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Digital Business & Startups

+++ Buena +++ Left Lane Capital +++ Blockbrain +++ One100 +++ Remberg +++


Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Donnerstag, 19. Februar).

#STARTUPLAND: Noch 27 Tage!

The next unicorn? You’ll meet it at STARTUPLAND

+++ Am 18. März findet im RheinEnergieStadion in Köln unsere dritte STARTUPLAND Conference statt. Es erwartet Euch wieder eine faszinierende Reise in die Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer:innen, lehrreichen Interviews und Pitches, die begeistern. Mehr über STARTUPLAND

Live im STARTUPLAND: Björn Keune (Invincible Brands)

Wachstum, Reichweite, Exit – Björn Keune erreichte mit Invincible Brands, was viele Gründer:innen antreibt. Doch hinter dem sichtbaren Erfolg entwickelte sich ein persönlicher Ausnahmezustand. Im STARTUPLAND spricht Keune offen über die Kehrseite des unternehmerischen Hochleistungsmodus: über Druck, Kontrollverlust und den Moment, in dem klar wurde, dass das eigene System nicht mehr trägt. Ein ehrliches Gespräch über die Schattenseiten von Erfolg, über Ambition, die kippen kann – und über die Learnings eines Gründers, der gemerkt hat, dass die größten Probleme oft entstehen, lange bevor sie in Umsatz, Wachstum oder KPIs sichtbar werden.

#STARTUPTICKER

Buena
+++ Ein Kracher folgt auf den nächsten! Erst im Sommer des vergangenen Jahres sammelte das Berliner PropTech Buena imposante 58 Millionen US-Dollar ein – unter anderem von GV (ehemas Google Ventures), 20VC (Harry Stebbings), Stride und Capnamic Ventures. Inzwischen ist nach unseren Informationen auch der milliardenschwere New Yorker Investor Left Lane Capital bei Buena eingestiegen. Left Lane, das nun rund 8 % an Buena hält, ist hierzulande unter anderem bei Choco, Holy und Kittl investiert. Das Berliner PropTech Buena, das von Matthias Möller, Moritz von Hase, Din Bisevac und Jan Mundin geführt wird, positioniert sich als digitale Hausverwaltung. Zur Strategie gehört dabei auch die „Übernahme und Digitalisierung bestehender Hausverwaltungen“. Zuvor war das Unternehmen, 2016 von Moritz von Hase und Thilo Konzok (bereits ausgeschieden) gegründet, als Home unterwegs. Seit 2022 führt der ehemalige YouTube-Star Bisevac das neu gestartete Unternehmen. Capnamic, EQT Ventures. Redalpine und FJ Labs investierten 2020 11 Millionen Euro in das PropTech. Bis Ende 2023 flossen insgesamt rund 20 Millionen in Buena bzw. Home. Das Investment von Left Lane Capital zeigt, das Unternehmen ist weiter extrem gut unterwegs. Mehr über Buena

Blockbrain
+++ StartupsToWatch: Blockbrain. Das Startup aus Stuttgart, 2022 gegründet, möchte Unternehmen dabei helfen „Fachwissen, Prozesse und Entscheidungslogiken sicher zu digitalisieren und organisationsweit nutzbar zu machen“. Der Münchner Investor Alstin Capital, der Londoner Geldgeber 13books Capital, die HARTING Familienstiftung, Giesecke+Devrient Ventures, Landesbank Baden-Württemberg Ventures und Mätch VC investierten gerade17,5 Millionen Euro in das Unternehmen. Insgesamt flossen bisher 22,5 Millionen in Blockbrain. „Blockbrain macht internes Know-how aus Dokumenten und dem Expertenwissen der Teams als Knowledge Bots schnell nutzbar, DSGVO-konform und ohne aufwändige Programmierung“, sagt Benjamin Kleinschnitz von Alstin Capital zum Investment. Mit dem frischen Kapital möchte das Blockbrain-Team den Vertrieb ausbauen sowie die „Marktpräsenz in Europa und Großbritannien“ forcieren. Mehr über Blockbrain

