS-Support nur über Reolink Home Hub

Panoramaaufnahmen auch nachts: Das verspricht die Argus 4 Pro dank ihres lichtstarken Doppel-Objektivs. Wie gut das funktioniert und was sie sonst noch zu bieten hat, zeigt der Testbericht.

Reolink bringt mit der Argus 4 Pro eine 4K-Überwachungskamera (Bestenliste), die ein besonders lichtstarkes Dual-Objektiv mit einer Brennweite von 4 mm bietet und damit auch bei Dunkelheit farbige Aufnahmen ermöglicht. Das Hinzuschalten der integrierten weißen LEDs soll damit nur im Ausnahmefall für eine farbige Nachtsicht nötig sein. Die maximale Auflösung des 1/1.8-Zoll-Sensors beträgt 5120 × 1440 Pixel bei höchstens 15 Bilder pro Sekunde (fps).

Wie die Reolink Duo 3 (Testbericht) setzt die Argus 4 Pro Bilder aus zwei Linsen zusammen und sorgt damit für ein 180° breites Sichtfeld. Doch anders als die Duo 3, die per PoE oder Netzteil mit Strom versorgt wird, bietet die Argus 4 Pro einen 5000 mAh starken Akku. Damit lässt sich die 400 g schwere Überwachungskamera relativ flexibel positionieren. Einziges Limit dabei ist die Reichweite des heimischen WLAN-Netzwerks, wobei Anwender zwischen 2,4- und 5-GHz-Netzen wählen können.

Die Panorama-Überwachungskamera verkauft Reolink einzeln oder in Kombination mit einem 6-W-Solarpanel, das mithilfe weniger Sonnenstunden den Ladestatus des Akkus konstant hält. So muss man im günstigsten Fall die Kamera nicht manuell laden. Mit Solarpanel kostet die Argus 4 Pro regulär 200 Euro. Aktuell ist sie bei Ebay mit Rabattcode für 141 Euro im Angebot.

Wie gut die Nachtaufnahmen ohne Zusatzbeleuchtung sind und wie die Überwachungskamera ansonsten zu bieten hat, verrät unser Testbericht.

Reolink Argus 4 Pro: 180°-Sichtfeld mit bis 5120 × 1440 Pixel bei maximal 15 fps, lichtstarkes Objektiv mit farbiger Nachtsicht ohne Zusatzbeleuchtung, unterstützt 2,4- und 5-GHz-WLAN, Akku mit 5000 mAh und 6-Watt-Solarpanel

Was gehört zum Lieferumfang und wie wird die Argus 4 Pro montiert?

Die etwa 400 Gramm schwere Argus 4 Pro ist wetterbeständig nach IP66 und im Temperaturbereich zwischen –10 °C und 55 °C einsatzfähig. Die Kameratechnik steckt in einem weißen Gehäuse, das mit den Abmessungen 12,8 × 8,7 × 8,0 cm relativ kompakt ausfällt. An der Gehäuseunterseite befindet sich der PIR-Sensor, der auf die Infrarotstrahlung von Menschen oder Tieren reagiert und so Fehlalarme durch umherfliegende Blätter oder Insekten verhindert.

An der Unterseite des PIR-Sensors, der gleichzeitig auch als Standfuß fungiert, befinden sich hinter einer Gummiabdeckung microSD-Card-Slot sowie Einschalt- und Reset-Taste. Mit dem Standfuß kann man die Kamera auch leicht in Innenräumen, etwa in einem Regal, verwenden. Für den Außenbereich ist allerdings der Einsatz der mitgelieferten Halterung empfehlenswert, die an der Rückseite des PIR-Sensors in ein Gewinde geschraubt wird. Damit kann man die Argus 4 Pro an einer Wand mithilfe der im Lieferumfang befindlichen Schrauben und Dübeln montieren. Als alternative Befestigungsmöglichkeit können Anwender auch den mitgelieferten Haltegurt verwenden und die Kamera damit etwa an einer Säule oder an einem Baum montieren (siehe Bildergalerie).

Mit Strom wird die Argus Track über einen integrierten und nicht austauschbarem Akku mit einer Kapazität von 5000 mAh Stunden versorgt. Der soll eine Betriebszeit je nach Nutzung zwischen einer und vier Wochen ermöglichen. Hinten am Standfuß gibt es eine USB-C-Schnittstelle, über die der Akku geladen wird. Bei unserem Testexemplar war der Akku im Auslieferungszustand zu etwa 60 Prozent geladen. Nach der Aufladung per USB-C-Netzteil haben wir für den Betrieb im Außenbereich das mitgelieferte 6-W-Solarpanel daran angeschlossen. Mit ein paar Sonnenstunden pro Tag hält dieses den Akkustatus auf konstantem Niveau. Dank des fast vier Meter langen Verbindungskabels sollte die optimale Ausrichtung des Solarpanels in der Praxis kein Problem sein.

Durch den Akkubetrieb ist man bei der Montage etwas flexibler, sofern sich die Kamera im Empfangsbereich des heimischen WLANs (2,4 und 5 GHz) befindet. Doch man muss dadurch auch einige Kompromisse eingehen. So erlaubt die Argus 4 Pro lediglich eine ereignisbasierte, aber keine kontinuierliche Aufzeichnung von Videos. Aufgrund der Stromversorgung per Akku kann die Überwachungskamera zudem nicht an Reolink NVR-Lösungen angebunden werden. Und wegen des fehlenden Onvif-Supports (Ratgeber) lässt sie sich auch nicht an ein NAS wie Synology Surveillance Station (Ratgeber) oder an Smart-Home-Zentralen (Bestenliste) wie Homey Pro oder Home Assistant koppeln.

Zur Speicherung von Videos bietet die Argus4 Pro einen microSD-Card-Slot, der kompatibel zu Speicherkarten mit einer Kapazität von bis zu 128 GB ist. Im Test hat die Kamera aber auch mit einer 512 GB großen microSD-Karte von Sandisk funktioniert. Als alternative Speichermöglichkeit steht außerdem die Reolink-Cloud zur Verfügung. In Deutschland werden die Daten in einem Rechenzentrum in Frankfurt am Main gespeichert. Das kostenlose Basis-Abo bietet eine Kapazität von 1 GB und einen Videoverlauf für bis zu sieben Tage für eine Kamera. Das Standard-Abo kostet 4,19 Euro und bietet 30 Tage Cloud-Speicherung mit 30 GB für bis zu fünf Kameras. Mehr Leistung bietet das Premier-Abo für 8,29 Euro, das 80 GB Speicherplatz für bis zu zehn Kameras.

Die Inbetriebnahme der Argus 4 Pro erfolgt entweder mit der Desktop-Anwendung, die für Mac OS und Windows vorliegt oder mit der mobilen Reolink-App, die auch für Tablets optimiert ist (siehe Bildergalerie).

Gibt es E-Mail-Benachrichtigungen und FTP-Upload?

Die Batterielaufzeit können Anwender verlängern, indem sie den Betrieb der Kamera auf für sie wichtige Zeiten limitieren. Hilfreich ist auch, wenn man den Überwachungsbereich sowie die Alarmierung auf bestimmte Objekte begrenzt. Hierfür stehen in der Reolink-App sowohl in der mobilen als auch in der Desktop-Variante entsprechende Optionen in Abschnitten Kamera – Alarm-Einstellungen und Überwachen – Aufnahme bereit. Dort können Anwender etwa Bewegungszonen definieren, in denen kein Alarm ausgelöst wird oder die Bewegungserkennung auf bestimmte Objekttypen wie Personen, Fahrzeuge oder Haustiere begrenzen.

Für einen datenschutzkonformen Einsatz der Kamera, wenn diese auf ein fremdes Grundstück oder einen öffentlichen Bereich ausgerichtet ist, können Anwender über Einstellungen – Display – Privatsphärenmaske bis zu acht Zonen definieren, die von der Aufnahme ausgeschlossen respektive geschwärzt werden. Etwas unpraktisch ist allerdings, dass sämtliche dieser Kennzeichnungen gelöscht werden, wenn man noch einen Bereich hinzufügen möchte.

Alarme verschickt die Argus 4 Pro nicht nur per Pushnachricht auf das Smartphone des Anwenders. Auch eine E-Mail-Benachrichtigung und ein FTP-Upload sind möglich. Dabei unterstützt Reolink auch eine verschlüsselte Übertragung auf einen FTP-Server. Im Test hat das mit einem FTP-Server auf einer Synology-NAS einwandfrei funktioniert. Bei E-Mail-Konten mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung muss man ein App-Passwort erstellen. Im Test mit einem Gmail-Konto gibt es dabei keine Probleme (siehe auch Bildergalerie).

Alarme erreichen den Nutzer zeitnah. Fehlalarme sind dank der Differenzierung zwischen Mensch, Tier und Fahrzeugen im Test keine aufgetreten.

Bei Gegenlicht zeigen sich die Schwächen der Argus 4 Pro. Die Annke NCD800 bietet hier das klar bessere Bild. Allerdings ist die Annke auch deutlich teurer.

Wie gut ist die Bildqualität?

Die Bildqualität der Videos mit einer Auflösung von 5120 × 1440 oder 1536 × 432 Pixel bei 15 Frames pro Sekunde (fps) ist insgesamt gut. In der Regel liefert die Kamera detailreiche und scharfe Bilder mit einem ausreichenden Kontrast. Bei schwierigen Lichtverhältnissen wie Gegenlicht oder einem hohen Dynamikumfang kämpft sie aber teilweise mit ungenauer Belichtung, was in der Preisklasse allerdings der Standard ist. Nur teurere Profi-Kameras wie die Annke NCD800 (Testbericht) bieten zahlreiche Bildverbesserungstechniken, die sich zudem abhängig von der Tageszeit für eine optimale Bilddarstellung aktivieren lassen.

Dank des lichtstarken Objektivs mit F1.0-Blende zeichnet die Kamera auch nachts Videos in Farbe auf. Die Bildqualität ist dabei gut, aber nicht überragend. Im direkten Vergleich mit der Annke NCD800 muss man ein paar Kompromisse eingehen: So sind die Bilder nicht ganz so hell und teilweise verrauscht (siehe auch Bildergalerie).

Eine schwarz-weiße Nachtsicht auf Basis von Infrarot-LEDs hat die Argus 4 Pro nicht zu bieten. Stattdessen können Anwender die integrierten weißen Spotlight-LEDs dazuschalten, um ein besseres Bild zu erhalten. Allerdings ist die Ausleuchtung nicht ganz so homogen wie bei Varianten mit stärkeren Spotlights, wie der 2000 Lumen hellen Eufy Floodlight Cam E340 (Testbericht).

Einbindung in Smart Home: Wird Amazon Alexa unterstützt?

Die Reolink Argus 4 Pro lässt sich auch mit den Sprachassistenten Google Assistant und Amazon Alexa bedienen. In Verbindung mit einem smarten Display (Ratgeber) können Anwender den Kamera-Livestream auf ein kompatibles Gerät wie Nest Hub oder Echo Show ausgeben. Allerdings ist der zeitliche Versatz mit über 10 Sekunden relativ groß.

Ansonsten bietet Reolink keine weiteren Möglichkeiten, die Argus 4 Pro direkt in Smart-Home-Zentralen (Bestenliste) wie Homey Pro oder Home Assistant einzubinden. Auch zu Smart-Home-Diensten wie IFTTT ist sie inkompatibel. Das Gleiche gilt für den Standard Open Network Video Interface (Onvif, Ratgeber), den Reolink mit seinen akkubetriebenen Modellen nicht unterstützt. Das liegt in dem fehlenden Support durch Dritthersteller-Software für den Batteriebetrieb, teilt Reolink in seinem Support-Forum mit. Damit können Anwender die Argus 4 Pro standardmäßig nicht für Automatisierungen, etwa zum Aufbau eines umfassenden Alarmsystems, nutzen.

Mit dem Home Hub lassen sich akkubetriebene Reolink-Überwachungskameras in Smart-Home-Systeme wie Home Assistant integrieren.

Allerdings ermöglicht der Reolink Home Hub für aktuell 88 Euro die Ausgabe eines RTSP-Streams von daran angeschlossenen Überwachungskameras. Damit kann man die Argus 4 Pro und auch andere kompatible Reolink-Überwachungskameras mit Akku in ein NAS und in Smart-Home-Systeme (Bestenliste) wie Home Assistant integrieren.

Unterstützt die Argus 4 Pro Zeitraffer-Aufnahmen?

Die Argus 4 Pro unterstützt wie alle Reolink-Kameras das Erstellen von Zeitrafferaufnahmen. Die Funktion steht allerdings nur in der App unter Einstellungen – Zeitraffer und nicht in der Desktop-Anwendung zur Verfügung. Sie bietet bereits einige Profile wie Wolkenbewegungen, Sonnenaufgang, Sonnenuntergang, Baustelle und Öffnende Blüte. Man kann aber auch ein eigenes Profil anlegen. Zu beachten ist allerdings, dass die Funktion den Akku stark beansprucht.

Preis & Alternativen: Was kostet die Argus 4 Pro?

Reolink verkauft die Argus 4 Pro inklusive Solarpanel regulär für 200 Euro. Das Modell ist in Schwarz und in Weiß erhältlich. Aktuell bekommt man sie auf Ebay mit Rabattcode für 141 Euro. Der Tiefstpreis der letzten sechs Monate lag bei 128 Euro. Der Reolink Home Hub kostet aktuell 88 Euro.

Fazit

Mit der Reolink Argus 4 Pro steht nach der Reolink Argus Track die zweite batteriebetriebene 4K-Überwachungskamera für den Außenbereich mit Dual-Objektiv zur Verfügung. Sie bietet, wie von Reolink-Kameras gewohnt, einwandfreie Leistungswerte in puncto Konfiguration, Bedienung und Alarm-Benachrichtigung. Und auch die Darstellungsqualität weiß mit Einschränkungen, etwa bei Gegenlicht, zu überzeugen. Mit seinem lichtstarken Objektiv liefert sie auch nachts Aufnahmen in Farbe – ohne dass dafür die integrierten LED-Spotlights zum Einsatz kommen müssen.

Doch der Akkubetrieb ist auch mit Kompromissen verbunden. Diese betreffen nicht nur die Laufzeit, die in der dunklen Jahreszeit vom mitgelieferten Solarpanel nur unter günstigen Umständen verlängert wird, sondern auch andere Bereiche. Wer etwa ein NAS oder ein NVR-System verwendet oder Überwachungskameras gerne mit einer Smart-Home-Zentrale koppelt, wird mit der Argus Track mangels Kompatibilität nicht glücklich. Immerhin bietet Reolink mit dem 88 Euro teuren Home Hub eine Möglichkeit, angeschlossene Überwachungskameras in ein NAS und in Smart-Home-Systeme (Bestenliste) einzubinden.

Technologiesieger

Eufy Solocam S340

Eufy Solocam S340 im Test

Die Solocam S340 ist batteriebetrieben und stellt dank Weitwinkel- und Teleobjektiv zwei Streams gleichzeitig dar. Wie gut sich die WLAN-Kamera in der Praxis schlägt, zeigt der Test.

VORTEILE

  • 3K-Auflösung und farbige Nachtsicht
  • Zweites Objektiv für Zoom-Ansicht
  • Cross-Kamera-Verfolgung

NACHTEILE

  • Desktop-Anwendung eingeschränkt
  • Integration in Smart-Home-Systeme eingeschränkt
  • Aktivierung der Datenschutzzone schaltet PTZ-Funktion aus

Die Solocam S340 ist batteriebetrieben und stellt dank Weitwinkel- und Teleobjektiv zwei Streams gleichzeitig dar. Wie gut sich die WLAN-Kamera in der Praxis schlägt, zeigt der Test.

Prozessoren mit nur einem Rechenkern kennen jüngere Anwender kaum. Das Gleiche könnte auch bei Überwachungskameras mit nur einem Objektiv in Zukunft der Fall sein. Der technische Fortschritt bei dieser Geräteklasse führt dazu, dass immer mehr Hersteller ein zweites Objektiv in ihre Kameras einbauen. Dabei gibt es unterschiedliche Ansätze. Modelle wie die Annke NCD800 (Bestenliste) und die Reolink Duo 3 (Bestenliste) verwenden das zweite Objektiv zur Vergrößerung des Sichtfelds. Sie montieren zwei Einzelaufnahmen zu einer 180-Grad breiten Panoramaansicht. Andere, wie die Reolink Trackmix und Argus Track stellen mithilfe des zweiten Objektivs gleichzeitig zur Hauptkamera eine vergrößerte Ansicht mittels eines optischen Zooms dar. Dank Weitwinkel- und Teleobjektiv hat man gleichzeitig Totale und Detailansicht im Blick.

Letzteres bietet auch die PTZ-Überwachungskamera (Bestenliste) Eufy Solocam S340. Das Weitwinkelobjektiv bietet eine Auflösung von 2880 × 1620 Pixel und ein 135 Grad großes Sichtfeld für die Totale, während das Teleobjektiv mit 2304 × 1296 Pixel auflöst. Mit Strom wird die S340 über einen Akku versorgt, der von einem mitgelieferten Solarpanel mit Energie versorgt wird – sofern die Sonne scheint.

Videos zeichnet die Kamera ereignisbasiert auf, eine kontinuierliche Aufzeichnung unterstützt sie wie alle per Akku betriebenen Überwachungskameras nicht, weil diese Aufzeichnungsart den Energiespeicher schnell entleert. Videos speichert die Solocam S340 entweder auf dem im Gerät integrierten 7,3 GByte großen Speicher oder auf einer Eufy-Homebase, deren 16 GByte großer Speicherplatz Anwender mit einer 2,5-Zoll-Festplatte oder SSD mit maximal 16 TByte erweitern können. Eine Speicherung auf einem NAS wie Synology Surveillance Station (Testbericht) unterstützt die Dual-Objektiv-Kamera allerdings nicht.

Die KI der Kamera unterscheidet bei der Bewegungserkennung zwischen Personen, Autos und anderen sich bewegenden Objekten. Mit der Anbindung an die Homebase kann sie darüber hinaus noch Gesichter und Haustiere identifizieren.

Und noch ein Feature bietet die Eufy, wenn sie an die Homebase angeschlossen ist: die sogenannte Cross-Kamera-Verfolgung. Damit werden Videos vom selben Ereignis verschiedener Eufy-Überwachungskameras zu einer Aufnahme zusammengefügt.

Bei Bedarf zeichnet die Solocam S340 dank eines 100 Lumen hellen Spotlights auch nachts Videos in Farbe auf. Die Aktivierung der Zusatzbeleuchtung erfolgt automatisch oder manuell. Last but not least bietet die Dual-Objektiv-Kamera auch eine Gegensprechfunktion und eine 92 dB laute Sirene, die bei Bedarf automatisch Alarm schlägt.

Lieferumfang & Ausstattung

Die knapp 690 Gramm schwere Eufy Solocam S340 (mit Solarpanel) kann man an der Decke oder an der Wand montieren. Sie hinterlässt trotz des Plastikgehäuses optisch und haptisch einen ausgezeichneten Eindruck. Der Durchmesser des an den Ecken abgerundeten Kameragehäuses beträgt etwa 10 Zentimeter, die Höhe beträgt, wenn das Objektiv nach unten zeigt, circa 13 Zentimeter. Noch einmal 10 Zentimeter kommen hinzu, wenn das Solarpanel auf der Oberseite der Kamera montiert ist. Es lässt sich übrigens optimal nach der Sonne ausrichten. Alternativ kann man das Panel auch an einem anderen Ort als die Kamera installieren, wenn diese etwa im Schatten montiert ist. Ist letzteres der Fall, kommt das mitgelieferte 3-Meter-USB-C-Verlängerungskabel zum Einsatz. An den Verbindungsstellen bietet es wetterfeste Anschlüsse. Die Solocam S340 ist nach IP65 staubdicht und vor Strahlwasser geschützt. Wettereinflüsse sollten ihr also nichts ausmachen. Laut Hersteller ist sie im Temperaturbereich zwischen –20 und 50 Grad Celsius einsatzbereit.

