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AMD Ryzen Mobile 3000U: Die 12-nm-Picasso-APUs mit Zen+ und Vega sind zurück!

AMD setzt auch im mobilen Segment auf ältere Modelle, wobei es nun richtig alt wird: Picasso und damit Zen+ und Vega-GPU ist zurück! Damit werden die Ryzen-5000-Desktop-Lösungen im Sockel AM4 doch noch um einiges unterboten, denn hier kommt nun wirklich das sprichwörtliche Altmetall zum Einsatz. Starttermin ist Q2/2026.
Verrückte Zeiten vor allem beim Speicher und den massiv gestiegenen Kosten erfordern manchmal interessante und neue Ansätze. AMD sieht den unter anderem darin, ältere CPU-Modelle zu reaktivieren. Diese arbeiten mit DDR4-Speicher zusammen, der ist in der Regel etwas günstiger als DDR5-Speicher. Was im Desktop-Umfeld so in der Reinkarnation des AMD Ryzen 7 5800X3D resultiert, geht im Notebook-Umfeld aber noch mindestens zwei, drei Stufen weiter: Picasso ist zurück!
AMD scheint eine Neueinstellung alter APUs direkt zu gestatten, denn die Produktseiten beispielsweise zum AMD Ryzen 3 3100U und AMD Ryzen 5 3501U sind online. Das kleinste Modell bietet zwei Kerne und nicht einmal SMT, folglich also auch nur zwei Threads bei maximal 3,2 GHz. Der Ryzen 5 bietet immerhin vier Kerne und acht Threads bei maximal 3,7 GHz. Die iGPU hört auf den Namen Vega 8, bietet also 8 CUs. Das Speicherinterface kann über zwei Kanäle maximal DDR4-2400 ansprechen – 2019 war das ziemlich gut, Mitte 2026 wird es da vergleichsweise dünner.
Das gilt natürlich auch für die Gesamtleistung der Produkte, denn Zen+ als CPU-Architektur war zwar ein Fortschritt gegenüber dem Auftakt Zen, gegenüber aktuellen Zen 5 oder auch noch Zen 4 und Zen 3 liegen sie aber weit zurück, gepaart mit niedrigem Takt wird die Schere nur noch weiter auseinander gehen. Diese Lösungen eignen sich nur für absolute Low-Cost-Umgebungen, getreu dem Motto in der CPU-Rangliste „der PC soll angehen“.
12 nm von Globalfoundries
Das interessante an den Chips ist dabei auch, dass sie weiterhin in 12 nm gefertigt werden. Dafür zuständig war seinerzeit aber Globalfoundries und noch nicht TSMC! Über die letzten Jahre wurde Globalfoundries dann stetig weiter verdrängt und TSMC übernahm nahezu komplett den Teil des Auftragsfertigers, Globalfoundries war aber immer noch für kleinere Mengen an Chiplieferungen zuständig. Dies scheint auch im Jahr 2026 und darüber hinaus noch zu gelten. Vielleicht hat AMD aber auch nur noch eine größere Menge im Lager, gerade bei älteren APUs hatte sich AMD oft bezüglich der Menge verkalkuliert. Altlasten nun zu verkaufen macht zum Beispiel auch Intel, mitunter sogar schon abgeschriebene Produkte.