One100
+++ Neustart mit Telefonsystem. Die hokify-Gründer Simon Tretter, Karl Edlbauer und Daniel Laiminger, die ihr Startup 2024 an karriere.at verkauft haben, starten wieder durch – und zwar mit One100. Hinter dem Startup aus Weyregg am Attersee verbirgt sich eine „KI-Telefonassistentin für Arztpraxen“. Dabei geht es unter anderem um die Annahme von Anrufen, das Buchen von Terminen und die Annahme von Rezeptwünschen. Alles Themen, die viele Praxen im hektischen Alltag viel Zeit kosten. „Viele glauben, alles läuft online. Der Praxisalltag zeigt etwas anderes: Egal über welchen Kanal gebucht wird, Sprache bleibt zentral. Genau dafür bauen wir One100“, sagt Gründer Edlbauer. Neben One100 bearbeiten noch etliche andere Startups das Segment – etwa fonio.ai, mediform oder vitas. Mehr über hokify

Remberg
+++ Lesenswert! Das Handelsblatt blickt hinter die Kulissen von Remberg. Das Münchner Startup, 2018 gegründet, setzt auf „eine intelligente Instandhaltungsplattform für Industrieunternehmen“. „Die Zahl der Kunden liege im dreistelligen Bereich, darunter bekannte Namen wie Edeka, Isar Aerospace und Vaillant“, heißt es im Bericht. In den vergangenen Jahren sammelte das Team bereits rund 30 Millionen Euro ein – unter anderem von Acton Capital. (Handelsblatt) Mehr über Remberg

Advisor
+++ Ein gut gewählter Advisor kann ein wichtiger Hebel in der Gründungsphase von Startups sein: Als Sparringspartner, Priorisierungshelfer, Zugang zum Netzwerk, nicht im Tagesgeschäft involviert, aber nah genug, um Orientierung zu geben. Mehr im Gastbeitrag von Leon Piotrowski und Max Illmer

Startup-Radar
+++ Es ist wieder soweit – neue Startups stehen in den Startlöchern! Hier sind einige spannende junge Unternehmen, die man kennen sollte. Heute werfen wir einen Blick auf diese Neugründungen: VoxDesk.ai, Fintalo, DECD, ParaStruct und Avientus. Mehr im Startup-Radar

#DEALMONITOR

Investments & Exits
+++ Metafuels sammelt 24 Millionen ein +++ ewigbyte erhält 1,6 Millionen +++ Organigram kauft Sanity Group (Bewertung: 250 Millionen). Mehr im Deal-Monitor

Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3



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5 Kölner Startups, die vor dem großen Durchbruch stehen


#StartupsToWatch

Wie vielfältig das Kölner Startup-Ökosystem ist, zeigt die aktuelle Cologne Masterclass. Die Unternehmen decken unterschiedlichste Bereiche ab – darunter MindElevate, Sacred Valley Tech, Eco2Grow, pooldown und ElarixLabs. Investor:innen sollten diese Startups aufmerksam verfolgen.

5 Kölner Startups, die vor dem großen Durchbruch stehen

Mit der Cologne Masterclass zeichnen KölnBusiness und ihre Partner jährlich herausragende Startups aus der Region aus und machen sie für Investor:innen sichtbarer. Die Startups werden aus den Programmen der lokalen Ökosystemakteure nominiert und erhalten im Rahmen der Masterclass Marketingunterstützung sowie die Chance, beim Matching Day vor hochkarätigen Investorinnen und Investoren zu pitchen.

Die Cologne Masterclass 2025 zeigte einmal mehr, wie vielfältig und innovativ das Kölner Startup-Ökosystem ist. Von Digital Health über Kommunikationslösungen bis zu Tech- und Softwareentwicklungen – die Bandbreite der nominierten Unternehmen war beeindruckend. Am 29. Januar fand mit dem Matching Day der Höhepunkt der Cologne Masterclass 2025 statt. Hier ein Rückblick auf die letzten fünf der 15 Startups, die es in die Cologne Masterclass 2025 geschafft haben.

MindElevate – Mentale Gesundheit im Arbeitsalltag
MindElevate macht mentale Gesundheit im Arbeitsalltag zum Lifestyle – präventiv, positiv und alltagstauglich. Im Fokus stehen der Aufbau mentaler Stärken wie Resilienz, Fokus und Selbstbewusstsein. Das Kölner Startup unterstützt Arbeitnehmer:innen mit individuellen, KI-gestützten Trainingsplänen, kurzen Routinen und dem AI Personal Coach „Peach“, der Nutzer:innen im Arbeitsalltag begleitet und stärkt.