Im Lieferumfang sind für die Montage nötige Halterungen, Schrauben und Dübel sowie eine Bohrschablone enthalten. Die englischsprachige Kurzanleitung bietet detaillierte Informationen zur Montage inklusive Befestigung des Solarpanels. Informationen zur Montage in deutscher Sprache gibt es online und auch detailliert in der App.

Inbetriebnahme der Eufy Solocam S340

Die Inbetriebnahme der Solocam S340 ist wie alle Eufy-Überwachungskamera sehr einfach, setzt aber ein Nutzerkonto beim Hersteller voraus. Dafür muss man eine E-Mail-Adresse angeben und ein Passwort einrichten. Die anschließende E-Mail, im Test ist diese im Spam-Folder gelandet, enthält einen Bestätigungslink, über den die Registrierung abgeschlossen wird.

Anschließend wählen Anwender über das Plus-Zeichen in der App unter Battery Camera als Modell Solocam S340 aus (siehe auch Bildergalerie weiter unten). Die Ersteinrichtung erfolgt über das Einscannen des QR-Codes auf der Kamera. Anschließend ist sie einsatzbereit und per Smartphone-App steuerbar. Zusätzlich zur App können Anwender Livestream und Gerätedaten auch über eine Web-Anwendung auf dem Desktop abrufen. Allerdings ist damit keine Konfiguration der Geräte möglich. Eine leistungsfähige Desktop-Anwendung, wie sie etwa Reolink (Testbericht) bietet, hat Eufy bislang nicht im Angebot. Nach dem Start zeigt die Eufy-App alle bislang registrierten Kameras mit dem zuletzt aufgenommenen Live-Bild inklusive eines Sicherheitsberichts über aufgelaufene Alarme.

Konfiguration

Die Einstellungen der Kamera erreicht man in der Standardansicht über das Drei-Punkte-Menü und das Zahnradsymbol. Sie umfassen Konfigurationsmöglichkeiten zu den Menüpunkten Bewegungserkennung, Überwachung, Beleuchtung, Video, Audio, Benachrichtigung, Allgemein und Gerätefreigabe.

In Abschnitt Bewegungserkennung können Anwender den Aktivitätsbereich der Kamera festlegen, der sich bei der Solocam S340 wegen des 360-Grad-Sichtfelds auf mehrere zuvor festgelegte Positionen verteilt. Damit kann man ausschließen, dass die Kamera Personen auf einem fremden Grundstück oder öffentlichen Bereich erfasst und somit einen DSGVO-konformen Betrieb realisieren. Zusätzlich lassen sich unter Videoeinstellungen – Datenschutzzonen zwei Bereiche definieren, die bei einer Videoaufnahme geschwärzt sind. Allerdings kann das Objektiv der PTZ-Kamera dann nicht mehr bewegt werden. Sie entspricht dann einer starr ausgerichteten Überwachungskamera.

Um Fehlalarme zu vermeiden, können Anwender die Erkennungsart der Bewegungserkennung auf Menschen und/oder Fahrzeuge begrenzen. Im Test hat das die Kamera einwandfrei hinbekommen und bei Menschen alarmiert, bei Haustieren zum Beispiel aber nicht. Apropos Haustiere: Mit der optionalen Anbindung an die Homebase 3 kann die Solocam S340 auch Haustiere und Gesichter identifizieren.

Unter Kalibrierung Schwenk-/Neigeeinstellungen können Anwender die Bewegungsverfolgung (KI-Nachverfolgung) aktivieren. Dann verfolgt die Kamera automatisch erkannte Objekte. Zusätzlich lässt sich die Schnelligkeit der Objektiv-Drehgeschwindigkeit in fünf Stufen einstellen. Eine automatische Patrouillenfahrt, wie sie die Reolink RLC-823A (PTZ-Bestenliste) oder die Eufy Floodlight Cam 2 Pro (Floodlight-Bestenliste) bieten, beherrscht die Solocam S340 allerdings nicht.

Und wie bei Eufy üblich können Anwender die Steuerung der Kamera mit anderen Personen teilen. Hierfür müssen sie die Eufy-App installieren und sich registrieren.

Videoqualität, Sirene & Cross-Kamera-Verfolgung

Dank hoher Auflösung sind die Videos der Solocam S340 tagsüber bis zu einer Entfernung von 15 Metern sehr detailreich. Mit zugeschalteter Beleuchtung nimmt sie auch nachts Videos in Farbe auf. Details sind dann aber nur bis zu einer Entfernung von etwa acht Meter gut zu erkennen. Die integrierte Gegensprechfunktion funktioniert im Test ohne Fehl und Tadel. In puncto Benachrichtigungen bietet die Eufy lediglich eine Push-Funktion. Warnmeldungen über E-Mail verschicken Eufy-Kameras anders als Modelle von Reolink hingegen nicht. Auch ist ein Upload eines Bilds oder Videos auf einen FTP-Server nicht vorgesehen. Immerhin landen Benachrichtigungen über erkannte Bewegungen nahezu verzögerungsfrei auf dem Handy.

Die noch im Betastadium befindliche Cross-Kamera-Verfolgung, bei der Videos mehrere Eufy-Überwachungskameras zu einer Aufnahme zusammengefügt werden, konnten wir leider nicht testen. Die versprochene Freischaltung der Funktion innerhalb von 24 Stunden hat leider nicht funktioniert. Womöglich ist uns da das chinesische Neujahrsfest, zu dem traditionell viele chinesische Firmen mehrere Tage Betriebsurlaub haben, dazwischengekommen.

Hinweis: Die Cross-Kamera-Verfolgung haben wir inzwischen mit der Eufy S3 Pro überprüft. Weitere Informationen dazu gibt es im Testbericht.

Streams & Zoom

Die gleichzeitige Darstellung der beiden Streams von Weitwinkel- und Teleobjektiv hat während des Tests problemlos funktioniert. Der Livestream steht zügig parat und hat nur einen Versatz von maximal einer Sekunde. So hat man die Totale sowie eine optisch dreifach vergrößerte Zoom-Ansicht im Blick. In Kombination mit dem digitalen Zoom ermöglicht die Eufy Solocam S340 auch eine bis zu achtfache Vergrößerung. Die Ergebnisse können sich in jedem Fall sehen lassen (siehe auch Bildergalerie).

Batterielaufzeit & Solarpanel

Die Eufy-App bietet unter Einstellungen – Power Manager detaillierte Informationen zum Batteriestatus sowie Konfigurationsmöglichkeiten. Hier sollte man überprüfen, ob als Energiequelle Sonnenkollektor ausgewählt ist. Das war bei uns nach der Ersteinrichtung nicht der Fall.

Als erstes erfahren Anwender im Bereich Power Manager neben einem Batteriesymbol den aktuellen Ladestand in Prozent. Daneben erscheinen ein Sonnenkollektor- sowie ein Sonnensymbol. Ersteres ist übrigens nicht zu sehen, wenn unter Energiequelle Batterie ausgewählt ist.

Darunter zeigt die App Daten zur Erkennungsstatistik unterteilt nach Arbeitstagen, Ereignisse und Aufzeichnungen. Innerhalb von drei Tagen bei wenig Sonnenschein hat sich der Akkustand von 100 auf 95 Prozent bei 255 Ereignissen und 202 Aufzeichnungen reduziert. Das ist ein guter Wert.

Laut Eufy reichen zwei Sonnenstunden pro Tag aus, um den Akku auf gleichem Stand zu halten. Es liefert 800 bis 1200 mAh täglich, während die Kamera nur 100 bis 200 mAh benötigt. Ohne Solarpanel soll der Akku bis zu drei Monate halten.

Smart Home: Community-Apps sorgen dafür, dass Anwender die Eufy Solocam S340 in Homey Pro und Home Assistant integrieren und für Automatisierungen verwenden können.

Smart-Home: Google Assistant & Amazon Alexa

Die Eufy Solocam S340 arbeitet auch in Verbindung mit den Sprachassistenten Google Assistant und Amazon Alexa. In Kombination mit einem smarten Display (Ratgeber) können Anwender den Kamera-Livestream mit einem kompatiblen Gerät wie Nest Hub oder Echo Show verfolgen.

Bedauerlicherweise bietet Eufy für die Solocam S340 keine Integrationsmöglichkeiten für andere Smart-Home-Systeme (Bestenliste) wie Aqara, Bosch, Home Assistant, Homekit, Homey Pro, Smartthings oder Tuya. Immerhin ist sie dank einer Community-App kompatibel zu Homey Pro. Auch unter Home Assistant gibt es für die Eufy-Kameras eine Community-Integration, die aber für die Solocam S340 noch keine relevanten Funktionen unterstützt.

Immerhin erlaubt die App installierte Eufy-Überwachungskameras miteinander zu kombinieren, sodass einzelne oder sämtliche Kameras aufnehmen, wenn eine davon einen Alarm registriert. Mit der Homebase S380 bietet Eufy zudem ein eigenes NAS, das für die Kamera nicht nur Speicherplatz, sondern auch KI-Funktionen wie die Erkennung von Gesichtern und Haustieren bereitstellt.

Was kostet die Eufy Solocam S340?

Die Eufy Solocam S340 kostet regulär 199 Euro. Aktuell ist sie aktuell für 129 Euro erhältlich.

Fazit

Die Eufy Solocam S340 überzeugt uns im Test nahezu in jedem Bereich. Sie bietet dank einer hohen Auflösung eine detailreiche Darstellung, unterstützt farbige Nachtaufnahmen und liefert mit dem zweiten Objektiv eine vergrößerte Detailansicht und damit deutlich mehr Funktionen als herkömmliche Überwachungskameras mit nur einem Objektiv.

Die App ist reaktionsschnell, funktionsreich und bietet eine intuitive Bedienung. Käufer erhalten mit der Solocam S340 eine leistungsfähige PTZ-Überwachungskamera, die dank Solarpanel und WLAN sehr flexibel in puncto Montageort ist. Die stabile WLAN-Verbindung und die schnelle Aktivierung des Livestreams sind weitere Pluspunkte.

Weniger gut haben uns die Integrationsmöglichkeiten in gängige Smart-Home- und NAS-Lösungen gefallen. Zwar unterstützt die Kamera die digitalen Sprachassistenten von Google und Amazon, doch außer mit Homey Pro (Testbericht) und Home Assistant (Testbericht) lässt sich die Kamera mit anderen Smart-Home-Lösungen wie Samsung Smartthings (Testbericht) und Apple Homekit (Testbericht) nicht kombinieren. Wer aber bereits andere Überwachungskameras des Herstellers verwendet, kann alternativ zur NAS-Ersatzlösung Homebase S380 greifen. Dann gibt es nicht nur genügend Speicherplatz, sondern auch noch Zusatzfunktionen wie Gesichts- und Haustiererkennung. Und mit der inzwischen verfügbaren Cross-Kamera-Verfolgung, die aus mehreren Videos verschiedener Eufy-Kameras eine Aufnahme erstellt, bietet Eufy ein bislang einzigartiges Sicherheitsfeature.

Reolink Argus Track im Test: Überwachungskamera mit Akku, 4K und zwei Objektiven

Mit zwei dreh- und schwenkbaren Objektiven verfolgt die PTZ-Überwachungskamera Reolink Argus Track erkannte Objekte automatisch – inklusive sechsfachem Zoom.

VORTEILE

  • umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten
  • leichte Bedienung mit App und Desktop-Anwendung
  • Dual-Objektiv mit Sechsfach-Hybrid-Zoom und farbiger Nachtsicht
  • Automatische Bewegungsverfolgung mit Zoom

NACHTEILE

  • Akkulaufzeit auf 1 bis 4 Wochen begrenzt
  • Smart-Home-Anbindung eingeschränkt
  • NAS- und NVR-Support nur über Reolink Home Hub

Mit zwei dreh- und schwenkbaren Objektiven verfolgt die PTZ-Überwachungskamera Reolink Argus Track erkannte Objekte automatisch – inklusive sechsfachem Zoom.

Die Technik der Argus Track basiert im Wesentlichen auf Reolinks bekannter Trackmix-Serie. Das Gehäuse fällt allerdings deutlich kompakter und eleganter aus. Doch im Unterschied zur Trackmix Akku (Testbericht), die „nur“ mit 2560 × 1440 Pixel auflöst, schafft die Argus Track mit 3840 × 2160 Pixel die gleiche Auflösung wie die kabelgebundenen Trackmix-Varianten. Ansonsten ist alles an Bord, was leistungsfähige Überwachungskameras auszeichnen.

Ausstattung Reolink Argus Track

Die knapp 500 g schwere Argus Track ist wetterbeständig und im Temperaturbereich zwischen –10 °C und 55 °C einsatzfähig. Das Gehäuse besteht aus einem etwa 2 cm hohen und runden Standfuß mit einem Durchmesser von 8,5 cm. Auf dem Standfuß sitz das Kameragehäuse, womit das Gehäuse insgesamt eine maximale Höhe von knapp 12 cm erreicht. Mit dem Standfuß kann man die Kamera auch leicht in Innenräumen, etwa in einem Regal, verwenden. Für den Außenbereich ist allerdings der Einsatz der mitgelieferten Halterung empfehlenswert. Damit kann man die Argus Track an einer Wand mithilfe der im Lieferumfang befindlichen Schrauben und Dübeln montieren. Als alternative Befestigungsmöglichkeit können Anwender auch den mitgelieferten Haltegurt verwenden und die Kamera damit etwa an einer Säule montieren (siehe Bildergalerie).

Mit Strom wird die Argus Track über einen integrierten und nicht austauschbarem Akku mit einer Kapazität von 4800 mAh Stunden versorgt. Der soll eine Betriebszeit je nach Nutzung zwischen einer und vier Wochen ermöglichen. Hinten am Standfuß gibt es eine USB-C-Schnittstelle, über die der Akku geladen wird. Bei unserem Testexemplar war der Akku im Auslieferungszustand zu etwa 60 Prozent geladen. Nach der Aufladung per USB-C-Netzteil haben wir für den Betrieb im Außenbereich das mitgelieferte 6-Watt-Solarpanel daran angeschlossen. Mit ein paar Sonnenstunden pro Tag hält dieses den Akkustatus auf konstantem Niveau. Dank des fast vier Meter langen Verbindungskabels sollte die optimale Ausrichtung des Solarpanels in der Praxis kein Problem sein.

Durch den Akkubetrieb ist man bei der Montage etwas flexibler, sofern sich die Kamera im Empfangsbereich des heimischen WLANs (2,4 und 5 GHz) befindet. Doch man muss dadurch auch einige Kompromisse eingehen. So erlaubt die Kamera lediglich eine ereignisbasierte, aber keine kontinuierliche Aufzeichnung von Videos. Aufgrund der Stromversorgung per Akku kann die Überwachungskamera zudem nicht an Reolink NVR-Lösungen angebunden werden. Wegen des fehlenden ONVIF-Supports (Ratgeber) lässt sie sich auch nicht an ein NAS wie Synology Surveillance Station (Ratgeber) oder an Smart-Home-Zentralen (Bestenliste) wie Homey Pro oder Home Assistant koppeln.

Zur Speicherung von Videos bietet die Argus Track einen microSD-Card-Slot, der kompatibel zu Speicherkarten mit einer Kapazität von bis zu 128 GB ist. Im Test hat die Kamera aber auch mit einer 512 GB großen microSD-Karte von Sandisk funktioniert. Als alternative Speichermöglichkeit steht außerdem die Reolink-Cloud zur Verfügung. In Deutschland werden die Daten in einem Rechenzentrum in Frankfurt am Main gespeichert. Das kostenlose Basis-Abo bietet eine Kapazität von 1 GB und einen Videoverlauf für bis zu sieben Tage für eine Kamera. Das Standard-Abo kostet 4,19 Euro und bietet 30 Tage Cloud-Speicherung mit 30 GB für bis zu fünf Kameras. Mehr Leistung bietet das Premier-Abo für 8,29 Euro, das 80 GB Speicherplatz für bis zu zehn Kameras.

Die Inbetriebnahme der Argus Track erfolgt entweder mit der Desktop-Anwendung, die für macOS und Windows vorliegt oder mit der mobilen Reolink-App, die auch für Tablets optimiert ist (siehe Bildergalerie).

Konfiguration und Bewegungsverfolgung

Die Batterielaufzeit können Anwender verlängern, indem sie den Betrieb der Kamera auf für sie wichtige Zeiten limitieren. Hilfreich ist auch, wenn man den Überwachungsbereich sowie die Alarmierung und die Bewegungsverfolgung auf bestimmte Objekte begrenzt. Hierfür stehen in der Reolink-App sowohl in der mobilen als auch in der Desktop-Variante entsprechende Optionen in Abschnitten Kamera – Alarm-Einstellungen und Überwachen – Aufnahme bereit. Dort können Anwender etwa Bewegungszonen definieren, in denen kein Alarm ausgelöst wird oder die Bewegungsverfolgung auf bestimmte Objekttypen wie Personen, Fahrzeuge oder Haustiere begrenzen.

Auch die Methode der Bewegungsverfolgung kann die Batterielaufzeit beeinflussen. Mit Digital Tracking verharrt die Kamera in der Grundposition und vergrößert das Objekt lediglich digital. Mit Tracking Priorität: Digital kommt zunächst das eben beschrieben Verfahren zum Einsatz, aber wenn sich das erkannte Objekt aus dem Sichtfeld des Objektivs bewegt, wird der PTZ-Mechanismus aktiviert, sodass das Objekt länger verfolgt wird. Wählt man die Option Tracking Priorität: Pan & Tilt wird hingegen von Anfang an auf die motorisierte Objektverfolgung gesetzt, wobei der Akku am stärksten belastet wird. Andererseits erzielt dieses Verfahren aber auch die besten Ergebnisse. Die automatische Bewegungsverfolgung lässt sich außerdem zeitlich einschränken. Zur Auswahl stehen die Optionen 10, 20, 30 und 60 Sekunden, die festlegen, wie lange die Kamera noch aktiv ist, wenn das Objekt stoppt oder verschwindet.

Die Bewegungsverfolgung funktioniert in der Praxis einwandfrei. Die PTZ-Mechanik reagiert sehr flott und arbeitet dabei äußerst leise. Fehlalarme sind dank der integrierten KI, mit der sich die Erkennung auf Personen, Fahrzeuge und Haustiere sowie nach deren Größe eingrenzen lässt, nahezu ausgeschlossen. Benachrichtigungen in Form von Pushnachrichten und E-Mails erfolgen zeitnah, wenn auch etwas langsamer als bei kabelgebundenen Modellen.

Für einen datenschutzkonformen Einsatz der Kamera, wenn diese auf ein fremdes Grundstück oder öffentlichen Bereichen ausgerichtet ist, können Anwender über Einstellungen – Display – Privatsphärenmaske bis zu acht Zonen pro Objektiv definieren, die von der Aufnahme ausgeschlossen respektive geschwärzt werden.

Bildqualität & Sichtfeld

Die Bildqualität der Videos mit einer Auflösung von 3840 × 2160 oder 1920 × 1088 Pixel (Zoom) bei 15 Frames pro Sekunde (fps) ist insgesamt gut. In der Regel liefert die Kamera detailreiche und scharfe Bilder mit einem ausreichenden Kontrast. Bei schwierigen Lichtverhältnissen wie Gegenlicht oder einem hohen Dynamikumfang kämpft sie aber teilweise mit ungenauer Belichtung, was in der Preisklasse allerdings der Standard ist. Nur teurere Profi-Kameras wie die Annke NCD800 (Testbericht) bieten zahlreiche Bildverbesserungstechniken, die sich zudem abhängig von der Tageszeit für eine optimale Bilddarstellung aktivieren lassen.

Die Nachtsicht auf Basis der zwei Infrarot-LEDs geht ebenfalls in Ordnung. In der Praxis reicht sie sogar viel weiter als die von Reolink angegebenen 30 Meter. Mehr Details zeigen die mithilfe der bis zu 295 Lumen hellen Spotlight-LEDs erzeugten farbigen Nachtaufnahmen. Allerdings ist die Ausleuchtung nicht ganz so homogen wie bei Varianten mit stärkeren Spotlights, wie der 2000 Lumen hellen Eufy Floodlight Cam E340 (Testbericht).

