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Abends am Gips: Warum feiern Berliner VC-Investoren diese unscheinbare Kreuzung?


Gründerszene-Reporter auf den Spuren des Risikokapitals.

Gründerszene-Reporter auf den Spuren des Risikokapitals.
KI-Collage, Gründerszene

Berlin Mitte, Scheunenviertel. Ungefähr halb sieben an einem Donnerstag. Die Sonne steht tief. Der Sommer zeigt seine letzte Kraft. Gut, wenn man eine Sonnenbrille dabei hat. Die Gründerszene-Reporter ergattern einen Platz auf der Terrasse des Restaurants Contadino sotto le stelle. Es ist einer dieser Berliner Sommerabende, die unvergesslich sein können. Oder wo einfach gar nichts passiert. Die Chance auf Größe und auf Scheitern. Wie bei einem VC-Investment.

Der Kellner bringt Limonata, italienischen Weißwein und die grande degustazione di mozzarella. Das Leben ist gut. Aber was führt die Reporter hierher?

Das Gipsdreieck, ein Winkel von Berlin-Mitte mit Gründerzeitfassaden, Graffitis und Skaterpark, hat in der Startup-Bubble eine besondere Bedeutung. Es ist der Ort, an dem immer jemand zu treffen ist.

Glas Vino und VC-Geld

Oder wie es Delivery-Hero-Gründer Nikita Fahrenholz mal in unserem Podcast „Royal GS“ sagte: „Also Jungs und Mädels, wenn ihr Geld raisen wollt, verbringt einfach, wenn es sonnig und warm ist, eure Zeit am Gipsdreieck beim Glas Vino. Auch in der Milchbar zum Beispiel, hängen ganz schön viele Investoren ab.“

Viele VCs haben ihre Büros beim Gipsdreieck. Bitte nur als Illustration verstehen. Die KI nimmt es nicht so genau.

Viele VCs haben ihre Büros beim Gipsdreieck. Bitte nur als Illustration verstehen. Die KI nimmt es nicht so genau.
KI-Illustration

Das ist kein Zufall. Namhafte VCs haben ihre Büros in Laufweite, Cherry Ventures, der Hightech-Gründerfonds, Antler. Die nahe Torstraße ist die Sand Hill Road von Berlin, könnte man sagen, in Anlehnung an die Straße mit all den VCs im Silicon Valley. Aber das etwas von etwas anderem zu sein, macht es doch unnötig klein. Das Gipsdreieck hat zu bieten, was es an der Sand Hill Road nicht gibt. Nur was es ist, dass müssen wir noch verstehen. Es gibt viele Ecken in Berlin, die so ähnlich aussehen.

Brangelina kamen auch gerne

Die Tische vor dem italienischen Lokal, das schon Angelina Jolie und Brad Pitt bewirtet hat, füllen sich. Viele stehen auch einfach auf dem Trottoir herum. Weiße Leinenhosen, pink oder hellblau gestreifte Hemden, weiße T-Shirts und Retro-Sneakers. Hornbrillen sind auch gerne gesehen. Das Haar trägt man im männlichen Publikum gerne ein Ticken länger. Es sind ein paar Designer-Sonnenbrillen zu sehen, auch eine Louis-Vuitton-Handtasche fehlt nicht in der Szene.

Allzu homogen ist es aber nicht: Viele andere der Gäste passen gar nicht ins VC-Hustler-Schema, sind ostentativ alternativ angezogen: Ein Mann an der Ecke trägt ein T-Shirt der Punkband „Team Scheisse“ („Friedrich Merz, er ist ne Boss Bitch, Hot Boy Summer, es wird frostig“). Tattoos und Birkenstocks, beides längst bürotauglich. Im Jahr 2026 existiert das alles ganz selbstverständlich nebeneinander.

Bordstein statt Skyline. Rechts das Contadino, links das Hackbarth's.

Bordstein statt Skyline. Rechts das Contadino, links das Hackbarth’s.
Leo Ginsburg

Gutverdiener oder Gegenkultur?

Trotzdem ist es kennzeichnend, welche Mischung man hier sieht: Die Startup-Szene lebte schon immer an der Grenze von alter Wirtschaft und alternativen Ideen. Nur ist es so, dass am Gipsdreieck wenig Gegenkultur übrig ist. Die Mieten sind wahrscheinlich einfach zu hoch. Wer heute in dieser Gegend wohnt, ist ziemlich sicher Gutverdiener. Ob sich das mit Gegenkultur verträgt? Hier möchte man es noch glauben. Gegenthese: Trotzdem zeigt sich hier eine typische Berliner Mischung. Die Startup-Szene bewegte sich schon immer zwischen etablierter Wirtschaft und der Idee, alles neu denken zu wollen.

Vino Capital.