Sacred Tech Valley – KI-Plattform für zirkuläre Mode
Das Kölner Startup Sacred Valley Tech entwickelt mit „Sally“ die erste KI-gestützte Plattform für zirkuläre Mode, die Nachhaltigkeit für Verbraucher und Marken gleichermaßen einfach und profitabel macht. Über Sally erhält jedes Kleidungsstück ein neues Leben – durch Wiederverkauf, Tausch, Reparatur, Spende oder Recycling. Dank digitaler Produktpässe (DPPs), die bald EU-Pflicht werden, verdienen Marken bei jeder zirkulären Bewegung eines Produkts mit.

Eco2Grow
Das Kölner Startup ECO2GROW entwickelt einen integrierten, KI-gestützten Energieversorger für den industriellen Mittelstand. So soll Unternehmen der Zugang zu 100 Prozent erneuerbarer Energie ermöglicht werden – zuverlässig, kosteneffizient und ohne Komplexität. Die Plattform des Startups unterstützt Unternehmen bei der optimalen Strombeschaffung, steuert Solar- und Batteriesysteme und koordiniert Lastprofile in Echtzeit. Damit stärkt sie die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und trägt zugleich dazu bei, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen weiter zu reduzieren.

pooldown
Das Kölner Startup pooldown entwickelt ein besonders designtes Kältetherapie-System für die herkömmliche Badewanne und macht damit kontrollierte, sichere Kältetherapie erstmals alltagstauglich. Die Kältetherapie soll nicht länger eine Nischenanwendung sein, sondern zu einem breit zugänglichen und selbstverständlichen Bestandteil von Regeneration, präventiver Gesundheitsvorsorge und Leistungssteigerung werden.

Elarix Labs – KI-Tool zur Beschleunigung von Entwicklung und Forschung
Elarix Labs, ein Spin-off des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), entwickelt eine KI-gestützte Plattform, die Forschungs- und Entwicklungsprozesse in Chemie und Materialwissenschaft deutlich beschleunigt. Die Software kombiniert Labordaten, vorhandenes Wissen und digitale Modelle zu klaren Handlungsempfehlungen. Unternehmen können so Risiken minimieren, Versuche präziser planen und Ressourcen effizienter einsetzen – und gelangen schneller vom ersten Konzept zum einsatzbereiten Material.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln beleuchten wir das dynamische Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind die Bedingungen für Gründer:innen, welche Investitionen fließen in innovative Ideen und welche Startups setzen neue Impulse? Rund 800 Startups haben Köln bereits als ihren Standort gewählt – unterstützt von einer lebendigen Gründerszene, einer starken Investor:innen-Landschaft sowie zahlreichen Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents. Als zentrale Anlaufstelle für die Startup- und Innovationsszene stärkt die KölnBusiness Wirtschaftsförderung die Rahmenbedingungen für Gründer:innen, vernetzt sie mit Investor:innen und bietet gezielte Unterstützung. Diese Rubrik wird unterstützt von KölnBusiness. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness
Foto (oben): Shutterstock





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Gründen mit 14: Ein Startup aus dem Kinderzimmer


Gründen mit 14: Ein Startup aus dem Kinderzimmer

Proof, dass man nicht erst Abi braucht, um loszulegen.
Dominik Schkalei; Collage: Gründerszene

Tagsüber Mathe, Deutsch und Englisch, abends Produktionspläne, Investorengespräche und Software-Roadmap. Während andere Neuntklässler Fortnite spielen, baut Dominik Schkalei aus seinem Kinderzimmer heraus ein Startup. Der 14-Jährige ist Gründer von Nudaim3D, einem 3D-Druckservice aus Daun – einer Kleinstadt in der Eifel.

Plötzliche Bekanntheit erreichte der Jugendliche, der regelmäßig seinen Alltag auf LinkedIn teilt, weil er seit kurzem einen Investor via LinkedIn-Aufruf sucht. Uwe Schüder, auch bekannt als Flying Uwe und Gründer von Smilodox, wurde so auf den Schüler aufmerksam: Der Fitness-Influencer und Unternehmer teilte wiederum Dominiks Geschichte auf LinkedIn und machte den jungen Gründer damit schlagartig sichtbar.

Ein 14-Jähriger, der nicht nur ein eigenes Startup aufbaut? Das blieb nicht lange unkommentiert.