Das Sichtfeld mit PTZ-Mechanik beträgt 355° horizontal und 50° vertikal. Ohne PTZ-Funktion bietet die Hauptkamera ein horizontales Sichtfeld von 105°, vertikal sind es 55° und diagonal 123°. Das Sichtfeld des Teleobjektivs fällt mit 43° horizontal und 25° vertikal naturgemäß kleiner aus.

Amazon Alexa, Google Assistant und Smart Home

Die Reolink Argus Track können Anwender auch mit den Sprachassistenten Google Assistant und Amazon Alexa bedienen. In Verbindung mit einem smarten Display (Ratgeber) können sie den Kamera-Livestream auf ein kompatibles Gerät wie Nest Hub oder Echo Show ausgeben. Allerdings ist der zeitliche Versatz mit über 10 Sekunden relativ groß.

Wie üblich unterstützt Reolink mit seinen akkubetriebenen Überwachungskameras aufgrund des fehlenden Onvif-Supports keine direkte Integration in Smart-Home-Systeme (Bestenliste) wie Aqara, Bosch, Tuya, Homekit, Homey Pro oder Smartthings. Inzwischen gibt es mit dem Reolink Home Hub aber eine Lösung für 93 Euro, die dieses Problem behebt.

Mit dem Reolink Home Hub lassen sich auch Akku-Überwachungskameras von Reolink in Home Assistant ansteuern.

Was kostet die Reolink Argus Track?

Reolink verkauft die Argus Track inklusive Solarpanel regulär für 170 Euro. Aktuell ist sie für 115 Euro (30-Euro-Coupon) im Angebot.

Fazit

Mit der Reolink Argus Track steht nun die erste batteriebetriebene 4K-Überwachungskamera für den Außenbereich mit Dual-Objektiv zur Verfügung. Ausgestattet mit zeitgemäßer Technik und hervorragender App und Desktop-Anwendung überzeugt sie im Test nahezu restlos. Sie bietet einwandfreie Leistungswerte in puncto Konfiguration, Bedienung und Alarm-Benachrichtigung. Und auch die Darstellungsqualität weiß zu überzeugen.

Doch der Akkubetrieb ist mit Kompromissen verbunden. Diese betreffen nicht nur die Laufzeit, die in der dunklen Jahreszeit vom mitgelieferten Solarpanel nur unter günstigen Umständen verlängert wird, sondern auch andere Bereiche. Wer etwa ein NAS oder ein NVR-System verwendet oder Überwachungskameras gerne mit einer Smart-Home-Zentrale koppelt, wird mit der Argus Track mangels Kompatibilität zunächst nicht glücklich. Erst mit dem 93 Euro teuren Reolink Home Hub lässt sich dieses Manko beseitigen.

Überwachungskamera Eufycam S3 Pro im Test

Mit der Eufycam S3 Pro bietet die Anker-Marke Eufy seine erste Überwachungskamera mit einem besonders lichtstarken Objektiv. Dank 4K-Auflösung gelingen ihr Aufnahmen mit vielen Details. Was sie sonst noch kann, zeigt der Test.

VORTEILE

  • 4K-Auflösung von 3840 × 2160 Pixel bei maximal 15 fps
  • Erkennung von Personen, Fahrzeugen, Haustieren und Gesichtern
  • Hervorragende App mit Cross-Kamera-Verfolgung

NACHTEILE

  • Teuer
  • Eingeschränkte Integration in Smart-Home-Systeme

Mit der Eufycam S3 Pro bietet die Anker-Marke Eufy seine erste Überwachungskamera mit einem besonders lichtstarken Objektiv. Dank 4K-Auflösung gelingen ihr Aufnahmen mit vielen Details. Was sie sonst noch kann, zeigt der Test.

Eufy setzt bei der Eufycam S3 Pro auf eine F1.0-Blende, sodass sehr viel Licht auf den 1/1.8″ großen Sensor fällt. Damit sollen ihr farbige Nachtaufnahmen ohne Zuhilfenahme von LED-Zusatzleuchten gelingen. Eufy nennt diese Technologie Max Color Vision. Auch andere Hersteller von Überwachungskameras, die mit einer F1.0-Blende eine besonders leistungsfähige Nachtsicht realisieren, vermarkten entsprechende Modelle mit Begriffen wie Night Chroma (Annke), Color X (Reolink) oder Color Pro (TP-Link).

Wie das Vorgängermodell S330 nimmt die S3 Pro Videos mit bis zu 4K-Auflösung mit 3840 × 2160 Pixel bei maximal 15 Bildern pro Sekunde auf. Sogenannte 4K-Überwachungskameras (Bestenliste) bieten mehrere Vorteile: Je höher die Auflösung, desto detailreicher sind die Aufnahmen, sodass 4K-Modelle auch bei der digitalen Vergrößerung, sprich Zoom, mehr Reserven bieten als etwa Varianten mit Full-HD-Auflösung.

In puncto Erkennung kombiniert Eufy bei der S3 Pro einen radargestützten Sensor mit herkömmlicher PIR-Technik und will damit 99 Prozent der Fehlalarme reduzieren. Gegenüber dem Vorgängermodell Eufycam S330 (Testbericht) bietet die S3 Pro auch eine größere Solarfläche für das automatische Aufladen des 13 Ah starken Akkus. Im günstigsten Fall muss die S3 Pro also nicht mehr zum Laden an die Steckdose.

Videos speichert die Eufycam S3 Pro auf einem zentralen Speicher in Form der Homebase S380. Diese bietet eine Speicherkapazität von 16 GByte und kann einer 2,5-Zoll-Festplatte oder -SSD mit SATA-Schnittstelle um bis zu 16 TByte erweitert werden. Zudem integriert die Homebase S380 KI-Funktionen wie Gesichtserkennung, eine einheitliche Ereignisübersicht und fasst Aufnahmen von unterschiedlichen Kameras zusammen. Letztere Funktion nennt Eufy Cross-Kamera-Verfolgung. Damit erhalten Anwender einen Zusammenschnitt eines Ereignisses aus unterschiedlichen Kameraperspektiven. So kann man schneller erfassen, welchen Weg die Eindringlinge zurückgelegt haben. Und zu Homekit ist die S3 Pro inklusive Unterstützung von Secure Video auch kompatibel.

Wie gut die neue Eufycam 3 Pro in der Praxis funktioniert, zeigt der Testbericht.

Lieferumfang und weitere Ausstattungsmerkmale

Die Eufycam S3 Pro wiegt 534 Gramm und misst 69 × 82,4 × 143,5 mm. Damit ist sie etwas größer und schwerer als das Vorgängermodell S330, das auf 65 × 65 × 129 mm kommt und 420 Gramm wiegt. Beides dürfte dem mit 13.000 mAh zu 9.400 mAh größeren Akku geschuldet sein. Das Sichtfeld fällt mit 112° horizontal, 60° vertikal und 135° relativ groß aus. Wie das Vorgängermodell ist die S3 Pro wetterfest nach IP67 und nach Angaben des Herstellers im Temperaturbereich von -20 Grad und 50 Grad Celsius einsetzbar.

Anders als die Eufycam 2 Pro bietet auch die S3 Pro keine magnetische Halterung mehr. Eufy empfiehlt, die Kamera in einer Höhe von zwei bis drei Metern zu montieren. Entsprechendes Befestigungsmaterial wie Dübel, Schrauben und Halterung ist im Lieferumfang enthalten.

Für die Einrichtung der Homebase muss man diese per Ethernet-Kabel mit dem heimischen Router verbinden. Später kann man sie auch per Wi-Fi mit diesem verbinden. Doch das sollte man vermeiden, da eine Ethernetverbindung stabiler ist.

Eufycam S3 Pro: Dank lichtstarkem Objektiv bietet die Eufy-Überwachungskamera auch bei dunklen Lichtverhältnissen noch farbige Aufnahmen. Bei zunehmender Dunkelheit muss für farbige Aufnahmen allerdings die LED-Zusatzbeleuchtung eingeschaltet werden. Alternativ bietet die S3 Pro auch Aufnahmen in Schwarzweiß auf Basis von Infrarot-LEDs.

Wie gut ist die Eufy-App, und wie zuverlässig funktionieren Gesichts- und Bewegungserkennung?

Die Eufy-App ist reaktionsschnell und übersichtlich. Anwender dürften sich daher schnell zurechtfinden. In der unteren Menüleiste befinden sich Schaltflächen für Geräte, Ereignisse, AI-Edge, Sicherheit und Erkunden. Die Startseite (Geräte) listet sämtliche verwendeten Eufy-Kameras mit einem Vorschaubild des letzten Ereignisses respektive Livestream sowie relevante Informationen wie Energieversorgung, Netzwerkstatus und Anzahl registrierter Bewegungen auf.

Die Anzeigereihenfolge der Kameras können Anwender in den App-Einstellungen anpassen. Sie erlaubt außerdem eine Gruppensteuerung, mit der man, je nachdem, ob man zu Hause ist oder nicht, bestimmte Kameraeinstellungen wie Push-Benachrichtigungen oder Videoaufzeichnung aktivieren respektive deaktivieren kann. Diese Betriebsmodi können Anwender manuell festlegen oder per Geofencing bestimmen lassen. Für letzteres muss man der App aber einen dauerhaften Zugriff auf den Standort des Smartphones gewähren.

Unter Ereignisse finden Anwender sämtliche Videoaufnahmen der verwendeten Kameras mit Angaben zur Erkennung (Person, Haustier, Gesicht, Fahrzeug, Bewegung). Hat man mehrere Eufy-Kameras im Einsatz, kann diese Ansicht schnell unübersichtlich werden. Daher gibt es die Möglichkeit, Ereignisse nach Kamera, Ereignistyp, Erkennungsart, Speicherort des Videos und nach Favoriten filtern zu lassen.

Mit der Eufy-App gewinnt man mit entsprechenden Filtern schnell Überblick über aufgelaufene Ereignisse.

Die Schaltfläche AI-Edge führt zu Informationen der in Verbindung mit der Homebase 3 eingeführten KI-Engine Bionic Mind. Dort lassen sich auch Gesichter in Form von Fotos hinzufügen sowie Einstellungen zur Cross-Kamera-Verfolgung vornehmen. Wird ein Gesicht von der KI identifiziert, kann aber nicht einer Person zugeordnet werden, kann man dies manuell erledigen. Somit wird die Funktion über die Zeit optimiert und arbeitet zuverlässiger.

Die Reichweite der Personenerfassung liegt zwischen zwei und acht Metern. Eine Gesichtserkennung erfolgt allerdings nur bis zu einer Entfernung von vier Metern und nur, wenn die Kamera möglichst große Teile des Gesichts erfassen kann. Bei Gesichtern, die in einem horizontalen Winkel von mehr als 45 Grad oder einem vertikalen Winkel von mehr als 30 Grad erfasst werden, funktioniert die Erkennung nicht zuverlässig. Entsprechend diesen Einschränkungen hat die Gesichtserkennung im Test einwandfrei funktioniert.

Eufy bietet mit der Cross-Kamera-Verfolgung eine interessante Funktion. Aus einzelnen Kameraaufnahmen wird ein Film erstellt, die die Bewegung einer Person zu unterschiedlichen Zeitpunkten aus verschiedenen Perspektiven zeigt.

Während die Kamera bei der Bewegungserkennung zwischen Personen, Gesichtern, Haustieren und Fahrzeugen differenzieren kann, verschickt die App standardmäßig eine Benachrichtigung, sobald eine dieser Bewegungen erkannt wurde. Von Vorteil ist es daher, dass man Benachrichtigungen von Ereignissen mit bekannten Gesichtern in den Einstellungen der Homebase ausblenden kann.

Im Test hat ansonsten die Bewegungserkennung zuverlässig funktioniert. Die im Garten umherlaufenden Tiere wie Katze und Igel (siehe auch Bildergalerie) hat die Eufy-Lösung ohne Ausnahme als Haustier und nicht als Person identifiziert. Umgekehrt ist die Weste nicht ganz so weiß: Steht eine Person mit dem Rücken zur Kamera und wird von dieser nur die Frisur erfasst, „sieht“ die Kamera ebenfalls ein Tier. Allerdings sind derartige Fehlalarme prinzipbedingt eher selten und treten im Test auch mit Überwachungskameras anderer Hersteller auf.

Neben der Möglichkeit, einen Aktivitätsbereich für die Bewegungserkennung festzulegen, können Anwender außerdem noch sogenannte Datenschutzzonen definieren. Entsprechend konfigurierte Bereiche werden dabei geschwärzt (siehe auch Bildergalerie).

Dank eingebautem Mikro und bis zu 100 dB lautem Lautsprecher, der auch als Sirene fungieren kann, bietet die Eufycam S3 Pro auch eine Gegensprechfunktion. Wie üblich sollte man bauartbedingt aber keine Hi-Fi-Qualität erwarten. Den Zweck erfüllt sie aber: Beide Seiten können sich gut verstehen.

Ein Highlight ist der in der App integrierte Power Manager, der nicht nur Daten zur Erkennung liefert, sondern auch Informationen zum Akku und Solarladung bereitstellt. Und eine Diebstahlerkennung bietet die S3 Pro ebenfalls.

Wie gut ist die Bildqualität der Eufycam 3 Pro?

Die Bildqualität der Eufycam 3 Pro ist tagsüber bei guten Lichtverhältnissen ohne Fehl und Tadel. Bei Gegenlicht gelingt die Belichtung allerdings nicht immer optimal. Nachts liefert sie dank F1.0-Blende bei genügend Restlicht detailreiche und klare Aufnahmen. Allerdings kann sie diesbezüglich nicht mit der Annke NCD800 oder Annke NCBR800 nicht mithalten, sodass man bei zunehmender Dunkelheit die zusätzliche LED-Beleuchtung für farbige Aufnahmen oder die Infrarot-Beleuchtung für Aufnahmen in Schwarzweiß aktivieren muss (siehe auch Bildergalerie). Das kann man entweder manuell erledigen oder automatisch über die Option Bewegungsaktiviertes Licht. Damit die Helligkeit der LED-Beleuchtung nicht zu stark ausfällt, sollte man die Option Adaptive Helligkeit einschalten.

Eufycam S3 Pro: Dank 4K-Auflösung bietet die S3 Pro genügend Reserven bei der digitalen Vergrößerung.

Welche Smart-Home-Systeme unterstützt die Eufycam S3 Pro?

Eine Sprachsteuerung unterstützt die Eufycam S3 Pro über Amazon Alexa und Google Assistant. Im Test hat die Koppelung mit Alexa funktioniert, und der Livestream zeigt sich auf einem Echo Show 8 fast ohne Zeitversatz.

Wie alle mit Akku betriebenen Überwachungskameras unterstützt auch die Eufycam S3 Pro nicht den Onvif-Standard. Daher kann man sie in andere Smart-Home-Zentralen (Bestenliste) wie Home Assistant (Testbericht) nicht ohne Weiteres integrieren. Für Home Assistant existiert allerdings eine Integration für Eufy-Überwachungskamera. Die Eufycam S3 Pro wird allerdings bisher nicht unterstützt. Da die S3 Pro aber einen RTSP-Stream auf Wunsch bereitstellt, gelingt eine Einbindung in Synology Surveillance Station (Testbericht). Allerdings bleibt die Auflösung dabei auf Full-HD begrenzt. Das Gleiche gilt für die offizielle Unterstützung für Homekit inklusive Secure Video (siehe auch Bildergalerie).

Preise: Was kostet Eufy Eufycam S3 Pro?

Die Eufycam S3 Pro kostet im Set mit zwei Kameras und einer Homebase S380 regulär 649 Euro. Aktuell ist das Set bei Tink für 589 Euro im Angebot. Im Set mit nur einer Kamera ist die Lösung für 340 Euro erhältlich. Wer schon eine Homebase S380 im Einsatz hat, bekommt die Eufycam S3 Pro einzeln für aktuell 226 Euro und im 2er-Set für 400 Euro.

Als Alternative zur S3 Pro bietet sich die Eufycam 3 (S330) an, die ebenfalls mit einer 4K-Auflösung aufwarten kann. Auf ein lichtstarkes Objektiv muss man allerdings verzichten. Doch dafür kostet sie im 2er-Set mit Homebase S380 auch nur 288 Euro.

Fazit

Eufy bietet mit der Eufycam S3 Pro eine kabellose Überwachungskamera mit 4K-Auflösung, die über ein lichtstarkes Objektiv verfügt, das auch bei Dunkelheit in der Lage ist, farbige Videos aufzunehmen. Das gelingt aber nur bei genügend Restlicht. Bei zunehmender Dunkelheit ist der Einsatz der LED-Zusatzbeleuchtung nötig, um einwandfreie Bilder in Farbe zu erhalten. Alternativ kann man dafür auch die Infrarot-LEDs für Schwarz-Weiß-Aufnahmen nutzen. Insgesamt ist die Bildqualität gut, aber nicht so gut wie bei der Annke NCD800 oder Annke NCBR800.

Dafür ist die Eufy-App absolute Spitzenklasse. Sie bietet eine zentrale Ansicht von Ereignissen aller verwendeten Eufy-Kameras und liefert auch nützliche Statistiken zum Akkuverbrauch und zur Solarladung. Obendrein bietet sie mit der Cross-Kamera-Verfolgung eine Funktion, mit der bislang kein anderer Mitbewerber aufwarten kann. Im Test hat die Eufycam S3 Pro auch in puncto Bewegungserkennung überzeugt.

Leider ist das Set aus zwei Kameras und einer Homebase S380 mit aktuell 589 Euro nicht gerade günstig und die eingeschränkte Kompatibilität zu Smart-Home-Systemen ist ebenfalls zu bemängeln. Hier bietet Reolink mit seinem Home Hub, über den sämtliche daran angeschlossene Akku-Überwachungskameras per Onvif Anschluss an die Außenwelt finden, die klar bessere Lösung. Dafür gibt es bei Reolink keine Cross-Kamera-Verfolgung und auf eine zentrale Ansicht für erkannte Ereignisse muss man ebenfalls verzichten.

Überwachungskamera Reolink Altas PT Ultra: Farbige Nachtsicht ohne Zusatz-LEDs

Reolink bietet mit der neuen PTZ-Überwachungskamera Altas PT Ultra das erste batteriebetriebene Modell mit Daueraufzeichnung. Was sie sonst noch auszeichnet, zeigt der Test.

VORTEILE

  • Nachtsicht in Farbe ohne LEDs
  • Kontinuierliche Aufzeichnung
  • Schwenk- und neigbar mit Auto-Verfolgung
  • Mit Home Hub integrierbar in Smart-Home-Systeme wie Home Assistant

NACHTEILE

  • Keine HDR-Unterstützung
  • Onvif-Unterstützung nur mit Reolink Home Hub
  • Kein optischer Zoom

Reolink bietet mit der neuen PTZ-Überwachungskamera Altas PT Ultra das erste batteriebetriebene Modell mit Daueraufzeichnung. Was sie sonst noch auszeichnet, zeigt der Test.

Die Reolink Altas PT Ultra ist eine akkubetriebene, schwenk- und neigbare 4K-Überwachungskamera (Bestenliste), die über ein 2,4- oder 5-GHz-Band (Wi-Fi 6) per Funk Kontakt zum Router aufnimmt. Sie benötigt also weder einen festen Stromanschluss noch eine Ethernet-Verkabelung, wie sie PoE-Modelle, etwa die Reolink 811A (Testbericht) voraussetzen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von kabellosen Überwachungskameras. Davon gibt es inzwischen eine ganze Reihe, wie man anhand unserer Bestenliste sehen kann.

Das Besondere der Reolink Altas PT Ultra umfasst zwei Aspekte: Erstens erlaubt sie als erste batteriebetriebene Überwachungskamera dank eines 20.000 mAh starken Akkus eine kontinuierliche Aufzeichnung von Videos von bis zu 96 Stunden. Zweitens bietet sie ein sehr lichtstarkes Objektiv mit f1.0-Blende und einem 1/1.8-Zoll-Sensor. Letzteres nennt Reolink Color-X-Technik, die auch schon bei der PoE-Überwachungskamera CX410 (Testbericht) zum Einsatz kommt. Damit kann die Überwachungskamera auch nachts bei genügend Restlicht Videos in Farbe aufnehmen, ohne Zuhilfenahme der integrierten LED-Spotlights. Diese sind nur bei absoluter Dunkelheit nötig.