Vino Capital.
GS

Doch der Alltag läuft unbeirrt dazwischen hindurch: Touristen bleiben stehen und suchen den Weg zurück zum Alexanderplatz, Lieferfahrer schlängeln sich auf E-Bikes durch die Menge. Eine ältere Frau balanciert gestresst ihren Einkauf über die volle Terrasse. Für sie ist das Gipsdreieck wohl kein Ort für Networking, Investments oder Gründerträume, sondern einfach Heimweg nach einem anstrengenden Arbeitstag.

Es wird Zeit, nicht bloß zu beobachten. Was sagen die Leute am Dreieck selbst? Der Kellner des Contadino findet, es gehe hier nicht so sehr um Business. Die Gäste kämen eher wegen des vertrauten Gefühls, wegen der familiären Umgebung.

Buzzword-Bingo

Aber als es sich füllt, muss man nicht lange auf die Stichworte warten. Am einen Nebentisch geht es um die Frage, ob man für ein Rüstungsstartup wie Helsing arbeiten könne, ohne sich in unmoralisches Terrain zu bewegen („würde das nicht im Lebenslauf stehen lassen“). Wenig später spricht eine der junge Frauen über ihre Karrierepläne. Während sie eine dünne Zigarette raucht, erklärt sie, warum sie nie für einen Konzern arbeiten könnte. Sie mag die vielen Rollen, die ständigen Perspektivwechsel: Selbst ein Startup mit zehn Mitarbeitenden sei ihr eigentlich schon zu groß. Sie wolle möglichst nah an der Entstehung eines Unternehmens sein. Dort, wo noch niemand genau wisse, wie die nächste Woche aussehen werde. Erst wolle sie lernen, ohne selbst das Risiko tragen zu müssen. Die Gründung, das schwingt mit, soll später kommen.

Sylt kann einpacken.

Sylt kann einpacken.
Leo Ginsburg

Über Geld spricht dabei niemand. Zumindest nicht als Hauptgrund. Viel mehr geht es um eine gewisse Bedeutung, die man dem Job zuschreibt: Arbeit nicht als Mittel zum Zweck, sondern als Form der Selbstverwirklichung. Auf der anderen Seite ist auch von Startups die Rede. Auf Nachfrage der Reporter gibt der Sitznachbar sich als Berater zu erkennen. Arbeitsfeld: Startups bei der Suche nach VC-Kontakten zu helfen. Na, also!

Allerdings findet der Herr, wer am Donnerstagabend so „früh“ die richtigen Arbeitstiere treffen wolle, habe nicht verstanden, dass die noch am Arbeiten sind. Schade.

Das sagen die VCs

Wir haben auch bei Berliner VC-Büros nachgefragt. Christoph Klink, Partner bei Antler, sieht die Ecke durchaus als Ort für Freizeit und Business. Es sei eine der schönsten Straßen Berlins, gemütlich mit dem Kopfsteinpflaster. Und nicht so trubelig und verkehrsreich wie der Rosenthaler Platz.

Straßensound. Während die Nacht einbricht, wird es am Gips lebendig.

Straßensound. Während die Nacht einbricht, wird es am Gips lebendig.
GS

Franziska Oschmann von Speedinvest betont die Work-Life-Mischung sogar explizit: „Was ich besonders mag: Business und Privates vermischen sich hier total natürlich.“ Gerade auf der Steinmauer am Rand des Parks gehe es ein bisschen ums Sehen und Gesehenwerden, aber alles sehr entspannt.

Berliner Mauer

Die Mauer allein kann es aber nicht gewesen sein. Wo man so essen und trinken kann? Die drei berühmtesten Anlaufpunkte sind die Milch Halle, das Contadino und das Hackbarth’s. Wahrscheinlich in dieser zeitlichen Reihenfolge – erst ins Café, dann zum Italiener, zuletzt in die Kneipe. Alle an derselben Ecke des Dreiecks.

Kapital-Corner. Bei den Tonnen am Skaterplatz stehen sie Abend für Abend zusammen.

Kapital-Corner. Bei den Tonnen am Skaterplatz stehen sie Abend für Abend zusammen.
Leo Ginsburg

Aber vielleicht lohnt sich auch eine Tour zu den anderen zwei Ecken. Gut 100 Meter lang ist die Hypothenuse des Dreiecks, die namensgebende Gipsstraße. Die anderen zwei, etwas kürzeren Seiten bilden die Joachim- und die Auguststraße.

„Typisches Mitte-Girl“

Da unten ist der Vibe gleich ein wenig anders. Vor dem Restaurant „Altes Europa“ sitzen zwei Frauen. Die eine lädt die Reporter sofort ein. Sie sei hier die Anwerberin, sagt sie sektseelig und lacht. Ist wirklich nur Spaß, sie ist eigentlich Markenstrategin, erklärt sie und lächelt dabei schon weniger. Ihre Freundin nennt sie feixend „das typische Mitte-Girl“. Die so Bezeichnete möchte das nicht auf sich sitzen lassen. Dabei ist es doch als Kompliment gemeint, jedenfalls auch. Berlin Mitte ist ein elitärer Ort. Aber anders als in den Zentren von Paris, London oder San Francisco, ist es eine Elite, die ihre Street Credibility nicht verlieren will, jedenfalls nicht den Anschein davon.

