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Apple Creator Studio startet – ein Abo für alles
Der Vorteil für Creator liegt auf der Hand. Statt mehrere Einzellizenzen zu kaufen oder monatlich für verschiedene Tools zu zahlen, bekommen sie alles aus einer Hand. Apple zwingt jedoch niemanden ins Abo. Die Programme bleiben weiterhin als Einzelkauf im App Store verfügbar.
KI spart Zeit – genau da, wo Creator sie verlieren
Spannend ist nicht nur die Bündelung, sondern das, was Apple zeitgleich an den Apps selbst verbessert. Final Cut Pro bekommt KI-Funktionen, die sich nah am Creator-Alltag orientieren. Mit der neuen Transkriptsuche lassen sich Interview-Stellen oder Podcast-Zitate einfach über Text finden. Die visuelle Suche erkennt Objekte oder Szenen im Videomaterial. Social und Video-Creator müssen weniger suchen und weniger klicken und sind so bestenfalls mehr im Flow.
Dazu kommt eine Beat-Erkennung, mit der Schnitte automatisch am Rhythmus der Musik ausgerichtet werden können. Auf dem iPad gibt es zusätzlich das Auto Montage Feature, das aus Rohmaterial automatisch Videos baut und Formate intelligent von Quer- in Hochformat überträgt – perfekt für Reels, Shorts oder TikTok.
Auch Logic Pro wird smarter. Mit Synth Player und Chord ID analysiert die Software Audioaufnahmen, erkennt Akkorde und erzeugt passende elektronische Sounds. Musikproduktion wird damit auch für diejenigen ohne professionelle Skills zugänglicher. Ergänzt wird das Ganze durch neue lizenzfreie Loops, Samples und Sounds.
Ein starkes Signal ist außerdem Pixelmator Pro auf dem iPad. Die Bildbearbeitungs-Software kommt erstmals mit einer komplett auf Touch und Apple Pencil ausgelegten Oberfläche. Ebenen, Masken, Vektor-Tools und KI-Funktionen wie Super Resolution oder automatisches Zuschneiden machen das iPad damit zu einer echtem Alternative zum Desktop – gerade für Creator, die mobil arbeiten.
Warum Apple Creator Studio mehr ist als nur ein neues Abo
Mit dem Creator Studio senkt Apple die Einstiegshürde in professionelle Kreativ-Workflows deutlich. Statt teurer Einzellizenzen oder fragmentierter Tool-Landschaften gibt es ein Paket, das Video, Audio, Design und Präsentation zusammenführt. Zugleich verschärft Apple mit dem neuen Abo den Wettbewerb mit Adobe und bringt sich als integrierte Alternative zur Creative Suite in Stellung.
Denn viele Creatives setzen ohnehin auf Apple-Produkte und native Apps auf dem Mac, iPad oder iPhone. Wenn die Funktionen und Preise stimmen, kann das Creator Studio für viele gegenüber Photoshop und anderen Adobe Tools attraktiver sein. Adobe wiederum hat mit der Integration der eigenen Werkzeuge in ChatGPT ein starkes Argument für Nutzer:innen, die kreative Prozesse direkt mit KI-Diensten verbinden wollen. Wer tief in der Adobe Creative Cloud steckt oder stark kollaborativ arbeitet, wird daher nicht automatisch zum Apple-Abo wechseln.
Wer dieses Jahr das Rennen im KI- und Tool-Wettbewerb macht, bleibt abzuwarten. Neue Allianzen, integrierte Ökosysteme und strategische Kooperationen verschieben die Kräfteverhältnisse und dürften die Tech-Landschaft aufmischen, so viel ist sicher.