Ein weiteres Highlight bietet die batteriebetriebene PTZ-Überwachungskamera, die tagsüber per Solarpanel mit Energie versorgt wird, in Kombination mit dem Reolink Home Hub. Dieser stellt nicht nur einen zentralen Datenspeicher für Reolink-Überwachungskameras bereit, sondern unterstützt auch das Onvif-Protokoll, sodass man die Altas PT Ultra auch in Dritthersteller-Lösungen wie Synology Surveillance Station (Testbericht) und in Smart-Home-Zentralen (Bestenliste) wie Home Assistant oder Homey Pro einbinden kann. Damit erlaubt die Überwachungskamera eine lokale Ansteuerung und kommt ganz ohne Hersteller-Cloud (Ratgeber) aus.

Last but not least differenziert die Altas PT Ultra bei der Bewegungserkennung zwischen Personen, Fahrzeugen, Tieren und anderen sich bewegenden Objekten. Fehlalarme sollten damit praktisch der Vergangenheit angehören. Wie gut die aktuell für 160 Euro erhältliche Altas PT Ultra in der Praxis funktioniert, zeigt unser Testbericht.

Lieferumfang, Montage und weitere Ausstattungsmerkmale

Die mit Metallhalterung rund 1 kg schwere Reolink Altas PT Ultra fällt mit Abmessungen von 178 × 151 × 102 mm relativ groß aus. Dafür ist der mit 20.000 mAh recht große Akku verantwortlich, den Reolink in das Kameragehäuse in Form einer langen Halterung integriert. Diese wird per Metalladapter an einer Wand verschraubt und die Kamera daran aufgesteckt. Alternativ ist auch eine Befestigung mit dem mitgelieferten Montagegurt möglich. Damit lässt sich die Altas an einem Baum, Dachrinne oder Zaunpfosten befestigen.

Die Altas ist wetterfest nach Standard IP64 und laut Hersteller im Temperaturbereich zwischen –10 und 55 Grad Celsius einsatzbereit.

Der in der Kamera integrierte 1/1.8″ CMOS-Sensor nimmt Videos mit bis zu einer Auflösung von 3840 × 2160 Pixel bei maximal 15 Bildern pro Sekunde auf und bietet eine Nachtsicht von bis zu 10 Metern Reichweite sowie einen 16-fachen Digital-Zoom. Bei voller Auflösung zeichnet sie Videos im HEVC (H.265) und darunter mit H.264 auf. Die Bewegungserkennung erfolgt mithilfe eines integrierten PIR-Sensors (Pyroelektrischer Sensor), der einen Erkennungswinkel von 120 Grad bietet und Bewegungen bis zu einer Entfernung von 10 Metern erfasst. Den Erkennungswinkel des PIR-Sensors können Anwender mit der App einstellen.

Mit der Integration von Mikrofon und Lautsprecher realisiert Reolink eine Zwei-Wege-Audiofunktion, sodass Anwender sich mit Personen vor der Kamera unterhalten können. Die Sprachqualität geht in Ordnung. Bei Bedarf ertönt bei Erkennung einer Bewegung eine Alarmsirene, die über die App aktiviert werden kann und ungebetene Gäste abschrecken soll.

Als Speichermedien unterstützt die Reolink Altas PT Ultra microSD-Karten mit bis zu einer Größe von 512 GByte. Diese muss allerdings zusätzlich erworben werden. Erstmals unterstützt Reolink mit der Altas PT Ultra auch die Verschlüsselung von Daten auf der microSD-Karte. Zusätzlich können Anwender auch eine Speicherung in der Reolink-Cloud nutzen. Das Standard-Abo für monatlich regulär 5,99 Euro umfasst 30 Tage Cloud-Speicherung für maximal fünf Kameras und eine Kapazität von 30 GByte. Das Premier-Abo für monatlich 11,89 Euro bietet 80 GByte Kapazität für maximal zehn Kameras. Derzeit gibt es beide Variante vergünstigt für 4,19 respektive 8,29 Euro.

Alternativ kann man die Altas PT Ultra auch mit dem optional erhältlichen Reolink Home Hub koppeln, sodass Videos und Fotos auf dessen Speicher Platz finden. Standardmäßig wird dieser mit einer 64 GB großen microSD-Karte ausgeliefert. Dank eines zweiten microSD-Kartenslots kann man diesen um 512 GByte erweitern.

Inbetriebnahme der Reolink Altas PT Ultra

Die Inbetriebnahme der Reolink Altas PT Ultra ist einfach und schnell erledigt. Doch bevor man die Überwachungskamera in der App hinzufügt, legen wir zunächst eine microSD-Karte ein. Über das Plus-Symbol in der App starten wir dann den Kopplungsvorgang, scannen anschließend den QR-Code auf der Oberseite der Kamera und vergeben ein Gerätepasswort, fertig. Anschließend ist die Kamera einsatzbereit.

Zusätzlich zur App können Anwender die Kamera mit der für macOS und Windows vorliegenden Reolink-Desktop-Anwendung steuern. Bis zu Version 8.8.5 funktioniert diese in Kombination mit Wine auch unter Linux. Da die App keine Anmeldung erfordert, findet keine Synchronisation mit der Desktop-Anwendung statt, sodass man eine mit der mobilen App eingerichtete Reolink-Kamera manuell in der Desktop-Anwendung hinzufügen muss. Falls sie von dieser nicht gefunden wird, gibt man die UID der Kamera (abrufbar in der App unter Geräteinfos) und anschließend das Gerätepasswort ein. Sollten dabei Probleme auftreten, hilft das ausgezeichnete und deutschsprachige Handbuch.

Mobile App und Desktop-Anwendung bieten nahezu die gleichen Einstellmöglichkeiten. Auch lassen sich beide Tools ähnlich bedienen, was eine konsistente Benutzererfahrung garantiert. Das ist nicht selbstverständlich. Oft bieten Kamerahersteller keine Desktop-Anwendung zur Steuerung ihrer Geräte an oder, wie im Fall von Eufy, steht nur eine Web-Anwendung mit reduzierter Funktionalität zur Verfügung, die sich zudem in puncto Bedienung von der mobilen Anwendung unterscheidet.

Über das Zahnrad-Symbol können Anwender mit der App oder der Desktop-Anwendung die Reolink Altas PT Ultra umfangreich justieren. Im Abschnitt Display lässt sich etwa die Position von Kameranamen sowie Datum und Zeit im Live-Bild verändern. Die Angaben kann man aber auch wie das Wasserzeichen vollständig ausblenden. Um die Überwachungskamera datenschutzkonform zu betreiben, wenn sie auf ein fremdes Grundstück oder einen öffentlichen Bereich ausgerichtet ist, können Anwender unter Privatsphärenmaske bis zu sieben Zonen definieren, in denen keine Aufnahme erfolgt.

Die Kamera zeichnet Videos nicht nur bei Bewegung auf. Alternativ können Anwender auch eine Zeitraffer-Aufnahme konfigurieren, um so etwa den Fortschritt beim Hausbau oder anderer Ereignisse zu dokumentieren. Für die Konfiguration empfiehlt die App je nach Verwendung unterschiedlich lange Intervalle.

Eine kontinuierliche Aufnahme ist mit der Altas ebenfalls möglich. Diese können Anwender unter Einstellungen – Filmaufnahme zeitlich und in Abhängigkeit der Akkukapazität einschränken (siehe auch Bildergalerie).

Alarm-Einstellungen

Im Abschnitt Alarm-Einstellungen lässt sich die Empfindlichkeit bei der Bewegungserkennung festlegen. Grundsätzlich unterscheidet die Kamera bei der Bewegungserkennung zwischen Menschen, Fahrzeugen und Tieren sowie anderen sich bewegenden Objekten. Zudem können Anwender Alarme einschränken, indem sie unter Bewegungszonen Bereiche für Personen, Fahrzeuge, Tiere und andere Objekte definieren, in denen keine Alarmierung erfolgen soll.

Unter Dimension des Objekts lässt sich außerdem noch ein minimaler und maximaler Größenbereich für ein Objekt festlegen, außerhalb dessen kein Alarm erfolgt. Zur Feinjustierung von Alarmen können Anwender diese auf bestimmte Stunden, Wochentage und nach Alarmart (Personen, Tiere, Fahrzeuge und Andere) eingrenzen. Eine jährliche Planung ist allerdings nicht möglich.

Benachrichtigungen & Alarme, Verbindungsqualität

Benachrichtigungen zu Alarmen erfolgen per Push in der App und optional über E-Mail. Für letzteren Übertragungsweg können Anwender bis zu drei E-Mail-Adressen konfigurieren, wobei die erste mit Angabe des SMTP-Servers und Ports konfiguriert sein muss. Im Test hat das mit einem Gmail-Konto mit aktivierter Zwei-Faktor-Überprüfung zunächst nicht funktioniert. Das gelang erst mit einem Einmal-Passwort.

Zusätzlich kann die Reolink bei einer Bewegungserkennung das dazugehörige Bild und Video auf einen FTP-Server laden und bei Bedarf eine Sirene in der Kamera ertönen lassen. Die ist allerdings wie bei allen anderen Reolink-Kameras nicht sehr laut. Direkt am Gerät messen wir lediglich 70 dB.

Wie gut ist die WLAN-Verbindung der Altas PT Ultra?

Dank einer aus dem Gehäuse verlaufenden, knapp 14 cm langen Antenne ist die Verbindung zu unserem Wi-Fi-Router Fritzbox 5590 Fiber äußerst zuverlässig. Daran ändert sich auch nichts, wenn wir ins 5-GHz-Band wechseln, das naturgemäß eine geringere Reichweite bietet als das 2.4-GHz-Pendant. Bislang haben wir an der Montageposition mit unserem Test-WLAN noch keine andere WLAN-Überwachungskamera mit dem 5-GHz-Band zuverlässig betreiben können. Die Reolink Altas PT Ultra bietet in puncto WLAN also eine ausgezeichnete Leistung.

PTZ-Funktion mit Preset-Punkten und automatischer Verfolgung

Die PTZ-Mechanik funktioniert im Test inklusive der automatischen Verfolgung problemlos und zügig. Um bestimmte Blickwinkel schneller abrufen zu können, bietet die Altas PT Ultra sogenannte Preset-Punkte. Bis zu 32 Kameraansichten können Anwender dafür definieren. Außerdem können sie noch einen Wach-Punkt festlegen, zu dem die Kamera nach einem einstellbaren Intervall zwischen 10 und 300 Sekunden automatisch zurückkehrt. Eine Patrouillenfahrt entlang der definierten Preset-Punkte bietet die Altas PT Ultra anders als die Reolink RLC-823A 16x (Testbericht) hingegen nicht.

Reolink Altas PT Ultra: Nachtaufnahmen ohne Zusatzbeleuchtung

Aufnahmequalität: gut, aber nicht perfekt

Dank der 4K-Auflösung liefert die Reolink Altas PT Ultra detailreiche und scharfe Bilder. Allerdings merkt man der Kamera an, dass sie kein HDR unterstützt: Bei einem hohen Dynamikumfang werden helle Flächen etwas überbelichtet. Auch bei Gegenlicht zeigen sich Belichtungsmängel, was allerdings nahezu für alle anderen von uns getesteten Überwachungskameras zutrifft.

Nachtaufnahmen gelingen der Altas ohne Zusatzbeleuchtung nicht ganz so gut wie der Annke NCD800 (Testbricht). In ungünstigen Situationen, etwa wenn die natürliche Beleuchtung von Sternen und Mond Schatten wirft, muss man auf die integrierten Spotlights zurückgreifen, um genügend Details erkennen zu können (siehe auch Bildergalerie).

Dank der hohen Auflösung bietet auch der 16-fach-Digital-Zoom bei der Vergrößerung noch brauchbare Ergebnisse und ermöglicht somit eine Identifizierung von weiter entfernten Objekten. Mit der maximal möglichen Vergrößerung gehen trotz 4K-Auflösung aber wie erwartet zu viele Details verloren. An die Leistung eines optischen Zooms wie bei der RLC-823A 16x (Testbericht) langt die digitale Vergrößerung freilich nicht heran (siehe auch Bildergalerie).

Wie lange hält der Akku der Reolink Altas PT Ultra?

Im Lieferumfang ist auch ein 6-Watt-Solarpanel mit einem vier Meter langem, fest angeschlossenem Verbindungskabel enthalten. Damit kann die Kamera in einem geschützten Bereich installiert werden, während das Solarpanel an einem sonnigen Plätzchen montiert wird. Im günstigsten Fall muss man den Akku damit nie manuell laden. Schon ein zehnminütiges Laden reicht für eine tägliche, ereignisbasierte Aufnahme mit einer Länge von 5 Minuten aus. Laut Reolink hält der Akku in dieser Betriebsart aber auch ganz ohne solare Aufladung bis zu 500 Tage.

Bei einer kontinuierlichen Aufzeichnung sinkt die Betriebsdauer auf vier Tage respektive 96 Stunden. Um bei dieser Betriebsart die Akkulaufleistung zu verlängern, kann man diese zum Beispiel auf die Nachtstunden begrenzen.

Smart Home: Onvif, Google Assistant und Amazon Alexa

Die Reolink Altas PT Ultra arbeitet auch in Verbindung mit den Sprachassistenten Google Assistant und Amazon Alexa. So können Anwender den Livestream auf einem smarten Display (Ratgeber) wie Nest Hub oder Echo Show betrachten. Ansonsten bietet Reolink keine weiteren Möglichkeiten, die Altas PT Ultra in Smart-Home-Zentralen (Bestenliste) wie Home Assistant, Homekit, Homey Pro oder Smartthings einzubinden. Darin unterscheidet sie sich standardmäßig nicht von anderen batteriebetriebenen Überwachungskameras, weil diese ebenfalls den für die Anbindung an externe Lösungen nötigen Onvif-Standard nicht unterstützen.

Mit dem Reolink Home Hub können Anwender die batteriebetriebene Altas PT Ultra in Onvif-kompatible Smart Home Systeme wie Home-Assistant einbinden und für Automatisierungen nutzen.

Doch der optional erhältliche Reolink Home Hub behebt dieses Manko. Für Smart-Home-Anwender sind das sehr gute Nachrichten, da man die Sensoren der batteriebetriebenen Reolink-Kameras zu einem umfassenden Alarmsystem mithilfe eines Smart-Home-Systems verwenden kann.

Was kostet die Reolink Altas PT Ultra?

Die Reolink Altas PT Ultra kostet inklusive Solarpanel regulär 250 Euro. Aktuell ist sie für 160 Euro erhältlich. Wer zudem den Reolink Home Hub für die Onvif-Kompatibilität und Anbindung an Smart-Home-Zentralen wie Home Assistant benötigt, muss zusätzlich 90 Euro ausgeben.

Fazit

Reolink liefert mit der Altas PT Ultra eine leistungsfähige PTZ-Überwachungskamera, die sich kaum Schwächen leistet. Hervorzuheben sind der exzellente WLAN-Empfang, die farbige Nachtsicht ohne Zusatz-LEDs und die lange Akkulaufzeit bei einer ereignisbasierten Aufnahme. Obendrein unterstützt die Altas PT Ultra – erstmals bei einer batteriebetriebenen Überwachungskamera – auch eine kontinuierliche Aufnahme inklusive Pre-Recording. Allerdings reicht in diesem Modus die Akkuleistung nur noch für einen Betrieb von 96 Stunden.

Ambitionierte Heimanwender können mit dem optional erhältlichen Reolink Home Hub die Altas PT Ultra, wie fast alle anderen batteriebetriebenen Reolink-Kameras in Smart-Home-Systeme wie Home Assistant einbinden und damit ein umfassendes Alarmsystem aufbauen.

Trotz der insgesamt ausgezeichneten Leistung ist die Altas PT Ultra nicht für jeden Einsatzzweck geeignet. Mangels optischem Zoom sind weiter entfernte Objekte trotz 4K-Auflösung nicht immer identifizierbar. Und eine HDR-Unterstützung hätten wir uns auch gewünscht, etwa für eine bessere Bildqualität bei schwierigen Lichtverhältnissen. Davon abgesehen, können wir die Reolink Altas PT Ultra jedoch sehr empfehlen, auch wenn sie mit einem Preis von 160 Euro nicht gerade günstig ist.

Reolink Argus 3 Ultra im Test

Die akkubetriebene Überwachungskamera Reolink Argus 3 Ultra bietet zudem ein LED-Spotlight, das für eine farbige Nachtsicht sorgt. Wie gut sie sich in der Praxis bewährt, zeigt der Test.

VORTEILE

  • Unterstützung für 2,4- und 5-GHz-Netze
  • Relativ autarker Betrieb dank WLAN, Akku und Solarpanel
  • 4K-Auflösung und farbige Nachtsicht

NACHTEILE

  • Kein HDR-Support
  • Anzeige des Livestreams benötigt ein paar Sekunden
  • Smart-Home-Anbindung nur mit Reolink Home Hub

Die akkubetriebene Überwachungskamera Reolink Argus 3 Ultra bietet zudem ein LED-Spotlight, das für eine farbige Nachtsicht sorgt. Wie gut sie sich in der Praxis bewährt, zeigt der Test.

4K-Überwachungskameras (Bestenliste) mit integriertem LED-Spotlight bieten mehrere Vorteile. Dank der zusätzlichen Beleuchtung können sie auch bei Dunkelheit Videos in Farbe aufzeichnen. Das Bild ist dank der Zusatzbeleuchtung zudem klarer als mit Infrarot-LEDs, die nur Schwarz-Weiß-Aufnahmen bieten. Mit der hohen Auflösung liefern 4K-Varianten zudem bei der digitalen Vergrößerung deutlich bessere Ergebnisse als Full-HD-Modelle. Kein Wunder, so ist die Auflösung mit 8 Megapixel viermal größer als bei Full-HD-Varianten. Überwachungskameras mit integrierter Beleuchtung (Ratgeber) bieten somit ein höheres Sicherheitsniveau als Modelle ohne Zusatzbeleuchtung, und 4K-Varianten sorgen selbst beim Zoom noch für eine detailreiche Darstellung.

Die Reolink Argus 3 Ultra – für 110 Euro aktuell im Angebot – fällt in diese Leistungsklasse. Neben 4K-Auflösung und farbiger Nachtsicht bietet der Nachfolger der Reolink Argus 3 Pro (Testbericht) aber noch mehr. Wie das Vorgängermodell mit 2K-Auflösung ist die Argus 3 Ultra dank Akku und 6-Watt-Solarpanel in puncto Stromversorgung relativ autark. Kontakt zum heimischen Router findet sie über das 2,4-GHz-Band als auch über 5-GHz. Die Dual-Band-Unterstützung ist gerade bei einer 4K-Kamera von Vorteil: Wegen der hohen Auflösung sollte das WLAN zur Übertragung des Livestreams genügend Bandbreite bereitstellen, was mit der Nutzung von 5 GHz gewährleistet ist. Steht die Überwachungskamera hingegen etwas weiter vom Router entfernt, dann hilft das 2,4-GHz-Band mit seiner besseren Reichweite. Nur muss man dann beim Livestream eventuell eine etwas geringere Auflösung einstellen. Dazu später mehr.

Lieferumfang, weitere Ausstattungsmerkmale, Solarpanel-Ladeleistung und Akku

Die 335 Gramm schwere Reolink Argus 3 Ultra mit Abmessungen von 127 × 90 × 56 mm ist wetterfest nach Standard IP65 und laut Hersteller im Temperaturbereich zwischen –10 und 55 Grad Celsius einsatzbereit. Wie viele andere Reolink-Kameras ist sie mit einem 6000 mAh (21,6 Wh) starken Akku ausgestattet, dessen Laufzeit sich dem mitgelieferten Solarpanel mit knapp 6 Watt Leistung verlängern lässt. Dieses können Anwender dank des vier Meter langen Verbindungskabels relativ flexibel positionieren. Sollte das nicht ausreichen, gibt es noch eine wetterfeste und 3,8 Meter lange Kabelverlängerung.