Im „Alten Europa“

Im „Alten Europa“
GS

Die Freundin will bald nach Luxemburg umziehen, was auch nicht gerade der Inbegriff von Street Style ist. In der Gründerszene hat das Großherzogtum einen klangvollen Namen, nicht nur wegen der billigen Steuern, aber auch. Die Freundin ist aber Galeristin und hat nichts mit VCs am Hut. Die Markenstrategien macht einen Sekt klar, den sie ausdrücklich lobt, und für fünf Euro ist das nach Mitte-Standards auch echt kein schlechter Deal. Generell muss man sagen, dass man im angeblichen „Sylt von Berlin“ (Berliner Zeitung) noch recht günstig essen und trinken kann. Wenn die VC-People viel Geld ausgeben wollten, hätten sie in Mitte zahlreiche andere Optionen.

So manch einer trinkt unter den Tischen weiter.

So manch einer trinkt unter den Tischen weiter.
GS

Aber Geld ausgeben ist ja schon ihr Job. Da kann man abends auch mal günstiger unterwegs sein. „Die Preise sind fair, die Leute entspannt“, sagt Investorin Elisabeth Ziv vom Hightech-Gründerfonds. „Es ist lebendig und hat trotzdem diese bubble. Das macht es zum perfekten Ort zum Arbeiten und Abhängen zugleich.“

Kiezkultur hat nur Berlin

Das Kiezige, Bodenständige, macht etwas von dem Reiz des Gipsdreiecks aus, findet auch Investor Victor Huerbe von Cherry Ventures. In Berlin ist ja alles ständig vom Wandel und vom Verfall getrieben. Auch das Kiezgefühl. Spätestens seit Corona, vielleicht auch schon seit es Smartphones gibt, drohte etwas verloren zu gehen. Die spontane Begegnung. Sich darauf einzulassen, dass man Leute trifft, die auch ein bisschen anders sind. Das Gipsdreieck ist einer der Orte, wo das immer noch geht.

Weiter ins Hackbarth’s, wo schon die Pet Shop Boys und der Produzent von REM getrunken haben sollen, wie die Berliner Zeitung von einem Stammgast gehört hat. Das Ambiente ist eher Babylon Berlin als „Losing my Religion“. Man kann nur bar zahlen. Auch das ein Stück altes Berlin, das man den aus London oder San Francisco Zugereisten schwer erklären kann. Aber vielleicht macht das den Reiz aus, das Anderssein. Wenigstens kann man hier überhaupt draußen sitzen. Es ist nicht zu kalt dafür, wie in UK, und nicht zu gefährlich, wie in Kalifornien.

Das Hackbarth's, hier 1988 zu DDR-Zeiten, war eigentlich mal eine Konditorei.

Das Hackbarth’s, hier 1988 zu DDR-Zeiten, war eigentlich mal eine Konditorei.
picture alliance / SZ Photo | Rolf Zöllner

Ruhe, bitte!

Noch sitzen die meisten tatsächlich draußen. Sehen und gesehen werden ist ein regelmäßig zu hörendes Stichwort zum Gipsdreieck. Das geht draußen besser als drinnen. Es ist aber auch lauschig. Autos fahren nur wenige entlang. Mitten in Berlin und trotzdem ruhig. So viel Flanierfaktor kennt man sonst eher aus Italien.

Bald ist 22 Uhr und der Wirt des Hackbarth’s nimmt es genau: Man müsse jetzt reingehen. Berlin ist zwar nicht so richtig Deutschland, aber auch nicht so richtig wild. Die Ruhezeit gilt!

Die Gäste lassen sich nicht aus der Ruhe bringen, einige gehen rein, andere ziehen draußen einfach um: Drüben an der Skateranlage im Park kann man weitertrinken. Fast ein bisschen wie die Dorfjugend es in all den Orten tut, wo es keine Alternativen zum Skatepark gibt. In Berlin gäbe es die zwar reichlich. Aber vielleicht macht es das gerade cool, wenn man auch an einer unspektakulären Straßenecke Spaß haben kann.

Hier steht auch eine niedrige Mauer. Investorin Oschmann hat sie als einen der Gründe für die Beliebtheit des Gipsdreiecks ausgemacht. Weil man darauf so gut sitzen kann, wenn man es vor den Cafés und Bars nicht mehr darf.

Ein bisschen Ironie hat das schon: Eine Berliner Mauer, die Menschen verbindet.





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DHDL: 4 Löwen kämpfen um Startup – so ging es nach der TV-Aufzeichnung weiter


Mit 20 und 24 Jahren treten Charlotte Lieben und Mike Leon Lichtenberg mit Cropsta bei „Die Höhle der Löwen“ an und lösen ein Bieterduell um ihr Startup aus. So ging es nach dem Deal mit Dümmel weiter.