Flying Uwe: „Das motiviert sogar mich“ 

Flying Uwe sei eher zufällig auf den LinkedIn-Beitrag des 14-Jährigen gestoßen, sagt er im Gespräch mit Gründerszene. Und war direkt begeistert. „Ich finde es grundsätzlich richtig cool, wenn junge Leute sich einfach was trauen“, sagt der Fitness-Influencer. Gerade im Vergleich zu Gleichaltrigen falle Dominik auf. „In seinem Alter spielen die meisten Fortnite oder hängen an der Playstation. Aber er ist halt schon sehr kreativ und geschäftlich unterwegs.“ 

Schüder teilte deshalb Dominiks Post mit seiner Community und setzte damit eine Reichweiten-Dynamik in Gang. Für Dominik Schkalei kam das völlig überraschend. Als er durch seine Benachrichtigungen scrollte und plötzlich den Beitrag des Fitness-Influencers sah, musste er erst einmal checken, ob es wirklich um ihn geht. „Das war ein sehr überraschendes Gefühl“, sagt er. „Ein YouTuber, den ich früher selbst geschaut habe, postet über mich. Das ist schon ziemlich surreal.“ 

Was Nudaim3D eigentlich macht 

Worum geht es bei Schkaleis Startup: Nudaim3D entwickelt 3D-gedruckte NFC-Schlüsselanhänger mit Firmenlogo, die klassische Visitenkarten und Giveaways ersetzen sollen. Hält man ein Smartphone an den Anhänger, öffnet sich eine hinterlegte URL. 

„Wenn sich bei einer Visitenkarte die Telefonnummer oder Domain ändert, kannst du alles wegwerfen“, sagt der 14-Jährige. „Bei NFC-Chips änderst du einfach die URL.“ Zusätzlich entsteht eine anpassbare Mikroseite. Gastronomen können dort etwa digitale Speisekarten oder Stempelkarten hinterlegen, Servicedienstleister ihre Kontaktdaten, Messeaussteller ihre Angebote. Zielgruppe sind vor allem Messeaussteller und Serviceunternehmen, die mehr wollen als Kugelschreiber mit Logo.

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Vom 3D-Spiel zum Werbemittel-Startup 

Angefangen habe alles mit Kreativität, nicht mit Business. Der Jugendliche entwickelte zunächst 3D-Spiele, modellierte Figuren und wollte sie irgendwann nicht nur auf dem Bildschirm sehen. „Ich wollte meine Sachen anfassen können“, sagt er. 

Seine Eltern unterstützten ihn dabei und kauften einen 3D-Drucker. Aus einem Hobby wurde schnell mehr. Als er später für seinen eigenen 3D-Service nach Werbemitteln suchte, stellte er fest: Der Markt überzeugte ihn nicht. „Ich wollte etwas schaffen, das im Kopf bleibt.“ 

Gründen mit 14 – für ihn offiziell erlaubt 

Was viele nicht wissen: Dominik Schkalei durfte sein Unternehmen nicht einfach so gründen, weil er minderjährig ist. Dank einer gerichtlichen Genehmigung hat er im Alter von 13 Jahren die volle Geschäftsfähigkeit erlangt.  

„Ich nutze diese Geschäftsfähigkeit jeden Tag, um Projekte umzusetzen, die andere manchmal für unmöglich halten“, sagt er. „Dank der gerichtlichen Genehmigung kann ich Verträge unterschreiben, Investoren aufnehmen und ganz normal unternehmerisch handeln – Dinge, die für Minderjährige sonst schlicht nicht möglich sind.“ Verträge, Investoren, Kunden, all das läuft rechtlich sauber. 

Schule, Startup, Nachrichtenflut 

Der Alltag des 14-Jährigen ist eng getaktet: Vormittags Schule, nachmittags und abends kümmert er sich um sein Business. Wenn ein solcher LinkedIn-Post dann überraschend  viral geht, kommen plötzlich hunderte Nachrichten, neue Kontakte, erste Aufträge. 

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„Dann ist man schon mal überfordert“, sagt er offen. Seine Strategie: anfangen, priorisieren, abarbeiten. Komplett stressfrei sei das nicht, aber machbar. „Es ist vereinbar, wenn man sich wirklich strukturiert.“ 

So meistert er seinen Alltag, Schule und sein Startup: 

  • Prioritäten setzen: 
    Zwischen Schule, Familie, Freunden und Startup funktioniert nichts ohne Planung. Unterricht und schulische Leistungen bilden die Grundlage, das Startup läuft in festen Zeitfenstern daneben. In besonders intensiven Phasen setzt er klare Tagesziele und arbeitet sie Schritt für Schritt ab.
  • Dinge ausprobieren: 
    Testen, Fehler machen, lernen. „Nicht abgeschreckt sein, sondern einfach machen“, sagt er. 
  • Dranbleiben und Geduld haben: 
    Erfolg kommt nicht über Nacht. „Außer vielleicht bei LinkedIn“, sagt er mit einem Grinsen. Wichtig sei, sich mit erfahreneren Leuten zu vernetzen, und nicht aufzugeben. 