Wenn das kleine Photovoltaikpanel genügend Licht zur Stromumwandlung erhält, wird der Akku der Kamera geladen. Der solare Ladevorgang in der App wird mit einem Sonnensymbol neben der Akkuanzeige signalisiert. Während der achttägigen Testdauer hat das Solarpanel den Akku täglich zwischen 3 und 33 Minuten geladen. Die Kapazität sank während dieser Zeit nie unter 95 Prozent. Meistens lag sie bei 100 Prozent. Allerdings war es während der Testphase frostfrei. Ob der Akku auch bei Minustemperaturen geladen wird, können wir daher nicht sagen. In jedem Fall arbeitet das knapp 6 Watt starke Solarpanel erwartungsgemäß besser als das nur 2,2 Watt starke Pendant, das Eufy für die Solocam S340 verbaut hat. Denn im gleichen Zeitraum hat sich deren Akku von 100 auf 70 Prozent entleert, während der Akku in der Argus 3 Ultra vollständig geladen ist.

Wie üblich ist die Akkuleistung – ohne Solarpanel – abhängig von vielen Variablen wie Temperatur und Alarm- und Aufzeichnungshäufigkeit. Reolink gibt eine Laufzeit von ein bis vier Wochen an. Bei kontinuierlicher Nutzung mit aktiviertem Livestream sorgt der Akku für eine Betriebszeit von etwa acht Stunden. Ein USB-Ladegerät gehört nicht zum Lieferumfang.

Der in der Kamera integrierte 1/2.7″ große CMOS-Sensor nimmt Videos mit bis zu einer Auflösung von 3840 × 2160 Pixel bei 15 Bildern pro Sekunde und einer voreingestellten Datenrate von auf 3072 kbps auf. Zusätzlich stehen die Werte 1024, 1536, 2048 und 4096 kbps zur Auswahl. Allerdings lässt sich die Datenrate nicht anpassen, wenn gleichzeitig eine Zeitrafferaufnahme aktiv ist (dazu später mehr). Bei voller Auflösung, die in der App mit „Klar“ und als Status mit „High“ bezeichnet wird, nimmt sie Videos im HEVC-Codec (H.265) und darunter mit H.264 auf. Die Bewegungserkennung erfolgt mithilfe eines integrierten PIR-Sensors (Pyroelektrischer Sensor), der einen Erkennungswinkel von 100 Grad bietet und Bewegungen bis zu einer Entfernung von bis zu 10 Meter erfasst. Die Nachtsicht von bis zu 10 Metern erfolgt automatisch oder manuell. Motive können Anwender mit dem integrierten 16-fachen Digital-Zoom vergrößern.

Mit der Integration von Mikrofon und Lautsprecher realisiert Reolink eine Zwei-Wege-Audiofunktion, sodass Anwender sich mit Personen vor der Kamera unterhalten können. Bei Bedarf ertönt bei einer Bewegungserkennung eine Alarmsirene, die über die App aktiviert werden kann und ungebetene Gäste abschrecken soll. Alarmmeldungen kann die Kamera per E-Mail oder Pushnachrichten an den Nutzer übermitteln. Ein Alarm mit einem aufblinkenden Spotlight unterstützt die Argus 3 Ultra hingegen nicht.

Als Speichermedien unterstützt die Überwachungskamera microSD-Karten mit bis zu einer Größe von 128 GByte. Im Test hat sie aber auch mit einer 400 GByte großen Variante von Sandisk problemlos funktioniert. Ist der Speicherplatz der microSD-Karte erschöpft, wird die älteste Aufnahme gelöscht, sodass aktuelle Aufnahmen immer abgespeichert werden.

Zusätzlich zur microSD können Anwender auch eine Speicherung in der Reolink-Cloud nutzen. 30 Tage Cloud-Speicherung mit einer Kapazität von 30 GByte für maximal fünf Kameras bietet das Standard-Abo für monatlich regulär 5,99 Euro. Das Premier-Abo für monatlich 11,89 Euro bietet 80 GByte Kapazität für maximal zehn Kameras. Derzeit gibt es beide Variante vergünstigt für 4,19 respektive 8,29 Euro.

Der Lieferumfang umfasst neben der Kamera eine Sicherheitshalterung zur Montage an einer Wand und einen Standfuß zur Positionierung auf einer ebenen Fläche. Zusätzlich gibt es ein Netzkabel, eine Montageschablone, Schrauben und Dübel zur Befestigung, eine Nadel für das Zurücksetzen der Werkseinstellungen, ein Aufkleber mit Hinweis zur 24-Stunden-Überwachung, sowie eine Kurzanleitung, die ausführliche und relevante Informationen zum Betrieb der Kamera enthält. Ein Montageband für die Kamera, mit der man die Argus 3 Ultra an einen Baum oder Stützpfosten montieren kann, liegt leider nicht bei. Ein solches ist aber im Lieferumfang des Solarpanels enthalten (siehe auch Bildergalerie).

Gut gelöst hat Reolink die Sicherheitshalterung: Sie besteht aus zwei Komponenten, einem fest verschraubbaren Teil sowie einem runden Drehverschluss, der an der Kamera befestigt wird. So lässt sie sich leicht von der Halterung lösen.

Inbetriebnahme der Reolink Argus 3 Ultra

Die Inbetriebnahme der Reolink Argus 3 Ultra ist prinzipiell einfach. Man muss eine microSD-Karte einsetzen, in der Reolink-App ein Nutzerkonto anlegen, einen QR-Code auf der Kamera einlesen und das Gerätepasswort vergeben, fertig. Anschließend ist die Kamera einsatzbereit und per Smartphone-App steuerbar (siehe auch Bildergalerie).

Zusätzlich zur App können Anwender die Kamera mit der für macOS und Windows vorliegenden Reolink-Desktop-Anwendung steuern. Hierfür muss man lediglich die UID der Kamera (abrufbar in der App unter Geräteinfos) sowie das Gerätepasswort eingeben. Sollten dabei Probleme auftreten, hilft das ausgezeichnete und deutschsprachige Handbuch.

Mobile App und Desktop-Anwendung bieten nahezu identische Einstellungsmöglichkeiten. Auch lassen sich beide Tools ähnlich bedienen, was eine konsistente Benutzererfahrung garantiert. Das ist nicht selbstverständlich. Oft sehen Kamerahersteller keine Desktop-Anwendung zur Steuerung ihrer Geräte vor oder, wie im Fall von Eufy (Themenschwerpunkt), steht nur eine Web-Anwendung mit reduzierter Funktionalität zur Verfügung, die sich auch in puncto Bedienung von der mobilen Anwendung unterscheidet.

Über das Zahnrad-Symbol können Anwender mit der App oder der Desktop-Anwendung die Reolink Argus 3 Ultra umfangreich justieren. Im Abschnitt Display lässt sich etwa die Position von Kameraname sowie Datum und Zeit im Live-Bild verändern. Die Angaben kann man aber auch wie das Wasserzeichen vollständig ausblenden.

Um die Überwachungskamera datenschutzkonform zu betreiben, wenn sie auf ein fremdes Grundstück oder einen öffentlichen Bereich ausgerichtet ist, können Anwender unter Privatsphärenmaske drei Zonen definieren, in denen keine Aufnahme erfolgt respektive die Aufnahme an diesen Stellen geschwärzt ist.

Die Kamera zeichnet Videos nicht nur bei Bewegung auf. Alternativ können Anwender auch eine Zeitrafferaufnahme konfigurieren, um so etwa den Fortschritt beim Hausbau oder anderer Ereignisse zu dokumentieren. Für die Konfiguration empfiehlt die App je nach Verwendung unterschiedlich lange Intervalle.

Alarm-Einstellungen

Im Abschnitt Alarm-Einstellungen können Anwender die Empfindlichkeit bei der Bewegungserkennung einstellen. Grundsätzlich unterscheidet die Kamera dabei zwischen Menschen, Fahrzeuge und anderer sich bewegenden Objekte. Zudem können Anwender Alarme einschränken, indem sie unter Bewegungszonen Bereiche für Personen, Fahrzeuge und andere Objekte definieren, in denen keine Alarmierung erfolgen soll.

Unter Dimension des Objekts lässt sich außerdem noch ein minimaler und maximaler Größenbereich für ein Objekt festlegen, außerhalb dessen kein Alarm erfolgt. Zur Feinjustierung von Alarmen können Anwender diese auf bestimmte Wochentage und Stunden eingrenzen. Eine jährliche Planung ist allerdings nicht möglich.

Benachrichtigungen

Benachrichtigungen zu Alarmen erfolgen per Push in der App und optional über E-Mail. Für letzteren Übertragungsweg können Anwender bis zu drei E-Mail-Adressen konfigurieren, wobei die erste mit Angabe des SMTP-Servers und Ports konfiguriert sein muss. Im Test hat das mit einem Gmail-Konto mit aktivierter Zwei-Faktor-Überprüfung nicht funktioniert. Ohne Zwei-Faktor-Authentifizierung verläuft die E-Mail-Benachrichtigung problemlos. Zusätzlich ertönt bei einer Warnung optional auch eine Sirene. Allerdings könnte sie lauter sein.

Aufnahmequalität und WLAN

Dank 4K-Auflösung liefert die Reolink Argus 3 Ultra detailreiche und scharfe Bilder, wobei das diagonale Sichtfeld 125 Grad beträgt (horizontal: 105°, vertikal: 55°). Nachts leuchten die beiden Spotlight-LEDs das Bild bei Bedarf gut aus, sodass auch bei Dunkelheit detailreiche und scharfe Aufnahmen gelingen.

Tagsüber neigt die Kamera bei einem hohen Dynamikumfang dazu, helle Bereiche etwas überzubelichten. Hier wäre ein HDR-Feature sicher sinnvoll, um noch eine etwas bessere Bildqualität zu erreichen. Insgesamt ist die Bildqualität aber gut.

Dank einer hohen Datenrate und Auflösung liefert die Kamera auch beim Zoomen noch eine gute Darstellungsqualität. Der 16-fach-Zoom ist bei höheren Stufen allerdings kaum nützlich, da zu viele Details verloren gehen. Bis zu einer achtfachen Vergrößerung können sich die Ergebnisse allerdings sehen lassen.

Die Reolink Argus 3 Ultra funkt sowohl im 2,4-GHz- als auch im 5-GHz-Band und unterscheidet sich damit positiv von vielen Konkurrenten, die oft nur im 2.4-GHz-Band funken. Im Test war die WLAN-Verbindung in beiden Funkbändern stabil. Allerdings können ein paar Sekunden vergehen, bis der Livestream in der App dargestellt wird. Das können etwa die Eufy-Modelle besser.

Smart-Home: Google Assistant, Amazon Alexa und Home Assistant

Die Reolink Argus 3 Ultra arbeitet auch in Verbindung mit den Sprachassistenten Google Assistant und Amazon Alexa, inklusive der Ausgabe des Livestreams auf ein smartes Display (Ratgeber) wie Nest Hub oder Echo Show. Anders als bei mit fest ans Stromnetz verbundenen Reolink-Kameras unterstützt die Argus 3 Ultra nicht den Onvif-Standard (Ratgeber). Dadurch lässt sich die Überwachungskamera nicht mit Dritthersteller-Lösungen wie Synology Surveillance Station (Testbericht) betreiben und auch nicht in Smart-Home-Zentralen einbinden. Auch zu Smart-Home-Diensten wie IFTTT ist die Reolink inkompatibel. Damit teilt die Reolink Argus 3 Ultra das Schicksal aller anderen per Akku betriebenen Überwachungskameras. Der Grund dafür liegt in dem fehlenden Support durch Dritthersteller-Software für den Batteriebetrieb, teilt Reolink in seinem Support-Forum mit.

Hinweis 31.1.2025: Mit dem 93 Euro teuren Reolink Home Hub gibt es inzwischen aber eine Möglichkeit, batteriebetriebene Reolink-Überwachungskameras in Smart-Home-Systeme (Bestenliste) wie Home Assistant einzubinden.

Preis

Die Reolink Argus 3 Ultra ist inklusive Solarpanel regulär für 130 Euro erhältlich. Aktuell ist die 4K-Überwachungskamera für 120 Euro erhältlich. Und für aktuell 234 Euro erhält man die Argus 3 Ultra im 2er-Set inklusive Reolink Home Hub.

Fazit

Reolink bietet mit der Argus 3 Ultra eine Spotlight-Überwachungskamera mit farbiger Nachtsicht, die dank Dual-WLAN und Akku relativ flexibel positioniert werden kann. Praktisch ist auch das Solarpanel, das während der Testphase den Akku der Argus 3 Ultra zuverlässig geladen hat. Die Aufnahmequalität ist gut, aber nicht perfekt. Dafür fehlen der Kamera HDR-Funktionen wie sie etwa die Annke NCD800 (Testbericht) bietet.

Die Zustellung von Benachrichtigungen funktioniert zeitnah und zuverlässig. Fehlalarme sind dank umfangreicher Einstellmöglichkeiten und der Fähigkeit der Kamera, zwischen Personen, Fahrzeugen, Haustieren und anderen Objekten zu unterscheiden, nahezu ausgeschlossen. Zudem lässt sich die Argus 3 Ultra nicht nur über eine Smartphone-App steuern, sondern auch bequem über den Desktop. Und mit einer Zeitraffer-Funktion bietet sie ein Feature, mit dem nicht viele Überwachungskameras aufwarten können.

Wer auf der Suche nach einer batteriebetriebenen 4K-Überwachungskamera ist, erhält mit der Reolink Argus 3 Ultra ein sehr leistungsfähiges Modell.

Reolink Argus Eco Ultra im Test: Überwachungskamera mit 4K, Akku und Solarpanel

Die akkubetriebene Überwachungskamera Reolink Argus Eco Ultra bietet LED-Spotlights für eine farbige Nachtsicht. Wie gut sie in der Praxis funktioniert, zeigt der Test.

VORTEILE

  • Unterstützung für 2,4- und 5-GHz-Netze
  • relativ autarker Betrieb dank WLAN, Akku und Solarpanel
  • 4K-Auflösung und farbige Nachtsicht

NACHTEILE

  • kein HDR-Support
  • Anzeige des Livestreams benötigt ein paar Sekunden
  • Smart-Home-Anbindung nur über Reolink Home Hub

Die akkubetriebene Überwachungskamera Reolink Argus Eco Ultra bietet LED-Spotlights für eine farbige Nachtsicht. Wie gut sie in der Praxis funktioniert, zeigt der Test.

Mit der Argus Eco Ultra stellt Reolink eine weitere 4K-Überwachungskamera (Bestenliste) mit integriertem LED-Spotlights, Akku und Dual-WLAN-Unterstützung vor. Genau genommen ist die Eco Ultra bis auf die Gehäuseform baugleich zur Argus 3 Ultra. Im Unterschied zu dieser kommt die Eco Ultra in Bullet-Bauform. Ansonsten sind die Leistungsmerkmale wie Akku-Kapazität, Auflösung, Solarpanel identisch. Auch unterstützt die Eco Ultra Dual-WLAN. Sie kann damit also per 2,4 GHz oder 5 GHz mit dem heimischen Router kommunizieren.

Eine Dual-Band-Unterstützung ist gerade bei einer 4K-Kamera von Vorteil: Wegen der hohen Auflösung sollte das WLAN zur Übertragung des Livestreams genügend Bandbreite bereitstellen, was mit der Nutzung von 5 GHz gewährleistet ist. Steht die Überwachungskamera hingegen etwas weiter vom Router entfernt, dann hilft das 2,4-GHz-Band mit seiner besseren Reichweite. Nur muss man dann beim Livestream eventuell eine etwas geringere Auflösung einstellen. Dazu später mehr.

Lieferumfang, weitere Ausstattungsmerkmale, Solarpanel-Ladeleistung und Akku

Die 455 g schwere Reolink Eco Ultra mit Abmessungen von 127 × 90 × 56 mm ist wetterfest nach Standard IP66 und laut Hersteller im Temperaturbereich zwischen –10 und 55 Grad Celsius einsatzbereit. Wie viele andere Reolink-Kameras ist sie mit einem 6000 mAh (21,6 Wh) starken Akku ausgestattet, dessen Laufzeit sich dem mitgelieferten Solarpanel mit knapp 6 Watt Leistung verlängern lässt. Dieses können Anwender dank des 4 Meter langen Verbindungskabels relativ flexibel positionieren. Sollte das nicht ausreichen, gibt es noch eine wetterfeste und 3,8 Meter lange Kabelverlängerung.

Wenn das kleine Photovoltaikpanel genügend Licht zur Stromumwandlung erhält, wird der Akku der Kamera geladen. Im Test haben wir die Kamera zunächst ohne Solarpanel betrieben. Innerhalb von vier Tagen hat sich die Akku-Kapazität von 100 auf 88 Prozent reduziert. Wie üblich ist die Akkuleistung – ohne Solarpanel – abhängig von vielen Variablen wie Temperatur und Alarm- und Aufzeichnungshäufigkeit. Reolink gibt eine Laufzeit von ein bis vier Wochen an. Bei kontinuierlicher Nutzung mit aktiviertem Livestream sorgt der Akku für eine Betriebszeit von etwa acht Stunden. Ein USB-Ladegerät gehört nicht zum Lieferumfang.

Bildsensor 1/2,7″ 1/2,7″
Auflösung 3840 x 2160 3840 x 2160
Bildrate 15 fps 15 fps
Akkku 21,6 Wh 21,6 Wh
Sichtfeld (h, v, d) 105°, 55°, 125° 105°, 55°, 125°
PIR-Erkennungswinkel 110° 100°
Speicher microSD, Cloud microSD, Cloud
Infrarot-LEDs 8 6
Wetterbeständigkeit IP66 IP65
Onvif nein (nur mit Reolink Home Hub) nein (nur mit Reolink Home Hub)
Abmessungen 191 x 75 x 75mm 127 x 90 x 56mm 
Gewicht 455 g 335 g

Bereits wenige Stunden Sonnenschein am Tag reichen aus, um die Akku-Kapazität zu halten respektive zu laden. Allerdings war es während der Testphase frostfrei. Ob der Akku auch bei Minustemperaturen geladen wird, können wir daher nicht sagen. In jedem Fall arbeitet das knapp 6 Watt starke Solarpanel erwartungsgemäß besser als das nur 2,2 Watt starke Pendant, das Eufy für die Solocam S340 (Testbericht) verbaut hat. Denn im gleichen Zeitraum hat sich deren Akku von 100 auf 70 Prozent entleert, während der Akku in der Argus 3 Ultra vollständig geladen ist.

Der in der Kamera integrierte 1/2.7″ große CMOS-Sensor nimmt Videos mit bis zu einer Auflösung von 3840 × 2160 Pixel bei 15 Bildern pro Sekunde und einer voreingestellten Datenrate von auf 3072 kbps auf. Zusätzlich stehen die Werte 1024, 1536, 2048 und 4096 kbps zur Auswahl. Allerdings lässt sich die Datenrate nicht anpassen, wenn gleichzeitig eine Zeitrafferaufnahme aktiv ist (dazu später mehr). Bei voller Auflösung, die in der App mit „Klar“ und als Status mit „High“ bezeichnet wird, nimmt sie Videos im HEVC-Codec (H.265) und darunter mit H.264 auf. Die Bewegungserkennung erfolgt mithilfe eines integrierten PIR-Sensors (Pyroelektrischer Sensor), der einen Erkennungswinkel von 110 Grad bietet und Bewegungen bis zu einer Entfernung von bis zu 10 Meter erfasst. Die Nachtsicht von bis zu 10 Metern erfolgt automatisch oder manuell. Motive können Anwender mit dem integrierten 16-fachen Digital-Zoom vergrößern.

Mit der Integration von Mikrofon und Lautsprecher realisiert Reolink eine Zwei-Wege-Audiofunktion, sodass Anwender sich mit Personen vor der Kamera unterhalten können. Bei Bedarf ertönt bei einer Bewegungserkennung eine Alarmsirene, die über die App aktiviert werden kann und ungebetene Gäste abschrecken soll. Alarmmeldungen kann die Kamera per E-Mail und FTP-Upload sowie Pushnachrichten an den Nutzer übermitteln. Einen Alarm mit einem aufblinkenden Spotlight unterstützt die Argus Eco Ultra genauso wenig wie die Argus 3 Ultra.