DHDL: 4 Löwen kämpfen um Startup – so ging es nach der TV-Aufzeichnung weiter

Mike Leon Lichtenberg und Charlotte Lieben pitchen ihr Startup Cropsta vor den Löwen und sorgen mit ihrem Auftritt für ein Bieterduell.
RTL

Mit 20 und 24 Jahren vor mehreren „Löwen“ zu stehen und zu pitchen, braucht Mut. Mike Leon Lichtenberg und Charlotte Lieben aus Kleinmachnow wagen genau das in der „Höhle der Löwen“ – und wollen mit ihrem Startup Cropsta gleich den Fashion-Markt erobern. Ihr Pitch überzeugt gleich mehrere Investoren – am Ende entscheidet sich das Paar für Ralf Dümmel.

Ihr Produkt, der Cropsta, ist ein verstellbares Band, mit dem sich Kleidungsstücke auf die gewünschte Länge bringen lassen. Pullover, T-Shirts, Kleider oder Blusen können damit ohne Knoten oder Abschneiden gekürzt werden.

Laut dem Gründerpaar komme das Produkt nicht nur bei jungen Leuten gut an. Auch Charlotte Liebens Oma gehöre zu den Kundinnen: Mit 82 Jahren könnte sie dabei sogar die älteste Cropsta-Nutzerin sein, erzählt sie in der „Höhle“.

Vom TikTok-Shop in die Höhle der Löwen

Seit Anfang 2025 ist Cropsta auf dem Markt. Rund 6000 Produkte haben die beiden nach eigenen Angaben bereits verkauft und damit etwa 61.000 Euro Umsatz erzielt. Der Verkaufspreis liegt bei 12,99 Euro, die Nettomarge liegt nach Angaben der Gründer bei rund 92 Prozent. Ein Teil des Umsatzes komme dabei über den TikTok Shop: Rund 25.000 Euro sollen darüber erwirtschaftet worden sein. Außerdem betreiben die Gründer einen eigenen Onlineshop.

Mike Leon Lichtenberg bringt bereits Kameraerfahrung mit: Er war in der Jugendserie „Spotlight“ zu sehen und doubelte Damian Hardung in „Maxton Hall“.

Mike Leon Lichtenberg bringt bereits Kameraerfahrung mit: Er war in der Jugendserie „Spotlight“ zu sehen und doubelte Damian Hardung in „Maxton Hall“.
RTL

Lichtenberg spielte in „Maxton Hall“ mit – jetzt will er Unternehmer sein

Für Aufmerksamkeit sorgen die beiden Gründer auch selbst, denn sie sind keine Unbekannten auf TikTok und Instagram: Zusammen kommt das Paar auf rund 600.000 Follower. Charlotte Lieben erreicht rund 100.000 Menschen, Mike Leon Lichtenberg etwa 500.000.

Lichtenberg bringt zudem Erfahrung vor der Kamera mit. Er war unter anderem in der Jugendserie „Spotlight“ zu sehen und arbeitete als Double für den Schauspieler Damian Hardung in der Netflix-Serie „Maxton Hall“. Sein langfristiges Ziel sieht allerdings nicht die Schauspielerei vor. In zehn Jahren wolle er Unternehmer sein.

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„Wir haben komplett alles alleine gemacht“

Während des Pitches kommen der jungen Gründerin die Tränen. „Ich wusste, dass es heute sehr emotional wird“, sagt sie. „Wir beide sind extrem jung. Wir haben komplett alles alleine gemacht. Das sind nur wir beide.“ Für das Paar sei der Auftritt deshalb ein besonderer Moment. Mike Leon Lichtenberg spricht von einem „Full Circle Moment“, denn er trägt ein Löwen-Tattoo auf dem Arm.

Maschmeyer verspricht einen Deal

Unternehmer und Investor Carsten Maschmeyer macht den beiden schon früh Hoffnung. Er sei zwar nicht der ideale „Löwe“ für das Produkt, doch „wenn euch hier keiner einen Deal geben sollte, dann gebe ich euch einen Deal“, sagt er.

Frank Thelen steigt zunächst aus. „Ich bin nicht der passende Investor. Aus dem Grund bin ich raus.“

Doch lange müssen die beiden nicht auf weitere Angebote warten, denn es beginnt ein regelrechtes Bieterduell.

Vier Löwen wollen Cropsta

Johannes Kliesch ist begeistert von den Gründern und ihrem Produkt. „Ich finde euch so sympathisch. Ich will euch helfen“, sagt er. Gemeinsam mit Judith Williams macht er den beiden ein Angebot: 70.000 Euro für 40 Prozent der Firmenanteile. Zusätzlich soll eine Umsatzbeteiligung fließen. Für jedes verkaufte Cropsta würden Williams und Kliesch zusammen einen Euro erhalten.