„Alter steht in keiner Relation zu Qualität“ 

Für Flying Uwe ist Dominik mehr als eine virale LinkedIn-Geschichte. Was den Fitness-Influencer besonders beeindruckt, ist die Mentalität des 14-Jährigen. „Er übertritt einfach die Hemmschwelle“, sagt Uwe. „Er hat keine Furcht, er hat ein Ziel, folgt dem aus seinem Herzen und zieht das einfach eiskalt durch.“ 

Diese Haltung erinnere den Unternehmer an seine eigene Jugend. „Ich habe mit 14 mit Kung-Fu angefangen und hatte sofort Ziele“, erzählt er. Schon damals habe er Menschen motivieren wollen. „Deswegen kann ich mich damit voll identifizieren.“ 

Umso weniger Verständnis hat Uwe für die Skepsis mancher Beobachter. „‚Oh, viel zu jung‘ – warum viel zu jung?“, sagt er. „Ist doch Hammer. Der ist jetzt schon weiter als alle anderen.“ 

Dass sein Alter polarisiert, weiß der 14-Jährige. „Sehr viele Leute beurteilen Menschen nach ihrem Alter“, sagt er. „Dabei steht Alter in keiner Relation zu Qualität.” Berechtigte Kritik nutze er für Verbesserungen. Pauschale Skepsis bringe ihn nicht weiter. 

Flying Uwe sieht das ähnlich. „Ab wann ist denn das richtige Alter?“, fragt der Influencer. „Das weiß keiner.“ Entscheidend seien Idee, Nutzen und Umsetzung – nicht das Geburtsjahr. 

Kurz vor Marktstart, auf Investorensuche 

Technisch stehe das Startup von Dominik Schkalei kurz vor dem Marktstart. Die Schlüsselanhänger seien nahezu fertig, die Software solle bis Ende Februar in einer ersten Version stehen. Jetzt sucht der 14-Jährige öffentlich nach einem Co-Investor. Ein Investor sei bereits an Bord. 

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Das Ziel: 100.000 Euro, um die Produktionskapazitäten auszubauen und über Werbemittelagenturen zu skalieren. „Ich suche einen Komplementärinvestor“, sagt er. Also jemanden, der fachlich ergänzt, etwa in Software oder Produktentwicklung. 

Er denkt groß: In einem Jahr will er mit einer eigenen Druckfarm in den größten Werbemittelagenturen Deutschlands gelistet sein. 





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Diese Commerce-Tools sollten Gründer:innen kennen


2026 ist Commerce vor allem eins: ein Systemtest. Nicht für das Shopsystem allein, sondern auch für das Zusammenspiel aus Zahlungsarten, Produktdaten, Suche, Fulfillment und Performance. Wer wächst, merkt schnell: Kleine Reibungen summieren sich. Ein langsamer Checkout kostet Abschlüsse, schlechte Produktsuche kostet Warenkörbe, verstreute Produktdaten kosten Zeit und Nerven. Gleichzeitig steigen die Erwartungen: Kund:innen wollen sofort finden, was sie suchen, flexibel bezahlen und verlässlich beliefert werden – egal ob D2C, B2B oder Multichannel.

Um hier Orientierung zu geben, werten wir jährlich tausende Tools nach Nutzerzahlen und Bewertungen aus. Für den OMR Reviews Top 100 Report 2026 sind erneut tausende Bewertungen in das Ranking eingeflossen. Der Auszug zeigt, welche Commerce-Tools 2026 in der Praxis überzeugen.

Order & Ops: Multichannel sauber skalieren, Prozesse automatisieren

Billbee: Auftragsabwicklung & Artikelverwaltung für Multichannel

Billbee automatisiert zentrale E-Commerce-Prozesse rund um Bestellabwicklung, Rechnungen und Bestands-Sync. Besonders relevant für wachsende Shops: viele Integrationen (Marktplätze, Shops, Versand, Payments, Buchhaltung) und wiederkehrende Workflows, die man nicht mehr manuell klicken will. 