Als Speichermedien unterstützt die Überwachungskamera microSD-Karten mit bis zu einer Größe von 128 GB. Im Test hat sie aber auch mit einer 400 GB großen Variante von Sandisk problemlos funktioniert.

Zusätzlich zur microSD können Anwender auch eine Speicherung in der Reolink-Cloud nutzen. 30 Tage Cloud-Speicherung mit einer Kapazität von 30 GB für maximal fünf Kameras bietet das Standard-Abo für monatlich regulär 5,99 Euro. Das Premier-Abo für monatlich 11,89 Euro bietet 80 GB Kapazität für maximal zehn Kameras. Derzeit gibt es beide Variante vergünstigt für 4,19 respektive 8,29 Euro.

Der Lieferumfang umfasst neben der Kamera eine Sicherheitshalterung zur Montage an einer Wand oder Decke sowie eine Montageplatte. Letztere ist essenziell, wenn man die Kamera mit dem mitgelieferten Gurt an einem Mast oder Baum montieren möchte. Zusätzlich gibt es ein Netzkabel, eine Montageschablone, Schrauben und Dübel zur Befestigung, eine Nadel für das Zurücksetzen der Werkseinstellungen, einen Aufkleber mit Hinweis zur 24-Stunden-Überwachung, sowie eine Kurzanleitung, die ausführliche und relevante Informationen zum Betrieb der Kamera enthält (siehe auch Bildergalerie).

Gut gelöst hat Reolink die Sicherheitshalterung: Sie besteht aus zwei Komponenten, einem fest verschraubbaren Teil sowie einem runden Drehverschluss, der an der Kamera befestigt wird. So lässt sie sich leicht von der Halterung lösen.

Bis auf die Gehäuseform unterscheiden sich die beiden 4K-Kameras Argus 3 Ultra und Argus Eco Ultra kaum voneinander.

Inbetriebnahme, App und Desktop-Anwendung

Die Inbetriebnahme der Reolink Eco Ultra ist nach wenigen Schritten erledigt. Nähere Details dazu sind in der Bildergalerie enthalten. Zusätzlich zur App können Anwender die Kamera mit der für macOS und Windows vorliegenden Reolink-Desktop-Anwendung steuern. Hierfür muss man lediglich die UID der Kamera (abrufbar in der App unter Geräteinfos) sowie das Gerätepasswort eingeben. Sollten dabei Probleme auftreten, hilft das ausgezeichnete und deutschsprachige Handbuch.

Mobile App und Desktop-Anwendung bieten nahezu identische Einstellungsmöglichkeiten. Auch lassen sich beide Tools ähnlich bedienen, was eine konsistente Benutzererfahrung garantiert. Das ist nicht selbstverständlich. Oft sehen Kamerahersteller keine Desktop-Anwendung zur Steuerung ihrer Geräte vor oder, wie im Fall von Eufy, steht nur eine Web-Anwendung mit reduzierter Funktionalität zur Verfügung, die sich auch in puncto Bedienung von der mobilen Anwendung unterscheidet.

Über das Zahnrad-Symbol können Anwender mit der App oder der Desktop-Anwendung die Reolink Argus Eco Ultra umfangreich justieren. Im Abschnitt Display lässt sich etwa die Position von Kameraname sowie Datum und Zeit im Live-Bild verändern. Die Angaben kann man aber auch wie das Wasserzeichen vollständig ausblenden.

Um die Überwachungskamera datenschutzkonform zu betreiben, wenn sie auf ein fremdes Grundstück oder einen öffentlichen Bereich ausgerichtet ist, können Anwender unter Privatsphärenmaske drei Zonen definieren, in denen keine Aufnahme erfolgt respektive die Aufnahme an diesen Stellen geschwärzt ist.

Die Kamera zeichnet Videos nicht nur bei Bewegung auf. Alternativ können Anwender auch eine Zeitrafferaufnahme konfigurieren, um so etwa den Fortschritt beim Hausbau oder anderer Ereignisse zu dokumentieren. Für die Konfiguration empfiehlt die App je nach Verwendung unterschiedlich lange Intervalle.

Alarm-Einstellungen

Im Abschnitt Alarm-Einstellungen können Anwender die Empfindlichkeit bei der Bewegungserkennung einstellen. Grundsätzlich unterscheidet die Kamera dabei zwischen Menschen, Fahrzeugen und anderen sich bewegenden Objekten. Zudem können Anwender Alarme einschränken, indem sie unter Bewegungszonen Bereiche für Personen, Fahrzeuge und andere Objekte definieren, in denen keine Alarmierung erfolgen soll.

Unter Dimension des Objekts lässt sich außerdem noch ein minimaler und maximaler Größenbereich für ein Objekt festlegen, außerhalb dessen kein Alarm erfolgt. Zur Feinjustierung von Alarmen können Anwender diese auf bestimmte Wochentage und Stunden eingrenzen. Eine jährliche Planung ist allerdings nicht möglich.

Mit den zahlreichen Einstellmöglichkeiten kommt es während des Tests zu keinerlei Fehlalarmen. Fahrzeuge erkennt die Kamera zuverlässig bis zu einer Entfernung von 30 Metern.

Benachrichtigungen

Benachrichtigungen zu Alarmen erfolgen per Push in der App und optional über E-Mail. Für letzteren Übertragungsweg können Anwender bis zu drei E-Mail-Adressen konfigurieren, wobei die erste mit Angabe des SMTP-Servers und Ports konfiguriert sein muss. Im Test hat das mit einem Gmail-Konto mit aktivierter Zwei-Faktor-Überprüfung nicht funktioniert. Ohne Zwei-Faktor-Authentifizierung verläuft die E-Mail-Benachrichtigung problemlos. Zusätzlich ertönt bei einer Warnung optional auch eine Sirene. Allerdings ist diese wie bei anderen Reolink-Kameras nicht besonders laut.

Beim Zoom bietet eine 4K-Kamera klare Vorteile gegenüber Modellen mit einer niedrigeren Auflösung wie 2560 × 1440.

Aufnahmequalität und WLAN

Dank 4K-Auflösung liefert die Reolink Argus Eco Ultra detailreiche und scharfe Bilder, wobei das diagonale Sichtfeld 125 Grad beträgt (horizontal: 105 Grad, vertikal: 55 Grad). Nachts leuchten die beiden Spotlight-LEDs das Bild bei Bedarf gut aus, sodass auch bei Dunkelheit detailreiche und scharfe Aufnahmen gelingen. Auch die mithilfe der acht Infrarot-LEDs (zwei mehr als bei der Argus 3 Ultra) entstandenen Schwarz-Weiß-Aufnahmen sind gut ausgeleuchtet.

Wie andere Reolink-Überwachungskameras neigt die Arcus Eco Ultra bei einem hohen Dynamikumfang dazu, helle Bereiche etwas überzubelichten. Hier wäre ein HDR-Feature wie bei der Annke C800 (Testbericht) sicher sinnvoll, um eine noch bessere Bildqualität zu erreichen. Insgesamt ist die Bildqualität aber gut.

Dank einer hohen Datenrate und 4K-Auflösung liefert die Kamera auch beim Zoomen noch eine gute Darstellungsqualität. Wunderdinge darf man wegen des fehlenden optischen Zooms, wie sie etwa die Reolink RLC-811A (Testbericht) bietet, jedoch nicht erwarten. Dennoch zeigen sich im direkten Vergleich gegenüber einem Modell mit 2560 × 1440 Pixel klare Vorteile. So ist das Display einer Powerstation bei 4K-Auflösung noch klar ablesbar, während man bei der niedrigeren Auflösung kaum etwas erkennen kann.

Die Reolink Argus Eco Ultra funkt sowohl im 2,4-GHz- als auch im 5-GHz-Band und unterscheidet sich damit positiv von vielen Konkurrenten, die oft nur im 2.4-GHz-Band funken. Im Test war die WLAN-Verbindung in beiden Funkbändern stabil. Allerdings können ein paar Sekunden vergehen, bis der Livestream in der App dargestellt wird. Das können etwa die Eufy-Modelle besser. Praktisch ist in jedem Fall, dass man das WLAN einfach ändern kann und nicht wie bei anderen Kameras das Gerät erst zurücksetzen muss.

Smart-Home: Home Assistant, Home Pro, Google Assistant und Amazon Alexa

Die Reolink Eco 3 Ultra arbeitet auch in Verbindung mit den Sprachassistenten Google Assistant und Amazon Alexa, inklusive der Ausgabe des Livestreams auf ein smartes Display (Ratgeber) wie Nest Hub oder Echo Show. Im Unterschied zu fest ans Stromnetz verbundenen Reolink-Kameras unterstützt die Argus Eco Ultra jedoch nicht den Onvif-Standard (Themenwelt). Dadurch lässt sich die Überwachungskamera weder mit Dritthersteller-Lösungen wie Synology Surveillance Station (Testbericht) betreiben noch in Smart-Home-Zentralen wie Homey Pro (Test) und Home Assistant (Testbericht) einbinden. Auch zu Smart-Home-Diensten wie IFTTT ist die Reolink inkompatibel. Damit teilt die Reolink Argus Eco Ultra das Schicksal aller anderen per Akku betriebenen Überwachungskameras. Der Grund dafür liegt in dem fehlenden Support durch Dritthersteller-Software für den Batteriebetrieb, wie Reolink in seinem Support-Forum erklärt.

Mit dem Home Hub lassen sich akkubetriebene Reolink-Überwachungskameras in Smart-Home-Systeme wie Home Assistant integrieren.

Hinweis 31.1.2025: Mit dem 93 Euro teuren Reolink Home Hub gibt es inzwischen aber eine Möglichkeit, batteriebetriebene Reolink-Überwachungskameras in Smart-Home-Systeme (Bestenliste) einzubinden.

Preis

Die Reolink Eco Ultra mit Solarpanel kostet regulär 130 Euro. Aktuell gibt es die 4K-Kamera für knapp 100 Euro. Das 2er-Set mit dem knapp 93 Euro teuren Reolink Home Hub kostet 260 Euro.

Fazit

Reolink bietet mit der Argus Eco Ultra eine Spotlight-Überwachungskamera mit 4K-Auflösung und farbiger Nachtsicht, die dank Dual-WLAN und Akku relativ flexibel positioniert werden kann. Praktisch ist das Solarpanel, das während der Testphase den Akku der Argus Eco Ultra zuverlässig geladen hat. Die Aufnahmequalität ist gut, aber nicht perfekt. Dafür fehlen der Kamera HDR-Funktionen wie sie etwa die Annke NCD800 (Testbericht) bietet.

Die Zustellung von Benachrichtigungen funktioniert zeitnah und zuverlässig. Fehlalarme sind dank umfangreicher Einstellmöglichkeiten und der Fähigkeit der Kamera, zwischen Personen, Fahrzeugen, Haustieren und anderen Objekten zu unterscheiden, nahezu ausgeschlossen. Zudem lässt sich die Argus Eco Ultra nicht nur über eine Smartphone-App steuern, sondern auch bequem über den Desktop. Und mit einer Zeitraffer-Funktion bietet sie ein Feature, mit dem nicht viele Überwachungskameras aufwarten können.

Wer auf der Suche nach einer batteriebetriebenen 4K-Überwachungskamera ist, erhält mit der Reolink Argus Eco Ultra ein sehr leistungsfähiges Modell, das sich nicht nur per App, sondern auch über eine leicht bedienbare Desktop-Anwendung steuern lässt.

Preis-Leistungs-Sieger

TP-Link Tapo C425

TP-Link Tapo C425 im Test

Die Tapo C425 ist eine kabellose Überwachungskamera mit farbiger Nachtsicht, die zwischen Personen, Tieren und Fahrzeugen differenzieren kann. Wie gut sie funktioniert, zeigt der Test.

VORTEILE

  • QHD-Auflösung mit guter Bildqualität und bis zu 25 fps
  • Bewegungserkennung differenziert zwischen Personen, Fahrzeugen und Haustieren
  • Darstellung von Livestream und Wiedergabe von Ereignissen erfolgen zügig

NACHTEILE

  • keine Desktop-Anwendung
  • kein Onvif-Support
  • kein RTSP-Stream

Die Tapo C425 ist eine kabellose Überwachungskamera mit farbiger Nachtsicht, die zwischen Personen, Tieren und Fahrzeugen differenzieren kann. Wie gut sie funktioniert, zeigt der Test.

TP-Link integriert in der kabellosen Überwachungskamera Tapo C425 eine magnetische Halterung, wie sie früher auch Eufy für die Cam 2 (Testbericht) verwendet hat. Damit lässt sich die Tapo C425 besonders einfach im Außenbereich an geeigneten Flächen befestigen. Auch in anderer Hinsicht ist die Tapo C425 besonders: Das Sichtfeld fällt mit 150° diagonal, 134° horizontal und 77° vertikal relativ groß aus. Groß ist auch der Akku mit einer Kapazität von 10.000 mAh, der eine Laufzeit von bis zu 300 Tagen gewährleisten soll. Wer die C425 zusammen mit einem Solarpanel betreibt, kann damit in der Regel bis auf die Winterperiode auf ein manuelles Aufladen der Überwachungskamera verzichten.

In puncto Kameraoptik bietet die Tapo C425 einen 1/3-Zoll-großen Starlight-Sensor und eine Linse mit einer Brennweite von 2,1 mm und einer Blende von f/2.1. Damit ist klar, dass die Überwachungskamera farbige Nachtaufnahmen nur mithilfe zusätzlicher Beleuchtung schafft. Dafür hat TP-Link vier LED-Spotlights verbaut. Überwachungskameras mit einer Blende von f/1.0 wie die TP-Link C325WB bieten eine farbige Nachtsicht auch ganz ohne zusätzliche LEDs. Wer sich für solche Modelle interessiert, findet in unserer Bestenliste Top 10: Die besten Überwachungskameras mit Top-Nachtsicht weitere Informationen.

Die Tapo C425 bietet eine Auflösung von 2560 × 1440 Pixel und kommt so auf etwa 3,7 Millionen Pixel, womit sie Full-HD-Varianten mit 2 Megapixel um 78 Prozent übertrifft. Das ist vor allem beim digitalen Zoom von Vorteil, denn eine optische Vergrößerung, mit der etwa die Reolink RLC-811A (Testbericht) aufwarten kann, hat die Tapo C425 nicht zu bieten.

Die in der Tapo C425 integrierte KI kann bei der Bewegungserkennung zwischen Personen, Fahrzeugen und Haustieren differenzieren, was Fehlalarme reduziert. Überschreitungen einer virtuellen Linie registriert die Tapo C425 anders als etwa das Modell Tapo C225 (Testbericht) hingegen nicht. Und auch auf eine Geräusch- und Manipulationserkennung muss man verzichten.

Lieferumfang, Montage und weitere Ausstattungsmerkmale

Die Überwachungskamera Tapo C425 ist nach IP66 vor Feuchtigkeit und Staub geschützt und zwischen -20° und 45 °C einsatzbereit. Der Lieferumfang enthält Schrauben und Dübel zur Befestigung, ein Klebepad, eine Metallhalterung, die entweder verschraubt oder angeklebt wird, sowie ein Netzteil, Ladekabel und eine magnetische Halterung. Mit letzterer ist die Überwachungskamera schnell an magnetischen Flächen montiert.

Vor der Inbetriebnahme der Überwachungskamera sollte man zunächst den microSD-Card-Slot auf der Gehäuseunterseite neben dem Lautsprecher mit einer passenden microSD-Karte befüllen. Neben dem microSD-Card-Slot gibt es auf der Gehäuseunterseite außerdem noch einen Micro-USB-Port, über den der 10.000 mAh starke Akku der Tapo 425 geladen werden kann, sowie eine Ein-/Ausschalt-Taste.

Die Einrichtung der Kamera erfolgt mit der Tapo-App, für die ein Nutzerkonto erforderlich ist. Ein Installationsassistent hilft beim Set-up, das nach wenigen Minuten abgeschlossen ist (siehe auch Bildergalerie). Während der Einrichtung erläutert der Assistent die wichtigsten Funktionen der Kamera und gibt Tipps zur Montage. Wer darüber hinausgehende Fragen zur Tapo C425 hat, findet auf der Support-Seite des Herstellers weitere Informationen.

Sollte es bei der Koppelung mit dem WLAN zu Problemen kommen, empfiehlt sich, wie bei allen Überwachungskameras, die wie die Tapo C425 auf 2,4-GHz-WLANs beschränkt sind, das 5-GHz-Band des Routers vor der Inbetriebnahme temporär abzuschalten.

Bewegungserkennung: Kann die Tapo C425 zwischen Personen, Fahrzeugen und Tieren unterscheiden?

Bei der Bewegungserkennung unterscheidet die Tapo C425 zwischen Personen, Fahrzeugen, Haustieren und anderen sich bewegenden Objekten. Im Test kommt es mit der standardmäßig aktivierten Bewegungserkennung allerdings häufig zu Fehlalarmen, durch etwa vom Wind bewegte Äste, Luftballons und andere Gegenstände. Erst nachdem wir die generelle Bewegungserkennung ausgeschaltet und nur für Personen und Tiere aktiviert haben, registrieren wir keine Fehlalarme mehr. Die Kamera identifiziert Personen einwandfrei und auch unsere Hauskatze wird korrekterweise als Tier erkannt.

Aufnahmen von erkannten Bewegungen zeigt die App im Bereich Abspielen & Herunterladen mit einem entsprechenden Symbol je nach Erkennungsart übersichtlich an.

Außerdem kann man die Bewegungserfassung über Aktivitätszonen einschränken, sodass Benachrichtigungen nur erfolgen, wenn eine Bewegung in einer der festgelegten Aktivitätszonen erfolgt.

Unterstützt die Tapo C425 das Schwärzen von Bildbereichen?

Überwachungskameras dürfen aus Datenschutzgründen lediglich das eigene Grundstück filmen. Oft ist das in der Praxis allerdings nicht möglich, sodass das Sichtfeld der Kamera auch fremde Grundstücke erfasst. Daher unterstützen viele Überwachungskameras das Schwärzen von Bildbereichen. So auch die Tapo C425, die diese Funktion unter Geräteeinstellungen – Video & Anzeige – Privatsphärenzonen bereitstellt. Hier können Anwender bis zu vier Zonen im Sichtfeld der Kamera definieren, die bei der Aufnahme geschwärzt werden. Rechtlich reicht das aber noch nicht aus. Zusätzlich ist eine Einwilligung der betroffenen Personen wie Nachbarn bei der Installation einer Überwachungskamera erforderlich, wenn diese auf ihr Grundstück ausgerichtet ist.

Wie funktionieren Alarme und Benachrichtigungen?

Die Alarmierungsmöglichkeiten der Kamera sind vielfältig und umfassen neben den klassischen Pushbenachrichtigungen auch Alarmtöne und Lichtsignale, die über den integrierten Lautsprecher an der Unterseite der Kamera erklingen. Zur Auswahl stehen dabei drei Alarmtöne. Man kann aber auch einen benutzerdefinierten Ton einstellen. Die Lautstärke ist dabei mit 94 dB relativ laut. Zusätzlich kann man die integrierten LED-Scheinwerfer (Spotlight) bei einem Alarm aufblinken lassen.

E-Mail-Benachrichtigungen oder einen Upload auf einen FTP-Server unterstützt die Tapo C425 anders als etwa Überwachungskameras von Reolink hingegen nicht.

Nützlich ist die Möglichkeit, Benachrichtigungen nach Aktivitätstyp und Zeit einschränken zu können.

Die Tapo-App ist auch für Tablets optimiert und unterstützt die Anzeige mehrerer Livestreams

Wie gut ist die App und welche Smart-Home-Systeme unterstützt die Tapo C425?

Die Steuerung über die App ist intuitiv und die Darstellung des Livestreams erfolgt zügig, ebenso schnell spielt die Tapo aufgenommene Videos ab. In der Hauptansicht gibt es Schalter für das schnelle Aktivieren bestimmter Funktionen. Anwender können darüber die Tapo C425 leicht deaktivieren (Privatsphärenmodus), den Alarm sowie die Etikettierung des Alarm auslösenden Objekts ein- und ausschalten (siehe auch Bildergalerie), sowie die Gegensprechfunktion aktivieren. Letztere bietet eine gute Qualität.