Doch Dümmel will nicht seinen Konkurrenten das Geschäft überlassen. „Das müsst ihr mit mir machen“, sagt er zum Gründerpaar. „Ich gebe euch die 70.000 Euro und gebe euch 30 Prozent. Ich muss das Ding machen.“

Williams und Kliesch verzichten auf Anteile

Das Gründerpärchen zieht sich also zur Beratung zurück. Doch während die beiden überlegen, legen Williams und Kliesch noch einmal nach. Ihr neues Angebot verändert die Ausgangslage deutlich: Die beiden Löwen wollen gar keine Unternehmensanteile mehr. Die beiden Gründer könnten ihre 100 Prozent behalten. Stattdessen soll lediglich die Royalty gezahlt werden, allerdings gedeckelt auf insgesamt 140.000 Euro.

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Cropsta entscheidet sich für Dümmel

Für Dümmel ist das kein Grund, sein Angebot zurückzuziehen: „Naja, ob das jetzt so ein großer Vorteil ist. Scheiß auf Royalty“, sagt er sinngemäß. Am Ende müsse das Herz entscheiden, mit wem die Gründer am Tisch sitzen und arbeiten wollen.

Lichtenberg und Lieben ziehen sich ein weiteres Mal zurück und entscheiden sich am Ende für Dümmel. Damit bekommt er für 70.000 Euro 30 Prozent an Cropsta.

So ging es nach der TV-Aufzeichnung weiter

Gründerszene hat nachgefragt, wie es nach dem Deal in der Show weitergegangen ist.

Mike Leon Lichtenberg sagt im Gepsräch mit Gründerszene: „Wir hatten den Deal mit Ralf Dümmel gemacht. Danach ging es relativ schnell in die Gespräche, und dann auch in die Arbeit mit dem Team von Ralf Dümmel und der DS Group.“

Die Gespräche dauern an, so Lichtenberg. „Wir sind jetzt noch in den Verhandlungen, weil wir mit dem Einzelhandel besprechen, ob und wie Cropsta Ende des Jahres in den Handel kommen kann.“

Parallel sei ihr Produkt weiterhin online erhältlich. Im eigenen Shop können Kunden die Produkte derzeit in verschiedenen Farben für 11,99 Euro bestellen. Bundles werden für 33,13 Euro angeboten.

Auch Ralf Dümmel ist nach wie vor von der Marke und dem Gründerduo überzeugt, heißt es auf Anfrage. „Charlotte und Mike haben ein echtes Fashion-Problem erkannt und daraus eine Lösung entwickelt, die verständlich ist, funktioniert und perfekt in den Alltag passt“, sagt er. Er sei beeindruckt davon, was die beiden bereits aus eigener Kraft aufgebaut hätten. „Ich bin mir sicher, Cropsta wird noch für richtig viel Aufmerksamkeit sorgen und hat für mich das Zeug zum nächsten großen Fashion-Item.“

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Startup erreicht mit KI-Firma 100 Millionen Dollar ARR – so soll es weiter wachsen


Microagi ist ein KI-Robotik-Startup aus München.

Microagi ist ein KI-Robotik-Startup aus München.
Microagi

Ein Formel-1-Ingenieur verlässt die Welt des Rennsports, um sich einer technisch viel größeren Herausforderung zu stellen: Robotern beizubringen, in Fabriken zu arbeiten. Das war im Herbst 2025.

Jetzt hat Bercan Kilics Startup Microagi einen Meilenstein geknackt: die 100-Millionen-ARR-Marke. Sprich, einen wiederkehrenden Jahresumsatz von 100 Millionen US-Dollar. Und das nur ein halbes Jahr, nachdem das Münchner Startup sein Produkt Shift gelauncht hat – eine KI-Plattform für reale Trainingsdaten, um Robotern Arbeitsprozesse beizubringen.

Erst im Sommer dieses Jahres hat Microagi einen Rekord aufgestellt und 55 Millionen US-Dollar in einer Seed-Runde eingesammelt – die bislang größte Seed-Finanzierungsrunde in Deutschland. Angeführt wurde die Runde von Hummingbird unter Beteiligung von Northzone, LocalGlobe, Village Global und Redalpine. Eine Unternehmensbewertung will Microagi nicht offenlegen.

Wer ist der Gründer?

2023 bekam Bercan Kilic seinen Traumjob als Aerodynamik-Ingenieur bei Red Bull Racing. Er stieß zum Formel-1-Team zu einer Zeit, als Red Bull die Rennserie noch beherrschte. Doch der Reiz ließ schnell nach.

Die Technik sei großartig gewesen, sagt er, aber er wollte seine Fähigkeiten für etwas Größeres einsetzen: Roboter in Fabriken bringen und so dazu beitragen, Waren und Dienstleistungen günstig und in großer Menge verfügbar zu machen.

Die Plattformen von Microagi

Wie genau? Microagi unterstützt Hersteller dabei, Roboter für bestimmte Aufgaben zu trainieren. Dafür werden Beschäftigte bei ihrer Tätigkeit mit Kameras und sensorbestückten Handschuhen aufgezeichnet. Diese Daten werden auf der Crowdsourcing- und Datensammelplattform Shift gesammelt. Anhand der Videoclips wird bestehenden Robotermodellen beigebracht, wie sie bestimmte Aufgaben in der Fabrik eines Kunden ausführen sollen. Das läuft über die zweite Plattform von Microagi namens Atlas.