Ideal für: D2C- und Multichannel-Händler, die schnell Ordnung in Bestellungen, Rechnungen und Bestände bringen wollen, ohne ERP-Großprojekt.

Payments & Checkout: mehr Kaufabschlüsse, mehr Optionen, weniger Friktion

Mollie: Payment Service Provider mit breiter Abdeckung

Mollie ist ein europäischer PSP aus den Niederlanden mit cloudbasierter Payment-Plattform. Die Lösung integriert „alle relevanten Zahlungsmethoden“ und wird von über 250.000 Kund:innen genutzt. Für die technische Anbindung gibt es Plugins/Module/Integrationen für gängige Shop-Systeme; Ziel ist eine einfache Implementierung und kontinuierliche Optimierung digitaler Zahlungsprozesse. 

Ideal für: Gründer:innen, die schnell live gehen und später modular erweitern wollen

easyCredit-Ratenkauf: Ratenzahlung als Conversion-Hebel

Ratenkauf/BNPL wird für viele Zielgruppen ein Conversion-Hebel, besonders bei höheren AOVs und preissensiblen Käufen.

easyCredit-Ratenkauf ermöglicht Ratenzahlungen für E-Commerce, stationären Handel und Direktvertrieb; im Report genannt sind Warenkörbe von 200 bis 10.000 Euro sowie Laufzeiten von 2 bis 60 Monaten, plus Integration per Plugin im Shop oder am Point of Sale. 

Ideal für: Händler mit höherem Warenkorb (z. B. Möbel, Elektronik, Premium-D2C), die Kaufabbrüche reduzieren und mehr Zahlungsflexibilität bieten wollen.

Onsite Search & Product Discovery: bessere Produktsuche = mehr Umsatz

DooFinder: KI-basierte Suche & Discovery

Suche ist häufig der profitabelste „UX-Fix“ im Shop: Wer sucht, hat Kaufintention. Schlechte Suche = teure Ads verpuffen. DooFinder ist eine KI-basierte Such- und Entdeckungssoftware für E-Commerce. Sie liefert personalisierte Treffer basierend auf Echtzeit-Präferenzen, ohne Ladezeiten zu beeinflussen. Durch Analyse des Suchverhaltens sollen auch komplexe Anfragen präzise beantwortet und Trends vorhergesagt werden. 

Ideal für: Shops mit großem Sortiment, bei denen „Suchen“ der wichtigste Kaufpfad ist.

Luigi’s Box: Suche + Recommender + Shopping Assistant

Luigi’s Box liefert ein Paket aus intelligenter Suche (u. a. Autocomplete und Sprachverarbeitung) plus Recommender für personalisierte Up-/Cross-Sells. Dazu kommen Product Listing Funktionen wie dynamische Filter und Merchandising-Optionen sowie ein Shopping Assistant für interaktive Kaufberatung. Analytics überwachen Interaktionen und zeigen Optimierungspotenziale. Das Tool denkt Discovery breiter als „Search-Bar“: Navigation, Empfehlungen und Assistenten zahlen direkt auf AOV und Conversion ein.

Ideal für: Commerce-Teams, die Suche nicht nur „besser“, sondern als Product-Discovery-System mit messbarem Uplift (Navigation, Empfehlungen, Warenkorb) aufstellen wollen.

Product Information Management: Daten als Wachstumsmotor

4ALLPORTAL: Modulare Plattform, die DAM & PIM verbindet

Sobald du mehr als einen Kanal bespielst (Shop, Marktplätze, B2B, Retail), entscheidet PIM/DAM darüber, ob du skalierst oder im Excel-/Asset-Chaos versinkst. 4ALLPORTAL verbindet DAM und PIM, um Medien und Produktdaten zentral zu verwalten und automatisiert in Kanäle zu distribuieren. Es gibt eine RESTful API zur Anbindung an Drittsysteme (z. B. ERP/CRM), automatisierte Workflows, KI-gestützte Verschlagwortung, präzise Rechteverwaltung und Support für den digitalen Produktpass.