Auch ist ein Wechseln der Auflösung sowie die Aktivierung der Spotlights (Licht) ist möglich. Fotos oder Videoaufnahmen können Anwender über die entsprechenden Symbole ebenfalls anfertigen. Wer mehrere Tapo-Kameras im Einsatz hat, kann die Liveansicht mit bis zu vier Modellen bestücken. Die Bildschirmgröße eines Smartphones dürfte dafür aber in den meisten Fällen nicht ausreichend sein. Doch die App ist auch für Tablets optimiert, sodass die Darstellung von vier Livestreams auf iPad & Co. tatsächlich nützlich ist.

TP-Link Tapo C425: Livestream auf Amazon Echo Show nahezu verzögerungsfrei

Die Tapo C425 unterstützt TP-Links eigene Smart-Home-Plattform, die neben Überwachungskameras auch Sensoren, LED-Leuchtmittel, smarte Schalter und Heizkörperthermostate sowie Saugroboter umfasst. Mit diesen Komponenten kann man die C425 für Automatisierungen verwenden. Das gelingt auch mit Samsung Smartthings (Testbericht), unter der Anwender auch den Livestream der Kamera betrachten können. Letzteres ist auch auf einem smarten Display (Ratgeber) mit Amazon Alexa respektive Google Assistant möglich. Im Test mit einem Echo Show erfolgt die Wiedergabe zügig und ohne zeitlichen Versatz.

TP-Link Tapo C425: Eine farbige Nachtsicht ist dank der LED-Spotlights möglich.

Wie gut ist die Bildqualität der Tapo C425?

Die Bildqualität der Tapo C425 ist tagsüber bei guten Lichtverhältnissen ohne Fehl und Tadel. Bei Gegenlicht gelingt die Belichtung ebenfalls erstaunlich gut. Doch perfekt ist sie in diesem Szenario nicht immer. Und auch die Nachtsicht kann sich sehen lassen: Wie üblich gehen bei Infrarotaufnahmen einige Details verloren. Doch mit den beiden LED-Spotlights sind Aufnahmen auch bei Dunkelheit in Farbe möglich. Diese können Anwender so konfigurieren, dass sie sich automatisch einschalten. Eine manuelle Aktivierung ist über die Liveansicht möglich.

Bei der Videoaufnahme verzichtet die Tapo C425 auf die Nutzung des platzsparenden Codecs H.265 und zeichnet stattdessen Videos mit der Variante H.264 auf.

Preise: Was kostet die TP-Link Tapo C425?

TP-Link verkauft die Tapo C425 inklusive Solarpanel regulär für 130 Euro. Einzeln ist sie aktuell für knapp 66 Euro erhältlich. In Kombination mit einem Solarpanel kostet sie gebraucht 60 Euro und neu auf Ebay 80 Euro.

Fazit

Die Tapo C425 von TP-Link überzeugt im Test fast durchwegs. Sie liefert eine gute Bildqualität und stellt Benachrichtigungen zeitnah zu. Die App ist reaktionsschnell und zeigt den Livestream sowie aufgenommene Videos zügig an. Im Unterschied zu besonders lichtstarken Überwachungskameras gelingt ihr eine farbige Nachtsicht jedoch nur unter Zuhilfenahme der LED-Spotlights.

Die Bewegungserkennung hat im Test einwandfrei funktioniert. Allerdings sollte man sie auf Personen, Tiere und Fahrzeuge begrenzen, da es sonst zu Fehlalarmen durch vom Wind bewegte Objekte kommen kann. Auf der Habenseite stehen zudem die flexible Netzanbindung per WLAN, die leichte Bedienung und Inbetriebnahme, sowie die magnetische Halterung, mit der man die Tapo C425 an entsprechenden Flächen ohne Bohren befestigen kann.

Wer auf der Suche nach einer leistungsfähigen und kabellosen Überwachungskamera für den Außenbereich ist, die sich auch per Solarpanel laden lässt, liegt mit der TP-Link Tapo C425 genau richtig.

Dennoch gibt es auch ein paar Kritikpunkte: So steht keine Desktop-Anwendung zur Bedienung zur Verfügung und auch die Steuerung per Dritthersteller-Software gelingt wegen der fehlenden Onvif-Unterstützung genauso wenig wie die Integration in gängige Smart-Home-Zentralen wie Home Assistant. Doch dieses Schicksal teilt sich die Tapo C425 wie alle anderen kabellosen Modelle. Immerhin kann man sie in Samsung Smartthings und in die Smart-Home-Plattform von TP-Link einbinden.

Eufy S330 im Test

Über eine KI-Engine in der neuen Homebase 3 differenziert die Euf S330 bei der Bewegungserkennung zwischen Gesichtern, Menschen, Fahrzeugen und Haustieren. Zudem bietet sie ein integriertes Solarpanel, das besonders effizient sein soll.

VORTEILE

  • 4K-Auflösung mit farbiger Nachtsicht
  • Bewegungserkennung kann zwischen Gesichtern, Menschen, Haustieren und Fahrzeugen unterscheiden
  • keine Cloud > keine Folgekosten

NACHTEILE

  • keine Unterstützung für ONVIF, IFTTT und Homekit
  • eingeschränkte Integration in Smart-Home-Systeme

Über eine KI-Engine in der neuen Homebase 3 differenziert die Euf S330 bei der Bewegungserkennung zwischen Gesichtern, Menschen, Fahrzeugen und Haustieren. Zudem bietet sie ein integriertes Solarpanel, das besonders effizient sein soll.

Die Anker-Marke Eufy hat mit der S330 eine neue kabellose Überwachungskamera vorgestellt, die gegenüber der Vorgängerserie Eufycam 2 eine deutlich höhere Auflösung bietet: Statt maximal 2K mit 2304 × 1296 Pixel löst die S300 (ehemals unter Eufycam 3 bekannt) wie die Arlo Ultra 2 (Testbericht) mit 4K (3840 × 2160 Pixel) auf und bietet damit – vor allem beim Zoomen – eine schärfere Darstellung als die Vorgängermodelle. Die Eufy S330 unterscheidet sich von bisherigen Eufycams auch dadurch, dass sie ein 100 Lumen helles Spotlight bietet und damit farbige Nachtaufnahmen unterstützt.

Als Steuerzentrale dient die neue Homebase 3 (S380), in die Eufy eine KI-Engine mit der Bezeichnung Bionic Mind integriert hat. Damit kann die Kamera bei der Bewegungserkennung zwischen Menschen, Gesichtern, Fahrzeugen und Haustieren differenzieren. Und wer eine Eufycam 2 (Testbericht) verwendet, kann diese ebenfalls mit der neuen Homebase verbinden und so von der verbesserten Bewegungserkennung profitieren. Dabei sorgt ein selbstlernende Algorithmus für eine stetige Verbesserung der KI-Engine, sodass die Bewegungserkennung mit der Zeit immer zuverlässiger funktioniert.

Wie von den Vorgängermodellen bekannt, bietet auch die neue Homebase 3 einen 16 GByte großen Speicher. Allerdings verfügt sie zusätzlich noch über einen 2,5-Zoll-Einschub für SATA-Festplatten oder -SSDs, sodass Anwender den Speicherplatz für Videos und Bilder auf bis zu 16 TByte erweitern können. Auf einen kostenpflichtigen Cloud-Speicher kann man also getrost verzichten.

Ähnlich wie die Solocam S40 (Testbericht) bietet die Eufy S330 ein integriertes Solarpanel, das den 13.000 mAh starken Akku lädt. Es stammt von Branchenführer Sunpower und soll eine 25 Prozent bessere Ladeleistung haben, sodass bereits zwei Stunden Sonneneinstrahlung pro Tag genügen sollen, um den Akku der Kamera mit genügend Energie zu versorgen. Während des Tests im November hat die Sonneneinstrahlung ausgereicht, um den Akku der S330 auf 100 Prozent zu halten, während das Panel der Solocam S40 dafür zu schwach war.

So wird die Eufy S330 montiert und eingerichtet

Die Eufy S330 bietet nach IP67 Schutz vor Wettereinflüssen und ist nach Angaben des Herstellers im Temperaturbereich von -20 Grad und 50 Grad Celsius einsetzbar. Bei häufig auftretenden Schlechtwetterereignissen wie starkem Regen und Hagel empfiehlt Eufy, die Kamera unter einer Abdeckung zu installieren.

Die Überwachungskamera misst 6,5 × 12,9 × 6,5 cm und wiegt mit 420 Gramm etwa 60 Gramm mehr als das Vorgängermodell und wird über eine Halterung an einer Wand montiert. Anders als die Eufycam 2 Pro bietet die neue Variante keine magnetische Halterung mehr. Eufy empfiehlt die Kamera in einer Höhe von zwei bis drei Metern zu montieren. Entsprechendes Befestigungsmaterial wie Dübel, Schrauben und Halterung sind im Lieferumfang enthalten.

Für den Betrieb der Homebase muss man diese per Ethernetkabel mit dem heimischen Router verbinden. Anders als die Vorgängerversion bietet die neue Homebase 3 keine Möglichkeit, sich per WLAN mit dem Router zu verbinden. Somit ist die Wahl des Aufstellorts etwas eingeschränkt.

Für die Einrichtung von Homebase 3 (S380) und Eufy S330 wird die Eufy-App benötigt. Um die App nutzen zu können, müssen Anwender bei Eufy ein Konto anlegen. Ein Installationsassistent begleitet die Einrichtung und informiert über die besonderen Funktionen von Homebase 3 und Eufycam 3. Dazu zählt etwa die Gesichtserkennung, die auf Basis eines Fotos eine Person identifizieren kann. Insgesamt ist die Inbetriebnahme von Homebase und Kamera sehr einfach und nach wenigen Minuten abgeschlossen (siehe auch Bildergalerie). Dabei wird die mitgelieferte Schnellstartanleitung, die auch in deutscher Sprache vorliegt, nicht benötigt, da sämtliche relevanten Hinweise für das Setup und der Montage auch in der App hinterlegt sind.

So funktioniert die Eufy S330 in der Praxis

Die Eufy-App bietet nach wie vor eine gute Übersicht. Anwender dürften sich daher schnell zurechtfinden. In der unteren Menüleiste befinden sich Schaltflächen für Geräte, Ereignisse, AI-Edge, Sicherheit und Erkunden. Die Startseite (Geräte) listet sämtliche verwendeten Eufy-Kameras mit einem Vorschaubild des letzten Ereignisses sowie relevante Informationen wie Energieversorgung, Netzwerkstatus und Anzahl registrierter Bewegungen auf. Die Anzeigereihenfolge können Anwender in den App-Einstellungen anpassen.

Unter Ereignisse finden Anwender sämtliche Videoaufnahmen der verwendeten Kameras mit Angaben zur Erkennung (Person, Haustier, Gesicht, Fahrzeug, Bewegung). Die Schaltfläche AI-Edge führt zu Informationen der in Verbindung mit der Homebase 3 eingeführten KI-Engine Bionic Mind. Dort lassen sich auch Gesichter in Form von Fotos hinzufügen.

Die Reichweite der Personenerfassung liegt zwischen zwei und acht Metern. Eine Gesichtserkennung erfolgt allerdings nur bis zu einer Entfernung von 4 Metern und nur, wenn die Kamera möglichst große Teile des Gesichts erfassen kann. Bei Gesichtern, die in einem horizontalen Winkel von mehr als 45 Grad oder einem vertikalen Winkel von mehr als 30 Grad erfasst werden, funktioniert die Erkennung nicht zuverlässig. Entsprechend diesen Einschränkungen hat die Gesichtserkennung im Test gut funktioniert. Unsere Katze hat die Lösung zuverlässig als Haustier identifiziert.

Während die Kamera bei der Bewegungserkennung zwischen Personen, Gesichtern, Haustieren und Fahrzeugen differenzieren kann, verschickt die App standardmäßig eine Benachrichtigung, sobald eine dieser Bewegungen erkannt wurde. Immerhin kann man Benachrichtigungen von Ereignissen mit bekannten Gesichtern in den Einstellungen der Homebase ausblenden.

Neben der Möglichkeit einen Aktivitätsbereich für die Bewegungserkennung festzulegen, können Anwender außerdem noch sogenannte Datenschutzzonen festlegen. Das ist insbesondere bei einer Ausrichtung der Kamera auf das Nachbargrundstück für einen DSGVO-konformen Betrieb nötig. Entsprechend konfigurierte Bereiche werden dabei geschwärzt (siehe auch Bildergalerie). Standortbezogenen Konfigurationen, die auch als Geofencing bekannt sind, unterstützt die Kamera ebenfalls.

Eufy S330: Das integrierte Solarpanel benötigt täglich zwei Stunden direkte Sonneneinstrahlung, um die Kapazität des 13.000 mAh starken Akku auf 100 Prozent zu halten.

Video- und Audioqualität

Die Kamera bietet ein Sichtfeld von 135 Grad und zeichnet Videos und Bilder mit einer Auflösung von bis zu 4K (3840 × 2160 Pixel) auf. Damit liefert sie deutlich schärferer Aufnahmen als Modelle, die nur Full-HD (1920 x 1080 Pixel) oder 2K (2304 × 1296 Pixel) bieten.

Vor allem beim Heranzoomen zeigen sich die Vorteile einer höheren Auflösung. Selbst etwas weiter entfernte Objekte lassen ich damit noch gut erkennen (siehe auch Bildergalerie). Die Qualität der Aufnahmen geht sowohl bei Tag als auch bei Nacht in Ordnung. Die hervorragende Bildqualität der kabelgebundenen PoE-Überwachungskamera Annke NCD 800 (Testbericht) erreicht die Eufy S330 allerdings nicht. Im Test gut funktioniert hat die Gegensprechfunktion. Personen waren auf beiden Seiten gut zu verstehen.

Eufycam 3 (S330): Die Integration in andere Smart-Home-Lösungen sieht Eufy nicht vor. Dank Community-App lassen sich Homebase und Kamera aber in Homey Pro integrieren. Damit stehen sie auch unter Apple Homekit zur Verfügung.

Smart-Home-Anbindung

Wie bei vielen anderen Überwachungskameras lässt auch die Smart-Home-Anbindung der Eufy S330 zu wünschen übrig. Grundsätzlich ist sie nur mit Amazon Alexa und Google Assistant kompatibel. Man kann also die Kamera per Sprache steuern oder das Livebild auf einem smarten Display wie Echo Show betrachten.

Die Anbindung an andere Smart-Home-Lösungen wie Apple Homekit oder Samsung Smartthings ist indes nicht vorgesehen. Immerhin existieren für Homey Pro (Testbericht) und Home Assistant (Testbericht) Community-Apps, mit der man die Eufy-Kamera und die Homebase einbinden kann. Die Ausgabe eines Livestreams ist unter Homey nicht möglich – lediglich ein Foto des letzten Ereignisses wird angezeigt. Dafür kann man die Sensordaten innerhalb von Homey für Automatisierungen nutzen und die Kamera auch unter Apple Homekit ansteuern. Den ONVIF-Standard unterstützt die Kamera nicht.

Was kostet die Eufy S330

Das Bundle mit zwei S330 (ehemals Eufycam 3) und einer Homebase 3 (S380) ist ab 288 Euro erhältlich. Gegenüber dem Verkaufsstart mit 599 Euro kostet sie somit fast nur die Hälfte.

Fazit

Mit der Eufy S330 (ehemals Eufycam 3) bietet die Anker-Marke Eufy nun auch eine kabellose Überwachungskamera mit 4K-Auflösung und farbiger Nachtsicht. Doch damit nicht genug. Dank der in der Homebase 3 integrierten KI-Engine Bionic Mind kann sie bei der Bewegungserkennung zwischen Menschen, Gesichtern, Fahrzeugen und Haustieren differenzieren und sorgt somit für weniger Fehlalarme respektive für relevantere Benachrichtigungen. So kann man etwa Benachrichtigungen zu Ereignissen mit bekannten Gesichtern ausblenden lassen.

Der Clou dabei: Bis Jahresende sollen fast sämtliche Eufy-Kameras mit der neuen Homebase 3 funktionieren, sodass auch sie über die darin integrierte KI inklusive Gesichtserkennung profitieren. Da ist es gut, dass man den mit 16 GByte für mehrere Kameras recht knapp bemessenen Speicher mittels 2,5-Zoll-Festplatten oder -SSDs ausbauen kann. Somit kann man auf eine kostenpflichtige Cloud-Anbindung, wie von anderen Herstellern bekannt, verzichten.

Eufy Eufycam C35 im Test: Mehrere Akkukameras mit Hub ohne Abo

Die Überwachungskamera C35 von Eufy gibt es einzeln, sie entfaltet ihr ganzes Potenzial aber erst im Set mit mehreren Geräten und Hub. Lohnt das günstige Modell?

VORTEILE

  • sehr kompakte Kameras, flexible Montage innen und außen
  • lokale Speicherung ohne Abo
  • Nachtsicht in Farbe oder Infrarot
  • Betrieb mit Hub oder direkt am Router
  • lokale KI-Erkennung für Personen, Fahrzeuge und Tiere + Gesichtserkennung mit Hub

NACHTEILE

  • nur Full HD mit 15 Bildern pro Sekunde
  • microSD-Karte nicht enthalten, freiwilliges Cloud-Backup kostet extra
  • nur potenziell störanfälliges 2,4-GHz-WLAN

Die Überwachungskamera C35 von Eufy gibt es einzeln, sie entfaltet ihr ganzes Potenzial aber erst im Set mit mehreren Geräten und Hub. Lohnt das günstige Modell?

Die kabellose, per Akku betriebene Eufycam C35 gibt es einzeln oder im Paket mit bis zu vier Kameras und Homebase Mini. Bis zu zehn Kameras lassen sich damit koppeln. Aber auch mit dem von uns getesteten 4-Cam-Kit lassen sich schnell und einfach draußen unterschiedliche Blickwinkel oder drinnen mehrere Räume abdecken. Im Mittelpunkt stehen der einfache Betrieb samt kabelloser Montage, lokale Speicherung ohne Abo und Farbnachtsicht als wählbare Alternative zum klassischen Infrarotbild. Dank Akku und geringer Baugröße findet sich fast überall ein Aufstellungsort. Im Test haben wir überprüft, ob das im Verbund mit einer begrenzten FHD-Auflösung und vergleichsweise niedriger Framerate im Alltag trotzdem überzeugen kann.

Design und Montage

Die C35-Kameras von Eufy sind auffallend kompakt. Mit Abmessungen von rund 6 × 9 × 5,5 cm lassen sie sich fast überall installieren oder aufstellen. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff und ist nach IP67 gegen Staub und starkes Spritzwasser geschützt. Entsprechend ist eine Installation drinnen oder außerhalb der warmen vier Wände möglich.

Die wenigen Bedienelemente an den Kameras sind zweckmäßig an der Unterseite positioniert und werden durch Gummikappen geschützt. Vorn liegen Linse, Mikrofon, eine Status-LED und ein kleiner LED-Scheinwerfer. Dazu kommen PIR-Sensor zur Bewegungserkennung, Lautsprecher für Zwei-Wege-Kommunikation, USB-C-Anschluss zum Laden der eingebauten Akkus, Synchronisierungsknopf für die erste Verbindungsaufnahme und ein Steckplatz für eine microSD-Karte.

Die Montage ist flexibel möglich. Im Lieferumfang ist für jede Kamera eine magnetische Halterung mit Kugelkopf zur flexiblen Ausrichtung enthalten, die alternativ angeschraubt werden kann. Dübel und Schrauben liegen bei. Damit lässt sich eine Kamera an Metall, an der Wand oder an einem hölzernen Dachüberstand problemlos befestigen, alternativ steht sie auf ebenem Untergrund ausreichend stabil. Die Anleitung empfiehlt eine aufrechte Montage, damit Wasser nicht in das Gehäuse läuft.