Aber das Startup macht aus Videoclips nicht nur Trainingsdaten, sondern sucht auch passende Roboter für Fabriken aus und installiert sie in die Produktionslinie.

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Microagi sorgte diesen Sommer mit einer viralen Aktion bereits für Aufmerksamkeit. In New York bot das Unternehmen kostenlose Wohnungsreinigungen an. Im Gegenzug wurden die Reinigungskräfte aus ihrer eigenen Perspektive dabei gefilmt, wie sie Geschirr spülten, Böden wischten oder Wäsche falteten.

Die Finanzierungsrunde von Microagi fand zu einer Zeit statt, in der Investoren massiv in Robotik und physische KI investieren – angetrieben durch den Wandel der KI von Chatbots hin zu Maschinen, sinkende Hardwarekosten, Arbeitskräftemangel und den Druck, Lieferketten zurück ins Inland zu verlagern.

Gründer von Microagi: Bercan Kilic.

Gründer von Microagi: Bercan Kilic.
Microagi

Nehmen Roboter Arbeitsplätze weg?

Dass Microagi Arbeitsplätze der Menschen gefährden könnte, die heute beim Training der Roboter helfen, sieht Kilic nicht. Vielmehr seien Industrieroboter nötig, um den Arbeitskräftemangel in Europa und den USA abzufedern und bei der Automatisierung mit China mitzuhalten.

Laut einem Bericht der International Federation of Robotics wurden in China im Jahr 2024 rund 295.000 Fabrikroboter installiert, was 54 Prozent der weltweiten Gesamtzahl entspricht – im Vergleich zu 34.200 in den USA.

„Wer eine Fabrik betreibt, kennt die Rechnung längst“, sagt Kilic. „Die erfahrensten Mitarbeiter gehen noch in diesem Jahrzehnt in Rente, und es gibt schlicht nicht genug Nachwuchs, um sie zu ersetzen. Produktion zurück ins eigene Land zu holen, funktioniert nur mit Robotern.“

Warum es einen Wandel braucht

Microagi wurde im vergangenen Jahr in einem Münchner Hackerhaus mit dem Ziel gegründet, Roboter aus den Forschungslabors an die Arbeitsplätze zu bringen. Der Name des Startups spiegelt Kilics Überzeugung wider, dass KI-Modelle kleiner werden müssen, bevor Milliarden von Robotern eingesetzt werden können [Anm.d.Red.: micro bedeutet klein; AGI steht allgemein für Artificial General Intelligence]. Der Betrieb riesiger Modelle auf so vielen Maschinen würde zu viel Rechenleistung erfordern, sagt er.

Ursprünglich wollte sich Microagi ausschließlich darauf konzentrieren, bestehende Roboter und KI-Modelle bei Kunden zum Einsatz zu bringen. Dafür sollten die Modelle mit den Daten des jeweiligen Unternehmens trainiert und anschließend in dessen Betrieb eingesetzt werden. Doch das Team stellte bald fest, dass viele der verfügbaren Robotikmodelle noch nicht leistungsfähig genug waren, um dafür eine brauchbare Grundlage zu bieten.

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Kilic vergleicht das Problem mit der Einarbeitung eines neuen Mitarbeiters. Ein Erwachsener könne eine Tätigkeit in der Fabrik vielleicht in einer Woche erlernen, während ein Kind sie möglicherweise nie beherrschen würde, egal wie gut die Anleitung sei. Bestehende Robotikmodelle seien, so sagt er, noch immer eher mit Kindern vergleichbar. Diese Erkenntnis veranlasste Microagi dazu, Shift aufzubauen.

Laut eigenen Angaben von Microagi gebe es Shift mittlerweile in mehr als 15 Ländern und mehr als 25.000 Menschen würden dafür bezahlt, ihre Arbeitsabläufe aufzunehmen. Die Aufnahmen verkauft Microagi anschließend an KI-Labore und Robotikfirmen, die KI-Modelle für Roboter entwickeln.

Die Personen, die für Shift Daten sammeln, tragen Kameras am Kopf und zeichnen sich bei alltäglichen Tätigkeiten auf.

Die Personen, die für Shift Daten sammeln, tragen Kameras am Kopf und zeichnen sich bei alltäglichen Tätigkeiten auf.
Shift

Kilic wollte die Modellpartner von Microagi nicht namentlich nennen, doch zu den Unternehmen, die diese Art von Technologie entwickeln, gehören Physical Intelligence, Skild AI und Generalist AI. Microagi passt die Modelle seiner Partner anhand der Fabrikdaten jedes Kunden an und hilft anschließend bei deren Einsatz auf Robotern. Zu seinen Kunden zählen Unternehmen aus der Automobil-, Logistik- und Lebensmittelindustrie, sagt er.