Ideal für: Startups, die Content & Produktdaten zentral steuern wollen

entitys.io: „schlankes“ PIM für den B2B-Mittelstand

Schlanke PIMs sind spannend, wenn du früh Struktur willst, ohne Enterprise-Overhead. entitys.io positioniert sich als PIM für den B2B-Mittelstand: „schlank, schnell einsatzbereit“ und ohne teure Partnerabhängigkeiten. Es macht komplexe Produktdaten und Strukturen flexibel steuerbar, unterstützt von Automatisierungen und KI. Das funktioniert unter anderem durch moderne Import/Export-Engines, intuitive UI und ein transparentes SaaS-Modell

Ideal für: B2B-Startups, die früh eine „Single Source of Truth“ für Produktdaten brauchen, ohne sich Enterprise-Overhead einzukaufen.

Multichannel Operations: Bestellungen, Bestände, Rechnungen automatisieren

Billbee: Multichannel-Retail mit starker Prozessautomatisierung

Billbee automatisiert Auftragsabwicklung und Artikelverwaltung: Es zentralisiert Prozesse und bietet 120+ Schnittstellen zu Marktplätzen, Shopsystemen, Versand- und Zahlungsdienstleistern sowie Buchhaltungstools. Workflows automatisieren wiederkehrende Aufgaben; Kernfunktionen sind Bestellabwicklung, Rechnungserstellung/-versand sowie Echtzeit-Synchronisation von Beständen. 

Ideal für: Multichannel-Startups, die Backoffice und Bestände skalieren müssen, bevor ein großes ERP-Projekt sinnvoll ist.

2026 wird Commerce-Tech: datenfokussierter, conversion-näher, und modularer

Das Top-100-Rankings zeigt deutlich: 2026 entscheidet sich Wachstum daran, wie gut die Bausteine hinter dem Shopsystem zusammenspielen. Genau deshalb tauchen im Report vor allem Tools auf, die direkt an Conversion und operativer Skalierung ansetzen. Für Gründer:innen und Early-Teams ist die wichtigste Erkenntnis: Nicht der größte Stack gewinnt, sondern der sauberste. 

Was heißt das konkret?

1) Fix erst den Geldfluss: Payment & Checkout

Wenn dein Checkout nicht frictionless ist, bringt dir jeder zusätzliche Marketing-Euro weniger. Ein verlässlicher PSP und Zahlungsoptionen, die zu deinem Warenkorb passen, sind häufig der schnellste Hebel.

2) Automatisiere Ops, bevor du „mehr Kanäle“ aufmachst

Multichannel klingt nach Wachstum, ist aber ohne Automatisierung oft nur mehr Komplexität. Tools für Order- und Bestellprozesse sind im Report nicht ohne Grund prominent: Sie verhindern, dass dein Team im Wachstum in Support-Tickets und manuellen Workflows untergeht. 

3) Suchfeld = Umsatzmaschine

Bei größeren Sortimentsbreiten entscheidet die Onsite Search oft stärker über Umsatz als die Startseite. Wenn Nutzer:innen nicht finden, was sie suchen, verlierst du sie. Dass Search/Discovery-Tools im Ranking auftauchen, ist ein klarer Hinweis, dass viele Shops hier nachrüsten. 

4) Produktdaten sind kein Backend-Thema

Spätestens wenn du Varianten, Bundles, internationale Kanäle oder B2B-Logiken hast, wird Produktdatenpflege zum Bottleneck. PIM/DAM ist dann die Grundlage dafür, neue Produkte schneller live zu bringen und Kanäle sauber zu bespielen. 

5) Infrastruktur ist der stille Co-Founder

Performance-Probleme sind Conversion-Probleme. Und Downtime ist nicht nur ärgerlich, sondern teuer. Dass Hosting/Cluster-Lösungen im Ranking auftauchen, unterstreicht: Ab einer gewissen Größe ist Stabilität ein strategischer Vorteil. 

Über den Autor
Marvin Müller ist VP Marketing bei OMR Reviews und seit den Anfängen dabei. Nach Stationen bei Google (Lead Generation & Media) wechselte er als einer der ersten Mitarbeitenden zu OMR Reviews, um das Marketing von Grund auf aufzubauen. Heute verantwortet er mit seinem Team die Go-to-Market-Strategie und das Wachstum der Plattform – und beschäftigt sich täglich damit, wie Software-Buyer recherchieren, vergleichen und Kaufentscheidungen treffen. Durch die Arbeit an einer der führenden B2B-Software-Informationsplattformen in DACH bringt er daten- und praxisnahe Einblicke in Bewertungssignale, Buying Intent und die Faktoren, die Software-Entscheidungen wirklich beeinflussen.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

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