Eufy nennt als Orientierung eine Montagehöhe von unter 2 Metern und eine typische Erfassungsdistanz von etwa 7 Metern. Das passt für Eingänge und Terrassen, ist aber zu kurz für lange Einfahrten. Gegen Diebstahl sind die Kameras trotz Anbohren und erst recht nicht bei freier Aufstellung gesichert, da sie sich mit einem Handgriff von der Halterung lösen oder zusammen mit dieser entfernen lassen. Aufgrund der empfohlenen Installationshöhe stellt das ein Sicherheitsrisiko für die Außenüberwachung dar, da Diebe – zumindest bei Cams ohne Hub – den Beweis für ihre Tat problemlos entfernen können.

Ausstattung

Die akkubetriebenen C35-Kameras verbinden sich entweder direkt mit dem heimischen WLAN oder per WLAN mit der Homebase Mini. Die Verbindung funktioniert ausschließlich im 2,4-GHz-Band. Der Blickwinkel der Kameras liegt bei knapp 104 Grad und schafft so ein vergleichsweise moderat weitwinkliges Bild. Es bietet im Gegenzug im Vergleich zu deutlich weitwinkligeren Modellen wenig Verzerrung. Die Videoauflösung liegt bei 1.920 mal 1.080 Pixeln (Full HD) mit 15 Bildern pro Sekunde, das ist heute eher im Einstiegsbereich angesiedelt. Viele Konkurrenzmodelle arbeiten mit 2K oder sogar 4K und oft mit 20, 30 oder mehr Bildern pro Sekunde. Höhere Auflösung und höhere Frame-Anzahl helfen, bei Bewegung der Motive klare und deutliche Standbilder aus einem Video zu extrahieren, etwa, wenn es um die Identifizierung eines Einbrechers geht.

Auch der mit 1/2,9 Zoll vergleichsweise kleine Bildsensor deutet auf eine Platzierung im Einstiegssegment hin und zeigt, dass sich Eufy hier eher an preisbewusste Interessenten richtet. Dennoch gibt es als Highlight farbige Nachtsicht. Zusätzlich bieten die C35-Kameras neben dieser Pure Color genannten Funktion für Aufnahmen bei Dunkelheit zwei weitere Modi: Spotlights und Infrarot. Die IR-Reichweite beträgt rund 6 Meter.

Im Einzelkamera-Betrieb benötigt jede C35 eine microSD-Karte bis 256 GB als Aufnahmespeicher direkt im Gerät. Einen internen Speicher bietet die C35 nicht. Mit Homebase Mini reicht eine einzige microSD-Karte im Hub für alle verbundenen Kameras. Sie darf dort bis 1 TB groß sein, im Lieferumfang sucht man eine solche Erweiterungsmöglichkeit aber vergeblich. Es geht mit Homebase Mini, aber auch ohne, denn im Hub stehen knapp 8 GB interner Speicher für Aufnahmen zur Verfügung. Per Mikrofon nimmt die C35 Geräusche auf, über die App können Nutzer per kleinem Lautsprecher mit Personen vor der Kamera kommunizieren. Qualität und Lautstärke sind dabei aber gewohnt einfach.

Eufy-App

Bedienung und App

Die Einrichtung erfolgt über die Eufy-App. Hier werden die Geräte mit wenigen Klicks per QR-Code zum eigenen Zuhause hinzugefügt. Einzelne Kameras dürfen so auch ohne Hub direkt mit dem Router verbunden werden, mehr Funktionen und einfachere Handhabung verspricht aber die Verbindung direkt mit der Homebase Mini. Dann stehen zusätzliche Features wie lernende Gesichtserkennung, zentrale Speicherverwaltung und kameraübergreifendes Tracking von Personen oder Autos bereit. Ohne Hub gibt es nur eine Personen- statt Gesichtserkennung. Die KI-Funktionen laufen lokal auf den Geräten, nicht in der Cloud.

In der App lassen sich Sicherheitsmodi bestimmen. Dort kann pro Modus festgelegt werden, ob und wie lange aufgezeichnet wird, ob und welche Benachrichtigungen kommen und ob Alarme aktiv sind. Auch Zeitpläne sind vorgesehen. Das ist heute zwar weitgehend Standard, erleichtert das Zusammenleben mit den C35 aber in der Praxis deutlich. Die Eufy-Kameras bieten zudem einfache Sprachsteuerung per Amazon Alexa und Google Assistant. Apple Homekit wird hingegen nicht unterstützt. Weit mehr als der Aufruf des Live-Feeds der Kamera auf einem geeigneten Gerät ist aber per Sprache nicht möglich.

Für die Nacht bewirbt Eufy die C35 als Highlight mit Pure Color Vision, also farbiger Nachtsicht.  Allerdings muss trotzdem ein bestimmtes Mindestmaß an Umgebungshelligkeit vorhanden sein, da sonst Bildrauschen zunehmend sichtbar wird und Details verschluckt, sobald es zu dunkel ist.

Bildqualität

Bei Tageslicht liefern die C35-Kameras wegen der Full-HD-Auflösung zwar insgesamt brauchbare Aufnahmen, die aber nur begrenzte Details und Schärfe bieten. Gesichter sind auf kurzer Distanz zwar meist noch ausreichend erkennbar, feine Strukturen gehen aber mit zunehmender Distanz deutlich schneller verloren als bei 2K- oder gar 4K-Modellen. Für weitere Einschränkung sorgt Bewegung: Bei Full HD mit nur 15 Bildern pro Sekunde müssen Tier und Mensch, die sich schnell bewegen, schon nah an der Kamera vorbeikommen und die Beleuchtung ausreichend sein, um noch verwertbare Bilder zu liefern. Auch dann fehlt es aber einfach an Klarheit der Aufnahmen – auch wenn sich die niedrige FPS-Zahl deutlich weniger als befürchtet bemerkbar macht. Die Bilddynamik der Aufnahmen ist mittelmäßig, aber ausreichend. Der moderate Weitwinkel sorgt dafür, dass Motive nicht ganz so klein abgebildet werden.

Für die Nacht bewirbt Eufy die C35 als Highlight mit Pure Color Vision, also farbiger Nachtsicht. Im Alltag ist die durchaus hilfreich, weil Bewegungen besser einzuordnen und Bilder natürlicher als bei den typischen grauen IR-Nachtaufnahmen sind. Allerdings muss trotzdem ein bestimmtes Mindestmaß an Umgebungshelligkeit vorhanden sein, da sonst Bildrauschen zunehmend sichtbar wird und Details verschluckt, sobald es zu dunkel ist. Das machen Kameras mit größeren Bildsensoren besser und ist ein weiterer Fingerzeig auf den vergleichsweise niedrigen Preis der C35.

Auf Wunsch schaltet die Kamera selbstständig zu den typischen monochromen Nachtaufnahmen per Infrarot um. Das resultiert beim Umschalten kurz in einem komplett weißen Bildschirm, der erst nach etwas mehr als einer Sekunde einem scharfen und kontrastreichen Bild weicht. Da das unter Umständen zu lange dauern kann oder Aufnahmen gerade im Übergangsbereich von „noch hell genug“ zu „zu dunkel für Farbnachtsicht“ zu spät starten, ist es in absehbar (zu) dunkler Umgebung sinnvoll, ausschließlich auf IR-Nachtsicht zu setzen. Das lässt sich in der App problemlos entsprechend konfigurieren. Alternativ kann das begrenzte Licht der weißen Doppel-LED vorn helfen, erhöht aber auch die Chance auf Reflexionen.

Sonderfunktionen

Der wichtigste Pluspunkt der C35 ist der lokale Speicher ohne kostenpflichtiges Abo. Die Speicherung landet immer auf microSD-Speicherkarten – entweder in der C35 selbst oder im Hub, der alternativ auch internen Speicher bietet. Ohne Karte oder Hub gibt es keine Langzeitaufzeichnung. Erreicht der Speicher seine Kapazitätsgrenze, werden ältere Aufnahmen überschrieben.

Spannend ist außerdem die KI-Erkennung, die lokal auf den Geräten abläuft. Laut Hersteller werden Personen, Fahrzeuge, Tiere, Gesichter und Aktivitätszonen erkannt. Gesichtserkennung funktioniert dabei nur bei Verwendung der Homebase. Das alles funktioniert im Alltag gut, echte Fehlalarme kommen selten vor. Je nach Ausrichtung zur Kamera oder der Bewegungsgeschwindigkeit werden Personen aber regelmäßig nicht per Gesicht, sondern nur als unbekannte Person erkannt. Dann erfolgen Push-Informationen aufs Handy, obwohl die aufgenommene Person eigentlich bekannt sein und keine Push-Nachricht ausgelöst werden sollten.

Wer will, kann zusätzlich zur Speicherung von Videos auf Speicherkarte auch ein kostenpflichtiges Cloud-Backup wählen. Eufy nennt für einen Basistarif mit 30 Tagen Speicherung 3,99 Euro pro Monat und Kamera. Für einen Tarif für mehrere Kameras werden 14,99 Euro pro Monat genannt. Das ist optional, kann aber für Nutzer wichtig sein, die Aufnahmen auch bei Defekt oder Diebstahl von Kamera und/oder Hub samt Speicherkarte extern sichern möchten. Schade dabei: Dieses kostenpflichtige Abo ist auch dann nötig, wenn man das Web-Portal auf mysecurity.eufylife.com nutzen will. Ansonsten kann man dort nur übersichtlich die Live-View seiner Kameras am großen PC-Bildschirm im Browser nutzen. Bei uns funktionierte das im Firefox-Browser übrigens nicht, der Live-Feed wollte einfach nicht starten.

Auch Hardware-Extras bietet der Hersteller an. So gibt es einzelne Solarpaneele als Zubehör, und Eufy bietet auch Sets an, die Solarpanels bereits enthalten. Das reduziert bei sinnvoller Platzierung der Panels zumindest im Sommer die Ladeintervalle deutlich, hilft aber in der dunklen Jahreszeit nur begrenzt.

Akku

In den C35-Kameras steckt ein Akku mit 6.500 mAh. Dessen Laufzeit hängt stark von Einstellungen wie Auslöseempfindlichkeit, Clip-Dauer und Bewegungsaufkommen sowie der Außentemperatur ab. Es gibt drei Energiemodi: Einen Modus für optimale Akkulaufzeit, einen für mehr Überwachung und einen frei konfigurierbaren Modus. Jeder Modus begrenzt die maximale Länge der Eventclips, wobei längere Clips die Akkulaufzeit senken.

Im sparsamsten Modus sank der Akkustand im Test bei wenig Auslösung über rund drei Wochen nur um wenige Prozentpunkte. Hochgerechnet bedeutet das eine Laufzeit von theoretisch mehrere Monate mit einer Akkuladung. Wer allerdings eine Einfahrt oder Räume mit viel Bewegung überwacht, sollte deutlich kürzere Laufzeiten erwarten. Wir haben etwa eine ebenfalls im Test befindliche automatische Katzentoilette mit einer der Kameras überwacht – bei täglich rund 20 bis 30 Auslösungen reichte eine Akkuladung für rund 8 Wochen. Die Anleitung empfiehlt, die Kameras vor dem ersten Einsatz vollständig zu laden. Eine leere C35 benötigt etwa 4 Stunden zum Laden bei 5 Volt und 2 Ampere.

Preis

Eufy nennt für das C35-4-Kamera-Kit im eigenen Shop einen Preis von 379 Euro als UVP. Bei Amazon kostet das Set zum Testzeitpunkt nur 249 Euro. Das 2-Cam-Kit liegt bei 169 Euro. Für die Einzelkamera, die es in Schwarz, Weiß und Grün gibt, listet Geizhals.de einen Preis ab 80 Euro (Stand: 02/2026).

Fazit

Die Eufycam C35 punktet mit einfacher Montage und Inbetriebnahme und ist aufgrund der geringen Baugröße und Akku vielseitig einsetzbar. Zusammen mit der Homebase Mini und mehreren Cams lassen sich einfach und übersichtlich mehrere Räume innen oder multiple Ansichten außen im Blick halten. Ein weiterer Pluspunkt als Kit ist der zentrale lokale Speicher ohne kostenpflichtiges Abo und die erweiterte KI-Erkennung, die lokal auf dem Hub stattfindet.

Schade, dass die Bildtechnik nicht mit dem Komfort mithalten kann. Die ist zwar nicht schlecht, Full HD mit 15 Bildern pro Sekunde liefert aber insgesamt eher wenig Details. Das betrifft besonders weiter entfernte Motive. Die Farbnachtsicht hingegen ist hilfreich, auch wenn sie bei zu wenig Licht schnell Rauschen zeigt und das Umschalten auf IR bisweilen zu langsam ist. Insgesamt ist die C35 technisch und preislich allein oder als Set mit Homebase eher eine Einstiegslösung – aber eine gute.

ZUSÄTZLICH GETESTET

Reolink Go PT Plus

Eufy S230 4G LTE

Reolink Go PT Ultra

Reolink Argus 3 Pro

Reolink Argus PT Ultra

Reolink Argus PT

Imou Cell 3C

Eufy Solocam S220

Ezviz Elife 2K+

Arlo Ultra 2

Eufy Solocam S230

Ezviz CB8 2K

Reolink Trackmix Akku



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Künstliche Intelligenz

VR-Laufband Omni One wird offizielles Meta-Quest-Zubehör


Der US-Hersteller Virtuix ist dem „Made for Meta“-Programm beigetreten und damit ein offizieller Partner für Quest-Zubehör geworden. Dessen Produkt Omni One ist somit das erste VR-Laufband, das von Meta zertifiziert ist.

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Die Partnerschaft sieht vor, dass Virtuix Omni One mit den Headsets und Inhalten des Quest-Ökosystems kompatibel macht. Damit erhält Virtuix Zugang zur mit Abstand größten VR-Plattform, während Quest-Nutzer die Möglichkeit bekommen, VR-Spiele auf eine neue Art zu erleben.

Virtuix kooperierte zuvor jahrelang mit Metas Konkurrenten Pico und bot sein VR-Laufband zusammen mit einer angepassten Pico 4 Ultra Enterprise samt Controllern an.

Omni One ist ein VR-Laufband für den Heimbereich, das im Herbst 2024 in den USA auf den Markt kam. Auch wenn „VR-Laufband“ der geläufige Begriff für diese Art von Produkt ist, handelt es sich bei Omni One nicht wirklich um ein Laufband: Das Produkt besteht aus einer kreisrunden Schale, über die Nutzer mit speziellen Gleitschuhen laufen, während Fußtracker die Schritte in virtuelle Fortbewegung übersetzen. Für die nötige Sicherheit sorgen mehrere Gurte, die an einem beweglichen Arm befestigt sind.

Omni One soll die Illusion körperlicher Fortbewegung in virtuellen Welten erzeugen und zugleich Motion Sickness eindämmen. Nutzer sollen damit gehen, rennen, knien und springen können.

Virtuix vermarktete das Produkt bislang als VR-Komplettsystem aus Plattform, VR-Brille und Controllern sowie eigenem Spiele-Store. Zur Markteinführung umfasste dieses rund fünfzig bekannte VR-Spiele, die speziell für die Nutzung mit Omni One optimiert wurden. Darüber hinaus ist das Laufband auch mit PC-VR-Spielen kompatibel. Das System ist rund 1,2 m breit und wiegt 68 kg, soll sich dank integrierter Rollen jedoch vergleichsweise leicht durch den Raum bewegen lassen.

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Die US-Preise geben einen groben Anhaltspunkt dafür, wie teuer das Omni One in Europa werden könnte – falls es überhaupt nach Europa kommt.

Der aktuelle Preis für das System inklusive VR-Brille liegt bei 3.495 US-Dollar. Zusätzlich bietet Virtuix eine Variante für reine PC-VR-Nutzung an. Sie kommt ohne VR-Brille und Controller und enthält einen Bluetooth-Dongle für die drahtlose PC-Verbindung. Dieses Paket kostet 2.595 US-Dollar. Virtuix liefert bislang ausschließlich innerhalb der USA.

Wie sich die geplante Integration ins Quest-Ökosystem auf diese Pakete, Preise und Verfügbarkeit auswirken wird, ist noch unklar. Virtuix will zu einem späteren Zeitpunkt weitere Details zur Produktkompatibilität und zum Zeitplan bekannt geben. Dem VR-Fachblog Road to VR sagte Virtuix-CEO Jan Goetgeluk, man wolle eine große Zahl von Quest-Spielen für das System nutzbar machen.

VR-Laufbänder sind weiterhin ein Nischenprodukt, weshalb Virtuix nur wenig direkte Konkurrenz hat. Im „Made for Meta“-Programm ist das Omni One nicht das einzige ungewöhnliche Quest-Zubehör. Meta listet dort auch einen motorisierten Drehstuhl sowie zwei Haptikwesten als Immersionsverstärker. Darüber hinaus sind Produkte größerer Partner wie Logitech und Anker vertreten.


(tobe)



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Künstliche Intelligenz

Microsoft: 50 Milliarden US-Dollar für den KI-Ausbau im globalen Süden


Der US-Technologiekonzern Microsoft hat angekündigt, bis zum Ende dieses Jahrzehnts 50 Milliarden US-Dollar in den Ausbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz (KI), die Qualifizierung von Fachkräften und Innovationen in Ländern des Globalen Südens zu investieren. Die Ankündigung erfolgte auf dem India AI Impact Summit in Neu-Delhi, wo in dieser Woche Führungskräfte globaler Techkonzerne mit politischen Entscheidungsträgern über die Zukunft der KI diskutieren.

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Zugleich äußerten sich Brad Smith, Präsident von Microsoft, und Natasha Crampton, Chief Responsible AI Officer von Microsoft, in einem Blogeintrag, in dem sie die Pläne darlegen, besorgt über die wachsende Kluft im Bereich KI zwischen sogenannten Industrie- und Entwicklungsländern. „Künstliche Intelligenz verbreitet sich mit beeindruckender Geschwindigkeit, doch ihre Akzeptanz ist weltweit nach wie vor sehr ungleichmäßig“, schreiben sie. „Wir müssen dringend handeln, um die wachsende KI-Kluft zu überwinden.“

Laut einem aktuellen Microsoft-Bericht (PDF) ist die Nutzung von KI im Globalen Norden etwa doppelt so hoch wie im Globalen Süden. Der „Globale Süden“ bezieht sich auf Entwicklungsländer, Schwellenländer oder Länder mit niedrigerem Einkommen, die sich überwiegend in der südlichen Hemisphäre befinden. Und die Kluft wird immer größer. „Diese Ungleichheit wirkt sich nicht nur auf das nationale und regionale Wirtschaftswachstum aus, sondern auch darauf, ob KI ihr allgemeines Versprechen, Chancen und Wohlstand weltweit zu fördern, einlösen kann“, so Smith und Crampton.

Mit einem historischen Vergleich dringen die Microsoft-Führungskräfte auf Lösungen: „Seit mehr als einem Jahrhundert verschärft der ungleiche Zugang zu Elektrizität die wachsende wirtschaftliche Kluft zwischen dem Globalen Norden und Süden. Wenn wir nicht dringend handeln, wird eine wachsende KI-Kluft diese Ungleichheit im kommenden Jahrhundert weiter verstärken.“ Microsoft sei als Unternehmen entschlossen, „eine ambitionierte und konstruktive Rolle“ bei der Verbreitung von KI im Globalen Süden zu übernehmen. Bis zum Ende des Jahrzehnts wolle man dafür 50 Milliarden US-Dollar investieren, so die Ankündigung.

Das fünfteilige Programm konzentriert sich auf den Aufbau einer KI-Infrastruktur, die Ausweitung von Qualifizierung, die Stärkung mehrsprachiger und multikultureller Fähigkeiten, die Förderung lokaler Innovationen und die Messung der Verbreitung von KI als Grundlage für künftige KI-Strategien und -Investitionen.

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Allein im letzten Geschäftsjahr investierte Microsoft nach eigenen Angaben mehr als acht Milliarden US-Dollar in die Infrastruktur von Rechenzentren im Globalen Süden, darunter in Indien, Mexiko, Afrika, Südamerika, Südostasien und im Nahen Osten. Darüber hinaus kündigte das Unternehmen KI-Investitionen in Höhe von 17,5 Milliarden US-Dollar in Indien an, einem der weltweit am schnellsten wachsenden digitalen Märkte. Erst Anfang des Jahres warnte Smith vor Chinas Dominanz in Schwellenländern und mahnte in der Financial Times Investitionen internationaler Entwicklungsbanken an.


(akn)



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