„Wir stellen den Laboren Daten zur Verfügung, sie liefern uns Modelle, und dann ergänzen wir diese mit firmeneigenen Daten, um unsere Kunden zufriedenzustellen“, sagt Kilic.

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Shift ist Microagis Antwort auf einen der größten Engpässe in der Robotik. Große Sprachmodelle wurden anhand riesiger Mengen an Texten und Bildern aus dem Internet trainiert, doch für Roboter gibt es keinen vergleichbaren Datenschatz. Der Robotikforscher Ken Goldberg von der UC Berkeley hat dies als „100.000-Jahre-Datenlücke“ bezeichnet und damit auf die Diskrepanz zwischen den für Roboter und Chatbots verfügbaren Trainingsdaten hingewiesen.

Shift konkurriert mit Unternehmen wie Scale AI, Turing und Micro1, die ebenfalls Menschen dafür bezahlen, sich bei der Ausführung von Aufgaben zu filmen, die Roboter eines Tages übernehmen könnten.

Auf der Jagd nach einem „ChatGPT-Moment“

Kilic erklärt, Microagi werde die Millionen aus der Seed-Runde nutzen, um die für das Training von Robotikmodellen erforderliche Rechenleistung zu finanzieren, das Datenerfassungsnetzwerk von Shift auszubauen und seine Präsenz in den USA von New York aus zu stärken.

Er glaubt, dass die Robotik sich ihrem „GPT-2-Moment“ nähert. Bei Sprachmodellen war dies der Zeitpunkt, an dem Forscher feststellten, dass das Hinzufügen von mehr Daten und Rechenleistung zu vorhersehbaren Verbesserungen führen konnte. Robotikunternehmen seien noch dabei, diese Formel zu erarbeiten, so Kilic, doch er glaubt, dass die Branche nicht mehr weit von ihrem „GPT-3.5-Moment“ entfernt sei – dem Zeitpunkt, an dem die Technologie nützlich genug für einen breiten Einsatz wird.

Firat Ileri, geschäftsführender Gesellschafter von Hummingbird, der die Investition der Seed-Runde leitete, sagt, er sei bei einem Besuch in der Münchner Zentrale von Microagi von der Intensität des Unternehmens beeindruckt gewesen – dort schienen die Mitarbeiter das Büro kaum zu verlassen. Hummingbird war ein früher Investor beim KI-Coding-Startup Lovable, der Krypto-Börse Kraken und dem KI-Chip-Startup Etched.

Auch hier filmt sich ein Mitarbeiter bei seiner Arbeit.

Auch hier filmt sich ein Mitarbeiter bei seiner Arbeit.
Shift

Ileri erklärt, Microagi habe sich durch den Ehrgeiz von Kilic und seinen Mitbegründern sowie durch den Fokus des Startups auf die Automatisierung europäischer Fabriken angesichts der alternden und schrumpfenden Erwerbsbevölkerung auf dem Kontinent hervorgetan. Laut Eurostat lag das Durchschnittsalter in der EU im Jahr 2025 bei 44,9 Jahren, gegenüber 39,6 Jahren zwei Jahrzehnte zuvor. Die Europäische Kommission schätzt, dass die Erwerbsbevölkerung der Union bis 2050 um bis zu 18,8 Millionen Menschen schrumpfen könnte.

Kilics vier Mitbegründer sind der ehemalige Mercedes-F1-Ingenieur Yoan Iliev, der ehemalige Forscher am Alan-Turing-Institut Anton Poletaev, der Ingenieur der RWTH Aachen Nico Nussbaum und der Serienunternehmer Artjem Weissbeck.

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Die fünf Mitbegründer haben sich ein kühnes Ziel gesetzt: Microagi soll innerhalb von fünf Jahren zum weltweit größten Unternehmen werden und mit seiner Technologie den Einsatz von mehreren zehn Millionen Robotern ermöglichen, erklärt Kilic. „Wenn wir in fünf Jahren nicht mehr als 20 oder 30 Millionen Roboter im Einsatz haben, ist das ein großer Misserfolg“, sagt er.

Der Artikel erschien zuerst im Juli 2026 und wurde im Oktober 2026 aktualisiert.

 





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DHDL: Frank Thelen nennt Pitch „Frechheit“ – dann folgt eine Überraschung


Kein Deal für Ajambow – dafür stellt Gründer Simon Werner seiner Partnerin Susan Schmidt vor den Löwen die Frage aller Fragen.

DHDL: Frank Thelen nennt Pitch „Frechheit“ – dann folgt eine Überraschung

Simon Werner macht seiner langjährigen Partnerin und Geschäftspartnerin Susan Schmidt vor den Löwen einen Heiratsantrag.
RTL

Bei „Die Höhle der Löwen“ geht es normalerweise um Bewertungen, Umsätze und Beteiligungen. Im Fall von dem Startup Ajambow wird es am Ende allerdings deutlich persönlicher, denn Gründer Simon Werner macht seiner Partnerin Susan Schmidt vor den Löwen einen Heiratsantrag.

Dabei beginnt der Pitch des Gründerpaars aus Borsdorf bei Leipzig zunächst ganz geschäftlich. Schmidt und Werner, beide 55 Jahre alt, seit mehr als 30 Jahren ein Paar, suchen 300.000 Euro und bieten dafür zehn Prozent ihres Unternehmens in der Show an. Das entspricht einer Bewertung von drei Millionen Euro.

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Mit Ajambow haben die beiden einen Sport- und Therapiebogen entwickelt, der Bewegung mit einem ungewöhnlichen Widerstand verbindet. Ein Bogen wird teilweise mit Wasser gefüllt. Bei den Übungen gerät das Wasser im Inneren dann in Bewegung und erzeugt unvorhersehbare Impulse. Der Körper muss darauf reagieren und ständig ausgleichen.

Die Gründer versprechen sich davon unter anderem eine Aktivierung von Muskelketten im Schulter-, Nacken- und Rückenbereich sowie der Tiefenmuskulatur. Eine EMG-Untersuchung der Universität Leipzig habe eine bis zu rund 30 Prozent höhere Muskelaktivierung gezeigt. Rund 200 Videos mit Übungen und Choreografien haben Schmidt und Werner nach eigenen Angaben inzwischen entwickelt.

Die Löwen müssen selbst zum Bogen greifen

Der Pitch fällt dabei sportlich aus:Die Löwen dürfen den Ajambow selbst ausprobieren und müssen sich durch die Übungen bewegen. Schmidt und Werner haben neben dem Gerät auch Musik und Choreografien entwickelt. Entsprechend wird aus dem Pitch eine kleine Sportstunde.

Die Löwen testen den Ajambow: Beim Pitch müssen die Löwen selbst zum Sport- und Therapiebogen greifen.

Die Löwen testen den Ajambow: Beim Pitch müssen die Löwen selbst zum Sport- und Therapiebogen greifen.
RTL

Zum Zeitpunkt der Aufzeichnung der Sendung kostet der Ajambow 149,95 Euro. Die Herstellungskosten liegen laut den Gründern bei rund 21 Euro. Neben dem Verkauf an Privatkunden setzen sie vor allem auf den Gesundheits- und Fitnessbereich. Das Geschäftsmodell soll dabei insbesondere über Fitnessstudios und Physiotherapiepraxen wachsen. Diese zahlen nach Angaben der Gründer 95 Euro netto im Monat. Der Bogen sei für Präventionskurse zugelassen, die von Krankenkassen übernommen werden können.

Das B2C-Geschäft haben Schmidt und Werner bereits ausprobiert, aber mit überschaubarem Erfolg. Bis zum Zeitpunkt der Aufzeichnung kamen lediglich rund 20 Abonnements zustande. Insgesamt erwirtschaftete das Unternehmen seit seiner Gründung 2024 rund 78.000 Euro Umsatz. Für die Löwen reicht das offenbar nicht aus, um die aufgerufene Bewertung von drei Millionen Euro zu rechtfertigen.

„Ihr liegt so unfassbar weit entfernt“

Janna Ensthaler steigt aus: „Ihr liegt so unfassbar weit entfernt von dem, wie ihr euch bewerten solltet. Ich bin raus.“ Auch Carsten Maschmeyer kann sich ein Investment nicht vorstellen. Er zweifelt hauptsächlich daran, dass sich das Konzept tatsächlich in Krankenhäusern skalieren lässt. „Drei Millionen Bewertung passt hinten und vorne nicht. Es ist kein Investorencase“, sagt er.

Noch deutlicher wird Frank Thelen. „Ihr habt eure Hausaufgaben nicht gemacht. Was ihr hier aufruft, ist eine totale Frechheit“, sagt er. Wirtschaftlich sei der Pitch „katastrophal“. Somit verabschiedet auch Thelen sich ohne Angebot. Judith Williams bemängelt ebenfalls, dass zu viele Fragen unbeantwortet geblieben seien. Sie ist damit die vierte Löwin, die aussteigt.

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Bleibt noch Ralf Dümmel. Doch auch er will nicht investieren. Gleichzeitig findet er Gefallen an der persönlichen Dynamik zwischen den beiden Gründern: „Man spürt, wie ihr füreinander brennt.“ Er findet es „süß“, wie sich die beiden an die Hand nehmen. „Das zeigt Gefühle, und die gehören auch dazu.“ Für ein Investment reicht es trotzdem nicht.

Plötzlicher Heiratsantrag

Eigentlich könnte der Pitch damit vorbei sein. Doch Simon Werner hat noch eine Sache zu sagen. „Ein Projekt habe ich noch nicht fertig“, beginnt der Gründer. Dann wendet er sich an seine Partnerin Susan Schmidt und fragt: „Susan, willst du meine Frau werden?“

Ihre Antwort: „Jetzt bin ich aber völlig überrascht. Ja, ich will.“

Damit gibt es bei Ajambow zwar keinen Deal mit einem Löwen, aber dafür einen Ehedeal.





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